Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Putz mischen mit Zement & Gips

1,003 views
Skip to first unread message

Juergen

unread,
Nov 27, 2013, 7:07:28 AM11/27/13
to
Hallo.

Ich rätsel seit langem, womit bei uns im Haus manche Wände verputzt
sind, etwa im Treppenhaus. Der Putz ist nicht sehr stabil und eher
sandig. Von der Farbe aufgerissener Macken her ist er zu hell für
Zementputz aber auch zu dunkel für Gipsputz.

Ein Maurer erklärte mir nun, in den 70er sei Fertigputz noch unbekannt
gewesen und auf der Baustelle sei selbst gemischt worden. Mein Putz
bestehe vermutlich aus Zement, Gips und viel Sand :-).

Bisher habe ich kleine Macken immer mit Gipsputz wie Goldband
ausgebessert oder mit Spachtelmassen. Jetzt frag ich mich, ob ich mir
als Putz auch Zementmörtel mit diesem Gipsputz mischen kann. Mein
Goldband dürfte schon wieder so alt sein, dass die Verarbeitungszeit nur
noch etwa fünf Minuten beträgt.


cu.
Juergen

--
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
\ Freie Bits für freie Buerger \
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
Message has been deleted

heinz tauer

unread,
Nov 27, 2013, 7:21:54 AM11/27/13
to
Am 27.11.2013 13:16, schrieb Martin Τrautmann:
> On Wed, 27 Nov 2013 13:07:28 +0100, Juergen wrote:
>> Ein Maurer erklärte mir nun, in den 70er sei Fertigputz noch unbekannt
>> gewesen und auf der Baustelle sei selbst gemischt worden. Mein Putz
>> bestehe vermutlich aus Zement, Gips und viel Sand :-).
> Gips wäre sehr weich und ziemlich dämlich, weil der Putz damit zu
> schnell fest wird - wobei Profis schneller arbeiten als ich.
>
> Ist das nicht einfach nur Kalk-Zement-Putz?
>
>

Nein. Nur Kalk und Sand.

--
H.T.

Juergen

unread,
Nov 27, 2013, 7:37:17 AM11/27/13
to
Am Wed, 27 Nov 2013 13:21:54 +0100 schrieb heinz tauer

>Nein. Nur Kalk und Sand.

Und womit bessere ich das nun aus?

Don Caron

unread,
Nov 27, 2013, 7:56:23 AM11/27/13
to
Am 27.11.2013 13:37, schrieb Juergen:
> Am Wed, 27 Nov 2013 13:21:54 +0100 schrieb heinz tauer
>
>>Nein. Nur Kalk und Sand.
>
> Und womit bessere ich das nun aus?

mit Kalkputz?
ich habe letztes Jahr noch Wände damit gemacht Vor-Kalkputz leicht
rötlich das Ziegelmehlzuschlag
Glattputz, schneeweis, 1 mm Körnung (Marmorid), gibts auch noch feiner
war übrigens das erste mal das ich was verputzt habe.

Ich werde das auch weiter so halten, ist absolut preiswert, nicht mal
Raufaser kommt da ran!


--
Der Tod ist ein Meister aus Deutschland

Don Caron
Message has been deleted

MaWin

unread,
Nov 27, 2013, 8:31:42 AM11/27/13
to
"Juergen" <schrei...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:l74n9t$r48$1...@online.de...

> sind, etwa im Treppenhaus. Der Putz ist nicht sehr stabil und eher
> sandig. Von der Farbe aufgerissener Macken her ist er zu hell für
> Zementputz aber auch zu dunkel für Gipsputz.

Kalkputz ? War doch damals das übliche.

> bestehe vermutlich aus Zement, Gips und viel Sand :-).

Eher kein Gips.

> Bisher habe ich kleine Macken immer mit Gipsputz wie Goldband
> ausgebessert

Rotband.

> als Putz auch Zementmörtel

Nein, tunlichst nicht.
Er ist zu hart. Das gibt Risse. Unterschiedliche Ausdehnung
bei Wärme und Feuchtigkeit. Niemals härterer Putz auf
weicheren Untergrund.
Man kann ihn nicht planschleifen zum Egalisieren der Übergänge.
Und Zement ist noch weniger lagerfähig als Gips.

> Goldband dürfte schon wieder so alt sein,
> dass die Verarbeitungszeit nur noch etwa fünf Minuten beträgt.

Wegschmeissen, halb abgebundener Gips hilft dir nicht weiter.

--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net


J�rgen Exner

unread,
Nov 27, 2013, 8:36:44 AM11/27/13
to
Juergen <schrei...@web.de> wrote:
>Ich r�tsel seit langem, womit bei uns im Haus manche W�nde verputzt
>sind, etwa im Treppenhaus. Der Putz ist nicht sehr stabil und eher
>sandig.

Nicht unbekannt. Muss ja auch nichts halten, dafuer ist ja die Tapete
da.

>Von der Farbe aufgerissener Macken her ist er zu hell f�r
>Zementputz aber auch zu dunkel f�r Gipsputz.
>
>Ein Maurer erkl�rte mir nun, in den 70er sei Fertigputz noch unbekannt
>gewesen und auf der Baustelle sei selbst gemischt worden.

Richtig

>Mein Putz
>bestehe vermutlich aus Zement, Gips und viel Sand :-).

Ich wuerde eher vermuten sehr viel Sand, ein wenig Kalk, und vielleicht
wurde noch der Rest eines Zementsack ueber ihm ausgestaubt.

>Bisher habe ich kleine Macken immer mit Gipsputz wie Goldband
>ausgebessert oder mit Spachtelmassen. Jetzt frag ich mich, ob ich mir
>als Putz auch Zementm�rtel mit diesem Gipsputz mischen kann.

Zement und Gips zusammen in derselben Mischung? Das habe zumindest ich
noch nicht gehoert.

jue

J�rgen Exner

unread,
Nov 27, 2013, 8:44:05 AM11/27/13
to
Ludger Averborg <ludger_...@web.de> wrote:
>Ich habe 1974 gebaut. Da wurden nur Sand, Kies, Zement und "Zementkalk" auf der
>baustelle verarbeitet, kein Kalk. Verputz war Zementkalk plus Sand.
>(Zementkalk wird heute wohl meist als hydraulischer Kalk bezeichnet.

Na ja, natuerlich. Auch in den 70ern hat niemend mehr Brandkalk direkt
auf der Baustelle selber geloescht. Trotzdem ist die Bezeichnung "Kalk"
geblieben.

jue

Juergen

unread,
Nov 27, 2013, 8:49:13 AM11/27/13
to
Am Wed, 27 Nov 2013 05:36:44 -0800 schrieb Jürgen Exner

>Zement und Gips zusammen in derselben Mischung? Das habe zumindest ich
>noch nicht gehoert.

Für mich ist das auch völlig neu. Deshalb frage ich ja so dumm :-).

Hermann Maier

unread,
Nov 27, 2013, 12:10:54 PM11/27/13
to
NEIN, Kalk und Sand und Zement und zwar ca. 1 Schaufel/Mörteltonne.


Hermann Maier

unread,
Nov 27, 2013, 12:21:42 PM11/27/13
to
Am 27.11.2013 14:01, schrieb Ludger Averborg:
> On Wed, 27 Nov 2013 13:21:54 +0100, heinz tauer <heinz...@arcor.de> wrote:

>> Nein. Nur Kalk und Sand.
>
> Ich habe 1974 gebaut.

Ich auch.

> Da wurden nur Sand, Kies, Zement und "Zementkalk" auf der
> baustelle verarbeitet, kein Kalk. Verputz war Zementkalk plus Sand.
> (Zementkalk wird heute wohl meist als hydraulischer Kalk bezeichnet.

Hier gab es und gibt es immer noch Mauer- bzw. Putzmörtel vom Kieswerk
per LKW. Dabei handelt es sich um ein Gemisch von Sand plus Kalk.
Diesem Mörtel wurde/wird dann auf der Baustelle nur noch Zement
zugefügt.

hm

Message has been deleted

Lutz Schulze

unread,
Nov 27, 2013, 12:37:17 PM11/27/13
to
Oder weniger wenn gerade keiner da war. Habe hier auch schon einiges von
solchem Putz entfernt - zum Mauern der Ziegel wurde die Mischung vor 100
Jahren auch genommen.

Lutz

--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de
Messwerte nachträgliche Wärmedämmung http://www.messpc.de/waermedaemmung.php
Message has been deleted

Lutz Schulze

unread,
Nov 27, 2013, 1:37:27 PM11/27/13
to
Am Wed, 27 Nov 2013 19:13:39 +0100 schrieb Ludger Averborg:

>>>> Nein. Nur Kalk und Sand.
>>>
>>> NEIN, Kalk und Sand und Zement und zwar ca. 1 Schaufel/M�rteltonne.
>>
>>Oder weniger wenn gerade keiner da war. Habe hier auch schon einiges von
>>solchem Putz entfernt - zum Mauern der Ziegel wurde die Mischung vor 100
>>Jahren auch genommen.
>>
> Und wird heute noch verwendet, wenn z. B. in Fachwerkh�usern die Gefache
> ausgemauert werden. Da ist Zementm�rtel sehr schnell t�tlich f�r die Balken
> (weil er kein Regenwasser aufnimmt).

Es ist erstaunlich wie das trotz des m�rbem Materials im Verbund h�lt. Beim
Abbruch von W�nden kann man die Ziegel dann aber nach kurzer Ersch�tterung
auch einfach herunternehmen, ganz anders als bei �blichem Kalk-Zementm�rtel.

Da wir nicht in allen R�umen den Putz erneuern wollten haben wir in einigen
die neue Oberf�che auch dar�ber spachteln lassen, h�lt seit Jahren, sieht
nun v�llig glatt aus und l�sst sich prima mit Farbe rollen oder tapezieren..

Lutz

--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
auch f�r Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de
Messwerte nachtr�gliche W�rmed�mmung http://www.messpc.de/waermedaemmung.php

Hermann Maier

unread,
Nov 27, 2013, 2:01:31 PM11/27/13
to
Am 27.11.2013 18:37, schrieb Lutz Schulze:
> Am Wed, 27 Nov 2013 18:10:54 +0100 schrieb Hermann Maier:

>>> Nein. Nur Kalk und Sand.
>>
>> NEIN, Kalk und Sand und Zement und zwar ca. 1 Schaufel/Mörteltonne.
>
> Oder weniger wenn gerade keiner da war. Habe hier auch schon einiges von
> solchem Putz entfernt - zum Mauern der Ziegel wurde die Mischung vor 100
> Jahren auch genommen.

Vor 100 Jahren hat man sicherlich eine Lehmmischung genommen.
Wenn ich heute an meiner Fassade eine Änderung vornehme hole
ich mir Mauermörtel aus der Kiesgrube. Bei Fertigmörtel ist
die Mauerfuge viel zu dunkel und es sieht immer geflickt aus.

hm

Don Caron

unread,
Nov 27, 2013, 2:12:08 PM11/27/13
to
Am 27.11.2013 18:21, schrieb Hermann Maier:
>
> Hier gab es und gibt es immer noch Mauer- bzw. Putzmörtel vom Kieswerk
> per LKW. Dabei handelt es sich um ein Gemisch von Sand plus Kalk.

wobei es schon unterschiede zwischen Kalk und Kalk gibt (ich meine jetzt
nicht gelöscht und ungelöscht) genau so wie zwischen Zement und Zement.
soweit ich weiß ist der unterschied zwischen Kalk und Zement fließend

Sebastian Suchanek

unread,
Nov 27, 2013, 2:17:38 PM11/27/13
to
Am 27.11.2013 13:07, schrieb Juergen:

> [...]
> Mein Putz bestehe vermutlich aus Zement, Gips und viel Sand :-).
> [...]

Sei froh, dass es bei Dir nur der Putz ist. Ich habe schon ganze
Häuser aus solchem Material gesehen - Motto beim Bau damals
offensichtlich: "Wasser und Sand gibt auch e' Wand!"

Man versuche ja nicht, an solchen Wänden irgendetwas aufzuhängen,
das schwerer wie eine Postkarte st...


SCNR,

Sebastian

Don Caron

unread,
Nov 27, 2013, 2:59:27 PM11/27/13
to
das passiert auch bei älteren Häusern die mit Bims- oder Aschesteinen
gebaut wurden, zum löcherbohren reicht da n Schraubenzieher :(

Hermann Maier

unread,
Nov 27, 2013, 3:37:57 PM11/27/13
to
Am 27.11.2013 20:12, schrieb Don Caron:

> soweit ich weiß ist der unterschied zwischen Kalk und Zement fließend

Wenn man es dann mit Wasser anrührt, ja. -:)

hm

J�rgen Exner

unread,
Nov 27, 2013, 3:45:06 PM11/27/13
to
Hermann Maier <sims...@web.de> wrote:
>[...] hole ich mir Mauerm�rtel aus der Kiesgrube.

Bei euch findet man Moertel in der Kiesgrube?
Und mein Vater war immer so dumm, Moertel jedes Mal umstaendlich aus
Sand, Kalk/Zement, und Wasser muehsam anzumischen. Dabei haette er ihn
mi einer Schaufel und ein paar Eimern auch einfach ausgraben koennen
wenn er nur gewusst haette wo.

jue

J�rgen Exner

unread,
Nov 27, 2013, 4:03:54 PM11/27/13
to
Don Caron <Tote_Mail@geht_nicht.no> wrote:
>Am 27.11.2013 18:21, schrieb Hermann Maier:
>>
>> Hier gab es und gibt es immer noch Mauer- bzw. Putzm�rtel vom Kieswerk
>> per LKW. Dabei handelt es sich um ein Gemisch von Sand plus Kalk.
>
>wobei es schon unterschiede zwischen Kalk und Kalk gibt (ich meine jetzt
>nicht gel�scht und ungel�scht)

Nur in der praktischen Terminologie. Wenn ein Maurer, ein Geologe, und
ein Waschmaschinenhersteller von Kalk reden, dann meinen sie
verschiedene Dinge. Man muss halt aus dem Zusammenhang schliessen, was
jeweils gemeint ist.

>genau so wie zwischen Zement und Zement.

Das ist richtig. Es gibt durchaus unterschiedliche Zementmischungen je
nach Anwendung. Ohne qualifizierenden Zusatz meint der Maurer aber
Portlandzement wenn er einfach Zement sagt.

>soweit ich wei� ist der unterschied zwischen Kalk und Zement flie�end

Nein. Kalk ist zwar ein wichtiger Teil im Zement, aber daneben enthaelt
Zement immer auch erhebliche Anteile an Tonen und weiteren Stoffen.
Entscheidend ist dabei auch das Sintern bei fast 1500�C.
Im Gegensatz dazu wird Kalk mal gerade bei 600�C gebrannt.

jue
Message has been deleted

J�rgen Exner

unread,
Nov 27, 2013, 4:58:15 PM11/27/13
to
Ludger Averborg <ludger_...@web.de> wrote:
>On Wed, 27 Nov 2013 13:03:54 -0800, J�rgen Exner <jurg...@hotmail.com> wrote:
>
>> Kalk ist zwar ein wichtiger Teil im Zement
>
>Das w�rde mich wundern.
>M. E. ist Zement eine Mischung aus Ca-Silikaten und Ca-Aluminaten.

Stimmt auffallend.
Nur, wo kommt wohl das Ca in Ca-Silkaten und Ca-Aluminaten her wenn
nicht aus Kalk? :-)

jue

Juergen

unread,
Nov 27, 2013, 6:43:21 PM11/27/13
to
Am Wed, 27 Nov 2013 13:03:54 -0800 schrieb Jürgen Exner

>Zement immer auch erhebliche Anteile an Tonen und weiteren Stoffen.
>Entscheidend ist dabei auch das Sintern bei fast 1500°C.
>Im Gegensatz dazu wird Kalk mal gerade bei 600°C gebrannt.

Wound wie wird der Kalk überhaupt gebrannt? Machen das die Zementwerke
nebenbei, wenn sie den Drehofen ohnehin an- oder abfahren müssen?
Da hab ich 1000 m Luftlinie zu einem Zementwerk und weiß sowas nicht.
Message has been deleted
Message has been deleted

J�rgen Exner

unread,
Nov 27, 2013, 10:19:41 PM11/27/13
to
Ludger Averborg <ludger_...@web.de> wrote:
>Benzin ist ja auch ein wichtiger Teil im Wasser. Wer w�rde bezweifeln, dass bei
>der Verbrennung von Benzin Wasser entsteht.

Es waere mir neu, dass man Benzin verbrennt um daraus Wasser zu
gewinnen. Aber wenn du es sagst....

>Und Maiskolben waren/sind? ein wichtiger Teil in Nylonstr�mpfen.

Auch von der Herstellung von Nylonstruempfen aus Maiskolben habe ich
bisher nichts gehoert. Aber im Zuge der Debatte um erneuerbare Rohstoffe
koennte ich mir das schon eher vorstellen. Es gibt ja schon einige
Plastike, die aus Staerke produziert werden.

jue

J�rgen Exner

unread,
Nov 27, 2013, 10:43:07 PM11/27/13
to
Juergen <schrei...@web.de> wrote:
>Am Wed, 27 Nov 2013 13:03:54 -0800 schrieb J�rgen Exner
>
>>Zement immer auch erhebliche Anteile an Tonen und weiteren Stoffen.
>>Entscheidend ist dabei auch das Sintern bei fast 1500�C.
>>Im Gegensatz dazu wird Kalk mal gerade bei 600�C gebrannt.
>
>Wound wie wird der Kalk �berhaupt gebrannt? Machen das die Zementwerke
>nebenbei, wenn sie den Drehofen ohnehin an- oder abfahren m�ssen?

Kann ich mir nicht vorstellen. So einen Drehofen faehrt man ja auch
nicht einfach mal so eben an oder ab. Der laeuft normalerweise 24x7,
wenn auch nicht ganz so non-stop fuer Jahre und Jahre wie ein Hochofen.

Traditionell gab es Brandkalk aus kleinen, lokalen Schachtoefen. Mein
Vater hat noch erzaehlt, wie er mit dem Pferdefuhrwerk morgens den
frischen Brandkalk zum Duengen aus dem Nachbardorf abgeholt hat. War
wohl in den 30er Jahren eine beliebte Duengemethode.

Heutzutage gibt es sicherlich eigene Drehoefen zum Kalkbrennen.

jue

Hermann Maier

unread,
Nov 28, 2013, 3:12:32 AM11/28/13
to
Am 27.11.2013 21:45, schrieb J�rgen Exner:
> Hermann Maier <sims...@web.de> wrote:
>> [...] hole ich mir Mauerm�rtel aus der Kiesgrube.
>
> Bei euch findet man Moertel in der Kiesgrube?

Ja, er wird dort von Kieswerkmitarbeitern hergestellt. Man mu� ihn
nur noch bezahlen und abholen.

> Und mein Vater war immer so dumm,

Das erkl�rt so einiges. :-)

Moertel jedes Mal umstaendlich aus
> Sand, Kalk/Zement, und Wasser muehsam anzumischen. Dabei haette er ihn
> mi einer Schaufel und ein paar Eimern auch einfach ausgraben koennen

Nicht ausgraben, er liegt dort im Haufen, aber ansonsten stimmts.

> wenn er nur gewusst haette wo.

In JEDEM Kieswerk in unserer Gegend.

hm

Message has been deleted

Hermann Maier

unread,
Nov 28, 2013, 4:42:58 AM11/28/13
to
Am 28.11.2013 09:18, schrieb Martin Τrautmann:
> On Thu, 28 Nov 2013 09:12:32 +0100, Hermann Maier wrote:
>>> wenn er nur gewusst haette wo.
>>
>> In JEDEM Kieswerk in unserer Gegend.
>
> Mein Kieswerk hier verkauft nur, was dort auch gefördert wird: Sand und
> Kies in unterschiedlichen Sieblinien, je nach Bedarf auch dann wieder in
> passeden Kombinationen zusammengemischt.
>
> Gäbe es dort fertige Mischungen mit gebranntem/gelöschtem Kalk

Ja, gibt es bei uns zuhauf. Wieviel Kubikmeter benötigst du?

oder gar
> Zement, dann würde ich das wohl eher Zementwerk nennen -

Im Zementwerk wird nur Zement hergestellt/gebrannt und kein
Putz- bzw. Mauermörtel.

> Der für mich sichtbare Unterschied: Im Zementwerk gibt's Silos, im
> Kieswerk nur Haufen.

Genau. In einem dieser Haufen befindet sich dann Putz- bzw. Mauermörtel.

Jetzt ham mers, hm

Message has been deleted
Message has been deleted

frank paulsen

unread,
Nov 28, 2013, 6:22:54 AM11/28/13
to
J�rgen Exner <jurg...@hotmail.com> writes:

> Traditionell gab es Brandkalk aus kleinen, lokalen Schachtoefen. Mein
> Vater hat noch erzaehlt, wie er mit dem Pferdefuhrwerk morgens den
> frischen Brandkalk zum Duengen aus dem Nachbardorf abgeholt hat. War
> wohl in den 30er Jahren eine beliebte Duengemethode.
>
> Heutzutage gibt es sicherlich eigene Drehoefen zum Kalkbrennen.

putzigerweise nicht, die groessten inlaendischen hersteller von
Branntkalk setzen auf Schacht�fen.

das ist die aktuelle bauform solcher geraete:
http://www.maerz.com/incDE.php?show=products_pfrkilns

(ich haette stein und bein geschworen, dass man dafuer drehrohroefen
nimmt, weil das ja auch auf den ersten blick voellig logisch waere. dann
lud man mich zum anblasen eines GGR-ofens hier in der naehe ein...)
--
frobnicate foo

J�rgen Exner

unread,
Nov 28, 2013, 7:32:56 AM11/28/13
to
Hermann Maier <sims...@web.de> wrote:
>Am 28.11.2013 09:18, schrieb Martin ?rautmann:
>> On Thu, 28 Nov 2013 09:12:32 +0100, Hermann Maier wrote:
>>>> wenn er nur gewusst haette wo.
>>>
>>> In JEDEM Kieswerk in unserer Gegend.
>>
>> Mein Kieswerk hier verkauft nur, was dort auch gef�rdert wird: Sand und
>> Kies in unterschiedlichen Sieblinien, je nach Bedarf auch dann wieder in
>> passeden Kombinationen zusammengemischt.

Ganz genau. Und das ist auch alles, was eine Kiesgrube verkauft. Die
machen sich nicht die Muehe, eigens Silos fuer Zement (und Kalk),
Mischeinrichtungen, Qualitaetskontrollen, usw, usw, aufzubauen wenn
erstens es dies alles beim naeher am Kunden gelegenen Betonwerk sowieso
schon gibt und zweistens die Ware auf dem Weg vom Kieswerk zum Betonwerk
oder Endkunden lange ausgehaertet waere.

>> G�be es dort fertige Mischungen mit gebranntem/gel�schtem Kalk
>
>Ja, gibt es bei uns zuhauf. Wieviel Kubikmeter ben�tigst du?
>
> oder gar
>> Zement, dann w�rde ich das wohl eher Zementwerk nennen -
>
>Im Zementwerk wird nur Zement hergestellt/gebrannt und kein

ACK.

>Putz- bzw. Mauerm�rtel.

Das waere dann ein Betonwerk, typischerweise fuer Lieferbeton (in allen
Stufen und Qualitaeten bis hin zu feinstem Ausgleichsmoertel), die
sicherlich auch die trockene Fertigmischung verkaufen.

>> Der f�r mich sichtbare Unterschied: Im Zementwerk gibt's Silos, im
>> Kieswerk nur Haufen.
>
>Genau. In einem dieser Haufen befindet sich dann Putz- bzw. Mauerm�rtel.
>Jetzt ham mers, hm

Ich glaube dir immer noch nicht, dass Moertel in der Kiesgrube
bergmaennisch abgebaut wird (ja, auch Abbau mit einem Bagger ist
bermaennisch).
Und wenn sie Lieferbeton oder auch Betonfertigmischungen anfertigen,
dann ist das keine Kiesgrube mehr, sondern ein Betonwerk, dass sich
vielleicht direkt neben einer Kiesgrube niedergelassen hat.

Andererseits, die Zeiten aendern sich. Und wenn Aldi Rasenmaeher,
Tschibo Uhren, Baumarkte Broetchen, und Tankstellen Vodka verkaufen,
warum sollten dann Kiesgruben nicht auch Betonmischungen verkaufen. Das
waere ja sogar noch im derselben Branche.

jue

Hermann Maier

unread,
Nov 28, 2013, 2:54:26 PM11/28/13
to
Am 28.11.2013 11:21, schrieb Martin Τrautmann:
> On Thu, 28 Nov 2013 10:42:58 +0100, Hermann Maier wrote:
>>> Der für mich sichtbare Unterschied: Im Zementwerk gibt's Silos, im
>>> Kieswerk nur Haufen.
>>
>> Genau. In einem dieser Haufen befindet sich dann Putz- bzw. Mauermörtel.
>>
>> Jetzt ham mers, hm
>
> Nö - wenn ich Mörtel auf einen Haufen ins Freie werfe, dann wird der
> fest. Welcher Zaubermörtel bindet in euren Kieswerken nicht mit Regen
> ab?

Es ist kein Zaubermörtel. Er wird alle paar Tage neu zubereitet.

Jetzt wars das aber wirklich für mich. hm

Hermann Maier

unread,
Nov 28, 2013, 2:57:43 PM11/28/13
to
Am 28.11.2013 13:32, schrieb J�rgen Exner:
> Hermann Maier <sims...@web.de> wrote:

>> Putz- bzw. Mauerm�rtel.
>
> Das waere dann ein Betonwerk, typischerweise fuer Lieferbeton

Besser h�ttest du dein Unwissen nicht dokumentieren k�nnen.

hm

Robert Pflüger

unread,
Nov 28, 2013, 4:14:43 PM11/28/13
to
Am 28.11.2013 01:20, schrieb Ludger Averborg:
> ...
> Benzin ist ja auch ein wichtiger Teil im Wasser. Wer würde bezweifeln, dass bei
> der Verbrennung von Benzin Wasser entsteht.

na ja,

Benzin gehört zu den Kohlenwasserstoffen, Also ist Kohlenstoff und
Wasserstoff drin*.
Das verbrennt zu CO2 und H2O also zu Kohlendioxid und Wasser.

*und einige andere Elemente.

drrel...@googlemail.com

unread,
Jul 4, 2014, 8:16:08 PM7/4/14
to
Am Mittwoch, 27. November 2013 13:07:28 UTC+1 schrieb Juergen:
> Hallo.
>
>
>
> Ich rätsel seit langem, womit bei uns im Haus manche Wände verputzt
>
> sind, etwa im Treppenhaus. Der Putz ist nicht sehr stabil und eher
>
> sandig. Von der Farbe aufgerissener Macken her ist er zu hell für
>
> Zementputz aber auch zu dunkel für Gipsputz.
>
>
>
> Ein Maurer erklärte mir nun, in den 70er sei Fertigputz noch unbekannt
>
> gewesen und auf der Baustelle sei selbst gemischt worden. Mein Putz
>
> bestehe vermutlich aus Zement, Gips und viel Sand :-).
>
>
>
> Bisher habe ich kleine Macken immer mit Gipsputz wie Goldband
>
> ausgebessert oder mit Spachtelmassen. Jetzt frag ich mich, ob ich mir
>
> als Putz auch Zementmörtel mit diesem Gipsputz mischen kann. Mein
>
> Goldband dürfte schon wieder so alt sein, dass die Verarbeitungszeit nur
>
> noch etwa fünf Minuten beträgt.
>
>
>
>
>
> cu.
>
> Juergen
>
>
>
> --
>
> \\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
>
> \ Freie Bits für freie Buerger \
>
> \\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\

Natürlich wurde damals in den 70 ern noch kalkhydrat/Luftkalk/ungelöschter Kalk
gelöscht.

drrel...@googlemail.com

unread,
Jul 4, 2014, 8:33:14 PM7/4/14
to
selbermischen : standard ist heute 2 eimer (8plattschaufeln Sand )+2kellen zement+8bis12kellen hydraulischer kalk
generell lässtsich sagen mehr sand umso heller aber auch umso sandiger
oder du nimmst kalkputz (ohne zement der verträgt sich im flüssigen zustand nicht mit Gips)kannst ihn dann mit gips einfärben
schätze aber mal das früher entweder ungelöschter kalk mit sand zu putz (eventuell mit einer kelle zement nicht mehr wegen der festigkeit)
oder aber das selbe mit hydraulischem kalkgemacht wurde.Sand war immer das billigste deswegen wurde an allem anderem auch immer gespart,daher wohl auch der helle farbton ,kalkputz in hell trockenmischung gibts mittlerweile auch wieder zu kaufen ist ganz modern wegen der besseren athmungsaktivität und schimmelwidrig . heist hp90 oder hp9sl oder so,viel glück

drrel...@googlemail.com

unread,
Jul 4, 2014, 8:54:46 PM7/4/14
to
Message has been deleted

leini...@gmail.com

unread,
Jul 29, 2016, 6:40:52 PM7/29/16
to
Hallo, ich weiss nicht ob hier noch gelesen wird....ich hoffe ja, da ich es ja auch tue.
Also 1960 im April habe ich eine Lehre begonnen. War auch oft in einer Kiesgrube. Dort wurde unter anderem Mörtel hergestellt. (zum Putzen)
In einem großen runden Stahlbehälter wurder Kalk gelöscht. Flockenkalk wurde in diesem Behälter mit Wasser angerührt. Es ergiebt eine weisse Glitschge Masse. Das muss wohl einen Tag ziehen. Es wurde dan weiter mit Wasser verflüssigt und in einen Silo gepumt. Unter diesem Silo befand sich eine Mischeinrichtung. Ein Stahlrohr mit einer Schneckenwelle. Durch diese Schneckenwelle wurde Sand, Kies gepresst und mit dem flüssiegen Kalk vermischt. Das ist Mörtel. Er sollte alsbald auch verabeitet werden. Mein Vater war Maurer und hat Mörtel oft verarbeitet. Vermängt mit Zement und Wasser giebt das den Putz.
Ich selber habe 1975 gebaut in einer Gegend wo es keine Firma gab, die Mörtel wie oben beschrieben hergestellt haben.
Aber mein Putzer hat eine Blechwanne zum Kalk löschen gehabt. Wenn ich es noch richtig in erinnerung habe, waren es 12 Schaufeln Sand 3-4 Schaufeln Zement und eine Schaufel gelöschen Kalk und ein Eimer Wasser. Alles in einem Mischer geben.
Das Haus ist nun schon 41 Jahre alt und der Putz ist immer noch gut. Kein Schimmel oder so.... Ich würde nur so putzen!

Gruß Jürgen L.

Robert Pflüger

unread,
Jul 29, 2016, 7:39:31 PM7/29/16
to
Am 30.07.2016 um 00:40 schrieb leini...@gmail.com:
> ...
> Hallo, ich weiss nicht ob hier noch gelesen wird....ich hoffe ja, da ich es ja auch tue.
> Also 1960 im April habe ich eine Lehre begonnen. War auch oft in einer Kiesgrube. Dort wurde unter anderem Mörtel hergestellt. (zum Putzen)
> In einem großen runden Stahlbehälter wurder Kalk gelöscht. Flockenkalk wurde in diesem Behälter mit Wasser angerührt. Es ergiebt eine weisse Glitschge Masse. Das muss wohl einen Tag ziehen. Es wurde dan weiter mit Wasser verflüssigt und in einen Silo gepumt. Unter diesem Silo befand sich eine Mischeinrichtung. Ein Stahlrohr mit einer Schneckenwelle. Durch diese Schneckenwelle wurde Sand, Kies gepresst und mit dem flüssiegen Kalk vermischt. Das ist Mörtel. Er sollte alsbald auch verabeitet werden. Mein Vater war Maurer und hat Mörtel oft verarbeitet. Vermängt mit Zement und Wasser giebt das den Putz.
> Ich selber habe 1975 gebaut in einer Gegend wo es keine Firma gab, die Mörtel wie oben beschrieben hergestellt haben.
> Aber mein Putzer hat eine Blechwanne zum Kalk löschen gehabt. Wenn ich es noch richtig in erinnerung habe, waren es 12 Schaufeln Sand 3-4 Schaufeln Zement und eine Schaufel gelöschen Kalk und ein Eimer Wasser. Alles in einem Mischer geben.
> Das Haus ist nun schon 41 Jahre alt und der Putz ist immer noch gut. Kein Schimmel oder so.... Ich würde nur so putzen!
>
> Gruß Jürgen L.
>

Kalk-Zement-Putz nimmt man eigentlich nur für Bad Keller Garage
oder als Mörtel zum vermauern der Steine.

Kalk-Gips-Putz oder mehr noch Gips-Kalk-Putz ist hier(* der meist
verwendete Putz (wenn mehr Gips als Kalk drin ist dann wird Gips zuerst
genannt)

unter den Bindemitteln war früher auch der so genannte "Binder" weit
verbreitet, eine Mischung aus Kalk und Zement.

Die Baumärkte sind noch ein Stückchen weiter gegangen und mischen auch
den Sand noch dazu.



Robert

Georg Wieser

unread,
Jul 31, 2016, 11:52:50 AM7/31/16
to
Das glaubst ja selber nicht, oder?
0 new messages