ich habe die Stufen meiner Aussentreppe mehrmals satt mit Leinöl
gestrichen damit es in das Holz einziehen soll.
jetzt hat sich daraus eine zähe, klebrige Schicht entwickelt.
hat jemand Erfahrung damit wie man die wieder mit geringem Aufwand
entfernen kann?
Gruß
Jürgen
> hat jemand Erfahrung damit wie man die wieder mit geringem Aufwand
> entfernen kann?
Ziehklinge. Das mit dem "gering" hängt von deiner Unterarm-Muskulatur
ab. :-)
Nick
--
The lowcost-DRO:
<http://www.yadro.de>
On 1 Jul., 09:42, "Juergen Kanuff" <jKan...@justmail.de> wrote:
> ich habe die Stufen meiner Aussentreppe mehrmals satt mit Leinöl
> gestrichen
Das war ein Fehler
> damit es in das Holz einziehen soll.
Was in 20-30 Minuten nicht eingezogen ist, wird auch später nicht mehr
einziehen. Der Spruch "Vie hilft viel" trifft hier wie so oft nicht
zu.
> jetzt hat sich daraus eine zähe, klebrige Schicht entwickelt.
Logisch
> hat jemand Erfahrung damit wie man die wieder mit geringem Aufwand
> entfernen kann?
Zunächst versuch es mal mit einem in Öl getränkten Lappen. Damit
reibst du kräftig über die Pampe drüber. Wenn du Glück hast, löst es
sich.
Wenn das nicht geht, versuchs mit Terpentinersatz (Shellsol T)
Wenn das auch nichts bringt, dann versuchs mit einer Ziehklinge
Mechanisch zu entfernen.
Nicht Scheifen!
Egal was du machst, es wird eine scheiß Arbeit werden um die dich
keiner beneiden wird.
Wenn du dann die Pampe soweit runter hast, lass die Treppe gut
durchtrocknen. Dann leicht anschleifen (feines Schleifflies verwenden)
und dann mit Leinölfirnis streichen. Den Firnis 30 Minuten einziehen
lassen, dann mit Tüchern alles überschüssige komplett abwischen. Die
Fläche muss nahezu trocken sein.
Ich würde drei Schichten auftragen, jeweils mit einem leichten
Zwischenschliff.
Informiere dich bitte vorher über die Unterschiede zwischen Leinöl und
Leinölfirnis.
Die Lappen gut gelüftet aufhängen, oder luftdicht wegpacken. Am besten
aber verbrennen. Leinölfirnis getränkte Lappen können sich selbst
entzünden.
Leinölfirnis schützt übrigens nicht vor dem Vergrauen und ersetzt
keinen Holzschutz. Es hilft nicht gegen Schädlinge und Pilze.
Gruß
Heiko
> Leinölfirnis schützt übrigens nicht vor dem Vergrauen und ersetzt
> keinen Holzschutz. Es hilft nicht gegen Schädlinge und Pilze.
Wozu nimmt man es dann? Damit kein Wasser ins Holz eindringen kann?
Gruß Fred Sawusch
--
Aendere "nospam-kontakt" in "mail",
dann klappts auch mit 'ner email an mich.
> Wozu nimmt man es dann? Damit kein Wasser ins Holz eindringen kann?
Als Schutz vor Wasser und Schmutz.
Guß
Heiko
Und das funktioniert nicht schlecht!
Ich habe bei einer Bank einer schnöden Biertischgarnitur das Holz
tauschen müssen. Einfache Kiefer. Die habe ich mit *warmen* Leinöl
mehrfach satt eingestrichen (ohne klebrige Schicht versteht sich).
Da ging echt was rein!
Das Brett sieht nach 2 Monaten im Freien noch wesentlich besser aus, als
der Banknachbar - original Baumarktware mit dem dämlichen abplatzenden Lack.
Ich werdn die restliche Bestandteile der Garnitur wohl auch noch so
behandeln.
Jens
wenn du dich so gut auskennst:
wie und womit muss man denn mit Leinöl behandelte Trittstufen
streichen damit sie hinterher trittfest sind?
Gruß
Jürgen
>> hat jemand Erfahrung damit wie man die wieder mit geringem Aufwand
>> entfernen kann?
>
> Ziehklinge. Das mit dem "gering" hängt von deiner Unterarm-Muskulatur
> ab. :-)
ich warte da eigentlich auf einen pfiffigen Tipp für Leute ohne Unterarm-Muskulatur,
irgendwas was das Leinöl wieder flüssiger macht damit man es abwichen kann.
Gruß
Jürgen
On 1 Jul., 12:40, "Juergen Kanuff" <jKan...@justmail.de> wrote:
> wenn du dich so gut auskennst:
>
> wie und womit muss man denn mit Leinöl behandelte Trittstufen
> streichen damit sie hinterher trittfest sind?
Da wird sich kaum was finden. Auf Öl haftet immer nur Öl. Verabschiede
dich von dem Gedanken, dass die Stufen jahelang wie neu aussehen
werden. Ich persönlich halte das so oder so nicht für die Optimale
Lösung. Hölzerne Stufen werden schnell rutschig.
Eine dauerhafte Oberflächenbehandlung wid schwierig. Der Abrieb findet
ja schließlich immer an der gleichen Stelle statt.
Einen genauen Tip für die Behandliung kann ich dir nicht geben, da ich
damit keine Erfahrung habe. Ich würde auch keine Treppe aus Holz im
freien haben wollen, es sei denn sie ist überdacht. Aber schau dich
mal bei OSMO um.
Gruß
Heiko
Bohnerwachs?
Gruß
Schorsch
Juergen, was ist fuer dich trittfest ?
Ueberall dort, wo man mit Schuhen hingeht, ob im Aussenbereich
oder in Raeumen mit direktem Zugang zu draussen, traegt man
Sand unter den Schuhen rein und schleift damit ueber den Boden.
Das ist wie Sandpapier, und der einzige Untergrund, der dem
standhalten kann, waere ein Untergrund, den man nicht abschleifen
kann.
Das gibt es bei Holz nicht, auch Lack laesst sich schleifen,
auch Kunststoff (Laminat) schleift durch. Letztlich kann man
alles schleifen, Granit haelt ziemlich lange, Diamant waere ideal.
Selbst Stufen aus Stein werden ausgetreten
http://www.flickr.com/photos/happycat/725087570/in/set-72157594447325461/
Holztreppen halten auch ohne Behandlung nach 300 Jahre noch
http://www.historische-tueren.de/historische-baustoffe/treppen-gelaender-stufen.html
(Bild 24)
aber sicher nur bei geringer Beanspruchung im Innenbereich.
Was du vermutlich willst, ist das chemisch gelackte
Aussehen wie es heute von Laminat verbreitet ist.
Glaenzende Oberschicht durch die das darunterliegende
Holz noch durchscheint.
Das bekommt man mit Leinoel durchaus hin, man braucht
halt viele Schichten die jede duenn fuer sich aushaerten
kann bis sich eine transparente polymerisierte Deckschicht
bildet,
aber so ein Leinoelbrett ist nicht gegen Sandpapier immun.
Du kannst auf die Stufen duenne Kunststofffolien drauflegen
(jetzt ist der gute Zeitpunkt, das Leinoel klebt noch),
Kevlar oder Aramid, die halten ein paar Jahre, werden aber
auch matt und sind irgendwann durchgewetzt und muessen
ersetzt werden.
Selbst Glasplatten, selbst gehaertetes Glas, wird auf Dauer
dem Sand unter den Schuhen nicht standhalten.
Du lebst besser mit der Tatsache, dass im Aussenbereich jede
duenne Oberflaechenbeschichtung nach einige Zeit durchgewetzt
ist, und daher nur Sachen lange haelten, die massiv sind, also
keine Oberflaechenbeschichtung haben. Eine Stufe massiv aus
Mahagoni haelt schon ein paar Jahre.
So bald es in den Innenraum geht, wo man die Schuhe auszieht
und keinen Sand mehr rumtaegt, haelt normaler Lack (Bootslack)
praktisch ewig, dort haette aber auch Leinoel kein Problem.
--
Manfred Winterhoff
aus Erfahrung oder warum?
Gruß
Jürgen
>>
>> wie und womit muss man denn mit Leinöl behandelte Trittstufen
>> streichen damit sie hinterher trittfest sind?
> Juergen, was ist fuer dich trittfest ?
damit meine ich, das es beanspruchbar sein soll, also nichts was
nur zum Anschauen für Wände geeignet wäre.
die Treppe war vorher schwarz gestrichen und soll wieder schwarz
werden.
sie befindet sich auch nicht am Portal eines Hauptbahnhofes
sondern quasi vor einem Einfamilienhaus, von der Beanspruchung
her.
sie ist an der breitesten Stelle 4,5m breit, 2m tief und
ca. 1m hoch mit 30 cm breiten Stufen, also relativ groß sodaß
alles in Arbeit und Kosten ausarten kann.
früher hatte ich die Stufen mit Westfalia Tiefenöl getränkt,
das gibt es aber nicht mehr, deshalb habe ich es mit Leinöl
versucht das auch das Tiefenöl enthalten haben soll.
ich überlege mir ob ich nicht versuchen sollte die Stufen mit
einer 3mm Epoxidharzschicht überziehen sollte, wie es auch für
Industriefussböden verwendet wird, das Zeug ist aber für Beton
als Untergrund gemacht und keiner weiss wie es sich auf Holz
verhält.
> Du kannst auf die Stufen duenne Kunststofffolien drauflegen
> (jetzt ist der gute Zeitpunkt, das Leinoel klebt noch),
... ist aber keine ebene Oberfläche,
> Kevlar oder Aramid, die halten ein paar Jahre, werden aber
> auch matt und sind irgendwann durchgewetzt und muessen
> ersetzt werden.
durchwetzen wird sich das bei meiner Beanspruchtung eher nicht,
wo bekommt man sowas her?
Gruß
Jürgen
Boh, schwarze Treppe als Eingang, so was hab ich noch nicht gesehen,
ein Bild waere schoen :-)
> früher hatte ich die Stufen mit Westfalia Tiefenöl getränkt,
> das gibt es aber nicht mehr, deshalb habe ich es mit Leinöl
> versucht das auch das Tiefenöl enthalten haben soll.
Das war nicht unvernuenftig, zu versuchen, dasselbe Material
wieder zu verarbeiten. Du haettest noch schwarze Pigmente reintun
sollen, falls das schwarz irgendwie gelitten hat. Im Prinzip ist
Leinoel mit Pigmenten das, was unsere Vaeter Oelfarbe nannten.
Leider wetzt sich so was ab, auch wenn es etwas ins Holz eingezogen
ist. Wie lange hielt denn deine Treppe so von Streichaktion bis
Streichaktion ?
> ich überlege mir ob ich nicht versuchen sollte die Stufen mit
> einer 3mm Epoxidharzschicht überziehen sollte, wie es auch für
> Industriefussböden verwendet wird, das Zeug ist aber für Beton
> als Untergrund gemacht und keiner weiss wie es sich auf Holz
> verhält.
Doch, das weiss man schon, es plstzt ab, ziemlich schnell sogar.
> wo bekommt man sowas her?
Das hier ist z.B. so eine:
http://www.albert-alt-gmbh.de/catalog/product_info.php?products_id=35
Nein, empfehlen tu ich das fuer schwaarze Holztreppen nicht.
Meiner Meinung nach haelt das auch nicht so lange, wie man
es gerne halten lassen wollte.
Vielleicht kennst du diese rauhen Streifen die aussehen wie
schwarzes Sandpapier, verwendet auf Skateboards damit man
nicht abrutscht, aber auch auf Treppen. Waere das nicht eine
Folie, mit der deine Treppe sinnvoll beklebt werden koennte ?
Da sie eh schon schwarz ist, spielt die Holzmaserung wohl
keine Rolle fuer dich.
--
Manfred Winterhoff
Juergen Kanuff schrieb:
> Hallo Georg
>>
>> Bohnerwachs?
>
> aus Erfahrung oder warum?
das ist die traditionelle Behandlung von Holzböden und Holztreppen. Ölen
und dann regelmässig Wachsen, aber nicht zu viel, sonst wird es sehr
gefährlich glitschig in den ersten Tagen.
Ob das für den Außenbereich das richtige ist weiss ich ja auch nicht.
Gruß
On 1 Jul., 15:55, Georg Mildenberger <schorschn...@online.de> wrote:
> Ob das für den Außenbereich das richtige ist weiss ich ja auch nicht.
Vermutlich nicht!
Wachs-> schwarz-> Sonne= Flüssigwachs!
Im Übrigen hast du nach einem Wachsauftrag keine Chance mehr irgend
einen anderen Anstrich zum Haften zu überreden, es sei denn du trägst
die oberen 3mm Holz mechanisch ab. Also lieber Finger weg von Wachs!
On 1 Jul., 14:15, "Juergen Kanuff" <jKan...@justmail.de> wrote:
> früher hatte ich die Stufen mit Westfalia Tiefenöl getränkt,
> das gibt es aber nicht mehr, deshalb habe ich es mit Leinöl
> versucht das auch das Tiefenöl enthalten haben soll.
Leinöl enthällt außer Leinöl keine anderen Öle.
> ich überlege mir ob ich nicht versuchen sollte die Stufen mit
> einer 3mm Epoxidharzschicht überziehen sollte, wie es auch für
> Industriefussböden verwendet wird, das Zeug ist aber für Beton
> als Untergrund gemacht und keiner weiss wie es sich auf Holz
> verhält.
Holz ist Holz und wird auch immer Holz bleiben!
Entweder du lebst damit, oder du suchst dir einen anderen Werkstoff
aus. Alles andere ist Pfusch oder im Verhältnis zum Nutzen einfach zu
teuer. Im Übrigen ist das Holz ja nun ölgetränkt. Was soll den darauf
noch kleben?
Holz schwarz streichen ist im noch dazu das falscheste, was man machen
kann. Da sie aber nunmal schwarz ist, würde ich an deiner Stelle eine
schwarze Dünnschichtlasur auf Ölbasis nehmen. Einmal im Jahr die viel
beanspruchten Stellen nachbessern und fertig.
Auf lange sicht vielleicht mal über eine bessere Konstruktion
nachdenken.
Gruß
Heiko
Heiko Rech schrieb:
> Hallo,
>
> On 1 Jul., 15:55, Georg Mildenberger <schorschn...@online.de> wrote:
>
>> Ob das für den Außenbereich das richtige ist weiss ich ja auch nicht.
>
> Vermutlich nicht!
>
> Wachs-> schwarz-> Sonne= Flüssigwachs!
das die Stufen schon schwarz sind habe ich überlesen. Dennoch glaube ich
nicht, dass es Flüssigwachs gibt. Das Wachs wird ja nicht als Schicht
aufgetragen, sondern sehr dünn, und zieht dann ja auch ein.
Im Prinzip ist ja die Situation auf einer "nichtschwarzen" Holztreppe
auch nicht so anders, vielleicht nicht ganz so extrem.
>
> Im Übrigen hast du nach einem Wachsauftrag keine Chance mehr irgend
> einen anderen Anstrich zum Haften zu überreden, es sei denn du trägst
> die oberen 3mm Holz mechanisch ab. Also lieber Finger weg von Wachs!
Das gilt so oder so, wie Du ja auch schreibst. Denn das Holz ist bereits
mit Öl vollgesogen. Die Idee mit dem Wachs kam mir ja gerade deswegen,
da es auch auf Öl funktioniert.
> Auf lange sicht vielleicht mal über eine bessere Konstruktion
> nachdenken.
Würde ich auch vorschlagen.
Gruß
Schorsch
Der Grund, warum man frueher Wachs auf die bereits ge-lein-oelten
Dielen aufgetragen hat, war ja nicht, dass Wachs besonders gut haelt
oder einen Schutz fuer das Holz bildet.
Im Gegenteil, man musste den Job alle paar Wochen neu machen,
mit irrsinnigem Aufwand.
Wachs liess sich (im Gegensatz zu Leinoel) glaenzend aufpolieren.
Und weil Glaenzer noch nicht erfunden war...
Als Impraegnierung des Holzes gegen Wasser reicht Leinoel.
--
Manfred Winterhoff
Hi,
sowas tut man nicht!
Leinöl wird nie richtig hart. In deinem Fall hätt ich es nicht mal zum
grundieren genommen.
>
> jetzt hat sich daraus eine zähe, klebrige Schicht entwickelt.
>
> hat jemand Erfahrung damit wie man die wieder mit geringem Aufwand
> entfernen kann?
>
Mehrmals aufgetragen? So aus der Dose?
Wärme hilft dir. Ist aber Schmierig. Abbeizer, Ja!
Dünn auftragen. Schicht für Schicht.
> Gruß
>
> Jürgen
>
>
>
Grüsse an Manfred und den Kollegen aus Österreich. :-)
Gruss Siggi
--
Der Maler. Garant für Schutz und Schönheit.
Oh, Mann...!
>
>> Du kannst auf die Stufen duenne Kunststofffolien drauflegen
>> (jetzt ist der gute Zeitpunkt, das Leinoel klebt noch),
>
> ... ist aber keine ebene Oberfläche,
>
>> Kevlar oder Aramid, die halten ein paar Jahre, werden aber
>> auch matt und sind irgendwann durchgewetzt und muessen
>> ersetzt werden.
>
> durchwetzen wird sich das bei meiner Beanspruchtung eher nicht,
>
> wo bekommt man sowas her?
>
> Gruß
>
> Jürgen
>
>
>
>
>> ich überlege mir ob ich nicht versuchen sollte die Stufen mit
>> einer 3mm Epoxidharzschicht überziehen sollte, wie es auch für
>> Industriefussböden verwendet wird, das Zeug ist aber für Beton
>> als Untergrund gemacht und keiner weiss wie es sich auf Holz
>> verhält.
>
> Oh, Mann...!
was soll das heissen ????????????????
Gruß
Jürgen
Gruss Siggi