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Riss im Blech dauerhaft verschliessen

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Hansi Lang

unread,
Mar 7, 2013, 11:31:45 AM3/7/13
to
Hallo,

meine Anfrage bezieht sich zwar auf einen Riss im Autoblech, aber ich
hoffe mir kann dennoch hier geholfen werden (oder meine Anfrage
gegebenenfalls umgeleitet werden).
Nicht in den Griff bekomme ich die Beseitigung eines
2 cm langen und 1 mm breiten, durchgehenden, leicht gezackten Risses
im oberen, gewölbten Teil einer Transportertür, beginnend am
Fenstergummi, abwärts führend. Dieser war offensichtlich
fabrikationsmässig schon vorhanden, zeigte sich aber erst kurz nach
Ablauf der Garantiefrist durch abplatzenden Lack.
Versucht hatte ich verschieden Autospachtelmassen, mit und ohne Gaze,
Super-Kraftknete von Pearl und sogar Kaugummi, danach jeweils
angeschliffen und darüber jeweils Vorlack und auch mal Aluminium
gesprüht, sodann wieder geschliffen und endlackiert. Natürlich immer
erst nach vorgeschriebener Trockenzeit. Aber nach wenigen Wochen platzt
alles wieder auf und der Riss zeigt sich erneut. (Vielleicht durch
Erschütterungen bei der Türbetätigung? Oder durch Vibrationen der sich
in der Tür befindlichen Lautsprecher?)
Schweißen kommt aus verschiedenen Gründen leider nicht in Frage. Hat
jemand noch eine Idee, wie ich den Riss dauerhaft verschließen könnte?
MfG
Hansi

gUnther nanonüm

unread,
Mar 7, 2013, 11:52:53 AM3/7/13
to

"Hansi Lang" <piratc...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:5138c0b5$0$6577$9b4e...@newsspool3.arcor-online.net...

> Schweißen kommt aus verschiedenen Gründen leider nicht in Frage. Hat
> jemand noch eine Idee, wie ich den Riss dauerhaft verschließen könnte?

Hi,
klar: hartlöten :-)

Ansonsten eben auf der Innenseite punkten aka punktschweißen. Dafür vorher
gut saubermachen und das innere Blech 2cm "gewellt" überstehen lassen,
beidseitig des Riß. Gewellt meint, kein gerades Blech nehmen, sondern mit
der Schere Kurven schneiden. Dann auf dem Amboß passend hintreiben, daß es
in die innere Höhlung paßt. Löcher in den Rand knipsen oder stanzen, die
dann innen punkten. So kriegt man sogar Schiffe dicht.

Wenn das auch nicht sollen sein, bleibt noch nieten. Das ergibt dann außen
so Pickel, sollte aber halten.
Die Fuge füllst Du danach mit Epoxy Knetmetall.

Am schnellsten und billigsten ist aber schweißen, mit Schutzgas und Draht.
Wieso geht das denn nicht? Direkt am Rand muß aber eine "Verstärkung" hin,
eine Blechbriefmarke direkt an den Rand.

--
mfg,
gUnther


Marcel Müller

unread,
Mar 7, 2013, 11:58:58 AM3/7/13
to
Hallo,

On 07.03.2013 17:31, Hansi Lang wrote:
> Nicht in den Griff bekomme ich die Beseitigung eines
> 2 cm langen und 1 mm breiten, durchgehenden, leicht gezackten Risses
> im oberen, gewölbten Teil einer Transportertür, beginnend am
> Fenstergummi, abwärts führend. Dieser war offensichtlich
> fabrikationsmässig schon vorhanden, zeigte sich aber erst kurz nach
> Ablauf der Garantiefrist durch abplatzenden Lack.
[...]
> Aber nach wenigen Wochen platzt
> alles wieder auf und der Riss zeigt sich erneut. (Vielleicht durch
> Erschütterungen bei der Türbetätigung?

Yep.

> Oder durch Vibrationen der sich
> in der Tür befindlichen Lautsprecher?)

Eher nicht.

> Schweißen kommt aus verschiedenen Gründen leider nicht in Frage. Hat
> jemand noch eine Idee, wie ich den Riss dauerhaft verschließen könnte?

Ja, schweißen! Danach Schleifen und Lackieren.

Alles andere dürfte nur eine noch größere Katastrophe werden, wie Du ja
schon festgestellt hast. Du musst eine mechanisch stabile Verbindung mit
dem Blech bekommen und am Ende sollte es nicht zu schwer werden, weil
dies die Stelle bei Beschleunigung (Tür zu) sonst zusätzlich belastet.
Und da Du vermutlich keine Schrauben durch das Außenblech drehen willst,
ist Schweißen das Mittel der Wahl.

Etwas entlasten könntest Du die Stelle zwar, indem Du von innen
größflächig eine Teermatte darüber klebst. Aber mutmaßlich wird der Lack
beim übernächsten Tür zuknallen trotzdem wieder aufreißen.


Marcel

J�rgen Exner

unread,
Mar 7, 2013, 12:20:06 PM3/7/13
to
Hansi Lang <piratc...@arcor.de> wrote:
>Nicht in den Griff bekomme ich die Beseitigung eines
>2 cm langen und 1 mm breiten, durchgehenden, leicht gezackten Risses
> im oberen, gew�lbten Teil einer Transportert�r, beginnend am
>Fenstergummi, abw�rts f�hrend. Dieser war offensichtlich
>fabrikationsm�ssig schon vorhanden, zeigte sich aber erst kurz nach
>Ablauf der Garantiefrist durch abplatzenden Lack.
>Versucht hatte ich verschieden Autospachtelmassen, mit und ohne Gaze,
>Super-Kraftknete von Pearl und sogar Kaugummi, danach jeweils
>angeschliffen und dar�ber jeweils Vorlack und auch mal Aluminium
>gespr�ht, sodann wieder geschliffen und endlackiert. Nat�rlich immer
>erst nach vorgeschriebener Trockenzeit. Aber nach wenigen Wochen platzt
>alles wieder auf und der Riss zeigt sich erneut. (Vielleicht durch
>Ersch�tterungen bei der T�rbet�tigung? Oder durch Vibrationen der sich
>in der T�r befindlichen Lautsprecher?)

Ich gehe mal davon aus, dass du den Untergrund jeweils nach Vorschrift
vorbereitet hast (bis aufs blanke Metall abgeschliffen, fett- staub- und
oelfrei) und auch die Umgebungsbedingungen stimmten (Temperatur,
Luftfeuchtigkeit, ...)

>Schwei�en kommt aus verschiedenen Gr�nden leider nicht in Frage.

Das waere aber die beste Loesung. Aber selbst Schweissen mag u.U. nicht
ausreichend sein wenn es konstruktives Problem ist.

>Hat
>jemand noch eine Idee, wie ich den Riss dauerhaft verschlie�en k�nnte?

Schritt 1: finde heraus, wo der Riss beginnt. Dort musst du konstruktiv
einer erneuten Rissbildung vorbeugen.
Du schriebst der Riss beginne "am Fenstergummi". Das halte ich fuer sehr
unwahrscheinlich bis unmoeglich. Ich moechte wetten, er beginnt
stattdessen bereits an der Metallkante, die innerhalb des Fenstergummis
liegt. Und solange du diesen initialen Rissanfang nicht wirksam
reparierst(*) wird sich von dort immer wieder ein neuer Riss ausbreiten,
weil an der Rissspitze sehr grosse Kraefte auftreten.

Schritt 2: Also raus mit dem Fenster, raus mit dem Fenstergummi, und
dann reparieren. Schweissen ist schon am besten.
Wenn das wirklich absolut und ueberhaupt nicht geht, dann weit
ueberlappend (so 2-5cm auf jeder Seite) ein passend geformtes Stueck
Blech mit Epoxidkleber (z.B. J-B-Weld) flaechig ueber den Riss kleben.
Dabei unbedingt darauf achten, dass nicht an der Kante wieder irgendein
Mikroriss nur darauf wartet sich zu vergroessern. D.h. dort keine
Kratzer im Blech, Kante eben und gleichmaessig ohne Schleifspuren, ...

*: Ausnahme: der Rissspitze die Spitze nehmen, und das woertlich. Um ein
weiterreissen zu verhindern kann man auch am der Rissspitze ein Loch
bohren und so die Kraefte auf den gesamten Lochumfang verteilen anstatt
sie auf die Rissspitze zu konzentrieren.

jue

Georg Wieser

unread,
Mar 7, 2013, 12:45:08 PM3/7/13
to
Wenn die einzig vernünftige Methode "aus verschiedenen Gründen" nicht in
Frage kommt ist das schon doof.
Aber es gibt noch eine. Ob Du Dir das antun willst weiß ich nicht.
Ein Reparaturblech, anständig genietet, hält schon. Aber ob Du Dir bevor
Du damit anfängst nicht lieber eine neue Tür kaufst...

Harald Klotz

unread,
Mar 7, 2013, 12:51:11 PM3/7/13
to
gUnther nanonüm schrieb

>> Schweißen kommt aus verschiedenen Gründen leider nicht in
>> Frage. Hat jemand noch eine Idee, wie ich den Riss dauerhaft
>> verschließen könnte?
>
> Hi,
> klar: hartlöten :-)

Und warum nicht weichlöten?
Das wäre zumindest eine dauerhafte Lösung und relativ wenig
Wärmeeinwirkung zu bewerkstelligen.

Grüße Harald

gUnther nanon�m

unread,
Mar 7, 2013, 2:49:18 PM3/7/13
to

"Harald Klotz" <kl...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:5138d3f7$0$6565$9b4e...@newsspool3.arcor-online.net...

> Und warum nicht weichl�ten?

Hi,
ist nicht langzeitstabil, wenn der Ri� schon in Zentimetern geht. Lot
kriecht...

> Das w�re zumindest eine dauerhafte L�sung und relativ wenig
> W�rmeeinwirkung zu bewerkstelligen.

N�, da brauchst Du erheblich W�rme f�r, Blech weichl�ten geht nicht auf
kleiner Fl�che.

--
mfg,
gUnther


Sebastian Suchanek

unread,
Mar 7, 2013, 2:45:21 PM3/7/13
to
Thus spoke Hansi Lang:

> [...]
> Hat jemand noch eine Idee, wie ich den Riss
> dauerhaft verschließen könnte?

Wie die anderen schon schrieben: Schweißen oder neue Tür. Alles
andere ist Murks.

Klar, Karosserieblech schweißen muß man können, sonst brät man
da eher noch größere Löcher 'rein. Aber gerüchteweise gibt es
den Berufsstand des Karosseriebauers. ;-)


Tschüs,

Sebastian

gUnther nanonüm

unread,
Mar 7, 2013, 2:55:12 PM3/7/13
to

"Jürgen Exner" <jurg...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:h9hhj89hhgq02jmcv...@4ax.com...

> Schritt 1: finde heraus, wo der Riss beginnt. Dort musst du konstruktiv
> einer erneuten Rissbildung vorbeugen.
> Du schriebst der Riss beginne "am Fenstergummi". Das halte ich fuer sehr
> unwahrscheinlich bis unmoeglich. Ich moechte wetten, er beginnt
> stattdessen bereits an der Metallkante, die innerhalb des Fenstergummis
> liegt. Und solange du diesen initialen Rissanfang nicht wirksam
> reparierst(*) wird sich von dort immer wieder ein neuer Riss ausbreiten,
> weil an der Rissspitze sehr grosse Kraefte auftreten.

Überall, wo der Riß eine "Spitze" hat ein rundes Loch bohren. Das stoppt den
Riß hoffentlich.

>
> Schritt 2: Also raus mit dem Fenster, raus mit dem Fenstergummi, und
> dann reparieren. Schweissen ist schon am besten.
> Wenn das wirklich absolut und ueberhaupt nicht geht, dann weit
> ueberlappend (so 2-5cm auf jeder Seite) ein passend geformtes Stueck
> Blech mit Epoxidkleber (z.B. J-B-Weld) flaechig ueber den Riss kleben.
> Dabei unbedingt darauf achten, dass nicht an der Kante wieder irgendein
> Mikroriss nur darauf wartet sich zu vergroessern. D.h. dort keine
> Kratzer im Blech, Kante eben und gleichmaessig ohne Schleifspuren, ...

Den Riß ev. sogar etwas erweitern, damit die Kanten nicht gegeneinander
"arbeiten" können.

>
> *: Ausnahme: der Rissspitze die Spitze nehmen, und das woertlich. Um ein
> weiterreissen zu verhindern kann man auch am der Rissspitze ein Loch
> bohren und so die Kraefte auf den gesamten Lochumfang verteilen anstatt
> sie auf die Rissspitze zu konzentrieren.

Allerdings ist es meist schwer, die eigentliche "Rißspitze" zu finden. Wahre
Meister bohren da mehrfach und nach AugenmaßxFaustformel.

Warum geht Schweißen nicht?

--
mfg,
gUnther


Hansi Lang

unread,
Mar 8, 2013, 6:50:23 AM3/8/13
to
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Ausprobieren werde ich mal löten.
MfG
Hansi

Am 07.03.2013 20:49, schrieb gUnther nanonüm:
> "Harald Klotz" <kl...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:5138d3f7$0$6565$9b4e...@newsspool3.arcor-online.net...
>
>> Und warum nicht weichlöten?
>
> Hi,
> ist nicht langzeitstabil, wenn der Riß schon in Zentimetern geht. Lot
> kriecht...
>
>> Das wäre zumindest eine dauerhafte Lösung und relativ wenig
>> Wärmeeinwirkung zu bewerkstelligen.
>
> Nö, da brauchst Du erheblich Wärme für, Blech weichlöten geht nicht auf
> kleiner Fläche.
>

Flori

unread,
Mar 8, 2013, 2:10:48 PM3/8/13
to
On 7 Mrz., 18:20, Jürgen Exner <jurge...@hotmail.com> wrote:
> Hansi Lang <piratcaro...@arcor.de> wrote:
> >Nicht in den Griff bekomme ich die Beseitigung eines
> >2 cm langen und 1 mm breiten, durchgehenden, leicht gezackten Risses
> >  im oberen, gewölbten Teil einer Transportertür, beginnend am
> >Fenstergummi, abwärts führend. Dieser war offensichtlich
> >fabrikationsmässig schon vorhanden, zeigte sich aber erst kurz nach
> >Ablauf der Garantiefrist durch abplatzenden Lack.
> >Versucht hatte ich verschieden Autospachtelmassen, mit und ohne Gaze,
> >Super-Kraftknete von Pearl und sogar Kaugummi, danach jeweils
> >angeschliffen und darüber jeweils Vorlack und auch mal Aluminium
> >gesprüht, sodann wieder geschliffen und endlackiert. Natürlich immer
> >erst nach vorgeschriebener Trockenzeit. Aber nach wenigen Wochen platzt
> >alles wieder auf und der Riss zeigt sich erneut. (Vielleicht durch
> >Erschütterungen bei der Türbetätigung? Oder durch Vibrationen der sich
> >in der Tür befindlichen Lautsprecher?)
>
> Ich gehe mal davon aus, dass du den Untergrund jeweils nach Vorschrift
> vorbereitet hast (bis aufs blanke Metall abgeschliffen, fett- staub- und
> oelfrei) und auch die Umgebungsbedingungen stimmten (Temperatur,
> Luftfeuchtigkeit, ...)
>
> >Schweißen kommt aus verschiedenen Gründen leider nicht in Frage.
>
> Das waere aber die beste Loesung. Aber selbst Schweissen mag u.U. nicht
> ausreichend sein wenn es konstruktives Problem ist.
>
> >Hat
> >jemand noch eine Idee, wie ich den Riss dauerhaft verschließen könnte?
>
> Schritt 1: finde heraus, wo der Riss beginnt. Dort musst du konstruktiv
> einer erneuten Rissbildung vorbeugen.
> Du schriebst der Riss beginne "am Fenstergummi". Das halte ich fuer sehr
> unwahrscheinlich bis unmoeglich. Ich moechte wetten, er beginnt
> stattdessen bereits an der Metallkante, die innerhalb des Fenstergummis
> liegt. Und solange du diesen initialen Rissanfang nicht wirksam
> reparierst(*) wird sich von dort immer wieder ein neuer Riss ausbreiten,
> weil an der Rissspitze sehr grosse Kraefte auftreten.
>
> Schritt 2: Also raus mit dem Fenster, raus mit dem Fenstergummi, und
> dann reparieren. Schweissen ist schon am besten.
> Wenn das wirklich absolut und ueberhaupt nicht geht, dann weit
> ueberlappend (so 2-5cm auf jeder Seite) ein passend geformtes Stueck
> Blech mit Epoxidkleber (z.B. J-B-Weld) flaechig ueber den Riss kleben.

Ginge es nicht auch mit 2K-Polyester? In Komp. 1 kurzstapelige
Mineralfasern einrühren (ich habe Schlackenwolle genommen),
Härterkomp. einrühren und dick und bis mehrere cm jenseits des Risses
auftragen (um Zeit zu sparen, zünde ich die Masse mit Brenner an, die
härtet dann in Sek. durch, aber das will ich nicht empfehlen) - FR

Harald Klotz

unread,
Mar 8, 2013, 1:20:34 PM3/8/13
to
gUnther nanonᅵm schrieb

> "Harald Klotz" <kl...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:5138d3f7$0$6565$9b4e...@newsspool3.arcor-online.net...
>
>> Und warum nicht weichlᅵten?
>
> Hi,
> ist nicht langzeitstabil, wenn der Riᅵ schon in Zentimetern
> geht.

Hartlot ist in dieser Hinsicht nicht stabiler.

> Lot kriecht...

Das wird ᅵbe die Lebensdauer des Fahrzeugs keine Rolle spielen.

>> Das wᅵre zumindest eine dauerhafte Lᅵsung und relativ wenig
>> Wᅵrmeeinwirkung zu bewerkstelligen.
>
> Nᅵ, da brauchst Du erheblich Wᅵrme fᅵr, Blech weichlᅵten geht
> nicht auf kleiner Flᅵche.

Weniger Wᅵrem als zum Hartlᅵten?

Die wenigste Wᅵrme bringst du mit schweiᅵen ein, wenn du nur
Punkt an Punkt setzt und zwischendurch abkᅵhlen lᅵsst.

Grᅵᅵe Harald

gUnther nanon�m

unread,
Mar 8, 2013, 4:29:49 PM3/8/13
to

"Harald Klotz" <kl...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:513a3b8a$0$6641$9b4e...@newsspool2.arcor-online.net...

> Hartlot ist in dieser Hinsicht nicht stabiler.

Hi,
doch, deutlich. Cornedbeef wird weichgel�tet. W�re das mit Hartlot, Du
w�rdest eine S�ge brauchen.

>
>> Lot kriecht...
>
> Das wird �be die Lebensdauer des Fahrzeugs keine Rolle spielen.

Das geht sogar sehr schnell, wenn da wirklich gr��ere Kr�fte wirken.
Denk an den weiterwachsenden Ri� und den Lack.

>
>>> Das w�re zumindest eine dauerhafte L�sung und relativ wenig
>>> W�rmeeinwirkung zu bewerkstelligen.
>>
>> N�, da brauchst Du erheblich W�rme f�r, Blech weichl�ten geht
>> nicht auf kleiner Fl�che.
>
> Weniger W�rem als zum Hartl�ten?

"Andere W�rme". Hartlot in sauerstoffarmer Kernflamme auf blankes Blech geht
flott...da ist die Hitze nicht weit gekommen. Weichl�ten erfordert aber
verflixt Flu�mittel und je nach Blech auch eine bestimmte Lage des
Werkst�cks, sonst hast Du nur hinterher einen Lotsee um die F��e.

>
> Die wenigste W�rme bringst du mit schwei�en ein, wenn du nur
> Punkt an Punkt setzt und zwischendurch abk�hlen l�sst.

Aber das will er ja nicht.
Ich t�te den Ri� mit einem Blechstreifen uml�ten, hartl�ten. Wenn man
ringsum gut abpuffert, sollte der Lackverlust in Grenzen zu halten sein.
Aber es stimmt schon, sowas zu schwei�en ist was f�r Heilige. Modernes
Autoblech ist oft d�nner als fr�her die Bierdosen. Man sollte schon beim
entlacken aufpassen, da� man nicht durchreibt. Auf der "anderen Seite" mu�
gegengehalten sein. Nicht leicht bei ner gew�lbten Rundung.

Wie w�rs mit ner Schrottplatzrecherche f�r ne neue T�r?

--
mfg,
gUnther


--
mfg,
gUnther


J�rgen Exner

unread,
Mar 8, 2013, 4:43:10 PM3/8/13
to
Hansi Lang <piratc...@arcor.de> wrote:
>Vielen Dank f�r die zahlreichen Antworten. Ausprobieren werde ich mal l�ten.

Wenn du meinst.

Ich persoenlich halte in diesem Fall Loeten fuer wenig geeignet, es sei
denn, du unterfuetterst den Riss grosszuegig mit einem passend gebogenen
Stueck Blech.

>Am 07.03.2013 20:49, schrieb gUnther nanon�m:
>> "Harald Klotz" <kl...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
>>> Und warum nicht weichl�ten?
>>
>> ist nicht langzeitstabil, wenn der Ri� schon in Zentimetern geht. Lot
>> kriecht...
>>
>>> Das w�re zumindest eine dauerhafte L�sung und relativ wenig
>>> W�rmeeinwirkung zu bewerkstelligen.
>>
>> N�, da brauchst Du erheblich W�rme f�r, Blech weichl�ten geht nicht auf
>> kleiner Fl�che.

jue

Harald Klotz

unread,
Mar 8, 2013, 8:28:25 PM3/8/13
to

gUnther nanonüm schrieb

> "Harald Klotz" schrieb:

>> Hartlot ist in dieser Hinsicht nicht stabiler.
>
> Hi,
> doch, deutlich. Cornedbeef wird weichgelötet. Wäre das mit
> Hartlot, Du würdest eine Säge brauchen.

Wir reden nicht von Corned Beef Dosen.

Ich schrieb "in dieser Hinsicht".

Auch die Corned Beef Dose würde mit Hartlot nicht dichter. ;-)
Man muss immer Zweck und Zusammenhang sehen.

>>> Lot kriecht...
>>
>> Das wird übe die Lebensdauer des Fahrzeugs keine Rolle
>> spielen.
>
> Das geht sogar sehr schnell, wenn da wirklich größere Kräfte
> wirken. Denk an den weiterwachsenden Riß und den Lack.

Das ist kein Kriechen, das ist dehnen.
Du verwechslt es.
Die weiche Eigenschaft, kann sogar vom Vorteil sein.

>>>> Das wäre zumindest eine dauerhafte Lösung und relativ wenig
>>>> Wärmeeinwirkung zu bewerkstelligen.
>>>
>>> Nö, da brauchst Du erheblich Wärme für, Blech weichlöten geht
>>> nicht auf kleiner Fläche.
>>
>> Weniger Wärem als zum Hartlöten?
>
> "Andere Wärme". Hartlot in sauerstoffarmer Kernflamme auf
> blankes Blech geht flott...da ist die Hitze nicht weit
> gekommen.

Dafür ist sie um so höher.
Am wenigsten Weit kommt die Hitze beim Schweissen, wenn du weisst
wie.

> Aber das will er ja nicht.

Wenn er das nicht will, dann fallen löten und hartlöten
vermutlich ebenfalls aus.

> Wie wärs mit ner Schrottplatzrecherche für ne neue Tür?

Wenn das das ein Herstellergehler ist, werden die vermutlich
nicht besser sein.

Ich vermute ohnehin, dass ein Konstruktionsfehler vorliegt, die
Kräfte an der Stelle zu hoch sind und jede Reparatur zum
Scheitern verurteilt ist, es sei denn de Verstärkst da ganze
ordenltlich incl. Weiterletung der Kräfte in stabilere Bereiche.

Grüße Harald

gUnther nanonüm

unread,
Mar 9, 2013, 5:39:40 AM3/9/13
to

"Harald Klotz" <kl...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:513a9050$0$6622$9b4e...@newsspool2.arcor-online.net...

> Wir reden nicht von Corned Beef Dosen.

Hi,
Weichlot auf Dünnblech.

>
> Ich schrieb "in dieser Hinsicht".
>
> Auch die Corned Beef Dose würde mit Hartlot nicht dichter. ;-)
> Man muss immer Zweck und Zusammenhang sehen.

Und da ists die Möglichkeit, eine garantiert wasserdicht verlötete Büchse
mittels "Rißbildung an einer Lötnaht" zu öffnen.
Mit ner hartgelöteten Büchse würde es Dir verflixt schwerfallen.

> Das ist kein Kriechen, das ist dehnen.
> Du verwechslt es.
> Die weiche Eigenschaft, kann sogar vom Vorteil sein.

Du verwechselst Kriechen mit Elastizität. Weichlot verhält sich wie Butter
unterm Schinken. Es pappt zusammen, aber wer nur richtig drückt, glitscht
weg. Weichlot hat Vorteile, etwa hab ich mal eine Scheibe auf ein Blechloch
gelötet, was nicht sonderlich präzise ging. Dank des weichen Lots "kroch"
die Scheibe unter Last dann die nötigen 0,5mm für besten Sitz. Und da alles
schon verzinnt war, konnte ich den Spalt "zusammengebaut" auffüllen.
Problematischer war dann die Lackiererei, auf Bleilot brauchts mehr als nen
Pinsel und Mennige :-)

> Dafür ist sie um so höher.

Klar, aber eben nur ein schmaler Streifen. Dünnblech leitet Wärme nicht soo
gut...

> Am wenigsten Weit kommt die Hitze beim Schweissen, wenn du weisst
> wie.
>
>> Aber das will er ja nicht.
>
> Wenn er das nicht will, dann fallen löten und hartlöten
> vermutlich ebenfalls aus.

Das hat er nicht gesagt. Ich kann nicht so gut hellsehen wie Du. Verräst Du
uns die Lottozahlen von heute?

>
>> Wie wärs mit ner Schrottplatzrecherche für ne neue Tür?
>
> Wenn das das ein Herstellergehler ist, werden die vermutlich
> nicht besser sein.

Ach was, vermutlich ein Katscher beim Schweißen, der vom Franzmann mit Lack
versteckt wurde.

>
> Ich vermute ohnehin, dass ein Konstruktionsfehler vorliegt, die Kräfte an
> der Stelle zu hoch sind und jede Reparatur zum Scheitern verurteilt ist,
> es sei denn de Verstärkst da ganze ordenltlich incl. Weiterletung der
> Kräfte in stabilere Bereiche.

Ja, eben ein Blech um den Riß herumlöten, dabei den Riß "klaffen lassen" und
so etwas die Spannung rausnehmen. Die Rißstopper nicht vergessen, erst
bohren, dann drüberlöten.

--
mfg,
gUnther


Harald Klotz

unread,
Mar 9, 2013, 8:53:33 AM3/9/13
to
gUnther nanonüm schrieb

>> Auch die Corned Beef Dose würde mit Hartlot nicht dichter. ;-)
>> Man muss immer Zweck und Zusammenhang sehen.
>
> Und da ists die Möglichkeit, eine garantiert wasserdicht
> verlötete Büchse mittels "Rißbildung an einer Lötnaht" zu
> öffnen. Mit ner hartgelöteten Büchse würde es Dir verflixt
> schwerfallen.

Ich sagte, Zweck unf Zusammenhang.
Allerdings gibt es auch andere Methoden eine Dose zu öffnen als
eine Lötnaht aufzureissen.

>> Das ist kein Kriechen, das ist dehnen.
>> Du verwechslt es.
>> Die weiche Eigenschaft, kann sogar vom Vorteil sein.
>
> Du verwechselst Kriechen mit Elastizität.

Nein, ich verwechsele nichts.

> Weichlot verhält
> sich wie Butter unterm Schinken. Es pappt zusammen, aber wer
> nur richtig drückt, glitscht weg.

Naja, nicht ganz so schlimm, nur ist das kein Kriechen.

Grüße Harald

Gerrit Brodmann

unread,
Mar 28, 2013, 8:13:24 PM3/28/13
to
Flori <hansr...@googlemail.com> wrote:

>> >Hat
>> >jemand noch eine Idee, wie ich den Riss dauerhaft verschlie�en k�nnte?
>>
>> Schritt 1: finde heraus, wo der Riss beginnt. Dort musst du konstruktiv
>> einer erneuten Rissbildung vorbeugen.
>> Du schriebst der Riss beginne "am Fenstergummi". Das halte ich fuer sehr
>> unwahrscheinlich bis unmoeglich. Ich moechte wetten, er beginnt
>> stattdessen bereits an der Metallkante, die innerhalb des Fenstergummis
>> liegt. Und solange du diesen initialen Rissanfang nicht wirksam
>> reparierst(*) wird sich von dort immer wieder ein neuer Riss ausbreiten,
>> weil an der Rissspitze sehr grosse Kraefte auftreten.
>>
>> Schritt 2: Also raus mit dem Fenster, raus mit dem Fenstergummi, und
>> dann reparieren. Schweissen ist schon am besten.
>> Wenn das wirklich absolut und ueberhaupt nicht geht, dann weit
>> ueberlappend (so 2-5cm auf jeder Seite) ein passend geformtes Stueck
>> Blech mit Epoxidkleber (z.B. J-B-Weld) flaechig ueber den Riss kleben.
>
>Ginge es nicht auch mit 2K-Polyester? In Komp. 1 kurzstapelige
>Mineralfasern einr�hren (ich habe Schlackenwolle genommen),
>H�rterkomp. einr�hren und dick und bis mehrere cm jenseits des Risses
>auftragen (um Zeit zu sparen, z�nde ich die Masse mit Brenner an, die
>h�rtet dann in Sek. durch, aber das will ich nicht empfehlen) - FR


Mal ne bl�der Frage:

Hat da an anderer Stelle schon jmd rumgepfuscht?

Ein Kumpel meckerte immer laut �ber die Deppen, die am T3 rumpfuschen
und da den Spalt zwischen den Zeilen zuspachteln oder mit Silikon
zujauchen.

Es gibt da wohl eine spezielle Masse, mit denen diese N�hte gedichtet
werden, alles andere f�hrt immer wieder zum Aufreissen und/oder zum
Rosten.

Es k�pnne nun sein, da�, falls nicht sogar an diese Stelle sowas
hingeh�rt, jemand da eine "falsche verbindung" gemacht hat und nun
durch Spannungen immer wieder an anderer (hier am Fenster) Stelle
etwas aufreisst.

Alternativ w�re diese Dichtmasse (ich nenne es mal so) auch eine
L�sung f�r die Stelle am Fenster.

Frag mal in den Bulliforen nach.

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