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Ausbau alter Holzdielen

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Reiner

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Mar 18, 2004, 4:29:07 AM3/18/04
to
Hallo,

ich habe die Möglichkeit aus einem abbruchreifen Haus die alten
Holzdielen kostenlos zu bekommen. Diese würde ich dann gerne in dem
Altbau den ich soeben renoviere wieder als Fußboden einbauen.

Die Dielen sehen (abgesehen von den Spuren der Zeit) noch sehr gut aus
und sind mit dem Boden per Nägel verbunden.

Welche Möglichkeiten gibts es denn diese Dielen so zu entfernen daß
möglichst wenig zerstört wird und daß diese dann auch wiederverwendet
werden können?

Dank euch schon mal für jeden Tip.

Viele Grüße

Reiner

Ragnar

unread,
Mar 18, 2004, 3:00:29 PM3/18/04
to
rei...@yahoo.com (Reiner) wrote in message news:<3b8920f.04031...@posting.google.com>...

Löblich löblich! Abbruch "ausbanln" wie der Wiener sagt macht ziemlich
viel Spaß.
Sind die Bretter mit Nut und Feder oder von oben vernagelt?
In beiden Fällen würden ich an Werkzeug eine gewinkelte Brechstange
("Kuhfuß", "Geißfuß",...), ein recht stumpfes altes Holzstemmeisen und
einen Gummihammer nehmen. Dann muß man bei Nut-und-Feder-Böden das
letzte verlegte Brett suchen. Das ist nämlich von oben vernagelt.
Schlimmstenfalls muß man das verkehrte halt zerbrechen, dann merkt man
schon, daß es in die Nut genagelt ist. Hat man das letzte erwischt und
draußen kann man sich dem vorletzten widmen. Entweder mit dem
Stemmeisen in die Fuge und mit dem Gummihammer auf die Fläche klopfen,
so daß man das Brett in Richtung des Nagels waagrecht wegschiebt, oder
sehr vorsichtig mit dem Brecheisen kippen (nahe am Balken!), gefährdet
aber die Feder und den Nachbarn deutlich mehr.
Bei von oben vernagelten Brettern kann man relativ ruhig mit der
Brechstange arbeiten, halt immer schön vorsichtig.
Mein Rat: Probiers als erstes in einem kleinen Zimmer, wos nicht so
drauf ankommt. Dann hast du für etwaige schöne, lange Bretter Übung.
SO habe ich es mit dem Parkettzerlegen gemacht. Ohne Bruch wirds nie
gehen.

lg Ragnar

Siggi Jedath

unread,
Mar 18, 2004, 5:01:53 PM3/18/04
to
On 18 Mar 2004 12:00:29 -0800, texas....@gmx.net (Ragnar) wrote:

>rei...@yahoo.com (Reiner) wrote in message news:<3b8920f.04031...@posting.google.com>...
>> Hallo,
>>
>> ich habe die Möglichkeit aus einem abbruchreifen Haus die alten
>> Holzdielen kostenlos zu bekommen. Diese würde ich dann gerne in dem
>> Altbau den ich soeben renoviere wieder als Fußboden einbauen.
>>
>> Die Dielen sehen (abgesehen von den Spuren der Zeit) noch sehr gut aus
>> und sind mit dem Boden per Nägel verbunden.
>>
>> Welche Möglichkeiten gibts es denn diese Dielen so zu entfernen daß
>> möglichst wenig zerstört wird und daß diese dann auch wiederverwendet
>> werden können?
>>
>> Dank euch schon mal für jeden Tip.
>>
>> Viele Grüße
>>
>> Reiner
>
>Löblich löblich! Abbruch "ausbanln" wie der Wiener sagt

Hi,
wie kam es eigentlich zu dem lustigen Namen für : Tomaten?
Ernsthaft.
;))
>lg Ragnar

Gruss Siggi

Rüdiger Petter

unread,
Mar 18, 2004, 2:14:53 PM3/18/04
to
3b8920f.04031...@posting.google.com,
Reiner <rei...@yahoo.com> schrieb:

> Hallo,
>
> ich habe die Möglichkeit aus einem abbruchreifen Haus die alten
> Holzdielen kostenlos zu bekommen. Diese würde ich dann gerne in dem
> Altbau den ich soeben renoviere wieder als Fußboden einbauen.
>
> Die Dielen sehen (abgesehen von den Spuren der Zeit) noch sehr gut aus
> und sind mit dem Boden per Nägel verbunden.
>
> Welche Möglichkeiten gibts es denn diese Dielen so zu entfernen daß
> möglichst wenig zerstört wird und daß diese dann auch wiederverwendet
> werden können?

So als Idee:
Bei genagelten Holzdielen (Vollholz) ganz vorsichtig mit einem Kuhfuß
aushebeln. Anschießend die nägel (von der Rückseite) ausschlagen.

Gruß
Rüdiger

Jens Puruckherr

unread,
Mar 19, 2004, 4:16:38 AM3/19/04
to
Reiner wrote:

> Welche Möglichkeiten gibts es denn diese Dielen so zu entfernen daß
> möglichst wenig zerstört wird und daß diese dann auch wiederverwendet
> werden können?

Wenn die Dielen Nut und Feder haben, wird es schwer werden, diese zu
erhalten. Sind die Dielen sichbar von oben genagelt dann:
Am einfachsten ist es mit der HKS am Stoss der Länge nach rein. Dann die
Dielen vorsichtig mit Kuhfuss o.ä. raushebeln. Die Nägel rausklopfen und
aufheben ;-). Die zerschnippelte Feder aus der Nut popeln.
Alles heilgebliebene geht zum nächsten Schreiner, der dir für kleines
Geld wieder die Federn fräst und wenn nötig die Dielen gleich durch den
Hobel oder den grossen Schleifer schiebt.

Der Versuch, die alte Feder zu erhalten führt meiner Erfahrung nach zu
Wutausbrüchen, Tobsuchtsanfällen und letztendlich zu Resignigantion :-)

Jens

--
Locks are analogous to green traffic lights: If you have a green light,
that does not prevent the idiot coming the other way from plowing into
you sideways; it merely guarantees to you that the idiot does not also
have a green light at the same time. (man Tie::File)

Ragnar

unread,
Mar 19, 2004, 3:25:04 PM3/19/04
to
Siggi Jedath <S.Je...@gmx.de> wrote in message news:<gt6k509v168kq6qva...@4ax.com>...

Da fragst du mich massiv zu viel wo der Begriff Paradeiser herkommt.
Im Zweifelsfall von unseren östlichen Nachbarn, genauso wie Karfiol,
Ribiseln, Kukuruz,...
Allerdings sind mit der massiven Ausbreitung türkischer Marktverkäufer
diese Begriffe akut vom Aussterben bedroht. Aber einige
österreichische Spezialitäten sind nachwievor fest verankert.
Hatten wir die Diskussion nicht schonmal? Oder war das woanders im
Netz?

Zurück zum Subject: Dielen mit Feder rauslösen geht schon, gibt aber
sicher mehr Bruch. Der Trick ist, sie möglichst waagrecht
wegzukriegen, so daß man die schräg eingeschlagenen Nägel rauszieht.
Handkreissäge dürfte ziemlich witzlos sein, woher nimmt man in einem
Abriß Strom? Das muß i.A. schnell und möglichst ohne viel Hilfsmittel
gehn, die Firmen wollen das schnell haben. Ich hatte mal zum Ausräumen
genau einen Tag Zeit bis der Bagger kam.
Bei uns in der gegend gibts aber gerade eine Oberschweinerei.
Villa-artiges Gebäude im "Heimatstil", was auch immer das sein mag,
riesengroß (4 WOhnungen a ca. 150 bis 200m2), steht ewig leer. 1995
wurde eine Baugenehmigung erteilt und mit einem Umbau begonnen. Heißt
auf Deutsch alles was nicht niet- und nagelfest ist wurde abmontiert,
sogar die Kloschüsseln und Teile der antiken Elektrik sind weg. Vor
allem aber sämtliche Türen und Türverkleidungen sowie alle
Parkettböden. Paar Fenster eingeschlagen, Dach hat ein loch, usw. Die
Baugenehmigung wurde rasch wieder eingezogen, weil da anscheinend ein
paar nichttragende Wände beseitigt wurden ohne daß die Baupolizei
davon wußte, und ihr das jemand gesteckt hat. Die Fenster wurden mit
Plastik verhängt, das wars. Das Haus ist geschützt, aber keiner tut
was, der derzeitige Besitzer sitzt in Kairo. Es haben sich dann
Sandler eingenistet, deshalb wurden die unteren Fenster tlw.
zugenagelt. Aber jetzt kommts: Teile von dem Parkett (wunderschönes
Eichenholz, uralt und riesengroß, 7,3x30cm!) stehen sorgfältig
paketiert neben der Tür und stauben vor sich hin! Und man kanns
nichtmal dem legal abkaufen, weil man nicht an ihn drankommt. Was hier
geplant ist, dürfte recht klar sein. Ewig schade drum, die Hütte ist
zwar etwas seltsam, aber könnte wunderschön sein.

lg Ragnar

Stefan Koppmann

unread,
Mar 21, 2004, 7:24:36 AM3/21/04
to
Hallo Reiner,

rei...@yahoo.com (Reiner) schrieb:

>Welche Möglichkeiten gibts es denn diese Dielen so zu entfernen daß
>möglichst wenig zerstört wird und daß diese dann auch wiederverwendet
>werden können?

Ich habe vorgehabt, alte Dielen wegen großer Fugen herauszunehmen und
neu legen zu lassen. Hab ich aber dann doch bleiben lassen.

Folgende Tipps von Bodenlegern habe ich erhalten (Dielen sind schräg
durch die Feder genagelt):

Die Feder knapp links und rechts neben dem Nagel einsägen, damit nur
ein kleiner Teil der Feder ausbricht.

Oder Nagel absägen mit einem flexiblen Sägeblatt in einer geeigneten
Säge (el. Fuchsschwanz??)

wie schon gesagt, alles nur graue Theorie, da Dielen doch drinnen
blieben.

HTH

Stefan

Reiner

unread,
Mar 22, 2004, 9:12:56 AM3/22/04
to
Danke euch für die Infos. Werde meine Erfahrungen in den nächsten
Wochen lachenden oder weinenden Auges mitteilen ;-)

Grüsse

Reiner

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