Bis zu welcher Dicke kann man eigentlich Bleche noch sinnvoll mit einem
normalen elektischen Schweissgerät (kein Schutzgas) bearbeiten? Der
Strombereich ist 25..160A AC.
Elektroden unter 2mm sind im normalen Handel ja kaum zu sehen.
Siegfried
> Für Bleche bis (!) 0.3 mm werden Lichtbogenvorrichtungen
> angeboten. Noch nicht ausprobiert, ich hatte bisher keinen
> Bedarf, Stanniolfolie oder Konservendosen zu schweissen;-).
Das klingt nach einem Vorsatzgerät, oder?
Einfach nur dünnere Elektroden gehen nicht?
Ich will ja nicht gleich bis 0,3mm herunter, 0,8 würde schon reichen.
Das Problem ist auch, daß ich nicht so toll Übung im Elektroschweissen
habe. Es fällt nicht viel an und das Wenige ist meist auch noch
kniffelig. Autogen hätte ich mehr Übung, aber dann ständen zwei
Schweissgeräte weniggenutzt im Keller.
> Darüber würd ich mir mal das Lochpunktschweissverfahren ansehen.
> Sieht nicht schwierig aus. Theoretisch;-).
Also Löcher machen ist auch rein praktisch nicht schwierig! ;-)
Siegfried
PS: Kennt jemand im Netz eine Quelle mit Tips?
Was hast Du vor? Auto? Basteln? Dach? Was soll´s den werden?
--
Viele Grüße aus Wien
Martin Hlustik
Siegfried Schmidt schrieb:
> Hallo *!
>
> Bis zu welcher Dicke kann man eigentlich Bleche noch sinnvoll mit einem
> normalen elektischen Schweissgerät (kein Schutzgas) bearbeiten? Der
> Strombereich ist 25..160A AC.
>
> Was hast Du vor? Auto? Basteln? Dach? Was soll´s den werden?
Gemischtes. Anlaß war ein Kasten aus Eisenwinkeln (ca 1,3 mm), den ich
mit etwas dünnerem Lochblech verkleiden wollte. Die Winkel sahen gut
aus, das Blech weniger.
Am Auto wars mal eine Aufhängung am Auspuff, das ist aber bei den
Materialstärken kein Problem.
Siegfried
bei 1mm blechstärke wirs schon kritisch ... für autobleche ist
elektrodenschweißen ungeeignet. da du laie bist denke ich mal das dus unter
1,5 bis 2 mm lassen solltest.
steffen
Siegfried Schmidt wrote:
> ...
> Einfach nur dünnere Elektroden gehen nicht?
> ...
> Also Löcher machen ist auch rein praktisch nicht schwierig! ;-)
Das Schweißen mit Elektroden muß man üben üben üben üben. Ich bin selbst
kein "Meister" und vermisse seit Jahren ... den "Ärger" mit einem
derartigen Gerät. (Angebote bitte per Mail)
Mein "Altvorderer" hatte einen großen "Trafo" schrwer wie eine
Waschmaschiene und dabei nur ein Viertel des Volumens. Da wurden zur Not
auch mal mit einem Eisenstab als Elekrtode die Angeln einer
Feuerschutztür zerschmolzen, und mit viel Gefühl (streicheln beim
"Ansetzen") und so manchem Fluch (beim "Pappenbleiben") und viel
Erfahrung (sehr kurze Erhitzungszeiten) konnte man mit demselben Gerät
auch einen Fahradrahmen (zusammen)flicken.
Gruß,
Robert
Wenn moeglich sollte man duenne Bleche vorher aufboerdeln, ca 1,5 mal
Materialstaerke, dann steht etwas mehr Material zur Verfuegung.
--
Udo Klasmeier
Stuttgart
Lochblech kannst Du fasst vergessen. Wir haben manchmal
Schwierigkeiten, den _Punktschweißautomaten_ so einzustellen, daß es
keine Probleme gibt.
Würde ich eher hartlöten. Wenn Du keine Autogen-Ausrüstung hast, gibt
es dafür auch Vorsätze für Elektro.
> Außerdem sollte man die vom Lichtbogen ausgehende UV
> Strahlung nicht unterschätzen, mir hat es an einzelnen
> Körperstellen einen heftigen Sonnenbrand eingebracht
> (ja, ja, ich weiss, Schutzkleidung und so...).
Hast eh noch Glück gehabt. Im Lichtbogen hast Du einen ganzen Haufen
Strahlen, die teilweise sehr schwankend vorkommen.
WICHTIGER ! Hinweis !
Auf keinen Fall, weiche Kontaktlinsen beim Lichtbogenschweißen tragen!
Auch nicht mit Schutzschirm! Beim Schutzgassschweissen können im
Lichtbogen Mikrowellen entstehen, diese verdampfen den Tränenfilm
unter der Linse, und es kann zu bösen Verletzungen kommen.
btw: dreh bitte das HTML ab.
Hallo Martin,
hast Du dafür 'ne Quelle? Ich halte es nämlich für Unsinn. Die
Schweißmaschinen (wenn es Inverter sind) arbeiten in der Regel mit
Frequenzen bis etwa 20 kHz. (Mikrowelle liegt bei (2,45?) GHz
Die im Störspektrum der Maschine enthaltenen und auch abgestrahlten
Frequenzen gehen zwar bis in den GHz-Bereich, sind aber vom
Energieinhalt niedrig. Ein Beispiel (schon oberhalb der Grenzwerte, aber
gut zu rechnen): 120 dB(µV/m) als Störfeldstärke bedeutet: 120 dB =
Faktor 10^6, bezogen auf 1 µV/m --> d. h. real 1 V/m. Natürlich können
sie dennoch Funkstörungen verursachen, aber dazu reichen dann auch
geringe Störfeldstärken.
Die vom Lichtbogen abgegebene Wärme-, Licht- und UV-Strahlung dürfte
weit mehr Schädigungspotential haben.
Viele Grüße
Thoralf
--
(heute ohne Signatur)
> hast Du dafür 'ne Quelle?
http://mailer.uni-marburg.de/~naeser/kontaktl.htm
Dr. Wolfgang Näser
Philipps-Universität Marburg, Sicherheitsreferent des Fachbereichs 09
Tel. 06421-28-23508 * Fax 28-28936 * E-mail nae...@mailer.uni-marburg.de
Marburg, den 6.8.1999
Ich möchte es nicht versäumen, untenstehendes FAX der Fa. Becher auf diesem
Wege allen Interessierten und Betroffenen zur Kenntnis zu geben. [...]
M.f.G. W. Näser
Philipps-Universitaet Marburg; 06421282112; 2-Jul-99 11:29; Seite 1/2:
Abs.: Philipps-Universitaet Marburg; 1-Jul-99 0:17;
Becher Schweißtechnik
Zugelassenes Serviceunternehmen für Reparaturen nach
VBQ4
Vertriebs- und Service GmbH
Im Rudert 11
35043 Marburg
Tel. (06421) 9452-0
Fax (06421) 945252
e-mail: A...@becher-gmbh.de
Internet: http://www.becher-gmbh.de
USt.-lD: 112 598076
Kontaktlinsenträger - Erblindung durch
Lichtbogen
Aus gegebenem Antaß möchten wir Sie über folgenden Sachverhalt in Kenntnis
setzen:
Fall 1: Ein Schaltwärter eines E1ektrizitätswerkes versuchte einen
Leistungsschalter einzuschalten, wobei ein kurzzeitiger Lichtbogen
auftrat.
Fall 2: Ein Elektro-Schweißer klappte die Gesichtsmaske auf, Um das
Heranfahren der Schweißelektrode besser beobachten zu können. Versehentlich
streifte er das Schweißgut und erzeugte einen
Lichtbogen.
Beide Herren hatten Kontaktlinsen getragen. Nach Feierabend entfernten sie
zu Hause die Kontaktlinsen, rissen aber zugleich die Hornhaut der Augen ab
und erblindeten.
Gefährdung: Elektrische Lichtbögen erzeugen Mikrowellen, die den
FIüssigkeitsfilm zwischen der Kontaktlinse und der Hornhaut augenblicklich
austrocknen, so daß die Hornhaut an den Linsen festklebt. Diese Veränderung
ist schmerzlos und wird nicht wahrgenommen. Lichtbögen entstehen beim
Elektro-Schweißen und können auch bei einem Kurzschluß in elektrischen
Anlagen entstehen.
Dringende Empfehlung: Sollten Kontaktlinsentr8ger einem elektrischen
Lichtbogen ausgesetzt worden sein, wird dringend geraten, die Kontaktlinsen
nicht zu entfernen, sondern eine Augenklinik bzw. [einen] Augenarzt
aufzusuchen. Ein Augenarzt hat noch die Möglichkeit, das Augenlicht zu
retten.
Schutzmaßnahmen:
1. alle betroffenen Mitarbeiter sind über den o.g. Sachverhalt zu
informieren.
2. Kontaktlinsenträger sind darauf hinzuweisen, daß bei Arbeiten, wo ein
Lichtbogen entstehen kann, keine Kontaktlinsen zu tragen sind. Das gleiche
gilt auch für planendes und kontrollierendes Personal, das sich in der Nähe
von z.B. E-Schweißarbeiten aufhält.
3. Fremdfirmen und Besucher sind über den Sachverhalt zu
informieren.
In den Schweißräumen der Berufsschule für Spengler, hängen seit mindestens
8 Jahren, idente Informationen. Ich wundere mich, daß es hier als neue
Erkenntnis beschrieben wird.
Inwieferne, Schweißtechnik, das Fachgebiet von Dr Näser ist, möchte ich
lieber nicht beurteilen. ;-)
Auf der Homepage der Becher GmbH ist leider alles, "in Vorbereitung!".
wo sollen die herkommen?
was anderes:
bei schutzgasschweißen müssen verspiegelte gläser verwandt werden (goldener
metallischer) belag von außen.
steffen
[Mikrowellen]
> wo sollen die herkommen?
Siehe <383D4E94...@spengler.at>
> was anderes:
> bei schutzgasschweißen müssen verspiegelte gläser verwandt werden
> (goldener metallischer) belag von außen.
Wie kommst Du auf diese Idee? Die Gläser müssen schützen (Ein DIN-Glas wäre
schon eine gute Idee.) Aber daß die Gläser, definitiv _verspiegelt_ sein
müssen, wäre mir neu.
Hi Udo,
das bedarf etwas weiterer Erklaerung. Ich kann mir recht einfach vorstellen,
wie man Blech auf doppelte oder dreifache Materialstaerke aufboerdelt - aber
1.5-fach?
> das bedarf etwas weiterer Erklaerung. Ich kann mir recht einfach vorstellen,
> wie man Blech auf doppelte oder dreifache Materialstaerke aufboerdelt - aber
> 1.5-fach?
Naja, mit einem kräftigen Hammer geht fast alles..
Siegfried
>
> Wie kommst Du auf diese Idee? Die Gläser müssen schützen (Ein DIN-Glas
wäre
> schon eine gute Idee.) Aber daß die Gläser, definitiv _verspiegelt_ sein
> müssen, wäre mir neu.
ich kann auch nur das sagen was mit geraten wurde ... die sollen die UV
belastung noch weiter veringern - angeblich soll die beim schutzgasschweißen
höher sein (vielleicht schirmt die auch die microwellenbelastung ab?)
gibt es überhaupt "nicht DIN" gläser? hab noch nie welche gesehen...
würde ich erst gar nicht kaufen ... hab empfindliche augen
steffen
> > Wie kommst Du auf diese Idee? Die Gläser müssen schützen (Ein DIN-Glas
> > wäre schon eine gute Idee.) Aber daß die Gläser, definitiv
> > _verspiegelt_ sein müssen, wäre mir neu.
>
> (vielleicht schirmt die auch die microwellenbelastung ab?)
Weiß ich nicht. (Hallo Physiker!) ;-)
> gibt es überhaupt "nicht DIN" gläser? hab noch nie welche gesehen...
> würde ich erst gar nicht kaufen ... hab empfindliche augen
Kaufen, würde ich sie auch nicht. Die billigen Baumarktangebote sind
manchmal, "ein bisserl fragwürdig".
> > Wenn moeglich sollte man duenne Bleche vorher aufboerdeln, ca 1,5 mal
> > Materialstaerke, dann steht etwas mehr Material zur Verfuegung.
>
> Hi Udo,
>
> das bedarf etwas weiterer Erklaerung. Ich kann mir recht einfach vorstellen,
> wie man Blech auf doppelte oder dreifache Materialstaerke aufboerdelt - aber
> 1.5-fach?
So biegen, dass ein rechter Winkel entsteht, mit der Schenkellaenge 1.5
mal
Materialstaerke. Nicht falten.
--
Udo Klasmeier
Stuttgart
MfG
Werner
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.