Habe alle alten postings dieser newsgroup zum Thema Weichlöten
gelesen, bin Einkaufen gegangen und habe dann losgelegt.
Eigentlich bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Aber eine Lötstelle ist
undicht. Und zwar die eine, zwischen einem Bogen und einem T-Stück
(also alles andere als leicht auszutauschen....)
Was tun?
Was genau ist unter 'Nachlöten' zu verstehen?
Reicht es mit der Lötlampe brutal auf die undichte Stelle zu halten in
der Hoffnung, das Lot wird sich schon hinziehen?
Oder muß ich alles neu machen (also Rohr abschneiden und von vorne
anfangen)?
Ich bin mir sicher, jemand von Euch kennt sich das besser aus als
ich....
Gruß
Joachim
Am sichersten ist Du machst es neu.
Variante Nachlöten ist nicht anzuraten da Du auch keine
Erfahrungen hast.
Brutal ist das falscheste was du machen kannst.
Deine gelöteten teile sollten noch wie Kupfer
aussehen und keine Verfärbungen aufweisen
sollte dieses der Fall sein hast Du zu heiß gelötet.
Arbeitsschritte.
1. Rohrende außen und Fitting innen metallisch blank
machen mit Vlies (Kunststoff)
2. Nur Rohrende mit Flußmittel bestreichen
3. Rohrende bis zum anschlag in das Fitting schieben
und in der Streuflamme gleichmäßig erwärmen.
solltest Du zufällig mit Degussa Lötpaste als Fluß
mittel Arbeiten (es ist Grau ) ist der richtige zeitpunkt
zum Löten der Farbumschlag von Grau zu Silber.
5. ohne direkte flammeneinwirkung lot solange abschmelzen
bis Lötring sichtbar wird (viel hilft nicht viel).
6. abkühlen lassen und mit feuchten Lappen Flußmittelreste
entfernen.
Arbeitstemperaturen
Lot L-SnAg5 221-240°C
L-SnCu3 230-250°C
Volkmar
Habe ich befuerchtet....
> Arbeitsschritte.
> 1. Rohrende außen und Fitting innen metallisch blank
> machen mit Vlies (Kunststoff)
> 2. Nur Rohrende mit Flußmittel bestreichen
> 3. Rohrende bis zum anschlag in das Fitting schieben
> und in der Streuflamme gleichmäßig erwärmen.
> solltest Du zufällig mit Degussa Lötpaste als Fluß
> mittel Arbeiten (es ist Grau ) ist der richtige zeitpunkt
> zum Löten der Farbumschlag von Grau zu Silber.
> 5. ohne direkte flammeneinwirkung lot solange abschmelzen
> bis Lötring sichtbar wird (viel hilft nicht viel).
> 6. abkühlen lassen und mit feuchten Lappen Flußmittelreste
> entfernen.
Genau so hatte ich es gemacht. Auch die Lötpaste hat sich wie
beschrieben verhalten (Farbumschlag nach Silber, Flamme weg, Zinn ran
und fertig). Aber trotzdem gab's das 'Leck'.
Gibt es wirklich KEINE Möglichkeit nachträglich was zu richten?
Danke und Gruß
Joachim
Wenn die Alternative eh 'neu machen' heisst, dann probiers doch einfach
aus - ein bischen Flussmittel und schoen heizen ;-)
> Danke und Gruß
> Joachim
Andreas
--
Nix mehr Garage - nennt sich jetzt Tigerkaefig
Tiger 955i 14Mm www.anju.de
> Wenn die Alternative eh 'neu machen' heisst, dann probiers doch einfach
> aus - ein bischen Flussmittel und schoen heizen ;-)
Den Tip würde ich dir auch geben aber beherzige auf jeden Fall was
Volkmar schrieb: Nicht zu warm werden lassen. Wenn das Cu einmal
verzundert ist dann ist es mit dem weichlöten vorbei!
Richard
Versuche es 1. Wasser raus. Säubern von außen Flussmittel in flüssiger
Form zB S 39 (ich weis ist für Trinkwasser nicht zugelassen) kräftig
spülen aber erst nach dem Löten. Erwärmen gleichmäßig von allen seiten
Lot ran und hoffen.
Wenn alles kalt ist mal kräftig dran ruckeln. Sollte wenn nicht richtig
rumgelaufen ist an der schwachen Stelle wieder brechen.
Volkmar
Viel Spass!
Ralph