ist es üblich Heizungsrohre unter Putz zu verlegen?
Und wenn ja: Gibt es Richtlinien, in welcher Tiefe in der Wand das zu
erfolgen hat - und auf welcher Höhe über dem Fußboden?
Ich frage, weil ein Bekannter bei der Montage von Sockelleisten über dem
Laminat ein Heizungsrohr angebohrt hat...
Ciao
dirk
>ist es üblich Heizungsrohre unter Putz zu verlegen?
Leider ja. Wenn ich rechtzeitig nachgedacht hätte, lägen meine Rohre
heute auch nicht im/unterm Estrich.
>Und wenn ja: Gibt es Richtlinien, in welcher Tiefe in der Wand das zu
>erfolgen hat - und auf welcher Höhe über dem Fußboden?
Im Estrich liegense jedenfalls so, wie der Handwerker das für opportun
hielt. Zum Glück habe ich damals Fotos gemacht und muß nu nich mehr
suchen. Oder erst dann, wenn der Bau irgendwo naß wird und der Druck
im Kreislauf dauernd abfällt.
>Ich frage, weil ein Bekannter bei der Montage von Sockelleisten über dem
>Laminat ein Heizungsrohr angebohrt hat...
Pech. Zum Glück isses derzeit ja warm. Nachbar hat neulich ein
Wasserrohr angestemmt - ohne Wasser ist schlimmer.
Grüße,
H.
Ja.
> Und wenn ja: Gibt es Richtlinien, in welcher Tiefe in der Wand das zu
> erfolgen hat - und auf welcher Höhe über dem Fußboden?
Nein. Aber meistens liegen die Rohre knapp unter dem Putz, einfach weil
sonst die Stabilität der Wand gefährdet wäre.
> Ich frage, weil ein Bekannter bei der Montage von Sockelleisten über dem
> Laminat ein Heizungsrohr angebohrt hat...
Da war er nicht der erste und wird nicht der letzte sein.
Greetz,
MK
--
filter.maikkoenig.de
"Yeah, but after 12 fucking years it should be!"
Am elegantesten ist es immer noch, die Dinger genau senkrecht
unter den Heizungen durch schaumstoffgefüllte Löcher im Boden
in den Keller gehen zu lassen und dort offen aber wärmeisoliert
zusammenzuführen.
Einfach reparabel, nie anbohren, kostengünstig verlegbar.
Dazu muß natürlich ein Keller (oder abgehängte Decke oder
niedriger Versorgungsraum) unter den Zimmern sein...
--
Manfred Winterhoff
Mein Bruder hat mit der Mauernutfraese das Heizungsrohr eingesaegt.
Und wohlgemerkt kein Kupferrohr, sondern ein schwarzes Eisenrohr. Ging
durch wie Butter ;-)
> ist es üblich Heizungsrohre unter Putz zu verlegen?
> Und wenn ja: Gibt es Richtlinien, in welcher Tiefe in der Wand das zu
> erfolgen hat - und auf welcher Höhe über dem Fußboden?
Richtlinein sind mir nicht bekannt.
> Ich frage, weil ein Bekannter bei der Montage von Sockelleisten über
> dem Laminat ein Heizungsrohr angebohrt hat...
Tja, was hat er geglaubt wo die Heizung ihr Wasser herbekommt?
Selbst Schuld, es gibt Prüfgeräte.
Harald
> Was findet man mit solchen Prüfgeräten? Die genaue Position einer
> Kunststoffleitung zwischen der Stahlarmierung des Estrichs wohl eher
> nicht.
Stimmt, an Kunststoffleitungen habe ich nicht gedacht.
> Mit Kupferleitungen hat man vermutlich mehr Glück.
> Stahlleitungen für den Heizkreislauf sind wohl nicht das Wahre.
Früher hat man Stahlleitungen verbaut, mir sind bis heute keine Probleme
bekannt.
Als die Lohnkosten stiegen ist man zum teureren Material Kupfer
übergegangen, weil es weniger Arbeit macht und die geringeren Lohnkosten
den Mehrpreis für Kupfer aufwogen.
Durchgegammelte Leitungen kommen bei Kupfer eher vor als bei Stahl.
Hinzu kommt die geringere mechanische Stabilität von Kupfer.
Harald
Was sind dann HZ-Kanäle?
>
>> Ich frage, weil ein Bekannter bei der Montage von Sockelleisten über dem
>> Laminat ein Heizungsrohr angebohrt hat...
>
> Das ist genauso möglich und wahrscheinlich wie das Anbohren bei der
> Montage von Vorhangstangen.
>
> Beim heutigen Dünnbau (etwas mehr als 12 cm Wand, 12 cm Dämmung?) darf
> man nicht mehr tief in die Wände reingehen, weil dann nichts tragendes
> mehr übrig bleibt. Heizungsrohre mit 12 mm Durchmesser und ebensolcher
> Dämmung brauchen vielleicht 11 mm Putz, 12+12+12 mm Rohr, 3 mm Reserve =
> 50 mm Schlitztiefe.
12mm Dämmung was ist das?
Horizontalschlitze in 12er Mauerwerk "Never"
Was spricht gegen Stahlleitungen?
>
> Schönen Gruß
> Martin
Wie kommste auf das schmale Brett?
>> Stahlleitungen für den Heizkreislauf sind wohl nicht das Wahre.
>
> Wie kommste auf das schmale Brett?
Na man, das rostet, dass weis doch jedes Kind. ;-)
Dass Kunststoffe nach wenigen Jahren zerfallen, das haben viele noch
nicht mitbekommen, Hauptsache, es rostet nicht.
Stahlleitungen halten 100 Jahre, ob das eine einzige der heute verlegten
Kúnststoffleitungen schaffen wird?
Harald
> Was spricht gegen Stahlleitungen?
Die halten zu lange. ;-)
Da nimmt man heute lieber Kunbststoff, das ist nach spätestens 30 Jahren
hin. ;-)
Harald
Ja, ich hab den Smiley gesehen. Aber für die, die den nicht verstehen:
Heizung und Stahl ist eine blendend funktionierende Kombination, weil im
Heizungswasser praktisch kein Sauerstoff mehr gelöst ist, was die
Rostgefahr drastisch senkt.
Anders ausgedrückt: 99% der Rohrbrüche finden sich in Trinkwasserleitungen.
> Dass Kunststoffe nach wenigen Jahren zerfallen, das haben viele noch
> nicht mitbekommen, Hauptsache, es rostet nicht.
Sie zerfallen? Nett.
> Stahlleitungen halten 100 Jahre, ob das eine einzige der heute verlegten
> Kúnststoffleitungen schaffen wird?
Sanfix gibts auch schon seit rund 30 Jahren. Die Rohre sind problemlos,
die alten Verbinder dagegen...
>> > Leider? Du willst diese Staubfänger und Möbel-Aufstell-Verhinderer
>> > lieber Aufputz haben?
Technik-Schacht. Verkleidet, zugänglich, erweiterbar, reparierbar.
>> Am elegantesten ist es immer noch, die Dinger genau senkrecht
>> unter den Heizungen durch schaumstoffgefüllte Löcher im Boden
>> in den Keller gehen zu lassen und dort offen aber wärmeisoliert
>> zusammenzuführen.
>> Einfach reparabel, nie anbohren, kostengünstig verlegbar.
>Im EG sage ich dazu sofort ja. Aber in jedem der Geschosse darüber
>machst du das auch so?
Technik-Schacht. Verkleidet, zugänglich, erweiterbar, reparierbar.
>Ich hab's im Gegenteil sogar so machen lassen, dass die Zuläufe nicht
>aus dem Boden, sondern aus der Wand kommen, um einfacher saugen oder
>wischen zu können.
Solange *solche* Teile in der Wand liegen. die voraussichtlich NIE
kaputt gehen, und solange der Verlauf erkennbar ist: Kein Problem.
Es kommt mir so vor, als erdenke jeder seine Haus-Vision, um dann
erst mühevoll, teuer, und mit allerlei später sich rächenden Tricks
die Energien darin zu verteilen.
Ich möchte es gerne mal umgekehrt sehen: Eine optimierte Technik-
Verteilung und das Haus darum herum gebaut.
Grüße,
H.
Bungalow heisst das Zauberwort, spart auch die Treppe,
die nur nutzlos Platz wegnimmt, woraufhin die Bauherren
zu so unsäglichem wie Raumspartreppen halbgewendelt
greifen, über die man dann kein Sofa hochbekommt.
--
Manfred Winterhoff
> Bungalow heisst das Zauberwort, spart auch die Treppe,
> die nur nutzlos Platz wegnimmt, woraufhin die Bauherren
> zu so unsäglichem wie Raumspartreppen halbgewendelt
> greifen, über die man dann kein Sofa hochbekommt.
Und anschließend sieht unser Siedlungsraum aus, wie die Suburbs irgend
einer beliebigen US-Amerikanischen Vorstadt?
brrr
Dirk
> Anders ausgedrückt: 99% der Rohrbrüche finden sich in
> Trinkwasserleitungen.
Das aber vor allem wegen dem deutlich höherem Druck.
Für Wasser werden verzinkte Stahlleitungen verwendet, das rostet auch
nichts durch.
Anders ist es bei Kupfer, je nach Qualität gammelt das recht schnell,
Blei ist Geschichte das gammelte auch, wenn auch sehr langsam.
Allerdings konnte der Druck die Leitung dehnen und bersten lassen.
>> Dass Kunststoffe nach wenigen Jahren zerfallen, das haben viele noch
>> nicht mitbekommen, Hauptsache, es rostet nicht.
>
> Sie zerfallen? Nett.
Kunststoffe zerfallen mit der Zeit, bzw. verhärten und werden Brüchig.
Wobei es gewaltige Qualitätsunterschiede gibt.
>> Stahlleitungen halten 100 Jahre, ob das eine einzige der heute
>> verlegten Kúnststoffleitungen schaffen wird?
>
> Sanfix gibts auch schon seit rund 30 Jahren. Die Rohre sind
> problemlos, die alten Verbinder dagegen...
Was sind schon 30 Jahre für eine Hausinstallation?
Harald
Schön wärs ja. Gerade der Bereich um das Gewinde, bei dem die Verzinkung
nämlich futsch ist, gammelt sehr gerne. Und da gibts dann nicht bloss
kleine Löcher sondern echte Rohrbrüche. Auch gilt natürlich, dass sich
die Leitungen zusetzen. Da wird aus einer 1"-Leitung ganz schnell eine
3/8"-Leitung.
> Anders ist es bei Kupfer, je nach Qualität gammelt das recht schnell,
Vor allem im Bereich der alten (harten) Lötnähte.
> Blei ist Geschichte das gammelte auch, wenn auch sehr langsam.
> Allerdings konnte der Druck die Leitung dehnen und bersten lassen.
Blei wird immerhin nicht mehr eingebaut, wenn es auch in manchen Häusern
noch liegt.
>>> Dass Kunststoffe nach wenigen Jahren zerfallen, das haben viele noch
>>> nicht mitbekommen, Hauptsache, es rostet nicht.
>>
>> Sie zerfallen? Nett.
>
> Kunststoffe zerfallen mit der Zeit, bzw. verhärten und werden Brüchig.
> Wobei es gewaltige Qualitätsunterschiede gibt.
>
>>> Stahlleitungen halten 100 Jahre, ob das eine einzige der heute
>>> verlegten Kúnststoffleitungen schaffen wird?
>>
>> Sanfix gibts auch schon seit rund 30 Jahren. Die Rohre sind
>> problemlos, die alten Verbinder dagegen...
>
> Was sind schon 30 Jahre für eine Hausinstallation?
Bestes Alter.
>> Das aber vor allem wegen dem deutlich höherem Druck.
>> Für Wasser werden verzinkte Stahlleitungen verwendet, das rostet auch
>> nichts durch.
>
> Schön wärs ja. Gerade der Bereich um das Gewinde, bei dem die
> Verzinkung nämlich futsch ist, gammelt sehr gerne.
Das habe ich noch nicht erlebt, ausserdem verzinkt sich das galvanisch
im Laufe der Jahre.
>> Blei ist Geschichte das gammelte auch, wenn auch sehr langsam.
>> Allerdings konnte der Druck die Leitung dehnen und bersten lassen.
>
> Blei wird immerhin nicht mehr eingebaut, wenn es auch in manchen
> Häusern noch liegt.
Dass es nicht sonderlich schädlich gewesen sein kann beweist die
derzeitig immer älter werdende Bevölkerung.
Die haben fast alle ab Geburt bis ins Alter Wasser aus Bleileitungen
getrunken.
Harald
War zu meiner noch aktiven Zeit die beliebteste Stelle für Rohrbrüche in
verzinkten Stahlleitungen. Direkt danach kamen dann die verzinkten
Bögen, die genau im Scheitelpunkt ein Loch bekamen. Danach dann erst die
irgendwo mitten drin durchgerosteten Rohre.
Das "schönste" Erlebnis war eine komplett abgeflogene 2"-Leitung, das
Gewinde steckte noch in der Muffe, nur das Rohr das da mal dran war hing
tiefer.
>>> Blei ist Geschichte das gammelte auch, wenn auch sehr langsam.
>>> Allerdings konnte der Druck die Leitung dehnen und bersten lassen.
>>
>> Blei wird immerhin nicht mehr eingebaut, wenn es auch in manchen
>> Häusern noch liegt.
>
> Dass es nicht sonderlich schädlich gewesen sein kann beweist die
> derzeitig immer älter werdende Bevölkerung.
> Die haben fast alle ab Geburt bis ins Alter Wasser aus Bleileitungen
> getrunken.
Nach der Logik ist auch ein AKW harmlos oder die Zigarette. Mit
Bleivergiftung ist einfach nicht zu spassen.
> Nach der Logik ist auch ein AKW harmlos oder die Zigarette. Mit
> Bleivergiftung ist einfach nicht zu spassen.
Und wer von den Alten hat eine Bleivergiftung?
Statt Blei shclucken wir Ablösungen und Korrosionprodukte aus Kupfer und
und alles was so aus den Kunststoffen ausgeschwemmt wird.
Das ist keinesfalls ungiftig.
Bleirohre geben nur wenn sie neu sind nenneswerte Bleimengen ab.
Wenn du allerdings morgends als erstes die Babyflasche füllst oder einen
kräftigen Schluck aus der Leitung nimmst, dann hast du was verkehrt
gemacht.
Meist muss man morgens erst auf die Toilette, die Spülung nimmt dann
auch gleich das bleihaltige Wasser.
Sind die Bleirohre ein paar Jahre in Betrieb, liegen selbst die Mengen
die sich über Nacht sammeln können im unbedenklichen Bereich.
Ich habe manche Fernsehdiskussion darüber verfolgt und man musste sich
schon sehr anstrengen, um in den als bedenklich eingestuften Bereich zu
kommen. Lange stehendes Wasser, frische Bleirohre ausreichender Länge.
Bereits eine leicht leckende Toilettenspülung macht alle
Gefahrenberechnungen zunichte. ;-)
Was bei heutigen Leitungen alles drin ist, ist als unbedenklich
eingestuft, ob es unbedenklich ist weiss keiner so genau:
Harald
>Und wer von den Alten hat eine Bleivergiftung?
Die Römer sind vermutlich nicht wegen der Wasserrohre verschieden,
sondern weil sie Bleiacetat zum Süßen verwendet haben etc:
Z.B. http://www.augustaraurica.ch/glossar/b/bleiroehren.htm
Um das Faß voll zu machen, wurden sie dann auch noch in Bleisärgen
beerdigt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Blei
"Die Zusammensetzung der Isotope zeigt, dass das Blei für die
Herstellung römischer Bleisärge, die im Rheinland gefunden
wurden, aus der nördlichen Eifel stammt."
An solchen schnöden Feststellungen läßt sich für Klempner natürlich
nix verdienen.
Grüße,
H.
>>Die Römer sind vermutlich nicht wegen der Wasserrohre verschieden,
>>sondern weil sie Bleiacetat zum Süßen verwendet haben.
>>
>>Um das Faß voll zu machen, wurden sie dann auch noch in Bleisärgen
>>beerdigt:
>Das hat den bereits Toten dann völlig den Rest gegeben?
Similia similibus ....
Grüße,
H.