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Leitungen in Holzständerwand verlegen

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Bernd Lammer

unread,
Nov 3, 2011, 8:14:52 PM11/3/11
to
Hallo,

soweit ich weiß, legt man bei einer Holzständerwand waagerechte
Leitungen durch Bohrungen durch die Holzständer.

Wie stellt man sicher, dass man anschließend diese Leitungen nicht beim
Anbringen der Verschalung (OSB + Gipskarton) trifft?
Die Verschalung in der kompletten Installationszone nicht anzuschrauben,
kann IMO nicht die Lösung sein.

--
Bernd

Jürgen Exner

unread,
Nov 3, 2011, 8:44:22 PM11/3/11
to
Kleinen Metallstreifen ueber die Leitung nageln:
http://www.renovation-headquarters.com/wiring-mistakes-2.html, ganz
unten auf der Seite unter "Mistake 10".

jue

Thomas Feldes

unread,
Nov 4, 2011, 5:44:00 AM11/4/11
to
Wie breit kann eine Installationszone sein und welchen Abstand möchtest du
zwischen den einzelnen Befestigungspunkten der Platten?

Die Leitungen tief genug legen und die Schauben/Nägel in der richtigen
Länge wählen.

Thomas
--
Stuttgart liegt in Kansas!
http://stuttgart-kansas.de

Bernd Lammer

unread,
Nov 4, 2011, 5:05:31 PM11/4/11
to
Wenn ich hier nach "Nagelschutz" google, dann bekomme ich nur Treffer,
die sich auf Fingernägel beziehen.
Wahrscheinlich gibt es sowas hier in D eh nicht, weil hier meistens
Metallständer verbaut werden.

--
Bernd

Bernd Lammer

unread,
Nov 4, 2011, 5:24:37 PM11/4/11
to
Thomas Feldes schrieb am 04.11.2011 10:44:
> Am Fri, 04 Nov 2011 01:14:52 +0100 schrieb Bernd Lammer:
>
>> soweit ich weiß, legt man bei einer Holzständerwand waagerechte
>> Leitungen durch Bohrungen durch die Holzständer.
>>
>> Wie stellt man sicher, dass man anschließend diese Leitungen nicht beim
>> Anbringen der Verschalung (OSB + Gipskarton) trifft?
>>
>> Die Verschalung in der kompletten Installationszone nicht anzuschrauben,
>> kann IMO nicht die Lösung sein.
>
> Wie breit kann eine Installationszone sein und welchen Abstand möchtest du
> zwischen den einzelnen Befestigungspunkten der Platten?

Waagerechte Installationszonen sind nach DIN 30 cm breit (15-45cm).

Der Hersteller unseres Hauses gibt vor, dass alle 15 cm eine Schraube
sitzen soll.
Die Wand, die ich gerade neu gezogen habe, hat oben einen gleitenden
Anschluss. Dort könnte ich dann höchstens 2 Schrauben setzen, wenn ich
nicht in der Installationszone schrauben.

> Die Leitungen tief genug legen und die Schauben/Nägel in der richtigen
> Länge wählen.

Das habe ich anfangs auch gedacht, aber das haut nicht hin.
Die Holzständer sind 80mm tief. Die OSB-Platte ist 12mm stark. Wenn ich
Spanplattenschrauben mit 4,5x70 nehme, dann passiert es nicht selten,
dass die Schraube im Holz durchdreht, und sich der Kopf nicht komplett
in die OSB-Platte versenkt.
Wenn ich kürzere Schrauben nehmen würde, dann würde das vermutlich noch
öfter passieren.

Die nichttragenden Wände hier im Haus haben alle 80mm starke Ständer und
die Schrauben sind bisher immer 70mm lang gewesen.
Ich habe noch keine durch Schrauben beschädigte Leitung gesehen, aber
ich frage mich, wie man praktikabel sicherstellt, dass man keine Leitung
trifft und trotzdem alle 15 cm eine Schraube setzen kann?
Nail Guards habe ich hier im Haus noch keine gesehen.

Vielleicht haben die das hier auf gut Glück gemacht.

Nur aufs Glück möchte ich mich aber nicht verlassen, und mehr Arbeit,
als nötig, möchte ich mir auch nicht machen :)

--
Bernd

Martin Schoenbeck

unread,
Nov 4, 2011, 5:31:13 PM11/4/11
to
Hallo Bernd,

Bernd Lammer schrieb:

> Das habe ich anfangs auch gedacht, aber das haut nicht hin.
> Die Holzständer sind 80mm tief. Die OSB-Platte ist 12mm stark. Wenn ich
> Spanplattenschrauben mit 4,5x70 nehme, dann passiert es nicht selten,
> dass die Schraube im Holz durchdreht, und sich der Kopf nicht komplett
> in die OSB-Platte versenkt.

Wenn die Schrauben im Holz durchdrehen, dann ist das Holz oder die Schraube
Müll. Ich tippe aber eher, daß der Kopf abreißt und sich deshalb dreht.

> Wenn ich kürzere Schrauben nehmen würde, dann würde das vermutlich noch
> öfter passieren.

Eher im Gegenteil. Außerdem ist das kein Problem. Du beplankst erst die
eine Seite. Dann legst Du die Leitungen dicht an der bereits beplankten
Seite. Danach machst Du die andere und hast genügend Platz.

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.

Andreas Böttcher

unread,
Nov 4, 2011, 6:27:41 PM11/4/11
to
Hallo Bernd,

ich würde so etwas ganz einfach lösen: Verlege doch die Stegleitungen
waagerecht direkt über dem Boden, z.B. auf dem Holzbalken der
Holzständerwand nahe dem Boden. Und führe die Leitungen zu den Steckdosen
oder zu den Lichtschaltern von dort aus senkrecht hoch. Dann kannst Du
bohren wo Du willst, außer in der Senkrechten unter den Steckdosen oder
Lichtschaltern.

Grüße,
Andreas

"Bernd Lammer" <bernd....@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4eb32e7c$0$6548$9b4e...@newsspool4.arcor-online.net...

Bernd Lammer

unread,
Nov 4, 2011, 6:48:15 PM11/4/11
to
Martin Schoenbeck schrieb am 04.11.2011 22:31:

> Bernd Lammer schrieb:
>
>> Das habe ich anfangs auch gedacht, aber das haut nicht hin.
>> Die Holzständer sind 80mm tief. Die OSB-Platte ist 12mm stark. Wenn ich
>> Spanplattenschrauben mit 4,5x70 nehme, dann passiert es nicht selten,
>> dass die Schraube im Holz durchdreht, und sich der Kopf nicht komplett
>> in die OSB-Platte versenkt.
>
> Wenn die Schrauben im Holz durchdrehen, dann ist das Holz oder die Schraube
> Müll. Ich tippe aber eher, daß der Kopf abreißt und sich deshalb dreht.

Das Holz ist Kreuzrahmen 60x80, Fichte/Tanne.
Die Spanplattenschrauben sind von "Dresselhaus", "JD79", 4,5x60 (nicht
4,5x70, wie oben geschrieben)

Der Kopf reißt nicht ab. Das Gewinde zieht nicht mehr.

>> Wenn ich kürzere Schrauben nehmen würde, dann würde das vermutlich noch
>> öfter passieren.
>
> Eher im Gegenteil. Außerdem ist das kein Problem. Du beplankst erst die
> eine Seite. Dann legst Du die Leitungen dicht an der bereits beplankten
> Seite. Danach machst Du die andere und hast genügend Platz.

Erklär mal, wieso eine kürzere Schraube im Holzständer besser greifen
sollte.

Die Kabel dicht an die erste Verschalung zu legen ist ne Idee. Das
klappt zumindest bei meinen 80er Ständern.

Wie macht man es bei 60mm tiefen Ständern? 40mm lange und dafür dickere
Schrauben nehmen?

--
Bernd

Bernd Lammer

unread,
Nov 4, 2011, 7:00:38 PM11/4/11
to
Andreas Böttcher schrieb am 04.11.2011 23:27:

> ich würde so etwas ganz einfach lösen: Verlege doch die Stegleitungen
> waagerecht direkt über dem Boden, z.B. auf dem Holzbalken der
> Holzständerwand nahe dem Boden. Und führe die Leitungen zu den Steckdosen
> oder zu den Lichtschaltern von dort aus senkrecht hoch. Dann kannst Du
> bohren wo Du willst, außer in der Senkrechten unter den Steckdosen oder
> Lichtschaltern.

Ich bin nicht sicher, wie du das meinst.

Würdest du die waagerechten Leitungen nicht IN der Wand verlegen,
sondern AUßEN auf dem Schwellholz? Würdest du dann die OSB-Platten
entsprechend höher anbringen, damit Platz für die Leitungen vorhanden wäre?

Das hätte ein paar Nachteile und ist auch nicht erlaubt.
Stegleitung darf grundsätzlich nicht auf Holz verlegt werden und muss
später verputzt werden.
In der Höhe des Schwellholzes in keine Installationszone. In dem Bereich
muss man deswegen dafür Sorge tragen, dass die Leitungen nicht
beschädigt werden können. Wenn z.B. mal jemand Fußleisten anbringen
würde, muss er nicht damit rechnen, dass in dem Bereich Leitungen
liegen. Ich müsste die Leitungen in dem Bereich deswegen in Stahlrohre
legen.

Also ich möchte die Leitungen schon in den Installationszonen lassen.
Vom Fußboden aus gesehen gibt es wie unter der Decke ebenfalls eine
waagerechte Installationszone, die von 15 bis 45cm über Fußboden reicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Installationszone

Martin Schoenbeck

unread,
Nov 4, 2011, 7:04:46 PM11/4/11
to
Hallo Bernd,

Bernd Lammer schrieb:

> Das Holz ist Kreuzrahmen 60x80, Fichte/Tanne.
> Die Spanplattenschrauben sind von "Dresselhaus", "JD79", 4,5x60 (nicht
> 4,5x70, wie oben geschrieben)
>
> Der Kopf reißt nicht ab. Das Gewinde zieht nicht mehr.

Hochgradig merkwürdig. Ich habe schon viel gesehen, aber das solche
Schrauben in Vollholz durchdrehen statt abzureißen noch nicht.

>> Eher im Gegenteil. Außerdem ist das kein Problem. Du beplankst erst die
>> eine Seite. Dann legst Du die Leitungen dicht an der bereits beplankten
>> Seite. Danach machst Du die andere und hast genügend Platz.
>
> Erklär mal, wieso eine kürzere Schraube im Holzständer besser greifen
> sollte.

Die Aussage stand unter der Prämisse, daß die Schraube in Wirklichkeit
abgerissen ist. Wenn dem tatsächlich nicht so ist, dann helfen kürzere
Schrauben natürlich nicht.

> Die Kabel dicht an die erste Verschalung zu legen ist ne Idee. Das
> klappt zumindest bei meinen 80er Ständern.

So kenne ich das eigentlich nur.

> Wie macht man es bei 60mm tiefen Ständern? 40mm lange und dafür dickere
> Schrauben nehmen?

Generell Schrauben nehmen, die nicht durchdrehen. Vielleicht doch mal mit
echten Spax versuchen. Ich habe noch keine Verkleidungen mit OSB gemacht,
aber bei Gipskartonplatten waren die maximal 50 mm lang. Selbst damit hast
Du bei 60 mm tiefen Ständern und 12 mm OSB noch 22 mm für die Kabel. Das
sollte eigentlich reichen.

Joerg

unread,
Nov 4, 2011, 7:45:43 PM11/4/11
to
Am besten den Hersteller des Hauses fragen. Dann ein Bild von so einem
Nail Plate (so heissen die hier meist) ausdrucken und bei einem guten
Eisenwarenhandel oder Geschaeft fuer Elektroinstallation fragen.

Im Prinzip koennte man sich solche Blechstuecke selbst fertigen. Nach
dem Vorbauen des Rigips oder Holzes halten die ja beinahe von selbst.
Alternativ vom naechsten USA-Urlauber mitbringen lassen :-)

Die Baumarktkette Home Depot gibt es fast ueberall und da bekommt man
sie im 50er Pack:

http://www.homedepot.com/h_d1/N-5yc1v/R-100151742/h_d2/ProductDisplay?langId=-1&storeId=10051&catalogId=10053

Oder hier anfragen ob sie eine Vertretung in Germanien haben:

http://www.halexco.com/contact.cfm

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Joerg

unread,
Nov 4, 2011, 7:48:36 PM11/4/11
to
Andreas Böttcher wrote:
> Hallo Bernd,
>
> ich würde so etwas ganz einfach lösen: Verlege doch die Stegleitungen
> waagerecht direkt über dem Boden, z.B. auf dem Holzbalken der
> Holzständerwand nahe dem Boden. Und führe die Leitungen zu den Steckdosen
> oder zu den Lichtschaltern von dort aus senkrecht hoch. Dann kannst Du
> bohren wo Du willst, außer in der Senkrechten unter den Steckdosen oder
> Lichtschaltern.
>

Ich sehen es schon kommen, dann erscheint eines Tages ein Installateur
mit der Hilti um "mal eben" ein Rohr nach oben zu legen. "Ey, warum
qualmt das denn aus der Rosette des Absperrventils hinterm Klosett?"

[...]

Jürgen Exner

unread,
Nov 4, 2011, 9:09:50 PM11/4/11
to
Joerg <inv...@invalid.invalid> wrote:
>> Jürgen Exner schrieb am 04.11.2011 01:44:
>>> Kleinen Metallstreifen ueber die Leitung nageln:
>>> http://www.renovation-headquarters.com/wiring-mistakes-2.html, ganz
>>> unten auf der Seite unter "Mistake 10".
>
>Im Prinzip koennte man sich solche Blechstuecke selbst fertigen. Nach
>dem Vorbauen des Rigips oder Holzes halten die ja beinahe von selbst.
>Alternativ vom naechsten USA-Urlauber mitbringen lassen :-)

Die halten sowieso von selbst, denn die werden einfach mit den
umgebogenen Krampen ins Holz gedrueckt/genagelt.

jue

Joerg

unread,
Nov 4, 2011, 9:19:47 PM11/4/11
to
Die musste ich bisher noch immer mit dem Hammer "streicheln".
Reindruecken kann die vermutlich nur Obelix, der macht das mit dem Daumen.

Theoretisch koennte man sich in Nail-Plate-defizienten Laendern solche
Bleche schneiden und die vier Ecken umbiegen, als "Haltezaehne". Aber da
das Blech einigermassen dick sein muss kommt dabei sicher keine Freude
auf. Driss ist natuerlich dass die Europa-Touris erst wieder in einem
guten halben Jahr hier eintrudeln und sowas mitbringen koennten.

bastian

unread,
Nov 5, 2011, 2:25:52 AM11/5/11
to
>
> ich würde so etwas ganz einfach lösen: Verlege doch die Stegleitungen
> waagerecht direkt über dem Boden, z.B. auf dem Holzbalken ...
>
Stegleitungen auf Holz ?
Nicht im Ernst, oder ?


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