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Vordruck Heizung Ausgleichsgefäß

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Stefan Koschke

unread,
Mar 14, 2013, 6:13:44 AM3/14/13
to
Hallo,

eine Frage an die Heizungsexperten:

Heute morgen mußte ich feststellen, daß unsere Heizung auf Störung war,
Grund zu wenig Druck auf dem System.

Die Ursache ist relativ klar, das Ausgleichsgefäß wird kaum noch oder
keine Luft mehr haben, die letzten Tage waren recht "kühl" mit -17 Grad,
die Heizung hat die Vorlauftemperatur hochgefahren, das Wasser sich
weiter ausgedehnt und das System durch das Überdruckventil verlassenm
weil das Ausgleichsgefäß nicht mehr puffern konnte.

Heute morgen nur -2 Grad, weniger Vorlauftemperatur, Wasser
"zusammengezogen", Systemdruck nur noch 0.3 bar.

Also muß wieder Druck ins Ausgleichgefäß, aber wieviel pumpt man da drauf?

Die Heizung läuft im Normalfall mit ca. 2 bar, mach ich da 2 bar bei
druckloser Heizung drauf und gebe dann Wasser bis 2 bar hinzu ist doch
die Membran schon in der Mitte des Gefäßes, hat zum Ausgleichen also nur
das halbe Volumen des Behälters?

Gebe ich z.B. 2.5 bar drauf denke ich liegt die Membran dann auf einer
Seite komplett an oder habe ich da einen Denkfehler?

Wie groß sollte man den Vordruck im Ausgleichgefäß einstellen?

Ciao
Stefan

P.S
ich weiß daß da original reiner Stickstoff genommen wird, aber der steht
mir nicht zur Verfügung und Luft mit 78% Stickstoff sollte es ja auch tun?

Michael Jürgens

unread,
Mar 14, 2013, 6:35:32 AM3/14/13
to
Am 14.03.2013 11:13, schrieb Stefan Koschke:

>
> Gebe ich z.B. 2.5 bar drauf denke ich liegt die Membran dann auf einer
> Seite komplett an oder habe ich da einen Denkfehler?

Da sich Flüssigkeiten (ohne Gaseinschlüsse) nicht komprimieren lassen,
liegt auch die Membran nicht an.

>
> Wie groß sollte man den Vordruck im Ausgleichgefäß einstellen?

Steht i.d.R. drauf.
Sollte größer als der Maximaldruck an der Montagestelle sein aber
kleiner als der Auslösedruck des Überdruckventils.

Pauschal: 3,5 bar.

> ich weiß daß da original reiner Stickstoff genommen wird,

ach quatsch....


> aber der steht
> mir nicht zur Verfügung und Luft mit 78% Stickstoff sollte es ja auch tun?

yep, und selbst wenn dann der Sauerstoff und die Spurenelemente, die
diffundieren können (also ca. max 20%) weg sind, füllst Du die 20 %
wieder mit Luft auf. Und nach drei Mal Nachfüllen hast Du 20% von 20%
von 20% = 0,8% Verlust :-)

Gruss
Mike


Karl-Otto Simonsen

unread,
Mar 14, 2013, 6:37:08 AM3/14/13
to


"Stefan Koschke" schrieb

eine Frage an die Heizungsexperten:

ich versuchs trotzdem

Heute morgen mußte ich feststellen, daß unsere Heizung auf Störung war,
Grund zu wenig Druck auf dem System.

Also muß wieder Druck ins Ausgleichgefäß, aber wieviel pumpt man da drauf?

Wenn sie, wie unten beschrieben, mit 2bar betrieben wird, würde ich
das Ausgleichsgefäß mit 1,5bar aufpumpen.


bis denne, karlotto

Jürgen Exner

unread,
Mar 14, 2013, 7:15:22 AM3/14/13
to
Stefan Koschke <stefan....@t-online.de> wrote:
>Also muß wieder Druck ins Ausgleichgefäß, aber wieviel pumpt man da drauf?
>
>Die Heizung läuft im Normalfall mit ca. 2 bar, mach ich da 2 bar bei
>druckloser Heizung drauf und gebe dann Wasser bis 2 bar hinzu ist doch
>die Membran schon in der Mitte des Gefäßes, hat zum Ausgleichen also nur
>das halbe Volumen des Behälters?

Nein, das ist falsch gedacht. Zum einen macht die Membran ja nicht bei
genau 1.99999999 Bar ploetzlich schnapp und springt in die Mitte des
Behaelters. Und zum anderen wenn die Membran in der Mitte des Behaelters
waere, dann hattest du im gasgefuellten Teil 4 Bar (selbe Menge Gas aber
halbes Volumen => doppelter Druck) bei wasserseitigen 2 Bar. Das geht so
nicht ganz.

Richtig ist vielmehr, dass -wenn du das MAG mit 2 Bar Vordruck
befuellst- ab 2 Bar Heizungsdruck das MAG erst anfaengt(!) Wasser
aufzunehmen. Und bei 4 Bar Heizungsdruck waere dann die Membran "in der
Mitte" und das Gefaess halbvoll mit Wasser.

jue

Marcel Müller

unread,
Mar 14, 2013, 7:31:27 AM3/14/13
to
Hallo,

On 14.03.2013 11:13, Stefan Koschke wrote:
> Die Ursache ist relativ klar, das Ausgleichsgefäß wird kaum noch oder
> keine Luft mehr haben, die letzten Tage waren recht "kühl" mit -17 Grad,
> die Heizung hat die Vorlauftemperatur hochgefahren, das Wasser sich
> weiter ausgedehnt und das System durch das Überdruckventil verlassenm
> weil das Ausgleichsgefäß nicht mehr puffern konnte.
>
> Heute morgen nur -2 Grad, weniger Vorlauftemperatur, Wasser
> "zusammengezogen", Systemdruck nur noch 0.3 bar.

das hat nichts mit der Temperatur zu tun. Du hast ein Leck in der Anlage
oder das Ausgleichsgefäß ist kaputt. Oder aber der Druck ist schon seit
Monaten mau und hat jetzt halt zufällig endgültig die Abschaltmarke
durchschritten.

> Also muß wieder Druck ins Ausgleichgefäß, aber wieviel pumpt man da drauf?

Eigentlich muss man an den Dingern gar nicht herum spielen. Die sind
vorbefüllt.


Marcel

Jo Warner

unread,
Mar 14, 2013, 8:01:06 AM3/14/13
to
Am 14.03.2013 11:13, schrieb Stefan Koschke:
> Hallo,
>
> eine Frage an die Heizungsexperten:
>
> Heute morgen mußte ich feststellen, daß unsere Heizung auf Störung war,
> Grund zu wenig Druck auf dem System.
>
> Die Ursache ist relativ klar, das Ausgleichsgefäß wird kaum noch oder
> keine Luft mehr haben,

Könnte es sein, dass der Pott einfach putt ist und du einen neuen
einbauen solltest?

Martin Kienass

unread,
Mar 14, 2013, 8:25:13 AM3/14/13
to
Stefan Koschke <stefan....@t-online.de> schrieb:

[...]
> Also muß wieder Druck ins Ausgleichgefäß, aber wieviel pumpt man da drauf?
>
> Die Heizung läuft im Normalfall mit ca. 2 bar,

Das reicht für ein Haus mit vier bis fünf beheizten Volletagen.
Trifft das bei Dir zu?
Im üblichen Einfamilienhaus Keller-Erdgeschoss-Obergeschoss kommt man
auch gut mit 1bar Systemdruck zurecht.

> mach ich da 2 bar bei
> druckloser Heizung drauf und gebe dann Wasser bis 2 bar hinzu ist doch
> die Membran schon in der Mitte des Gefäßes,

Nein. Bei zwei bar Wasserdruck auf der einen Seite und zwei bar
Luftdruck auf der anderen Seite befindet sich gar kein Wasser im
Ausdehnungsgefäß, nur Luft.

> hat zum Ausgleichen also nur
> das halbe Volumen des Behälters?

Nein.

> Gebe ich z.B. 2.5 bar drauf denke ich liegt die Membran dann auf einer
> Seite komplett an oder habe ich da einen Denkfehler?

Ja und nicht nur einen.
Abgesehen davon, dass bei 2,5bar viele Heizungs-Sicherheitsventile
schon an die Grenze ihres Öffungsdruckes kommen, erfolgt die Kompression
von Gasen nicht linear. Du könntest auch 10bar Wasserdruck draufgeben
(wenn die übrigen Anlagenkomponenten dies aushielten) und trotzdem
würde die Membran nicht komplett zusammengedrückt.

> Wie groß sollte man den Vordruck im Ausgleichgefäß einstellen?

Faustregel: 0,2bar niedriger als der notwendige Wasserdruck (im kalten
Zustand). Faustregel für den Wasserdruck: 0,4bar pro beheizter Etage,
falls der Heizkessel im Keller steht. In Dachheizzentralen oder
Etagenheizungen reicht 1bar auf jeden Fall immer aus.

Wers genauer wissen will:
http://www.reflex-pro.de/heizungsanlage.aspx

> Ciao
> Stefan
>
> P.S
> ich weiß daß da original reiner Stickstoff genommen wird, aber der steht
> mir nicht zur Verfügung und Luft mit 78% Stickstoff sollte es ja auch tun?

Das ist kein Problem.

--
____________
/schüüüüüüüß Martin Kienaß, Hamburg

Früher war mehr Lametta!
Message has been deleted

Stefan Koschke

unread,
Mar 14, 2013, 8:35:32 AM3/14/13
to
Hallo Jürgen,

klar, wenn Du das jetzt so schreibst leuchtet das natürlich ein!
Dann wäre ungefähr knapp Heizungsdruck der einzustellende Wert, wenn auf
der heizung selbst noch kein Druck ist?

Ciao
Stefan

Stefan Koschke

unread,
Mar 14, 2013, 8:37:20 AM3/14/13
to
Hallo Marcel,

und die sind so dicht daß sie über Jahre keinen Druckverlust haben auch
wenn sie technisch in Ordnung sind?
Das mag ich nicht glauben, ich habe das Ding einfach "vernachlässigt",
ein aufgepumpter PKW-Reifen hält auch nicht ewig den Druck...

Ciao
Stefan

Stefan Koschke

unread,
Mar 14, 2013, 8:40:04 AM3/14/13
to
Das werde ich heute abend prüfen, heute morgen 6:00 Uhr mußte ich auf
Arbeit, habe da einfach nachgefüllt bis der Druck wieder stand...

Es gibt für mich 3 Möglichkeiten wenn ich am Ventil drücke:

- es kommt noch etwas Luft, dann ist es noch in Ordnung aber Druck zu gering
- es kommt Wasser, eindeutig kaputt
- es kommt keine Luft, dann ist es komplett leer und was weiter
passieren muß zeigt sich nach Neubefüllung

Ciao
Stefan

Stefan Koschke

unread,
Mar 14, 2013, 8:44:43 AM3/14/13
to
Hallo Martin,

wir haben 3 Etagen, Heizung im Keller, dann wäre ein Systemdruck so um
die 1.2 bar richtig?
Wenn aber bei Heizungen unter dem Dach, wie Du schreibst meist 1 bar
eingestellt wird, hätte ich ja in unserem Fall, angenommen die Heizung
wäre oben mit 1 bar und ich messe im Keller den Druck, hätte ich da die
1 bar vom Dach plus ca. 1 bar aus den 12m Höhe = 2 bar?

Dann ist doch auch knapp unter 2 bar im Keller als Systemdruck nicht so
falsch?

Ciao
Stefan

Harald Klotz

unread,
Mar 14, 2013, 8:44:05 AM3/14/13
to
Stefan Koschke schrieb:

> Wie groß sollte man den Vordruck im Ausgleichgefäß einstellen?

Ich habe fülle immer nach Schnauze unter Restdruck nach, dabei
beachte ich den Wasserdruck und wenn der passt ist es ok.
Dabei passiert es aber, dass nicht genügend Luft in den Behälter
kommt, dann wiederhole ich es und es passt.

> ich weiß daß da original reiner Stickstoff genommen wird, aber
> der steht mir nicht zur Verfügung und Luft mit 78% Stickstoff
> sollte es ja auch tun?

Das sehe ich ebenso.
Es klappt hier seit Jahren und es ist etliche Jahre her, dass ich
den Behälter aufgepumpt habe.
Wenn du drucklos aufpumpst, dann würde ich gut 1-1,5 Bar
aufpumpen.
Pumst du auf 2 Bar stehen die 2 Bar Wasserdruck gegenüber, da
kann also nichts ausgleichen, erst wenn der Wasserdruck 2 Bar
überschreitet, aber das sollte er ja nicht. Bei 1 Bar Vordruck
hast du bei 2 Bar Wasserdruck 50% Luft und 50% Wasser im
Behälter.

Harald Klotz

unread,
Mar 14, 2013, 8:49:23 AM3/14/13
to
Michael Jürgens schrieb:

> Am 14.03.2013 11:13, schrieb Stefan Koschke:
>
>>
>> Gebe ich z.B. 2.5 bar drauf denke ich liegt die Membran dann
>> auf einer Seite komplett an oder habe ich da einen Denkfehler?
>
> Da sich Flüssigkeiten (ohne Gaseinschlüsse) nicht komprimieren
> lassen, liegt auch die Membran nicht an.

Umgekehrt ist es richtig.
Weil Flüssigkeiten sich nicht kompimieren lassen, liegt die
Membran an.

>> Wie groß sollte man den Vordruck im Ausgleichgefäß einstellen?
>
> Steht i.d.R. drauf.

Das Ausgleichsgerät kann wissen mit welchem Druck die Heizung
betriebn wird, an die es später einmal angeschlossen werden soll?

> Sollte größer als der Maximaldruck an der Montagestelle sein
> aber kleiner als der Auslösedruck des Überdruckventils.
>
> Pauschal: 3,5 bar.

Du meinst im Ernst, wenn du einen Wasserdruck von 2 Bar hast,
kann das die Luft mit 3,5 Bar komprimieren und damit die
Wassermenge ausgleichen?

>> ich weiß daß da original reiner Stickstoff genommen wird,
>
> ach quatsch....

Stimmt, abeer auch für deine Ausführungen.

> yep, und selbst wenn dann der Sauerstoff und die
> Spurenelemente, die diffundieren können (also ca. max 20%) weg
> sind, füllst Du die 20 % wieder mit Luft auf. Und nach drei
> Mal Nachfüllen hast Du 20% von 20% von 20% = 0,8% Verlust :-)

Da der Sauerstoff dann in Richtign Wasser geht, wird es zum
gelgentlichen Erfordernis der Entlüften führen, so der Sauerstoff
nicht ein klein wenig Stahl in Rost wandelt.

Grüße Harald

Harald Klotz

unread,
Mar 14, 2013, 9:06:24 AM3/14/13
to
Ludger Averborg schrieb:

>> yep, und selbst wenn dann der Sauerstoff und die
>> Spurenelemente, die diffundieren können
>
> Mit fällt jetzt kein Grund ein, warum Sauerstoff besser
> diffundieren können sollte als Stickstoff. Eigentlich sollte
> der leichtere Stickstoff (MG28) sogar noch bisschen leichter
> diffundieren als der etwas schwerere Sauerstoff (MG32).

Weil es wohl tatsächlich so ist wird auch Stickstoff als
Reifengas angeboten und soll den Druckverlust deutlich mindern.

> Ich dachte immer, man nimmt N2, weil O2 die Lebensdauer der
> Membran verkürzt?

Sauerstoff soll aufgrund seiner Struktur deutlich besser durch
Gummi diffundieren als Stickstoff.
Eine genaue Erklärung kann ich dir nicht liefern.

Fallst du danach suchen willst, würde ich nach Reifengas googeln.

Grüße Harald


WGH

unread,
Mar 14, 2013, 9:37:45 AM3/14/13
to
Am Thu, 14 Mar 2013 14:06:24 +0100 schrieb Harald Klotz:

> Ludger Averborg schrieb:
>
>>> yep, und selbst wenn dann der Sauerstoff und die
>>> Spurenelemente, die diffundieren können
>>
>> Mit fällt jetzt kein Grund ein, warum Sauerstoff besser
>> diffundieren können sollte als Stickstoff. Eigentlich sollte
>> der leichtere Stickstoff (MG28) sogar noch bisschen leichter
>> diffundieren als der etwas schwerere Sauerstoff (MG32).
>
> Weil es wohl tatsächlich so ist wird auch Stickstoff als
> Reifengas angeboten und soll den Druckverlust deutlich mindern.
>
>> Ich dachte immer, man nimmt N2, weil O2 die Lebensdauer der
>> Membran verkürzt?
>
> Sauerstoff soll aufgrund seiner Struktur deutlich besser durch
> Gummi diffundieren als Stickstoff.
> Eine genaue Erklärung kann ich dir nicht liefern.
>
Stickstoff hat einen etwas größeren Atomradius als Sauerstoff.

Harald Klotz

unread,
Mar 14, 2013, 9:17:45 AM3/14/13
to
Marcel Müller schrieb:

>> Heute morgen nur -2 Grad, weniger Vorlauftemperatur, Wasser
>> "zusammengezogen", Systemdruck nur noch 0.3 bar.
>
> das hat nichts mit der Temperatur zu tun. Du hast ein Leck in
> der Anlage oder das Ausgleichsgefäß ist kaputt. Oder aber der
> Druck ist schon seit Monaten mau und hat jetzt halt zufällig
> endgültig die Abschaltmarke durchschritten.

Du weisst wie ein Ausgleichsgegäß funktioniert?
Nein, warum gibst du dann falsche Antworten.

>> Also muß wieder Druck ins Ausgleichgefäß, aber wieviel pumpt
>> man da drauf?
>
> Eigentlich muss man an den Dingern gar nicht herum spielen.
> Die sind vorbefüllt.

Jaja, und bald kommt der Oserhase.
Man, was bist du nur ahnunglos.

Grüße Harald

Harald Klotz

unread,
Mar 14, 2013, 9:19:21 AM3/14/13
to
Jo Warner schrieb:

>> Die Ursache ist relativ klar, das Ausgleichsgefäß wird kaum
>> noch oder keine Luft mehr haben,
>
> Könnte es sein, dass der Pott einfach putt ist und du einen
> neuen einbauen solltest?

Nein.

Grüße Harald

Harald Klotz

unread,
Mar 14, 2013, 9:16:07 AM3/14/13
to
Stefan Koschke schrieb:

> Dann wäre ungefähr knapp Heizungsdruck der einzustellende
> Wert, wenn auf der heizung selbst noch kein Druck ist?

Das ist falsch.
Der Behälter soll auch Wasser in die Heizung zurückliefern, wenn
sie im Sommer ausser Betrieb ist.
Wenn du jetzt schon auf knapp Heizungsdruck auffüllst, hast du
keine Reserve im Ausgleichsgefäß.
Das könntest du machen, wenn du vorher die Heizung völlig auf
niedrigste Temperatur auskühlen lässt.
Der Behälter ja den Sinn die Wassermenge in der Heizung
entsprechend der Wärmeausdehnung, bzw. dem Gegenteiligen bei
Abkühlung auszugleichen.

Zu hoch aufgepumpt, nimmt er kein Wasser auf und kann bei
Abkühlung nichts zurückgeben.

Grüße Harald

Harald Klotz

unread,
Mar 14, 2013, 9:39:27 AM3/14/13
to
Martin Kienass schrieb:

>> Wie groß sollte man den Vordruck im Ausgleichgefäß einstellen?
>
> Faustregel: 0,2bar niedriger als der notwendige Wasserdruck
> (im kalten Zustand).

Derzeit haben wie eher einen warmen Zustand.
Um es genau zu berechnen bräuchte man die Temperatur und
Wassermenge.

Ich würde bei druckloser Wasserseite max. 1,5 Bar draufgeben.
Praktisch fülle ich hier alle paar Jahre unter Druck nach der
Formel pi*Schnauze nach.
Das klappt problemlos.

> Faustregel für den Wasserdruck: 0,4bar
> pro beheizter Etage, falls der Heizkessel im Keller steht. In
> Dachheizzentralen oder Etagenheizungen reicht 1bar auf jeden
> Fall immer aus.

Das ist der nötige Druck, welchen Nachteil hat ein höherer Druck.
Die Heizungskomponenten können alle problemlos 2,5 Bar vertragen,
oder irre ich?

Grüße Harald

Dieter Wiedmann

unread,
Mar 14, 2013, 10:00:57 AM3/14/13
to
Am 14.03.2013 13:28, schrieb Ludger Averborg:
> On Thu, 14 Mar 2013 11:35:32 +0100, Michael Jürgens<m...@pflichtwatschen.de>
> wrote:
>
>> yep, und selbst wenn dann der Sauerstoff und die Spurenelemente, die
>> diffundieren können
>
> Mit fällt jetzt kein Grund ein, warum Sauerstoff besser diffundieren können
> sollte als Stickstoff. Eigentlich sollte der leichtere Stickstoff (MG28) sogar
> noch bisschen leichter diffundieren als der etwas schwerere Sauerstoff (MG32).

Nur ist das Diffusionsgefälle verschieden groß, weil der Sauerstoff im
Heizkreis verbraucht wird, man Korrosion.

> Ich dachte immer, man nimmt N2, weil O2 die Lebensdauer der Membran verkürzt?

Stimmt zwar auch, ist aber nicht wesentlich.


Gruß Dieter

Stefan Koschke

unread,
Mar 14, 2013, 10:01:17 AM3/14/13
to
Am 14.03.2013 14:39, schrieb Harald Klotz:
> Martin Kienass schrieb:
>
>>> Wie gro� sollte man den Vordruck im Ausgleichgef�� einstellen?
>>
>> Faustregel: 0,2bar niedriger als der notwendige Wasserdruck
>> (im kalten Zustand).
>
> Derzeit haben wie eher einen warmen Zustand.
> Um es genau zu berechnen br�uchte man die Temperatur und Wassermenge.
>
> Ich w�rde bei druckloser Wasserseite max. 1,5 Bar draufgeben.
> Praktisch f�lle ich hier alle paar Jahre unter Druck nach der Formel
> pi*Schnauze nach.
> Das klappt problemlos.
>
>> Faustregel f�r den Wasserdruck: 0,4bar
>> pro beheizter Etage, falls der Heizkessel im Keller steht. In
>> Dachheizzentralen oder Etagenheizungen reicht 1bar auf jeden
>> Fall immer aus.
>
> Das ist der n�tige Druck, welchen Nachteil hat ein h�herer Druck.
> Die Heizungskomponenten k�nnen alle problemlos 2,5 Bar vertragen, oder
> irre ich?
>
> Gr��e Harald
OK, vielen Dank, Ihr habt mich �berzeugt, ich gebe erst mal 1.5 bar
drauf, der Rest ergibt sich dann wenn die Heizsaison vorbei ist, ggf.
mu� dann noch mal etwas nachgepumpt werden.

Da� das Ausgleichsgef�� kaputt ist hoffe ich mal nicht bei einer ca. 4
Jahre alten Brennwerttherme... (bei der dieses Gef�� aber bisher nie
�berpr�ft / nachgef�llt wurde)

Ciao
Stefan

Harald Klotz

unread,
Mar 14, 2013, 9:18:59 AM3/14/13
to
Stefan Koschke schrieb:

> ein aufgepumpter PKW-Reifen hᅵlt auch nicht
> ewig den Druck...

Ausser bei Marcel Mᅵller. ;-)

Grᅵᅵe Harald

Martin Kienass

unread,
Mar 14, 2013, 10:39:35 AM3/14/13
to
Stefan Koschke <stefan....@t-online.de> schrieb:

[Fullquote entsorgt]
>>
> Hallo Martin,
>
> wir haben 3 Etagen, Heizung im Keller, dann wäre ein Systemdruck so um
> die 1.2 bar richtig?

Ob er richtig ist, weiss ich ohne Berechnung nicht. Aber gemäß der
zuvor geposteten Faustregel würde ich es mit diesem Druck versuchen.
Wenn er zu niedrig ist, merkst Du das sofort beim Entlüften des am
höchsten gelegenen Heizkörpers - da kommt in dem Fall nämlich einfach
nichts mehr, weder Luft noch Wasser.

> Wenn aber bei Heizungen unter dem Dach, wie Du schreibst meist 1 bar
> eingestellt wird,

Schrieb ich nicht.

> hätte ich ja in unserem Fall, angenommen die Heizung
> wäre oben mit 1 bar und ich messe im Keller den Druck, hätte ich da die
> 1 bar vom Dach plus ca. 1 bar aus den 12m Höhe = 2 bar?

Ja. Und lebtest Du in einem Hochhaus mit 20 Etagen, hättest Du ganz
unten sogar einen noch viel höheren Druck :)
Es geht jedoch nur um den Druck in Höhe des Heizkessels /
Ausdehnungsgefäßes / Sicherheitsventils / Umwälzpumpe.
Steht dieses Ensemble im Keller, muss man halt die geodätische
Anlagenhöhe in die Druckberechnungen mit einbeziehen,
steht es über sämtlichen Heizkörpern oder auf gleicher Höhe mit diesen,
dann eben nicht.

> Dann ist doch auch knapp unter 2 bar im Keller als Systemdruck nicht so
> falsch?

Er wäre (wahrscheinlich) unnötig hoch. Es gibt schlimmeres. Aber wozu
sollte man die Anlage mit 2bar betreiben, wenn mit (angenommenerweise)
1,2bar alles genauso gut funktioniert? Höhere Drücke entsprechen einer
höheren mechanischen Belastung, die man in dem Fall leicht und
kostenlos vermeiden könnte.

Wichtiger ist, dass der Luftvordruck im Ausdehnungsgefäß etwas niedriger
eingestellt wird als der (kalte) Wasserdruck, sonst kann das Ausdehnungsgefäß
seine Aufgabe nicht erfüllen.
Und selbstverständlich muss dieser Luftvordruck auch mal kontolliert werden,
denn zuwenig Luft im MAG führt ebenfalls dazu, dass es seine Funktion nicht
mehr erfüllt.

Maik Koenig

unread,
Mar 14, 2013, 7:05:57 PM3/14/13
to
Am 14.03.2013 11:13, schrieb Stefan Koschke:

> Die Heizung lᅵuft im Normalfall mit ca. 2 bar,

Du hast fᅵnf oder mehr Etagen und die Anlage steht im Keller? Dann passt
das so. Wenn eine der Fragen mit Nein beantwortet wird, ist der Druck
unnᅵtig hoch.

Grobe Faustformel: Pro (beheizter!) Etage oberhalb der Anlage 4 Meter
Wassersᅵule; Keller + Erdgeschoss + 1. Obergeschoss + eventuell
beheizter Dachboden = 16 Meter Wassersᅵule, das sind 1,6 bar
Betriebsᅵberdruck fᅵr die Heizung im kalten Zustand. Steht deine Anlage
auf dem Dachboden, was gerade in Neubauten immer hᅵufiger passiert,
reicht das fᅵr die jeweilige Anlage angegebene Minimum, bei den meisten
mir bekannten Anlagen wᅵren das 1 bar, wobei man einen kleinen
Bequemlichkeitspuffer fᅵr Entlᅵftungsmassnahmen einbauen sollte, also
1,1 bar.

> Wie groᅵ sollte man den Vordruck im Ausgleichgefᅵᅵ einstellen?

Bei dem fᅵr dich gᅵltigen Wert (ich kenne deine Etagenzahl nicht) ziehst
du 0,2 bar ab und befᅵllst bis zu dem Punkt dein Ausdehnungsgefᅵss. Also
in obigen Beispielen 1,4 bar oder 0,9 bar.

> P.S
> ich weiᅵ daᅵ da original reiner Stickstoff genommen wird, aber der steht
> mir nicht zur Verfᅵgung und Luft mit 78% Stickstoff sollte es ja auch tun?

Wird fast ᅵberall auch genau so gemacht, ja.

Greetz,
MK
--
filter.maikkoenig.de
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Wikipedia sagt 1+1=3, also muss es stimmen!

Dieter Wiedmann

unread,
Mar 14, 2013, 10:52:32 PM3/14/13
to
Am 15.03.2013 00:05, schrieb Maik Koenig:

>> ich weiß daß da original reiner Stickstoff genommen wird, aber der steht
>> mir nicht zur Verfügung und Luft mit 78% Stickstoff sollte es ja auch tun?
>
> Wird fast überall auch genau so gemacht, ja.

Hat halt den kleinen Nachteil, dass man nach einiger Zeit wieder
nachfüllen muss, eben weil der Sauerstoff verbraucht wird.


Gruß Dieter

Stefan Koschke

unread,
Mar 15, 2013, 3:33:08 AM3/15/13
to
Am 14.03.2013 15:39, schrieb Martin Kienass:
> Stefan Koschke <stefan....@t-online.de> schrieb:
>
> Wichtiger ist, dass der Luftvordruck im Ausdehnungsgefäß etwas niedriger
> eingestellt wird als der (kalte) Wasserdruck, sonst kann das Ausdehnungsgefäß
> seine Aufgabe nicht erfüllen.
> Und selbstverständlich muss dieser Luftvordruck auch mal kontolliert werden,
> denn zuwenig Luft im MAG führt ebenfalls dazu, dass es seine Funktion nicht
> mehr erfüllt.
>

so, kurzer Zwischenbericht:
das Mag war fast leer, es kam aber noch Luft aus dem Ventil
Ich habe die Heizung drucklos gemacht, ca 1.5bar Vordruck aufs Mag
gepumpt, Heizung wieder aufgefüllt und entlüftet.
Danach lief alles, heute morgen wieder 0.3bar auf der Heizung und
Störungsmeldung und Bude kalt :-(((

Ich hoffe daß heute der Heizungsbauer noch Zeit für uns findet, er
vermutet ein undichtes Überdruckventil, was ich mir auch vorstellen könnte:

Mag war fast drucklos, bei jedem Aufheizvorgang ist etwas Wasser über
das Überdruckventil getröpfelt, wenn das auf Dauer immer wieder passiert
könnte sich da schon Kalk bilden oder andere Krümelchen sich im Ventil
absetzen?

Ich halte Euch auf dem Laufenden...

Ciao
Stefan


Martin Kienass

unread,
Mar 15, 2013, 4:06:39 AM3/15/13
to
Stefan Koschke <stefan....@t-online.de> schrieb:
> Am 14.03.2013 15:39, schrieb Martin Kienass:

[MAG und Heizung neu befüllt]
> Danach lief alles, heute morgen wieder 0.3bar auf der Heizung und
> Störungsmeldung und Bude kalt :-(((
>
> Ich hoffe daß heute der Heizungsbauer noch Zeit für uns findet, er
> vermutet ein undichtes Überdruckventil, was ich mir auch vorstellen könnte:
>
> Mag war fast drucklos, bei jedem Aufheizvorgang ist etwas Wasser über
> das Überdruckventil getröpfelt, wenn das auf Dauer immer wieder passiert
> könnte sich da schon Kalk bilden oder andere Krümelchen sich im Ventil
> absetzen?

Könnte sein, wäre aber leicht überprüfbar: Ein tropfendes
Sicherheitsventil kann man sehen oder notfalls fühlen: Wenns am Auslass
nass/feucht ist, liegt der Hase dort im Pfeffer.

Wahrscheinlicher ist tatsächlich, dass das MAG seinen Luftdruck nicht
hält. Da muss nicht einmal die Membran kaputt sein, auch wenn es nach
vier Betriebsjahren bei einem internen MAG nicht ungewöhnlich wäre. Es
kann auch einfach das Luftventil undicht sein. Zu überprüfen mit
Spülwasser und preiswert zu beheben.

Stefan Koschke

unread,
Mar 15, 2013, 4:29:02 AM3/15/13
to
Hallo Martin,

nun aber war heute die Heizung wieder leer aber der Druck im Mag noch da!
Meine Frau rief eben an, der Heizungsmonteur hätte nichts gefunden, das
Sicherheitsventil ist dicht, an sämtlichen Leitungen / Heizkörpern ist
kein Wasseraustritt zu finden!

Ciao
Stefan

Uwe St?ckel

unread,
Mar 15, 2013, 5:16:54 AM3/15/13
to
"Harald Klotz" <kl...@freenet.de> wrote:

>Weil es wohl tatsächlich so ist wird auch Stickstoff als
>Reifengas angeboten und soll den Druckverlust deutlich mindern.

Das ist im Bereich der Personenwagen Marketinggeschwätz der
Businesskasper.
Wenn ich mit Luft fülle, sind schon mal 79% der Füllung Stickstoff.
Wie schnell sollen sich dann die O2 Moleküle durch die Reifenwand
zwängen, damit sich ein deutlicher Druckverlust einstellt?
Ein etwas undichtes Reifenventil schafft eher mehr Probleme.

N2 als Füllgas wird wimre bei Gefahrguttransportern verwendet, weil
die Reifen schlechter brennen, dazu im Rennsport.

Im Alltags-KFZ ist das Reifengas einfach nur Geldmacherei ohne jeden
praxisrelevanten Vorteil.
--
Sachkunde kann eine lebhafte Diskussion nur behindern

Dieter Wiedmann

unread,
Mar 15, 2013, 6:02:26 AM3/15/13
to
Am 15.03.2013 10:16, schrieb Uwe St?ckel:
> "Harald Klotz"<kl...@freenet.de> wrote:
>
>> Weil es wohl tatsächlich so ist wird auch Stickstoff als
>> Reifengas angeboten und soll den Druckverlust deutlich mindern.
>
> Das ist im Bereich der Personenwagen Marketinggeschwätz der
> Businesskasper.
> Wenn ich mit Luft fülle, sind schon mal 79% der Füllung Stickstoff.
> Wie schnell sollen sich dann die O2 Moleküle durch die Reifenwand
> zwängen, damit sich ein deutlicher Druckverlust einstellt?

Vor allem, da sich aussen das gleiche Gemisch befindet. In sofern müsste
sich bei reinem Stickstoff sogar schnellerer Druckverlust einstellen.


> Ein etwas undichtes Reifenventil schafft eher mehr Probleme.
>
> N2 als Füllgas wird wimre bei Gefahrguttransportern verwendet, weil
> die Reifen schlechter brennen, dazu im Rennsport.
>
> Im Alltags-KFZ ist das Reifengas einfach nur Geldmacherei ohne jeden
> praxisrelevanten Vorteil.

Man könnte ja Xenon reinfüllen. ;-)


Gruß Dieter


Martin Kienass

unread,
Mar 15, 2013, 6:03:13 AM3/15/13
to
Stefan Koschke <stefan....@t-online.de> schrieb:
> Am 15.03.2013 09:06, schrieb Martin Kienass:

Vorweg: Bitte lies Dir mal
http://www.afaik.de/usenet/faq/zitieren/ durch. Dein ewiges
Fullquoten nervt etwas. Danke.

>> Wahrscheinlicher ist tatsächlich, dass das MAG seinen Luftdruck nicht
>> hält. Da muss nicht einmal die Membran kaputt sein, auch wenn es nach
>> vier Betriebsjahren bei einem internen MAG nicht ungewöhnlich wäre. Es
>> kann auch einfach das Luftventil undicht sein. Zu überprüfen mit
>> Spülwasser und preiswert zu beheben.
>>
>>
> Hallo Martin,
>
> nun aber war heute die Heizung wieder leer aber der Druck im Mag noch da!
> Meine Frau rief eben an, der Heizungsmonteur hätte nichts gefunden, das
> Sicherheitsventil ist dicht, an sämtlichen Leitungen / Heizkörpern ist
> kein Wasseraustritt zu finden!

Ja. Dann hast Du leider wahrscheinlich ein größeres Problem. Leckagen
in nicht einsehbaren Teilen der Anlage sind nicht witzig, weil schwer zu
finden.

Ich habe irgendwo aufgeschnappt, dass Du ein ~vier Jahre altes
Brennwertgerät hast, wahrscheinlich damals an die vorhandene alte
Heizungsanlage "drangeflanscht"?
Je nach Beschaffenheit des Füllwassers und der verschiedenen
Materialien in der Anlage könnte es sein, dass sich der Wärmetauscher
im Brennwertgerät verabschiedet hat. Al-Si-Wärmetauscher sind
diesbezüglich empfindlicher als solche aus Edelstahl.

Das Dumme ist, dass ein Leck im Wärmetauscher u.U. schwierig zu
verifizieren ist, weil austretendes Heizungswasser verdampft oder durch
den Kondensatabfluss abgeleitet wird und deshalb erstmal unsichtbar
bleibt.
Ich färbe in solchen Fällen das Heizungswasser mit Uranin grün ein, bei
undichtem Wärmetauscher färbt sich dann nach ein paar Tagen das
ablaufende Kondensat ebenfalls grün.

Harald Klotz

unread,
Mar 15, 2013, 6:46:27 AM3/15/13
to
Stefan Koschke schrieb:

> nun aber war heute die Heizung wieder leer aber der Druck im
> Mag noch da! Meine Frau rief eben an, der Heizungsmonteur
> hätte nichts gefunden, das Sicherheitsventil ist dicht, an
> sämtlichen Leitungen / Heizkörpern ist kein Wasseraustritt zu
> finden!

Dann hattest du noch irgendwo Luft im System, welche über leichte
Undichtigkeiten entweichen konnte.
Manche Verschraubung wird erst dicht, wenn sie Wasser bekommt,
speziell wenn Hanf im Spiel ist, das aufquillt.
Sind irgendwo automatische Entlüfter im Einsatz?

Manche Heizung bekommst du nicht einfach entlüftet, irgendwo
bilden sich Luftsäcke, welche erst im Betrieb allmählich in die
Heizkörper kommen.

Grüße Harald

Harald Klotz

unread,
Mar 15, 2013, 6:42:28 AM3/15/13
to
Stefan Koschke schrieb:

> so, kurzer Zwischenbericht:
> das Mag war fast leer, es kam aber noch Luft aus dem Ventil
> Ich habe die Heizung drucklos gemacht, ca 1.5bar Vordruck aufs
> Mag gepumpt, Heizung wieder aufgefüllt und entlüftet.

Und nach dem Entlüften hast du nachgefüllt, bzw. während des
Entlüftens den Druck kontrolliert?

> Danach lief alles, heute morgen wieder 0.3bar auf der Heizung
> und Störungsmeldung und Bude kalt :-(((
>
> Ich hoffe daß heute der Heizungsbauer noch Zeit für uns
> findet, er vermutet ein undichtes Überdruckventil, was ich mir
> auch vorstellen könnte:

Wenn das undicht ist, solltest du es tropfen sehen können.

Wenn du jetzt nachfüllst, geht der Druck schnell oder langsam
hoch?
Schneller Druckanstieg bedeutet, das MAG hat keinen Eigendruck.
Langsamer Druckanstieg, es geht Wasser ins Ausgleichsgefäß.

Allerdings muss man seine Heizung ein wenig kennen um zu
erkennen, was langsam und was schnell ist, das ist je nach Größe
des Ausgleichsgefäßes unterschiedlich.

> Mag war fast drucklos, bei jedem Aufheizvorgang ist etwas
> Wasser über das Überdruckventil getröpfelt, wenn das auf Dauer
> immer
> wieder passiert könnte sich da schon Kalk bilden oder andere
> Krümelchen sich im Ventil absetzen?

Das Ventil prüft man nach dem Auffüllen mit etwas Spucke.
Auf den Finger und über das Ventil streichen.
Bildet sich eine Blase ist das undicht.

> Ich halte Euch auf dem Laufenden...

Dein Heizungsbauer wird keinen Kompromiss eingehen und das MAG
tauschen, er muss auf seine Arbeit Gewährleistung geben und er
macht damit ausserdem besseren Gewinn.

Grüße Harald

Harald Klotz

unread,
Mar 15, 2013, 6:32:46 AM3/15/13
to
Uwe St?ckel schrieb:

> Das ist im Bereich der Personenwagen Marketinggeschw�tz der
> Businesskasper.
> Wenn ich mit Luft f�lle, sind schon mal 79% der F�llung
> Stickstoff. Wie schnell sollen sich dann die O2 Molek�le durch
> die Reifenwand zw�ngen, damit sich ein deutlicher Druckverlust
> einstellt?

Schnell genug, um es erforderlich zu machen den Reifendruck
regelm�ssig pr�fen zu m�ssen.
Nach 3 Monaten wirst du einen Druckverlust feststellen k�nnen.

> Ein etwas undichtes Reifenventil schafft eher mehr Probleme.
>
> N2 als F�llgas wird wimre bei Gefahrguttransportern verwendet,
> weil die Reifen schlechter brennen, dazu im Rennsport.

Naja, dazu passt eher was du oben sagtest.
Ein Reifen der innen brennt?
Selbst wenn, w�re das bischen Sauserstoff im Inneren schnell
verbraucht.

> Im Alltags-KFZ ist das Reifengas einfach nur Geldmacherei ohne
> jeden praxisrelevanten Vorteil.

Das sehe ich ebenfalls so.
Im Gefahrguttransporter betrachte ich es ebenfalls als v�llig
sinnfrei.
Der Reifen wird aussen brennen und wenn er so weit durchgebrannt
ist, dass er platzt, sehe ich nicht, dass es einen wirklichen
Unterschied macht ob reiner Stickstoff oder Luft austritt.
In einem Beh�lter, der Jahrzehnte funktionieren soll, macht es
durchaus Sinn ein Gas zu verwenden, welches schlechter
durchdiffundiert.
Zum Nachf�llen auf Heimwerkerart ist jedoch durchaus gew�hnliche
Luft akzeptabel.

Gr��e Harald

Jürgen Exner

unread,
Mar 15, 2013, 6:59:21 AM3/15/13
to
Stefan Koschke <stefan....@t-online.de> wrote:
>Am 14.03.2013 15:39, schrieb Martin Kienass:
>> Stefan Koschke <stefan....@t-online.de> schrieb:
>>
>> Wichtiger ist, dass der Luftvordruck im Ausdehnungsgefäß etwas niedriger
>> eingestellt wird als der (kalte) Wasserdruck, sonst kann das Ausdehnungsgefäß
>> seine Aufgabe nicht erfüllen.
>> Und selbstverständlich muss dieser Luftvordruck auch mal kontolliert werden,
>> denn zuwenig Luft im MAG führt ebenfalls dazu, dass es seine Funktion nicht
>> mehr erfüllt.
>>
>
>so, kurzer Zwischenbericht:
>das Mag war fast leer, es kam aber noch Luft aus dem Ventil
>Ich habe die Heizung drucklos gemacht, ca 1.5bar Vordruck aufs Mag
>gepumpt, Heizung wieder aufgefüllt und entlüftet.
>Danach lief alles, heute morgen wieder 0.3bar auf der Heizung und
>Störungsmeldung und Bude kalt :-(((

>Mag war fast drucklos,

Dann ist auf jeden Fall schon mal was mit dem MAG nicht in Ordnung, denn
tiefer als die 1.5 Bar Vordruck duerfte der Druck dort nicht fallen,
ganz egal was vielleicht sonst noch zusaetzlich defekt sein koennte.

jue

Uwe St?ckel

unread,
Mar 18, 2013, 3:37:21 AM3/18/13
to
"Harald Klotz" <kl...@freenet.de> wrote:

>Uwe St?ckel schrieb:
>
>> Das ist im Bereich der Personenwagen Marketinggeschw�tz der
>> Businesskasper.
>> Wenn ich mit Luft f�lle, sind schon mal 79% der F�llung
>> Stickstoff. Wie schnell sollen sich dann die O2 Molek�le durch
>> die Reifenwand zw�ngen, damit sich ein deutlicher Druckverlust
>> einstellt?
>
>Schnell genug, um es erforderlich zu machen den Reifendruck
>regelm�ssig pr�fen zu m�ssen.
>Nach 3 Monaten wirst du einen Druckverlust feststellen k�nnen.

m�sste ich mal einen Reifen in die Ecke legen...
Am in Betrieb befindlichen FZ pr�fe ich gewohnheitsm��ig einmal pro
Woche, also alle 1 - 2 Mm (je nach Fahrmenge) und f�lle gef�hlt nur
das nach, was auch vorher beim Messen herausging.

>> Ein etwas undichtes Reifenventil schafft eher mehr Probleme.

findest Du das nicht?

>> N2 als F�llgas wird wimre bei Gefahrguttransportern verwendet,
>> weil die Reifen schlechter brennen, dazu im Rennsport.
>
>Naja, dazu passt eher was du oben sagtest.
>Ein Reifen der innen brennt?
>Selbst wenn, w�re das bischen Sauserstoff im Inneren schnell
>verbraucht.

Schau mal in den ADR, da findest Du einen Hinweis auf N2 als
Reifenf�llgas.
�ber den Sinn (und Erfolg) der Vorschrift habe ich hier nix gesagt.

>> Im Alltags-KFZ ist das Reifengas einfach nur Geldmacherei ohne
>> jeden praxisrelevanten Vorteil.
>
>Das sehe ich ebenfalls so.
>Im Gefahrguttransporter betrachte ich es ebenfalls als v�llig
>sinnfrei.
>Der Reifen wird aussen brennen und wenn er so weit durchgebrannt
>ist, dass er platzt, sehe ich nicht, dass es einen wirklichen
>Unterschied macht ob reiner Stickstoff oder Luft austritt.

sehe ich auch so - ich habe diese Vorschrift nich gemacht (und mu� die
Regel auch nicht einhalten)

>In einem Beh�lter, der Jahrzehnte funktionieren soll, macht es
>durchaus Sinn ein Gas zu verwenden, welches schlechter
>durchdiffundiert.
>Zum Nachf�llen auf Heimwerkerart ist jedoch durchaus gew�hnliche
>Luft akzeptabel.

Die Werksbef�llung mit N2 wird auch vermutlich nicht so luxuri�s
abgerechnet wie diese Reifenf�llgasabzocke.

Harald Klotz

unread,
Mar 18, 2013, 11:24:33 AM3/18/13
to
Uwe St?ckel schrieb:

>> Schnell genug, um es erforderlich zu machen den Reifendruck
>> regelm�ssig pr�fen zu m�ssen.
>> Nach 3 Monaten wirst du einen Druckverlust feststellen k�nnen.
>
> m�sste ich mal einen Reifen in die Ecke legen...
> Am in Betrieb befindlichen FZ pr�fe ich gewohnheitsm��ig
> einmal pro Woche, also alle 1 - 2 Mm (je nach Fahrmenge) und
> f�lle gef�hlt nur das nach, was auch vorher beim Messen
> herausging.

Wenn du einmal pro Woche kontrollierst wirst du keinen Verlust
feststellen, das ist zu wenig.

>> Naja, dazu passt eher was du oben sagtest.
>> Ein Reifen der innen brennt?
>> Selbst wenn, w�re das bischen Sauserstoff im Inneren schnell
>> verbraucht.
>
> Schau mal in den ADR, da findest Du einen Hinweis auf N2 als
> Reifenf�llgas.

Nur weil es vorgeschrieben ist, ist es nicht zwingend wirklich
sinnvoll.
Wenn ein Reifen so weit verbrannt ist, dass der Innendruck
entweichen kann, hast du sicher ernsthafte Probleme.
Der Platzer macht einmal kr�ftig Puff, mit Luft wird es ganz kurz
etwas mehr aufflammen als mit Stickstoff.
Ob das in der Situation noch eine ernsthafte Rolle spielt wage
ich zu bezweifeln.

http://www.youtube.com/watch?v=IiUo-EOg-hs

Ich vermute nicht, dass der eine Stickstoff�llung hatte.

> �ber den Sinn (und Erfolg) der Vorschrift habe ich hier nix
> gesagt.

Das ist richtig.

>> In einem Beh�lter, der Jahrzehnte funktionieren soll, macht es
>> durchaus Sinn ein Gas zu verwenden, welches schlechter
>> durchdiffundiert.
>> Zum Nachf�llen auf Heimwerkerart ist jedoch durchaus
>> gew�hnliche Luft akzeptabel.
>
> Die Werksbef�llung mit N2 wird auch vermutlich nicht so
> luxuri�s abgerechnet wie diese Reifenf�llgasabzocke.

Eine Flasche N2 kostet nicht die Welt.
Teuer wird es es erst wenn der Reifenh�ndler es dir verkauft.

Gr��e Harald

Uwe St?ckel

unread,
Mar 19, 2013, 2:50:00 AM3/19/13
to
"Harald Klotz" <kl...@freenet.de> wrote:

>Nur weil es vorgeschrieben ist, ist es nicht zwingend wirklich
>sinnvoll.
>Wenn ein Reifen so weit verbrannt ist, dass der Innendruck
>entweichen kann, hast du sicher ernsthafte Probleme.
>Der Platzer macht einmal kr�ftig Puff, mit Luft wird es ganz kurz
>etwas mehr aufflammen als mit Stickstoff.
>Ob das in der Situation noch eine ernsthafte Rolle spielt wage
>ich zu bezweifeln.
>
>http://www.youtube.com/watch?v=IiUo-EOg-hs
>
>Ich vermute nicht, dass der eine Stickstoff�llung hatte.

Hab mal was gefunden...
Der Versuchsaufbau ist definitiv nicht das, was die Wirklichkeit sein
k�nnte, aber durchaus interessant:
http://www.ardmediathek.de/das-erste/kopfball?documentId=2472708
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