Hat jemand andere Materialvorschläge ?
Danke
Mathias
das ist schonmal beruhigend ...
CU
Mathias
"Peter Fuchs" <hype...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:wczbzayt...@news.steenet.de...
> On Wed, 1 Jan 2003 15:06:42 +0100, Mathias Grün-Drebes wrote:
>
> > Wenn ich das nun mit Hanf dichte - von welcher 'Standzeit' kann ich dann
> > ausgehen ?
>
> Wenn sich Deine UrUrEnkel darüber Gedanken machen reicht das allemal ;-)
>
> --
> MfG
> Peter Fuchs
Also ich würde dir Kupfer verlötet empfehlen.
Verzinkte Stahlrohre rosten gerne nach einiger Zeit und der Zink löst
sich auch auf. Somit hast du immer ein wenig Zink im Wasser und kleine
Rostpartikel setzen sich in den Sieben fest. Dauert allerdings ein
Weilchen bis es soweit ist.
Bei mir ist es auf jeden Fall so mit verzinkten Stahrohren und Hanf,
dass wenn das Wasser ein paar Tage in der Leitung steht (Länge ca. 3m)
kommt erstmal ne Weile ne Rostbrühe raus, und nach 10-15 Litern Wasser
erst sauberes. Die Leitungen sind allerdings auch schon ca. 10 Jahre
alt. Die wurden nachträglich in ein bestehendes Netz eingebaut als
hier die Zentralheizung eingebaut wurde. (Alter Sozialbau)
Auch kommt es darauf an was für andere Rohre sich vor oder nach deiner
Neuinstallation befinden.
Wenn vor oder nach den Stahlrohren Rohre aus edleren Metallen sind,
kommt es zu elektrolytischen Erscheinungen und die Rohre zersetzen
sich. Somit kann es nach Jahren passieren, dass es an einer Stelle
leckt, obwohl sonst alles andere in Ordnung ist.
Für solche Sachen sind auch die Opferanoden in den Warmwasserboilern
drin, weil diese eben aus verschiedenen Metallen zusammengebaut sind.
Dort wird eben gezielt eine Anode eingebaut um zu gewährleisten, dass
sich der Kessel eben nicht zersetzt.
Also wenn du deine komplette Installation in "einem" Material
ausführst gibt es keine solchen Probleme.
Gruß René
Für Trinkwasser nimmt man heute weder verzinktes Stahlrohr noch Kupfer,
sondern aus hygienischen/gesundheitlichen Gründen Plastikrohre. Die sind
heißwasserfest (nicht die blaugestreiften aus dem Baumarkt, die sind aus
Polyethylen und nur für Kaltwasser geeignet). Wenn Du die vom Großhändler
oder hilfswilligen Handwerker beziehst, sind die auch nicht teurer als
Stahl, aber wesentlich schneller zu verlegen. Etwas teurer sind die
speziellen Kupplungen, die erfordern meist auch eine Spezialzange zum
verbinden (kann man evtl. ausleihen). Es gibt auch Systeme, die man ohne
Spezialwerkzeug verlegen kann.
Gruß,
Ralph
--
ne...@RalphAltmann.de
Bildbearbeitung und vieles mehr:
http://www.RalphAltmann.de
> Also ich würde dir Kupfer verlötet empfehlen.
> Verzinkte Stahlrohre rosten gerne nach einiger Zeit und der Zink
> löst sich auch auf. Somit hast du immer ein wenig Zink im Wasser
> und kleine Rostpartikel setzen sich in den Sieben fest.
Bei Kupfer können sich je nachdem wie sauer das Wasser ist auch
Kupferanteile lösen. Ist vorallem für Kleinkinder problematisch.
Lutz
René Hofmaier <J.R.Ho...@Hofmaier.de> writes:
> On Wed, 1 Jan 2003 15:06:42 +0100, "Mathias Grün-Drebes"
> <dre...@t-online.de> wrote:
>>Ich bin gerade dabei die komplette Wasserversorgung im Haus zu erneuern.
[...]
> Auch kommt es darauf an was für andere Rohre sich vor oder nach deiner
> Neuinstallation befinden.
> Wenn vor oder nach den Stahlrohren Rohre aus edleren Metallen sind,
> kommt es zu elektrolytischen Erscheinungen und die Rohre zersetzen
> sich. Somit kann es nach Jahren passieren, dass es an einer Stelle
> leckt, obwohl sonst alles andere in Ordnung ist.
sorry, wenn ich hier so reinplatze, aber das trifft ein Problem, das
mich zur Zeit auch beschäftigt: Wir werden die komplette
Wasserversorgung ersetzen, wollten aber erst hinter dem
1. Absperrventil im Haus damit beginnen.
Alt: verzinkte Stahlrohre (mit Rost in den Leitungen und allem, was
Spaß macht :) )
Neu: Kupfer oder Kunststoff, ist noch offen.
Wenn ich da jetzt Kupferrohr nehme, kann es mir passieren, daß sich
die Leitungen zersetzen, habe ich das richtig verstanden?
Wo müsste ich denn mit einem Cu-Rohr ansetzen, damit so etwas nicht
passieren kann? IIRC ist der Hausanschluss selbst auch aus verzinktem
Stahl. Ausserdem gehört uns nicht das ganze Haus sondern nur ein Teil,
so daß ich wahrscheinlich nicht _alle_ Rohre ersetzen kann.
[...]
> Also wenn du deine komplette Installation in "einem" Material
> ausführst gibt es keine solchen Probleme.
Doch Kunststoff?
Hmm....
Gruß,
Alex
--
Being paranoid doesn't mean they're not really all after you.
-- Terry Pratchett.
Peter Fuchs <hype...@gmx.net> writes:
> On Wed, 1 Jan 2003 18:44:32 +0100, Ralph Altmann wrote:
>> Für Trinkwasser nimmt man heute weder verzinktes Stahlrohr noch Kupfer,
>> sondern aus hygienischen/gesundheitlichen Gründen Plastikrohre.
> Die nimmt man nicht aus hygienischen Gründen sondern aus Kostengründen.
Tja, das ist eben immer wieder das selbe Problem :)
> Plastik lässt sich leichter und schneller verlegen als Metall. Auch der
> Heimwerker hat es leichter mit Plastikrohren.
>
> Aber Plastik hat auch seine Nachteile (mech.Empfindlichkeit, Alterung,
> etc.)
Kannst Du das etwas näher erläutern? Bei uns wird grade auch
diskutiert, ob Cu-Rohr oder Kunststoff.
tia,
>Also ich würde dir Kupfer verlötet empfehlen.
>Verzinkte Stahlrohre rosten gerne nach einiger Zeit und der Zink löst
>sich auch auf
Die verzinkten Stahlrohre hier im Haus sind 50 Jahre alt "still going
strong". Ein Bekannter hat jetzt gerade die 20 Jahre alten Kupferrohre im
Ferienhaus in der Eifel herausreißen müssen. Sie waren durchkorrodiert.
Andreas - würde vermutlich heute Kunststoff verbauen
> Wenn ich das nun mit Hanf dichte - von welcher 'Standzeit' kann ich dann
> ausgehen ?
200 jahre?
garantieren kann ich für mindestens 60 jahre so alt sind die leitungen in
meinem elternhaus teilweise, alle verschraubt mit hanf und leinöl (?)
der kalk im wasser tut ein übriges und dichtet kleinleckagen ab.
steffen
> 200 jahre?
> garantieren kann ich für mindestens 60 jahre so alt sind die leitungen in
> meinem elternhaus teilweise, alle verschraubt mit hanf und leinöl (?)
Ja - so kenn ich das - hat mein Opa noch so gemacht.
> der kalk im wasser tut ein übriges und dichtet kleinleckagen ab.
Damit kann ich leider nicht dienen.
Will ich Kalk im Wasser muss ich ihn selbst hineintun ;-)
CU
Mathias
Genau, deshalb beim zuständigen Wasserwerk erkundigen, ob das TW für
Kupfer geeignet ist.
Gruß mario
http://home.t-online.de/home/Mario.Fessel
http://home.t-online.de/home/WGHolzweissig
>Hallo René,
>
>René Hofmaier <J.R.Ho...@Hofmaier.de> writes:
>> On Wed, 1 Jan 2003 15:06:42 +0100, "Mathias Grün-Drebes"
>> <dre...@t-online.de> wrote:
>>>Ich bin gerade dabei die komplette Wasserversorgung im Haus zu erneuern.
>
>[...]
>
>> Auch kommt es darauf an was für andere Rohre sich vor oder nach deiner
>> Neuinstallation befinden.
>> Wenn vor oder nach den Stahlrohren Rohre aus edleren Metallen sind,
Streiche "oder nach", dann ist Deine Aussage richtig. Immer in
Fließrichtung gesehen, natürlich.
[...]
>Alt: verzinkte Stahlrohre (mit Rost in den Leitungen und allem, was
>Spaß macht :) )
>
>Neu: Kupfer oder Kunststoff, ist noch offen.
>
>Wenn ich da jetzt Kupferrohr nehme, kann es mir passieren, daß sich
>die Leitungen zersetzen, habe ich das richtig verstanden?
Solange Du _nach_ dem Kupfer nicht alte, verzinkte Leitungsabschnitte
beibehalten willst oder musst, ist das kein Problem.
>Wo müsste ich denn mit einem Cu-Rohr ansetzen, damit so etwas nicht
>passieren kann? IIRC ist der Hausanschluss selbst auch aus verzinktem
>Stahl. Ausserdem gehört uns nicht das ganze Haus sondern nur ein Teil,
>so daß ich wahrscheinlich nicht _alle_ Rohre ersetzen kann.
Dann würde ich kein Kupfer nehmen. Alternative wäre höchstens noch
innen verzinntes Kupferrohr, das sollte man dann aber aus
naheliegenden Gründen nicht löten sondern pressen --> Spezialwerkzeug.
>[...]
>
>> Also wenn du deine komplette Installation in "einem" Material
>> ausführst gibt es keine solchen Probleme.
>
>Doch Kunststoff?
Es gibt neben dem reinen Kunststoffrohr (wobei es auch hier nochmals
unterschiedliche Eigenschaften wegen unterschiedlicher Werkstoffe
gibt) auch Rohrsysteme aus Metall-Kunststoff-Verbund.
Beste Erfahrungen habe ich mit Geberit Mepla, dieses System bewegt
sich aber preislich eher über dem Niveau einer Kupferinstallation. Und
man benötigt spezielles Preßwerkzeug.
Andere Hersteller haben ähnliche Systeme in selber Preislage im
Programm, insbesondere die Fittings sind nicht allzu preiswert. Dafür
läßt sich dann der eine oder andere Fitting sparen, weil die Rohre (im
Gegensatz zu reinem Kunststoffrohr) formstabil sind und somit gebogen
werden können.
Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob eines dieser
Verbundrohrsysteme auch in Baumärkten angeboten wird.
--
______________
/schüüüüüüüß Martin Kienaß
Hamburg (Germany)
Martin Kienass <mar...@makienet.de> writes:
> Am Thu, 02 Jan 2003 09:32:50 +0100 schrieb Alexander Stellwag:
[...]
>>> Auch kommt es darauf an was für andere Rohre sich vor oder nach deiner
>>> Neuinstallation befinden.
>>> Wenn vor oder nach den Stahlrohren Rohre aus edleren Metallen sind,
> Streiche "oder nach", dann ist Deine Aussage richtig. Immer in
> Fließrichtung gesehen, natürlich.
Das klingt ja, als sollte das dann passen.
[...]
>>Wenn ich da jetzt Kupferrohr nehme, kann es mir passieren, daß sich
>>die Leitungen zersetzen, habe ich das richtig verstanden?
> Solange Du _nach_ dem Kupfer nicht alte, verzinkte Leitungsabschnitte
> beibehalten willst oder musst, ist das kein Problem.
Sehr schön. Wenn, dann habe ich Stahlrohre _vor_ dem neuen Cu-Rohr.
>>Wo müsste ich denn mit einem Cu-Rohr ansetzen, damit so etwas nicht
>>passieren kann? IIRC ist der Hausanschluss selbst auch aus verzinktem
>>Stahl. Ausserdem gehört uns nicht das ganze Haus sondern nur ein Teil,
>>so daß ich wahrscheinlich nicht _alle_ Rohre ersetzen kann.
> Dann würde ich kein Kupfer nehmen. Alternative wäre höchstens noch
> innen verzinntes Kupferrohr, das sollte man dann aber aus
> naheliegenden Gründen nicht löten sondern pressen --> Spezialwerkzeug.
=teuer :(
>>> Also wenn du deine komplette Installation in "einem" Material
>>> ausführst gibt es keine solchen Probleme.
>>Doch Kunststoff?
> Es gibt neben dem reinen Kunststoffrohr (wobei es auch hier nochmals
> unterschiedliche Eigenschaften wegen unterschiedlicher Werkstoffe
> gibt) auch Rohrsysteme aus Metall-Kunststoff-Verbund.
> Beste Erfahrungen habe ich mit Geberit Mepla, dieses System bewegt
> sich aber preislich eher über dem Niveau einer Kupferinstallation. Und
> man benötigt spezielles Preßwerkzeug.
Hmm. Klingt prinzipiell interessant, wenn auch ein hoher Preis nicht
grade ganz in meine Vorstellungen passt.
> Andere Hersteller haben ähnliche Systeme in selber Preislage im
> Programm, insbesondere die Fittings sind nicht allzu preiswert. Dafür
> läßt sich dann der eine oder andere Fitting sparen, weil die Rohre (im
> Gegensatz zu reinem Kunststoffrohr) formstabil sind und somit gebogen
> werden können.
Auch sehr interessant. Wir werden wolh nicht immer alles ganz grade
machen können, da wir mit dem Umbau leider an "alte Zöpfen" gebunden
sind.
> Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob eines dieser
> Verbundrohrsysteme auch in Baumärkten angeboten wird.
Mal sehen. Auf jeden Fall mal vielen Dank für die Infos, ich werde
mich dann mal weiter bei den Lieferanten umsehen.
thx,
mmmm 30 jahre und noch alles ok! (eifel, kupferrohre)
anzumerken ist das die eifel absolutes weichwasser gebiet ist. kalk
ablagerungen und damit schutz gibts für das kupferrohr kaum (es gibt eine
dünne andersfarbige ablagerungsschicht im kupferrohr).
vielleicht liegts am ferienhaus: kaum wasser bewegung in den rohren.
bei stahlrohren würde wahrscheinlich erst rostwasser kommen beim
aufdrehen...
steffen
Peter Fuchs <hype...@gmx.net> writes:
> On Thu, 02 Jan 2003 09:34:33 +0100, Alexander Stellwag wrote:
>>> Aber Plastik hat auch seine Nachteile (mech.Empfindlichkeit, Alterung,
>>> etc.)
>> Kannst Du das etwas näher erläutern? Bei uns wird grade auch
>> diskutiert, ob Cu-Rohr oder Kunststoff.
> Dass Plastik mechanisch empfindlicher ist, dürfte klar sein. Mach den
> Hammer draufhau Test ;-)
> Die Relevanz dieser Tatsache muss jeder selbst für sich und die geplante
> Umgebung bewerten.
>
> Kunststoff altert, d.h. es wird im Laufe der Zeit weniger elastisch bis
> sogar spröde. Dies wird noch durch die Wärmeschwankungen im Rohr begünstigt
> (kaltes, warmes Wasser). Die genaue Lebensdauer kenne ich auch nicht.
Hmm. Das spricht jetzt aus meiner Sicht nicht wirklich dafür,
Kunststoffrohre zu verlegen.
Auf jeden Fall mal vielen Dank für die Info, ich werde das nochmal
durch denken :)
> [Annekdote]
*g*
[...]
> Die Alterung ist stärker, wenn Wärmeunterschiede auftreten. Fliesst z.B.
> immer nur Kaltwasser durch das Rohr, hält es auch länger.
Warmwasser gibt's bei uns nur in den Bädern
(Durchlauferhitzer).
Danke und Gruß,
[...]
>Dass Plastik mechanisch empfindlicher ist, dürfte klar sein. Mach den
>Hammer draufhau Test ;-)
So? Dann versuch' doch 'mal, Rohre aus Polypropylen (PP) oder
Polyethylen (PE) mit dem Hammer zu zerstören. Es wird Dir nicht
gelingen.
Du schreibst von Rohren aus PVC (hart), die sind relativ zerbrechlich,
insbesondere bei Kälte.
>Die Relevanz dieser Tatsache muss jeder selbst für sich und die geplante
>Umgebung bewerten.
Obiges kleines Beispiel macht glaube ich deutlich, daß "Plastik" eben
nicht gleich "Plastik" ist und man sich gerade bei der Verwendung von
Kunststoffrohren über den jeweiligen Einsatzzweck im Klaren sein
sollte.
Weiteres Beispiel hierzu:
Rohre aus PE (schwarz mit blauem Streifen) eignen sich hervorragend
für Kaltwasserleitung im Erdreich, während sie für
Hausverteilungsleitungen oder Warmwasser nicht zugelassen sind.
Rohre aus vernetztem PE (PE-X) dagegen sind für die Hausverteilung und
Warmwasser zugelassen. Es werden sogar Fußbodenheizungsrohre daraus
hergestellt.
>Kunststoff altert, d.h. es wird im Laufe der Zeit weniger elastisch bis
>sogar spröde. Dies wird noch durch die Wärmeschwankungen im Rohr begünstigt
>(kaltes, warmes Wasser).
Gilt für PVC. PP oder PB (Polybuten) verspröden nicht (habe ich
jedenfalls noch nicht gesehen). PE versprödet unter UV-Einfluss,
ebenso PVC.
>Annekdote: Wir hatten in Spanien Plastikwasserrohre an der Oberfläche
>verlegt (Rasensprengen), das waren Rohre mit einer Wandstärke von ca. 3mm.
PVC-hart. Nimmt man auch nicht für die Verlegung im Freien :-)
>Alle paar Tage (im Sommer) mussten wir Teile davon austauschen, weil sie
>porös wurden und kleine Wasserfontainen abgaben. Schuld war hier natürlich
>wohl die direkte Sonneneinstrahlung,
Eben.
>die Lebensdauer wird sich z.B. unterirdisch stark verlängern ist aber im
>Vergleich zu Metallrohren immer noch sehr kurz.
Wenn man "Metallrohre" (auch hier gibt es sehr unterschiedliche
Werkstoffe mit stark unterschiedlichen Eigenschaften!) nicht dem
Einsatzzweck entsprechend aussucht und fachgerecht verarbeitet, sind
sie genau so schnell hinüber wie ein nicht dem Einsatzzweck
entsprechend ausgewähltes Kunststoffrohr.
Ob dieser Test realitätsnah ist darf durchaus bezweifelt werden, denn ich habe
noch in keinem Haus gewohnt, bei dem man mit einem Hammer an die Wasserleitungen
kam ohne vorher die Wand aufzuschlagen.
>
> Kunststoff altert, d.h. es wird im Laufe der Zeit weniger elastisch bis
> sogar spröde. Dies wird noch durch die Wärmeschwankungen im Rohr begünstigt
> (kaltes, warmes Wasser). Die genaue Lebensdauer kenne ich auch nicht.
>
Es gibt nicht "den Kunststoff", sondern viele verschiedene.
Es ist z.B. üblich daß die Leitungen für die Fussbodenheizung aus Kunststoff
sind. Ob die Kunststoffleitungen etwas taugen, oder ob sie sogar besser
geeignet sind, kann man sicherlich nicht entscheiden wenn man
das Material nicht kennt.
> wohl die direkte Sonneneinstrahlung, die Lebensdauer wird sich z.B.
> unterirdisch stark verlängern ist aber im Vergleich zu Metallrohren immer
> noch sehr kurz.
Sicher?
Stahlrohre neigen zur Korrosion, das kann sehr schnell gehen.
> ... ob Cu-Rohr oder Kunststoff.
Bei Cu sind die Fittinge billiger, aber man braucht auch deutlich mehr.
Kunststoff dämmt etwas besser und ist flexibler. Das macht die
Handhabung deutlich leichter. Außerdem verträgt er mehr "Chemie" im
Wasser, was bei Cu zu Lochfraß führen könnte.
>
> Dass Plastik mechanisch empfindlicher ist,
> dürfte klar sein. Mach den
> Hammer draufhau Test ;-)
Das ist der falsche Test. Mach lieber den "paarmal hin- und
zurückbiege-Test".
Ich habe auch den Hammertest gemacht ( Reststück als "Polster" für was
edleres )und über die Haltbarkeit gestaunt.
> Kunststoff altert, d.h. es wird im Laufe der
> Zeit weniger elastisch bis sogar spröde.
Soll aber trotzdem seine 50 Jahre halten.
Dies wird noch durch die Wärmeschwankungen im Rohr begünstigt
> (kaltes, warmes Wasser). Die genaue Lebensdauer kenne ich auch nicht.
>
> Plastikwasserrohre ...Schuld war hier natürlich
> wohl die direkte Sonneneinstrahlung,
Ja klar. Aber die meisten Rohre im Haus liegen nicht in der Sonne :-)
> ...Fliesst z.B.
> immer nur Kaltwasser durch das Rohr, hält es
> auch länger.
>
na das ist ja eine dolle Neuigkeit :-)
viele Grüße
Werner
------------------------------------------------------------------------
Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de:
http://newsgroups.freenet.de
>Ob dieser Test realitätsnah ist darf durchaus bezweifelt werden, denn ich habe
>noch in keinem Haus gewohnt, bei dem man mit einem Hammer an die Wasserleitungen
>kam ohne vorher die Wand aufzuschlagen.
Du Glücklicher (vor allem beim Streichen und Tapezieren lernt man es
zu schätzen). Ich kenne genug Häuser mit Rohren auf der Wand, speziell
im Keller, wo auch hammer und anderes schweres Gerät am nächsten sind.
--
Martin D. Bartsch
ARD Paris
German TV Allemande
>Für Trinkwasser nimmt man heute weder verzinktes Stahlrohr noch Kupfer,
>sondern aus hygienischen/gesundheitlichen Gründen Plastikrohre. Die sind
>heißwasserfest (nicht die blaugestreiften aus dem Baumarkt, die sind aus
>Polyethylen und nur für Kaltwasser geeignet).
PE ist auch heisswasser geeignet.
Volker
--
"Andere spielen Prügelpause oder Counterstrike, wir lesen dsv"
Andreas Cammin in dsv (de.soc.verkehr)
>> Dann würde ich kein Kupfer nehmen. Alternative wäre höchstens noch
>> innen verzinntes Kupferrohr, das sollte man dann aber aus
>> naheliegenden Gründen nicht löten sondern pressen --> Spezialwerkzeug.
>
>=teuer :(
Nunja, das presswerkzeug habbich schon bei diversen Werkzeugvermietern
gesehen, brauchst dir das also nicht kaufen.
>Weiteres Beispiel hierzu:
>Rohre aus PE (schwarz mit blauem Streifen) eignen sich hervorragend
>für Kaltwasserleitung im Erdreich, während sie für
>Hausverteilungsleitungen oder Warmwasser nicht zugelassen sind.
>Rohre aus vernetztem PE (PE-X) dagegen sind für die Hausverteilung und
>Warmwasser zugelassen.
Ist die Vernetzung eine zwingende Vorraussetzung?
Wenn ja, dann frage ich mich, wieso Fusiotherm immernoch recht
verbreitet ist; die sind naemlich schweissbar, und das geht
bekanntlich _nicht_ bei vernetztem PE, da sind nur Klemmverbindungen
moeglich.
>Gilt für PVC. PP oder PB (Polybuten) verspröden nicht (habe ich
>jedenfalls noch nicht gesehen). PE versprödet unter UV-Einfluss,
>ebenso PVC.
ACK.
>Martin Kienass wrote:
>
>>Weiteres Beispiel hierzu:
>>Rohre aus PE (schwarz mit blauem Streifen) eignen sich hervorragend
>>für Kaltwasserleitung im Erdreich, während sie für
>>Hausverteilungsleitungen oder Warmwasser nicht zugelassen sind.
>>Rohre aus vernetztem PE (PE-X) dagegen sind für die Hausverteilung und
>>Warmwasser zugelassen.
>
>
>Ist die Vernetzung eine zwingende Vorraussetzung?
Ich denke ja. Die Vernetzung trägt auch zur Dichtheit gegen
Sauerstoffdiffusion bei, nicht unwichtig bei Rohren für FBH.
>Wenn ja, dann frage ich mich, wieso Fusiotherm immernoch recht
>verbreitet ist; die sind naemlich schweissbar, und das geht
>bekanntlich _nicht_ bei vernetztem PE, da sind nur Klemmverbindungen
>moeglich.
Stimmt. Fusiotherm besteht aber AFAIR aus PP (oder war's PB?), und da
funktioniert das Verschweißen dann wieder :-)
> Wenn ja, dann frage ich mich, wieso Fusiotherm immernoch recht
> verbreitet ist; die sind naemlich schweissbar, und das geht
> bekanntlich _nicht_ bei vernetztem PE, da sind nur
> Klemmverbindungen moeglich.
Nö, geht auch mit Druckhülsenverbindungstechnik. www.tece.de
Lutz
> anzumerken ist das die eifel absolutes weichwasser gebiet ist.
Gerolsteiner?
SCRN
Lutz
>>Wenn ja, dann frage ich mich, wieso Fusiotherm immernoch recht
>>verbreitet ist; die sind naemlich schweissbar, und das geht
>>bekanntlich _nicht_ bei vernetztem PE, da sind nur Klemmverbindungen
>>moeglich.
>
>Stimmt. Fusiotherm besteht aber AFAIR aus PP (oder war's PB?), und da
>funktioniert das Verschweißen dann wieder :-)
Es gibt IIRC vom gruenen Fusiotherm zwei Varianten: eine schweissbare
und eine nicht-schweissbare.
die waeren doch bloed, wuerden sie fuer die beiden Varianten zwei
verschiedene Kunststoffe einsetzen...
Nur so ein Gedanke, kann natuerlich durchaus sein, dass du recht hast,
und die Rohre sind aus PP.
Hab aber gerade keine Lust, die Fusiotherm-OInternetseiten aufzurufen
;-))
volker
>> bekanntlich _nicht_ bei vernetztem PE, da sind nur
>> Klemmverbindungen moeglich.
>
>Nö, geht auch mit Druckhülsenverbindungstechnik. www.tece.de
Erbsenzaehler; diese Verbindungstechnik laeuft bei mir unter
Klemmverbindung _mit_ -- wie ein einzelner hersteller seine
Verbindungstechnik nennt, ist mir naemlich herzlich egal, solange das
Prinzip bereits bekannt ist.
wichtig war im übrigen nur die Feststellung, dass (nachdem PE schon
mal grundsaetzlich nicht klebbar ist) vernetzes PE auch nicht mehr
geschweisst werden kann, sondern hier auf rein mechanische Verbindung
zurueckgegriffen werden muss.
neeee, monschau...
steffen
>>Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob eines dieser
>>Verbundrohrsysteme auch in Baumärkten angeboten wird.
> Mal sehen. Auf jeden Fall mal vielen Dank für die Infos, ich werde
> mich dann mal weiter bei den Lieferanten umsehen.
Ich hab so ein Verbundrohr hinter dem neuen Cu vor dem alten St um zu
entkoppeln. Das ist aber auch nur eine Lösung auf Zeit. Das St Rohr
spuckt braun nach ein paar Tagen Standzeit.
CU
Flemming
> Kannst Du das etwas näher erläutern? Bei uns wird grade auch
> diskutiert, ob Cu-Rohr oder Kunststoff.
Wir haben hier im Institut eine der frühen Kunststoffverrohrungen. Nach
30 Jahren fing es dann an, dass Rohrbrüche zur Normalität gehören.
Inzwischen Ist die Frage, ob das Gebäude Saniert oder Abgerissen wird.
Aber nicht nur deswegen.
Du solltest als erstes den Ph Wert deines Trinkwassers in Erfahrung
bringen. Regenwassernutzung geht fast immer durch Kunststoffrohre. Cu
bildet eine nach kurzer Zeit eine passive Schicht, zumindest wenn der Ph
Wert nicht zu niedrig (=sauer) ist, dann hält Cu daher recht lange, ist
einfach zu verlegen, unproblematisch zu Ändern (und somit auch zu
erweitern un reparieren). Kunststoff für Heißwasser gibt es noch nicht
so lange. Sind dann meistens Verbundrohre.
Zum Schutz deiner Anlage empfehle ich die als erste eine
Hauswasserstation bestehend aus Filter und Druckminderer (kleiner 5 bar
einstellen). Der Filter hält Partikel zurück, die als
Rost/Korrosionskeime dienen können. IMHO ist so was (z.T. / überall ?)
bei Neuinstallationen und Änderungen vorgeschrieben. Der Druckminderer
verlängert die Lebensdauer insbesondere von Ventilen und Schläuchen
(Druckstöße beim Schließen von Magnetventilen in Waschmaschine, etc. Und
wenn mal der Druck zu hoch wird, weil wie bei uns dem Versorger was in
die Binsen geht (14 bar waren das dann), dann geht das auch langsam den
Leitungen an den Kragen. Und nimm eine Station mit rückspülbarem Filter.
Der läßt sich dann ohne ihn auszubauen reinigen.
CU
Flemming
>Stimmt. Fusiotherm besteht aber AFAIR aus PP (oder war's PB?), und da
>funktioniert das Verschweißen dann wieder :-)
Du hast recht, Fusiotherm ist aus PP, ich hab gestern abend noch
nachgesehen.
Hat was mit der Spannung zu tun. Das funktioniert wie eine
Alkali-Batterie aus Zink-Kohle. Dort wird auch langsam der Zinkbecher
zersetzt und somit entlädt sich die Batterie. Der Kupferkern in der
Batterie bleibt erhalten.
Wie das ganz genau elektrochemisch vonstatten geht kann ich grade
nicht sagen, die Lehrzeit ist schon ein paar Järchen her ;-))
Aber wenn du bei Google nach Batterien und deren Funktionsweise
nachschaust, wirst du was dazu finden denke ich mal.
Gruß René
[...]
>>> Streiche "oder nach", dann ist Deine Aussage richtig. Immer in
>>> Fließrichtung gesehen, natürlich.
>>>
>>
>Wiesi dass denn? Wenn das Wasser in den Leitungen steht (was wohl meistens der
>Fall ist, findet galvanische Korrosion in beide Richtungen statt.
Richtig. Diese Art Korrosion findet auch statt, nur in einem sehr begrenzten
und unschädlichen Rahmen und in einem sehr engen Bereich unmittelbar
an der Verbindungsstelle beider Metalle --> Kontaktkorrosion
>Ob die Ionen
>das fleißende Wasser interessiert, weiß ich nicht, aber sonst kommen die in
>jeder Richtung voran.
In der Tat ist es so, daß sich Kupferionen im Wasser lösen. Und wenn
dieses mit Kupferionen "belastetes" Wasser dann durch eine verzinkte
Stahlleitung fließt, dann kann das in der Stahlleitung zu Lochfraß
führen.
Das ganze nennt sich "Fließregel" und wird jedem Azubi spätestens im
2. Lehrjahr eingetrichtert.
mein Unverständnis war rhetorisch. Meine frage bezog sich darauf, warum dieser
Prozess nur in Fließrichtung des wasers stattfinden soll. IMO wandern die Ionen bei
stehendem Wasser (siehe Batterie) vom unedlen zum edleren Metall, die Richtung ist
dnen egal (vielleicht nicht bei fließendem Wasser, bei mir steht das Wasser jedoch
ca. zu 98% der Zeit in der Leitung, da ich nicht ständig Wasser fleißen lasse:-) )
Also nochmal, warum darf Zink/Stahl hinter Kupfer? Ich meine: Stahl darf gar nicht
mit Kupfer (außer mit Opferanode, s.o. im Thread)
Matthias
> Am Mon, 06 Jan 2003 20:08:52 +0100 schrieb Matthias Klander:
>
> [...]
> >>> Streiche "oder nach", dann ist Deine Aussage richtig. Immer in
> >>> Fließrichtung gesehen, natürlich.
> >>>
> >>
> >Wiesi dass denn? Wenn das Wasser in den Leitungen steht (was wohl meistens der
> >Fall ist, findet galvanische Korrosion in beide Richtungen statt.
>
> Richtig. Diese Art Korrosion findet auch statt, nur in einem sehr begrenzten
> und unschädlichen Rahmen und in einem sehr engen Bereich unmittelbar
> an der Verbindungsstelle beider Metalle --> Kontaktkorrosion
>
> >Ob die Ionen
> >das fleißende Wasser interessiert, weiß ich nicht, aber sonst kommen die in
> >jeder Richtung voran.
>
> In der Tat ist es so, daß sich Kupferionen im Wasser lösen. Und wenn
> dieses mit Kupferionen "belastetes" Wasser dann durch eine verzinkte
> Stahlleitung fließt, dann kann das in der Stahlleitung zu Lochfraß
> führen.
Mag ja sein.
>
>
> Das ganze nennt sich "Fließregel" und wird jedem Azubi spätestens im
> 2. Lehrjahr eingetrichtert.
>
>
Mag ja auch sein.
Klärt aber nicht die Frage, warum die galvanische Korrosion nicht auch direkt in
Gegenrichtung bei stehendem Wasser funtionieren soll, da durch den Unterschied der
Wertigkeit der Metalle neg. Zinkionen zum Kupfer wandern, also auch zum Kupfer,
welches noch nicht gelöst ist.
Gruß
Matthias
Also: Der kupferinduzierte Lochfraß ist eine Sonderform der
bimetallkorrosion. Dabei wird im Wasser gelöstes Kupfer an der
Oberfläche von verzinkten Stahlrohren wieder auszementiert und bildet
dort Lokalelemente mit der Folge von Löchern.
Rohre aus Kupfer geben eine gewisse Menge Kupfer in das Wasser ab.
Deshalb darf man keine verzinkten Rohre nach Kupfer einbauen.
Andersrum ist es zulässig.
und an anderer Stelle:
>Mag ja auch sein.
>Klärt aber nicht die Frage, warum die galvanische Korrosion nicht auch direkt in
>Gegenrichtung bei stehendem Wasser funtionieren soll, da durch den Unterschied der
>Wertigkeit der Metalle neg. Zinkionen zum Kupfer wandern, also auch zum Kupfer,
>welches noch nicht gelöst ist.
Die Rückdiffusion findet auch statt, aber wesentlich langsamer. Das
bedeutet,. dass der Effekt, wenn überhaupt nur im Bereich des
Übergangs entsteht. Zudem ist nach Norm ein Rückflussverhinderer
vorgesehen, der das zusätzlich verhindert.
Der Transport findet also im Wesentlichen über die Strömung des
Wassers und nicht über chemische Potentiale statt.
Besser ist natürlich, wie Du selber sagst: Stahl nicht mit Kupfer.
Aber das geht eben nicht immer, besonders bei Teilsanierungen.
Wilm