Meine Freundin und ich wollen auf einem kleinen Balkon (ca. 2m X 1,76m)
den Bangkirai-Belag erneuern.
Auch, wenn wir die Dielen auf Länge schneiden lassen, müssen an 3-4
Stück an Ecken kleinere Ausschnitte gemacht werden.
Die Dielen werden wohl in der jetzigen Stärke von 21mm neu kommen.
Ist das gut machbar oder ist Bangkirai zu hart für eine Stichsäge? Ich
habe das noch nie verarbeitet...
Außerdem: Löcher für die Verschraubung auf der Unterkonstruktion müssen
wohl vorgebohrt werden. Wie viel kleiner als die Schrauben macht man das?
Besten Dank im Voraus
Chris
> Ist das gut machbar oder ist Bangkirai zu hart für eine Stichsäge? Ich
> habe das noch nie verarbeitet...
Statte dich so aus, wie es für Metallbearbeitung angesagt ist, dann
klappt es. Denk vor allem an schmierendes Kühlmittel.
Jo
> Außerdem: Löcher für die Verschraubung auf der Unterkonstruktion müssen
> wohl vorgebohrt werden. Wie viel kleiner als die Schrauben macht man das?
Zum Vorbohren nimmt man immer den Kerndurchmesser der Schraube.
Gruß
Gerd
Ich hätte für die Befestigungslöcher den äußeren Schraubendurchmeser
genommen...
Kann mich bitte jemand aufklären?
Ciao
Stefan
>> Zum Vorbohren nimmt man immer den Kerndurchmesser der Schraube.
> Warum für das Befestigungsloch den Kerndurchmesser?
Wenn man ein Brett auf einem anderen Brett festschrauben will, nimmt man
Schrauben mit Teilgewinde, d.h. das obere Brett wird nur durch den Kopf
gehalten, das Gewinde der Schraube greift nur im unteren Brett. Da das
glatte Stück der Schraube Schraubenkerndurchmesser hat, wird auch damit
vorgebohrt.
> Kann mich bitte jemand aufklären?
Done?
Gruß
Horst
>> Warum für das Befestigungsloch den Kerndurchmesser?
> Schrauben mit Teilgewinde,... Da das
> glatte Stück der Schraube Schraubenkerndurchmesser hat,
Wie soll das denn fertigungstenisch gehen?
Der Schaftdurchmesser dürfte groeßer sein als der Kerndurchmesser. Wo soll
sonst das Material vom Gewinde herkommen? Bei Hartholz würde ich ja die
Durchgangslöcher mit Nenn-D. + X bohren und im Konstruktionsholz je nach
Material mit Kern-D. - Y oder gar nicht.
--
KS via iPhone
Gehen tut das. Es kann das Material vorne warm gemacht und gestaucht werden,
oder hinten warm dünn gezogen. Aber üblich ist das nicht.
--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de
> Gehen tut das. Es kann das Material vorne warm gemacht und gestaucht werden,
> oder hinten warm dünn gezogen. Aber üblich ist das nicht.
Bei Spanplattenschrauben ("Spax") kenne ich nur die Variante, daß der
selbstschneidende Teil einen größeren Durchmesser aufweist als der Schaft.
http://1aschrauben.de/images/13766_0.jpg
Bei Zylinderschrauben und Holzschrauben nach DIN ist es in der Tat so, daß
der Schaft den Außendurchmesser aufweist.
http://www.schrauben-normen.de/zylinderkopf.html
http://www.schrauben-normen.de/holzschraube.html
Bernd
Oder abdrehen ... Sicher gibt es etliche Möglichkeiten, für diesen
Anwendungsbereich, unnötig teure Schrauben zu Produzieren. ;)
Mit dem üblichen Gewinde walzen bzw. rollen alleine geht es aber eher nicht.
Möchte man die Schrauben vormontieren, könnte man noch über eine Bohrung
mit
Schaft-Durchmesser < Bohr-Durchmesser < Nenndurchmesser Schraube
nachdenken. Das ist dann aber mehr etwas für die Serienfertigung etc.
--
MfG Knut
Hallo,
Ich habe zwar noch nie Bangkirai verarbeitet, aber sonst mit der
Stichsäge sehr viel Verschiedenes geschnitten, einschliesslich 2 mm
Stahlblech und 6 mm Alu. Das Alu schmiert die Zähne zu, das ist
wirklich schlimm, aber alles Andere ging.
Wegen der Härte des Holzes halten einfach die Sägeblätter weniger
lang, das wird aber bei den wenigen Schnitten, die Du machst nicht
tragisch werden. Wenn es zu streng geht: Nicht würgen sondern
gemächlich mit ganz wenig Pendelhub arbeiten. Blatt kontrollieren:
Wenn Du von oben, von den Spitzen der Zähne her über die Zahnreihe
siehst und die Schneidkanten glänzen, ist es stumpf -> wechseln.
Stichsägeblätter sind Verbrauchsmaterial.
Bei den Sägeblättern liegt noch eine Verbesserung drin: Es gibt welche
mit fast glatten Seitenflächen und 2 versetzten Zahnreihen, die
wesentlich schöner schneiden, als Einreihige. Ich finde, das
rechtfertigt den etwas höheren Preis weitaus. Sie sind aber nicht für
Bogenschnitte geeignet.
Das mit dem Kühlmittel (nach Jo Warner) sehe ich als problematisch an.
Die Spanabfuhr wird dadurch nicht verbessert, im Gegenteil. Sie ist
aber gerade bei harten Hölzern ohnehin kein Problem. Wenn das Blatt
wirklich zu heiss wird, was ich kaum vermute, gehst Du mit der
Drehzahl etwas zurück, oder machst von Zeit zu Zeit etwas Pause.
Und wenn Du trotzdem kühlen willst: Nimm, BITTE, BITTE, einen
Fehlerstrom-Schutz-Automaten (FI-Automat), damit Du keinen
elektrischen Schlag kriegst, wenn die - dafür nicht gedachte -
Maschine absäuft.
Guck auch mal bei https://groups.google.com/group/de.rec.heimwerken/browse_thread/thread/7062f47a3c9e9307?hl=de#
Ulrich G. Kliegis: „Bangkirai - Balkon-Dielenbretter entsplittern“
Vielleicht überlegst Du es Dir dann nochmals.
Grüsse
> Das mit dem Kühlmittel (nach Jo Warner) sehe ich als problematisch an.
> Die Spanabfuhr wird dadurch nicht verbessert, im Gegenteil.
Ich habe vor einigen Jahren mal eine Firma beim Verarbeiten (Sägen,
Bohren) von Bongossi in einem Fährhafen beobachtet und auch mit ihnen
gesprochen. Da war nicht eine einzige Maschine von der Sorte, wie sie
ein Tischler oder Zimmermann benutzt, sondern durchweg Maschinen und
Schneidwerkzeuge aus dem Bereich Metallbearbeitung, also mit minimalen
Drehzahlen und Zufuhr von ölhaltiger Kühlemulsion.
Und wegen Spanabfuhr: Bei langsamer Vorschubgeschwindigkeit entstehen
gar nicht so viele Späne pro Zeiteinheit, als dass sie die Kühlemulsion
nicht abtransportieren kann.
Gruß Jo
Hier ging es um die Kerndurchmesser ;) der Außendurchmesser ist bei
gerollten Gewinden typischerweise immer größer als der des
Ausgangsmaterials = (in etwa) Schaftdurchmesser und dementsprechend der
Kerndurchmesser um das verdrängte Material kleiner.
Wenn nicht zusätzlicher Aufwand betrieben wird, dessen Notwendigkeit im
o.g. Anwendungsbereich irgend einen Sinn haben müsste.
--
MfG Knut
Ich mache beim Basteln auch Sachen, wo mir die Haare zu Berge stehen
würden, wenn es jemand auf einem Bearbeitungszentrum versuchte - und
das mit gutem Erfolg.
Die Standzeit der Werkzeuge hat im Kleinen eine viel geringere
Bedeutung als im industriellen Massstab. Würdest Du glauben, dass es
Handbohrmaschinen gibt (gab?), die eine kalkulierte Lebensdauer von 30
Min. bis 1 Stunde haben (hoffentlich hatten?).
Danke, lieber Jo, für den interessanten Aspekt, den Du eingebracht
hast. Wer weiss ob ich das mal brauchen kann. Grüsse.
> Die Standzeit der Werkzeuge hat im Kleinen eine viel geringere
> Bedeutung als im industriellen Massstab. Würdest Du glauben, dass es
> Handbohrmaschinen gibt (gab?), die eine kalkulierte Lebensdauer von 30
> Min. bis 1 Stunde haben (hoffentlich hatten?).
Ja, sowas gab und gibt es. Zielgruppe sind Leute, die pro Jahr maximal
15 Löcher in weiches Material bohren und dafür keine 150 Euro für eine
gute Maschine ausgeben wollen.
Gruß Jo