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Steuerung Gas-Therme Junkers ...

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Stefan Hundler

unread,
Oct 19, 2011, 2:29:31 PM10/19/11
to
Moin!

Nachbarin rief mich vorhin.

Hat eine Junkers Gastherme mit 22kW BJ1983.
Kein ATF, nur ein RTF und am Gerät einem Drehknopf für VL.
Läuft wohl so schon einige Zeit ...

Symptome sind jetzt:

Wenn RTF sagt zu kalt, springt der Kessel and und heizt unbeachtet der
eingestellten VL Temp bis auf ca. 100°C hoch. Ob durch RTF oder von
alleine(?) fällt die Temp dann wieder auf 20°C.

Die Abschaltung scheint auch nicht die Übertemp-Sicherung der Brenners zu
sein. Wenn diese anspringt würde man ein Knopf drücken müssen.

RTF-Fühler würde wohl nur zum Ausschalten über Nachts benutzt.
Ansonsten ist die Temp an der max. eingestellten VL-Temp gefahren.


Monteur war da und meinte (Stille Post über alte Frau) Regelung oder die
Steuerplatine wäre defekt. Das gibt es nicht mehr ... Heizung sollte nicht
eingeschaltet werden, da Wasserschaden drohe und man würde die Tage mal ein
Angebot über neue Heizung schicken.

Ich hab schon mal geschaut, auf der Platine mit sehr sehr viel Widerstanden
und einiges an Farad (für was?) steht die Nummer 8748300017. Google liefert
natürlich nichts.

Andererseits frage ich mich was an solch eine Regelung kompliziert sein
soll.
1 oder 2 Temp-Fühler, Einstellung für Temp und Hysterese, Steuerausgang für
Brenner, dann läuft das doch schon ...

Siegfried Schmidt

unread,
Oct 19, 2011, 2:54:26 PM10/19/11
to
Stefan Hundler schrieb:

> RTF-Fühler würde wohl nur zum Ausschalten über Nachts benutzt.
> Ansonsten ist die Temp an der max. eingestellten VL-Temp gefahren.

Dann probiere halt mal, ob sich eine tiefere VL-Temp einstellen lässt.

> Andererseits frage ich mich was an solch eine Regelung kompliziert
> sein soll.
> 1 oder 2 Temp-Fühler, Einstellung für Temp und Hysterese,
> Steuerausgang für Brenner, dann läuft das doch schon ...

Da ist auch nichts kompliziertes dran, mit unbezahlten Zeitaufwand lässt
sich das meiste retten solange keine Spezialbauteile betroffen sind. Es
muss sich nur jemand finden der das will und es gilt immer die Erfahrung:
die meisten Fehler sind einfach und man kann sie sehen.

Und wenn das nicht hilft, ist das Rückzeichnen des Schaltplans in einer
guten Stunde zu schaffen.


Siegfried

Stefan Hundler

unread,
Oct 19, 2011, 3:32:28 PM10/19/11
to
"Siegfried Schmidt" <usen...@shivasoft.de> schrieb im Newsbeitrag

> Dann probiere halt mal, ob sich eine tiefere VL-Temp einstellen lässt.

Nö, keinerlei Reaktion auf diesen Drehknopg.

CU Stefan

Peter Kern

unread,
Oct 19, 2011, 4:02:22 PM10/19/11
to
Am 19.10.2011 20:29, schrieb Stefan Hundler:
> Moin!
>
> Nachbarin rief mich vorhin.
>
> Hat eine Junkers Gastherme mit 22kW BJ1983.
Deren Steuerung welchen Namen trägt?

> Kein ATF, nur ein RTF und am Gerät einem Drehknopf für VL.
> Läuft wohl so schon einige Zeit ...

War zu der Installations-Zeit Standard.

> Symptome sind jetzt:
>
> Wenn RTF sagt zu kalt, springt der Kessel and und heizt unbeachtet der
> eingestellten VL Temp bis auf ca. 100°C hoch. Ob durch RTF oder von
> alleine(?) fällt die Temp dann wieder auf 20°C.

Timer-Hysterese nach erreichen der maximalen VL-Temp?

> Die Abschaltung scheint auch nicht die Übertemp-Sicherung der Brenners
> zu sein. Wenn diese anspringt würde man ein Knopf drücken müssen.

Warum auch? VL wird erreicht MAX und schaltet ab.

> RTF-Fühler würde wohl nur zum Ausschalten über Nachts benutzt.
> Ansonsten ist die Temp an der max. eingestellten VL-Temp gefahren.

egal.

> Monteur war da und meinte (Stille Post über alte Frau) Regelung oder die
> Steuerplatine wäre defekt. Das gibt es nicht mehr ... Heizung sollte
> nicht eingeschaltet werden, da Wasserschaden drohe und man würde die
> Tage mal ein Angebot über neue Heizung schicken.

Naja, Wasserschaden ist bei sonst funktionierender und sorgfältig
ausgelegter Anlage unwahrscheinlich. Stichwort: MAG, Überdruckventil


> Ich hab schon mal geschaut, auf der Platine mit sehr sehr viel
> Widerstanden und einiges an Farad (für was?) steht die Nummer
> 8748300017. Google liefert natürlich nichts.

Sag doch mal, was Du an Steuerung und Therme hast.

> Andererseits frage ich mich was an solch eine Regelung kompliziert sein
> soll.
> 1 oder 2 Temp-Fühler, Einstellung für Temp und Hysterese, Steuerausgang
> für Brenner, dann läuft das doch schon ...

Ist es die Steuerung?
Vielleicht gibt es ein defektes Überströmventil.
Weißt Du was das ist? - ohne eine Suchmaschine zu benutzen!

Peter

Siegfried Schmidt

unread,
Oct 19, 2011, 4:57:45 PM10/19/11
to
Stefan Hundler schrieb:

> Nö, keinerlei Reaktion auf diesen Drehknopg.

Dann erstmal ausschliessen, das das Problem extern liegt, z.B. ob alle
Sensoren plausiblen Durchgang haben. Anschlussklemmenbeschreibung sollte
vorhanden oder beschaffbar sein.

Wenns ein internes Problem sein muss, dann alle internen Klemmen, Stecker
und Leitungen checken und die Elektronik optisch angehen. Gutes Licht und
event. mit Lupe alle Lötstellen und Bauteile auf verdächtige Veränderungen
kontrollieren.

Siegfried

Joerg

unread,
Oct 19, 2011, 10:35:12 PM10/19/11
to
Stefan Hundler wrote:
> Moin!
>
> Nachbarin rief mich vorhin.
>
> Hat eine Junkers Gastherme mit 22kW BJ1983.
> Kein ATF, nur ein RTF und am Ger�t einem Drehknopf f�r VL.
> L�uft wohl so schon einige Zeit ...
>
> Symptome sind jetzt:
>
> Wenn RTF sagt zu kalt, springt der Kessel and und heizt unbeachtet der
> eingestellten VL Temp bis auf ca. 100�C hoch. Ob durch RTF oder von
> alleine(?) f�llt die Temp dann wieder auf 20�C.
>
> Die Abschaltung scheint auch nicht die �bertemp-Sicherung der Brenners
> zu sein. Wenn diese anspringt w�rde man ein Knopf dr�cken m�ssen.
>
> RTF-F�hler w�rde wohl nur zum Ausschalten �ber Nachts benutzt.
> Ansonsten ist die Temp an der max. eingestellten VL-Temp gefahren.
>

Kenne die Steuerung nicht, aber normalerweise ist der Knopf fuer die
Vorlauftemperatur nicht dafuer ausgelegt dass da bei jeder
Wetteraenderung dran rumgedreht wird. Koennte es sein dass das dieses
Teil einfach Kruke gemacht hat? Falls das ein Potentiometer ist sollte
sich das einfach messen und u.U. ersetzen lassen.

[...]

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Martin Kienass

unread,
Oct 20, 2011, 2:04:16 AM10/20/11
to
Stefan Hundler <Stefan...@gmx.de> schrieb:
> Moin!
>
> Nachbarin rief mich vorhin.
>
> Hat eine Junkers Gastherme mit 22kW BJ1983.

Deren Typenbezeichnung wie lautet?

> Kein ATF, nur ein RTF und am Gerät einem Drehknopf für VL.
> Läuft wohl so schon einige Zeit ...

Normalausstattung zu der Zeit.

> Symptome sind jetzt:
>
> Wenn RTF sagt zu kalt, springt der Kessel and und heizt unbeachtet der
> eingestellten VL Temp bis auf ca. 100°C hoch. Ob durch RTF oder von
> alleine(?) fällt die Temp dann wieder auf 20°C.
>
> Die Abschaltung scheint auch nicht die Übertemp-Sicherung der Brenners zu
> sein. Wenn diese anspringt würde man ein Knopf drücken müssen.

Es ist mit einiger Wahrscheinlichkeit die Abschalttemperatur eines
Sicherheitstemperaturwächters. Der stellt sich, im Gegensatz zum STB,
bei Abkühlung selbst zurück.

> RTF-Fühler würde wohl nur zum Ausschalten über Nachts benutzt.
> Ansonsten ist die Temp an der max. eingestellten VL-Temp gefahren.
>
>
> Monteur war da und meinte (Stille Post über alte Frau) Regelung oder die
> Steuerplatine wäre defekt.

Mit ein wenig Glück ist nur der Vorlauf-Temperaturfühler defekt. Den
sollte es noch als Ersatzteil geben.

> Das gibt es nicht mehr ...

...da hat er recht. die Ersatzteilversorgung für so alte Kisten hat der
Hersteller eingestellt.

> Heizung sollte nicht
> eingeschaltet werden, da Wasserschaden drohe und man würde die Tage mal ein
> Angebot über neue Heizung schicken.
>
> Ich hab schon mal geschaut, auf der Platine mit sehr sehr viel Widerstanden
> und einiges an Farad (für was?) steht die Nummer 8748300017. Google liefert
> natürlich nichts.
>
> Andererseits frage ich mich was an solch eine Regelung kompliziert sein
> soll.

Die vielen Kondensatoren und Widerstände, deren Funktion Du nach
eigenem Bekunden nicht verstehst, wären schonmal ein guter Ansatzpunkt.

> 1 oder 2 Temp-Fühler, Einstellung für Temp und Hysterese, Steuerausgang für
> Brenner, dann läuft das doch schon ...

Ja, zuzüglich diverser Sicherheitsfunktionen wie Zünd- und
Flammenüberwachung, Sicherheitstemperaturbegrenzung, usw.

--
____________
/schüüüüüüüß Martin Kienaß, Hamburg

Früher war mehr Lametta!

Wolfgang Horejsi

unread,
Oct 20, 2011, 2:57:18 AM10/20/11
to
"Martin Kienass" <mar...@makienet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:08q4n8x...@news.makienet.de...
>> Ich hab schon mal geschaut, auf der Platine mit sehr sehr viel
>> Widerstanden
>> und einiges an Farad (für was?) steht die Nummer 8748300017. Google
>> liefert
>> natürlich nichts.
>>
>> Andererseits frage ich mich was an solch eine Regelung kompliziert sein
>> soll.
>
> Die vielen Kondensatoren und Widerstände, deren Funktion Du nach
> eigenem Bekunden nicht verstehst, wären schonmal ein guter Ansatzpunkt.

Gefühlte drei Viertel aller Steuerungsplatinen sind repariert, wenn alle
Elkos ausgetauscht und alle Lötstellen nachgelötet sind.

Zum Elkotausch:
1. Jeden Elko unterschiedlich markieren, Nummer draufschreiben, Farbpunkte
o.ä.
2. Foto der Platine machen, aus allen Sichtwinkeln, so kann notfalls der
alte Zustand rekonstruiert werden.
3. mit Filzstift auf der Lötseite Pluspol der Elkos markieren.
4. Notieren, welche Werte und Spannungen notwendig sind, dabei bei beengten
Verhältnissen auch den Durchmesser beachten.
5. Elkos besorgen, aus- und Einlöten, fertig.

Widerstände gehen nur selten kaputt und sind dann meistens verbrannt, Elkos
und Zenerdioden gehen oft kaputt. Es lohnt sich nicht, Elkos auszulöten,
nachzumessen und wieder einzulöten. Messungen in der Schaltung sind wirklich
nur dann sinnvoll, wenn man ganz genau weiss, was man tut.

--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

Stefan Koschke

unread,
Oct 20, 2011, 3:41:38 AM10/20/11
to
Am 20.10.2011 08:57, schrieb Wolfgang Horejsi:
...
> 4. Notieren, welche Werte und Spannungen notwendig sind, dabei bei
> beengten Verhältnissen auch den Durchmesser beachten.

wenn das Teil sooo uralt ist, sollten aktuelle Elkos gleicher Kapazität
und Spannung wesentlich kleiner sein als die alten ;-)
Dann kann man zur Sicherheit gleich eine Spannungsstufe größer einbauen :-)

Ciao
Stefan


Stefan Hundler

unread,
Oct 19, 2011, 8:02:24 PM10/19/11
to
"Peter Kern" <spas...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag

> Deren Steuerung welchen Namen trägt?

Du .... das ist eine Platine die zu dem Ding dazugehört.
Wüßte jetzt nicht, dass es da nen extra Namen gibt. (?)


> War zu der Installations-Zeit Standard.

Evtl. auch nicht. Das Teil hat mehrere vorhandene Ausbrüche für Tag- und
Nachabstufungen auch ATF sieht dies und eben auch die Platine vor.


> Timer-Hysterese nach erreichen der maximalen VL-Temp?

Timer? Ich meine das Ding schaltet den Brenner wieder an, wenn der VL-Temp
20° oder z.B. 20% unter dem eingestellten soll/max Abweicht.


> Warum auch? VL wird erreicht MAX und schaltet ab.

Hat nen Drehding von 1-5 stufenlos.
1 soll wohl 30° entsprechen, 5 wahrscheinlich 90.
Aktuell steht es bei 3 und sollte bei 60° abschalten.
Viel dran drehen lieferte keine Änderung. Fährt immer bis 100 hoch.


> Naja, Wasserschaden ist bei sonst funktionierender und sorgfältig
> ausgelegter Anlage unwahrscheinlich. Stichwort: MAG, Überdruckventil

Hab ich auch geschaut. Rohrleitung ist mit einem 3,0Bar Teil ans Waschbecken
geführt.
In der Therme habe ich ein weiteres mit 3,5 gesehen.


> Sag doch mal, was Du an Steuerung und Therme hast.

Ähm?


> Ist es die Steuerung?
> Vielleicht gibt es ein defektes Überströmventil.

Ich hab mich auf die Aussage der Heizungsfuzzi verlassen.
Das späte abschalten zeigt sich auch bei offenen Heizkörpern.
An diesen soll man sich auch regelmäßig die Finger verbrennen.

CU Stefan

Joerg

unread,
Oct 20, 2011, 9:41:58 AM10/20/11
to
Potis und Trimmpotis nicht vergessen. Besonders da der Verdacht besteht
dass der Einsteller fuer die Vorlauftemperatur hier als "manuell
betaetigter Thermostat" benutzt wurde legt den Verdacht nahe dass er
kaputt sein koennte. Die sind normalwerwise nicht dafuer gebaut.

Was ich auch schonmal hatte war ein defekter kleiner Triac. Meist ist
der Kram auf solchen aelteren Platinen so billig dass es nur ein paar
Mark fuffzig mehr kostet saemtliche Bauteile zu tauschen. Danach hat man
praktische eine neue Steuertung :-)

Peter Kern

unread,
Oct 20, 2011, 2:16:46 PM10/20/11
to
Am 20.10.2011 02:02, schrieb Stefan Hundler:
> "Peter Kern" <spas...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag

>> Vielleicht gibt es ein defektes Überströmventil.
>
> Ich hab mich auf die Aussage der Heizungsfuzzi verlassen.
> Das späte abschalten zeigt sich auch bei offenen Heizkörpern.
> An diesen soll man sich auch regelmäßig die Finger verbrennen.

OK.
Das ist eine Aussage, die hilft.
Die Steuerung merkt entweder nicht, das die notwendigen Temperaturen in
Vor- und/oder Rücklauf erreicht sind und schaltet erst bei erreichen der
MAX-Ausschaltschwelle oder - und das ist meine neue Vermutung - da hat
jemand an den Reglern gespielt und die Parallelverschiebung der
Kennlinie ans absolute Maximum gefahren.

Peter



fox27

unread,
Oct 22, 2011, 11:24:00 AM10/22/11
to
Hallo,

Ganz wichtig, bevor Du selbst etwas unternimmst: Informiere die Dame
über die mögliche Zerstörung des Reglers durch die Reparaturversuche
und lass das absegnen. Weise Sie auch darauf hin, dass der Kessel der
Therme seine Konstruktions-Lebensdauer überschritten hat.

Der geneigte Leser merkt, dass ich mich wiederhole: 1. (in Worten:
Erstens) den Hersteller (hier Junkers) oder die Vertretung, eventuell
auch einen uralten Servicetechniker (nicht den Monteur) fragen. Mir
wurde so schon erstaunlich freundlich und gut geholfen. „Na klar, das
kennen wir bei dem Gerät, da muss man ...“ oder auch „Warten Sie mal,
ich gehe in den Keller, da war doch noch was...!“ Allerdings behandle
ich die Leute als fühlende Menschen und nicht als Arschlöcher, die an
meinen Problemen schuld sind, auch wenn ich über die Firma verärgert
bin.

On 19 Okt., 20:29, "Stefan Hundler" <Stefan-New...@gmx.de> wrote:
> Moin!
>
> Nachbarin rief mich vorhin.
>
> Hat eine Junkers Gastherme mit 22kW BJ1983.
> Kein ATF, nur ein RTF und am Gerät einem Drehknopf für VL.
> Läuft wohl so schon einige Zeit ...

Nur so als Tipp: Für eine spezifische Antwort wäre der Typ auch von
Bedeutung gewesen (nicht für mich, leider)

> ... Wasserschaden drohe ...

Das hat was. Eine fast 30 Jahre alte Heizung ist DURCH und eine Therme
(Ultra-Leichtbau) schon grad gar. Bei unserer Junkers CL100 war das
nach 20 Jahren der Fall. Hier in der Schweiz hat mir ein befreundeter
Sanitär-Planer gesagt, dass auch ein Wasserleitungssystem nach 25
Jahren suspekt sei und man es deshalb vor teuren Renovationen der
umgebenden Wände auswechselt.
>
> Ich hab schon mal geschaut, auf der Platine mit sehr sehr viel Widerstanden
> und einiges an Farad (für was?) steht die Nummer 8748300017. Google liefert
> natürlich nichts.

Siehe zu oberst.

> Andererseits frage ich mich was an solch eine Regelung kompliziert sein
> soll. 1 oder 2 Temp-Fühler, Einstellung für Temp und Hysterese, Steuerausgang für
> Brenner, dann läuft das doch schon ...

Das kommt eben drauf an. Bei der Junkers CL100, hatte die Regelung
noch einige Aufgaben mehr und enthielt etliche Operationsverstärker.
Ich habe das Handtuch jedenfalls geworfen, kurz nachdem ich den
Schaltplan gesehen hatte, obwohl ich sogar schon Schaltungen mit
Operationsverstärkern entworfen hatte. Uih, wenn das erst
konventionell aufgebaut gewesen wäre! Grosses Lob an die Firma
Brennwald, die mir den Schaltplan zur Verfügung gestellt hatte.


Nun zum positiven Teil:
Ich habe mal ein noch wesentlich ältere Heizung aufgepäppelt, um die
Zeit zu überbrücken, bis die Besitzerin ins Altersheim gehen konnte.
Dabei kam Folgendes heraus:
- Kontakte, die nicht bewegt werden, können durch Korrosionsprodukte
isoliert werden.
- Auf wunderbare Weise können Kontakte nachgeben und den Anpressdruck
verlieren, auch wenn Sie nicht aus Zinn sind.
- Geschaltete Kontakte können abbrennen oder brechen.

Ich habe mit einem Papierstreifen gewisse Kontakte getestet, ob sie
noch satt anliegen. Bingo! Eine Ventillehre wäre noch schicker. Etwas
zusammen gebogen und mit Brennspiritus gereinigt.
Ein Schalter, der für die gewünschte Betriebsart nicht wichtig war,
war ausgestiegen und musste (RICHTIG, nicht irgendwie!) überbrückt
werden.
Die Schaltuhr war ausgeleiert und etwas wie ein Zufallsgenerator.
Musste ausgewechselt werden.

Danach tat's der Regler wieder und wir konnten uns dem Brenner zu
wenden.

Grüsse
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