Die Wand, an der die Zeile zu stehen kommt, springt auf halber Strecke
ca. 13 cm zurück, so dass ab dort die Arbeitsplatte "frei" liegt. Im
rückspringenden Wandabschnitt kleben keine Fliesen, sondern nur
Raufasertapete.
Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:
1. eine Platte (evtl. sogar mit drauf geklebten Fliesen ähnlich denen,
die an der Wand vorhanden sind) rechtwinklig, also vertikal, an die AP
ran schrauben oder leimen. Das ganze sagenwir 2 Fliesen hoch (~30 cm).
2. Ein passendes Stück AP Kant an Kant ranleimen oder schrauben. Ich
würde da einfach weiß nehmen, passend zur weißen Raufaser, denn das
selbe Decors wie die AP kriege ich sowieso nicht.
Für 1. spricht, dass es leichter zu bewerkstelligen ist, für 2., dass
es besser aussieht - wenn es gelingt.
Was kann bei 2. schiefgehen? Ganz einfach: Es entsteht eine Stufe,
wenn das AP Stück nicht 100%ig genau sitzt. Das spricht gegen
schrauben. Im feuchten Leim kann man die Sache absolut passig drücken
und klopfen. Aber.
Ich besitze keine Zwinge(n), die die ~75cm spannen, und will mir auch
nicht extra welche anschaffen. Und ob ich das mit Schnurzwinge dann
passgenau hinkriege und *halte* - - also, da habe ich bedenken.
Eine Konsolleiste drunter nageln bringt erfahrungsgemäß nichts.
Da es sich um beschichtete Platten handelt, kann man evtl. Stüfchen
nicht ausschleifen; es *muss* also beim ersten mal absolut sitzen.
Das ganze müsste im Verlauf des Küchenzeilenaufbaus stattfinden, man
kann es nicht nachher extra machen - schlicht weil ja dann kein
Rankommen wäre. Also muss es alles gut geplant und vorgearbeitet sein,
damit man da überhaupt innerhalb eines vernünftigen Zeitrahmens zu
Rande kommt.
Was raten die Experten?
JJ
Moment, nur dass ich das richtig verstehe: die Unterschraenke gehen
gerade durch und springen nicht in die Nische zurueck? Es gibt also
hinter den Unterschraenken dort einen 13cm tiefen Hohlraum?
>Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:
>1. eine Platte (evtl. sogar mit drauf geklebten Fliesen ähnlich denen,
>die an der Wand vorhanden sind) rechtwinklig, also vertikal, an die AP
>ran schrauben oder leimen. Das ganze sagenwir 2 Fliesen hoch (~30 cm).
Unbrauchbar, da du dann in dem Hohlraum hinter den Schraenken nicht
saubermachen kannst und Gegenstaende, die dort hineingefallen sind, nur
mit sehr grossem Aufwand wieder herauszuholen sind. Und irgendetwas
wichtiges wird dort frueher oder spaeter reinfallen.
>2. Ein passendes Stück AP Kant an Kant ranleimen oder schrauben. Ich
>würde da einfach weiß nehmen, passend zur weißen Raufaser, denn das
>selbe Decors wie die AP kriege ich sowieso nicht.
>Was kann bei 2. schiefgehen? Ganz einfach: Es entsteht eine Stufe,
>wenn das AP Stück nicht 100%ig genau sitzt. Das spricht gegen
>schrauben. Im feuchten Leim kann man die Sache absolut passig drücken
>und klopfen.
Fuer solche Anwendungen gibt es Arbeitsplattenverbinder. Da wird dann
nichts geleimt, sondern die Platten werden von unten durch
Gewindestangen zusammengehalten. Laesst sich schlecht verbal
beschreiben, aber Google liefert eine Menge brauchbare Treffer.
Das ist exakt dieselbe Methode, mit der auch zwei Arbeitsplatten ueber
Eck zusammengehalten werden.
Aber, ausser du brauchst den zusaetzlichen Platz auf der Arbeitsplatte,
wuerde ich es sowieso ganz anders machen und anstatt die Arbeitsplatte
zu verbreitern wuerde ich eine horizontale Konsole mit diesen 13cm Tiefe
in Hoehe der Arbeitsplatte an die Wand schrauben. Laesst sich aus ein
paar Kanthoelzern und etwas Span/Sperrholz/OSB leicht zusammenbauen.
Wahlweise nach oben nur etwas hoeher (10cm?) als die Arbeitsplatte, so
dass man einen etwas erhoehten Sockel bekommt, nett gefliest, zum
Abstellen von Poettchen, Gewuerzen, Zwiebeltopf, ... .
Oder die Oberkante deutlich hoeher und dann nicht als Ablage sondern als
Wandvorsprung verkaufen.
Oder am besten gleich bis an die Unterkante der Oberschraenke
hochziehen, so dass man ueberhaupt keine waagerechte Stufe mehr sieht.
jue
> Was raten die Experten?
Bin ich zwar nicht, aber einige Küchenaufbauten hab ich trotzdem in
der Vergangenheit erfolgreich durchgeführt.
Zum Verbinden von Arbeitsplatten gibt es spezielle Vorrichtungen, die
saumäßig gut halten. Dafür fräst der hilfsbereite Baumarktmitarbeiter
Topflöcher unten in die Platten, sowie Langlöcher, die von Loch (in
der einen Platte) zu Loch (in der anderen Platte führen).
Sowas wird gern bei rechtwinkligen Verbindungen verwendet, aber es
kann Dich keiner hindern, das auch bei parallelen solchen so zu
machen.
Die beiden Platten lassen sich dabei millimeter(bruchteil)genau
ausrichten.
Dort sieht man sowas:
http://www.wfm-kuchnie.pl/files/Montaz/montazBlatow_2.jpg
Sigi
--
Nicht darauf kommt es an, dass ich etwas anderes meine, als der andere,
sondern darauf, dass der andere das Richtige aus Eigenem finden wird,
wenn ich etwas dazu beitrage. [Rudolf Steiner]
--> deutsche Uebersetzung links vom @ : email wird regelmäßig gelesen <--
>Jon J Panury <jjp.n...@online.de> wrote:
>>3 m Küchenzeile, 3 m Arbeitsplatte.
>>
>>Die Wand, an der die Zeile zu stehen kommt, springt auf halber Strecke
>>ca. 13 cm zurück, so dass ab dort die Arbeitsplatte "frei" liegt. Im
>>rückspringenden Wandabschnitt kleben keine Fliesen, sondern nur
>>Raufasertapete.
>
>Moment, nur dass ich das richtig verstehe: die Unterschraenke gehen
>gerade durch und springen nicht in die Nische zurueck? Es gibt also
>hinter den Unterschraenken dort einen 13cm tiefen Hohlraum?
Richtig
>
>>Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:
>>1. eine Platte (evtl. sogar mit drauf geklebten Fliesen ähnlich denen,
>>die an der Wand vorhanden sind) rechtwinklig, also vertikal, an die AP
>>ran schrauben oder leimen. Das ganze sagenwir 2 Fliesen hoch (~30 cm).
>
>Unbrauchbar, da du dann in dem Hohlraum hinter den Schraenken nicht
>saubermachen kannst (...)
Doch, ginge. Die 3 m Zeile wird so stehen, das man seitwärtig noch ran
kommt. Es ist keine Einbauküche, sondern eben bloß eine Zeile. Auch
keine Oberschränke.
>
>>2. Ein passendes Stück AP Kant an Kant ranleimen oder schrauben. Ich
>>würde da einfach weiß nehmen, passend zur weißen Raufaser, denn das
>>selbe Decors wie die AP kriege ich sowieso nicht.
>
>>Was kann bei 2. schiefgehen? Ganz einfach: Es entsteht eine Stufe,
>>wenn das AP Stück nicht 100%ig genau sitzt. Das spricht gegen
>>schrauben. Im feuchten Leim kann man die Sache absolut passig drücken
>>und klopfen.
>
>Fuer solche Anwendungen gibt es Arbeitsplattenverbinder. Da wird dann
>nichts geleimt, sondern die Platten werden von unten durch
>Gewindestangen zusammengehalten. Laesst sich schlecht verbal
>beschreiben, aber Google liefert eine Menge brauchbare Treffer.
>Das ist exakt dieselbe Methode, mit der auch zwei Arbeitsplatten ueber
>Eck zusammengehalten werden.
Interessant. Werde mich informieren.
>
>Aber, ausser du brauchst den zusaetzlichen Platz auf der Arbeitsplatte,
Nicht wirklich
>wuerde ich es sowieso ganz anders machen und anstatt die Arbeitsplatte
>zu verbreitern wuerde ich eine horizontale Konsole mit diesen 13cm Tiefe
>in Hoehe der Arbeitsplatte an die Wand schrauben. Laesst sich aus ein
>paar Kanthoelzern und etwas Span/Sperrholz/OSB leicht zusammenbauen.
Hm. Und dann die Fuge(n) mit den einschlägig bekannten Massen
ausfüllen. Ja. Könnte man drüber nachdenken. Wäre a) billig, b) schon
im vorweg machbar (zeitliche Entzerrung/Entspannung).
Aber.
Man wird das - zumal im vorweg - nicht höhenschlüssig mit der AP
hinkriegen; Stufe ist also sicheres Ereignis. Und da fangen dann die
"Schnitzereien" an, und dann ist es nur noch ein Kampf um "ziemlich
scheiße aussehen" gegen "total scheiße aussehen"....
>Wahlweise nach oben nur etwas hoeher (10cm?) als die Arbeitsplatte, so
>dass man einen etwas erhoehten Sockel bekommt, nett gefliest, zum
>Abstellen von Poettchen, Gewuerzen, Zwiebeltopf, ... .
Das wäre dann die offensive Lösung des Stufenproblems. Da sind wir
dann schon wieder nah an meinem (1.) dran: wenn man nämlich jene
"Wandfortsetzung" noch "deckelte".
>Oder die Oberkante deutlich hoeher und dann nicht als Ablage sondern als
>Wandvorsprung verkaufen.
>Oder am besten gleich bis an die Unterkante der Oberschraenke
>hochziehen, so dass man ueberhaupt keine waagerechte Stufe mehr sieht.
Wie schon gesagt, Oberschränke gibt es nicht. Uns selbst wenn es sie
gäbe, gäbe es sie nicht in jenem Bereich, - denn dort hängt die
Gas-Kombitherme.
Ich glaub', das ist eher nichts für mich.
ich habe meinen heimwerkerkram in den letzten Jahren ganz erheblich
abgebaut, besitze nur noch gewisse "basics". Hatte sogar mal
Oberfräse, Bandschleifer, Tischbohrmaschine u.v.a.m.. Aber nun nicht
mehr. (Ja, ich weiß, dass ich mich damit für diese NG sozusagen
diqualifiziere... ;-))
Das ist richtig, allerdings lassen sich dafuer ja leicht ein paar
passende 12cm lange Winkel an die Rueckseite der Unterschraenke
schrauben.
>ich habe meinen heimwerkerkram in den letzten Jahren ganz erheblich
>abgebaut, besitze nur noch gewisse "basics". Hatte sogar mal
>Oberfräse, Bandschleifer, Tischbohrmaschine u.v.a.m.. Aber nun nicht
>mehr. (Ja, ich weiß, dass ich mich damit für diese NG sozusagen
>diqualifiziere... ;-))
Aber nein, du laesst den Puristen erkennen, der alles mit
_Hand_werkzeugen erledigt, z.B. Schleifklotz, Stechbeitel, Brustleier.
jue
Ich wuerde richtig stabile Stahlwinkel hinten an der Rueckwand
anschrauben. Hier heissen sie "Gusset Angle", weiss ich nicht in Deutsch
aber die sehen so aus:
http://www.hardwareandtools.com/invt/u747875
Am besten noch groessere, doch die ganzen 13cm brauchen sie nicht zu
ueberspannen. Nun hat man schonmal stabile Auflagepunkte fuer das zu
addierende Holzstueck. Das Holzstueck dann auflegen, anzeichnen,
vorbohren, etwas ansenken. Nun so lange flache Stueckchen (nennen wir
Shims) auflegen bis die Hoehe haargenau stimmt. Das kann alles moegliche
harte Flachmaterial sein, was man halt so da hat, ich habe dafuer auch
mal die Hart-Version einer Leitz Prospekthuelle geopfert. Dann
anschrauben. Aber schoen fest, denn spaeter kommt man nicht mehr ran.
Falls sich das addierte Holz dabei hie und da doch zu tief reinzieht,
lockern und dort noch einen Abstandsstreifen addieren.
Wenn man geschickt etwas versetzt bohrt und Senkkopfschrauben nimmt,
zieht sie das neue Holzstueck stramm gegen die existierende Platte. Ein
anderer Trick ist, die Winkel mit Unterlegscheiben zum Schrank hin
anzuschrauben und selbige spaeter wegzunehmen oder durch duennere zu
ersetzen.
Moebelverbinder mit horizontalem Zug wuerde ich nicht nehmen. Irgendwann
stellt mal jemand eine schwere Mikrowelle zu nahe an die Wand ... kracks.
Man koennte natuerlich den ueberheblichen bekommen und stattdessen dort
hinten Bose-Lautsprecher, Radio, MP3-Player, gekuehlte Bierdosenhalter,
Gewuerzhalter, einige Steckdosen und einen Messerblock einlassen :-)
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.
>Jon J Panury <jjp.n...@online.de> wrote:
>>Meine erste schnelle Recherche zu Arbeitsplattenverbindern ergab, das
>>diese Teile wohl eher zum Verbinden zweier liegender (also
>>unterstützter) Platten gedacht sind - was ja wohl auch der Normalfall
>>ist - und wohl nicht so gut sind, wenn eine der beiden Platten - und
>>sei sie auch nur 13cm "lang" - schwebt.
>
>Das ist richtig, allerdings lassen sich dafuer ja leicht ein paar
>passende 12cm lange Winkel an die Rueckseite der Unterschraenke
>schrauben.
Also das glaube ich eher weniger, denn die Rückwände solcher Schränke
sind i.d.R. 5mm Hartfaser-Press. Da ist kein Fleisch zum Schrauben.
>
>>ich habe meinen heimwerkerkram in den letzten Jahren ganz erheblich
>>abgebaut, besitze nur noch gewisse "basics". Hatte sogar mal
>>Oberfräse, Bandschleifer, Tischbohrmaschine u.v.a.m.. Aber nun nicht
>>mehr. (Ja, ich weiß, dass ich mich damit für diese NG sozusagen
>>diqualifiziere... ;-))
>
>Aber nein, du laesst den Puristen erkennen, der alles mit
>_Hand_werkzeugen erledigt, z.B. Schleifklotz, Stechbeitel, Brustleier.
A geh! ;-)
Ich hab' nur nicht mehr so viel Zeug. Und ein Verächter von
Elektrowerkzeug bin ich bestimmt nicht!
Irgendwo muessen da aber auch vertikale Zwischenwaende drin sein.
[...]
[...]
>Ich wuerde richtig stabile Stahlwinkel hinten an der Rueckwand
>anschrauben.
siehe meine Antwort an J�rgen E.: Die R�ckwand eines solchen Schranks
ist zu d�nn zum was Anschrauben. Und auch der Rahmen, den es direkt
oben - also dort, wo dann auch die AP drauf liegt - geben mag, ist
�blicher Weise nur 30mm Kante.
>(...)
>Man koennte natuerlich den ueberheblichen bekommen und stattdessen dort
>hinten Bose-Lautsprecher, Radio, MP3-Player, gekuehlte Bierdosenhalter,
>Gewuerzhalter, einige Steckdosen und einen Messerblock einlassen :-)
Oder eine etwas versenkte schiefe Ebene, die in einen M�lleimer f�hrt;
dann k�nnte man allen Abfall einfach "�ber die Kante schieben"... :))
Natuerlich schraubt man die Winkel an die rueckwaertige Kante der
Seitenwaende, nicht an die Rueckwand.
jue
Oh je, Baumarktware? Dann hilft vielleicht Methode 3: Hinten mit der
Stichsaege quadratische Loecher rein, stabile Kanthoelzer da durch und
knapp 13cm rausragen lassen. Diese unter den Rahmen gut verschrauben, so
dass die Schrauben bis in die Arbeitsplatte greifen. Vielleicht sogar
noch etwas Leim addieren. Darauf Holz in der Dicke des Rahmens, plus hie
und da Hoehenausgleich falls noetig und dann das neue Holzstueck
ebenfalls von unten verschrauben.
>> (...)
>> Man koennte natuerlich den ueberheblichen bekommen und stattdessen dort
>> hinten Bose-Lautsprecher, Radio, MP3-Player, gekuehlte Bierdosenhalter,
>> Gewuerzhalter, einige Steckdosen und einen Messerblock einlassen :-)
>
> Oder eine etwas versenkte schiefe Ebene, die in einen Mülleimer führt;
> dann könnte man allen Abfall einfach "über die Kante schieben"... :))
Oder ein Geheimfach wo man wertvolle Sachen und die Buddel Jim Beam
diskret aufbewahrt :-)
Es sei denn das sind so Dinger aus dem Baumarkt mit 10mm Spanplatte ...
Aber man koennte zumindest hinten drin richtiges Holz aufleimen und
verschrauben damit das was massiver wird.
Moin,
Idee Nr. 1: Lass hinten von der Arbeitsplatte in dem Bereich, wo die
Wand vorspringt, etwas heraussägen (also ein ganz langes Rechteck 13 cm
x 150 cm). Dann ist allerdings die Arbeitsplatte in dem Bereich nur noch
47 cm tief.
Idee Nr. 2: Besorge dir Gasbetonsteine und Baukleber sowie einen alten
Fuchsschwanz zum Zuschneiden und fülle damit den Bereich der
zurückspringenden Wand auf. Dann läuft die Platte gerade durch. Lass die
Gasbetonsteine die Tischfläche etwas überragen, klebe da paar einfache
weiße Fliesen drauf und du gewinnst noch eine praktische Ablage für
Gewürze etc.
Rauhfaser an der Wand in der Küche ist heikel. Die sieht übel aus, wenn
du in der Nähe mal Fleisch klopfst etc. Ich würde auch da paar einfache
Fliesen ankleben, dafür brauchst du noch nicht mal viel Werkzeug.
Gruß Jo
>Jon J Panury wrote:
>> Joerg <inv...@invalid.invalid> schrieb:
>>
>> [...]
>>
>>> Ich wuerde richtig stabile Stahlwinkel hinten an der Rueckwand
>>> anschrauben.
>>
>> siehe meine Antwort an Jürgen E.: Die Rückwand eines solchen Schranks
>> ist zu dünn zum was Anschrauben. Und auch der Rahmen, den es direkt
>> oben - also dort, wo dann auch die AP drauf liegt - geben mag, ist
>> üblicher Weise nur 30mm Kante.
>>
>
>Oh je, Baumarktware?
Nein, Markenküche. Aber das ist nie anders: Rückwände sind egalweg
max. 5mm Hartfaserpress.
Bei Großmutters Küchenschrank war das natürlich anders, aber auch da
war das Holz max. 10mm.
>Dann hilft vielleicht Methode 3: Hinten mit der
>Stichsaege quadratische Loecher rein, stabile Kanthoelzer da durch und
>knapp 13cm rausragen lassen. Diese unter den Rahmen gut verschrauben, so
>dass die Schrauben bis in die Arbeitsplatte greifen. Vielleicht sogar
>noch etwas Leim addieren. Darauf Holz in der Dicke des Rahmens, plus hie
>und da Hoehenausgleich falls noetig und dann das neue Holzstueck
>ebenfalls von unten verschrauben.
Wäre eine Idee.
Aber nochmal zurück zum einfachen Kant-auf-Kant Leimen.
Da wäre die einzige Schwierigkeit die Erzeugung des Pressdrucks. Das
könnte vermittels Schrauben geschehen. Meine Frage ist, wie sehr ich
fürchten müsste, dass das, wenn die Schrauben angezogen werden, doch
irgendwie schief würde. Ich kenne den Trick, ins vorgebohrte Loch
einfach eher dünnere Schrauben zu setzen, also etwa in 4mm Loch nur
5mm (und nicht 6mm) zu drehen, so dass da ein klein bisschen Spielraum
bleibt, so dass man - im Bereich bis ca. 0,5mm - die Leimung noch
zurecht drücken und klopfen kann.
Wenn ich 5mm vorbohren wollte, bräuchte ich einen 5er Bohrer von
mindestens 200mm Länge. Mal schaun, ob's Schlangenbohrer dieser Maße
gibt. Ein HSS mit "Überlänge" ginge ja auch.
Und ich müsste erstmal ca. 70mm tief mit ca. 10mm anbohren und vom
Grund dieses Lochs dann mit den 5mm fortsetzen: Damit 100mm (max
120mm) Schrauben reichen. 130mm PLUS ca. 60mm (in der AP), also 190mm
(!) Schrauben fänden sich wohl kaum in 6mm. 6x100 hingegen hab' ich
sogar noch welche. (Oder ich nehme die dünnsten, die es in 200mm gibt
(wahrscheinlich 8er, sicherlich aber 10er) und bohre nur einen kleinen
Topf, wo der Sechskantkopf plus 1 Scheibe rein passt.)
Wie ich beim Bohren mit den beiden AP-Stücken sicherstelle, dass die
eben-schlüssig bleiben, ist klar: Da brauche ich nur 2 Rechteck-Kanten
u. 2 passende Schraubzwingen.
In dem Bereich, wo die "Nische" ist, die Arbeitsplatte nach hinten
verlängern, und den Bereich ebenfalls fliesen, oder aber Tapete ab,
spachteln und den Bereich mit abwaschbarer Latexfarbe streichen.
Arbeitsplatte verlängern geht recht easy : Passendes Stück sägen, und
mit Leim und Arbeitsplattenverbinder an die Hauptarbeitsplatte setzen
(kopfüber auf nem Tisch verleimen, dann ist es auch glatt auf der
Arbeitsseite). Dann aus dem Baumarkt zwei Tischbeine zum Anschrauben
drunter in der richtigen Höhe (paar cm kann man immer noch ausgleichen,
die haben meist Füße die man zum Feinausrichten rein oder rausschrauben
kann) damit das nicht abknicken kann, fertig ist der Lack. Solange Du da
nicht Goldbarren drauf stapeln willst oder den Bereich als Amboß nutzt
hält das locker.
Gruß
Micha
Du denkst zu kompliziert: Arbeitsplattenverbinder machen den Druck. Die
Löcher und Kanäle kannst Du Dir dort fräsen lassen wo Du die
Arbeitsplatte kaufst, kostet im Idealfall grad garnix. Dann Leim auf die
Kante,beide Stücke zusammenlegen, Verbinder rein und diesen festziehen.
So viel Spielraum, dass Du 1,2 mm Versatz korrigieren kannst hat das
schon, wenns noch nicht komplett festgeknallt ist, und wenns stimmt
machst Du ganz fest.
>
> bohrgedöns
Du weißt wie schwer es ist dafür zu sorgen dass Du auch lotrecht bzw.
waagerecht bohrst? So "komplett längs durch", freihand, wirds immer
schief...
Gruß
Micha
>Michael Wang <michae...@rwth-aachen.de> schrieb:
>
>>Du denkst zu kompliziert: Arbeitsplattenverbinder machen den Druck. Die
>>Löcher und Kanäle kannst Du Dir dort fräsen lassen wo Du die
>>Arbeitsplatte kaufst, kostet im Idealfall grad garnix.
>
>Wenn ich den OP richtig verstanden habe, hat er die Arbeitsplatte
>bereits.
Das nicht, aber sie ist bestellt - als Bestandteil einer Küchenzeile.
Da kann man nicht einfach noch 'n Stück AP dazu kriegen. Das kost' und
kost'...
Klar hätte man 90cm AP bestellen können, so dass dann entsprechend was
raus gesägt würde. Aber das kriegte ich mit Hausmitteln nicht
vernünftig hin - ganz abgesehen mal davon, dass 3m 90er AP ungefähr
das doppelte der 60er kosteten!
>
>(Er berichtet davon, daß er beim Kaufen eines anzusetzenden Stücks
>vermutlich nicht das passende Dekor bekäme; sofern der Kauf einer
>Arbeitsplatte noch anstände, wäre das ja wohl kein Problem.)
Eben doch. Ein Finanzproblem.
>Ich würde es so machen:
>
>In dem Bereich, wo die "Nische" ist, die Arbeitsplatte nach hinten
>verlängern, und den Bereich ebenfalls fliesen, oder aber Tapete ab,
>spachteln und den Bereich mit abwaschbarer Latexfarbe streichen.
Man kan auch einfach Acryl weiß glänzend auf die Tapete streichen.
Hab' ich so schon gehabt, geht einwandfrei.
>
>Arbeitsplatte verlängern geht recht easy : Passendes Stück sägen, und
>mit Leim und Arbeitsplattenverbinder an die Hauptarbeitsplatte setzen
>(kopfüber auf nem Tisch verleimen, dann ist es auch glatt auf der
>Arbeitsseite). Dann aus dem Baumarkt zwei Tischbeine zum Anschrauben
>drunter in der richtigen Höhe (paar cm kann man immer noch ausgleichen,
>die haben meist Füße die man zum Feinausrichten rein oder rausschrauben
>kann) damit das nicht abknicken kann, fertig ist der Lack. Solange Du da
>nicht Goldbarren drauf stapeln willst oder den Bereich als Amboß nutzt
>hält das locker.
Also, ich war jetzt inzwischen mal im Baumarkt und hab' mich dort mal
beraten lassen. Manchmal sind da auch Leute mit Ahnung! ;-))
Ich gehe mal davon aus, dass die mir wenn's geht auch gern was
verkaufen wollen. Der Rat war: Montagekleber - und gut ist.
Montagekleber hat schnell eine hohe Festigkeit, was gut ist
hinsichtlich des Umstandes, dass ich keine 80cm-Zwingen besitze. So
könnte ich das Kleben, ausrichten und 10min "halten". Dann ist die
Klebung schon so fest, dass ich, wenn ich mag, anstandslos noch zwei
oder drei 8x200 Schrauben reinziehen kann, als zusätzliche Sicherheit.
6x250 Holzbohrer gibt es, kost' im Baumarkt fünfeinhalb Euro.
Was immer sich da an Fuge ergibt, dichte ich mit Kerzenwachs. Fertig.
Zur Wand hin einfach Silikon - oder, schicker, ein kleines
Alu-Winkelprofil ins Silikon rein gedrückt.
Ich glaub', das isses.
Hmm, unsere Kueche ist ueberall aus dicken Spanplatten gefertigt. Muss
sie auch, wenn man bedenkt dass in einer grossen Topfschublade locker
50kg sein koennen.
Ich hatte das bei einem anderen Projekt mal so geloest: Loecher im
Anschlusstueck in irgendeiner Groesse gebohrt, was an Langbohrern halt
so da war. Groesser als der Schraubenschaft, sodass ich Spielraum zum
passgenauen Anbinden hatte. Dann am Kopfende 2.5cm (1-Zoll Flachbohrer)
rund einen Zentimeter tief rein, flache Mulde sozusagen. Dicke stabile
Unterlegscheiben reingeklebt mit Zweikomponentenkleber. Am naechsten Tag
die Kanten mit Kleber bestrichen, dann die Schrauben angezogen. Es
muessen aber kernige Schrauben mit Sechskantkopf sein, damit man richtig
anknallen kann. Kurz bevor es dichtgeht mit den Fingern abfuehlen und
fuehren damit es passgenau wird. Herausquillender Kleber muss oben
natuerlich sofort sauberst entfernt werden.
Schwere Sachen wuerde ich dennoch nicht draufstellen.
Oha. Hoffen wir dass deutscher Montagekleber besser ist als
amerikanischer :-)
Bei uns heisst der "Liquid Nails". Haelt schon ganz gut, aber so toll
nun auch wieder nicht. Die Idee mit den Tischbeinen von Michael ist ganz
gut. Koennen auch Holzpinne sein, muss man dann passend "auf Hoehe"
unterfuettern. Dazu musst Du nach dem Plazieren der ganzen Chose aber
zumindest noch mit einem Besenteil dahinter kommen, sonst wird dat nix.
> Montagekleber hat schnell eine hohe Festigkeit, was gut ist
> hinsichtlich des Umstandes, dass ich keine 80cm-Zwingen besitze. So
> könnte ich das Kleben, ausrichten und 10min "halten". Dann ist die
> Klebung schon so fest, dass ich, wenn ich mag, anstandslos noch zwei
> oder drei 8x200 Schrauben reinziehen kann, als zusätzliche Sicherheit.
> 6x250 Holzbohrer gibt es, kost' im Baumarkt fünfeinhalb Euro.
>
> Was immer sich da an Fuge ergibt, dichte ich mit Kerzenwachs. ...
Oh, ich konstatiere dass Du nicht verheiratet bist ... :-)
[...]