Hi Martin,
>> Ich mach das nicht via Zeitschaltuhr, sondern via intelligentem
>> Steuergerät. Und hier unterscheidet sich die Spreu vom Weizen
>> tatsächlich massiv. Es gibt welche, die meinen an der Pumpenlaufzeit
>> spart sich enorm, wenn man die Zirkulation taktet, aber stets die
>> Leitung warm hält.
>
> Das ist typisch deutsch: Spezialmimik an der Zirkulationsleitung. Da hat
> man dann den Zusatzaufwand für die Zirkulation, aber nicht den
> gewünschten Effekt ("Sofort warmes Wasser").
Doch doch. Die Dinger werden so geschaltet, dass die Rücklauftemperatur
der Zirkulation mit der Vorlauftemperatur verglichen wird. Wird die
Differenz zu klein, dann wird die Pumpe für einige Minuten abgeschaltet.
Die Zirkulationsleitung kann dann ein paar Grad (also an der
Entnahmenstelle unmerklich weniger warm) abkühlen, dann springt die
Pumpe wieder an und heizt damit wieder die Zirkulationsleitung hoch, bis
am Rücklauf eben wieder richtig warm ist. Damit läuft die Pumpe nur noch
einen Bruchteil der Zeit. man kann also von der halben kWh am Tag (20 W
Pumpenleistung in meinem Fall) sicher 70% einsparen, macht im Jahr um
die 30 Euro. Die investition wird sich also bald lohnen. Die
Wärmeverluste in der Zirkulation sind aber größer und meine Pumpe läuft
jetzt deutlich < 5% am Tag.
> Hier ist eine Schwerkraftzirkulationsleitung (die ohnehin nicht
> besonders gut funktioniert hat). Mit ihr war der Heizgasverbrauch mehr
> als doppelt so hoch wie ohne.
deckt sich mit meinen Erfahrungen. Wobei bei mir ein gasbeheizter
Speicher drin war, dessen Wärmeverluste durch den Leerzug via Kamin wohl
noch größer war.
>> Am einfachsten ist die Bedarfsanforderung. Bevor ich unter die Dusche
>> steige, brauche ich üblicherweise noch ein bisschen Vorlaufzeit
>> (Ausziehen, Toilettengang etc.)
> Ich öffne die Duscharmatur und lasse das Wasser laufen, bis ich dann
> ausgezogen bin und auf dem Klo war, ist das warme Wasser auch da -- ganz
> ohne Zirkulation.
Aber mit viel Wasserverlust. einer stehenden Wassermenge in der nicht
zirkulierenden Zirkulationsleitung... Brauch ich nicht.
>> Wir haben uns die Circon geleistet, die sich unser Nutzerverhalten merkt
>> und dann auch ohne Anmeldung aktiv wird.
>
> 150 Euro Investition. Wir sparen, koste es, was es wolle!
Wer schlau ist, kauft sie vom Hersteller biliger. Der hat immmer
"Vorfürmodelle" auf Lager.
> Lästig hier im Haus ist die Tatsache, daß die Warmwasserzapfstellen gut
> verteilt sind -- und zu jeder hin führt eine unisolierte Zuleitung. Das
> heißt: Aus jeder Warmwasserzapfstelle kommt erstmal kaltes Wasser. In
> der Küche stört mich das am meisten.
Auch da ist es üblicherweise die gleiche Zeit, in der man das warme
Wasser braucht. Das lernt die Steuerung recht fix und stellt die
Zirkulation mit kurzem zeitlichen Vorlauf so an, dass es wunderbar
funktioniert, wie man es sich wünscht. Kommt es nicht in den ersten
Sekunden, dann schalte ich ab und warte eine Minute, dann ist es auch
schon da.
> Im Badezimmer (mit insgesamt 4 Warmwasserzapfstellen) war das nur wenig
> besser. Die Schwerkraftzirkulation hat letztlich nur lauwarmes Wasser an
> die Waschbecken gebracht. Zur Dusche war es noch ein paar Meter weiter,
> dort kam auch mit Schwerkraftzirkulation erstmal kaltes Wasser.
Deswegen hab ich ja zusätzlich ein Sperrventil einbauen lassen, das
parallel zur Pumpe bestromt wird. Geht die Pumpe aus, wird die
Zirkulation sicher unterbunden.
> Das heißt: Zirkulation (und Zirkulationspumpe) ist auch nicht alles, das
> Rohrsystem muß auch entsprechend sein (und ob es das ist, ist letztlich
> beim Bau des Hauses festgelegt worden.
War bei mir im Haus ja auch so. Die Steuerung kann das problemlos
ausgleichen.
> hydraulischen Abgleich zwischen den einzelnen Stichen der
> Zirkulationsleitung, damit jede Leitung auch warmes Wasser abbekommt.
Oder eine Pumpe, die einfach stark genug ist.
Marte