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Kriechkeller vertiefen - Ideen gesucht

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Jürgen Exner

unread,
Aug 17, 2004, 12:04:04 PM8/17/04
to
Hallo

Als ich letztens meinen Kriechkeller inspiziert habe, musste ich
feststellen, dass die vom Vorbesitzer offensichtlich unsachgemaess
befestigte Isolation auf weiten Flaechen heruntergefallen ist und ich
deshalb den Keller neu isolieren muss.
Problem: Der Kriechraum ist wirklich nur 30cm bis an manchen Stellen 50cm
hoch, also wirklich auf dem Bauch kriechen. Da dachte ich mir, wenn da unten
sowieso eine groessere Aktion ansteht, dann koennte ich mir die
Isolierungsarbeit und alle zukuenftigen Arbeiten ja auch einfacher machen
und vielleicht den Keller zuerst etwas vertiefen, zumindest soweit, dass man
zu allen Stelle wenigsten auf Haenden und Fuessen kriechen kann.

Boden ist einfacher gewachsener Boden, kein Problem damit.

Aber wie bekomme ich den Aushub aus dem Kriechkeller nach draussen?
Foerderband waere sehr schwierig. Zugang zu zwei von den drei Abschnitten
ist durch die Fundamentwand unter der Veranda. Ich muesste also grosse Teile
meiner Veranda abreissen, was ich nicht so gerne mache. Der dritte Abschnitt
ist nur durch eine Bodenlucke von 30x40cm erreichbar, gerade weit genug,
dass man sich mit viel Verwinden duchschlaengeln kann. Dort passt ein
Foerderband schon mal gar nicht durch.

Jetzt suche ich nach Ideen, die sich mit Heimwerkermittel improvisieren
lassen:

Vielleicht irgendwie eine Eimerkette bauen, die sich am anderen Ende
automatisch entleert? Die koennte man vermutlich auch um Ecken lenken?

Am besten waere irgendwas mit Schlaeuchen.
Es gibt doch Betonpumpen und im Wasserbau sieht man oft Absitzgruben, in die
der Aushub verpumpt wird. Laesst sich da irgendwas improvisieren? Wasser
habe ich reichlich, einen ganzen See voll, nur meine Pumpe ist nicht
sonderlich stark. Mehr als drei Rasensprenger gleichzeitig schafft sie
nicht. Fuer zwei der drei Abschnitte waere sogar eine offene Rinne (so
Dachrinne?) ok, weil die einfach hangabwaerts ablaufen koennten.

Oder etwas mit Pressluft so a la Rohrpost oder Luftdruckkanone? Aber ich
vermute mal, die Leistung eines normalen Heimwerkerkompressors reicht dafuer
wohl nicht aus.
Oder mit dem Industriesauger mit verlaengertem Rohr von draussen her
absaugen? Muesste man nur noch irgendwas erfinden, dass den Sammelbehaelter
regelmaessig automatisch ausleert.

Hat irgendjemand noch andere verrueckten Ideen?
Ich wuerde den Keller ja schon gerne vertiefen, aber mit jedem Eimer Aushub
einzeln nach draussen kriechen ist nicht wirklich praktikabel. Da muss es
doch was besseres geben.


steffen heinz

unread,
Aug 17, 2004, 12:19:42 PM8/17/04
to
Jürgen Exner wrote:
> Hallo

>
>
> Problem: Der Kriechraum ist wirklich nur 30cm bis an manchen Stellen
> 50cm hoch, also wirklich auf dem Bauch kriechen.

du armer...

>
> Aber wie bekomme ich den Aushub aus dem Kriechkeller nach draussen?

ich häte ne idee:
elektrowinde draußen anbringen
stahlseil
irgentwas schaufelförmiges was du mit dem windenseil ziehen kannst:
brauchst es "untertage" also nur auszubringen und zu führen, die seilwinde
ziehts durch das erdreich zum ansgang.

ach so, ist der kriechkelle überhaupt von außen zugänglich?
ich ahb unseren krichkeller mal angenimmen

steffen


Siegfried Schmidt

unread,
Aug 17, 2004, 12:23:04 PM8/17/04
to
Hallo Jürgen,

> Problem: Der Kriechraum ist wirklich nur 30cm bis an manchen Stellen
> 50cm hoch, also wirklich auf dem Bauch kriechen. Da dachte ich mir,
> wenn da unten sowieso eine groessere Aktion ansteht, dann koennte ich
> mir die Isolierungsarbeit und alle zukuenftigen Arbeiten ja auch
> einfacher machen und vielleicht den Keller zuerst etwas vertiefen,
> zumindest soweit, dass man zu allen Stelle wenigsten auf Haenden und
> Fuessen kriechen kann.

Das Volumen komplett mit Dämmstoff zu füllen vereinfacht die Sache
ebenfalls drastisch.

> Boden ist einfacher gewachsener Boden, kein Problem damit.

Nur daß du dir mal nebenbei die komplette Abdichtung nach unten
kaputtmachst. Von der Gefahr, daß das Fundament in die metertiefen Löcher
absackt ganz abgesehen.

> Aber wie bekomme ich den Aushub aus dem Kriechkeller nach draussen?

Den Architekten einfangen und per Strafarbeit seine Sünden büssen lassen.

Da kann er was draus lernen, in seinem eigenen Haus hat er garantiert etwas
anderes eingebaut.


Siegfried
--
http://www.schmidt.ath.cx

Jochen Kriegerowski

unread,
Aug 17, 2004, 12:26:11 PM8/17/04
to
"Jürgen Exner" <jurg...@hotmail.com> schrieb

> Da dachte ich mir, wenn da unten
> sowieso eine groessere Aktion ansteht, dann koennte ich mir die
> Isolierungsarbeit und alle zukuenftigen Arbeiten ja auch einfacher machen
> und vielleicht den Keller zuerst etwas vertiefen, zumindest soweit, dass man
> zu allen Stelle wenigsten auf Haenden und Fuessen kriechen kann.

Das kann gewaltig ins Auge gehen, wenn du das Fundament freigräbst.
Das braucht den Gegendruck vom Kellerboden, um den Druck vom
äußeren Erdreich abzutragen. Also: Statiker anrufen und durchrechnen
lassen!

> Jetzt suche ich nach Ideen, die sich mit Heimwerkermittel improvisieren
> lassen

Man kann fast alles mit Heimwerkermitteln. Sogar ein Fundament tiefer
legen.

> Hat irgendjemand noch andere verrueckten Ideen?

Alle tragenden Wäde provisorisch mit Stahlträgern abfangen, einen
stützenfreien Partykeller unter das Haus setzen, und eine Etage tiefer
ein Schwimmbad. Aber auch hier gilt: Vorher einen Statiker anrufen.

Sorry: Du wolltest es verrückt

Gruß
Jochen

Robert Pflüger

unread,
Aug 17, 2004, 12:31:28 PM8/17/04
to
HAllo,

"Jürgen Exner" wrote:
> ...

> Boden ist einfacher gewachsener Boden, kein Problem damit.

wenn die Fundamente durch die "Tieferlegung" nicht gefähret werden ...
>
> Aber wie bekomme ich den Aushub aus dem Kriechkeller nach draussen?...

alte Säcke oder eine Blechtafel unter das HAus legen, Aushub drauf und
dann herausziehen (mit Winde, per Hand oder mit dem Pferd

oder gleich eine (selbstgebaute) Schar / Räumschild unter dem Haus
durchziehen :-)

Robert
--
http://petition.eurolinux.org/index.de.html

steffen heinz

unread,
Aug 17, 2004, 12:33:44 PM8/17/04
to
Siegfried Schmidt wrote:
>
>> Aber wie bekomme ich den Aushub aus dem Kriechkeller nach draussen?
>
> Den Architekten einfangen und per Strafarbeit seine Sünden büssen
> lassen.
>
> Da kann er was draus lernen, in seinem eigenen Haus hat er garantiert
> etwas anderes eingebaut.

sei froh das er wenigstens eine kriechkeller eingbaut hat
ein haus ohne krichkeller macht noch viel mehr ärger!
was amchst du ohne kriechkeller mit den installationen unter dem haus?
( ich bin froh das wir bei unserem haus einen ähnlichen kriechkelelr haben!
nicht auszudenken wenn der nict da wäre...)
denk das ein krichkeller den darüberliegenden füßboden angenehmer macht,
weil halt der wärmeverlust kleiner ist. (vor allem wennd as haus was älter
ist und die isolierung nicht so besonders...)

steffen


Günter Obereder

unread,
Aug 17, 2004, 12:40:51 PM8/17/04
to
Hallo,

also ein Bekannter hat auch mal einen Keller "tiefer legen" wollen ...

... hat es auch gemacht ...

... Haus ist eingebrochen ...

Greets, Günter


Siegfried Schmidt

unread,
Aug 17, 2004, 1:14:10 PM8/17/04
to
Hallo steffen,

> sei froh das er wenigstens eine kriechkeller eingbaut hat
> ein haus ohne krichkeller macht noch viel mehr ärger!

Wieso? Was nützt denn ein 30cm hohes schlecht belüftetes horizontales
Sackloch wenn man keine Champignons züchtet oder Möhren im Sand lagert?

> was amchst du ohne kriechkeller mit den installationen unter dem haus?

Was für Installationen? Unter meinem Keller ist nichts dergleichen.

> ( ich bin froh das wir bei unserem haus einen ähnlichen kriechkelelr
> haben! nicht auszudenken wenn der nict da wäre...)

Was machst du da drin?

> denk das ein krichkeller den darüberliegenden füßboden angenehmer
> macht, weil halt der wärmeverlust kleiner ist. (vor allem wennd as
> haus was älter ist und die isolierung nicht so besonders...)

Ich kenne viele Altbauten bei denen das EG direkt im Dreck steht, aber
Kriechkeller in diesem Zusammenhang überhaupt nicht. Höchstens niedrige
Felsenkeller, die isolieren aber den Fußboden kein bischen.


Siegfried
--
http://www.schmidt.ath.cx

steffen heinz

unread,
Aug 17, 2004, 2:27:53 PM8/17/04
to
Siegfried Schmidt wrote:
> Hallo steffen,
>
>> sei froh das er wenigstens eine kriechkeller eingbaut hat
>> ein haus ohne krichkeller macht noch viel mehr ärger!
>
> Wieso? Was nützt denn ein 30cm hohes schlecht belüftetes horizontales
> Sackloch wenn man keine Champignons züchtet oder Möhren im Sand
> lagert?
>
>> was amchst du ohne kriechkeller mit den installationen unter dem
>> haus?
>
> Was für Installationen? Unter meinem Keller ist nichts dergleichen.

na gut, unter deinem keller!
nicht alle häuser haben eine keller!
unter dem haus liegt alles, strom, wasser, abwasser...

>
>> ( ich bin froh das wir bei unserem haus einen ähnlichen kriechkelelr
>> haben! nicht auszudenken wenn der nict da wäre...)
>
> Was machst du da drin?

die wasserzuleitung mußte geändert werden

ohne den krichkeller hätte das einen riesigen aufwand bedeutet: der fußboden
hätte aufgerissen werden müssen...

steffen


Siegfried Schmidt

unread,
Aug 17, 2004, 3:05:16 PM8/17/04
to
Hallo steffen,

> na gut, unter deinem keller!
> nicht alle häuser haben eine keller!
> unter dem haus liegt alles, strom, wasser, abwasser...

Bei mir nicht. Alles ist höher als der Keller und kommt durch die
Seitenwand - ohne Keller käme es in einem Bogen aus dem EG-Fußboden.

Aber selbst wenn etwas darunterläge, käme ich trotzdem nicht ran. Der
Keller hat schließlich auch einen Fußboden.

> die wasserzuleitung mußte geändert werden

Die würde ohne Keller in einem Anschlußraum im EG enden und wäre mindestens
genausogut erreichbar.

> ohne den krichkeller hätte das einen riesigen aufwand bedeutet: der
> fußboden hätte aufgerissen werden müssen...

Ohne den Keller würde die Leitung da wohl gar nicht entlanglaufen.


Siegfried
--
http://www.schmidt.ath.cx

steffen heinz

unread,
Aug 17, 2004, 3:40:17 PM8/17/04
to
Siegfried Schmidt wrote:
> mindestens genausogut erreichbar.
>
>> ohne den krichkeller hätte das einen riesigen aufwand bedeutet: der
>> fußboden hätte aufgerissen werden müssen...
>
> Ohne den Keller würde die Leitung da wohl gar nicht entlanglaufen.

wo den sonst?
schlieslich muß die ins haus kommen
und auch frostfest sein

steffen


Axel Hase

unread,
Aug 17, 2004, 4:23:25 PM8/17/04
to

"steffen heinz" <nospam_a...@cityweb.de> schrieb im Newsbeitrag
news:41225f19$0$24808$9b62...@news.freenet.de...
Wie es bei den meisten Häusern üblich ist. Sie kommt durch eine
Wanddurchführung ins Haus (meist Heizungskeller) und von dort im
Fussboder oder auf / in der Wand zu den Verbrauchsstellen. Da läuft in
der Regel nix unterm Haus lang.
Ein Kriechkeller ist wohl eher eine Ausnahme und kommt sehr selten
vor. Bei einer Kosten-Nutzen-Rechnung (beim Hausbau) würde er wohl
jederzeit verlieren. Ich sehe keinen ernsthaften Sinn in einem
Kriechkeller, um mir die enormen Kosten beim Hausbau aufzubrummen, nur
um es später, bei einen eventuellen Umbau, etwas einfacher zu haben.

Siegfried Schmidt

unread,
Aug 17, 2004, 6:13:28 PM8/17/04
to
Hallo Axel,

> Ich sehe keinen ernsthaften Sinn in einem
> Kriechkeller, um mir die enormen Kosten beim Hausbau aufzubrummen, nur
> um es später, bei einen eventuellen Umbau, etwas einfacher zu haben.

Ich habs auch bislang nur in Häusern in extremer Hanglage (Statik?) und in
Häusern mit halbgeschossig versetzter Bauweise gefunden, wo dann eine
Kellerhälfte nur halbhoch war.

Das erste kann ich nicht beurteilen, aber vom letztern habe ich mich mit
Grausen abgewendet - weil zudem im Dach die gleiche Platzverschwendung
entweder nochmal auftritt oder das Dach hoffnungslos zerklüftet ist.


Siegfried
--
http://www.schmidt.ath.cx

Jürgen Exner

unread,
Aug 17, 2004, 11:21:26 PM8/17/04
to
Siegfried Schmidt wrote:
> Hallo Jürgen,
>
>> Problem: Der Kriechraum ist wirklich nur 30cm bis an manchen Stellen
>> 50cm hoch, also wirklich auf dem Bauch kriechen. Da dachte ich mir,
>> wenn da unten sowieso eine groessere Aktion ansteht, dann koennte ich
>> mir die Isolierungsarbeit und alle zukuenftigen Arbeiten ja auch
>> einfacher machen und vielleicht den Keller zuerst etwas vertiefen,
>> zumindest soweit, dass man zu allen Stelle wenigsten auf Haenden und
>> Fuessen kriechen kann.
>
> Das Volumen komplett mit Dämmstoff zu füllen vereinfacht die Sache
> ebenfalls drastisch.

Ein Problem: damit blockierst du gleichzeitig den Zugang zu allen
Installationen. Das andere Problem waeren die Kosten.
Und nicht zuletzt: Den Keller komplett mit Isoliermaterial auszufuellen ist
nur dann einfacher, wenn du das Material einblasen (z.B. Zellulose => fuer
Bodenkontakt sicherlich nicht geeignet) oder einschaeumen (viel zu teuer)
kannst.

>> Boden ist einfacher gewachsener Boden, kein Problem damit.
>
> Nur daß du dir mal nebenbei die komplette Abdichtung nach unten
> kaputtmachst. Von der Gefahr, daß das Fundament in die metertiefen
> Löcher absackt ganz abgesehen.

Die einzige Abdichtung ist eine zerrissene Plastikplane. Da werde ich
vermutlich eine neue so gerade eben noch bezahlen koennen.


>> Aber wie bekomme ich den Aushub aus dem Kriechkeller nach draussen?
>
> Den Architekten einfangen und per Strafarbeit seine Sünden büssen
> lassen.

Der liegt vermutlich schon seit etlichen Jahren unter der Erde. Das Haus ist
Baujahr 1960.

jue


Jürgen Exner

unread,
Aug 17, 2004, 11:26:09 PM8/17/04
to
steffen heinz wrote:

> Jürgen Exner wrote:
>> Problem: Der Kriechraum ist wirklich nur 30cm bis an manchen Stellen
>> 50cm hoch, also wirklich auf dem Bauch kriechen.
>
> du armer...
>
>>
>> Aber wie bekomme ich den Aushub aus dem Kriechkeller nach draussen?
>
> ich häte ne idee:
> elektrowinde draußen anbringen
> stahlseil
> irgentwas schaufelförmiges was du mit dem windenseil ziehen kannst:
> brauchst es "untertage" also nur auszubringen und zu führen, die
> seilwinde ziehts durch das erdreich zum ansgang.

Das ist gar nicht so bloed! Wenn man das Stahlseil dann auch noch im Kreis
zurueckfuehrt, den Schalter mit Vorwaerts/Rueckwaerts mit unter das Haus
nimmt, und fuer eine automatische Entleerung sorgt, dann kann man das Ganze
von Keller aus fernsteuern. Nette Idee, da werde ich mal etwas mehr drueber
nachdenken.

> ach so, ist der kriechkelle überhaupt von außen zugänglich?
> ich ahb unseren krichkeller mal angenimmen

Ja, ist er. Zwei Abschnitte durch recht grosse Oeffnungen in der
Fundamentwand, der dritte durch eine winzige Bodenoeffnung in der Garage.
Bei letzterem wird die Idee nicht funktionieren, aber wenn 2/3 schon mal
geschafft sind, dann ist das doch schon ein Fortschritt.

jue


Jürgen Exner

unread,
Aug 17, 2004, 11:34:08 PM8/17/04
to
Siegfried Schmidt wrote:
>> was amchst du ohne kriechkeller mit den installationen unter dem
>> haus?
>
> Was für Installationen? Unter meinem Keller ist nichts dergleichen.

Z.B. alle Wasser-, Abwasser-, und Stromleitungen?

>> ( ich bin froh das wir bei unserem haus einen ähnlichen kriechkelelr
>> haben! nicht auszudenken wenn der nict da wäre...)
>
> Was machst du da drin?

Z.B. den Rohrbruch reparieren ohne den Fussboden aufstemmen zu muessen? Oder
einen neuen Ablauf fuer die Waschmaschine installieren wo vorher keiner war
(letztes Jahr gemacht)?
Oder eine neue Elektroleitung/Telefonleitung/Ethernetleitung in die
gegenueberliegende Ecke des Hauses zu ziehen ohne in 4 Zimmern die Waende
aufzustemmen (vorletztes Jahr gemacht).
Oder einen neuen Gartenwasserhahn auf der anderen Hausseite installieren und
die Leitung fuer das Brauchwasser dahin bekommen, ohne einige Dutzend Meter
Graeben ausheben zu muessen?

> Ich kenne viele Altbauten bei denen das EG direkt im Dreck steht, aber
> Kriechkeller in diesem Zusammenhang überhaupt nicht.

Tja, es gibt halt mehr auf Gottes schoener Erde als sich manche Menschen
vorstellen koennen...

jue


Jürgen Exner

unread,
Aug 17, 2004, 11:40:49 PM8/17/04
to
Siegfried Schmidt wrote:
>> die wasserzuleitung mußte geändert werden
>
> Die würde ohne Keller in einem Anschlußraum im EG enden und wäre
> mindestens genausogut erreichbar.

Was nutzt mir die Leitung im Anschlussraum wenn ich den neuen Wasserhahn
drei Raeume weiter brauche?

>> ohne den krichkeller hätte das einen riesigen aufwand bedeutet: der
>> fußboden hätte aufgerissen werden müssen...
>
> Ohne den Keller würde die Leitung da wohl gar nicht entlanglaufen.

Entweder doch wie bei vielen Haeusern die gar keinen Keller haben. Oder so
wie bei meinem Elternhaus in einem engen Versorgungskanal neben dem
Fundament, natuerlich auf der Innenseite, was kein bischen besser ist als
gar kein Zugang. Oder die Leitung wuerde in der Wand entlanglaufen.

Dann hast du die Wahl zwischen Fussboden aufstemmen oder in drei Raeumen die
Waende aufstemmen. Viel Spass bei der Entscheidung.

jue


Jürgen Exner

unread,
Aug 17, 2004, 11:50:14 PM8/17/04
to
Jochen Kriegerowski wrote:
> "Jürgen Exner" <jurg...@hotmail.com> schrieb
>
>> Da dachte ich mir, wenn da unten
>> sowieso eine groessere Aktion ansteht, dann koennte ich mir die
>> Isolierungsarbeit und alle zukuenftigen Arbeiten ja auch einfacher
>> machen und vielleicht den Keller zuerst etwas vertiefen, zumindest
>> soweit, dass man zu allen Stelle wenigsten auf Haenden und Fuessen
>> kriechen kann.
>
> Das kann gewaltig ins Auge gehen, wenn du das Fundament freigräbst.

So weit will ich ja gar nicht gehen, von Fundament freigraben ware nie die
Rede. Ich meinte so 20-30cm vertiefen, so dass ich wenigstens auf Haenden
und Knien kriechen kann.
Um soviel ist das Gartenniveau an vielen Stellen sowieso niedriger als der
Boden innerhalb des Kriechkellers.

> Das braucht den Gegendruck vom Kellerboden, um den Druck vom
> äußeren Erdreich abzutragen. Also: Statiker anrufen und durchrechnen
> lassen!

Danke fuer die Hinweis, halte ich jedoch aufgrund der Umstaende in diesem
Fall fuer nicht so gravierend.

jue


Jürgen Exner

unread,
Aug 17, 2004, 11:51:04 PM8/17/04
to
Robert Pflüger wrote:
> HAllo,
>
> "Jürgen Exner" wrote:
>> ...
>> Boden ist einfacher gewachsener Boden, kein Problem damit.
>
> wenn die Fundamente durch die "Tieferlegung" nicht gefähret werden ...
>>
>> Aber wie bekomme ich den Aushub aus dem Kriechkeller nach
>> draussen?...
>
> alte Säcke oder eine Blechtafel unter das HAus legen, Aushub drauf und
> dann herausziehen (mit Winde, per Hand oder mit dem Pferd
>
> oder gleich eine (selbstgebaute) Schar / Räumschild unter dem Haus
> durchziehen :-)

Das Raeumschild klingt interessant, darueber werde ich mal etwas mehr
nachdenken.

jue


Andre Bryx

unread,
Aug 18, 2004, 12:54:17 PM8/18/04
to

Ich habe mal vor 20 Jahren geholfen, aus einem Kriechkeller eine
vollwertige Souterrainwohnung zu machen.
Am Anfang haben wir mit einer Menschenkette von 12 Personen die
Eimer gefüllt und nach oben in den Container transportiert.
Zunächst nur ein breiter Gang in der Mitte, bis man darin halbwegs
stehen konnte. Anschließend wurden Quergänge getrieben und mehrere
Behelfsfundamente gegossen, diese wiederum mit Trägern und Streben
etc. versehen und vom Statiker abgesegnet, so das das Hausteil
nacher ausschließlich auf diesen Fundamenten stand.
Anschließend wurde an einer Stelle so tief gegraben, das man von
dort aus einen Durchbruch zur Straße wagen konnte, um ein Förderband
aufzustellen. Bis dahin haben wir etliche Container mit Eimerchen
gefüllt :-)
Die Originalfundamente wurden anschließend jeweils auf 2 Meter
Länge untergraben, ausreichend in der Tiefe ausgeschachtet,
ordentlich mit Moniereisen umgarnt, eingeschalt und ausgegossen.
Und so ging es dann Stück für Stück durch, bis am Ende nur noch
die Stahlbetonbehelfsfundamente im Weg standen, die aber so stabil
waren, das wir beim Abriss der Teile ernsthaft über Dynamit nachgedacht
haben. Es half nix, die Dinger wollten sich nicht zerlegen lassen,
bis der Architekt auf eine geniale Idee kam:
Flugs wurde ein weitere Container geordert, neben den Fundamenten
jeweils ein tiefes Loch gegraben, diese dann hineingestossen und
zugebuddelt. Aus den Augen aus dem Sinn :-)
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