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Kalkwasser / Magnet

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M. Opatz

unread,
Jul 25, 2000, 3:00:00 AM7/25/00
to
Wie haben ziemlich hartes Wasser (23 bis 25 GDH) und die damit verbundenen
Probleme. Das Geschmacksproblem (zudem gechlort!) lösen wir, indem wir Tee und
Kaffee nur mit (geprüftem) Brunnenwasser kochen. Aber die weiteren sind noch
lästig genug (überall Wasserflecke, verkalte Hähne und Duschköpfe, eimerweise!!!
Kalk im Heißwasserbereiter).
Verfahren, in denen das Wasser chemisch behandelt wird, stehe ich skeptisch
gegenüber, eine hier geführte Diskussion (Ionenaustauscher) hat mich darin
bestärkt.
Magnetverfahren hielt ich bisher für Scharlatanerie. Aber nach diversen
Nutzerberichten, das würde teilweise bis weitgehend helfen (was sehr subjektiv
und dehnbar ist), will ich es zumindest mal ausprobieren.
Und zwar: Magnolith, der Kalkmagnet - 30 Tage unverbindlich testen.
Die Versprechungen des Prospekts lassen sich im wesentlichen auf http://www.
magnolith.de nachlesen.
Eine wertfreie Darstellung dürfte dies aber mitnichten sein.
Wer hat Ideen, wie man die Wirksamkeit solch eines Magneten während der 30 Tage
zuverlässig testen kann?
Gibt es sonst welche seriösen wissenschaftlichen oder praktischen Erfahrungen?
Danke für Hinweise
Matthias
--
_____________________________________________________________
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Checkers

unread,
Jul 25, 2000, 3:00:00 AM7/25/00
to
Zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich nicht genug Ahnung von
Physik,Chemie etc.
habe, um Professoren widerlegen zu können.

Die Physik sagt erstmal (korregiert mich, wenn ich falsch liege):
Magnetfelder beeinflussen
bewegte Ladungen oder andere ferromagnetische Stoffe.
Jetzt kommt die Chemie, von der ich nicht mehr so viel weiß: Kalk in Wasser
gelößt
besteht zum Teil aus Ionen. Ionen sind entweder positiv oder negativ
geladen.
Wenn sich diese Ladungen nun an dem Magnet vorbeibewegen, dann ist es nicht
ausgeschlossen, dass der Kristallisationsprozess beeinflusst wird und die
Kristalle
weniger aggresiv macht.
Nun zur Praxis: Ob allerdings ein Magnet in der länge von vielleicht 50 cm
ausreicht
das Wasser so zu beeinflussen, dass der komplette Wasserkreislauf gesäubert
wird,
halte ich für sehr fragwürdig.

bye Checkers

"M. Opatz" <ste...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:397dee16$1...@netnews.web.de...

Andreas Aemissegger

unread,
Jul 25, 2000, 3:00:00 AM7/25/00
to
On 25 Jul 2000 21:45:20 +0200, "M. Opatz" <ste...@web.de> wrote:

>Wie haben ziemlich hartes Wasser (23 bis 25 GDH) und die damit verbundenen
>Probleme.

>Und zwar: Magnolith, der Kalkmagnet - 30 Tage unverbindlich testen.


>Die Versprechungen des Prospekts lassen sich im wesentlichen auf http://www.
>magnolith.de nachlesen.

Du wolltest ja nicht in de.sci.chemie...

Der liebe Dr. Klaus J. Kronenberg schlaegt mal wieder zu. Jedes Mal, wenn es
um Wasserbehandlung mit Magneten geht, wird er zitiert. Nunja, er mag
untersucht und festgestellt haben, was er will, es ist auf alle Faelle
mittlerweilen etwa 15 Jahre her (ich hatte mal irgendwo eine Datumsangabe
gefunden). Und da stellt sich doch die grosse Frage: Warum ist der Mann nicht
weltberuehmt und verdient Milliarden? Es muesste doch einen
Kronenberg-o-maten geben, der die Menschheit vor dem boesen Kalk schuetzt!
Aber statt dessen: nichts. Ausser den diversen futuristischen Wunderwaffen,
die meist ebenso schnell wieder vom Markt verschwinden, wie sie aufgetaucht
sind. Man muss kein grosser Physiker oder Chemiker sein, um da *etwas*
misstrauisch zu werden.

Der Thread lief in de.sci.chemie (und sicher auch de.sci.physik) schon
mehrere Male. Bisher hat noch niemand die Wirksamkeit dieser Geraete
bewiesen. "Zeugenaussagen" basieren bei solchen Dingen generell auf dem
Prinzip "Ich sehe, was ich glaube".

Physikalische oder chemische Diskussionen verlagern wir besser in passendere
Foren, hier nur einige Texte, die die Wirksamkeit widerlegen:

Stiftung Warentest, Physikalische Kalksteinverhueter, Kalk-Killer ohne
Wirkung, 20. Jahrgang August 1985 Nr. 8

http://www.gwup.org/skeptiker/ausgaben/1997/2/kalk.html

http://www.skeptic.com gabs auch mal was zu dem Thema und IIRC hat das
Schweizer Pendant zur Stiftung Warentest auch mal getestet.

Festgestellt wurde uebereinstimmend, dass es NICHT funktioniert. Das einzige,
was diese Geraete mit geradezu beaengstigender Wirksamkeit koennen, ist
leichtglaeubigen Menschen Geld aus der Tasche zu ziehen. Aber darin sind sie
perfekt.

Wer den Glauben an die Wirksamkeit von Magnetfeldern trotzdem nicht verloren
hat, soll sich doch fuer ein paar Mark Kuehlschrankmagnete aus dem Supermarkt
an die Leitung pappen :-)

--
Andreas
a...@bluewin.ch

Joerg Geiger

unread,
Jul 26, 2000, 3:00:00 AM7/26/00
to
M. Opatz <ste...@web.de> wrote:
> Um nicht die selbe Diskussion in verschiedenen Gruppen zu führen, möchte ich
> Euch nur auf meine Anfrage zum Thema "Magnet gegen Kalkwasser" hinweisen, die ich
> in de.rec.heimwerken angestiftet habe, und jene bitten, die sachdienliche seriöse
> wissenschaftliche Argumente für oder wider das Verfahren geben können und wollen,
> dies DORT (nicht hier) zu tun.

Diese Gruppe lese ich nicht mit, deswegen nur soviel: Das Thema wurde in dsc
dsp in den letzten Jahren extensiv (zT auch intensiv) diskutiert. Ein Blick
in deja sollte genuegen um sich einen Ueberblick zu verschaffen. Inzwischen
wurden auch Experimente dazu durchgefuehrt mit dem (zu erwartenden) Ergebnis
dass es keinen Effekt gibt.


--
***********************************************************************
* J"org Geiger - Institut f"ur Klinische Biochemie und Pathobiochemie *
* Universit"at W"urzburg *
* gei...@klin-biochem.uni-wuerzburg.de *
***********************************************************************

Ulrich Pinkernell

unread,
Jul 26, 2000, 3:00:00 AM7/26/00
to
Ich denke, so einfach ist es nicht. Es kommt mal wieder, wie so oft, darauf an...

Es gab eine Untersuchung an der EAWAG (CH) www.eawag.ch, wo die Wirksamkeit
dieser Technik beschrieben wird. Das war sogar ein Promotionsthema! Ich hatte das
zuerst auch für ein Himmelfahrtskommando gehalten, aber scheinbar war es doch
nicht so fruchtlos.

Hier eine Publikation dazu:
Müller Dick R., Siegrist H., Wehrli B. (1999).
Elektromagnetische Felder gegen mineralische Ablagerungen. Gas, Wasser, Abwasser
79(7), 553-560 (1999). [2624]

Wenn ich mich richtig erinnere, konnte gezeigt werden, dass Kalkablagerungen
vermindert werden können, wenn
A) ein Elektromagnet verwendet wird (kein Permanentmagnet!) und
B) das System für die örtlichen Gegebenheiten optimiert wird.

Das sind schon zwei Gründe, die z.B. den Magnetolithen ausscheiden lassen, denn
es scheint sich um einen Permanentmagneten zu handeln ("...ohne Energie...") und
anpassen lässt sich dann auch nichts mehr.

Eine genaue Erklärung konnte aber meines Wissens nicht geliefert werden. Ein
Ansatz war wohl, das im Wasser ebenfalls enthaltene Eisen zu berücksichtigen, da
dieses und nicht Calzium durch elektromagnetische Felder beeinflusst werden kann.
Da Eisen beim Kristallisationsprozess mit eingelagert wird, könnte so die
Kalkbildung beeinflusst werden.
Ich schau nochmal genau nach, und melde mich, wenn dort noch etwas Entscheidendes
steht.

Andreas Aemissegger wrote:

> On 25 Jul 2000 21:45:20 +0200, "M. Opatz" <ste...@web.de> wrote:
> >Wie haben ziemlich hartes Wasser (23 bis 25 GDH) und die damit verbundenen
> >Probleme.

> .....

> Wer den Glauben an die Wirksamkeit von Magnetfeldern trotzdem nicht verloren
> hat, soll sich doch fuer ein paar Mark Kuehlschrankmagnete aus dem Supermarkt
> an die Leitung pappen :-)

Wie gesagt, keine Permanentmagneten. Die sind, wenn als Kalkverhinderer
angeboten, meist auch völlig überteuert. Und das ist es auch wohl, was die ganze
Branche in Verruf gebracht hat. Wenn man sich da Materialwert und Verkaufspreis
anschaut....Ich würde so etwas auch als Wucher bezeichnen.

Aber, wenn einem ein seriöses Rückgaberecht eingeräumt wird und man sich selber
ein Urteil bilden kann (vorsicht Placebo-Effekt ! :) ), dann würde ich ein gut
eingestelltes Gerät auf jeden Fall testen. Schliesslich interessiert mich als
Anwender ja nicht, warum etwas funktioniert, sondern ob es überhaupt etwas nutzt
und sein Geld wert ist.
Als Wissenschaftler sehe ich das natürlich noch etwas anders.

Grüsse!

Uli


Steffen H.

unread,
Jul 26, 2000, 3:00:00 AM7/26/00
to

"M. Opatz" <ste...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:397dee16$1...@netnews.web.de...

> Magnetverfahren hielt ich bisher für Scharlatanerie. Aber nach diversen


> Nutzerberichten, das würde teilweise bis weitgehend helfen (was sehr
subjektiv
> und dehnbar ist), will ich es zumindest mal ausprobieren.

> Und zwar: Magnolith, der Kalkmagnet - 30 Tage unverbindlich testen.

in 30 tagen wirst du keinen effekt feststellen können - eher in 30 monaten
(oder länger)

> Die Versprechungen des Prospekts lassen sich im wesentlichen auf
http://www.
> magnolith.de nachlesen.

vergiss es
die hersteller solcher geräte arbeiten mit erfundenen, befälschten,
verfälschten gutachten etc. ein tüv zeichen oä. können die teile schon
haben - die sagen aber in keinem falle das die dinger funktionieren sondern
lediglich das sie elektrisch sicher bzw in trinkwasseranlagen unschädlich
sind.

falls dus ausprobieren willst, kauf die n paar türmagnete oder nimm n alten
lautsprechermagnet. das wirkt genau so (nicht) ist aber billiger.

ich hab hier mal einen privaten test beschrieben - ein garantiert nicht
funktionierenden wasserenthärter den ich für eine bekannten gebaut habe -
und der funktionierte auch. 3 monate getestet ;-)

also lass die finger davon - die dinger sind betrug!

steffen


M. Opatz

unread,
Jul 26, 2000, 3:00:00 AM7/26/00
to
"Steffen H." <steffe...@cityweb.de> wrote:
(Gegenstand: Test Kalkmagnet)

>in 30 tagen wirst du keinen effekt feststellen können - eher in 30 monaten


Als wir unseren Tee und Kaffee noch mit Leitungswasser gekocht haben (jetzt
Brunnenwasser), nicht mehr als vier Füllungen am Tag, eher weniger, konnten wir
den Wasserkocher wöchentlich entkalken. Nach zwei Wochen ohne Entkalken konnten
wir schon Bröckchen abklopfen. Wenn das wieder passiert, ist ein möglicher
Schwindel doch schon eher aufgedeckt, oder?

Steffen H.

unread,
Jul 27, 2000, 3:00:00 AM7/27/00
to

"M. Opatz" <ste...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:397f2c05$1...@netnews.web.de...

> "Steffen H." <steffe...@cityweb.de> wrote:
> (Gegenstand: Test Kalkmagnet)
> >in 30 tagen wirst du keinen effekt feststellen können - eher in 30
monaten
>
>
> Als wir unseren Tee und Kaffee noch mit Leitungswasser gekocht haben
(jetzt
> Brunnenwasser), nicht mehr als vier Füllungen am Tag, eher weniger,
konnten wir
> den Wasserkocher wöchentlich entkalken. Nach zwei Wochen ohne Entkalken
konnten
> wir schon Bröckchen abklopfen. Wenn das wieder passiert, ist ein möglicher
> Schwindel doch schon eher aufgedeckt, oder?

brunnenwasser hat oft einen eisenanteil der sich deutich bemerkbar macht -
dei wasserwerke haben eine ent-eisen-stufe in der wasseraufbereitung. eisen
ist bei brunnenanlagen in der hauptsache für das zusetzen von leitungen
verantwortlich. der eisenanteil macht die ablagerungen "schwammig"
leg doch einfach mal n magnet in den wasserkocher oder kleb einen von
draußen dran (wenn das teil aus plastik ist). was ich so an kaufbaren
"entkalkungsmagneten" gesehen habe, da waren die magnete sehr schwach.
türmagnete sind einiges stärker (ausprobiert)

bei uns ist wasserhärte 3 wir haben beim leitungswasser keine schwirigkeiten
mit dem wasserkocher - das brunnewasser hat auch 3 allerdings mit
eisenanteil - allerdings brauchen wird nicht als trinkwasser wegen der
nitrate (knapp uner dem höchstwert) das brunnewasser geht für waschmaschine,
dusche/bad, klospülung drauf.

steffen

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