ich möchte eine Brandschutzbeschichtung auf eine Serie von Stahlträgern
aufbringen. Nun gibt es ziemlich genaue Vorschriften bezüglich der
Schichtstärken. Erreichen muß ich einen Schutz von F90. Gibt es ein
Messgerät um die Dicke von Farbschichten zu bestimmen? Die Masseinheit
ist ja "um" oder so ähnlich.
Danke, Armin
Bestimmt ;) vermutlich auch nicht gerade billig
>Die Masseinheit
>ist ja "um" oder so ähnlich.
µm (Mikrometer) vermute ich mal.
Aber an Deiner Stelle würde ich eine Fachfirma damit beauftragen,
schon aus Sichereheitsgründen. Wenn du jetzt den Anstrich auf
freiwilliger Basis machen würdest (also er nicht vorgeschrieben wäre),
würde ich ja nichts sagen, aber alleine schon aus Verischerungsgründen
wäre eine Rechnung eines Fachunternehmens über diese Arbeiten ratsam
Viele Grüße
Martin Reicher
www.faqinternetviasatellit.de
Gibt es, arbeiten mit Ultraschall.
Und kosten erheblich mehr, als du jemals ausgeben willst ;-)
Lass es von einer Fachfirma machen, die noetigen Geraete sind fuer den Laien
unerschwinglich. Ausserdem brauchst du entsprechendes Training um sie
richtig zu bedienen.
> Die Masseinheit ist ja "um" oder so ähnlich.
Das "u" ist ein verhunztes griechisches "my" (manchmal auch als "mu"
geschrieben) und ist die Abkuerzung fuer Mikrometer. Kennt man doch noch aus
der Schule:
- tera
- giga
- mega
- kilo
- hekto
- deka
- ---
- centi
- milli
- mikro
- nano
- pico
- femto
(Hoffe, ich habe mich jetzt nicht vertan. Ist immerhin schon ein paar
Jahrzehnte her).
jue
Ich kenne aus dem Lackbereich nur die magnetinduktive und die
Wirbelstrom-Methode.
> Und kosten erheblich mehr, als du jemals ausgeben willst ;-)
Sooooo teuer sind sie nun auch nicht, aber für einen einmaligen
Gebrauch ... da hast Du natürlich Recht. :-)
>> Die Masseinheit ist ja "um" oder so ähnlich.
> Das "u" ist ein verhunztes griechisches "my" (manchmal auch als "mu"
> geschrieben) und ist die Abkuerzung fuer Mikrometer.
Ich kenne das etwas anders: Zum Mikrometer hat man früher mal Mikron
[µ] gesagt. (Heute ist Mikrometer [µm] die korrekte Einheit.) Weil
viele das µ nicht darstellen konnten, hat man dann die Lautsprache mü
oder my verwendet. :-)
Andrea
> Ich kenne aus dem Lackbereich nur die magnetinduktive und die
> Wirbelstrom-Methode.
Er kann auch die Naßschichtdicke messen, mit einer Art genormten Kamm.
Die Brandschutzbeschichtungen haben in den TM auch immer eine
Naßschichtdicke angegeben.
Hier aber unbedingt die Kantenflucht beim Trocknen beachten.
Erfahrungsgemäß ist die Beschichtung nach 3 Arbeitsgängen mit dem
Airlessgerät ausreichend, also ca. 6 Anstriche mit dem Pinsel ;-))
Gruß
Horst
Au ja, das habe ich vergessen. Ich habe hier aber so einen
sechseckigen "Messkamm 25-2000 µm" liegen. :-)
War mal ein Werbegeschenk und ist noch nie gebraucht worden. :-(
> Hier aber unbedingt die Kantenflucht beim Trocknen beachten.
Kantenflucht ist das Phänomen, dass die Lackschichtdicke an Kanten
niedrigen wird als sie es auf den ebenen Flächen ist, nicht? Die
Oberflächenspannung spielt dem Lackierer da übel mit und das
Endergebnis nennt man AFAIK "Kantenrost". :-)
> Erfahrungsgemäß ist die Beschichtung nach 3 Arbeitsgängen mit dem
> Airlessgerät ausreichend, also ca. 6 Anstriche mit dem Pinsel ;-))
Bei dreimaliger (oder gar 6-maliger) Naßschichtdickenmessung und den
zugehörigen Meßfehlern kommt doch aber beim Addieren nix vernünftiges
mehr bei heraus. (?)
Andrea
> > Hier aber unbedingt die Kantenflucht beim Trocknen beachten.
>
> Kantenflucht ist das Phänomen, dass die Lackschichtdicke an Kanten
> niedrigen wird als sie es auf den ebenen Flächen ist, nicht? Die
> Oberflächenspannung spielt dem Lackierer da übel mit und das
> Endergebnis nennt man AFAIK "Kantenrost". :-)
Genau so.
> > Erfahrungsgemäß ist die Beschichtung nach 3 Arbeitsgängen mit dem
> > Airlessgerät ausreichend, also ca. 6 Anstriche mit dem Pinsel ;-))
>
> Bei dreimaliger (oder gar 6-maliger) Naßschichtdickenmessung und den
> zugehörigen Meßfehlern kommt doch aber beim Addieren nix vernünftiges
> mehr bei heraus. (?)
Nö, sollte auch nur als Anhaltswert gelten. Wenn es für Armin privat
ist, kann er so ungefähr sein Gewissen beruhigen. Sollte es aber als
Auflage für z.B. einen öffentlichen Raum sein, kommt er um einen
Beschichter nicht rum. Pyrotect z.B. schult die Anwender, wenn einer
ohne Ausbildung beschichtet und es passiert was, hält sich der
Hersteller und dann auch die Versicherung schön raus.
Gruß
Horst
Armin Klein wrote:
############
Hi Armin,
vielleicht kann Dir ein Kfz. Sachverständiger/ Gutachter weiterhelfen. Die
messen doch Lackschichtdicken um z.B. Unfallfahrzeuge zu identifizieren.
Ich denke, wenn soeiner sowas hat, wird er auch gegen einen gewissen Preis
mal messen kommen. Jedenfalls kann man sich ja mal ans Telefon setzen und
mal nachfragen.
Tschüß,
Rainer
Ja. Die Dinger heissen Schichtdickenmeßgeräte. Hersteller ist z.B.
http://www.byk-gardner.de/html/byk/index.html
Gruß
Tom
Hallo noch einmal,
danke für die vielen Infos.
Da ich ziemlich viel Erfahrung im Bereich Lackierarbeiten habe
(Jahrelanges Restaurieren von Altbaufenstern und Türen in
Gründerzeitwohnungen), würde ich mir schon sehr gerne die 4.500 Euro
sparen, um die mir die Brandschutzbeschichtung angeboten wurde. Es
handelt sich ausschließlich um privaten Bereich, außerdem würde ich die
Arbeiten so weit ich es vermag genau und sorgfältig ausführen. Aus
eigenem Interesse natürlich. Und im Fall des Falles: es geht ja nur
darum, dass die Stahlkonstruktion die vorgeschriebene Dauer hält. Wenn
sie 90 Minuten hält, kann es der Versicherung eigentlich wurscht sein,
ob es für den Brandschutzanstrich einen Stempel gibt oder nicht. Oder?
Eventuell besteht ja auch die Möglickeit, die Arbeit von einem Gutachter
abnehmen zu lassen.
Die Messung der Farbdicke dient ja nur um die Mindestschichtstärke
festzustellen. Mit einem zusätzlichen Anstrich ist man garantiert auf
der sicheren Seite, oder birgt ein zu dicker Auftrag auch Gefahren?
(Außer den Kosten für die teure Farbe)
Grüße, Armin
Gruß, Armin
Rainer E. schrieb: