neulich wollte (und hat) hier der lokale Wasserversorger eine neue Zähleruhr
einbauen. Weil die Leute wenig Lust hatten und weil da an dem einen Rohr
etwas Rostflecken waren (sind da schon seit Jahren, irgendwann war da mal
eine Verschraubung undicht und austretendes Wasser hat Rostflecken
hinterlassen), meinten sie, dass sie da am liebsten garnicht dran
rumschrauben würden, weil das Wasserrohr jeden Augenblick brechen könne weil
es so durchgerostet sei.
Frage: Wie lange leben diese Eisenrohre, vermutlich verzinkt, üblicherweise?
Die Anlage ist runde 40 Jahre alt, es gab noch nie einen Wasserrohrbruch.
Die Erneuerung dieser Leitung wäre aufwändig, aber sollte die bekritelte
Leitung wirklich marode sein, dann müsste auch jedes andere Rohr im Haus
marode sein. Also wenn es eine Notwendigkeit der Sanierung gibt, dann nicht
nur von der Straße bis zum Zähler, sondern überall im Haus.
Frage: Gibt es eine Möglichkeit herauszufinden, wie stark die Rohre
verrostet sind?
CU Rollo
ein kurzes Stück heraus trennen und ersetzen. Am Besten ein Stück das
außen diese zweifelhaften Rostflecken hat und dann genau an einem der
Rostflecken trennen.
Da kann man sich ja in Ruhe überlegen welches Stück und wie man das
Ersatzstück einbaut und dann gibt es halt mal für 1 Stunde kein Wasser.
Ist besser als die nagende Ungewissheit ....
Was sagt denn der örtliche Wasserversorger zur Wasserqualität?
Ist das Wasser sehr weich ect. wird es als korrosiv beurteilt oder wird
von der Verwendung von verzinkten Rohren abgeraten?
--
mit freundlichem Gruß
Robert
Robert Pflüger wrote:
>> Frage: Gibt es eine Möglichkeit herauszufinden, wie stark die Rohre
>> verrostet sind?
>
> ein kurzes Stück heraus trennen und ersetzen. Am Besten ein Stück das
> außen diese zweifelhaften Rostflecken hat und dann genau an einem der
> Rostflecken trennen.
Diese Rostflecken gibt es nur an einer Verschraubung, die irgendwann mal
undicht war.
> Da kann man sich ja in Ruhe überlegen welches Stück und wie man das
> Ersatzstück einbaut und dann gibt es halt mal für 1 Stunde kein Wasser.
Allerdings ist außer einem kurzen Stück der Rest des Rohres im Fundament
einbetoniert oder außer Haus vergraben.
> Was sagt denn der örtliche Wasserversorger zur Wasserqualität?
> Ist das Wasser sehr weich ect. wird es als korrosiv beurteilt oder wird
> von der Verwendung von verzinkten Rohren abgeraten?
Der sagt 14° bis 16° deutscher Härte, was IMO eher wenig korrosiv ist
(Probleme gibt es eher mit Verkalkung, Kaffeemaschinen leben üblicherweise 5
Jahre bis Exitus - bei halbjählicher Entkalung, ohne das geht es garnicht).
Ich habe die Montöre persönlich nicht erlebt, aber sie litten vermutlich an
extremer Unlust. Eigentlich hätten sie ein Rückschlagventil einbauen sollen,
aber sie haben sich halt eine Ausrede gesucht, dieses nicht zu tun. Den
neuen Zähler haben sie dennoch eingebaut, vermutlich wäre es dem Chef
aufgefallen, wenn sie auch das nicht gemacht hätten.
CU Rollo
Von verzinkten Rohren wird heutzutage grundsätzlich abgeraten, da sie
sich schlicht zusetzen.
Greetz,MK
--
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moralisches Verhalten anzueignen?
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> Von verzinkten Rohren wird heutzutage grundsätzlich abgeraten,
Schwarze Rohre für Wasser? Lange stehen darf das Wasser da nicht, sonst
kommt Rostbrühe. Kenne ich aus Erfahrung.
> da sie sich schlicht zusetzen.
Ja, sie setzen sich wohl eher zu, als dass sie durchrosten. Und wenn, dann
gibt es erst einmal eine kleine undichte Stelle, da reißt nicht gleich das
Rohr ab. Aber Lochfraß kann es ebenso bei Kupfer geben, daher würde ich
für Wasser nur Kunststoff nehmen. (Für die Heizung jedoch Metall, wg.
Sauerstoff.)
Ein bisschen Rost an einer undichten Verschraubung ist kein Grund zur
Panik, aber nach 40 Jahren könnte irgendwann eine Sanierung anstehen.
--
Gruß Ludwig
http://info.kopp-verlag.de/news/brisante-neuerscheinung-eva-herman-bricht-ihr-schweigen.html
Ach. Gibt's für die Gewährleistung eine Bürgschaft?
Und: Hat das System eine DVGW-Zulassung?
Wäre allerdings ein Novum- = konnte bisher noch keiner vorweisen.
Viel Vergnügen.
Ich behaupte- unabhängig von der jew. Zusammensetzung des Wassers:
Bei so alten verzinkten Roren sollte -mehr oder weniger dringend- über
einen baldigen Ersatz nachgedacht werden.
Die Leute des Vesorgers vo Ort werden ja so ihre Erfahungen gemacht
haben, nicht wahr?
> Von verzinkten Rohren wird heutzutage grundsätzlich abgeraten, da sie
> sich schlicht zusetzen.
Klar, Kupferrohre sind besser für den Klempner, da darf er öfter
Rohrbrüche reparieren, weil sie nach 20-30 Jahren anfangen dem Lochfrass
zum Opfer zu fallen. Hier im Haus sind teilweise verzinkte Stahlrohre im
Betrieb, seit mind. 50 Jahren und weder dichtgesetzt noch durchgerostet.
Kanst du begründen warum sich verzinkte Stahlrohre zusetzen sollen?
Harald
Wer schreibt denn von schwarzen Rohren? Hast Du es nicht so mit dem
Lesen? Verzinkte Rohre sind ungleich schwarze Rohre.
>> da sie sich schlicht zusetzen.
>
> Ja, sie setzen sich wohl eher zu, als dass sie durchrosten. Und wenn, dann
> gibt es erst einmal eine kleine undichte Stelle, da reißt nicht gleich das
> Rohr ab. Aber Lochfraß kann es ebenso bei Kupfer geben, daher würde ich
> für Wasser nur Kunststoff nehmen. (Für die Heizung jedoch Metall, wg.
> Sauerstoff.)
In der Heizungsinstallation gibt es faktisch ohnehin kein Lochfraß, da
dort der Sauerstoff im Wasser fehlt (Ausnahmen und Regeln natürlich).
Heutzutage nimmt man da Verbundrohre, um die Diffusion zu verhindern,
aber da kann es auch schlichtes Stahlrohr sein (_hier_ wäre schwarzes
Rohr passend...).
> Ein bisschen Rost an einer undichten Verschraubung ist kein Grund zur
> Panik, aber nach 40 Jahren könnte irgendwann eine Sanierung anstehen.
Jo, bei Gelegenheit und / oder wenn das Geld gerade da ist. Von Eile
kann da aber keine Rede sein.
Der Klempner macht da gar nichts, der bevorzugt seine Bleche. Ja, ich
weiss, Haarspalterei.
> da darf er öfter
> Rohrbrüche reparieren, weil sie nach 20-30 Jahren anfangen dem Lochfrass
> zum Opfer zu fallen.
Der Installateur (bzw Hausversorgungstechniker....) nimmt da heute kein
Cu sondern Kunststoff. Der Witz dabei ist dann wieder, dass die
Langzeitergebnisse da genauso wenig bekannt sind wie früher bei Cu.
Edelstahl verpresst wird auch genommen, ist aber nichts für die
Saturn-Fans weil teuer.
> Hier im Haus sind teilweise verzinkte Stahlrohre im
> Betrieb, seit mind. 50 Jahren und weder dichtgesetzt noch durchgerostet.
>
> Kanst du begründen warum sich verzinkte Stahlrohre zusetzen sollen?
Sie tun es. Nimm mal eins deiner waagerecht verlegten Rohre im Keller
auseinander, du wirst staunen. Sofern du an Stadtwasser angeschlossen
bist jedenfalls.
>
> Frage: Wie lange leben diese Eisenrohre, vermutlich verzinkt, üblicherweise?
mein Elternhaus ist jetzt 90 Jahre alt - teilweise sind noch die alten
Rohre drin, ohne auffällig geworden zu sein. Zink ist für so was als
Schutz ganz brauchbar, erst recht in verbindung mit hartem wasser -
hartes wasser produziert eine Schutzschicht im Rohr und dichtet gar
kleine Undichtigkeiten (z.b. bei Verschraubungen) ab.
Grüße aus der Eifel
Steffen
--
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> Am 05.06.2010 00:44, schrieb Ludwig Körner:
>> Maik Koenig wrote:
>>
>>> Von verzinkten Rohren wird heutzutage grundsätzlich abgeraten,
>>
>> Schwarze Rohre für Wasser? Lange stehen darf das Wasser da nicht, sonst
>> kommt Rostbrühe. Kenne ich aus Erfahrung.
>
> Wer schreibt denn von schwarzen Rohren? Hast Du es nicht so mit dem
> Lesen? Verzinkte Rohre sind ungleich schwarze Rohre.
Die Unhöflichkeit ist unangebracht. Schwarze Rohre sind das, was mir in
den Sinn kam, nachdem "von verzinkten Rohren ... abgeraten" wurde.
Dass schwarze Rohre ebenfalls nicht empfohlen werden, sondern andere
metallische oder nichtmetallische Materialien, ist nun geklärt.
> Klar, Kupferrohre sind besser für den Klempner, da darf er öfter
> Rohrbrüche reparieren, weil sie nach 20-30 Jahren anfangen dem Lochfrass
> zum Opfer zu fallen. Hier im Haus sind teilweise verzinkte Stahlrohre im
> Betrieb, seit mind. 50 Jahren und weder dichtgesetzt noch durchgerostet.
Unsere Zinkeisen sind 35 Jahre alt und bilden im Kaltwasserzulauf jetzt
reichlich Tropflecks. Wären längst ersetzt worden, wenn wir da nicht so
einen kruden Materialmix hätten, davor Kunststoff aus einem Umbau,
dahinter Kupfer aus einer späteren Umrüstung auf Warmwasserboiler.
Irgendwie sperre ich mich jetzt dagegen, den kaputten Teil wieder gegen
Zinkstahl auszutauschen, aber vermutlich wäre es schlicht das billigste.
Man hört allerdings auch gelegentlich, dass die Qualität der
Zinkstahlrohre heutzutage nicht mehr so toll wäre.
Aber WENN das Stück rauskommt, stelle ich mal ein Querschnittbild ein.
- Carsten
Bei Plastik habe ich folgende Bedenken: erstens sind keine
Langeziterfahrungen bekannt (Haltbarkeit, Entweichen von Bestandteilen
ins Wasser) und zweitens, viel störender: soweit ich das überblicke
hat da jeder Hersteller ein eigenes, völlig inkompatibles System - was
tut man in 20 oder 30 Jahren ein Rohrbruch ist oder man erweitern
möchte und der Hersteller das System längst aufgegeben hat?
Wir neigen derzeit zu Kupfer für die Neuinstallation, das ist auch in
30 Jahren noch reparierbar. Meine persönliche Erfahrung: Installation
mit Kupfer von 1962 war 2002 schon nicht mehr in so tollem Zustand,
aber noch dicht bis sie beim Abstemmen der Fliesen mit der Hilti
kollidierte (Dickbett, sehr gut gemacht).
sg Ragnar