Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Pizzastein - hitzebeständiger Stein?

89 views
Skip to first unread message

C.P. Kurz

unread,
Dec 6, 2010, 12:19:23 PM12/6/10
to
Man sieht immer mal wieder, dass Leute Schamotte-Steine als Pizzasteine
verwenden. Wohl weil Schamotte und Ofen irgendwie zusammengehören.


Allerdings ist das, was man so üblicherweise als Schamotte-Steine kriegt
erstens schweineteuer, und zweitens, doch eher als Wärmeisolierstein
gedacht - diese Steine sind sehr leicht und porös. Die Idee beim
Pizzastein ist doch dagegen, dass der Stein eine sehr hohe
Wärmekapazität hat und eine hohe Hitze möglichts direkt und lange nach
dem Auflegen der Pizza abgeben kann, statt abzukühlen wie bei 1mm
Blechen. Danach dürften solche wärmeisolierenden, porösen Steine doch
garnicht als Pizzastein taugen?

Die besten Pizzasteine müssten doch sehr dichte, schwere Steine sein?

Ich hatte kürzlich mal die Idee, eine übliche Gehwegplatte aus dem
Baumarkt mitzunehmen. Aber da kam ich dann ins Grübeln darüber, ob:

a.) Das typischerweise überhaupt noch echte 'Steine' im Sinne von 'aus
massivem Stein geschnitten' sind. Sollte das nur zusammengebackenes
Gesteinsmehl sein, müsste man sich da nicht Gedanken über die
Lebensmittelverträglichkeit des Bindemittels im Ofen machen? Ich habe da
so eine Grabitlatte rumliegen, aber glaube irgendwie nicht wirklich,
dass solche Standardware sich heutzutage zu diesen Preisen und in dieser
Gleichmäßigkeit massiv herstellen/schneiden lassen.

b.) Übliche Steine eine Temperatur von 250 Grad überhaupt aushalten ohne
zu platzen?


Jemand Vorschläge, was man da nehmen könnte?

Ton/Terrakotta Platten? Enthält Terrakotta eventuell irgendwelche
Beimischungen, Blei o.ä. wegen der Farbe?


- Carsten

Knut Schottstädt

unread,
Dec 6, 2010, 12:41:12 PM12/6/10
to
Am Mon, 06 Dec 2010 18:19:23 +0100 schrieb C.P. Kurz:

> Man sieht immer mal wieder, dass Leute Schamotte-Steine als Pizzasteine
> verwenden. Wohl weil Schamotte und Ofen irgendwie zusammengehören.

Offenbar eher weil (spezielle?) Schamotte auch original verwendet wird.
Die Saugfähigkeit des Steins scheint dabei eine wesentliche Funktion zu
sein.

--
MfG Knut

Hans Wein

unread,
Dec 6, 2010, 12:57:09 PM12/6/10
to
"C.P. Kurz" <c.p.ku...@t-online.de> schrieb:

> Man sieht immer mal wieder, dass Leute Schamotte-Steine als
> Pizzasteine verwenden. Wohl weil Schamotte und Ofen irgendwie
> zusammengehören.

Richtig.

> Allerdings ist das, was man so üblicherweise als Schamotte-Steine
> kriegt erstens schweineteuer, und zweitens, doch eher als
> Wärmeisolierstein gedacht - diese Steine sind sehr leicht und porös.

Es gibt Schamottesteine in allen möglichen Ausführungen. So verwenden
Töpfer Schamotteplatten als Zwischenböden, um die zu brennenden Teile zu
stapeln. Von leicht und porös kann bei denen keine Rede sein.

> Die Idee beim Pizzastein ist doch dagegen, dass der Stein eine sehr
> hohe Wärmekapazität hat und eine hohe Hitze möglichts direkt und lange
> nach dem Auflegen der Pizza abgeben kann, statt abzukühlen wie bei 1mm
> Blechen. Danach dürften solche wärmeisolierenden, porösen Steine doch
> garnicht als Pizzastein taugen?
> Die besten Pizzasteine müssten doch sehr dichte, schwere Steine sein?

Die Schamotteplatten aus dem Brennofen wären vom Material her vermutlich
geeignet, sie sind aber mit etwa 15 mm vermutlich zu dünn, um genügend
Wärme zu speichern. Man müsste wohl mehrere aufeinander packen.

> Ich hatte kürzlich mal die Idee, eine übliche Gehwegplatte aus dem
> Baumarkt mitzunehmen. Aber da kam ich dann ins Grübeln darüber, ob:
>
> a.) Das typischerweise überhaupt noch echte 'Steine' im Sinne von 'aus
> massivem Stein geschnitten' sind. Sollte das nur zusammengebackenes
> Gesteinsmehl sein, müsste man sich da nicht Gedanken über die
> Lebensmittelverträglichkeit des Bindemittels im Ofen machen?

Gehwegplatten sind aus Beton hergestellt, das Bindemittel ist Zement,
also anorganisch. Deswegen hätte ich keine Bedenken.

> b.) Übliche Steine eine Temperatur von 250 Grad überhaupt aushalten
> ohne zu platzen?

Was verstehst du unter "übliche Steine"?


>
> Jemand Vorschläge, was man da nehmen könnte?
>
> Ton/Terrakotta Platten? Enthält Terrakotta eventuell irgendwelche
> Beimischungen, Blei o.ä. wegen der Farbe?

Schamotte ist nichts anderes als Ton :-) Die Farbe im Terrakotta stammt
vom Eisen, Blei findet man heut zu Tage höchstens noch in "bösen"
Glasuren.

IMHO wären die "Ofenplatten" durchaus eine Überlegung wert:

http://www.toepferspass.de/index.php/keramikbedarf/acme-33/Brennhilfsmittel-2/ag-Ofenplatten%20rund/

Die eigentliche Quelle, die Fa. Carl Jäger, schweigt sich online leider
über die Preise aus.

Hans

Harald Klotz

unread,
Dec 6, 2010, 1:02:59 PM12/6/10
to
C.P. Kurz schrieb:

> Allerdings ist das, was man so üblicherweise als Schamotte-Steine
> kriegt erstens schweineteuer, und zweitens, doch eher als
> Wärmeisolierstein gedacht - diese Steine sind sehr leicht und porös.
> Die Idee beim Pizzastein ist doch dagegen, dass der Stein eine sehr
> hohe Wärmekapazität hat und eine hohe Hitze möglichts direkt und
> lange nach dem Auflegen der Pizza abgeben kann,

Tja, dafür ist Schamotte doch ideal.
Gut, die Wärmekapazität erfordert einen entsprechend großen Stein.
Aber die gegenüber dichteren Steinen geringere Wärmeleitfähigkeit erfüllt gerade die Funktion, die Wärem über einen längeren Zeitraum abgeben zu können.

> statt abzukühlen wie
> bei 1mm Blechen. Danach dürften solche wärmeisolierenden, porösen
> Steine doch garnicht als Pizzastein taugen?

Doch, gerade, sie geben ihre Wärme nicht zu schnell ab.

> Die besten Pizzasteine müssten doch sehr dichte, schwere Steine sein?

Die sind dann blitzschnell kalt, und dann?

> Ich hatte kürzlich mal die Idee, eine übliche Gehwegplatte aus dem
> Baumarkt mitzunehmen. Aber da kam ich dann ins Grübeln darüber, ob:
>
> a.) Das typischerweise überhaupt noch echte 'Steine' im Sinne von 'aus
> massivem Stein geschnitten' sind.

Naja, Beton eben, mineralisch ist es.
Nimmt Wärme schnell auf und gibt sie schnell ab. Wie weit sie schnell durch Wärmespannung in der Anwendung brechen vermag ich nicht zu sagen.

> Sollte das nur zusammengebackenes
> Gesteinsmehl sein, müsste man sich da nicht Gedanken über die
> Lebensmittelverträglichkeit des Bindemittels im Ofen machen?

Zement.

> Jemand Vorschläge, was man da nehmen könnte?
>
> Ton/Terrakotta Platten? Enthält Terrakotta eventuell irgendwelche
> Beimischungen, Blei o.ä. wegen der Farbe?

Terrakotta sollte eigentlich reiner gebrannter Lehm/Ton sein.

Harald

C.P. Kurz

unread,
Dec 6, 2010, 1:21:27 PM12/6/10
to
Am 06.12.10 19:02, schrieb Harald Klotz:

> Die sind dann blitzschnell kalt, und dann?

Wie soll ein Stein mit hoher Dichte und daraus folgernd hoher
Wärmekapazität dann 'blitzschnell' kalt werden können?

'Leichte' Steine wie Ofenkammerisolationssteine enthalten viel Luft -
deren Wärmekapazität ist segr gering. Deswegen kühlen solche Steine eben
vergleichsweise schnell ab.

Allerdings scheint es so zu sein, dass es solchen und solchen Schamotte
gibt. Die Steine, die man üblicherweise in Baumärkten findet dienen wohl
wirklich nur dem Auskleiden von Kaminöfen, also zur Wärmeisolation der
Brennkammer, während der Ofenbauer da scheinbar dichtere Materialien
verwendet, die eher so wie schwere Tonplatten anmuten.


Einige Internet-Versender verkaufen Pizza-Steine mit 6-7 kg Gewicht. Die
gleich großen Schamotte Steine aus dem Baumarkt haben sicher noch
nichtmal 2kg. Da muss es also schon einen Unterschied geben.

- Carsten

Steffen H1

unread,
Dec 6, 2010, 1:38:36 PM12/6/10
to
Am 06.12.2010 18:19, schrieb C.P. Kurz:
> Man sieht immer mal wieder, dass Leute Schamotte-Steine als Pizzasteine
> verwenden. Wohl weil Schamotte und Ofen irgendwie zusammengehören.

was häst du von Metall als alternative? - de diche EIsenplatte würde das
gleiche bringen...
auch beim Steinmetzt wirst du passendes Material finden.


Grüße aus der Eifel
Steffen

C.P. Kurz

unread,
Dec 6, 2010, 1:58:38 PM12/6/10
to
Am 06.12.10 19:38, schrieb Steffen H1:

Man liest, dass offenporiger Stein angeblich vorteilhaft ist, weil er
Feuchtigkeit aus dem Teig aufnimmt, respektive schneller abführt. Die
höhere Wärmekapzität alleine ist es wohl nicht.

- Carsten

Harald Klotz

unread,
Dec 6, 2010, 3:13:43 PM12/6/10
to
C.P. Kurz schrieb:

> Am 06.12.10 19:02, schrieb Harald Klotz:
>
>> Die sind dann blitzschnell kalt, und dann?
>
> Wie soll ein Stein mit hoher Dichte und daraus folgernd hoher
> Wärmekapazität dann 'blitzschnell' kalt werden können?

Weil er auch eine hohe Wärmeleitfähigkeit hat.
Grob kannst du sagen, je dichter das Material, desto höher die Wärmeleitfähigkeit.


> 'Leichte' Steine wie Ofenkammerisolationssteine enthalten viel Luft -
> deren Wärmekapazität ist segr gering. Deswegen kühlen solche Steine
> eben vergleichsweise schnell ab.

Jain.
Du hast recht mit der geringeren Wärmekapazität, aber nicht mit dem schnelleren Abkühlen.
Wie soll es schnell abkühlen, wenn die Wärem aus dem Inneren nicht herausgeleitet wird.

Es dauert länger die zu durchwärmen, aber es dauert auch länger mit dem Abkühlen.
Der gute alte Kachelofen hatte Schamotte gerade deshalb um auch nach dem das Feuer nur noch schwach oder aus war noch lange Wärme abgeben zu können.

> Allerdings scheint es so zu sein, dass es solchen und solchen
> Schamotte gibt. Die Steine, die man üblicherweise in Baumärkten
> findet dienen wohl wirklich nur dem Auskleiden von Kaminöfen, also
> zur Wärmeisolation der Brennkammer, während der Ofenbauer da
> scheinbar dichtere Materialien verwendet, die eher so wie schwere
> Tonplatten anmuten.

Da gibt es sicher Unterschiede.
Aber eines ist sicher, je dichter das Material, desto schneller gibt es auch die Wärme wieder ab.
Vorteil, du hast im Moment mehr Heizleistung, Nachteil die Wärme ist schnell weg.
Es kommt darauf an was für deinen Zweck gut ist.

> Einige Internet-Versender verkaufen Pizza-Steine mit 6-7 kg Gewicht.
> Die gleich großen Schamotte Steine aus dem Baumarkt haben sicher noch
> nichtmal 2kg. Da muss es also schon einen Unterschied geben.

Ich habe keine Ahnung, welcher Stein für Pizza ideal ist.
Allerdings ist Pizza vom Prinzip her mit Brot vergleichbar und von Brot weiss ich, dass es für ein gutes Brot sehr wichtig ist, dass dieses langsam abkühlt.
Dazu ist ein Schamotte ideal, weil er seine Wärme nur langsam abgeben kann. Dass er von der Wärmemenge sicher wesentlich weniger hat als ein reiner Stein ist klar, aber was nutzt es wenn die Pizza erst eine Weile sehr heiss gehalten wird, dann aber relativ schnell herunterkühlt.
Der Trick beim Brotbacken ist zumindest das langsame abkühlen.
Soweit es nicht auf das Abkühlen ankommt, Pizzen sind ja nur brotähnlich und ich kenne es, relativ kurz backen und heraus, bleibt beim Schamotte der Effekt, die Pizza nicht schnell hochzuheizen, weil die Wärmeabgabe durch die schlechte Wärmeleitfähigkeit begrenzt wird.
Wie gesagt, ich kenne mich mit Pizzabacken nicht aus, sehe aber dass Schamotte dafür angeboten wird und ziehe meine Schlüsse.

Ah ja, hier ein Pizzastein, der in den Backofen gelegt wird.
http://www.pizzastein24.de/
Das stützt meine These, er hindert den schnellen Wärmeübergang direkt vom Backblech.

Harald

Hans Wein

unread,
Dec 6, 2010, 3:21:16 PM12/6/10
to
"Harald Klotz" <kl...@freenet.de> schrieb:

>> bei 1mm Blechen. Danach dürften solche wärmeisolierenden, porösen
>> Steine doch garnicht als Pizzastein taugen?
>
> Doch, gerade, sie geben ihre Wärme nicht zu schnell ab.

Wenn ich etwas backen will, benötige ich Wärme.

>> Die besten Pizzasteine müssten doch sehr dichte, schwere Steine sein?
>
> Die sind dann blitzschnell kalt, und dann?

Überlege mal in einer ruhigen Minute, warum deine Aussage falsch ist.

Hans

Siegfrid Breuer

unread,
Dec 6, 2010, 4:59:00 PM12/6/10
to
c.p.ku...@t-online.de (C.P. Kurz) schrieb:

> b.) Übliche Steine eine Temperatur von 250 Grad überhaupt aushalten
> ohne zu platzen?

Ich nehm zum Brotbacken seit Jahren jenen:

http://www.amazon.de/Pizzastein-Grillstein-Brotbackstein-glasiertem-Cordierit/dp/B000TBL2DO

Die eine oder andere Pizza hab ich auch schon drauf gebacken

> Ton/Terrakotta Platten? Enthält Terrakotta eventuell irgendwelche
> Beimischungen, Blei o.ä. wegen der Farbe?

Cordierit scheint nicht das verkehrteste Material für den Zweck zu
sein:

http://www.keramverband.de/brevier_dt/3/4/1/3_4_1_3.htm

Im Beipackzettel stand, man könne den glühend heißen Stein problemlos
ins Wasser werfen, ohne daß er zerspränge. Hab ich aber nicht
probiert, und ansonsten tut er, was er soll und lässt sich notfalls
leicht mit Wasser reinigen.

Sigi
--
Nicht darauf kommt es an, dass ich etwas anderes meine, als der andere,
sondern darauf, dass der andere das Richtige aus Eigenem finden wird,
wenn ich etwas dazu beitrage. [Rudolf Steiner]
--> deutsche Uebersetzung links vom @ : email wird regelmäßig gelesen <--

Patrick Grochowy

unread,
Dec 6, 2010, 5:18:31 PM12/6/10
to
"C.P. Kurz" <c.p.ku...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag news:idj5vj$lgd$00$1...@news.t-online.com...
> [...]

> Die besten Pizzasteine müssten doch sehr dichte, schwere Steine sein?
>
> Ich hatte kürzlich mal die Idee, eine übliche Gehwegplatte aus dem
> Baumarkt mitzunehmen. Aber da kam ich dann ins Grübeln darüber, ob:
> [...]

Also von Betongehwegplatten würde ich dafür die Finger lassen.
Ich habe mal eine 50x50x8 Betongehwegplatte per Flex halbiert,
da waren neben Steinchen, Sand und Zement auch Teer- oder
Bitumenbröckchen drin.

Vermutlich wird (je nach Hersteller) für Betongehwegplatten
auch Straßenbaubruch verwandt, was ja auch sinnvoll ist.

Sollte in Deiner Pizzaplatte dann aber auch zufällig
Bitumen oder Teer sein, könnte das den Geschmack der Pizza
und den Geruch der Küche erheblich negativ beeinflussen.

Von evtl. gesundheitlichen Auswirkungen anderer Inhaltsstoffe
der Gehwegplatte mal ganz abgesehen.

Gruß Paddy
--
gadgets.grochowy.de

Joerg

unread,
Dec 6, 2010, 5:33:32 PM12/6/10
to
C.P. Kurz wrote:
> Man sieht immer mal wieder, dass Leute Schamotte-Steine als Pizzasteine
> verwenden. Wohl weil Schamotte und Ofen irgendwie zusammengehören.
>
>
> Allerdings ist das, was man so üblicherweise als Schamotte-Steine kriegt
> erstens schweineteuer, ...


Huh? Vor rund fuenf Jahren hatte ich etliche davon in unserem Holzofen
ausgetauscht. Bei der Readymix Niederlassung konnte man sich welche von
einer riesigen Palette nehmen, ein Dollar das Stueck. Habe ich ein paar
mehr mitgebracht. Einen konfiszierte meine Frau, zum Beschweren des Meat
Loaf beim Backen. Einige noch halbwegs brauchbare aus dem Holzofen nehme
ich fuer den Grill um die Hitze seitwaerts hochzuleiten (wenn man Brot
oder Pizza drin backt).


> ... und zweitens, doch eher als Wärmeisolierstein


> gedacht - diese Steine sind sehr leicht und porös. Die Idee beim
> Pizzastein ist doch dagegen, dass der Stein eine sehr hohe
> Wärmekapazität hat und eine hohe Hitze möglichts direkt und lange nach
> dem Auflegen der Pizza abgeben kann, statt abzukühlen wie bei 1mm
> Blechen. Danach dürften solche wärmeisolierenden, porösen Steine doch
> garnicht als Pizzastein taugen?
>
> Die besten Pizzasteine müssten doch sehr dichte, schwere Steine sein?
>

Uns sind die immer irgendwann gebrochen oder die Pizza ist dran
festgebacken. Alles viel zu ete petete :-)


> Ich hatte kürzlich mal die Idee, eine übliche Gehwegplatte aus dem
> Baumarkt mitzunehmen. Aber da kam ich dann ins Grübeln darüber, ob:
>
> a.) Das typischerweise überhaupt noch echte 'Steine' im Sinne von 'aus
> massivem Stein geschnitten' sind. Sollte das nur zusammengebackenes
> Gesteinsmehl sein, müsste man sich da nicht Gedanken über die
> Lebensmittelverträglichkeit des Bindemittels im Ofen machen? Ich habe da
> so eine Grabitlatte rumliegen, aber glaube irgendwie nicht wirklich,
> dass solche Standardware sich heutzutage zu diesen Preisen und in dieser
> Gleichmäßigkeit massiv herstellen/schneiden lassen.
>
> b.) Übliche Steine eine Temperatur von 250 Grad überhaupt aushalten ohne
> zu platzen?
>

Zum einen das, und es kann gefaehrlich sein. Ploetzliches Wegspritzen
von Stuecken und so. Zum anderen koennen bei manchen Steinen Kruemel in
die Futteralien geraten und dann ist u.U. ein Tausender fuer eine
Zahnkrone faellig. Und wer weiss was fuer Schadstoffe drin sind.

>
> Jemand Vorschläge, was man da nehmen könnte?
>
> Ton/Terrakotta Platten? Enthält Terrakotta eventuell irgendwelche
> Beimischungen, Blei o.ä. wegen der Farbe?
>

Wie Steffen beschrieb benutzen wir zum Backen von Pizza im
Holzkohlegrill eine Stahlplatte, plus Alufolie. Es war mal die
Bodenplatte meines ersten selbstgebastelten Computers den ich mit einer
Traene im Knopfloch zerlegte <schnief>. So lebt wenigstens ein Teil von
ihm weiter :-)

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.

Message has been deleted

Harald Klotz

unread,
Dec 6, 2010, 5:27:50 PM12/6/10
to
Hans Wein schrieb:

> "Harald Klotz" <kl...@freenet.de> schrieb:
>
>>> bei 1mm Blechen. Danach dürften solche wärmeisolierenden, porösen
>>> Steine doch garnicht als Pizzastein taugen?
>>
>> Doch, gerade, sie geben ihre Wärme nicht zu schnell ab.
>
> Wenn ich etwas backen will, benötige ich Wärme.

Du hättest den Satz zuende schreiben sollen.

Da fehlt, "in der richtigen Menge."

>>> Die besten Pizzasteine müssten doch sehr dichte, schwere Steine
>>> sein?
>>
>> Die sind dann blitzschnell kalt, und dann?
>
> Überlege mal in einer ruhigen Minute, warum deine Aussage falsch ist.

Sie ist nicht falsch.
Nimm dir eine ruhige Minute.

Beim Backen nutzt es meist nichts, das Backgut mal eben schnell aufzuheizen.
Im Backofen eingesetzt verhindert so ein Schamottestein, dass von unten zu viel und zu schnell Wärme über den direkten Kontakt abgegeben wird.

Harald

C.P. Kurz

unread,
Dec 6, 2010, 6:05:13 PM12/6/10
to
Am 06.12.10 21:13, schrieb Harald Klotz:

> Ah ja, hier ein Pizzastein, der in den Backofen gelegt wird.
> http://www.pizzastein24.de/
> Das stützt meine These, er hindert den schnellen Wärmeübergang direkt vom Backblech.

Nein, er verhindert, dass die kalte Pizza das bißchen Wärme aus dem
dünnen Blech zu schnell raussaugt und die Temperatur dann zu schnell
absackt. Es kommt hier weniger auf die Geschwindigkeit an als auf die zu
Verfügung stehende Wärmemenge. Die Pizza kommt halt kalt rein und muss
dann in ziemlich kurzer Zeit sehr heiß gebacken werden. Ein Blech kühlt
zu schnell ab und die Luft in einem normalen Ofen kann das nicht schnell
genug ausgleichen. Die in einem massiven, dicken Pizzastein gespeicherte
Wärmemenge reicht aber aus, die Pizza schnell auf Temperatur zu bringen
UND dort zu halten, bis sie nach ein paar Minuten fertig ist. Das hat
den Vorteil, dass der Teig von unten sehr kross wird, während die kurze
Backzeit und lediglich heiße Luft von oben den Belag nicht verkohlen
lässt. Auch kann in der kurzen Zeit der Teig weniger vom Belag durchnässen.


Das hat natürlich auch einen Nachteil-man muss diese Wärmemenge auch
erstmal in den Stein reinladen. Das dauert wegen der Masse eben länger
als normales Vorheizen des Backofens.
Sonst schiebt man die Pizza eben unsinnigerweise auf einen kalten Stein,
was das Backen sogar verzögert.

Whatever - in jedem Fall danke für den Link, der Preis ist jedenfalls
inkl. Versand günstiger als alles, was ich bisher gesehen habe, und es
ist mit 6,5kg auch einer der schwereren Steine.

- Carsten

C.P. Kurz

unread,
Dec 6, 2010, 6:14:35 PM12/6/10
to
Am 06.12.10 23:37, schrieb Martin Τrautmann:

> On Mon, 06 Dec 2010 14:33:32 -0800, Joerg wrote:
>> Wie Steffen beschrieb benutzen wir zum Backen von Pizza im
>> Holzkohlegrill eine Stahlplatte, plus Alufolie. Es war mal die
>> Bodenplatte meines ersten selbstgebastelten Computers den ich mit einer
>> Traene im Knopfloch zerlegte<schnief>. So lebt wenigstens ein Teil von
>> ihm weiter :-)
>
> Stahlplatte? Selbstgebastelter Computer? Hattest du als Gehäuse nur
> einen alten Tresor über, bist du ein Fan von passiver Kühlung, gilt die
> US-Maxime, dass es alles ruhig ein wenig größer und fetter sein dürfe,
> oder warst du damals steampunk fan?


Einmal Hummer-Pizza bitte.


- Carsten

Siegfried Schmidt

unread,
Dec 6, 2010, 6:59:40 PM12/6/10
to
C.P. Kurz schrieb:

> Einmal Hummer-Pizza bitte.

Mit ganzen Tieren oder nur so gekruschteltes?


Siegfried

C.P. Kurz

unread,
Dec 6, 2010, 7:19:21 PM12/6/10
to
Am 07.12.10 00:59, schrieb Siegfried Schmidt:

> C.P. Kurz schrieb:
>
>> Einmal Hummer-Pizza bitte.
>
> Mit ganzen Tieren oder nur so gekruschteltes?

Ich wusste, dass der zu speziell ist. Google 'Hummer' liefert bei mir
auf der ersten Position den passenden Hintergrund. Joerg wird's qua
geografischem Background verstanden haben.


- Carsten

Joerg

unread,
Dec 6, 2010, 8:16:21 PM12/6/10
to
Martin Τrautmann wrote:
> On Mon, 06 Dec 2010 14:33:32 -0800, Joerg wrote:
>> Wie Steffen beschrieb benutzen wir zum Backen von Pizza im
>> Holzkohlegrill eine Stahlplatte, plus Alufolie. Es war mal die
>> Bodenplatte meines ersten selbstgebastelten Computers den ich mit einer
>> Traene im Knopfloch zerlegte <schnief>. So lebt wenigstens ein Teil von
>> ihm weiter :-)
>
> Stahlplatte? Selbstgebastelter Computer? Hattest du als Gehäuse nur
> einen alten Tresor über, bist du ein Fan von passiver Kühlung, gilt die
> US-Maxime, dass es alles ruhig ein wenig größer und fetter sein dürfe,
> oder warst du damals steampunk fan?
>

Noe, ich hatte auch frueher schon versucht immer alles gusseisern solide
zu bauen, und von den selbstgebauten Geraeten ist noch nie eines
kaputtgegangen. Beispiel:

http://www.analogconsultants.com/ng/images/QB5amp2.jpg

Das Netzteil hat nochmal das gleiche 19-Zoll Gehaeuse, aber das kann man
nur zu zweit heben. Sind seitlich ausklappbare Griffe dran.

Die Seitenwaende des Computers waren uebrigens aus circa 1cm dickem
Strangguss-Alu, Tastatur mit Hall Sensor Knoeppschen. Luefter: Keiner.
Da wohnte ich uebrigens noch nicht in Amiland, obwohl es mich damals
schon hier hin zog.

Joerg

unread,
Dec 6, 2010, 8:21:09 PM12/6/10
to
C.P. Kurz wrote:
> Am 06.12.10 21:13, schrieb Harald Klotz:
>
>> Ah ja, hier ein Pizzastein, der in den Backofen gelegt wird.
>> http://www.pizzastein24.de/
>> Das stützt meine These, er hindert den schnellen Wärmeübergang direkt
>> vom Backblech.
>
> Nein, er verhindert, dass die kalte Pizza das bißchen Wärme aus dem
> dünnen Blech zu schnell raussaugt und die Temperatur dann zu schnell
> absackt. Es kommt hier weniger auf die Geschwindigkeit an als auf die zu
> Verfügung stehende Wärmemenge. Die Pizza kommt halt kalt rein und muss
> dann in ziemlich kurzer Zeit sehr heiß gebacken werden. Ein Blech kühlt
> zu schnell ab und die Luft in einem normalen Ofen kann das nicht schnell
> genug ausgleichen. ...


Dann ist es zu duenn. So 1-2mm sollte das schon haben. Unseres ist in
5min von der Holzkohle vorgeheizt und wenn man dann die Kugelhaube vom
Grill mal 10 Sekunden runternimmt um die Pizza draufgleiten zu lassen
hat das Blech keine Chance abzukuehlen. Schoen cross wird der Boden auch
dabei und es gibt einer leckere knurpselige Kante.

[...]

Wolfgang Horejsi

unread,
Dec 7, 2010, 12:33:17 AM12/7/10
to
"C.P. Kurz" <c.p.ku...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:idj5vj$lgd$00$1...@news.t-online.com...
> b.) Übliche Steine eine Temperatur von 250 Grad überhaupt aushalten ohne
> zu platzen?

250 Grad ist für einen Pizzabäcker wohl die allerunterste Grenze des
benutzbaren. Frag mal in einer Pizzeria mit Elektroofen, welche Temperatur
die dort einstellen...

--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

Wolfgang Horejsi

unread,
Dec 7, 2010, 12:42:14 AM12/7/10
to
"C.P. Kurz" <c.p.ku...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:idj9jv$ts0$00$1...@news.t-online.com...

> 'Leichte' Steine wie Ofenkammerisolationssteine enthalten viel Luft -
> deren Wärmekapazität ist segr gering. Deswegen kühlen solche Steine eben
> vergleichsweise schnell ab.


Der Ofen soll seine Wärme aber nicht zu sehr an die Umgebung abgeben. Der
Pizzabäcker würde das im Sommer nicht sehr angenehm finden und der Ofen
würde insgesamt zu schnell auskühlen. Oft wird ein Feuer im Ofen angezündet,
und wenn es herunter gebrannt ist, wird die Glut und Asche entfernt,
anschliessend kann der Ofen sehr lange benutzt werden. Wärmeisolierung ist
also gefordert. Eventuell ist innen ein schwerer und aussen ein leichter
Stein optimal. Andererseit könnte ich mir vorstellen, dass die Pizzapfanne
aus Blech in Kontakt mit dem schweren Stein zu schnell Hitze annimmt und die
Pizaa dann von unten her gebraten wird. Das dürfte unerwünscht sein, sonst
könnte man sie ja gleich auf den Herd stellen. Oberhitze ist hier wohl eher
nützlich, damit der Teig gut aufgeht und nicht hart wird.

--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

Wolfgang Horejsi

unread,
Dec 7, 2010, 12:47:56 AM12/7/10
to
"Harald Klotz" <kl...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4cfd447e$0$6760$9b4e...@newsspool3.arcor-online.net...

>Allerdings ist Pizza vom Prinzip her mit Brot vergleichbar und von Brot
>weiss ich, dass es für ein >gutes Brot sehr wichtig ist, dass dieses
>langsam abkühlt.

Die Backzeit einer Pizza beträgt wenige Minuten, die eines Brotes vielleicht
eine Stunde. Die Pizza kühlt auf dem Teller ab, beim Brot kann es nützlich
sein, wenn die Temperatur während des Backvorganges fällt. Schliesslich wird
Brot in der Regel kalt gegessen, Pizza nur bei Anlieferung durch "besondere"
Bringdienste. Vergleichbar ist das alles nicht.

--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

Wolfgang Horejsi

unread,
Dec 7, 2010, 12:52:02 AM12/7/10
to
"C.P. Kurz" <c.p.ku...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:idj5vj$lgd$00$1...@news.t-online.com...

> Man sieht immer mal wieder, dass Leute Schamotte-Steine als Pizzasteine
> verwenden. Wohl weil Schamotte und Ofen irgendwie zusammengehören.
>

Oh, sorry, jetzt habe ich verstanden - du willst gar keinen Pizzaofen bauen,
sondern stattdessen nur einen einzelnen Stein erwärmen, um darauf die Pizza
zu garen?

--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

Harald Klotz

unread,
Dec 7, 2010, 1:56:33 AM12/7/10
to
Wolfgang Horejsi schrieb:

> Oh, sorry, jetzt habe ich verstanden - du willst gar keinen Pizzaofen
> bauen, sondern stattdessen nur einen einzelnen Stein erwärmen, um
> darauf die Pizza zu garen?

Das möchte er wohl und ers tellst sich vor, die Pizza wird besonders gut, wenn er von unten in kurzer zeit sehr viel Wärme einleitet und die Pizza oben möglichst kühl bleibt.
Am Besten wird man das mt einer dicken Stahlplatte statt Stein erreichen. ;-)

Harald

Harald Klotz

unread,
Dec 7, 2010, 1:52:12 AM12/7/10
to
C.P. Kurz schrieb:

>> Das stützt meine These, er hindert den schnellen Wärmeübergang
>> direkt vom Backblech.
>
> Nein, er verhindert, dass die kalte Pizza das bißchen Wärme aus dem
> dünnen Blech zu schnell raussaugt und die Temperatur dann zu schnell
> absackt.

Warum sollte es?
Damit wir vom gleichen reden, ich meine einen Backofen in dem die umgeben Luft auf einer bestimmten Temperatur gehalten wird.

Das Backblech ist großflächig und hat eine gute Wärmeleitfähigkeit.
Die Wärem wiurd über die große Fläche aufgenommen und fliesst dorthin wo es kühler ist. Anders der Rest der Pizza, die muss sich allein aus der Umgebungsluft zehren und bekommt damit deutlich weniger Wärme als der Boden aus dem Blech.

> Es kommt hier weniger auf die Geschwindigkeit an als auf die
> zu Verfügung stehende Wärmemenge.

Die ist beim Blech aus 2 Gründen besser.
Zum einen kann durch den direkten Kontakt mit dem Blech die Wärme besser in Richtung Pizza fliessen, zum anderen, das schrieb ich schon, hat das Blech eine große Fläche aus der die Wärem aufgenommen und zur Pizaa geleitet wird.

> Die Pizza kommt halt kalt rein und
> muss dann in ziemlich kurzer Zeit sehr heiß gebacken werden. Ein
> Blech kühlt

Das ist defintiv falsch.

> zu schnell ab und die Luft in einem normalen Ofen kann das nicht
> schnell genug ausgleichen.

Warum sie besser ausgleicht als an den nicht mit dem Blech in Kontakt stehenden Flächen habe ich erklärt.

> Die in einem massiven, dicken Pizzastein
> gespeicherte Wärmemenge reicht aber aus, die Pizza schnell auf
> Temperatur zu bringen UND dort zu halten, bis sie nach ein paar
> Minuten fertig ist.

Du vergisst, dass der Pizzateig selbst kein guter Wäremleiter ist.
Der Stein, wenn er gut wärmeleitend ist, kann im ersten Moment tatsächlich mehr Wärme an den Pizzaboden bringen, ich bezeifle, dass das sinnvoll ist.

> Das hat
> den Vorteil, dass der Teig von unten sehr kross wird, während die
> kurze Backzeit und lediglich heiße Luft von oben den Belag nicht
> verkohlen lässt. Auch kann in der kurzen Zeit der Teig weniger vom
> Belag durchnässen.

Die besten Pizzen die ich je bekommen habe, waren im Holzofen gebacken, auf schlecht wärmeleitenden Schamott.
Bei deinem Verfahren verbrennst du den Pizzaboden.
Die nächste Stufe sind Elektroöfen, ebenfalls mit Schamottsteinen.
Das sind jeweils professionelle Gastronomieöfen.
Warum machen die Profis es anders als du vorschlägst?

> Das hat natürlich auch einen Nachteil-man muss diese Wärmemenge auch
> erstmal in den Stein reinladen. Das dauert wegen der Masse eben länger
> als normales Vorheizen des Backofens.

Du willst also mit gewalt verbrannte Pizzaböden? ;-)

> Sonst schiebt man die Pizza eben unsinnigerweise auf einen kalten
> Stein, was das Backen sogar verzögert.
>
> Whatever - in jedem Fall danke für den Link, der Preis ist jedenfalls
> inkl. Versand günstiger als alles, was ich bisher gesehen habe, und es
> ist mit 6,5kg auch einer der schwereren Steine.

Ich muss dich enttäuachen, das ist nicht der Stein, dessen Eigenschaften du möchtest.
Das ist leider nur Schamotte mit den von mir beschriebenen Eigenschaften, schlechte Wärmeleitfähigkeit und geringe Wärmekapazität, also nicht geeigenet für die von dir gewünschten verbrannten Böden. ;-)

Rechne es aus, es ergibt sich ein spezifisches Gewicht von, 1,8, typisch für Schamotte.
Wenn der Stein deinen Vorstellungen entsprechen soll, dann muss er bei der Größe deutlich schwerer sein.

Harald

MaWin

unread,
Dec 7, 2010, 5:01:50 AM12/7/10
to
"C.P. Kurz" <c.p.ku...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:idjq81$8pb$02$1...@news.t-online.com...

> Das hat den Vorteil, dass der Teig von unten sehr kross wird, während die
> kurze Backzeit und lediglich heiße Luft von oben den Belag nicht verkohlen
> lässt.

Das geht aber auch problemlos wenn man das Backblech auf den Boden
des Herdes legt, ganz ohne wärmespeichernden Stein,
macht auch jeder Pizzabäcker mit dem üblichen 2-Kammer Pizzaofen so:
Der legt die Pizza erst in den oberen Teil wo sie Unterhitze bekommt
und dann wenn ihr Boden gar ist und bei weiterem Backen schwarz
werden würde kommt sie in den unteren Teil wo ihre Oberseite gebräunt
wird.

http://www.bartscher.de/blobs/Explosionszeichung/2002027.pdf
--
Manfred Winterhoff


C.P. Kurz

unread,
Dec 7, 2010, 5:16:42 AM12/7/10
to
Am 07.12.10 11:01, schrieb MaWin:

> Das geht aber auch problemlos wenn man das Backblech auf den Boden
> des Herdes legt, ganz ohne wärmespeichernden Stein,
> macht auch jeder Pizzabäcker mit dem üblichen 2-Kammer Pizzaofen so:
> Der legt die Pizza erst in den oberen Teil wo sie Unterhitze bekommt
> und dann wenn ihr Boden gar ist und bei weiterem Backen schwarz
> werden würde kommt sie in den unteren Teil wo ihre Oberseite gebräunt
> wird.

Das mag grundsätzlich ja so sein - aber im normalen Küchenofen schaltet
sich die Ober- und Unterhitze ja zu unkontrollierbaren Zeiten ein und
aus, und im Zweifelsfalle fehlt es gerade dann am nötigen Nachschub,
wenn man ihn am dringendsten braucht. Unten ist ja auch 'nur' ein Blech.

- Carsten

Knut Schottstädt

unread,
Dec 7, 2010, 5:22:06 AM12/7/10
to
Am Tue, 07 Dec 2010 11:01:50 +0100 schrieb MaWin:
...

> Das geht aber auch problemlos wenn man das Backblech auf den Boden des
> Herdes legt,
....
> http://www.bartscher.de/blobs/Explosionszeichung/2002027.pdf

Dann schau mal in die Materialliste unter Position 03. Das da kein Blech,
auch keins mit Sandwitchboden, eingebaut ist, hat sicherlich auch Gründe
die nichts mit Wärmespeicherei zu tun haben.


--
MfG Knut

Knut Schottstädt

unread,
Dec 7, 2010, 5:31:50 AM12/7/10
to
Am Tue, 07 Dec 2010 11:01:50 +0100 schrieb MaWin: ...
> Das geht aber auch problemlos wenn man das Backblech auf den Boden des
> Herdes legt,
....
> http://www.bartscher.de/blobs/Explosionszeichung/2002027.pdf

Dann schau mal in die Materialliste unter Position 03. Das da kein Blech,

auch keins mit Sandwichboden, eingebaut ist, hat sicherlich auch Gründe


die nichts mit Wärmespeicherei zu tun haben.


--
MfG Knut

--
MfG Knut

Hans Wein

unread,
Dec 7, 2010, 5:37:14 AM12/7/10
to
"Harald Klotz" <kl...@freenet.de> schrieb:

>> Wenn ich etwas backen will, benötige ich Wärme.
>
> Du hättest den Satz zuende schreiben sollen.
>
> Da fehlt, "in der richtigen Menge."

Eben, und genau die bringt ein leichter, poröser Stein, der eher auf
Isolierwirkung ausgelegt ist, nun einmal nicht. Die geringe
Wärmeleitfähigkeit sorgt dafür, dass die an der Oberfläche (hier vom
Pizzaboden) abgezogene Wärmeenergie nicht schnell genug aus den (noch)
wärmeren Schichten des Stein nachgeführt wird. Erschwerend kommt noch
die geringe Wärme, die der Stein wegen der fehlenden Masse überhaupt
speichern kann, hinzu. Die Folge: Der Pizzaboden bleibt zwar nicht kalt,
erreicht aber die wünschenswerte Temperatur nur sehr langsam, wenn
überhaupt.

Auf dem gleichen Prinzip beruht im übrigen die Durchführbarkeit der als
Mutprobe praktizierten "Feuerläufe".

> Sie ist nicht falsch.

Ich warte auf eine nichtrabulistische Begründung für diese mutige
Aussage,

> Beim Backen nutzt es meist nichts, das Backgut mal eben schnell
> aufzuheizen.

Anscheinend ist es dir entgangen, dass Pizza und Kuchen/Brote
verschiedene Backverfahren erfordern.

Hans

Hans Wein

unread,
Dec 7, 2010, 5:50:00 AM12/7/10
to
"MaWin" <ma...@gmx.net> schrieb:

> macht auch jeder Pizzabäcker mit dem üblichen 2-Kammer Pizzaofen so:
> Der legt die Pizza erst in den oberen Teil wo sie Unterhitze bekommt
> und dann wenn ihr Boden gar ist und bei weiterem Backen schwarz
> werden würde kommt sie in den unteren Teil wo ihre Oberseite gebräunt
> wird.
>
> http://www.bartscher.de/blobs/Explosionszeichung/2002027.pdf

Die Daten dieses Ofens lassen aber eine etwas andere Handhabung
vermuten:

Ausführung verzinktes Stahlblech
Thermostatische Analogkontrolle der regelbaren
Temperatur von 0 °C bis 400 °C
Unabhängige obere und untere Temperaturregelung
Sicherheitsthermostat
(max. erreichbare Temperatur 420 °C)
Innenisolierung mit Steinwolle
Gepanzerte Heizwiderstände
Innenbeleuchtung
Backstein aus feuerbeständigem Stein
Maße: B 800 x T 735 x H 520 mm
Backkammer je:
B 500 x T 500 x H 100 mm
2x 4 Pizzen Ø 25 cm
Temperatur bis 400 °C
Anschlusswert: 6 kW / 3 NAC 400 V

Hans

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 7, 2010, 7:19:24 AM12/7/10
to
Am Mon, 06 Dec 2010 18:19:23 +0100 schrieb C.P. Kurz:

> Jemand Vorschläge, was man da nehmen könnte?
>
> Ton/Terrakotta Platten? Enthält Terrakotta eventuell irgendwelche
> Beimischungen, Blei o.ä. wegen der Farbe?

Eine Bekannte von uns hat dazu eine Granitplatte genommen (dunkler Granit,
3 cm stark) und ist sehr zufrieden damit. Da hätte ich auch keine Bedenken
bzgl. Inhaltsstoffen. Darf halt nicht mit Fleckstop o.ä. behandelt sein.

Grüße,

Frank

Knut Schottstädt

unread,
Dec 7, 2010, 8:02:40 AM12/7/10
to

Die dürfte eher als Grillplatte für ein Raclette taugen.
Für echte neapolitanische Pizza ist ao etwas weniger geeignet.
Irgend etwas Pizzaänliches bekommt aber sicher damit auch hin.
--
MfG Knut

Harald Klotz

unread,
Dec 7, 2010, 9:12:48 AM12/7/10
to
Hans Wein schrieb:

>> Da fehlt, "in der richtigen Menge."
>
> Eben, und genau die bringt ein leichter, poröser Stein, der eher auf
> Isolierwirkung ausgelegt ist, nun einmal nicht.

Und warum bieten alle diese deiner Meinung nach völlig ungeeigneten Steine an?

> Die geringe
> Wärmeleitfähigkeit sorgt dafür, dass die an der Oberfläche (hier vom
> Pizzaboden) abgezogene Wärmeenergie nicht schnell genug aus den (noch)
> wärmeren Schichten des Stein nachgeführt wird. Erschwerend kommt noch
> die geringe Wärme, die der Stein wegen der fehlenden Masse überhaupt
> speichern kann, hinzu. Die Folge: Der Pizzaboden bleibt zwar nicht
> kalt, erreicht aber die wünschenswerte Temperatur nur sehr langsam,
> wenn überhaupt.

Seltsam nur, dass genu die Steine als Pizzasteine überall im Angebot zu finden sind.
massiven Granit oder ähnliches, was deiner Forderung entsricht, finde ich nicht.

> Auf dem gleichen Prinzip beruht im übrigen die Durchführbarkeit der
> als Mutprobe praktizierten "Feuerläufe".

Nein, dort spielt die kurze Kontaktzeit, die beschränkte Kontaktfläche, sowie die Hautfeuchtigkeit eine wesentliche Rolle.

>> Beim Backen nutzt es meist nichts, das Backgut mal eben schnell
>> aufzuheizen.
>
> Anscheinend ist es dir entgangen, dass Pizza und Kuchen/Brote
> verschiedene Backverfahren erfordern.

Nein, das ist mir nicht entgangen.
Mir fällt nur auf, die im Handel befindlichen Pizzasteine deine Theorie nicht stützen, im Gegenteil deiner Theorie folgend sind sie völlig ungeeignet.

Harald

C.P. Kurz

unread,
Dec 7, 2010, 12:33:43 PM12/7/10
to
Am 07.12.10 13:19, schrieb Frank Hucklenbroich:

> Eine Bekannte von uns hat dazu eine Granitplatte genommen (dunkler Granit,
> 3 cm stark) und ist sehr zufrieden damit. Da hätte ich auch keine Bedenken
> bzgl. Inhaltsstoffen. Darf halt nicht mit Fleckstop o.ä. behandelt sein.

An sowas dachte ich auch zuerst. Die Frage ist, was man heutzutage
faktisch kriegt, wenn man eine Granitplatte kauft? Einen zugeschnittenen
Granitstein, oder irgendein Granitmehl + Bindemittel?

- Carsten

Lutz Schulze

unread,
Dec 7, 2010, 12:51:41 PM12/7/10
to
Am Tue, 07 Dec 2010 18:33:43 +0100 schrieb C.P. Kurz:

>> Eine Bekannte von uns hat dazu eine Granitplatte genommen (dunkler Granit,
>> 3 cm stark) und ist sehr zufrieden damit. Da hätte ich auch keine Bedenken
>> bzgl. Inhaltsstoffen. Darf halt nicht mit Fleckstop o.ä. behandelt sein.
>
> An sowas dachte ich auch zuerst. Die Frage ist, was man heutzutage
> faktisch kriegt, wenn man eine Granitplatte kauft? Einen zugeschnittenen
> Granitstein, oder irgendein Granitmehl + Bindemittel?

Ich war diesen Sommer beim Steinmetz und habe zwei als Schwellen für die Tür
zur Terasse bestellt. Das war erst eine etwas unregelmässige Platte (lag
draussen), danach zwei Steine auf Maß mit angefasten Kanten gleichmässiger
Stärke. Nach wie vor ziemlich schwer.

Ich nehme an das war nach wie vor ein Stein, für den Preis kann man aber
auch einige Male Pizza essen.

BTW: man hätte auch einen alten Grabstein umarbeiten lassen können (lagen
auch da), vielleicht Geschmackssache.

Lutz

--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de
Messwerte nachträgliche Wärmedämmung http://www.messpc.de/waermedaemmung.php

Hans Wein

unread,
Dec 7, 2010, 12:56:53 PM12/7/10
to
"Harald Klotz" <kl...@freenet.de> schrieb:

> Seltsam nur, dass genu die Steine als Pizzasteine überall im Angebot
> zu finden sind.
> massiven Granit oder ähnliches, was deiner Forderung entsricht, finde
> ich nicht.

Dann hast du nicht gesucht. Schon mal was von Cordierit gehört?

>> Auf dem gleichen Prinzip beruht im übrigen die Durchführbarkeit der
>> als Mutprobe praktizierten "Feuerläufe".
>
> Nein, dort spielt die kurze Kontaktzeit, die beschränkte
> Kontaktfläche, sowie die Hautfeuchtigkeit eine wesentliche Rolle.

Deine Ahnungslosigkeit ist erschreckend. Oder hast du etwa praktische
Erfahrungen?

Hans

Joerg

unread,
Dec 7, 2010, 1:27:07 PM12/7/10
to
Wolfgang Horejsi wrote:
> "Harald Klotz" <kl...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:4cfd447e$0$6760$9b4e...@newsspool3.arcor-online.net...
>> Allerdings ist Pizza vom Prinzip her mit Brot vergleichbar und von
>> Brot weiss ich, dass es für ein >gutes Brot sehr wichtig ist, dass
>> dieses langsam abkühlt.
>
> Die Backzeit einer Pizza beträgt wenige Minuten, die eines Brotes
> vielleicht eine Stunde. ...


In unserem Grill dauert das 20-25 Minuten und die Pizza schmeckt richtig
lecker. Kleinere Brote brauchen etwa die gleiche Zeit.

Joerg

unread,
Dec 7, 2010, 1:30:31 PM12/7/10
to
Hans Wein wrote:
> "Harald Klotz" <kl...@freenet.de> schrieb:
>

[...]

>> Beim Backen nutzt es meist nichts, das Backgut mal eben schnell
>> aufzuheizen.
>
> Anscheinend ist es dir entgangen, dass Pizza und Kuchen/Brote
> verschiedene Backverfahren erfordern.
>

Oh, das muss ich unserem selbstgebackenen Brot mal sagen :-)

Joerg

unread,
Dec 7, 2010, 1:35:23 PM12/7/10
to
Wolfgang Horejsi wrote:
> "C.P. Kurz" <c.p.ku...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:idj9jv$ts0$00$1...@news.t-online.com...
>> 'Leichte' Steine wie Ofenkammerisolationssteine enthalten viel Luft -
>> deren Wärmekapazität ist segr gering. Deswegen kühlen solche Steine
>> eben vergleichsweise schnell ab.
>
>
> Der Ofen soll seine Wärme aber nicht zu sehr an die Umgebung abgeben.
> Der Pizzabäcker würde das im Sommer nicht sehr angenehm finden und der
> Ofen würde insgesamt zu schnell auskühlen. Oft wird ein Feuer im Ofen
> angezündet, und wenn es herunter gebrannt ist, wird die Glut und Asche
> entfernt, anschliessend kann der Ofen sehr lange benutzt werden. ...


Das machen die edleren Italien-Restaurants bei uns nicht. Die haben
einen tiefen Steinofen. Der Abzug ist weit hinten und dort brennen
staendig einige Holzscheite. Vorn werden Pizzen, Brote, Auflaeufe und
alles moegliche gebacken. Hin und wieder wird ein neuer Holzscheit bis
hinten eingeschoben.

In unserem Grill ist es nicht viel anders. Wenn viel Besuch da ist
haette ich manchmal gern so einen mit langer Backtrommel, aber man kann
auch nicht alles im Leben haben und das verbraucht fuer den Normalbedarf
zuviel Holz oder Holzkohle.

[...]

C.P. Kurz

unread,
Dec 7, 2010, 2:10:16 PM12/7/10
to
Am 07.12.10 19:27, schrieb Joerg:

> In unserem Grill dauert das 20-25 Minuten und die Pizza schmeckt richtig
> lecker. Kleinere Brote brauchen etwa die gleiche Zeit.

Naja, Ihr Amis macht ja auch keinen Unterschied zwischen Pizza und Kuchen.


- Carsten

Axel Schaefer

unread,
Dec 7, 2010, 3:10:27 PM12/7/10
to
Am 06.12.2010 23:18, schrieb Patrick Grochowy:

> Also von Betongehwegplatten würde ich dafür die Finger lassen.
> Ich habe mal eine 50x50x8 Betongehwegplatte per Flex halbiert,
> da waren neben Steinchen, Sand und Zement auch Teer- oder
> Bitumenbröckchen drin.
>
> Vermutlich wird (je nach Hersteller) für Betongehwegplatten
> auch Straßenbaubruch verwandt, was ja auch sinnvoll ist.
>
> Sollte in Deiner Pizzaplatte dann aber auch zufällig
> Bitumen oder Teer sein, könnte das den Geschmack der Pizza
> und den Geruch der Küche erheblich negativ beeinflussen.
>
> Von evtl. gesundheitlichen Auswirkungen anderer Inhaltsstoffe
> der Gehwegplatte mal ganz abgesehen.
>
> Gruß Paddy
Hallo,

Teer enthält polyzyklische aromatische Kohlenstoffe und muss als
Schadstoff entsorgt werden. (im Gegensatz zu Asphalt)
Für genormte für den Straßenbau zugelassene Betonerzeugnisse darf kein
Schrott oder Müll verwendet werden.
Kennst du das Herstellerwerk ?

Mfg
Axel

Patrick Grochowy

unread,
Dec 7, 2010, 3:58:09 PM12/7/10
to
"Axel Schaefer" <po...@wellerode.de> schrieb im Newsbeitrag news:idm4bj$1nu$1...@online.de...
> [...]

> Teer enthält polyzyklische aromatische Kohlenstoffe und muss als
> Schadstoff entsorgt werden. (im Gegensatz zu Asphalt)
> Für genormte für den Straßenbau zugelassene Betonerzeugnisse darf kein
> Schrott oder Müll verwendet werden.
> Kennst du das Herstellerwerk ?
> [...]

Nö, die Platte war uralt. Stammte der Legende nach vom alten
Hamburger Rathausmarkt bevor er irgendwann Ende der 70er,
Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts renoviert
und verkehrsstillgelegt wurde.

Vielleicht war's auch Asphalt. Fing auf jeden Fall beim
Flexen an zu riechen wie neben 'nem Teerkocher an 'ner
Straßenbaubaustelle (ja ich weiß, da wird schon längst kein
Teer sondern Bitumen drin gekocht) und an den Bruchkanten
war zu sehen, daß da schwarze Brocken drin sind.

Gruß Paddy
--
gadgets.grochowy.de

Hans Wein

unread,
Dec 7, 2010, 4:36:18 PM12/7/10
to
"Joerg" <inv...@invalid.invalid> schrieb:

> Oh, das muss ich unserem selbstgebackenen Brot mal sagen :-)

Willst du dem Brot einreden, es soll wie ein Pizzaboden schmecken? Ihr
Amis seid doch Barbaren :-)

Hans

Joerg

unread,
Dec 7, 2010, 5:42:07 PM12/7/10
to
Hans Wein wrote:
> "Joerg" <inv...@invalid.invalid> schrieb:
>
>> Oh, das muss ich unserem selbstgebackenen Brot mal sagen :-)
>
> Willst du dem Brot einreden, es soll wie ein Pizzaboden schmecken? ...


Wo ist denn da jetzt der Unterscheid? Heiss ist heiss, und backen muss
es beides.


> ... Ihr Amis seid doch Barbaren :-)
>

Das haben schon viele Europaer gesagt. Bis sie mal hier zu Besuch waren
und der erste Grillabend hinter uns lag. Inzwischen bekommt man die
Kugelgrills bei Euch fuer weniger als 100% Aufpreis, frueher war nach
der Rueckreise Heulen und Zahneknirschen :-)

C.P. Kurz

unread,
Dec 7, 2010, 6:14:01 PM12/7/10
to
Am 07.12.10 23:42, schrieb Joerg:

>> ... Ihr Amis seid doch Barbaren :-)
>>
>
> Das haben schon viele Europaer gesagt. Bis sie mal hier zu Besuch waren
> und der erste Grillabend hinter uns lag. Inzwischen bekommt man die
> Kugelgrills bei Euch fuer weniger als 100% Aufpreis, frueher war nach
> der Rueckreise Heulen und Zahneknirschen :-)

Barbecue und Barbar hat den gleichen Stamm - zumindest wenn es nach den
Europäern geht. In den beiden Bereichen macht Euch in der Tat niemand
was vor. Aber Pizza...


- Carsten

Joerg

unread,
Dec 7, 2010, 6:48:30 PM12/7/10
to

Wir machen die so richtig von Grund auf selbst. Teig ruehren und so. Nur
darf ich seit der Heirat vor zig Jahren dazu nicht mehr den Knethaken
ins Bohrfutter der Metabo spannen. Die amerikanische Art waere entweder
der Griff zum Telefon oder der Kauf einer "Take and Bake" Pizza im
Supermarkt.

Man muss erstmal eine Pizza vom Barbecue gegessen haben :-)

Ich mag sie am liebsten mit Canadian Bacon und Ananas. Einem Italiener
wuerde sich vermutlich der Magen rumdrehen.

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 8, 2010, 8:41:33 AM12/8/10
to
Am Tue, 07 Dec 2010 18:33:43 +0100 schrieb C.P. Kurz:

> Am 07.12.10 13:19, schrieb Frank Hucklenbroich:
>
>> Eine Bekannte von uns hat dazu eine Granitplatte genommen (dunkler Granit,
>> 3 cm stark) und ist sehr zufrieden damit. Da hätte ich auch keine Bedenken
>> bzgl. Inhaltsstoffen. Darf halt nicht mit Fleckstop o.ä. behandelt sein.
>
> An sowas dachte ich auch zuerst. Die Frage ist, was man heutzutage
> faktisch kriegt, wenn man eine Granitplatte kauft?

Eine natürlich Granitplatte, die nach Wahl bearbeitet ist
(Oberflächenschliff kannst Du wählen). Jedenfalls wenn Du sie beim
Natursteinhandel oder Steinmetz kaufst. Eine Platte von der Größe eines
Pizzasteines hat der vermutlich als Muster oder Verschnitt rumstehen, und
wird sie Dir gegen eine Kaffeekassenspende überlassen.

> Einen zugeschnittenen
> Granitstein, oder irgendein Granitmehl + Bindemittel?

Letzteres wäre "Betonwerkstein" (wie man ihn z.B. in Treppenhäusern
verlegt), das ist etwas anderes. Den würde ich auch nicht in den Ofen
packen wollen, der fliegt Dir im Zweifel um die Ohren wenn er heiß wird und
man weiß nicht so recht was da für Bindemittel drin sind.

Grüße,

Frank

0 new messages