Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Verbogene Gartenwerkzeuge wieder richten?

620 views
Skip to first unread message

Christoph Stracke

unread,
Mar 28, 2010, 9:32:13 AM3/28/10
to

Hallo zusammen,

ich habe gestern durch rohe Gewalt (beim Versuch, eine Baumwurzel
herauszuhebeln) meine schöne alte, handgeschmiedete Grabgabel verbogen;
einer der Zinken steht nun einige Zentimeter weiter hinten.
Eigentlich ein sehr solides Teil aus gutem Kohlenstoffstahl.

Nun meine Frage: Wie repariere ich die nun am besten?
Einfach wieder geradebiegen? Oder mit der Lötlampe heißmachen und
wieder geradebiegen? Oder müßte man das Teil im Schmiedefeuer bzw.
Schweißbrenner heißmachen, geradebiegen und anschließend neu härten ...?

Viele Grüße
Christoph


Wolfgang Horejsi

unread,
Mar 28, 2010, 10:11:08 AM3/28/10
to
"Christoph Stracke" <christop...@versanet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:20100328153...@aeon.tonga.net...

>Nun meine Frage: Wie repariere ich die nun am besten?

Du hast sie einfach krumm gebogen, also bieg sie einfach gerade.

--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

Christoph Stracke

unread,
Mar 28, 2010, 11:11:13 AM3/28/10
to
"Wolfgang Horejsi" <zuh...@horejsi.de> schrieb:

> Du hast sie einfach krumm gebogen, also bieg sie einfach gerade.

Und dadurch wird der Stahl nicht spröde oder verliert an Festigkeit,
wenn ich das im kalten Zustand mache?

Christoph


Sabine Sauer

unread,
Mar 28, 2010, 1:51:52 PM3/28/10
to

"Christoph Stracke" <christop...@versanet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:20100328171...@aeon.tonga.net...
"Wolfgang Horejsi" <zuh...@horejsi.de> schrieb:

>Christoph

Ich habs noch nie versucht, ich habs noch nicht geschafft eine zu verbiegen
;-)
Aber ich denke mal warmglühen zurückbiegen, in kaltem Wasser abschrecken
wäre nicht der falscheste Weg. Einfach nur hin und herbiegen kann auch
fatale Folgen haben.
Der Zinken wird dadurch sicher auch nich stabiler.

Mal beim "Schmied" nachfragen was der empfehen würde.


Jo Warner

unread,
Mar 28, 2010, 2:45:02 PM3/28/10
to
Sabine Sauer schrieb:

> Aber ich denke mal warmglᅵhen zurᅵckbiegen, in kaltem Wasser abschrecken
> wᅵre nicht der falscheste Weg. Einfach nur hin und herbiegen kann auch

> fatale Folgen haben.
> Der Zinken wird dadurch sicher auch nich stabiler.

Warmmachen und Abschrecken kᅵnnte ohne Kenntnis der Stahlsorte auch zu
"ganz hart/sprᅵde und Zinke ab" fᅵhren.

Einmal vorsichtig zurᅵckbiegen schadet weniger (langes Rohr als
Verlᅵngerung aufstecken.

> Mal beim "Schmied" nachfragen was der empfehen wᅵrde.

Wenn man noch einen findet! Ist in Stᅵdten oft schwierig.

Gruᅵ Jo

Thomas Hu"bner

unread,
Mar 28, 2010, 3:43:09 PM3/28/10
to
Christoph Stracke <christop...@versanet.de> tipperte in
news:20100328153...@aeon.tonga.net

> ich habe gestern durch rohe Gewalt (beim Versuch, eine Baumwurzel
> herauszuhebeln) meine schöne alte, handgeschmiedete Grabgabel
> verbogen; einer der Zinken steht nun einige Zentimeter weiter hinten.
> Eigentlich ein sehr solides Teil aus gutem Kohlenstoffstahl.

Das ist kein Qualitätsmerkmal.
In jedem Stahl ist Kohlenstoff.

> Nun meine Frage: Wie repariere ich die nun am besten?
> Einfach wieder geradebiegen?

Ja.

> Oder mit der Lötlampe heißmachen und
> wieder geradebiegen?

Nein, wenn der Stahl vorher vergütet wurde, ist er es nachher nicht mehr.

> Oder müßte man das Teil im Schmiedefeuer bzw.
> Schweißbrenner heißmachen, geradebiegen und anschließend neu härten

Nope.

--
Thomas

Schorsch Mildenberger

unread,
Mar 28, 2010, 4:09:35 PM3/28/10
to
N´Abend,

Am 28.03.2010 21:43, schrieb Thomas Hu"bner:
> Christoph Stracke <christop...@versanet.de> tipperte in
> news:20100328153...@aeon.tonga.net
>
>> ich habe gestern durch rohe Gewalt (beim Versuch, eine Baumwurzel
>> herauszuhebeln) meine schöne alte, handgeschmiedete Grabgabel
>> verbogen; einer der Zinken steht nun einige Zentimeter weiter hinten.
>> Eigentlich ein sehr solides Teil aus gutem Kohlenstoffstahl.
>
> Das ist kein Qualitätsmerkmal.
> In jedem Stahl ist Kohlenstoff.

Jaaaaa. Dennoch; "Kohlenstoffstahl" 8oder vronehmer "Carbonstahl) wird
(bzw. wurde) häufig für Stähle verwendet, deren Hauptlegiergungselement
eben Kohlenstoff ist. Heutzutage ganz gerne noch für Messer verwendet.
Neben Kohlenstoff können dabei in geringen Mengen auch andere Elemente
enthalten sein.
Das ist dann eben doch ein Qualitätsmerkmal.

Gruß
Schorsch

Schorsch Mildenberger

unread,
Mar 28, 2010, 4:11:22 PM3/28/10
to

Wenn Du das gewohnheitsmässig machst, dann wird die Zinke früher oder
später brechen. Aber vielleicht lernst Du ja auch daraus, dass
Grabgabeln nicht zum Hebeln gemacht sind, ebensowenig wie Spaten.
Dass die Zinke sich verbiegt spricht für den Stiel.

Gruß
Schorsch

Gerd Schweizer

unread,
Mar 28, 2010, 4:18:15 PM3/28/10
to
Sabine Sauer schrieb:

> Aber ich denke mal warmglühen zurückbiegen, in kaltem Wasser abschrecken
> wäre nicht der falscheste Weg.
Waren da nicht etwa 750° C nötig? Wie soll ein Heimbastler das
hinkriegen? Versuchen würde ich schon, vorsichtig zurückzubiegen.


--
Liebe Grüße, Gerd - Hier steht die Satelliten FAQ,
PC-Tipps, Mopped, Katzen, Garten, Heimwerken:
http://www.satgerd.de/

Jürgen Exner

unread,
Mar 28, 2010, 5:04:15 PM3/28/10
to
Gerd Schweizer <ge...@satgerd.de> wrote:
>Sabine Sauer schrieb:
>> Aber ich denke mal warmglühen zurückbiegen, in kaltem Wasser abschrecken
>> wäre nicht der falscheste Weg.
>Waren da nicht etwa 750° C nötig? Wie soll ein Heimbastler das
>hinkriegen?

Das ist doch nicht schwer:
- Propanbrenner
- Holzkohle im Gartengrill
- gutes Holzfeuer mit viel Glut
- ...

jue

Jo Warner

unread,
Mar 28, 2010, 5:40:04 PM3/28/10
to
Schorsch Mildenberger schrieb:

> Jaaaaa. Dennoch; "Kohlenstoffstahl" 8oder vronehmer "Carbonstahl) wird
> (bzw. wurde) häufig für Stähle verwendet, deren Hauptlegiergungselement
> eben Kohlenstoff ist. Heutzutage ganz gerne noch für Messer verwendet.
> Neben Kohlenstoff können dabei in geringen Mengen auch andere Elemente
> enthalten sein.
> Das ist dann eben doch ein Qualitätsmerkmal.

Oha, wollen wir das weiter ausführen? Austenitischer Stahl,
martensitischer Stahl, Mischkristalle wären jetzt nur wenige Stichworte.

Und Kohlenstoff ist kein Legierungselement, sondern bildet Eisencarbid.

Bringt nix, die Zinke soll er kalt wieder hinbiegen und fertig!

Jo

Thomas Hu"bner

unread,
Mar 28, 2010, 5:05:36 PM3/28/10
to
Schorsch Mildenberger <schors...@online.de> tipperte in
news:819r2m...@mid.individual.net

> Dennoch; "Kohlenstoffstahl" 8oder vronehmer "Carbonstahl) wird
> (bzw. wurde) häufig für Stähle verwendet, deren
> Hauptlegiergungselement eben Kohlenstoff ist.

Sonst nix?
Kein Nickel, Chrom, Molybdän, Vanadium?

DIESE Legierungsbestandteile machen einen Stahl hochwertig. Nicht der
Kohlenstoff alleine.

> Heutzutage ganz gerne noch für Messer verwendet. Neben Kohlenstoff können
> dabei in geringen
> Mengen auch andere Elemente enthalten sein.
> Das ist dann eben doch ein Qualitätsmerkmal.

Nur, wenn diese Elemente "in geringen Mengen" auch benannt werden.
Alles andere ist Marketinggeschwätz: Im Baumarkt wird häufig allein
"Kohlenstoffstahl" schon als hochwertig angepriesen. DAS ist tatsächlich nix
besonderes.

Übliche Messerstähle:
X46Cr13 (Werkstoffnummer 1.4034, amerikanische Bezeichnung AISI 420 C)
0,46 % Kohlenstoff und 13 % Chrom. Chrom sorgt als Carbidbildner.

X45CrMoV15 bzw. X50CrMoV15: 0,45 bis 0,55 % Kohlenstoff, 14 bis 15 % Chrom,
0,5 bis 0,8 % Molybdän und 0,1 bis 0,2 % Vanadium.


--
Thomas

Harald Klotz

unread,
Mar 28, 2010, 2:12:15 PM3/28/10
to
Christoph Stracke schrieb:

> Nun meine Frage: Wie repariere ich die nun am besten?
> Einfach wieder geradebiegen?

Ja.

> Oder mit der Lötlampe heißmachen und
> wieder geradebiegen?

Die Lötlampe wird den Stahl nicht so erwärmen, dass er sich beeindrucken
lässt.
Mehr als dass du die Finger verbrennen kannst, passiert nicht.

> Oder müßte man das Teil im Schmiedefeuer bzw.
> Schweißbrenner heißmachen, geradebiegen und anschließend neu härten
> ...?

Es wird vermutlich ein zäher fester ungehärteter Stahl verwendet.
Wenn du den heiss machst, wirst du ihn weichglühen und die Grabforke ist
endgültig hin.
Die notwendige Festigkeit wirst du auch kaum durch härten
wiederherstellen können.

Harald


Harald Klotz

unread,
Mar 28, 2010, 2:13:29 PM3/28/10
to
Christoph Stracke schrieb:

Hin und herbiegen macht ihn kaputt, die ursprüngliche Festigkeit wirst
du nicht wieder erreichen.
Warm machen macht aber mehr kaputt.

Harald


Wolfgang Horejsi

unread,
Mar 29, 2010, 12:34:16 AM3/29/10
to
"Harald Klotz" <inv...@invalid.invalid> schrieb im Newsbeitrag
news:4bafcfa4$2$6991$9b4e...@newsspool4.arcor-online.net...

> Hin und herbiegen macht ihn kaputt, die ursprüngliche Festigkeit wirst du
> nicht wieder erreichen.
> Warm machen macht aber mehr kaputt.

HALLO! Es geht um eine Grabegabel. Da braucht man keinen Statiker. In den
Schraubstock damit, Rohr auf den verbogenen Zinken und grade biegen. Fertig.
Klar, wenn ich den 10 mal hin- und herbiegen leidet der Stahl deutlich. Hast
du schon einmal ein Stück Stahl durch hin- und herbiegen abgebrochen? Mit
1mal biegen ist da nicht viel kaputt.

--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

Harald Klotz

unread,
Mar 28, 2010, 8:54:42 PM3/28/10
to
J�rgen Exner schrieb:

>> Waren da nicht etwa 750� C n�tig? Wie soll ein Heimbastler das


>> hinkriegen?
>
> Das ist doch nicht schwer:
> - Propanbrenner

Der schafft das nicht, es sei denn du meinst einen der mit Propan und
Sauerstoff betrieben wird.

> - Holzkohle im Gartengrill

Nicht ohne Gebl�se.

> - gutes Holzfeuer mit viel Glut

Zu kalt.

Harald


Schorsch Mildenberger

unread,
Mar 29, 2010, 2:57:12 AM3/29/10
to
Moin,

Am 28.03.2010 23:05, schrieb Thomas Hu"bner:

> Schorsch Mildenberger <schors...@online.de> tipperte in
> news:819r2m...@mid.individual.net
>
>> Dennoch; "Kohlenstoffstahl" 8oder vronehmer "Carbonstahl) wird
>> (bzw. wurde) häufig für Stähle verwendet, deren
>> Hauptlegiergungselement eben Kohlenstoff ist.
>
> Sonst nix?
> Kein Nickel, Chrom, Molybdän, Vanadium?
>
> DIESE Legierungsbestandteile machen einen Stahl hochwertig. Nicht der
> Kohlenstoff alleine.

"Qualitätsmerkmal" heißt doch nicht, dass es sich um einen hochwertigen
Stahl handelt. "Qualität" meint lediglich, dass eine Aussage über die
Beschaffenheit gemacht wird, nicht dass diese automatisch auch eine gute
ist.

"Qualitätsstahl" heißt nicht, dass der Stahl besonders gut ist, sondern
dass er definierte Eigenschaften hat und dass er eben nicht hochlegiert ist.

>
>> Heutzutage ganz gerne noch für Messer verwendet. Neben Kohlenstoff
>> können dabei in geringen
>> Mengen auch andere Elemente enthalten sein.
>> Das ist dann eben doch ein Qualitätsmerkmal.
>
> Nur, wenn diese Elemente "in geringen Mengen" auch benannt werden.
> Alles andere ist Marketinggeschwätz: Im Baumarkt wird häufig allein
> "Kohlenstoffstahl" schon als hochwertig angepriesen. DAS ist tatsächlich
> nix besonderes.

Es geht eben nicht darum, dass der Stahl hochwertig ist.

>
> Übliche Messerstähle:
> X46Cr13 (Werkstoffnummer 1.4034, amerikanische Bezeichnung AISI 420 C)

Ist ein hochlegierter Stahl, darauf verweist doch schon das X am Anfang.
Das ist dann eben kein Qualitätsstahl, auch wenn er bessere
Eigenschaften hat, als das was man Qualitätsstahl nennt.


Gruß
Schorsch


Schorsch Mildenberger

unread,
Mar 29, 2010, 3:02:18 AM3/29/10
to
Am 28.03.2010 23:40, schrieb Jo Warner:
> Schorsch Mildenberger schrieb:
>
>> Jaaaaa. Dennoch; "Kohlenstoffstahl" 8oder vronehmer "Carbonstahl) wird
>> (bzw. wurde) häufig für Stähle verwendet, deren
>> Hauptlegiergungselement eben Kohlenstoff ist. Heutzutage ganz gerne
>> noch für Messer verwendet.
>> Neben Kohlenstoff können dabei in geringen Mengen auch andere Elemente
>> enthalten sein.
>> Das ist dann eben doch ein Qualitätsmerkmal.
>
> Oha, wollen wir das weiter ausführen? Austenitischer Stahl,
> martensitischer Stahl, Mischkristalle wären jetzt nur wenige Stichworte.

Nö, obwohl doch die metallurgischen Diskussionen immer wieder span(n)end
sind.

>
> Und Kohlenstoff ist kein Legierungselement, sondern bildet Eisencarbid.

Ach, interessant. Ich dachte immer, Kohlenstoff sei ein wesentliches
Legierungselement (mal als erster Zugang
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Legierungselemente), das zunächst
für die Unterschiede von Eisen, Stahl, Gußeisen und Gußstahl zuständig
ist. Und Kohlenstoff kann in Eisenlegierungen auch anders vorkommen,
denn als Eisencarbid.

>
> Bringt nix, die Zinke soll er kalt wieder hinbiegen und fertig!

Da sind wir uns nun wieder mal einig.

Gruß
Schorsch

Robert Pflüger

unread,
Mar 29, 2010, 5:20:03 AM3/29/10
to
Harald Klotz schrieb:
> ...

>> - Propanbrenner
>
> Der schafft das nicht, es sei denn du meinst einen der mit Propan und
> Sauerstoff betrieben wird.

sei doch nicht so pessimistisch.
Es kommt auf die Leistung des Propanbrenners an. Mit einem Feuerzeug
wird das sicher nichts, auch wenn die Flamme heißer als 750°C wird und
ein Campingkocher ist natürlich immer noch zu klein, aber mit einem
geeigneten Propangasbrenner müsste es für den einen Zinken der Gabel
schon reichen, auch ohne extra Sauerstoff.


--
mit freundlichem Gruß


Robert

Jo Warner

unread,
Mar 29, 2010, 6:20:20 AM3/29/10
to
Schorsch Mildenberger schrieb:

> "Qualitätsmerkmal" heißt doch nicht, dass es sich um einen hochwertigen
> Stahl handelt. "Qualität" meint lediglich, dass eine Aussage über die
> Beschaffenheit gemacht wird, nicht dass diese automatisch auch eine gute
> ist.

> Es geht eben nicht darum, dass der Stahl hochwertig ist.

Das gleiche Dilemma gibts bei Sägeblättern, Bohrern, anderen Werkzeugen:
Die Marketingabteilung vom Baumarkt ist erfinderisch bezüglich schönen
Adjektiven für Müll aus China, der aus abgewrackten Schiffen stammt.

Gleiches gilt auch für Kosmetik: "Dermatologisch geprüft" liest sich
erstmal gut. Ob die Anwenderinnen wie damals bei der Uschi G-Creme davon
Pickel bekommen und damit die Prüfung ein vernichtendes Resultat ergab,
steht nicht auf der Flasche.

Gruß Jo

Heinz Schmitz

unread,
Mar 29, 2010, 7:38:08 AM3/29/10
to
Schorsch Mildenberger wrote:

>Aber vielleicht lernst Du ja auch daraus, dass
>Grabgabeln nicht zum Hebeln gemacht sind, ebensowenig wie Spaten.

Bei Grabgabel stimme ich Dir zu - kann man nur in frisch gekaufter
Blumenerde verwenden :-).
Aber ein Spaten sollte schon einiges an Hebelkraft aushalten.

>Dass die Zinke sich verbiegt spricht für den Stiel.

Ja, und für die ordentliche Kraftüberleitung von Blatt auf Stiel. Da
steht viel Neu-Schrott in den Läden.

Grüße,
H.


Ludwig Körner

unread,
Mar 29, 2010, 11:53:54 AM3/29/10
to
Jo Warner wrote:

> "Dermatologisch geprüft"

Hypsch ist auch "macht Haut messbar glatter". Klartext: Mann kann
es mit aufwendigen Methoden messen, aber nicht sehen.
--
Gruß Ludwig
http://info.kopp-verlag.de/news/brisante-neuerscheinung-eva-herman-bricht-ihr-schweigen.html

Harald Klotz

unread,
Mar 29, 2010, 12:15:45 PM3/29/10
to
Wolfgang Horejsi schrieb:

> "Harald Klotz" <inv...@invalid.invalid> schrieb im Newsbeitrag
> news:4bafcfa4$2$6991$9b4e...@newsspool4.arcor-online.net...
>> Hin und herbiegen macht ihn kaputt, die ursprüngliche Festigkeit
>> wirst du nicht wieder erreichen.
>> Warm machen macht aber mehr kaputt.
>
> HALLO! Es geht um eine Grabegabel.

Klar.

> Da braucht man keinen Statiker. In
> den Schraubstock damit, Rohr auf den verbogenen Zinken und grade
> biegen.

Das war mein Vorschlag und ist die einzig richtige Methode.

> Fertig. Klar, wenn ich den 10 mal hin- und herbiegen leidet
> der Stahl deutlich. Hast du schon einmal ein Stück Stahl durch hin-
> und herbiegen abgebrochen? Mit 1mal biegen ist da nicht viel kaputt.

Das ist mir auch klar, aber die ursprüngliche Festigkeit ist nicht mehr
gegeben.
Mehr habe ich nicht gesagt.

Harald


Harald Klotz

unread,
Mar 29, 2010, 12:12:47 PM3/29/10
to
Robert Pflüger schrieb:

> sei doch nicht so pessimistisch.

Nein, realistisch.

> Es kommt auf die Leistung des Propanbrenners an. Mit einem Feuerzeug
> wird das sicher nichts, auch wenn die Flamme heißer als 750°C wird und
> ein Campingkocher ist natürlich immer noch zu klein, aber mit einem
> geeigneten Propangasbrenner müsste es für den einen Zinken der Gabel
> schon reichen, auch ohne extra Sauerstoff.

Dann zeig mir den Brenner, der das mit Propan und Umgebungsluft schafft.
Du wirst es nicht können.

Harald


Robert Pflüger

unread,
Mar 29, 2010, 3:45:33 PM3/29/10
to
Harald Klotz schrieb:
> ...

> Dann zeig mir den Brenner, der das mit Propan und Umgebungsluft schafft.
> Du wirst es nicht können.
>

es gibt "pure" Propangasberenner mit ca. 120 kW Leistung, aber für den
einen Zinken braucht man solches nicht.


--
mit freundlichem Gruß


Robert

Taupunktüberwachte Raumklimaregelung:
http://www.robertpflueger.com/DPC7.pdf

Jürgen Exner

unread,
Mar 29, 2010, 4:36:39 PM3/29/10
to

Nachtrag: Aus diversen REs von Robert entnehme ich, dass ein gewisser
Klotz mal wieder seinen Senf dazugegen musste.

Zum Thema erreichbare Temperatur: Man werfe mal einen Blick in z.B. ein
Holzfeuer oder Grillfeuer und merke sich die Farbe der Glut. Und dann
vergleiche man diese Farbe mit der Liste auf z.B.
http://de.wikipedia.org/wiki/Rotglut.

Gleiches gilt fuer Propanbrenner. Natuerlich braucht man fuer grosse
Werkstuecke entsprechend grosse Brenner, aber bis einfache Rotglut
reicht einfaches Propan ohne Sauerstoffzufuhr oder Geblaese aus.

jue

Harald Klotz

unread,
Mar 29, 2010, 8:39:17 PM3/29/10
to
Robert Pflüger schrieb:

> Harald Klotz schrieb:
>> ...
>> Dann zeig mir den Brenner, der das mit Propan und Umgebungsluft
>> schafft. Du wirst es nicht können.
>>
>
> es gibt "pure" Propangasberenner mit ca. 120 kW Leistung, aber für den
> einen Zinken braucht man solches nicht.

Du musst die Wärme ins Metall bekommen, sie muss also sehr konzentriert
auf deinem kleinen Punkt sein, die leistung insgesamt ist nicht von
Interresse.
Es nutzt dir nichts, wenn die Flamme die notwendige Temperatur nicht
erreicht.

Harald


Harald Klotz

unread,
Mar 29, 2010, 8:45:13 PM3/29/10
to
Jürgen Exner schrieb:

> Zum Thema erreichbare Temperatur: Man werfe mal einen Blick in z.B.
> ein Holzfeuer oder Grillfeuer und merke sich die Farbe der Glut. Und
> dann vergleiche man diese Farbe mit der Liste auf z.B.
> http://de.wikipedia.org/wiki/Rotglut.

Wenn ich mir die Glutfarbe vom Streichholz anschaue, stelle ich fest,
dass damit eine Mistgabel zur Rotglut bekomme. ;-)

In welcher Farbe glüht denn deine Pfanne vom Holzkohlegrill im
Kontaktbereich mit der Kohle?

> Gleiches gilt fuer Propanbrenner. Natuerlich braucht man fuer grosse
> Werkstuecke entsprechend grosse Brenner, aber bis einfache Rotglut
> reicht einfaches Propan ohne Sauerstoffzufuhr oder Geblaese aus.

Mach vor.

Harald


Robert Pflüger

unread,
Mar 30, 2010, 2:45:44 AM3/30/10
to
Harald Klotz schrieb:
> ...

> Es nutzt dir nichts, wenn die Flamme die notwendige Temperatur nicht
> erreicht.

wenn du meinst, dass die Flammentemperatur das Entscheidende sei, dann
machs doch mit ner Kerze :-)

Die Kerzenflamme kommt bis auf 1400ᅵC.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kerze#Flamme


--
mit freundlichem Gruᅵ


Robert

Lars Wilhelm

unread,
Mar 30, 2010, 2:56:43 AM3/30/10
to

Sorry, so dummes rechthaberisches geschwätz kommt eigentlich
ausschließlich von einem Harald Hengel. Zufall, oder ists ne multible
Persönlichkeit, die sich sogar die Mühe macht über zwei verschiedene
Einwahlen zu gehen....

Thomas Hu"bner

unread,
Mar 30, 2010, 8:12:03 AM3/30/10
to
Schorsch Mildenberger <schors...@online.de> tipperte in
news:81b10v...@mid.individual.net

> "Qualitätsmerkmal" heißt doch nicht, dass es sich um einen
> hochwertigen Stahl handelt. "Qualität" meint lediglich, dass eine
> Aussage über die Beschaffenheit gemacht wird, nicht dass diese
> automatisch auch eine gute ist.

Richtig.

'Qualität' ist im Marketing- und Normungssprech lediglich als Worthülse zu
verstehen.
Und weil diese Institutionen maßgeblich für die Restgesellschaft sind,
stimmen bisherige Assoziationen nicht mehr.
Dieser Kausalzusammenhang war mir vorübergehend entfallen.

--
Thomas

Schorsch Mildenberger

unread,
Mar 30, 2010, 9:43:00 AM3/30/10
to
Ich habe da noch mal drüber sinniert. Vermutlich ist "Qualitätsstahl"
ein Begriff aus einer Zeit, als man zum einen noch nicht gut die
Ergebnisse des Frisches bestimmen konnte.
Da gibt es dann zwei Sorten Stahl. Bei den einen kann man vor allem
sagen, was sie so halten, das lässt sich ja nach dem Walzen gut
bestimmen. Was man damit nicht weiß, ist wie der Stahl auf Verformung,
Schweißen, Schmieden etc. reagieren wird. (Das war vor längerer Zeit
etwa beim St34 so. Da war nichts sicher, als die Mindestzugfestigkeit.)

Beim "Qualitätsstahl" kann man darüber Aussagen machen. Das heißt dann,
dass schon simple Baustähle Qualitätsstähle sind. Meist mit der
Eigenschaft besondere Schweißeignung (damit einhergehend schlechte
Härtbarkeit).

Werkzeugstähle waren auch lange Zeit überwiegend Kohlenstoffstähle. Erst
um 1900 kamen die Schnellarbeitsstähle auf, entwickelt von dem berühmten
Taylor, dessen großes Verdienst eher in dieser Erfindung liegt, als in
seiner wissenschaftlichen Betriebsführung.

Naja, genug davon. Schön, dass wir uns einigen konnten.

Gruß
Schorsch

Harald Klotz

unread,
Mar 30, 2010, 2:19:37 PM3/30/10
to
Lars Wilhelm schrieb:

>>> Gleiches gilt fuer Propanbrenner. Natuerlich braucht man fuer grosse
>>> Werkstuecke entsprechend grosse Brenner, aber bis einfache Rotglut
>>> reicht einfaches Propan ohne Sauerstoffzufuhr oder Geblaese aus.
>>
>> Mach vor.
>>
>> Harald
>

> Sorry, so dummes rechthaberisches geschw�tz kommt eigentlich
> ausschlie�lich von einem Harald Hengel. Zufall, oder ists ne multible
> Pers�nlichkeit, die sich sogar die M�he macht �ber zwei verschiedene
> Einwahlen zu gehen....

Lars, mal wieder keine Ahnung, also gehst du auf die P�belschiene.

Harald


Harald Klotz

unread,
Mar 30, 2010, 2:16:33 PM3/30/10
to
Robert Pfl�ger schrieb:

> Harald Klotz schrieb:
>> ...
>> Es nutzt dir nichts, wenn die Flamme die notwendige Temperatur nicht
>> erreicht.
>
> wenn du meinst, dass die Flammentemperatur das Entscheidende sei, dann
> machs doch mit ner Kerze :-)
>
> Die Kerzenflamme kommt bis auf 1400�C.

Das m�sste ja nach deiner Argumentation funktionieren. ;-)

Harald


Robert Pflüger

unread,
Mar 30, 2010, 3:22:39 PM3/30/10
to
Harald Klotz schrieb:
> ...
> Das mᅵsste ja nach deiner Argumentation funktionieren. ;-)

Manche kᅵnnen sich was merken, abere mᅵssen nochmal nachlesen.
Nach meiner Argumentantion kommt es auf die Leistung der Propangasflamme
an und nicht auf die Flammentemperatur.

Harald Klotz

unread,
Mar 30, 2010, 8:49:16 PM3/30/10
to
Robert Pflüger schrieb:
> Harald Klotz schrieb:
>> ...
>> Das müsste ja nach deiner Argumentation funktionieren. ;-)
>
> Manche können sich was merken, abere müssen nochmal nachlesen.

> Nach meiner Argumentantion kommt es auf die Leistung der
> Propangasflamme an und nicht auf die Flammentemperatur.

Dann musst du eben genug Kerzen nehmen. ;-)
Die Leistung brauchst auf der recht kleinen Fläche der Zinke, die
Leistung die vorbei geht nutzt dir nichts.
Kann ich auch 20 Heizkörper mit je 6kW Leistung nehmen, das müsste
deiner Meinung nach ja reichen ;-)

Aber um einmal konkret zu werden, an welchen Propanbrenner hast du
gedacht?

Harald

J. Schumacher

unread,
Mar 31, 2010, 3:16:51 AM3/31/10
to
Am Sun, 28 Mar 2010 15:32:13 +0200 schrieb Christoph Stracke:

> Hallo zusammen,
>
> ich habe gestern durch rohe Gewalt (beim Versuch, eine Baumwurzel
> herauszuhebeln) meine schöne alte, handgeschmiedete Grabgabel verbogen;
> einer der Zinken steht nun einige Zentimeter weiter hinten.
> Eigentlich ein sehr solides Teil aus gutem Kohlenstoffstahl.

Warmmachen (nicht glühen), und in der Wärme biegen.
Dann hat man keine zusätzliche Verfestigung (Sprödbruchgefahr), aber auch
keine ungewollten metallurgischen Reaktionen.

Gruß
Jens

Schorsch Mildenberger

unread,
Mar 31, 2010, 4:23:05 AM3/31/10
to
Eh Jens,

Am 31.03.2010 09:16, schrieb J. Schumacher:
> Am Sun, 28 Mar 2010 15:32:13 +0200 schrieb Christoph Stracke:
>
>> Hallo zusammen,
>>
>> ich habe gestern durch rohe Gewalt (beim Versuch, eine Baumwurzel

>> herauszuhebeln) meine sch�ne alte, handgeschmiedete Grabgabel verbogen;


>> einer der Zinken steht nun einige Zentimeter weiter hinten.
>> Eigentlich ein sehr solides Teil aus gutem Kohlenstoffstahl.
>

> Warmmachen (nicht gl�hen), und in der W�rme biegen.
> Dann hat man keine zus�tzliche Verfestigung (Spr�dbruchgefahr), aber auch
> keine ungewollten metallurgischen Reaktionen.

wie warm soll er es denn Deiner Meinung nach machen?

Gru�
Schorsch

Knut Schottstädt

unread,
Mar 31, 2010, 4:47:35 AM3/31/10
to
Am Wed, 31 Mar 2010 10:23:05 +0200 schrieb Schorsch Mildenberger:
...
>> Warmmachen (nicht glühen), und in der Wärme biegen. Dann hat man keine
>> zusätzliche Verfestigung (Sprödbruchgefahr), aber auch keine

>> ungewollten metallurgischen Reaktionen.
>
> wie warm soll er es denn Deiner Meinung nach machen?

Etwa im Bereich von 500°C bis 700°C nehme ich mal an.
Auf jeden Fall eine Temperatur unterhalb von 723°C
--
MfG Knut

J. Schumacher

unread,
Mar 31, 2010, 12:39:52 PM3/31/10
to

Nee, schon zuviel.
Glut sollte nicht zu sehen sein, also max ca. 450 Grad.
Der Trick dabei ist, daß der E-Modul runter geht (bessere Verformbarkeit)
aber sich metallurgisch noch nichts tut.

Gruß
Jens

Knut Schottstädt

unread,
Mar 31, 2010, 4:03:24 PM3/31/10
to

Sprödbruchgefahr begegnet man unter anderem mit Rekristallisationsglühen
und das findet bei vielen Stahlsorten oberhalb 500°C Statt. Außer der
Kristallneubildung, welche ein Ausheilen der Ermüdungsstellen im Gefüge
bewikt soll, tut sich da auch metallurgisch nicht viel.

Ansonsten ist das bearbeiten natürlich auch unterhalb 500°C völlig okay.
Das ist und bleibt dann halt eine reine Kaltverformung.
--
MfG Knut

Wolfgang Horejsi

unread,
Apr 1, 2010, 12:41:29 AM4/1/10
to
"Knut Schottstädt" <ks.ne...@2esupport.de> schrieb im Newsbeitrag
news:hp09qb$sri$3...@online.de...

> Sprödbruchgefahr begegnet man unter anderem mit Rekristallisationsglühen
> und das findet bei vielen Stahlsorten oberhalb 500°C Statt. Außer der
> Kristallneubildung, welche ein Ausheilen der Ermüdungsstellen im Gefüge
> bewikt soll, tut sich da auch metallurgisch nicht viel.
>
> Ansonsten ist das bearbeiten natürlich auch unterhalb 500°C völlig okay.
> Das ist und bleibt dann halt eine reine Kaltverformung.

Manchmal glaube ich wirklich, einige hier ...

Nein! Ich will jetzt nichts sagen, was andere als Beleidigung auffassen
würden. Da ist eine Zacke von der Harke krumm, oder von der Grabegabel oder
was auch immer. Jeder Schlosser, Schmied oder sonstige Fachmann spannt das
Teil in den Schraubstock - falls überhaupt nötig - steckt ein Stück Rohr auf
die verbogene Zinke und biegt das gerade. Nun kommt ihr hier mit
Wärmebehandlung - dazu muss wohl erst einmal eine exakt gesteuerte
Wärmequelle samt Digitalthermometer angeschafft werden, nehme ich an. Der
Stiel muss selbstverständlich entfernt werden, da die noch näher zu
bestimmende Holzsorte vermutlich im Bereich um 478 Grad Celsius um 3,8%
schrumpft, was ihn lockern würde.

Ich fass es nicht, echte Rhetheoretiker (mein Vorschlag zum Unwort des
Jahres 2024, ein Kombination aus Rhetorik und Theorie, können über alles
reden, aber nur theoretisch)!

--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

J. Schumacher

unread,
Apr 1, 2010, 1:35:52 AM4/1/10
to
Am Wed, 31 Mar 2010 20:03:24 +0000 (UTC) schrieb Knut Schottst�dt:

>>
>> Nee, schon zuviel.
>> Glut sollte nicht zu sehen sein, also max ca. 450 Grad. Der Trick dabei

>> ist, da� der E-Modul runter geht (bessere Verformbarkeit) aber sich
>> metallurgisch noch nichts tut.
>
> Spr�dbruchgefahr begegnet man unter anderem mit Rekristallisationsgl�hen
> und das findet bei vielen Stahlsorten oberhalb 500�C Statt. Au�er der
> Kristallneubildung, welche ein Ausheilen der Erm�dungsstellen im Gef�ge

> bewikt soll, tut sich da auch metallurgisch nicht viel.

Richtig.
Da eine metallurgischer Ver�nderung nicht erw�nscht ist (ohne genaue
Kenntnis von Material und Verfahren macht man mehr kaputt als ganz), sollte
man unter dieser Temperatur bleiben.

>
> Ansonsten ist das bearbeiten nat�rlich auch unterhalb 500�C v�llig okay.


> Das ist und bleibt dann halt eine reine Kaltverformung.

Mit leichtem Selbstheilungseffekt w�hrend der Verformung.
Haupteffekt allerdings: es geht leichter, falls der OP Fischst�bchenmuskeln
haben sollte ;-)

Jens

J. Schumacher

unread,
Apr 1, 2010, 1:39:17 AM4/1/10
to
Am Thu, 1 Apr 2010 06:41:29 +0200 schrieb Wolfgang Horejsi:


>
> Manchmal glaube ich wirklich, einige hier ...
>
> Nein! Ich will jetzt nichts sagen, was andere als Beleidigung auffassen
> würden. Da ist eine Zacke von der Harke krumm, oder von der Grabegabel oder
> was auch immer. Jeder Schlosser, Schmied oder sonstige Fachmann spannt das
> Teil in den Schraubstock - falls überhaupt nötig - steckt ein Stück Rohr auf
> die verbogene Zinke und biegt das gerade. Nun kommt ihr hier mit

Richtig, das macht aber keinen Spaß.
Außerdem, wenn die Zinke mal an einem Gerät hinterm Traktor hängt...

> Wärmebehandlung - dazu muss wohl erst einmal eine exakt gesteuerte
> Wärmequelle samt Digitalthermometer angeschafft werden, nehme ich an. Der
> Stiel muss selbstverständlich entfernt werden, da die noch näher zu
> bestimmende Holzsorte vermutlich im Bereich um 478 Grad Celsius um 3,8%
> schrumpft, was ihn lockern würde.

Du sollst ja nur die Zinke warmmachen.
Zur Not gibt es ja noch diese Wärmeflußverhinderungspaste, welche man ja
auf die kritischen Stellen schmieren kann <duckundwech>

Jens

Knut Schottstädt

unread,
Apr 1, 2010, 1:52:23 AM4/1/10
to
Am Thu, 01 Apr 2010 06:41:29 +0200 schrieb Wolfgang Horejsi:

> "Knut Schottstädt" <ks.ne...@2esupport.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:hp09qb$sri$3...@online.de...
>> Sprödbruchgefahr begegnet man unter anderem mit
>> Rekristallisationsglühen und das findet bei vielen Stahlsorten oberhalb
>> 500°C Statt. Außer der Kristallneubildung, welche ein Ausheilen der
>> Ermüdungsstellen im Gefüge bewikt soll, tut sich da auch metallurgisch
>> nicht viel.
>>
>> Ansonsten ist das bearbeiten natürlich auch unterhalb 500°C völlig
>> okay. Das ist und bleibt dann halt eine reine Kaltverformung.
>
> Manchmal glaube ich wirklich, einige hier ...
>
> Nein! Ich will jetzt nichts sagen, was andere als Beleidigung auffassen
> würden. Da ist eine Zacke von der Harke krumm, oder von der Grabegabel
> oder was auch immer. Jeder Schlosser, Schmied oder sonstige Fachmann
> spannt das Teil in den Schraubstock - falls überhaupt nötig - steckt ein
> Stück Rohr auf die verbogene Zinke und biegt das gerade.

Na ja, zu so einem Schmied würde ich nicht gehen.

> Ich fass es nicht, echte Rhetheoretiker (mein Vorschlag zum Unwort des
> Jahres 2024, ein Kombination aus Rhetorik und Theorie, können über alles
> reden, aber nur theoretisch)!

Ein "echter" Schmied redet auch nicht viel drüber, er macht es einfach so
wie es fach- und sachgerecht ist und pfuscht nicht irgend was zusammen.
Das realisiert sich nur in Internet schlecht. ;)

--
MfG Knut

Knut Schottstädt

unread,
Apr 1, 2010, 2:02:34 AM4/1/10
to
Am Thu, 01 Apr 2010 07:35:52 +0200 schrieb J. Schumacher:
...
> Mit leichtem Selbstheilungseffekt während der Verformung. Haupteffekt
> allerdings: es geht leichter, falls der OP Fischstäbchenmuskeln haben
> sollte ;-)

Auch wenn er Spinatmuskeln hat, tut das zumindest dem Zinken gut. ;)

--
MfG Knut

Knut Schottstädt

unread,
Apr 1, 2010, 2:19:21 AM4/1/10
to
Ach so, einen hab ich noch:

Am Thu, 01 Apr 2010 06:41:29 +0200 schrieb Wolfgang Horejsi:
...

> ich an. Der Stiel muss selbstverständlich entfernt werden, da die noch
> näher zu bestimmende Holzsorte vermutlich im Bereich um 478 Grad Celsius
> um 3,8% schrumpft, was ihn lockern würde.

Auf den eigentlichen Knackpunkt ist der werte Fachmann gar nicht
eingegangen. Hier im Tread tauchten Temperaturen oberhalb _723°C_ auf.
Das hier ohne sachgerechte Nachbehandlung einiges daneben gehen kann,
hättest du als "Fachmann" vielleicht mal sachlich, fachlich kommentieren
sollen? ;-)

--
MfG Knut

Harald Klotz

unread,
Apr 2, 2010, 8:47:58 PM4/2/10
to
Knut Schottstädt schrieb:

>> Nein! Ich will jetzt nichts sagen, was andere als Beleidigung
>> auffassen würden. Da ist eine Zacke von der Harke krumm, oder von
>> der Grabegabel oder was auch immer. Jeder Schlosser, Schmied oder
>> sonstige Fachmann spannt das Teil in den Schraubstock - falls
>> überhaupt nötig - steckt ein Stück Rohr auf die verbogene Zinke und
>> biegt das gerade.
>
> Na ja, zu so einem Schmied würde ich nicht gehen.

Zu welchem gehst du?
Ein Vernünftiger Schmied wird erst einmal ein Datenblatt vom Hersteller
anfordern und dann mit anderen Schmieden beraten wie man em besten
rangeht. Kostet vermutlich ein vielfaches einer neuen Forke. ;-)

> Ein "echter" Schmied redet auch nicht viel drüber, er macht es
> einfach so wie es fach- und sachgerecht ist und pfuscht nicht irgend
> was zusammen.

Aber zu dem wolltest du ja gerade nicht gehen.

Harald


Knut Schottstädt

unread,
Apr 3, 2010, 7:42:38 AM4/3/10
to
Am Sat, 03 Apr 2010 02:47:58 +0200 schrieb Harald Klotz:
...

>> Ein "echter" Schmied redet auch nicht viel drüber, er macht es einfach
>> so wie es fach- und sachgerecht ist und pfuscht nicht irgend was
>> zusammen.
>
> Aber zu dem wolltest du ja gerade nicht gehen.

Ich kann nichts für deinen Horizont ;-)


--
MfG Knut

Jürgen Rohrssen

unread,
Apr 3, 2010, 11:26:33 AM4/3/10
to

"Knut Schottstädt" <ks.ne...@2esupport.de> schrieb im Newsbeitrag
news:hp79je$oni$1...@online.de...
Ratet mal wie ich meine Grabegabel gerichtet habe.......
Richtig, in den Schraubstock eingespannt und gerade gebogen. Kalt.

--

Gruß
Jürgen


Paul Mueller

unread,
Apr 3, 2010, 11:36:30 AM4/3/10
to
Jürgen Rohrssen schrieb:

> Ratet mal wie ich meine Grabegabel gerichtet habe.......
> Richtig, in den Schraubstock eingespannt und gerade gebogen. Kalt.

Vade retro Satanas! ;-)

Gruß
Paul


0 new messages