bei der Renovierung des Bads habe ich festgestellt,
dass bei uns die Heizungsrohre im Estrich verlegt
waren. Die Rohre laufen in Schlaufen quer durchs
Badezimmer. Das Bad ist relativ klein (ca. 2m * 2,5m).
Wir haben normale Heizkörper, keine Fußbodenheizung.
Das Haus ist Ende der 70er gebaut wurden, ich kann
mir vorstellen, dass man das für eine angenehme
Fußbodentemperatur damals so gemacht hat.
Der Estrich ist jetzt raus und neuer soll rein,
dann Fliesen drüber. In der Höhe habe ich nicht
viel Spielraum, insgesamt sind das bestenfalls 7-8cm,
so dass ich die Rohre auch nicht einer dicken Dämmschicht
unterbringen kann. Es gibt auch einige Kreuzungspunkte
mit den Frischwasserrohren, die natürlich auch im
Estrich liegen. ;-)
Was ist beim Verlegen des neuen Estrichs zu beachten?
Muss ich die Heizungsrohre einmal auf Temperatur bringen,
um Risse zu vermeiden? Oder sollte man die Rohre anders
verlegen? Evtl. ist es möglich, die Rohre unter der
Wanne zu verlegen, so dass sie nicht im Estrich liegen.
Grüße
Christoph
>dass bei uns die Heizungsrohre im Estrich verlegt
>waren. Die Rohre laufen in Schlaufen quer durchs
>Badezimmer. ....
> ich kann
>mir vorstellen, dass man das für eine angenehme
>Fußbodentemperatur damals so gemacht hat.
Ich glaube da eher an Kostengründe :-). Keine präzise Planung
nötig, mach mal eben freihändig, Kollege.
>Es gibt auch einige Kreuzungspunkte
>mit den Frischwasserrohren, die natürlich auch im
>Estrich liegen. ;-)
So wie es eben kam :-).
>Was ist beim Verlegen des neuen Estrichs zu beachten?
>Muss ich die Heizungsrohre einmal auf Temperatur bringen,
>um Risse zu vermeiden? Oder sollte man die Rohre anders
>verlegen? Evtl. ist es möglich, die Rohre unter der
>Wanne zu verlegen, so dass sie nicht im Estrich liegen.
In meiner Hütte wurden die Rohre mit Flies umwickelt, so daß sie
wohl etwas Bewegungsfreiraum haben. Zum Teil liegen sie wohl
auch noch unter der Folie, auf die der Estrich gekippt wurde.
Vielleicht sollte man darauf achten, möglichst wenig unter dem
Estrich verborgene Verbindungsstellen schaffen zu müssen,
und so zu verlegen, daß man ggf gut rankommt und wenig Chance
hat, ein Loch reinzubohren.
Auf jeden Fall vor dem Estrichkippen gut mit Fotos dokumentieren.
Grüße,
H.
(...)
>
> Der Estrich ist jetzt raus und neuer soll rein,
> dann Fliesen drüber.
Warum wurde der alte Estrich entfernt? War er rissig oder sind nur die
Fußbodenfliesen hinüber? Wo ist die Fußbodendichtung/Sperrung? Gibt es einen
Fußbodeneinlauf?
Gruß, Alfred Flaßhaar
Grüße
Christoph
Genau. So haben wir das damals bei uns auch im Keller gemacht, damit der
Fußraum in der Dusche nicht so kalt war.
Ich würds so lassen
mfg
Wilhelm
> On 11.05.2011 11:51, Alfred Flaßhaar wrote:
(...)
>
Ich nehme an, daß die von Dir benannten 7 - 8 cm ab Oberkante der
"Betondecke" gelten. Da auch Kreuzungspunkte von Leitungen vorhanden sind,
werden im neuen Estrich Brücken entstehen, die zwangläufig zu Rissen führen.
Der sandartige Zustand des Altestrichs ist vermutlich auf jahrelangen
Einfluß von Waschwasser-Chemie zurückzuführen. Es fehlte bisher also eine
wirksame Sperrung (und auch sicherlich die Wärmedämmung) zur tragenden
Decke. Aus diesen Gründen ist zu empfehlen, die Leitungen aus dem
Fußbodenbereich umzuverlegen, wenn Du an dauerhafter Lösung interessiert
bist.
Daher klassischer schwimmender Zementestrich neu:
Wanne und Sanitärkeramik demontieren und wegstellen, Oberkante Betondecke
reinigen, trocknen, PE-Folie doppelt oder Schweißbahn kleben mit Aufkantung
zu den Wandanschlüssen, 2 - 3 cm Styroporplatten (Eignung für Fußboden
erfragen) dicht verlegen, sperrende Folie darauf mit Aufkantung und dichten
Stößen, mind. 4 cm Zementestrich mit Randstreifen im Wandanschluß, Estrich
mit Estrich-Mattenbewehrung,
Zementestrich muß vor dem Verlegen der Fliesen die Belagreife erreichen.
Diese wird durch behutsame Trocknung und drei Tage nebelfeuchtes Besprühen
(Waschküchenluft) mit Wasser erreicht. Keinen Durchzug zum gewaltsamen
Austrocknen zulassen. Der Estrich würde sonst schüsseln.
Gruß, Alfred Flaßhaar
On 11.05.2011 12:43, Alfred Flaßhaar wrote:
> Ich nehme an, daß die von Dir benannten 7 - 8 cm ab Oberkante der
> "Betondecke" gelten. Da auch Kreuzungspunkte von Leitungen vorhanden sind,
> werden im neuen Estrich Brücken entstehen, die zwangläufig zu Rissen führen.
Genau das befürchte ich.
> Der sandartige Zustand des Altestrichs ist vermutlich auf jahrelangen
> Einfluß von Waschwasser-Chemie zurückzuführen. Es fehlte bisher also eine
> wirksame Sperrung (und auch sicherlich die Wärmedämmung) zur tragenden
> Decke. Aus diesen Gründen ist zu empfehlen, die Leitungen aus dem
> Fußbodenbereich umzuverlegen, wenn Du an dauerhafter Lösung interessiert
> bist.
Dichtet man den Estrich heutzutage nicht mit Ardex S7 o.ä. ab?
Also, das kommt auf den Estrich, damit die Feuchtigkeit nicht
in den Estrich kommt.
> Daher klassischer schwimmender Zementestrich neu:
>
> Wanne und Sanitärkeramik demontieren und wegstellen, Oberkante Betondecke
> reinigen, trocknen, PE-Folie doppelt oder Schweißbahn kleben mit Aufkantung
> zu den Wandanschlüssen, 2 - 3 cm Styroporplatten (Eignung für Fußboden
> erfragen) dicht verlegen, sperrende Folie darauf mit Aufkantung und dichten
> Stößen, mind. 4 cm Zementestrich mit Randstreifen im Wandanschluß, Estrich
> mit Estrich-Mattenbewehrung,
Styropor oder Styrodur zur Wärmedämmung? Ich habe irgendwo gelesen,
dass man bei Böden Styrodur verwendet, da das nicht so nachgibt.
Was ist denn die Mindestdicke für Styrodur (oder Styropur), damit
es Sinn macht? Eine dünnere Estrich-Schicht ist wohl nicht zu empfehlen?
Grüße
Christoph
(...)
> Dichtet man den Estrich heutzutage nicht mit Ardex S7 o.ä. ab?
> Also, das kommt auf den Estrich, damit die Feuchtigkeit nicht
> in den Estrich kommt.
Bei ordentlicher Ausführung der Dichtung ist Chemie im Zement-Estrich bei
schwimmender Ausführung überflüssig. Mach es klassisch und laß Dir nichts
"Neumodisches" mit früher Belagreife, hoher Anfangsfestigkeit usw.
aufschwatzen. Estrich ist ein hochanspruchsvolles Bauwerksteil, nimmt jeden
Fehler in seiner Jugend übel und zahlt es später heim. Also "hinkippen" is
nich ;-). Nur in speziellen Estricharten (z. B. Heizestrich für
Fußbodenheizung) wird Chemie eingesetzt und nach bewährten Verfahren die
Erstbeheizung durchgeführt Und wenn Du später mal als Heimwerker angeben
willst ;-), dann mach einen Terrazzofußboden. Dazu kommt in die oberste
Estrichschicht Marmorsplit. Der wird dann nach dem Erhärten des Estrichs
bedarfsgerecht angeschliffen. Das ist ein wunderschöner Fußboden ohne
Fliesen.
>
> Styropor oder Styrodur zur Wärmedämmung? Ich habe irgendwo gelesen,
> dass man bei Böden Styrodur verwendet, da das nicht so nachgibt.
Nein - Styropor, es ist die sog. dynamische Steifigkeit des Styropors
entscheidend. Die steht regelmäßig auf dem Etikett (Eine Zahl um 15 in
SI-Einheiten). Laß Dich im Baumarkt oder wo auch immer beraten.
> Was ist denn die Mindestdicke für Styrodur (oder Styropur), damit
> es Sinn macht? Eine dünnere Estrich-Schicht ist wohl nicht zu empfehlen?
Befindet sich unter Deinem Bad ein beheizter Aufenthaltsraum? Wenn ja, dann
ist das Styropor ein Beitrag zum Schwimmverhalten des Estrichs. Wenn nein
(z. B. über Keller und Hofdurchfahrten), dann brauchst Du einen
Bauteilnachweis zum Wärmeschutz. Estrich nicht unter 4 cm ausführen, auch
wenn die Theorie anders spricht. Bei Dir sind es die "Kerbfälle im
Leitungsbereich", die zu Brücken mit dünner Schicht führen.
Jetzt bekomme ich so richtig Lust auf Estrich machen. Muß mal in den Keller
gehen, ob dort noch ein neuer Fußboden möglich ist.
Gruß, Alfred
zunächst einmal: Wenn es bei der Geometrie Deines Bades möglich ist, wie Du
selber sagst, das Problem dadurch zu umgehen, indem die Rohre unter der
Badewanne verlegt werden, dann wäre das doch schon die Lösung, die Du selber
nennst.
Ansonsten: Es ist eigentlich eine schöne Sache, die Rücklaufleitung des
Wandheizkörpers schlangenförmig durch den Estrich zu verlegen, weil es sehr
angenehm an den Füßen ist im Winter. Es geht auch keine Energie verloren,
weil die Summe der Beiträge (Fußboden und Wandheizung) das Bad wärmt.
Ich selbst habe so etwas noch nie verlegt, aber ich kenne das so, dass man
Bodenklemmen auf die Bodenplatte legt, darin Kunststoffrohre mäanderförmig
über den Boden verteilt (die Klemmen halten das Zeug schön schlangenförmig
beieinander), welche mit dünnem Filz ummantelt sind. Ein moderner
Schnellestrich von 7-8 cm Höhe geht mit solchen Rohren. (Es ging ja vorher
auch.)
Überlege mal, ob das nicht eine gute Lösung wäre.
Viele Grüße und berichte mal, was daraus geworden ist,
Andreas
"Christoph Quix" <c...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4DCA45B0...@gmx.de...