Es gibt aber einen Haken und das ist das Dach. Es wurde 1972 neu mit Eternit
(Kunstschiefer) gedeckt. Dieses Zeug ist schwer asbesthaltig und die Entsorgung
anscheinend sehr kostspielig (etwa genau soviel wie das Neudecken, bis zu
100.000 DM, also 1.000 DM/qm , stimmt das wirklich?).
Meine Frage ist nun folgende: Wie lange hält dieses Eternit normalerweise? Von
Naturschiefer sagt man, er hält ca. 100 Jahre. Falls Eternit auch 70-80 Jahre
hält, wäre es uns egal, dass da Asbest drin ist. Das Abdecken müsste dann erst
nach unserer Zeit erfolgen.
Danke im Voraus
Alexander
---
To reply remove "keinsenf." from the email address.
---
The universe is not only stranger than we imagine,
it is stranger than we can imagine. - J.B.S. Haldane
MfG
Werner
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Share what you know. Learn what you don't.
Ich habe mal erlebt wie in der Nachbarschaft so ein Dach ausgetauscht wurde.
Das Dach wurde permanent feucht gehalten und jedes teil wurde einzeln
herabgetragen und teilweise noch verpackt bevor es dann auf die Deponie kam.
Das hat bestimmt ein Vermögen gekostet.
Peter
Alexander Fritz schrieb:
>
>
> Meine Frage ist nun folgende: Wie lange hält dieses Eternit normalerweise? Von
> Naturschiefer sagt man, er hält ca. 100 Jahre. Falls Eternit auch 70-80 Jahre
> hält, wäre es uns egal, dass da Asbest drin ist. Das Abdecken müsste dann erst
> nach unserer Zeit erfolgen.
>
Wenn dieses Eternit asbesthältig ist,hält es sicher lange.Problematisch war die
Zeit,in der Asbest verboten wurde,die ersten Platten ohne Asbest hielten nicht
lange.Inzwischen hat man aber Ersatz für den Asbest gefunden.(behaupten zumindest
die Hersteller)
A&D
>Wir wollen ein Haus kaufen und sind nah dran, eine Jugenstilhaus von 1914, das
>1972 kernsaniert wurde, zu erwerben.
Schön!
>
>Es gibt aber einen Haken und das ist das Dach. Es wurde 1972 neu mit Eternit
>(Kunstschiefer) gedeckt. Dieses Zeug ist schwer asbesthaltig und die Entsorgung
>anscheinend sehr kostspielig (etwa genau soviel wie das Neudecken, bis zu
>100.000 DM, also 1.000 DM/qm , stimmt das wirklich?).
Alsolut nein. Das Material ist beim Ausbau und Transport lediglich
feucht zu halten und muss vorsichtig behandelt werden, damit es nicht
bricht.
>Meine Frage ist nun folgende: Wie lange hält dieses Eternit normalerweise? Von
>Naturschiefer sagt man, er hält ca. 100 Jahre. Falls Eternit auch 70-80 Jahre
>hält, wäre es uns egal, dass da Asbest drin ist. Das Abdecken müsste dann erst
>nach unserer Zeit erfolgen.
Der Asbestgehalt unserer Atemluft im Freien wurde bisher noch nicht
problematisiert. Ich halte es für nicht undenkbar, daß auch dies
irgendwann einmal passiert und asbesthaltige Dächer entweder
ausgetauscht oder beschichtet werden müssen. Unbeschichtete
Eternit-Däcker sehen äusserlich bereits nach relativ kurzer Zeit
ziemlich angegriffen aus, ohne es wirklich zu sein.
Ciao
Klaus
--
email: wen...@dialup.nacamar.de
:>Wir wollen ein Haus kaufen und sind nah dran, eine Jugenstilhaus von 1914, das
:>1972 kernsaniert wurde, zu erwerben.
:>
:>Es gibt aber einen Haken und das ist das Dach. Es wurde 1972 neu mit Eternit
:>(Kunstschiefer) gedeckt. Dieses Zeug ist schwer asbesthaltig und die Entsorgung
:>anscheinend sehr kostspielig (etwa genau soviel wie das Neudecken, bis zu
:>100.000 DM, also 1.000 DM/qm , stimmt das wirklich?).
:>
:>Meine Frage ist nun folgende: Wie lange hält dieses Eternit normalerweise? Von
:>Naturschiefer sagt man, er hält ca. 100 Jahre. Falls Eternit auch 70-80 Jahre
:>hält, wäre es uns egal, dass da Asbest drin ist. Das Abdecken müsste dann erst
:>nach unserer Zeit erfolgen.
:>
:>Danke im Voraus
:>
:>Alexander
Hallo Alexander,
die reinen Entsorgungskosten liegen, je nach Stadt- oder Landkreis bei etwa
200-400 DM/Tonne, die Entsorgungsgebühr kann aber aus viel höher liegen. Mir
ist ein Landkreis bekannt, der fast 1000 DM/tonne verlangt.
Wenn Du es nicht selbst abbauen kannst, muß eine Fachfirma mit Sachkunde ran,
das kostet nicht gerade wenig, frag am besten konkret bei einer Fachfirma und
bei der für die Entsorgung zuständigen Körperschaft nach Abbau- und
Entsorgungskosten, anders bekommst Du keine belastbare Aussage.
Haltbarkeit: Asbesthaltiges Eternit hält längst nicht so lange wie echter
Schiefer. Bei uns in der Gegend werden derzeit Unmassen von Verkleidungen und
Dächern saniert, weil sie anfangen brüchig zu werden. Ein Kollege von mir
(hat die "große" Asbestsachkunde usw.) rechnet damit, daß aus diesen Gründen
in etwa 20 Jahren kaum noch asbesthaltiges Eternit im Umlauf ist.
--
Man liest sich/2
Dietrich
SW-Infrarotfotografie fuer Anfaenger:
>>http://members.xoom.com/dkrieger/ir-anfang.htm<<
> > Meine Frage ist nun folgende: Wie lange hält dieses Eternit
> normalerweise? Von
> > Naturschiefer sagt man, er hält ca. 100 Jahre. Falls Eternit auch 70-
> 80 Jahre
> Nach meiner Einschätzung hält es locker so lange.
Das wird leider nichts. Asbestzementplatten werden mit der Zeit immer
spröder. Am Anfang kann man sie noch ohne Probleme nageln, aber versucht
das einmal mit einer 5 Jahre alten Platte. -> sie springt. Die
Schwierigkeit ist, das die Schindeln an zwei Punkten genagelt sind, und
jetzt schön langsam die Bewegungen des Dachstuhls nicht mehr mitmachen,
sondern springen. Die defekten Platten müssen getauscht werden, dabei
steigt ein Handwerker aufs Dach, dabei brechen noch einige Platten.
Ähnlich liegt das Problem bei den Wellplatten. Sie brechen nicht so
leicht, machen aber Dachstuhlbewegungen nicht mehr mit. Die
ursprüngliche Wellenform ist auch nicht mehr lieferbar.
Meiner Meinung nach ist die technische Lebensdauer von
Asbestzementplatten erreicht. (Egal, ob von E....it oder einem anderen
Hersteller)
> Man kann das Dach auch sanieren statt auf der Müllhalde deponieren,
> indem man es mit einer Spezialbeschichtung versieht. Asbest kommt nur
> raus durch mechanisches Abnutzen oder sauren Regen, beides läßt sich
> durch Abdecken ( Beschichten ) verhindern.
Behauptet der Hersteller, als er mit Schadensersatzforderungen
konfrontiert war.
Wer schon einmal eine Platte angehoben hat, und in die Konterlattung
geschaut hat, weiß wovon ich spreche. An der Unterseite sammelt sich
eine enorme Menge Staub. Ich vermute, das dieser dadurch entsteht, da
die Platten aneinander reiben und dabei Staub anfällt.
Beschichten halte ich für fahrlässig.
--
Viele Grüße aus Wien
Martin Hlustik
> Falls wirklich ein neues Dach fällig wird, kann man sich auch
> Lösungen überlegen, das Dach zu überdecken und die Platten
> darunter liegenlassen.
Wobei das Dach aber in beide (!) Richtungen (innen UND außen) absolut
(!) dicht sein muß.
Würde ich aber nicht tun, das erinnert mich zu sehr an die
Salzstockmentalität für AKW-Müll.
Jeder sein eigener kleiner Endlagerer. ;-)
Doch war in at. schon Thema. Leider wurde die entsprechende Ministerin
wegelobbt.
Der jetzige Ersatz ist, soweit ist weiß, Zellulosefaser. Die Platten
werden schon nach kürzester Zeit spröde. Wie lange eine Dachdeckung
hält, die aus alten Zeitungen und Zement besteht soll sich, jeder selbst
ausrechnen. ;-)
sollte dir nicht egal sein :-(
grund: eternit verwittert an der oberfläche und dann werden die fasern
frei - und nicht zu knapp! als notbehelf läßt sich eternit mit einer art
dachlack steichnen - hält aber nicht allzu lange.
ich bin mir nicht sicher ob eternit von 72 überhaupt noch asbest enthält ...
ansonsten ist eternit mit asbest sondermüll
steffen
Alexander Fritz schrieb:
>
> rnit
> (Kunstschiefer) gedeckt. Dieses Zeug ist schwer asbesthaltig und die Entsorgung
> anscheinend sehr kostspielig (etwa genau soviel wie das Neudecken, bis zu
> 100.000 DM, also 1.000 DM/qm , stimmt das wirklich?).
>
>
Hallo Fritz,
mein Dach besteht aus Wellasbest (140m²) und wird im August
erneuert. Ich habe mehrere Angebote aus der berliner Gegend,
die Demontage und Entsorgungskosten betragen zusammen zwischen
2000,- und 3500,-DM. Du solltest also die richtige Firma damit
beauftragen.
Gruss
Reinhard
> mein Dach besteht aus Wellasbest (140m²) und wird im August
> erneuert. Ich habe mehrere Angebote aus der berliner Gegend,
> die Demontage und Entsorgungskosten betragen zusammen zwischen
> 2000,- und 3500,-DM. Du solltest also die richtige Firma damit
> beauftragen.
Grüß Euch!
Ich hab jetzt die Vorschriften für Asbest-Entsorgung gescannt und ins
Netz gestellt:
http://www.spengler.at/asbest/
Damit kann sich jeder selbst ein Bild machen, welcher Arbeitsaufwand
erforderlich ist, um ein Asbestzementdach loszuwerden.
Ich halte es für unwahrscheinlich, das Du diesen Aufwand um 2000,-- oder
3500,-- bekommst.
Wenn ich mich richtig erinnere hat E....it damit geworben, das die neuen
Platten ganz Bio sind, da die Faser aus der Wiederverwertung stammen.
> Nicht mal Heraklith mit viel weniger Zement in Holz geht leicht kaputt.
Heraklith ist IMHO mit den Dachplatten nicht vergleichbar.
Ich wollte auch noch einmal danke für die vielen Antworten sagen, die auf
meine Frage hier eintrafen.
Es scheint ja verschiedene Meinungen zu Asbestdächern zu geben.
Die einen sagen, das Material würde fast ewig halten, kein Asbest freigeben
und es wäre daher am besten, die Platten überhaupt nicht anzufassen und
nichts zu tun, da bei der Entsorgung wahrscheinlich am meisten Asbestfasern
freigesetzt würden.
Die anderen meinen, die Eternitplatten würden sehr wohl verwittern, spröde
werden und brechen. Daher sollte man so schnell wie möglich entsorgen. Auch
deswegen, weil die Entsorgung bestimmt nicht billiger wird. Außerdem würde
der Gesetzgeber wahrscheinlich sowieso bald die Entsorgung von alten
Asbestdächern vorschreiben.
Die Entsorgung, da habe ich mich bei einigen Dachdeckern vor Ort
(Frankfurt/Main) schlau gemacht, dürfte um die 100 DM/qm kosten, also
wesentlich weniger als zuerst angenommen.