Emil Naepflein <
netne...@kabelmail.de> schrieb:
> On Thu, 17 Jan 2013 09:16:47 +0100, Martin Kienass <
mar...@makienet.de> wrote:
>
>>> W�nschenswert w�ren tats�chlich nicht nur vollst�ndig isolierte Rohre, sondern
>>> auch ein System das individuell an jeder Zapfstelle daf�r sorgt dass die
>>> Warmwassertemperatur immer mindestens 40� C hat, aber nicht st�ndig eine
>>> Zirkulation statt findet, �hnlich dem System von Miller.
>>>
>>>
http://www.miller-energiesparsysteme.de/technische-loesungen/ein-und-zweifamilienhaus/zirkulation-mittels-schwerkraft-ueber-ein-oder-mehrere-stockwerke.html
>>
>>Man sollte folgendes bedenken:
>>Die sogenannte Schwerkraftzirkulation funktioniert �ber
>>Dichteunterschiede zwischen Warmwasser und abgek�hltem Wasser.
>>Energiesparend, wie es auf der Seite beworben wird, ist daran schonmal
>>gar nichts, denn die Energie f�r den Umtrieb muss auch bei
>>Schwerkraftzirkulation aufgebracht werden. Man spart h�chstens die
>>Pumpe, dies aber auf Kosten einer tr�gen Reaktion des gesamten
>>Zirkulationssystems.
>
> Die Energie wird aus der Temperaturdifferenz aufgebracht und das System ist
> keinesfalls tr�ge, da jederzeit daf�r gesorgt wird dass an der Zapfstelle die
> gew�nschte Temperatur eingestellt ist.
Das DVGW Arbeitsblatt 551 empfiehlt zur Legionellenprophylaxe:
Warmwasserspeichertemperatur mindestens 55�C, Abk�hlung des Wassers im
gesamten Warmwassersystem um nicht mehr als 5K.
Es steht also f�r eine Schwerkraftzirkulation eine Temperaturdifferenz
von 5K zur Verf�gung. Ich glaube nicht, dass irgendein
Zirkulationssystem im Schwerkraftbetrieb diese Vorgaben einhalten kann.
Ausserdem fordert die EnEV, dass Zirkulationssysteme in Abh�ngigkeit von
Zeit oder Bedarf gesteuert werden k�nnen. "St�ndig 40�C an der
Zapfstelle" ist also schon zweifach unzul�ssig.
>>Zum Miller-System: Wenn ich das richtig sehe, gibts da an der letzten
>>Zapfstelle �ber ein nicht n�her beschriebenes Zirkulationsventil eine
>>direkte Verbindung zwischen Warm- und Kaltwasser und, schlimmer noch,
>>die Kaltwasserleitung wird als R�cklaufleitung f�r das (lau)warme
>>Wasser benutzt.
>
> Das ist eine L�sung f�r Installationen an denen gar keine Zirkulation vorhanden
> ist.
Eine L�sung, die nicht zul�ssig ist (behaupte ich; zeig mir auf der
Seite den Abschnitt, wo eine DIN-DVGW Zulassung erw�hnt wird, und ich
�ndere die Behauptung).
>
>>Was diese Konstruktion mit Legionellenschutz zu tun hat, m�sste mir mal
>>jemand erkl�ren. Und wie sich eine solche Anlage mit den Bestimmungen
>>der Trinkwasserverordnung, EN 1717 usw. vereinbaren liesse, w�re mir
>>auf den ersten Blick ziemlich schleierhaft.
>
> Was f�r ein Unterschied besteht zu einer Anlage die �berhaupt keine Zirkulation
> verwendet und wo das Warmwasser dann in der Warmwasserleitung abk�hlt?
Der Unterschied besteht darin, dass im zweiten Fall kein kaltes
(unver�ndertes) Trinkwasser mit warmem (ver�ndertem) Trinkwasser
innerhalb des Leitungssystems gemischt wird und im Kaltwassersystem
deshalb keine lauwarme Br�he mit Legionellenzuchttemperatur herumschwappen
kann.
> Tatsache ist, dass dieses System ohne extra Zirkulationsleitung f�r eine
> Zirkulation durch den Warmwasserspeicher sorgt, und gleiczeitig daf�r sorgt dass
> direkt an jeder Zapfstelle jederzeit warmes Wasser vorhanden ist.
Tatsache ist, dass das System eher Legionellen z�chtet als verhindert,
keine Energie spart und anscheinend keine Zulassung in Deutschland hat.
Ich w�rde soetwas nicht einbauen, schon gar nicht im Neubau, bei dem
man ja eine fachgerechte L�sung problemlos realisieren kann.
>>@Marc: Schau Dir mal das inliner-System von Viega an (�hnliche Systeme
>>gibts auch von anderen Herstellern), da wird die Zirkulationsleitung
>>als "flexibler Schlauch" innerhalb der eigentlichen Warmwasserleitung
>>verlegt. Keine zus�tzliche Z-Leitung, keine zus�tzlichen W�rmeverluste,
>>keine Probleme mit den Grenzwerten der EnEV. Nachteil: Der Preis :)
>>
http://www.viega.de/xchg/de-de/hs.xsl/7459.html
>
> Den gleichen Effekt erreicht man in dem man Warmwasser und Zirkulationsleitung
> innerhalb einer Isolation verlegt.
Nicht ganz. Die (w�rmeabstrahlende) Oberfl�che zweier nebeneinander verlegter
Rohre ist gr��er als die eines Rohres, ebenso der Platzbedarf im
Installationsschacht.
> Es ist eine kompaktere L�sung, deren
> Mehrpreis man beim Neubau nicht bezahlen muss.
Ob es denn wirklich mehr kostet als eine separate Z.-Leitung wird man
wohl nur anhand konkreter Angebote in Erfahrung bringen. Energetisch
(und darum ging es ja urspr�nglich) bringt es auf jeden Fall einen
Vorteil.