Stefan Koschke <
stefan....@t-online.de> schrieb:
[Fullquote entsorgt]
>>
> Hallo Martin,
>
> wir haben 3 Etagen, Heizung im Keller, dann wäre ein Systemdruck so um
> die 1.2 bar richtig?
Ob er richtig ist, weiss ich ohne Berechnung nicht. Aber gemäß der
zuvor geposteten Faustregel würde ich es mit diesem Druck versuchen.
Wenn er zu niedrig ist, merkst Du das sofort beim Entlüften des am
höchsten gelegenen Heizkörpers - da kommt in dem Fall nämlich einfach
nichts mehr, weder Luft noch Wasser.
> Wenn aber bei Heizungen unter dem Dach, wie Du schreibst meist 1 bar
> eingestellt wird,
Schrieb ich nicht.
> hätte ich ja in unserem Fall, angenommen die Heizung
> wäre oben mit 1 bar und ich messe im Keller den Druck, hätte ich da die
> 1 bar vom Dach plus ca. 1 bar aus den 12m Höhe = 2 bar?
Ja. Und lebtest Du in einem Hochhaus mit 20 Etagen, hättest Du ganz
unten sogar einen noch viel höheren Druck :)
Es geht jedoch nur um den Druck in Höhe des Heizkessels /
Ausdehnungsgefäßes / Sicherheitsventils / Umwälzpumpe.
Steht dieses Ensemble im Keller, muss man halt die geodätische
Anlagenhöhe in die Druckberechnungen mit einbeziehen,
steht es über sämtlichen Heizkörpern oder auf gleicher Höhe mit diesen,
dann eben nicht.
> Dann ist doch auch knapp unter 2 bar im Keller als Systemdruck nicht so
> falsch?
Er wäre (wahrscheinlich) unnötig hoch. Es gibt schlimmeres. Aber wozu
sollte man die Anlage mit 2bar betreiben, wenn mit (angenommenerweise)
1,2bar alles genauso gut funktioniert? Höhere Drücke entsprechen einer
höheren mechanischen Belastung, die man in dem Fall leicht und
kostenlos vermeiden könnte.
Wichtiger ist, dass der Luftvordruck im Ausdehnungsgefäß etwas niedriger
eingestellt wird als der (kalte) Wasserdruck, sonst kann das Ausdehnungsgefäß
seine Aufgabe nicht erfüllen.
Und selbstverständlich muss dieser Luftvordruck auch mal kontolliert werden,
denn zuwenig Luft im MAG führt ebenfalls dazu, dass es seine Funktion nicht
mehr erfüllt.