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montagekleber klebt nicht

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christian mock

unread,
Dec 16, 2012, 9:32:27 AM12/16/12
to
hallo,

ich hab vor ca. einem monat XPS-platten unter eine betondecke geklebt
und gerade festgestellt, daß sie runtergefallen sind. was mach ich
falsch?

der kleber ist dort, wo er nur eine sehr dünne schicht (<1mm) auf dem
XPS bildet, hart, die "würste", die ich gezogen hab, sind aber
großteils noch weich -- nicht mehr klebrig wie ursprünglich, aber noch
ungefähr dieselbe konsistenz. die klebung hat eigentlich an keiner
stelle wirklich gehalten, außer dort, wo ich zwei stück XPS
aufeinandergeklebt hab.

kleber ist ein 1K-montagekleber aus dem baumarkt, geeignet u.a. für
kunststoff auf beton.

verarbeitet wurde das ganze bei temperaturen von um die +5°, die
ersten zwei wochen hat's auch nicht gefroren.

die betondecke ist in einem schacht für die wasserzuleitung, ich hab
sie vor dem kleben getrocknet (mit dem heißluftgebläse), aber
natürlich ist's in so einem schacht ordentlich feucht.

für hinweise dankbar,

cm.

--
(from a conversation at ork):
"I can't see any data coming out of this Tolkien Ring card."
"Well of course not, it confers invisibility."
-- Anthony de Boer

ds_Dieter_Schultheis

unread,
Dec 16, 2012, 9:57:29 AM12/16/12
to
Am 16.12.2012 15:32, schrieb christian mock:
> hallo,
>
> ich hab vor ca. einem monat XPS-platten unter eine betondecke geklebt
> und gerade festgestellt, daß sie runtergefallen sind. was mach ich
> falsch?
>
> der kleber ist dort, wo er nur eine sehr dünne schicht (<1mm) auf dem
> XPS bildet, hart, die "würste", die ich gezogen hab, sind aber
> großteils noch weich -- nicht mehr klebrig wie ursprünglich, aber noch
> ungefähr dieselbe konsistenz. die klebung hat eigentlich an keiner
> stelle wirklich gehalten, außer dort, wo ich zwei stück XPS
> aufeinandergeklebt hab.
>
> kleber ist ein 1K-montagekleber aus dem baumarkt, geeignet u.a. für
> kunststoff auf beton.
>
> verarbeitet wurde das ganze bei temperaturen von um die +5°, die
> ersten zwei wochen hat's auch nicht gefroren.
>
> die betondecke ist in einem schacht für die wasserzuleitung, ich hab
> sie vor dem kleben getrocknet (mit dem heißluftgebläse), aber
> natürlich ist's in so einem schacht ordentlich feucht.
>
> für hinweise dankbar,
>
> cm.
>
Was genau ist denn auf der Verpackung als Verarbeitungshinweis angegeben?

Hast du alle Vorgaben vollständig eingehalten?

--

MfG
Dieter

christian mock

unread,
Dec 16, 2012, 10:30:43 AM12/16/12
to
ds_Dieter_Schultheis <news...@t-online.de> wrote:

> Was genau ist denn auf der Verpackung als Verarbeitungshinweis angegeben?

nicht viel mehr als "draufschmieren, zusammenpappen".

> Hast du alle Vorgaben vollständig eingehalten?

soweit sie vorhanden waren, ja. ich hab jetzt auch eine runde
gegoogelt nach detaillierteren verarbeitungshinweisen ähnlicher
produkte, da sehe ich nichts, was ich falsch gemacht haben könnte.

cm.

--
** christian mock in vienna, austria -- http://www.tahina.priv.at/
** http://www.vibe.at/ ** http://quintessenz.org/ ** s...@foo.woas.net
God has yet to tell me to believe the Bible. -- dpm

S.Jedath

unread,
Dec 16, 2012, 10:42:45 AM12/16/12
to
Am 16.12.2012 16:30, schrieb christian mock:
> ds_Dieter_Schultheis <news...@t-online.de> wrote:
>
>> Was genau ist denn auf der Verpackung als Verarbeitungshinweis angegeben?
>
> nicht viel mehr als "draufschmieren, zusammenpappen".
>
>> Hast du alle Vorgaben vollständig eingehalten?
>
> soweit sie vorhanden waren, ja. ich hab jetzt auch eine runde
> gegoogelt nach detaillierteren verarbeitungshinweisen ähnlicher
> produkte, da sehe ich nichts, was ich falsch gemacht haben könnte.
>
> cm.
>

Und Untergrundvorbehandlung?
Beton ist ein tückischer Untergrund.

Siggi

--
Der Maler - Garant für Schutz und Schönheit

Jo Warner

unread,
Dec 16, 2012, 11:39:24 AM12/16/12
to
Am 16.12.2012 16:42, schrieb S.Jedath:

> Und Untergrundvorbehandlung?
> Beton ist ein tückischer Untergrund.

Exakt! Wenn da Reste von Schalungstrennemulsionen drauf sind, hat kein
Kleber eine Chance.

Kleberwürste noch weich hört sich allerdings entweder nach zu niedriger
Verarbeitungstemperatur oder nach überlagerter Kartusche (wobei bei
Überlagerung das Zeug eher in der Kartusche vorzeitig aushärtet) oder
einfach miesem Produkt an.

Gruß Jo

S.Jedath

unread,
Dec 16, 2012, 11:45:52 AM12/16/12
to
+/- 5Grad ist ja auch hart an der Grenze. :-)

Jo Warner

unread,
Dec 16, 2012, 11:49:01 AM12/16/12
to
Am 16.12.2012 17:45, schrieb S.Jedath:

> +/- 5Grad ist ja auch hart an der Grenze. :-)
>

Ich würde niemals Kleber bei +5 °C verarbeiten. Da dürfte die
Hauptursache beim OP liegen.

christian mock

unread,
Dec 16, 2012, 12:35:21 PM12/16/12
to
Jo Warner <kiw...@yahoo.de> wrote:
> Am 16.12.2012 16:42, schrieb S.Jedath:
>
>> Und Untergrundvorbehandlung?
>> Beton ist ein tückischer Untergrund.

untergrundbehandlung? getrocknet, wie beschrieben. keine ahnung, ob da
was auf dem beton drauf ist, er schaut "nackt" aus. und er ist alt,
möglicherweise von 1993, als das haus gebaut wurde, möglicherweise ein
paar jahrzehnte neuer, weil die wasserleitung vermutlich 1933 noch
nicht lag.

> Kleberwürste noch weich hört sich allerdings entweder nach zu niedriger
> Verarbeitungstemperatur oder nach überlagerter Kartusche (wobei bei
> Überlagerung das Zeug eher in der Kartusche vorzeitig aushärtet)

auf der kartusche steht "13.09.14", das wird wohl das MHD sein.

> oder einfach miesem Produkt an.

es genau dieser:

http://www.hanno.at/index.php?id=2&con=231

ah ja:

> PRODUKTBESCHREIBUNG:

> Lösungsmittelfreier, wasserbasierter Acrylat- Dispersionskleber,
> härtet durch Trocknen, physikalisch trocknender Baukleber.

das steht natürlich auf der kartusche *nicht* drauf.

...wird also wohl zu naß gewesen sein.

grummel,

cm.

--
** christian mock in vienna, austria -- http://www.tahina.priv.at/
** http://www.vibe.at/ ** http://quintessenz.org/ ** s...@foo.woas.net
You draw a conclusion like Picasso drew photorealistic landscapes.
-- PdS

Georg Wieser

unread,
Dec 16, 2012, 12:47:00 PM12/16/12
to
Nässe und Kälte sind nicht gerade optimale Einsatzgebiete für
"trocknenden" Baukleber...

S.Jedath

unread,
Dec 16, 2012, 1:03:37 PM12/16/12
to
Am 16.12.2012 18:35, schrieb christian mock:
> Jo Warner <kiw...@yahoo.de> wrote:
>> Am 16.12.2012 16:42, schrieb S.Jedath:
>>
>>> Und Untergrundvorbehandlung?
>>> Beton ist ein tückischer Untergrund.
>
> untergrundbehandlung? getrocknet, wie beschrieben. keine ahnung, ob da
> was auf dem beton drauf ist, er schaut "nackt" aus. und er ist alt,
> möglicherweise von 1993, als das haus gebaut wurde, möglicherweise ein
> paar jahrzehnte neuer, weil die wasserleitung vermutlich 1933 noch
> nicht lag.
>
>> Kleberwürste noch weich hört sich allerdings entweder nach zu niedriger
>> Verarbeitungstemperatur oder nach überlagerter Kartusche (wobei bei
>> Überlagerung das Zeug eher in der Kartusche vorzeitig aushärtet)
>
> auf der kartusche steht "13.09.14", das wird wohl das MHD sein.
>
>> oder einfach miesem Produkt an.
>
> es genau dieser:
>
> http://www.hanno.at/index.php?id=2&con=231
>
> ah ja:
>
>> PRODUKTBESCHREIBUNG:
>
>> Lösungsmittelfreier, wasserbasierter Acrylat- Dispersionskleber,
>> härtet durch Trocknen, physikalisch trocknender Baukleber.

Und weiter:
Zitat:
Lösungsmittelfreier, elastischer Baukleber mit sehr hoher Klebekraft bei
Materialien wie Holz, Stein, Kunststoff, korrosionsgeschütztem Blech,
Aluminium, keramischen Fliesen, Hartschaumplatten usw.
Haftet auf saugenden und nichtsaugenden Untergründen
Eignet sich zum Verkleben von Tritt- und Setzstufen, Verkleidungen,
Sockelleisten u.a.
Eine Klebefläche sollte saugfähig sein

Z. Ende

Und Zitat aus den Technischen Merkblätter:

VERARBEITUNGSHINWEISE:
Die Haftflächen müssen sauber, trennmittelfrei und
tragfähig sein. Staub, Fette, Öle und lose Teile müs-sen entfernt
werden. Der Untergrund kann feucht, darf jedoch nicht nass sein.
Bei porösen und stark saugenden Untergründen sol-len die Haftflächen mit
wasserverdünntem Montage-kleber (1 Teil Montagekleber Spezial und 2
Teile Wasser) vor gestrichen werden. Voranstrich ablüften
lassen und auf den noch etwas feuchten Untergrund Klebstoff auftragen.
Beim Einsatz von einseitig lackierten Hölzern (sicht-bare Oberfläche)
für die unlackierte Seite (Klebeflä-che) eine geeignete Grundierung zur
Verhinderung der Wasseraufnahme durch das Holz verwenden.
Bei Regen oder drohendem Regen und Nebel im Freien keine Verklebungen
durchführen. Es wird auch die Durchhärtung durch zu hohe
Luftfeuchtigkeit ver-längert. Bei Anwendung im Freien vor
Dauerwasser-belastung schützen. Wasserdampfkondensat im Kle-bebereich
ist zu vermeiden.
Teer und bitumenhaltige Untergründe sowie Gips,
unbehandelte, korrosionsgefährdete Metalle und eini-ge Kunststoffe (z.B.
PE, PP und PTFE) sind als Haft-grund ungeeignet.
Acrylat-Klebstoffe sollten im Erd- und Nassbereich
nicht eingesetzt werden. Da die Durchhärtung des
Klebers von der Verdunstung des Inhaltswassers
abhängig ist, muss gewährleistet sein, dass mindes-tens eine der
Klebeflächen ausreichend saugfähig ist.
Verklebung:Kartuschennippel bis zum ersten Ge-windegang abschneiden,
Düse aufschrauben und bis
zur gewünschten Strangbreite angeschrägt abschnei-den. Kartusche in
Auspresspistole einlegen und Kleb-stoff in Raupenform oder punktförmig,
keinesfalls
vollflächig, einseitig auftragen. Beim Arbeiten aus
Eimern Zahnspachtel verwenden und handteller-große Klebepunkte
auftragen. Verklebung unter
gutem Andrücken sofort vornehmen. Klebestellen
erst nach Durchtrocknung belasten.
Klebstoffverbrauch: Der Materialverbrauch ist
abhängig von der Beschaffenheit/Rauhigkeit der
Klebeflächen/Untergründe. Richtwert 250 bis
maximal 500g/m². Klebeschichtdicke mind. 2mm.

Zitat Ende.

>
> das steht natürlich auf der kartusche *nicht* drauf.
>
> ...wird also wohl zu naß gewesen sein.
>

Da ist wohl mehr schief gelaufen.
Beton ist ein gefärlicher Untergrund, sagte ich schon. Nicht umsonst
gibt es da spezielle Grundierungen für.
Der Maler sagt, unbehandelter Beton 'brennt" die Farbe weg.
Meint bei dir, sobald der Kleber mit dem Beton in Berührung kommt, zieht
der FeuchtiKeit, es bildet sich sofort eine trockene Schicht/Film. Der
Rest kann nicht mehr haften. Die Haftung (wenn) des Films reicht nicht
aus > die Platten lösen sich.

Eine ganz dünne Grundierung hätte gereicht.

Bernd Nebendahl

unread,
Dec 16, 2012, 2:08:54 PM12/16/12
to
On 2012-12-16 19:03, S.Jedath wrote:
> Am 16.12.2012 18:35, schrieb christian mock:
>> Jo Warner <kiw...@yahoo.de> wrote:
>>> Am 16.12.2012 16:42, schrieb S.Jedath:
>>>
>>>> Und Untergrundvorbehandlung?
>>>> Beton ist ein tückischer Untergrund.
>>
>> untergrundbehandlung? getrocknet, wie beschrieben. keine ahnung, ob da
>> was auf dem beton drauf ist, er schaut "nackt" aus. und er ist alt,
>> möglicherweise von 1993, als das haus gebaut wurde, möglicherweise ein
>> paar jahrzehnte neuer, weil die wasserleitung vermutlich 1933 noch
>> nicht lag.
>>
>>> Kleberwürste noch weich hört sich allerdings entweder nach zu niedriger
>>> Verarbeitungstemperatur oder nach überlagerter Kartusche (wobei bei
>>> Überlagerung das Zeug eher in der Kartusche vorzeitig aushärtet)
>>
>> auf der kartusche steht "13.09.14", das wird wohl das MHD sein.
>>
>>> oder einfach miesem Produkt an.
>>
>> es genau dieser:
>>
>> http://www.hanno.at/index.php?id=2&con=231
>>
>> ah ja:
>>
>>> PRODUKTBESCHREIBUNG:
>>
>>> Lösungsmittelfreier, wasserbasierter Acrylat- Dispersionskleber,
>>> härtet durch Trocknen, physikalisch trocknender Baukleber.
>
> Und weiter:
> Zitat:
> Eine Klebefläche sollte saugfähig sein

> Da ist wohl mehr schief gelaufen.
> Beton ist ein gefärlicher Untergrund, sagte ich schon. Nicht umsonst
> gibt es da spezielle Grundierungen für.
> Der Maler sagt, unbehandelter Beton 'brennt" die Farbe weg.
> Meint bei dir, sobald der Kleber mit dem Beton in Berührung kommt,
> zieht der FeuchtiKeit, es bildet sich sofort eine trockene
> Schicht/Film. Der Rest kann nicht mehr haften. Die Haftung (wenn) des
> Films reicht nicht aus > die Platten lösen sich.
Ich denke das Problem ist eher, dass weder die Dämmplatten noch der
Beton wirklich saugfähig sind. D.h. dass der Kleber schlicht und einfach
noch nicht trocken war. Aufbrennen ist eher ein Problem bei hydraulisch
abbindenden Stoffen (z.B. Zement, Mörtel, ....).

Die Lösung ist als entweder warten oder einen anderen Kleber verwenden.
In diesem Fall würde ich zu 1K-PU-Bau/Brunnenschaum raten. PU-Schaum
härtet durch die Rest-/Luftfeuchte aus und klebt auch auf feuchten
Untergründen wie z.B. Beton wie "Gift". Die Festigkeit reicht für
Dämmplatten problemlos.

Bernd

PS Nicht umsonst verlangen WDVS Herstellen immer noch ein Dübeln der
Platten weil je nach Untergrund die Acryl-Kleber extrem lange zum
Trocknen brauchen. Styropor lässt den Dampf nur sehr langsam durch und
auch Mauerwerk oder sogar Beton sind fast diffussionsdicht.

christian mock

unread,
Dec 16, 2012, 2:10:18 PM12/16/12
to
S.Jedath <S.Je...@t-online.de> wrote:

> Meint bei dir, sobald der Kleber mit dem Beton in Berührung kommt, zieht
> der FeuchtiKeit, es bildet sich sofort eine trockene Schicht/Film. Der
^^^
"der beton"?

> Rest kann nicht mehr haften. Die Haftung (wenn) des Films reicht nicht
> aus > die Platten lösen sich.

es schaut mir eher so aus, als ob durch den beton *zuviel*
feuchtigkeit in den kleber gekommen wäre -- die reste vom kleber, die
sich heute (weil noch nicht trocken) an meinen pullover gelegt haben,
waren nach 2 stunden jedenfalls trocken und bröselig.

> Eine ganz dünne Grundierung hätte gereicht.

und wenn ich einen PU-basierten kleber, der mit der luftfeuchtigkeit
aushärtet, nehme, hab ich dann das problem auch, oder härtet der wegen
dem feuchten beton nur schneller?

momentan ist die platte (es geht ja nur um einen m²) mit holzkeilen
verkeilt, mal schauen, ob das hält, oder ob ich irgendwann, möglichst
bei -20°, noch mal dranmuß. aber wenn, dann wird gebohrt und
geschraubt, da kann ich nämlich besser einschätzen, ob's hält ;-)

cm.

--
** christian mock in vienna, austria -- http://www.tahina.priv.at/
> Konzept Kunde/König?
Ist deren Internet kaputt oder meines? Kann ich das wieder hinbiegen
oder die? -- Ralph Angenendt in dasr

S.Jedath

unread,
Dec 16, 2012, 2:39:16 PM12/16/12
to
Am 16.12.2012 20:08, schrieb Bernd Nebendahl:
> On 2012-12-16 19:03, S.Jedath wrote:
>> Am 16.12.2012 18:35, schrieb christian mock:
>>> Jo Warner <kiw...@yahoo.de> wrote:
>>>> Am 16.12.2012 16:42, schrieb S.Jedath:
>>>>
>>>>> Und Untergrundvorbehandlung?
>>>>> Beton ist ein tückischer Untergrund.
>>>

>
>> Da ist wohl mehr schief gelaufen.
>> Beton ist ein gefärlicher Untergrund, sagte ich schon. Nicht umsonst
>> gibt es da spezielle Grundierungen für.
>> Der Maler sagt, unbehandelter Beton 'brennt" die Farbe weg.
>> Meint bei dir, sobald der Kleber mit dem Beton in Berührung kommt,
>> zieht der FeuchtiKeit, es bildet sich sofort eine trockene
>> Schicht/Film. Der Rest kann nicht mehr haften. Die Haftung (wenn) des
>> Films reicht nicht aus > die Platten lösen sich.
> Ich denke das Problem ist eher, dass weder die Dämmplatten noch der
> Beton wirklich saugfähig sind. D.h. dass der Kleber schlicht und einfach
> noch nicht trocken war. Aufbrennen ist eher ein Problem bei hydraulisch
> abbindenden Stoffen (z.B. Zement, Mörtel, ....).

Und Beton ist ..... ?
Feuchte mal trocknen, unbehandelten, Beton an ....
>
> Die Lösung ist als entweder warten oder einen anderen Kleber verwenden.
> In diesem Fall würde ich zu 1K-PU-Bau/Brunnenschaum raten. PU-Schaum
> härtet durch die Rest-/Luftfeuchte aus und klebt auch auf feuchten
> Untergründen wie z.B. Beton wie "Gift". Die Festigkeit reicht für
> Dämmplatten problemlos.

Dieser PU-Schaum ist zu abdichten und verfüllen gedacht. Kleben von WDVS
mit dem Material wird da zum Abenteuer.
>
> Bernd
>
> PS Nicht umsonst verlangen WDVS Herstellen immer noch ein Dübeln der
> Platten weil je nach Untergrund die Acryl-Kleber extrem lange zum
> Trocknen brauchen. Styropor lässt den Dampf nur sehr langsam durch und
> auch Mauerwerk oder sogar Beton sind fast diffussionsdicht.

Wer klebt WDVS mit so teurem Kleber? ( kommt auf den Untergrund an)
Schaum (Schiit) oder vergüteter Zement-Klebemörtel, fertig vom Hersteller.
Das Dübeln ist ab einer gewissen Höhe vorgeschrieben. Ein normales
Einfamilienhaus MUSS also nicht gedübelt werden.

S.Jedath

unread,
Dec 16, 2012, 2:52:18 PM12/16/12
to
Am 16.12.2012 20:10, schrieb christian mock:
> S.Jedath <S.Je...@t-online.de> wrote:
>
>> Meint bei dir, sobald der Kleber mit dem Beton in Berührung kommt, zieht
>> der FeuchtiKeit, es bildet sich sofort eine trockene Schicht/Film. Der
> ^^^
> "der beton"?
>
>> Rest kann nicht mehr haften. Die Haftung (wenn) des Films reicht nicht
>> aus > die Platten lösen sich.
>
> es schaut mir eher so aus, als ob durch den beton *zuviel*
> feuchtigkeit in den kleber gekommen wäre -- die reste vom kleber, die
> sich heute (weil noch nicht trocken) an meinen pullover gelegt haben,
> waren nach 2 stunden jedenfalls trocken und bröselig.
>
>> Eine ganz dünne Grundierung hätte gereicht.
>
> und wenn ich einen PU-basierten kleber, der mit der luftfeuchtigkeit
> aushärtet, nehme, hab ich dann das problem auch, oder härtet der wegen
> dem feuchten beton nur schneller?

Der härtet durch die Luftfeuchtigkeit.
Ob er auf sooo feuchtem Untergrund dann auch haftet, weiss der Teufel.
Sorry ;-)

>
> momentan ist die platte (es geht ja nur um einen m²) mit holzkeilen
> verkeilt, mal schauen, ob das hält, oder ob ich irgendwann, möglichst
> bei -20°, noch mal dranmuß. aber wenn, dann wird gebohrt und
> geschraubt, da kann ich nämlich besser einschätzen, ob's hält ;-)
>

Nimm doch Flexkleber für Fliesen. Im Augenblick sind die Temperaturen
doch moderat (hier).

S.Jedath

unread,
Dec 16, 2012, 3:00:42 PM12/16/12
to
Am 16.12.2012 20:52, schrieb S.Jedath:
> Am 16.12.2012 20:10, schrieb christian mock:
>> S.Jedath <S.Je...@t-online.de> wrote:
>>
>>> Meint bei dir, sobald der Kleber mit dem Beton in Berührung kommt, zieht
>>> der FeuchtiKeit, es bildet sich sofort eine trockene Schicht/Film. Der
>> ^^^
>> "der beton"?
>>

Ja, "der". Was anderes denkst du, war gemeint?
FeuchtiKeit ist dir garnicht aufgefallen?

Jo Warner

unread,
Dec 16, 2012, 3:22:41 PM12/16/12
to
Am 16.12.2012 18:35, schrieb christian mock:

>> PRODUKTBESCHREIBUNG:
>
>> Lösungsmittelfreier, wasserbasierter Acrylat- Dispersionskleber,
>> härtet durch Trocknen, physikalisch trocknender Baukleber.
>
> das steht natürlich auf der kartusche *nicht* drauf.

Mal wieder typisch:
Die wirklich guten Produkte stehen nicht im Baumarktregal, weil allesamt
irgendwie giftig.

Wenn ich aus Kartusche was haltbar kleben will, und das hält dann
wirklich, gucke ich beim Baustoffhandel nach sowas wie
Einkomponenten-PU-Kleber. Da steht zwar im Datenblatt ne ganze Latte von
wegen Allergene drin, ist mir aber egal, denn die Handwerker kaufen es
auch. Nur in Baumärkten ist man inzwischen höchstsensibel, da gibts ja
kaum noch Lackfarben auf organischer Lösemittelbasis. Neulich dort
Bootslack gesucht - Fehlanzeige!

Gruß Jo

S.Jedath

unread,
Dec 16, 2012, 3:42:26 PM12/16/12
to
Am 16.12.2012 21:22, schrieb Jo Warner:
> Am 16.12.2012 18:35, schrieb christian mock:
>
>>> PRODUKTBESCHREIBUNG:
>>
>>> Lösungsmittelfreier, wasserbasierter Acrylat- Dispersionskleber,
>>> härtet durch Trocknen, physikalisch trocknender Baukleber.
>>
>> das steht natürlich auf der kartusche *nicht* drauf.
>
> Mal wieder typisch:
> Die wirklich guten Produkte stehen nicht im Baumarktregal, weil allesamt
> irgendwie giftig.

Demnächst muss ich durchweg Schutzbrille auf der Baustelle tragen.
Wie in den USA.
Könnten ja irgend welche Kugeln wo einschlagen.....

ok, ok.
>
> Wenn ich aus Kartusche was haltbar kleben will, und das hält dann
> wirklich, gucke ich beim Baustoffhandel nach sowas wie
> Einkomponenten-PU-Kleber. Da steht zwar im Datenblatt ne ganze Latte von
> wegen Allergene drin, ist mir aber egal, denn die Handwerker kaufen es
> auch. Nur in Baumärkten ist man inzwischen höchstsensibel, da gibts ja
> kaum noch Lackfarben auf organischer Lösemittelbasis. Neulich dort
> Bootslack gesucht - Fehlanzeige!
>
> Gruß Jo
>


Fachhandel Jo. Oder Malerbetrieb umme Ecke.
Der darf wegen Finanzamt dann aber nicht zu viel an Privat verkaufen ?!

Tobias Schuster

unread,
Dec 16, 2012, 5:44:04 PM12/16/12
to
>> und gerade festgestellt, daß sie runtergefallen sind. was mach ich
>> falsch?

Zunächst machst du was mit der Groß- und Kleinschreibung falsch!


christian mock

unread,
Dec 17, 2012, 3:22:01 AM12/17/12
to
S.Jedath <S.Je...@t-online.de> wrote:

>>>> Meint bei dir, sobald der Kleber mit dem Beton in Berührung kommt, zieht
>>>> der FeuchtiKeit, es bildet sich sofort eine trockene Schicht/Film. Der
>>> ^^^
>>> "der beton"?
>>>
>
> Ja, "der". Was anderes denkst du, war gemeint?

das war kein grammatikflame, sondern ob "der beton" oder "der kleber"
feuchtigkeit ziehen...

Volker Neurath

unread,
Dec 17, 2012, 2:01:49 PM12/17/12
to
christian mock wrote:

> und wenn ich einen PU-basierten kleber, der mit der luftfeuchtigkeit
> aushärtet, nehme, hab ich dann das problem auch, oder härtet der wegen
> dem feuchten beton nur schneller?

Vergiss es, das klappt in der Regel auch nicht. Eben weil *zu* feucht.

Es hilft nur: trocknen lassen - und/oder mit einem Fachmann klären, welcher
andere, am besten 2K kleber, geeignet ist und auch unter diesen Bedingungen
sicher klebt.

Volker
--
Im übrigen bin ich der Meinung, dass TCPA/TCG verhindert werden muss

Wenn es vom Himmel Zitronen regnet, dann lerne, wie man Limonade macht

Volker Neurath

unread,
Dec 17, 2012, 1:57:41 PM12/17/12
to
Jo Warner wrote:

> Wenn ich aus Kartusche was haltbar kleben will, und das hält dann
> wirklich, gucke ich beim Baustoffhandel nach sowas wie
> Einkomponenten-PU-Kleber.

Dumm nur, dass die wirklich guten auch im Baustoffhandel "nur an
Gewerbetreibende" abgegeben werden :(

Der Chemikalienverbotsverordnung sei Dank :(

> Da steht zwar im Datenblatt ne ganze Latte von
> wegen Allergene drin,

Dafür gyps Handschuhe, die man bei solchen Arbeiten auch tunlichst tragen
sollte

> ist mir aber egal, denn die Handwerker kaufen es
> auch.

Und haben entsprechende kontaktallergien, falls sie das zeug ohne handschuhe
verarbeitet haben ...

G Wolmershäuser

unread,
Dec 19, 2012, 12:01:20 PM12/19/12
to
Am 16.12.2012 15:32, schrieb christian mock:
> hallo,
>
> ich hab vor ca. einem monat XPS-platten unter eine betondecke geklebt
> und gerade festgestellt, daß sie runtergefallen sind. was mach ich
> falsch?

Typischer Fehler! Hast wohl nicht auf den richtigen Tag geachtet?!
Beste Grüße
G.W.


--
http://www.wolmershaeuser.de

christian mock

unread,
Dec 20, 2012, 9:05:32 AM12/20/12
to
G Wolmershäuser <gow...@googlemail.com> wrote:
> Am 16.12.2012 15:32, schrieb christian mock:
>> hallo,
>>
>> ich hab vor ca. einem monat XPS-platten unter eine betondecke geklebt
>> und gerade festgestellt, daß sie runtergefallen sind. was mach ich
>> falsch?
>
> Typischer Fehler! Hast wohl nicht auf den richtigen Tag geachtet?!

wie "richtiger tag", so nach mondkalender? zwei tage nach dem
haareschneid-tag?

cm.

--
** christian mock in vienna, austria -- http://www.tahina.priv.at/

G Wolmershäuser

unread,
Dec 20, 2012, 1:46:25 PM12/20/12
to
Am 20.12.2012 15:05, schrieb christian mock:
> G Wolmershäuser <gow...@googlemail.com> wrote:
>> Am 16.12.2012 15:32, schrieb christian mock:
>>> hallo,
>>>
>>> ich hab vor ca. einem monat XPS-platten unter eine betondecke geklebt
>>> und gerade festgestellt, daß sie runtergefallen sind. was mach ich
>>> falsch?
>>
>> Typischer Fehler! Hast wohl nicht auf den richtigen Tag geachtet?!
>
> wie "richtiger tag", so nach mondkalender? zwei tage nach dem
> haareschneid-tag?

Das steht doch bereits im Namen! Der klebt nur an Montagen. An allen
anderen Wochentagen musst du den entsprechenden Kleber verwenden. Die
sind leider aber nur selten im Handel erhältlich!
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