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Wie Rigipsdecke verkleiden?

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Sven Boetcher

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Jun 16, 2004, 3:56:46 AM6/16/04
to
Hallo!

Beim Dachausbau soll eine (recht ungleichmässige/buckelige) Rigipsdecke
verkleidet werden. Panele zum Draufnageln scheiden aus weil der Raum
schon sehr niedrig ist und auf der Rückseite der Decke die Dachbalken zu
weit auseinander sind. Damals wurde beim Hausbau wohl sehr gespart.
Drunter uinter der Decke waren mal diese realtiv hässlichen
Styropordekorplatten. Ich würde gerne mit Raufaser tapezieren und dann
in Wunschfarbe streichen. Hätte den Vorteil, dass die Decke nicht noch
tiefer kommt. Soll aber lt. dem Tapezierer meines geringsten Misstrauens
nicht halten auf der Rigipsdecke mit den Resten des Dekorplattenklebers.
Verputzen soll auch nicht halten. Wieso eigentlich nicht? Ich bin bald
am Verzweifeln und bald können die Schwiegereltern machen, was sie
wollen. Jeder Vorschlag ist nicht recht und aus einem anderen Grund
(angeblich) nicht durchführbar. Was gibt es denn überhaupt für
Möglichkeiten, eine Rigpsdecke zu verkleiden? Bin für *jeden* Tipp
dankbar denn so langsam weitet sich die Renovierung zur nervlichen
Katastrophe aus.

Bye
Sven

Jürgen Exner

unread,
Jun 16, 2004, 5:03:14 AM6/16/04
to
Sven Boetcher wrote:
> Beim Dachausbau soll eine (recht ungleichmässige/buckelige)
> Rigipsdecke verkleidet werden. [...]

Ich denke, du gehst das Problem von der falschen Seite an. Rigips ist doch
die Verkleidung, wieso willst du die Verkleidung noch zusaetzlich
verkleiden? Schliesslich ist Rigips _wenn_richtig_installiert_ die perfekte
Oberflaeche zum tapezieren, streichen, usw.

Zuerst ueberleg dir, was du dort als Oberflaeche moechtest. Dann bereite den
Untergrund entsprechend vor:

Tapete: alten Rigips raus weil nicht fachgerecht installiert, dann neue
Rigipsplatten fachgerecht installieren, und tapezieren.
Raufaser (scheint ja dein Favorit zu sein): desgleichen
Vertaefeln: alten Rigips raus weil nicht fachgerecht installiert, dann
Vertaefelung fachgerecht installieren
Streichen: alten Rigips raus weil nicht fachgerecht installiert, dann neue
Rigipsplatten fachgerecht installieren, und streichen.

jue


Peter Popp

unread,
Jun 16, 2004, 5:21:04 AM6/16/04
to
"Sven Boetcher" schrieb am Wed, 16 Jun 2004 09:56:46 +0200, :

>Beim Dachausbau soll eine (recht ungleichmässige/buckelige) Rigipsdecke
>verkleidet werden. Panele zum Draufnageln scheiden aus weil der Raum
>schon sehr niedrig ist und auf der Rückseite der Decke die Dachbalken zu
>weit auseinander sind. Damals wurde beim Hausbau wohl sehr gespart.
>Drunter uinter der Decke waren mal diese realtiv hässlichen
>Styropordekorplatten. Ich würde gerne mit Raufaser tapezieren und dann
>in Wunschfarbe streichen. Hätte den Vorteil, dass die Decke nicht noch
>tiefer kommt. Soll aber lt. dem Tapezierer meines geringsten Misstrauens
>nicht halten auf der Rigipsdecke mit den Resten des Dekorplattenklebers.
>Verputzen soll auch nicht halten. Wieso eigentlich nicht?

Kommt imho auf die Art des Klebers an. Kann man nicht mal
versuchsweise einen Flecken beliebiger Tapete ankleben und testen, ob
es hält? Verbindlich kann es so auf die Entfernung wohl keiner sagen.


> Ich bin bald
>am Verzweifeln und bald können die Schwiegereltern machen, was sie
>wollen. Jeder Vorschlag ist nicht recht und aus einem anderen Grund
>(angeblich) nicht durchführbar.

So was kenne ich aus eigener leidvoller Erfahrung. Da müsste ich
sagen: spar Dir Geld und Mühe für was anderes....

> Was gibt es denn überhaupt für
>Möglichkeiten, eine Rigpsdecke zu verkleiden? Bin für *jeden* Tipp
>dankbar denn so langsam weitet sich die Renovierung zur nervlichen
>Katastrophe aus.

Aufgrund der Beschreibung wäre es imho ohnehin das Beste (wenn man es
nicht ganz sein lassen will) den Krempel runterzureissen und das neu
zu machen, vielleicht lassen sich die Querbalken sogar höher setzen
(ja, schweinischer Aufwand)? Alternativ könnte man die Balken
(teilweise) sichtbar lassen, seitlich jeweils Latten bzw. Kanthölzer
aufschrauben und Rigipsplatten von unten dran machen, etwa so:

| | | |
| |L L | |
| |---------------------------| |
|____| |____|

So erreicht man maximale Raumhöhe,

meint
--
Peter Popp
www.peter-popp.de/bahn

Peter Gutbrod

unread,
Jun 16, 2004, 5:19:21 AM6/16/04
to
in Beitrag 2jacrfF...@uni-berlin.de schrieb Sven Boetcher unter
svenn...@yahoo.de am 16.06.2004 9:56 Uhr:

Hallo Sven,

was heißt ungleichmässige/buckelig? Sind das Kleberreste von den
Styroporplatten? Sind die Rigipsplatten verzogen oder gequollen? Wurden die
Platten damals nicht ordentlich unterlegt, sprich die Platten sind leicht
gegeneinander geneigt (mal ne Richtlatte anlegen)? Wurden die Fugen nicht
ordenlich gespachtelt/geschliffen (Platten sind plan, s.o., aber Du siehst
die Plattenränder).

Dann kann man mehr zu sagen.

Grüße

Peter

Werner Reimann

unread,
Jun 16, 2004, 7:36:27 AM6/16/04
to
Sven Boetcher schrieb in der newsgroup de.rec.heimwerken:

> Hallo!
>
> Beim Dachausbau soll eine (recht
> ungleichmässige/buckelige) Rigipsdecke
> verkleidet werden. ...

so hast Du schlechte Karten :-)

> Damals wurde beim Hausbau wohl sehr gespart.

Ja, zB an der eigentlich nötigen Diagonalaussteifung, auch als
Windrispen bekannt.

> Drunter uinter der Decke waren mal diese
> realtiv hässlichen Styropordekorplatten.

Der schlechteste mögliche Untergrund, außer für Dekorplatten.

Hol den Mist runter, mache eine vernünftige Ausgleichslattung (
kraftschlüssig ! ) mit langer Alulatte und Schnur und verkleide mit
feuerfesten Platten oder Fermacell oder Spanplatten. Die dienen dann
auch als Diagonalaussteifung, wenn Du keine Kreuzfugen einbaust.

viele Grüße
Werner
--
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--
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Georg Kaiser

unread,
Jun 16, 2004, 6:44:43 AM6/16/04
to

"Werner Reimann"
wrote

> Ja, zB an der eigentlich nötigen Diagonalaussteifung, auch als
> Windrispen bekannt.

> viele Grüße
> Werner

Halli-Hallo Werner,
ich hätte immer geglaubt das diese Bretter nur beim aufrichten, also vor der
Dachlattung, nötig sind um den noch instabilen Dachstuhl am "umkippen" zu
hintern.
Unser Sichtdachstuhl hat doch auch keine schrägen Bretter.-)
Nimmt dann die vollflächig aufgenagelte 19mm Schalung die Kräfte auf oder
sehe ich da was verkehrt?

Gruß Schorsch mit 105mm Bauterdach.
PS.: Manchmal werden doch auch nur "Bänder" schräg auf die Sparren genagelt.


Sven Boetcher

unread,
Jun 16, 2004, 8:04:20 AM6/16/04
to
Peter Gutbrod wrote:

> was heißt ungleichmässige/buckelig? Sind das Kleberreste von den
> Styroporplatten?

Ja. Werden in mühsamer Arbeit abgekratzt.

> Sind die Rigipsplatten verzogen oder gequollen?

An einer Stelle.

> Wurden die Platten damals nicht ordentlich unterlegt, sprich die
> Platten sind leicht gegeneinander geneigt (mal ne Richtlatte
> anlegen)?

Auch. Einfach alles schief und buckelig und Fugen grosszügig
zugespachtelt.

> Wurden die Fugen nicht ordenlich gespachtelt/geschliffen
> (Platten sind plan, s.o., aber Du siehst die Plattenränder).

Es wurde schnell und billig hingefpuscht, wenn ich das mal so sagen darf
und jetzt soll die letzte Deckschicht (Farbe, Tapete oder sonstwas)
alles rausreissen. Das geht. Dann sollen die die ganze Scheisse
rausreissen und die ganze Decke anstädnig neu machen. Ich kann und will
bald nicht mehr.

Bye
Sven

Sven Boetcher

unread,
Jun 16, 2004, 8:06:40 AM6/16/04
to
Peter Popp wrote:

>> Ich bin bald
>> am Verzweifeln und bald können die Schwiegereltern machen, was sie
>> wollen. Jeder Vorschlag ist nicht recht und aus einem anderen Grund
>> (angeblich) nicht durchführbar.
>
> So was kenne ich aus eigener leidvoller Erfahrung. Da müsste ich
> sagen: spar Dir Geld und Mühe für was anderes....

Ich wollte schon grosszügig die ganze Decke mehrfach eintünchen aber das
ist dann wieder nicht gut genug. Die buckeligen Platten sollen bleiben
aber trotzdem soll es gut werden. Geht nciht oder doch?

Bye
Sven

Sven Boetcher

unread,
Jun 16, 2004, 8:10:37 AM6/16/04
to
Werner Reimann wrote:

>> Drunter uinter der Decke waren mal diese
>> realtiv hässlichen Styropordekorplatten.
>
> Der schlechteste mögliche Untergrund, außer für Dekorplatten.
>
> Hol den Mist runter, mache eine vernünftige Ausgleichslattung (
> kraftschlüssig ! ) mit langer Alulatte und Schnur und verkleide mit
> feuerfesten Platten oder Fermacell oder Spanplatten. Die dienen dann
> auch als Diagonalaussteifung, wenn Du keine Kreuzfugen einbaust.

Kommt alles zu tief. Darf/soll nicht dicker werden als max. 1 cm. Ich
knall wieder Dekorplatten mit Kleber drunter und gut ist, falls es keine
andere Möglichkeit gibt. Wenn es diese Dekotplatten nur in Holzdekor
(Buche weiss) gäbe und die dann nicht dicker wären als 1 cm und die
einfach nur geklebt werden bräuchten, wäre das die Rettung. Hab ich bis
jetzt aber nicht gefunden.

Bye
Sven

Peter Popp

unread,
Jun 16, 2004, 8:57:54 AM6/16/04
to
"Sven Boetcher" <svenn...@yahoo.de> schrieb am Wed, 16 Jun 2004
14:06:40 +0200, :


Hallo Sven,

bucklig bleibt bucklig, und Pfusch bleibt Pfusch - egal wieviel Farbe
drauf ist. Und von wegen Schwiegereltern: steck bloss kein Geld und
keine Arbeit in Häuser oder Wohnungen, die Dir nicht gehören (kann ich
aus eigener, wie gesagt leidvoller erfahrung mit den eigenen Eltern
nur deutlich empfehlen! )

Jürgen Exner

unread,
Jun 16, 2004, 9:52:12 AM6/16/04
to
Sven Boetcher wrote:
> [...]

> Die buckeligen Platten sollen
> bleiben aber trotzdem soll es gut werden. Geht nciht oder doch?

"Wasch mich aber mach mich nicht nass"

Pfusch bleibt Pfusch, auch wenn er 20 Mal ueberstrichen wurde.
Entweder rausreissen und vernuenftig neu machen oder Ansprueche
herunterschrauben.

Vielleicht ginge ja noch grossflaechig spachteln, aber ich habe da so meine
Zweifel. Zum einen ob die ohnehin vermurkste Rigipsinstallation das
zusaetzliche Gewicht ueberhaupt aushaelt und zum anderen wie lange es
dauert, bis sich die falsch montierten Rigipsplatten weiter gesenkt haben.

jue


Jürgen Exner

unread,
Jun 16, 2004, 11:10:21 AM6/16/04
to
Sven Boetcher wrote:
> Beim Dachausbau soll eine (recht ungleichmässige/buckelige)
> Rigipsdecke verkleidet werden. Panele zum Draufnageln scheiden aus
> weil der Raum schon sehr niedrig ist und auf der Rückseite der Decke
> die Dachbalken zu weit auseinander sind. [...]

Noch eine ganz andere Idee:
du koenntest die Decke mit einer abgespannten Stoffbahn verkleiden.
Muss ja nicht unbedingt Samt oder Brokat sein wie in alten Herrenhaeusern.

jue


Peter Gutbrod

unread,
Jun 16, 2004, 11:12:07 AM6/16/04
to
in Beitrag 2jarndF...@uni-berlin.de schrieb Sven Boetcher unter
svenn...@yahoo.de am 16.06.2004 14:04 Uhr:

Hmm, dann musst Du Dich entscheiden, ob Du es ordentlich willst oder nur
kosmetisch ausgebessert.

Ordentlich: Da hilft nur alt Platten abschrauben, Unterlattung neu
ausrichten, wenn nicht vergammelt und neue Platten dranschrauben, spachteln
schleifen. ich würde im Dachbereich Gipsfaserplatten nehmen, die sind
stabiler.

Ausbessern: Klebereste kriegst Du ganz gut mit nem Multimaster (sauteuer ->
ausleihen) mit flexiblem Spachtel runter, wenn der Kleber hart ist würde ich
es mit Schleifen probieren. Schlecht gespachtelte Fugen anschleifen, neu
spachteln und nochmals schleifen. Schiefe Platten, da geht nix außer
runtermachen. Wenn Du was drüberklebst, wird das auch wieder schief und
krumm, wenn der Untergrund so ist.

> Wenn es diese Dekotplatten nur in Holzdekor
> (Buche weiss) gäbe und die dann nicht dicker wären als 1 cm und die
> einfach nur geklebt werden bräuchten, wäre das die Rettung. Hab ich bis
> jetzt aber nicht gefunden.

Vielleicht dünnes Laminat. Nur so als Anregung. Aber nur kleben geht da wohl
nicht.

Grüße

Peter

Jochen Kriegerowski

unread,
Jun 16, 2004, 11:12:06 AM6/16/04
to
"Georg Kaiser" <weinac...@aol.com> schrieb

> Unser Sichtdachstuhl hat doch auch keine schrägen Bretter.-)

Nirgends irgend etwas Schräges? Zum Beispiel Kopfbänder
zwischen Stielen und Pfetten?

Gruß
Jochen

Georg Kaiser

unread,
Jun 18, 2004, 3:26:18 AM6/18/04
to

"Jochen Kriegerowski"
wrote
> "Georg Kaiser"

schrieb
>
> > Unser Sichtdachstuhl hat doch auch keine schrägen Bretter.-)
>
> Nirgends irgend etwas Schräges? Zum Beispiel Kopfbänder
> zwischen Stielen und Pfetten?
>
> Gruß
> Jochen

Halli-Hallo,
bei unseren Dach ist ein gleichgroßer dritter Giebel mit eingeschifftet.
da schiebt dann nichts:-).
Bei dem Dach meines Bruders, der auch eine 75mm Bauder Aufsparrendämmung
hat, ist aber nichts derartiges angebaut.
An den Kehlbalken zwischen den Pfetten liegts ja nicht, oder?
Gruß Schorsch
PS.: Was sind Stiele?


Jochen Kriegerowski

unread,
Jun 18, 2004, 3:55:02 AM6/18/04
to
"Georg Kaiser" <weinac...@aol.com> schrieb

> bei unseren Dach ist ein gleichgroßer dritter Giebel mit eingeschifftet.
> da schiebt dann nichts:-).

Richtig. Hauptsache, irgend wo sind Bauteile so eingebaut, dass in
keiner Richtung ein (instabiles) Parallelogramm ohne Aussteifung entsteht.
Es ist allerdings ungewöhnlich, diese Funktion allein durch die Kehlsparren
zu gewährleisten.

> Bei dem Dach meines Bruders, der auch eine 75mm Bauder Aufsparrendämmung
> hat, ist aber nichts derartiges angebaut.

Da gibt es Systeme mit integrierter OSB-Platte - dadurch wird dann die
nötige 'Scheibenwirkung' erzielt.

> An den Kehlbalken zwischen den Pfetten liegts ja nicht, oder?

Nein, die dienen dazu, die Durchbiegung der Sparren zu reduzieren.
Kelbalken liegen allerdings nicht zwischen den Pfetten.

> PS.: Was sind Stiele?

'Senkrechte Balken', auch Stützen genannt. Sie tragen First- bzw.
Mittelpfetten.

Gruß
Jochen

Georg Kaiser

unread,
Jun 18, 2004, 4:45:58 AM6/18/04
to

"Jochen Kriegerowski"
wrote

> > An den Kehlbalken zwischen den Pfetten liegts ja nicht, oder?
>
> Nein, die dienen dazu, die Durchbiegung der Sparren zu reduzieren.
> Kelbalken liegen allerdings nicht zwischen den Pfetten.
>
> > PS.: Was sind Stiele?
>
> 'Senkrechte Balken', auch Stützen genannt. Sie tragen First- bzw.
> Mittelpfetten.
>
> Gruß
> Jochen

Halli-Hallo Jochen,
bei uns liegen die Pfetten (Leimholz bei Sichtdachstühlen) auf den (24er)
Wänden auf.
Stimmt, aber ich kenne auch einen Dachstuhl wo diese Stiele nachträglich in
den Wänden "eingemauert" wurden.
Wahrscheinlich werden die Stiele nur bei unausgebauten Dachgeschossen
verwendet, wo ja kein Auflager für die Pfetten da ist, oder?
Bei Sichtdachstühlen werden ja keine normalen "Zangen" verwendet die
unterhalb der Pfetten zwischen den Sparren genagelt werden, sondern Balken
die zwischen den (Leimholz) Pfetten geschraubt werden.
Heißen diese Balken nicht Kehlbalken?
Gruß Schorsch


Werner Reimann

unread,
Jun 18, 2004, 6:46:12 AM6/18/04
to
Georg Kaiser schrieb in der newsgroup de.rec.heimwerken:

> > Windrispen ...


> ich hätte immer geglaubt das diese Bretter nur
> beim aufrichten, also vor der
> Dachlattung, nötig sind um den noch instabilen
> Dachstuhl am "umkippen" zu hintern.

da sind vermutlich noch weitere erforderlich, je nach örtlicher
Situation. Die werden aber auch wieder abmontiert.

> Unser Sichtdachstuhl hat doch auch keine
> schrägen Bretter.-)

Man nimmt auch meist kreuzweise gespannte Eisenbänder auf der Oberseite
( und spannt die dann oft nicht, so daß sie fast nichts nützen. )

> Nimmt dann die vollflächig aufgenagelte 19mm
> Schalung die Kräfte auf

wenn die Bretter Nut + Feder haben, ist das eine "Scheibe ohne Nachweis
nach DIN 1052", wobei
"o.N." heißt, daß die auf jeden Fall ausreicht und nicht, daß man das
Rechnen vergessen hat :-)

Georg Kaiser

unread,
Jun 18, 2004, 6:24:33 AM6/18/04
to

"Werner Reimann"
wrote
> Georg Kaiser schrieb

> > Nimmt dann die vollflächig aufgenagelte 19mm
> > Schalung die Kräfte auf
>
> wenn die Bretter Nut + Feder haben, ist das eine "Scheibe ohne Nachweis
> nach DIN 1052", wobei
> "o.N." heißt, daß die auf jeden Fall ausreicht und nicht, daß man das
> Rechnen vergessen hat :-)
>
> viele Grüße
> Werner

Halli-Hallo Werner,
Ja das waren Nut&Feder Bretter.

Danke für Deine Antwort, Gruß Schorsch mit Spaß an der groben Holzarbeit:-)


Jochen Kriegerowski

unread,
Jun 18, 2004, 7:36:07 AM6/18/04
to
"Georg Kaiser" <weinac...@aol.com> schrieb

Hallo,

> bei uns liegen die Pfetten (Leimholz bei Sichtdachstühlen) auf den (24er)
> Wänden auf.

Auch das geht natürlich, wenn in entsprechenden Abständen tragende Wände
stehen.

> Wahrscheinlich werden die Stiele nur bei unausgebauten Dachgeschossen
> verwendet, wo ja kein Auflager für die Pfetten da ist, oder?

Nicht unbedingt. Auch bei Dachgeschossen, die von vornherein für den
Ausbau geplant werden, kann man einen ganz 'klassischen' Dachstuhl
bauen - man ist dann flexibler mit den Grundrissen.

> Heißen diese Balken nicht Kehlbalken?

Gute Frage ;-)
Die statische Funktion ist wohl in etwa ähnlich, weil ja die Auflager in den
Wänden keinen seitlichen Schub auffangen können und verhindert werden
muss, dass die Pfetten von den Sparren nach innen gedrückt werden.

Gruß
Jochen

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