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Farbe auf Mauer aus Kalksandstein fällt ab

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Herbert Böhm

unread,
May 24, 2001, 4:47:34 AM5/24/01
to
Hallo,

ich habe eine kleine Mauer aus Kalksandstein. Irgendeiner hat sie mal
gestrichen und ich
habe dann in letzten Jahren den Anstrich mit Fassadenfarbe mehrfach
erneuert.
Leider hatte ich immer nur kurzzeitigen Erfolg. Das Fundament der Mauer
kenne ich nicht,
aber die erste Ziegelreihe ist bereits bodenbündig. Wird also wie ein
Schwamm wirken.
Nun habe ich die Farbe weitgehend abgelaugt und will es besser machen.
Leider bekomme ich den Untergrund nicht mehr ganz sauber, sonst würde
ich die Mauer gar nicht mehr behandeln.Welche dauerhaften
Beschichtungsmöglichkeiten
gibt es für Kalksandstein?

Wenn ich den todsicheren Tipp zu einer Farbe hätte wäre mir das am liebsten.
Aber ich würde auch verputzen, verklinkern, verkleiden oder sonst was
machen.
Nur: Ich will in den nächsten 10 Jahren nicht mehr reparieren müssen.

Was fällt euch dazu ein?
Welche Materialien stehen zur Auswahl?
Wer hat so ein Problem schon mal erfolgreich gelöst.

Gruss
Herbert

PS: Den Vorschlag die Mauer abreissen kenne ich schon :-)) (stammt von mir)


Christian Kurze

unread,
May 24, 2001, 5:16:05 PM5/24/01
to

"Herbert Böhm" <her...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9eihpp$apn$05$1...@news.t-online.com...
> Hallo,

> Wenn ich den todsicheren Tipp zu einer Farbe hätte wäre mir das am
liebsten.
> Aber ich würde auch verputzen, verklinkern, verkleiden oder sonst was
> machen.
> Nur: Ich will in den nächsten 10 Jahren nicht mehr reparieren müssen.
>
> Was fällt euch dazu ein?
> Welche Materialien stehen zur Auswahl?
> Wer hat so ein Problem schon mal erfolgreich gelöst.
>
> Gruss
> Herbert
>
> PS: Den Vorschlag die Mauer abreissen kenne ich schon :-)) (stammt von
mir)
>

Hallo, als ich den Keller ausgebaut habe, hatte ich das Probelm, dass unter
der Feuchtigkeitssperre auch das Wasser in der Wand war. Da habe ich von
"Ultrament" ein Produnkt namens "Wasser-Stop" gefunden (auf dem BB-Baumarkt
oder anderswo). Das dringt tief in den Stein ein und verkieselt dort. Das
Wasser ist bei mir weg. Und das Zeug sieht weiß aus. Man könnte deine Wand
also damit behandeln, es dirngt ein und fällt nicht ab. Ob es funktioniert,
kann ich dir nicht sagen. Auf das Gestrichene kann man dann ohne Probleme
einen Kunstharzputz auftragen.

Wie gesagt, obs hält, weiß ich nicht.

Christian
>


Herbert Böhm

unread,
May 25, 2001, 12:20:42 AM5/25/01
to
Hallo Christian,

wird der Wasser-Stop durch Streichen aufgetragen oder müssen Löcher gebohrt
werden, in die man
Flaschen reinsteckt? Es gibt da verschiedene Systeme.

Herbert

Andrea Glatthor

unread,
May 25, 2001, 5:43:14 AM5/25/01
to
Hallo Herbert,

"Herbert Böhm" <her...@web.de> schrieb:

> wird der Wasser-Stop durch Streichen aufgetragen oder müssen Löcher gebohrt
> werden, in die man Flaschen reinsteckt? Es gibt da verschiedene Systeme.

Auf der Website habe ich das Produkt nicht gefunden, aber ich hätte da
auch erst einmal noch ein paar Fragen bevor ich zum Sinn der
verschiedenen denkbaren Systeme etwas schreibe:

- Mit welcher Farbe war die Mauer gestrichen?
- Wie schnell nach den "Sanierungen" gab es wieder Schäden?
- Wie sah das Schadensbild aus?
(abgeplatzte Farbe bis in xxx cm Höhe; Ausblühungen?)
- Gibt es Frostschäden? (Abplatzungen am Stein?)
- Wie hoch ist die Mauer eigentlich?
- Wieviel von dem alten Anstrich ist denn noch drauf? Du schriebst, dass
die Farbe sich nicht ganz abgebeizen ließ.
- Auf welchem Untergrund steht die Mauer?
- Was für ein Untergrund ist direkt neben der Mauer? (Plattenbelag,
Rasenfläche, Kiesbett, asphaltierter Fußgängerweg, unbefestigter
Trampelpfad, ...?)

Es gibt prinzipiell die Sanierungsmöglichkeiten:

- Horizontalsperre + Sanierputz (+ evtl. diffusionsofenen Anstrich)
- Horizontalsperre + Oberflächen-Hydrophobierung + Fassadenfarbe
- Oberflächen-Hydrophobierung + Fassadenfarbe (ohne die Horiz.-sperre)
- Sanierputz ohne irgendwelche Begleitmaßnahmen
- ... bestimmt noch viele andere mehr ...

10 Jahre Garantie sind aber auf jeden Fall ein Problem. Gibt es von mir
nicht. :-)

Erst einmal muss die Ursache(n) für die bisherigen Schäden geklärt und
gegeneinander abgewogen werden.
- Ist es vorwiegend die aufsteigende Feuchte oder eher das
Spritzwasser/Oberflächenwasser?
- In welchem Zustand ist die Mauer jetzt?

Zur Klärung dieser Dinge sind meine Fragen oben gedacht.


Andrea

Horst Kalevar

unread,
May 25, 2001, 2:34:07 PM5/25/01
to

Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> schrieb in im Newsbeitrag:
9elggh.3...@svbuc.de...


> Erst einmal muss die Ursache(n) für die bisherigen Schäden geklärt und
> gegeneinander abgewogen werden.
> - Ist es vorwiegend die aufsteigende Feuchte oder eher das
> Spritzwasser/Oberflächenwasser?
> - In welchem Zustand ist die Mauer jetzt?
>
> Zur Klärung dieser Dinge sind meine Fragen oben gedacht.


Hier schließ ich mich mal an: Kann es auch von oben eindringendes Wasser
sein (Maueroberfläche), welches jetzt aus der Mauer wieder raus will?

Gruß
Horst

Herbert Böhm

unread,
May 25, 2001, 2:50:26 PM5/25/01
to
> Hier schließ ich mich mal an: Kann es auch von oben eindringendes Wasser
> sein (Maueroberfläche), welches jetzt aus der Mauer wieder raus will?
>
> Gruß
> Horst
>

Nein Horst,

oben hat die Mauer einen Betonabschluss.

Gruss
Herbert


Herbert Böhm

unread,
May 30, 2001, 4:11:58 PM5/30/01
to

> - Mit welcher Farbe war die Mauer gestrichen?
.....den(die) ersten Anstrich(e) hat der Hausvorbesitzer gemacht, weiss ich
also nicht.
.....Dann selber 2x Fassadenfarbe. Welche? Weiss ich nicht mehr.

> - Wie schnell nach den "Sanierungen" gab es wieder Schäden?

...nach ca. 4 Monaten.

> - Wie sah das Schadensbild aus?
> (abgeplatzte Farbe bis in xxx cm Höhe; Ausblühungen?)

....ja beides, bis oben hin. Das Mäuerchen ist ja auch ca. 60 cm hoch.

> - Gibt es Frostschäden? (Abplatzungen am Stein?)

....Ja auch einige.

> - Wie hoch ist die Mauer eigentlich?

....ca. 60 cm

> - Wieviel von dem alten Anstrich ist denn noch drauf? Du schriebst, dass
> die Farbe sich nicht ganz abgebeizen ließ.

....einige 100 Flecken

> - Auf welchem Untergrund steht die Mauer?

....keine Ahnung. Werde ich wohl mal etwas buddeln müssen, um es in
Erfahrung zu bringen.

> - Was für ein Untergrund ist direkt neben der Mauer? (Plattenbelag,
> Rasenfläche, Kiesbett, asphaltierter Fußgängerweg, unbefestigter
> Trampelpfad, ...?)

....eine Seite Garten vom Nachbar (feucht vom Gießen und der Erde)


>
> Es gibt prinzipiell die Sanierungsmöglichkeiten:
>
> - Horizontalsperre + Sanierputz (+ evtl. diffusionsofenen Anstrich)
> - Horizontalsperre + Oberflächen-Hydrophobierung + Fassadenfarbe
> - Oberflächen-Hydrophobierung + Fassadenfarbe (ohne die Horiz.-sperre)
> - Sanierputz ohne irgendwelche Begleitmaßnahmen
> - ... bestimmt noch viele andere mehr ...
>
> 10 Jahre Garantie sind aber auf jeden Fall ein Problem. Gibt es von mir
> nicht. :-)
>
> Erst einmal muss die Ursache(n) für die bisherigen Schäden geklärt und
> gegeneinander abgewogen werden.
> - Ist es vorwiegend die aufsteigende Feuchte oder eher das
> Spritzwasser/Oberflächenwasser?

....weiss ich nicht.


> - In welchem Zustand ist die Mauer jetzt?

....abgebeizt, hässlich würde ich sagen. Ich habe ein Sandstrahlgerät. Das
will ich mal probieren.
Wenn es dann gut aussieht, kommt gar nichts mehr drauf.


Andrea, vielen Dank für die Mühe.
Ich hoffe ich du hast bald einen guten Tip für mich :-)

Ich wünsche Dir noch einen schönen Urlaub.

Gruss
Herbert


Andrea Glatthor

unread,
Jun 1, 2001, 8:16:47 PM6/1/01
to
Hallo Herbert,

"Herbert Böhm" <her...@web.de> schrieb:

ich habe eben noch mal einen Blick auf die gemailten Bilder geworfen.
Wird gar nicht so einfach das ganze. Die 10 Jahre Garantie gebe ich Dir
jedenfalls nicht so ohne weiteres - die bekommt man in solchen Fällen
wohl nur von den Scharlatanen mit ihren Wundermitteln zur
Mauerwerkssanierung und -entfeuchtung. (... und die GmbH macht dann
nächstes Jahr dicht und die Gesellschafter eine andere GmbH unter
anderem Namen und gleicher Masche wieder auf. :-(( )

>> - Mit welcher Farbe war die Mauer gestrichen?
> .....den(die) ersten Anstrich(e) hat der Hausvorbesitzer gemacht, weiss ich
> also nicht.
> .....Dann selber 2x Fassadenfarbe. Welche? Weiss ich nicht mehr.

Sieh zu, dass Du die möglichst komplett herunter bekommst. Schon mit dem
Sandstrahlen probiert? Die Reste der Farbe stören bei _jeder_ der
denkbaren Sanierungmethoden.

>> - Wie schnell nach den "Sanierungen" gab es wieder Schäden?
> ...nach ca. 4 Monaten.

Ooops. Das ist fix. Also steigt ziemlich viel Wasser hoch.

>> - Wie sah das Schadensbild aus?
>> (abgeplatzte Farbe bis in xxx cm Höhe; Ausblühungen?)
> ....ja beides, bis oben hin. Das Mäuerchen ist ja auch ca. 60 cm hoch.
>
>> - Gibt es Frostschäden? (Abplatzungen am Stein?)
> ....Ja auch einige.

Hmmm. Du hast ja eine durchgehende Lagerfuge. Meinst Du, dass Du die
abschnittweise aufgesägt bekommst (die erste waagerechte Fuge von unten)
und eine Bitumenbahn eingelegt? Oder gibt es Absätze in der Fuge die ich
auf den Bildern nicht sehen kann?
Vielleicht weiss ein Mitleser ja, wie hoch so eine Fuge mindestens sein
mus, damit man die mit einer Mauersäge selbst aufgeschnitten bekommt.

Das wäre die beste Art der nachträglichen Horizontalsperre und auch die
einzige, die ich selbst für eine solche Mauer in Betracht ziehen wüde.
Alle anderen Verfahren wären mir dafür zu teuer und in ihrer Wirksamkeit
zu unsicher. Das ist aber nur eine Preis/Leistungs-Abwägung von meiner
Seite. Möglicherweise rechnest Du ja anders. ?
Ich weiss allerdings eben nicht, ob man diese Sägearbeit selbst machen
kann. Einfach mal im Werkzeugverleih nach einer Mauersäge fragen ...?

Alle anderen Varianten - ohne nachträgliche Horizontalsperre - haben nur
eine begrenzte Wirksamkeit. Mit der Horizontalsperre könnte man es auch
auf die 10 Jahre bringen (jedenfalls für die Fläche oberhalb der
Sperre).
Bei Dir kommt scheinbar so viel aufsteigende Feuchte, dass es kein Putz
und keine Hydrophobierung ohne baldige Folgeschäden aushält.

Möglichkeit 1: Putz
Als Putz käme wegen der Versalzung des Untergrundes nur ein Sanierputz
in Frage. Irgendwann ist der aber auch am Ende mit seiner Kunst und eine
zusätzliche Hydrophobierung mit einem Fassadenschutzmittel oder aber
einen Anstrich mit einer hydrophoben Fassadenfarbe (Siliconharzfarbe)
würde ich im Spritzwasserbereich an der gepflasterten Gehwegseite auch
machen - schon wegen des Streusalzes. Sonst sieht auch der Sanierputz
schon bald schäbig aus.

Möglichkeit 2: Hydrophobierung
Wenn Du keinen Putz auf die Fläche aufbringen willst (Schichtdicke stört
vielleicht wegen der Deckplatte und/oder der Optik), dann bleibt
eigentlich nur noch die Hydrophobierung der Fläche. Die Fläche wird dann
zunächst einmal ganz ordentlich aussehen - jedenfalls sofern Du die
Flecken alle "abgestrahlt" hast. So lange die Kristallisation der mit
dem Wasser aufsteigenden Salze unter der hydrophobierten Schicht nicht
die Sprengkraft entwickelt, die Steine zu zerstören. Irgendwann gibt es
also Abplatzungen durch den Salzsprengdruck. Wann, das weiss kein
Mensch. Kann man nur schätzen und das auch nur wenn man die vorliegenden
Salzarten und -mengen kennt. Also für Dich: Reine Glücksache. Kann sein,
dass Du einige Jahre Ruhe hast. Irgendwann ist dann aber wohl doch der
Putz dran (wegen der Stein-Absprengungen).

Mehr fällt mir im Moment nicht ein. Ich muss erst wieder richtig
warmlaufen. Jedesmal das gleiche ... nach einem Urlaub > 3 Tage muss man
sich neu anlernen. :-))


Andrea

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