Wir haben gerade unser neues Häusschen bezogen und schon fangen die Fragen
an :-) Wir haben ein Reihenmittelhaus und unser Fundament ist als "Weisse
Wanne" ausgeführt. Nun hat sich unser Bauträger die geniale Idee einfallen
lassen, uns eine Regenwasserzisterne vor das Haus zu setzen, allerdings ohne
Anschluss ans Haus oder den Garten, der hinter dem Haus liegt.
Nun habe ich zwei Themen:
Erstens:
Habe ich beim Bohren in eine "Weisse Wanne" Besonderheiten zu beachten? Ich
möchte mir gerne eine Verbindung zur Zisterne in den Keller schaffen und muß
ja dafür durchs Fundament.
Zweitens:
Ein Wasserhahn befindet sich auf der Rückseite unseres Hauses. Der Anschluss
dafür kann ohne Probleme im Keller abgeschraubt und an ein Hauswasserwerk
o.ä. angeschlossen werden. Könnt Ihr da (nicht zu teure) Hauswasserwerke
empfehlen und gibt es da besonderes zu beachten? Stichwort Filtersysteme
usw....
Eventuell gibt es ja auch gute Literatur zu diesem Thema. Habt Ihr da
Empfehlungen?
Freue mich auf Eure Tips! Danke und bis dann
Christoph
"Christoph Becker" <christop...@ffm.siemens.de> schrieb:
> [...] unser Fundament ist als "Weisse Wanne" ausgeführt. [...]
> Habe ich beim Bohren in eine "Weisse Wanne" Besonderheiten zu beachten?
Oh ja.
> Ich
> möchte mir gerne eine Verbindung zur Zisterne in den Keller schaffen und muß
> ja dafür durchs Fundament.
Tja, wenn Du in die Weiße Wanne ein Loch bohst und das nicht
ordentlich abdichtest, dann läuft Dir im Ernstfall der Keller voll
Wasser.
So eine wasserdruckhaltende Abdichtung von Rohrdurchführungen ist
nicht simpel. Schon gar nicht, wenn man sie erst nachträglich einbauen
will. Eine Website zum Thema "Planung und Konstruktion von
Durchdringungen bei Weißen Wannen" wüßte ich jetzt nicht. Und wenn,
dann wäre sie bestimmt nicht heimwerkertauglich. ;-)
IMHO gibt es nur einen Weg: Such Dir ein Unternehmen welches die
Gewährleistungsfrist (aller Voraussicht nach) überlebt und lass die
das ausführen.
Andrea
--
FAQ von de.rec.heimwerken http://www.d-r-h.de/faq/
FAQ von de.sci.chemie http://www.svbuc.de/dsc/faq/
Bauchemie-Datenbank http://db.baustoffchemie.de/
Danke für die Tips. Unter Umständen werde ich mich an eine Lösung machen wie
"durchs Kellerfenster gehn" oder ähnliches.
> IMHO gibt es nur einen Weg: Such Dir ein Unternehmen welches die
> Gewährleistungsfrist (aller Voraussicht nach) überlebt und lass die
> das ausführen.
>
Ist mit im Augenblick zu teuer. (Budget ist so langsam zu Ende.....) Aber
für eine
spätere "dauerhafte" Lösung ist das ja wohl der einzig vernünftige Weg.
Danke und Grüße
Christoph
schnipp
Hallo, Christoph
"Da werden Sie geholfen". ;-)
Gruß, Bernd
Mike
"Christoph Becker" <christop...@ffm.siemens.de> schrieb im Newsbeitrag
news:a9dt3v$i7p$1...@news.mch.sbs.de...
> Hallo zusammen!
[..]
> Habe ich beim Bohren in eine "Weisse Wanne" Besonderheiten zu beachten?
Ich
> möchte mir gerne eine Verbindung zur Zisterne in den Keller schaffen und
muß
> ja dafür durchs Fundament.
[...]
Musst Du unbedingt unter der Erde (von aussen gesehen) durchbohren?. Wenn
Dein Keller etwas aus dem Erdreich ragt, dann kannst Du ja über dem
Grundstücksniveau ein Loch machen, dann siehst Du wenigstens, ab welchem
Wasserstand Dein Keller gefährdet ist.
Wir haben hier auch die Gefahr von drückendem Grundwasser, 1999 war es 10cm
unter der Erdoberfläche, das war extrem sonst alle paar Jahr mal auch -70
.. -50 cm. Der Keller war entsprechend voll, weil das alte Haus (Baujahr
1950) natürlich gar nicht dicht war, was wir auch wussten. Jetzt haben wir
neu gebaut, mit weisser Wanne. Die Hausanschlüsse sind allerdings
durchgebrochen: Kanalisation, Telefon, Gas und Strom. Auf meine Frage, ob
ich eine Durchführung vorbereiten lassen könnte, meinte der Telekom-Mensch:
lassen Sie besser alles uns machen (durchbohren, dann wird mit irgendeinem
Quellzement verschlossen), dann haben Sie Garantie, sonst gibts im
Zweifelsfall Streit. Ganz wohl ist mir bei den Löchern nicht ... Die Wanne
hat übrigens ihre Feuer- nein Wasserprobe schon bestanden: Zwei Tage nach
dem betonieren der Kelleraussenwände, stand ca. 80 cm (knapp unter den
Abwasserdurchbrüchen) Wasser in der Baugrube, aber nicht im Keller.
An Deiner Stelle würde ich (wenn es geht) über dem Grunstücksniveau / knapp
unter der Kellerdecke durchbohren. Vermutlich liegen Deine Kellerfenster eh
tiefer. Und hochpumpen willst Du ja sowieso.
Dann hast Du allerdings keine Frostsicherheit mehr! Du musst das ganze im
Winter ablassen. Aber wenn's nur für den Garten sein soll, ist das wohl o.k.
Gruß
Ulrich
> Was ist eine Weisse Wanne ?. Mein erster Verdacht war eine Weisse Badewanne.
> Aber beim durchlesen habe ich den Gedanken wieder verworfen.
Ich bin Laie, deswegen mögen mir die Fachleute verzeihen.
Eine weisse Wanne ist ein gegen drückendes Wasser abgedichteter
Keller aus speziellem Beton in einer speziellen Dicke (IMHO 25 cm)
mit einigen besonderen Details. (z.B. Fugenblech im Fundament-
Wandübergang).
Es gibt auch noch eine schwarze Wanne, das ist ein speziell eingepackter
und mit Bitumen abgedichteter wasserdichter Keller.
danke für Deinen "Erfahrungsbericht". Eventuell habe ich wirklich die
Möglichkeit, oberhalb der Erde durchzubohren. Vor dem Haus befindet sich
eine (jetzt fehlt mir der Fachausdruck) Grube mit Kies gefüllt. Dort dürfte
sich ja nicht so viel Wasser sammeln können. Wenn dort Wasser hinkommt (bei
starkem Regen o.ä.), dann müßte es ja nach unten weiter durch den Kies
durchlaufen. Ich werde versuchen, dort die Bohrung machen zu lassen!
Frostsicher ist in der Tat nicht so das Problem, da im Winter kein oder nur
sehr wenig Wasser aus der Zisterne benötigt wird.
Danke für die Tips und Grüße
Christoph
"Ulrich Hege" <uh...@dino-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:a9f8cp$2o4vl$1...@ID-40154.news.dfncis.de...
> Hallo Christoph,
>
> Musst Du unbedingt unter der Erde (von aussen gesehen) durchbohren?. Wenn
> Dein Keller etwas aus dem Erdreich ragt, dann kannst Du ja über dem
> Grundstücksniveau ein Loch machen, dann siehst Du wenigstens, ab welchem
> Wasserstand Dein Keller gefährdet ist.
[...]
Genau. Wir hatten mit unserem Bauträger eine längere Diskussion bzgl. der
tatsächlichen Wasser-Undurchlässigkeit von WU Beton (daher auch die
Abkürzung WU ;-). Nach einem Gutachten usw. gaben wir uns damals aber dann
zufrieden. Bei uns wurde nämlich nicht noch zusätzlich Bitumen aufgebracht
und wir dachten, es währe zu wenig.
>
> Es gibt auch noch eine schwarze Wanne, das ist ein speziell eingepackter
> und mit Bitumen abgedichteter wasserdichter Keller.
>
Eine weisse Wanne soll sogar wesentlich dichter und haltbarer sein als eine
schwarze. Es sei "das Beste" was im Augenblick auf dem Markt zu haben ist.
Na ja, die Aussage lasse ich mal so stehen....
Grüße
Christoph
danke für den Link. In der Zwischenzeit habe ich so viel gehört (was man
alles falsch machen kann), dass ich denke, ich werde eine Firma beauftragen,
diese Bohrung zu machen. Auch wegen der noch andauernden Garantie für die
weisse Wanne!
Trotzdem danke für den Link. Habe mich dort kundig gemacht, wie so eine
Durchführung auszusehen hat. Auch mal interessant.
Grüße
Christoph
"Bernd Schnürer" <m.a...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3CBABAEE...@gmx.de...
Meinst Du etwa eine Drainage !?
einen netten Gruss, aus Wien
Ronald Hastik
ronald...@chello.at
"Die Welt ist voller Rätsel, für diese Rätsel
aber ist der Mensch die Lösung." Joseph Beuys