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Werkzeug in feuchtem Keller

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Uli Gebulek

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Aug 10, 2007, 6:29:43 AM8/10/07
to
Hallo,

In meiner neuen Wohung ist der Keller leider sehr feucht (80-90%), Altbau.
Wie kann ich mein Werkzeug vor Rost schützen? Einölen ist klar, möchte ich
aber nur bei selten benötigtem Werkzeug machen; ist lästig nach jeder Mal-
eben-Aktion ölige Finger zu haben.

Würde es was bringen, häufiger benutztes Werkzeug in Schubladen zu lagern,
gemeinsam mit einigen Beuteln Silika-Gel? Wenn ja: praktischerweise steht
da noch eine Werkbank mit rohen Holzschublade, ist es günstiger die zu
streichen oder roh zu lasssen?

Gruß Uli

Thomas Katko

unread,
Aug 10, 2007, 6:36:27 AM8/10/07
to
On 10 Aug., 12:29, Uli Gebulek <gebu...@gmx.de> wrote:
> Hallo,
>
> In meiner neuen Wohung ist der Keller leider sehr feucht (80-90%), Altbau.
> Wie kann ich mein Werkzeug vor Rost schützen? Einölen ist klar, möchte ich
> aber nur bei selten benötigtem Werkzeug machen; ist lästig nach jeder Mal-
> eben-Aktion ölige Finger zu haben.

entweder lackieren oder galvanisiren, mit kupfer z.b.. gibt so bäder
zum selbermachen.

Sevo Stille

unread,
Aug 10, 2007, 6:51:02 AM8/10/07
to
* Uli Gebulek:

> Würde es was bringen, häufiger benutztes Werkzeug in Schubladen zu lagern,
> gemeinsam mit einigen Beuteln Silika-Gel?

Wenn die Schubladen praktisch wasser- und luftdicht sind, ja. Ansonsten
müßtest du da schon soviel Silica nachkippen, daß der Keller dadurch
entfeuchtet wird - d.h. täglich ein kg oder mehr.

Bei einem Keller mit konstant über 80% Feuchte würde ich mir aber eher
Gedanken über Schwamm und Schimmel als über meine Werkzeuge machen -
d.h. das Problem solltest du globaler angehen.

Gruß Sevo

Nick Mueller

unread,
Aug 10, 2007, 7:07:12 AM8/10/07
to
Uli Gebulek wrote:

> Würde es was bringen, häufiger benutztes Werkzeug in Schubladen zu
> lagern, gemeinsam mit einigen Beuteln Silika-Gel?

Nein.
Da hilft nur den Keller zu reparieren (Bodenplatte auswechseln, Fundamente
neu abdichten und Drainage verbessern) oder ein Entfeuchter. Letzteres
ist "etwas" billiger.

Und richtig lüften. Das wurde aber schon zu oft hier durchgekaut.


Nick

Uli Gebulek

unread,
Aug 10, 2007, 7:23:48 AM8/10/07
to
Nick Mueller <muell...@gmx.de> wrote in
news:2324487.S...@yadro.de:

> Uli Gebulek wrote:
>
>> Würde es was bringen, häufiger benutztes Werkzeug in Schubladen zu
>> lagern, gemeinsam mit einigen Beuteln Silika-Gel?
>
> Nein.
> Da hilft nur den Keller zu reparieren (Bodenplatte auswechseln,
> Fundamente neu abdichten und Drainage verbessern) oder ein
> Entfeuchter. Letzteres ist "etwas" billiger.

Sicherlich. Ist aber Sache des Vermieters, und auf eweig werde ich hier
sicher nicht wohnen.


> Und richtig lüften. Das wurde aber schon zu oft hier durchgekaut.

Ist mir schon klar. Ich habe nach meinem Einzug erstmal mein
Kellerfenster und ein weiteres (in einem nicht genutzten Kellerraum)
geöffnet, danach wurde es etwas besser. Anfangs dürften es gefühlte 100%
Luftfeuchte gewesen sein (hatte da leider noch kein Hygrometer
aufgestellt)

Uli

Uli Gebulek

unread,
Aug 10, 2007, 7:30:58 AM8/10/07
to
Thomas Katko <thomas...@web.de> wrote in
news:1186742187.5...@d30g2000prg.googlegroups.com:

> entweder lackieren oder galvanisiren, mit kupfer z.b.. gibt so bäder
> zum selbermachen.

Sowas habe ich später mal vor bei einigen Motorradteilen. Hast Du Erfahrung
damit, ob das für beanspruchtes Werkzeug taugt? In diesem Zusammenhang,
weiss jemand ob es das Galvanisier-Zubehör von Hein Göhs noch gibt?

Uli

Ragnar Bartuska

unread,
Aug 10, 2007, 7:58:37 AM8/10/07
to
On 10 Aug., 13:23, Uli Gebulek <gebu...@gmx.de> wrote:
> Nick Mueller <muellern...@gmx.de> wrote innews:2324487.S...@yadro.de:

>
> > Uli Gebulek wrote:
>
> >> Würde es was bringen, häufiger benutztes Werkzeug in Schubladen zu
> >> lagern, gemeinsam mit einigen Beuteln Silika-Gel?
>
> > Nein.
> > Da hilft nur den Keller zu reparieren (Bodenplatte auswechseln,
> > Fundamente neu abdichten und Drainage verbessern) oder ein
> > Entfeuchter. Letzteres ist "etwas" billiger.
>
> Sicherlich. Ist aber Sache des Vermieters, und auf eweig werde ich hier
> sicher nicht wohnen.
>
Entfeuchter nicht. Ein Freund von mir hat so kleine Dinger im Keller
stehen mit einem Wasserbehälter den er regelmäßig auskippt. Kann ihn
mal nach Details fragen, scheint aber ohne Strom zu arbeiten.

sg Ragnar

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Markus Baumeister

unread,
Aug 10, 2007, 10:36:27 AM8/10/07
to
Uli Gebulek schrieb am Fri, 10 Aug 2007 10:29:43 +0000 (UTC)

>In meiner neuen Wohung ist der Keller leider sehr feucht (80-90%), Altbau.
>Wie kann ich mein Werkzeug vor Rost schützen?

Ein elektrischer Luftentfeuchter arbeitet hier unter ähnlichen
Bedingungen zuverlässig. Ein direkter Anschluss an die Abwasserleitung
spart das regelmässige Entleeren.

HTH
--
mfg markus
Die E-Mail Adresse ist gültig,wird aber nicht gelesen.
Sollte ausnahmsweise eine Antwort per E-Mail nötig sein:
vorna...@gmx.de

Message has been deleted

Karlhanns Spiegel

unread,
Aug 11, 2007, 5:13:41 AM8/11/07
to
Martin Trautmann schrieb:
> On Fri, 10 Aug 2007 11:23:48 +0000 (UTC), Uli Gebulek wrote:

> Hat dein Hygrometer festgestellt, dass es besser wurden? Denn deine
> Strategie ist genau verkehrt: in den warmen Sommermonaten holst du dir
> damit die feuchtwarme Luft von draussen rein, die an den kuehlen
> Kellerwaenden kondensiert -> du lueftest dir den Keller nass.
>
> Bei den aktuellen Aussentemperaturen hast du das vielleicht noch nicht
> festgestellt - deswegen kann man wenn im Sommer, dann am besten in den
> spaeten Nachtstunden lueften.

wir hatten bis vor kurzem einen regelrecht nassen Keller. Naturstein
nahezu keine Isolierung und keien neuzeitlicher Boden.Unser Abhilfe:

1.) Alle Fugen nachbessern und den Boden grundlegend sanieren.

2. ) Fenster einbauen an höchster Stelle des Kellerraumes, ggf. eine
Luftkanal an tiefster Stell im Raum gegenüber.

2b.) und Dauerentlüftung immer wenn die Aussentemperatur vor dem
Kellerfenster geringer ist als im Kellerraum (Sogwirkung). - nur wenn
draussen Daueregen oder dicker Nebel herrscht, - es somit auch
draussen über 92% hat, ist das Fenster geschlossen.

In einigen Baumärkten und Supermärkten gab es vor kurzem preiswert
Funk-Wetterstationen mit mehreren Ussenstionen (Sendern). Wir haben
u.a. je einen Messfühler an die Aussenwand über Kellerfenster(Nord)
und im Keller, sowie südseitig am Haus im Schatten. So weiß man was
Sache ist.

in der nur greringfügig kühleren Zeit (Aussen =< Differenz 2-3 Grad)
geht hier die Luftfeuchte sofort rapide runter


3.) elektrisch betrieben Luftentfeuchter wenn Hyrometer höher als
gewünscht anzeigt, dieser muss aber an einer Wand hängen die nicht
selber ausdünstet, wir haben ein 3 cm dicke Holzplatte hinterlüftet
vormontiert. Das Gerät ist seit 3 Monaten nur noch sporadisch im
Einsatz, insbes. wenn es draussen schwülwarm ist.

4.) bei allen EInbauten auf gute Luftzirkulation sorgen, Kältesaugende
Gegenstände auf Gitter oder Sockel lagern (Naturholz), keine
Teppichböden oder Plastik- Boden-und Regal-Auflagen - das habe ich
selbst hier bei fast ausnahmslos feuchten Naturkellern gesehen - Igitt ?

zuvor hatten wir 2 von diesen Chemischen Entfeuchtern die taugten
überhaupt nicht, zudem war es extrem kostspielig.

Aktuell haben wir aus einem Kellr mit damals regelmäßig über 95%
Luftfeuchte eine Raum mit ca 85% bekommen.


Fazit, da ohnehin beabsichtigt ist, bald wieder auszuziehen, wäre 2b +
3 die brauchbarste Lösung.


--
*** DEBIAN * FLUXBOX * OOo * MOZILLA * WIKI * GIMP ***

Grüße aus dem Bayerwald Karlhanns & Christa Spiegel
* * * http://www.kh-spiegel.de * * *

Nick Mueller

unread,
Aug 11, 2007, 5:47:00 AM8/11/07
to
Karlhanns Spiegel wrote:

> Aktuell haben wir aus einem Kellr mit damals regelmäßig über 95%
> Luftfeuchte eine Raum mit ca 85% bekommen.

Naja, also Werkzeug nicht über 60% RLF lagern. Ist meine Erfahrung.


Nick

Metabastler

unread,
Aug 11, 2007, 8:04:48 AM8/11/07
to
Uli Gebulek schrieb:

> Hallo,
>
> In meiner neuen Wohung ist der Keller leider sehr feucht (80-90%), Altbau.
> Wie kann ich mein Werkzeug vor Rost schützen? Einölen ist klar, möchte ich
> aber nur bei selten benötigtem Werkzeug machen; ist lästig nach jeder Mal-
> eben-Aktion ölige Finger zu haben.

Da es nur eine Mietwohnung ist:
Große luftdicht abschließende Boxen mit Silikakissen.
(Im Feinmessraum lagerten im Sommer einige Teile auch immer unter einer
'Käseglocke' mit Silikakissen, bis die Klimaanlage modernisiert wurde)

Als Box fällt mir da zuerst Zargesbox ein. Alter Kühl/Gefrierschrank
tut's ggf. auch (Die Türdichtung muss aber noch funktionieren).
Da Hygrometer vorhanden, kann die Feuchte ja kontrolliert werden.

Besser sind zwei Boxen, eine für den häufigen Gebrauch, eine für etwas
seltener. Dann müssen die Kissen nicht so oft im Ofen getrocknet werden.


Wenn ein Kühlschrank genommen wird, müsste der sich doch eigentlich
selbst entfeuchten können?? Aber wenn dann Bier und Werkzeug so dicht
beieinander liegen, ob dass wohl gut ist?????


Gruß Metabastler

Katharina Mayer

unread,
Aug 11, 2007, 1:15:07 PM8/11/07
to
Karlhanns Spiegel <mai...@kh-spiegel.de> wrote:

>2b.) und Dauerentlüftung immer wenn die Aussentemperatur vor dem
>Kellerfenster geringer ist als im Kellerraum (Sogwirkung). - nur wenn
>draussen Daueregen oder dicker Nebel herrscht, - es somit auch
>draussen über 92% hat, ist das Fenster geschlossen.
>
>In einigen Baumärkten und Supermärkten gab es vor kurzem preiswert
>Funk-Wetterstationen mit mehreren Ussenstionen (Sendern). Wir haben
>u.a. je einen Messfühler an die Aussenwand über Kellerfenster(Nord)
>und im Keller, sowie südseitig am Haus im Schatten. So weiß man was
>Sache ist.

Hat jemand hier vielleicht Erfahrung mit oder Tipps zu einer
automatischen Lösung oder einem Messgerät, das anhand Temperatur und
Luftfeuchte innen/außen entweder automatisch lüftet oder anzeigt, dass
jetzt das Lüften sinnvoll wäre? Also ohne dass man ständig ablesen und
rechnen muss.

Katharina

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