Das Auswechseln des früher Gegangenen war einfach gewesen:
Alten abziehen, Neuen mit seinen Bajonett-Wassersteckern
einstecken, elektrisch anschließen - fertig.
Beim Jetzigen lagen aber keine Bajonettanschlüsse mehr bei. Das
stand nicht auf der Verpackung. Man sollte also wirklich das Personal
nerven und sich zeigen lassen, was genau in der Packung liegt. Dabei
sollte man auch gleich checken, ob man für Alles die passenden Tools
hat, z.B den großen Inbus-Schlüssel für die Messing-Muffen.
Ich mußte also die Bajonettgegenstücke aus der Wand schrauben und
von da an alles neu machen.
Das Abdichten habe ich zuerst mit Teflonband versucht. Habe ich nicht
dicht gekriegt.
Also Hanf und Fermit-Paste gekauft. Dann entdeckt, daß der Werker
damals wohl das Gewinde auf der Zuflußseite angemurkst hat.
Nachschneiden mit 1/2-Zoll-Gewindebohrer ging nicht, weil mir keiner
so ein Teil verkaufen konnte. Ich habe dann eine Muffe aus Eisen
gekauft, sie schräg angefeilt (der eigene Gewindebohrer :-)). und mit
viel Mühe das Gewinde wieder in Ordnung gebracht. Dabei sah ich,
wie wenig Metall zwischen einer trockenen Bude und deren voller
Überflutung steht.
Mit dem Hanf und der Paste ist das so eine Sache. Ich bin ganz schön
ins Schwitzen gekommen und habe mehrmals gedacht, daß ich das
nie schaffe. Aber jetzt isses dicht.
Wer sowas macht, sollte also so früh morgens beginnen, daß immer
noch (mindestens) ein Fachladen geöffnet hat, bevor er fertig ist.
Klempner kann man im letzten Drittel der Zeit vergessen: Die gehen
alle früh heim, und ob sie wegen einer so kleinen Sache kommen ist
eh fraglich.
Auch schadet es nicht, vorher die Wanne und ein paar Pötte mit
Wasser zu füllen, denn *ein* offenes Rohr legt die ganze Wasser-
Versorgung der Wohnung lahm.
Der jetzige Stiebel (DHB 21 ST thermotronic) hat imho folgende
Meckerpunkte:
- Die Befestigung an der Wand geschieht nicht mehr mit Schraube und
Mutter, sondern als Mutter dient im Geräteinneren ein Plastikhebel,
der nur aufgesteckt und um 90 Grad gedreht wird. Nicht sehr stabil.
- Die senkrechte Ausrichtung wird durch die Rohranschlüsse unten
mitbestimmt. Die sind im Gerät selbst dann aber nicht sehr stabil
angeschlossen, so daß man sich kaum traut, daran kräftig zu biegen.
- In der Anleitung ist nicht gut beschrieben, wann und warum man die
Blende für eine Durchflußbegrenzung einsetzen muß - imho nur, wenn
man einen Thermostaten dahinter hat.
- Ganz schlecht: Vom Gehäusedeckel führt ein Kabel mit Stecker ins
Gerät. Bei jedem Abnehmen muß man daran denken, das Kabel nicht
versehentlich abzureißen.
Gegenüber dem vor zwei Jahren gekauften Gerät bin ich also etwas
weniger zufrieden. Aber wenn es wieder zwanzig Jahre hält, sach ich
mal nix.
Grüße,
H.
PS
Nicht die Nebenarbeiten vergessen:
Sicherung raus, Wasser abstellen, Kran öffen bis nix mehr kommt.
Dann erst murksen.
Danach alle Kräne schließen, Wasser aufdrehen, alles sorgfältig
entlüften, Sicherungen rein. Prüfen.
Wenn alles auch nach einer Stunde noch ok ist, darf man sich
gründlich auf die Schulter klopfen :-).
und warum hast du keinen DLE mit Bajonettanschluss gekauft? ;-)
für die alten Modelle hättest du die Membrane auch als E-Teile holen
können (zumindest bei hydraulischen DLE), die elektronischen gibt es
nur en-bloc.
Gruß,
Matthias
>> Beim Jetzigen lagen aber keine Bajonettanschlüsse mehr bei. Das
>> stand nicht auf der Verpackung. Man sollte also wirklich das
>> Personal
>> nerven und sich zeigen lassen, was genau in der Packung liegt. Dabei
>> sollte man auch gleich checken, ob man für Alles die passenden Tools
>> hat, z.B den großen Inbus-Schlüssel für die Messing-Muffen.
>und warum hast du keinen DLE mit Bajonettanschluss gekauft? ;-)
- Weil ich ungerechtfertigterweise annahm, daß dieser DLE das
gleiche Zubehör enthält wie der zuletzt gekaufte (Gleiche Firma,
fast gleiches Aussehen des Gerätes, gleiche Preis-Größenordnung).
- Weil der Karton originalverschlossen war und ich die Leute da nicht
mehrere Kartons öffnen lassen wollte, bis evtl der richtige Apparat
gefunden wäre.
- Weil ich nach dem Öffnen daheim annahm, daß der Unterschied im
Schwierigkeitsgrad des Anschließens zu gering sei, als daß der
Aufwand nochmaliger Fahrt und des Umtausches gerechtfertigt sei.
Etc. Aber ich habe ja dazugelernt :-).
>für die alten Modelle hättest du die Membrane auch als E-Teile holen
>können (zumindest bei hydraulischen DLE), die elektronischen gibt es
>nur en-bloc.
1) Wo?
2) Ich gehe davon aus, daß die Dinger werksmäßig eingestellt
werden. Ob der einfache Austausch daheim dann genügt?
3) Wenn der Hersteller schon mit einer Scheiß-Membran die
Lebensdauer begrenzt, damit neue Geräte gekauft werden,
wird er dann für die alten Geräte Ersatzteile vorhalten?
Grüße,
H.
> Etc. Aber ich habe ja dazugelernt :-).
Es gibt halt beide Varianten, im Baumarkt gibt es aber meist nur die
mit der Verschraubung.
>>für die alten Modelle hättest du die Membrane auch als E-Teile holen
>>können (zumindest bei hydraulischen DLE), die elektronischen gibt es
>>nur en-bloc.
>
> 1) Wo?
beim Stiebelservice, guck mal auf deren WWW
> 2) Ich gehe davon aus, daß die Dinger werksmäßig eingestellt
> werden. Ob der einfache Austausch daheim dann genügt?
bei den hydraulischen -> kein Problem
> 3) Wenn der Hersteller schon mit einer Scheiß-Membran die
> Lebensdauer begrenzt, damit neue Geräte gekauft werden,
> wird er dann für die alten Geräte Ersatzteile vorhalten?
Die Dinger halten 20-30 Jahre bei einer gescheiten
(Zweigriff-Armatur), Einhand oder Thermo-Armaturen verkürzen die
Lebensdauer ebenso wie manche Duschbrausen ohne genügend Durchfluss.Da
vermag ich keine begrenzte Lebensdauer zu erkennen. Diese Membrane zu
bekommen ist kein Problem, evtl. bekommst du die auch beim nächsten
Installateur.
>>>und warum hast du keinen DLE mit Bajonettanschluss gekauft? ;-)
>> Etc. Aber ich habe ja dazugelernt :-).
>Es gibt halt beide Varianten, im Baumarkt gibt es aber meist nur die
>mit der Verschraubung.
Da frage ich mich natürlich, warum das nicht auf dem Etikett steht.
Den Vorigen, mit Bajonett-Anschluß, hatte ich aus demselben Baumarkt
und aus demselben Regal. Deswegen war ich ja auch so gutgläubig :-).
Wo sollte ich denn beim Nächstenmal suchen?
Oder hat der Klempner-Verband eine Spezialvereinbarung mit Stiebel?
>>>für die alten Modelle hättest du die Membrane auch als E-Teile holen
>>>können (zumindest bei hydraulischen DLE), die elektronischen gibt es
>>>nur en-bloc.
>> 1) Wo?
>beim Stiebelservice, guck mal auf deren WWW
>> 2) Ich gehe davon aus, daß die Dinger werksmäßig eingestellt
>> werden. Ob der einfache Austausch daheim dann genügt?
>bei den hydraulischen -> kein Problem
Danke für den Tipp.
Ich hoffe, daß er beim Ausfall der jetzt montierten Geräte noch gilt.
Aber hoffentlich haben ja andere Leser schon eher was davon.
>> 3) Wenn der Hersteller schon mit einer Scheiß-Membran die
>> Lebensdauer begrenzt, damit neue Geräte gekauft werden,
>> wird er dann für die alten Geräte Ersatzteile vorhalten?
>Die Dinger halten 20-30 Jahre bei einer gescheiten
>(Zweigriff-Armatur), Einhand oder Thermo-Armaturen verkürzen die
>Lebensdauer ebenso wie manche Duschbrausen ohne genügend Durchfluss.
Um eine Zweiventil-Armatur zu bekommen, muß man schon suchen.
Für die Dusche habe ich mir neulich eine gekauft, da sich damit imho
Menge/Temperatur besser einstellen lassen. In der Küche, wo man oft
was in den Händen hat, ist eine Einhand-Armatur wohl zweckmäßiger.
Thermo-Armaturen finde ich hinter DLE's als ungeeignet.
>Da vermag ich keine begrenzte Lebensdauer zu erkennen.
Bisher haben wir über die warme Seite geredet. Die Membran sitzt aber
auf der kalten Seite.
Die Membranen waren bei beiden Geräten völlig verquollen, rissig und
schon ein wenig durchlässig, da der darüberliegende Kram, der keinen
Kontakt mit Wasser haben sollte, auch verkalkt und ankorrodiert war.
>Diese Membrane zu
>bekommen ist kein Problem, evtl. bekommst du die auch beim nächsten
>Installateur.
Wenn, dann muß man wohl die komplette Schalteinheit wechseln. Nur die
Membran auswechseln zu wollen sieht wie Rocket-Science aus. Deswegen
meine ich, daß sich Stiebel um eine haltbarere Membran hätte bemühen
können.
Na ja, mal sehen, wie lange die derzeitigen Teile halten.
Grüße,
H.
> Im September 2008 verabschiedete sich der Stiebel-Eltron im Bad, jetzt
> das gleiche Gerät in der Küche. Die Lebensdauer der vor zwanzig Jahren
> hergestellten Geräte liegt "also" bei etwa 20 Jahren :-).
> Kann man eigentlich nicht drüber meckern. Obwohl: Der Übeltäter war
> in beiden Fällen die Membran im Durchfluß-Erkenner, ein rotes
> Gummiteil, wie die Ringe von Einmachgläsern. Traurig, daß man wegen
> so eines kleinen Teils etwa fünf Kilo funktionierender Sachen
> verschrotten muß.
Muss man ja auch nicht, die Membrane gyps immernoch als Ersatzteil
> Das Auswechseln des früher Gegangenen war einfach gewesen:
> Alten abziehen, Neuen mit seinen Bajonett-Wassersteckern
> einstecken, elektrisch anschließen - fertig.
>
> Beim Jetzigen lagen aber keine Bajonettanschlüsse mehr bei.
Äh, und warum, bitte, hast du die Variante ohne Bajonett gekauft?
Stiebel hat schon früheer immer beide Varianten verkauft - sowohl mit als
auch ohne.
> Der jetzige Stiebel (DHB 21 ST thermotronic)
Klingt, als hättest du jetzt einen elektronisch gesteuerten. Falls ja: gut
der Mann.
>Kran öffen
Kran? soooo schwer ist der DHB 21 nun auch wieder nicht... oder hast dus im
Rücken :-P
Vol ''SCNR' ker
--
Im übrigen bin ich der Meinung, dass TCPA/TCG verhindert werden muss
Wenn es vom Himmel Zitronen regnet, dann lerne, wie man Limonade macht
Du weisst, wie das ist, wenn man im "Fachhandel" landet:
"Gibt's schon alnge nicht mehr", "da müssen Sie einen neuen
kaufen", und über Unterschiede klären die einen auch nicht auf,
Hauptsache sie machen Umsatz.
Neulich wollte jemand eine Lötspitze für seine Ersa-Sprint Lötpistole:
"Nein, die gibt's schon lange nicht mehr". Man hat ihm eine
ramschige chinesische Lötpistole a la Engel angedreht, für frech
viel Geld. Dabei gibt es die 162KD immer noch - nur halt nicht im
Fachhandel, nur im gut sortieren Geschäft.
http://cgi.ebay.de/Ersa-Multitip-15-W-Sprint-860-Tip-260-Sl-870-/250679176027?pt=Schwei%C3%9F_L%C3%B6ttechnik
>> Der jetzige Stiebel (DHB 21 ST thermotronic)
>
> Klingt, als hättest du jetzt einen elektronisch gesteuerten. Falls ja: gut
> der Mann.
Aber warum den murksigen Stiebel ?
Clage DEX kann die Temperatur in Gradschritten (ja, das merkt man!).
kann mit vorgewärmtem Wasser betrieben werden, es gibt nur ein
Modell für alle Leistungen (18kW bis 27kW, je nach Zuleitung)
hat eine total geniale abrufbare elektronische Systeminformation
(sagt z.B. wenn eine Phase nicht angeschlossen ist oder wie viel
Leistung er gerade zum Erwärmen des Wasser braucht) ist also
irgendwie in allen Belangen besser.
--
Manfred Winterhoff
> 1) Wo?
Im Fach(groß)handel.
> 2) Ich gehe davon aus, daß die Dinger werksmäßig eingestellt
> werden. Ob der einfache Austausch daheim dann genügt?
Ja.
> 3) Wenn der Hersteller schon mit einer Scheiß-Membran die
> Lebensdauer begrenzt, > damit neue Geräte gekauft werden,
Das ist ba-lödsinn, und das weisst du auch.
Fakt ist, dass ein hydraulisch gesteuerter DLH diese Membran prinzipbedingt
benötigt. und Fakt ist ebenfalls, dass passende Elastomermischungen nunmal
irgendwann verspröden oder anderweitig schlapp machen; ebenfalls
prinzipbedingt.
Volker
>>Die Dinger halten 20-30 Jahre bei einer gescheiten
>>(Zweigriff-Armatur), Einhand oder Thermo-Armaturen verkürzen die
>>Lebensdauer ebenso wie manche Duschbrausen ohne genügend Durchfluss.
>
> Um eine Zweiventil-Armatur zu bekommen, muß man schon suchen.
Yo, die haben sich - zum Glück - bald überlebt.
> Für die Dusche habe ich mir neulich eine gekauft, da sich damit imho
> Menge/Temperatur besser einstellen lassen.
Kommt darauf an welche Art Schrott in Form einer Einhebel-Armatur du vorher
hattest...
> Thermo-Armaturen finde ich hinter DLE's als ungeeignet.
Da sind sie, im Gegenteil, sehr gut geeignet.
> Bisher haben wir über die warme Seite geredet. Die Membran sitzt aber
> auf der kalten Seite.
Und?
> Die Membranen waren bei beiden Geräten völlig verquollen, rissig und
> schon ein wenig durchlässig,
Das ist bei den meisten vor 20 jahren verwendeten Elastomermischungen nach
dieser Zeit völlig normal.
> Wenn, dann muß man wohl die komplette Schalteinheit wechseln.
Nö
>> Gummiteil, wie die Ringe von Einmachgläsern. Traurig, daß man wegen
>> so eines kleinen Teils etwa fünf Kilo funktionierender Sachen
>> verschrotten muß.
>Muss man ja auch nicht, die Membrane gyps immernoch als Ersatzteil
Das möchte ich sehen, wie Du eine solche Membran austauschst,
vorher die ankorrodierte Schubstange abbaust und sie nachher wieder
anmontierst :-). Ganz zu schweigen von Aus- und Wiedereinbau in der
Schaltgruppe.
Abgesehen von den Fahrtkosten bis zum Auffinden eines Regals, in
dem eine solche, noch nicht angealterte Membran liegt bzw dem Ärger,
die Tage bis zum Eintreffen per Post nur kalt spülen zu können :-).
>> Beim Jetzigen lagen aber keine Bajonettanschlüsse mehr bei.
>Äh, und warum, bitte, hast du die Variante ohne Bajonett gekauft?
>Stiebel hat schon früheer immer beide Varianten verkauft - sowohl mit als
>auch ohne.
Ich halte es für überaus kundenfreundlich, die Pakete zuzukleben
ohne draufzuschreiben, was in den Paketen drin ist.
Das Wort "Krise" bekommt dann gleich die richtige Bedeutung :-).
>> Der jetzige Stiebel (DHB 21 ST thermotronic)
>Klingt, als hättest du jetzt einen elektronisch gesteuerten. Falls ja: gut
>der Mann.
Das wird sich erst noch zeigen. Denn weder zum Konzept, noch zu Aufbau
oder Innenleben lag irgendwas an Info bei.
>>Kran öffen
>Kran? soooo schwer ist der DHB 21 nun auch wieder nicht... oder hast dus im
>Rücken :-P
Du mußt aber über dem Waschbecken arbeiten. Das macht virtuelles
bzw "höher gefühltes" Gewicht :-).
Grüße,
H.
>> Um eine Zweiventil-Armatur zu bekommen, muß man schon suchen.
>Yo, die haben sich - zum Glück - bald überlebt.
Einhebelmischer werden imho überwiegend hergestellt, weil
sie billiger zu machen sind, oder/und weil die Wasserwerke
Bestechungsgelder zahlen :-).
>> Für die Dusche habe ich mir neulich eine gekauft, da sich damit imho
>> Menge/Temperatur besser einstellen lassen.
>Kommt darauf an welche Art Schrott in Form einer Einhebel-Armatur du vorher
>hattest...
Mehrere, durchaus keine Billigware. Der Betätigungsweg ist einfach
zu gering um eine Feineinstellung zu erlauben, im Vergleich zu einem
Drehventil.
>> Thermo-Armaturen finde ich hinter DLE's als ungeeignet.
>Da sind sie, im Gegenteil, sehr gut geeignet.
Keineswegs:
Der übliche DLE liefert umso heißeres Wasser, je geringer der
Durchfluß ist. Der Thermostat macht aber, um zu kühlen, das Kaltwasser
auf, wodurch infolge des höheren Gegendrucks der Durchfluß im DLE
geringer wird.
In der überwiegenden Zahl der Fälle dürften beide am Ende ihres
Regelbereiches hängen und der DLE verkalkt dann recht schnell.
>> Bisher haben wir über die warme Seite geredet. Die Membran sitzt aber
>> auf der kalten Seite.
>Und?
Die Temperatur ist sicher ein Faktor bei der Alterung von Kunststoff.
Weshalb man keine Membranen herstellen können soll, die in kaltem
Wasser mehr als zwanzig Jahre halten, ist mir unverständlich.
>> Die Membranen waren bei beiden Geräten völlig verquollen, rissig und
>> schon ein wenig durchlässig,
>Das ist bei den meisten vor 20 jahren verwendeten Elastomermischungen nach
>dieser Zeit völlig normal.
Ja, bei den Gummiringen von Einmachgläsern, die spätestens
im nächsten Frühjahr wieder aufgemacht werden :-).
Wer hat denn gesagt, daß man unbedingt Einschichten-
Elastomermischungen verwenden muß? Mehrschichten-
oder Metallmembranen gibts nicht?
>> Wenn, dann muß man wohl die komplette Schalteinheit wechseln.
>Nö
Dein Beweis steht noch aus :-).
Grüße,
H.
> "Volker Neurath" <nean...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:612ej7-...@ID-29596.user.individual.de...
>>
>> Muss man ja auch nicht, die Membrane gyps immernoch als Ersatzteil
>> Äh, und warum, bitte, hast du die Variante ohne Bajonett gekauft?
>> Stiebel hat schon früheer immer beide Varianten verkauft - sowohl mit als
>> auch ohne.
>
> Du weisst, wie das ist, wenn man im "Fachhandel" landet:
>
> "Gibt's schon alnge nicht mehr", "da müssen Sie einen neuen
> kaufen", und über Unterschiede klären die einen auch nicht auf,
> Hauptsache sie machen Umsatz.
Stimmt leider.
>> Klingt, als hättest du jetzt einen elektronisch gesteuerten. Falls ja:
>> gut der Mann.
>
> Aber warum den murksigen Stiebel ?
Was hast du gegen Stiebel? Waren immerhin die ersten, die einen elektronisch
gesteuerten DLH brachten; alle anderen kamen erst hinterher.
> Clage DEX kann die Temperatur in Gradschritten (ja, das merkt man!).
Clage würde *ich* nicht mal mit der Kneifzange anfassen.
> Leistung er gerade zum Erwärmen des Wasser braucht) ist also
> irgendwie in allen Belangen besser.
Da habe ich durchaus schon andere Stimmen gehört.
Volker
> Volker Neurath wrote:
>
>>> Um eine Zweiventil-Armatur zu bekommen, muß man schon suchen.
>
>>Yo, die haben sich - zum Glück - bald überlebt.
>
> Einhebelmischer werden imho überwiegend hergestellt, weil
> sie billiger zu machen sind,
[] du kennst den aufbau eines Einhebelmischers und seiner Steuerpatrone.
> Mehrere, durchaus keine Billigware. Der Betätigungsweg ist einfach
> zu gering um eine Feineinstellung zu erlauben, im Vergleich zu einem
> Drehventil.
Passt trotzdem.
>>> Thermo-Armaturen finde ich hinter DLE's als ungeeignet.
>
>>Da sind sie, im Gegenteil, sehr gut geeignet.
>
> Keineswegs:
doch.
> Der übliche DLE liefert umso heißeres Wasser, je geringer der
> Durchfluß ist.
Stimmt so nur bedingt. Der üblicvhe, hydraulsich gesteuerte DLH braucht
einen Mindestdurchfluss von 9l/min um überhaupt zu schalten.
Außerdem reagieren die recht träge, was dazu führt, dass du beim duschen
schonmal einen kalten Schwall abbekommst, wenn eine weitere Zapfstelle (zu
schnell) geöffnet wird.
Und genau deshalb machen Thermostatarmaturen gerade hinter einem DLH Sinn.
Bei elektronisch gesteuerten kann man drüber streiten, allerdings bin ich
der meinung, dass sie auch dort Sinn machen können, wenn der Weg zwischen
DLH und Zapfstelle mit Thermostat recht weit ist. Dann nämlich kannst du
nicht einfach den DLH auf deine Wunsch-Duschtemperatur einstellen; bis das
Wasser da ist, hat es dann u.U.locker ein zwei Grad verloren und fühlt sich
"kalt" an (zumindest aber "ist *mir* zu kalt).
Mit Thermostatarmatur stelltst du einfach den DLH fünf Grad höher ein und
regelst das am Thermostaten aus.
> Die Temperatur ist sicher ein Faktor bei der Alterung von Kunststoff.
Natürlich.
> Weshalb man keine Membranen herstellen können soll, die in kaltem
> Wasser mehr als zwanzig Jahre halten, ist mir unverständlich.
Dir ist schon klar, dass Elastomere altern?
Irgendwann sind die Weichmacher raus, fertig.
>> Einhebelmischer werden imho überwiegend hergestellt, weil
>> sie billiger zu machen sind,
>[] du kennst den aufbau eines Einhebelmischers und seiner Steuerpatrone.
Das ist kein Argument bezüglich der Herstellungskosten und der
Komplexität oder der Zahl von Arbeitsgängen bei der Herstellung.
Ganz abgesehen von der Stückzahl wegen der Nachfrage des
stimmungs- und modeabhängigen Publikums :-).
>>>> Thermo-Armaturen finde ich hinter DLE's als ungeeignet.
>>>Da sind sie, im Gegenteil, sehr gut geeignet.
>> Keineswegs:
>doch.
>> Der übliche DLE liefert umso heißeres Wasser, je geringer der
>> Durchfluß ist.
>Stimmt so nur bedingt. Der übliche, hydraulisch gesteuerte DLH braucht
>einen Mindestdurchfluss von 9l/min um überhaupt zu schalten.
Je höher der Mindestdurchfluß ist, umso mehr wird zusätzlicher
Kaltwasserausfluß den Gegendruck erhöhen und damit den Durchfluß
des DLE verringern und dessen Ausflußtemperatur erhöhen.
>Außerdem reagieren die recht träge, was dazu führt, dass du beim duschen
>schonmal einen kalten Schwall abbekommst, wenn eine weitere Zapfstelle (zu
>schnell) geöffnet wird.
>Und genau deshalb machen Thermostatarmaturen gerade hinter einem DLH Sinn.
Du betrachtest einen völlig anderen Fall als den, welchen ich
erläutert habe. Mein Fall ist aber der häufigere :-):-).
>Bei elektronisch gesteuerten kann man drüber streiten, allerdings bin ich
>der meinung, dass sie auch dort Sinn machen können, wenn der Weg zwischen
>DLH und Zapfstelle mit Thermostat recht weit ist. Dann nämlich kannst du
>nicht einfach den DLH auf deine Wunsch-Duschtemperatur einstellen; bis das
>Wasser da ist, hat es dann u.U.locker ein zwei Grad verloren und fühlt sich
>"kalt" an (zumindest aber "ist *mir* zu kalt).
>Mit Thermostatarmatur stelltst du einfach den DLH fünf Grad höher ein und
>regelst das am Thermostaten aus.
Auch Du setzt voraus, daß der DLE *mit* nachgeschaltetem Thermostat
heißeres Wasser liefern muß als ohne. Er wird also oft schneller
verkalken. Wenn ich eine gut bedienbare Armatur habe, ist es ein
Klacks, die Ausflußtemperatur jederzeit passend einzustellen und zur
Belohnung auch noch die Kosten für den Thermostaten zu sparen.
>> Weshalb man keine Membranen herstellen können soll, die in kaltem
>> Wasser mehr als zwanzig Jahre halten, ist mir unverständlich.
>Dir ist schon klar, dass Elastomere altern?
>Irgendwann sind die Weichmacher raus, fertig.
Unterschiedliche Elastomere altern unterschiedlich schnell.
All das weiß aber der Hersteller. Du willst sicher nicht behaupten,
es sei prinzipiell unmöglich, eine Membran zu machen, die mehr
als zwanzig Jahre hält? Sie muß doch nichtmal aus Elastomer sein.
Grüße,
H.
> Volker Neurath wrote:
>
>>> Einhebelmischer werden imho überwiegend hergestellt, weil
>>> sie billiger zu machen sind,
>
>>[] du kennst den aufbau eines Einhebelmischers und seiner Steuerpatrone.
>
> Das ist kein Argument bezüglich der Herstellungskosten und der
doch. Denn ein einhebelmischer ist im Gegenteil *komplizierter* als eine
klassische Zweigriffarmatur
>>Außerdem reagieren die recht träge, was dazu führt, dass du beim duschen
>>schonmal einen kalten Schwall abbekommst, wenn eine weitere Zapfstelle (zu
>>schnell) geöffnet wird.
>>Und genau deshalb machen Thermostatarmaturen gerade hinter einem DLH Sinn.
>
> Du betrachtest einen völlig anderen Fall als den,
keineswegs. Es sei denn du drehst beim duschen das Wasser nur soweit auf,
dass es gerade reicht, den DLH zur Mitarbeit zu bewegen.
Dann allerdings wärst du ein echter sonderling.
> Auch Du setzt voraus, daß der DLE *mit* nachgeschaltetem Thermostat
> heißeres Wasser liefern muß als ohne.
Lies nochmal genau.
Für mich ist an dieser Stelle EOD wegen deiner Lernresistenz.
>>>[] du kennst den aufbau eines Einhebelmischers und seiner Steuerpatrone.
>> Das ist kein Argument bezüglich der Herstellungskosten und der
>doch. Denn ein einhebelmischer ist im Gegenteil *komplizierter* als eine
>klassische Zweigriffarmatur
Komplexität allein sagt nix über die Herstellkosten. Sonst könnten wir
keinen PC bezahlen.
>keineswegs. Es sei denn du drehst beim duschen das Wasser nur soweit auf,
>dass es gerade reicht, den DLH zur Mitarbeit zu bewegen.
>Dann allerdings wärst du ein echter sonderling.
Ich drehe soweit auf, bis bei der am DLE gewählten Stufe das Wasser
die richtige Temperatur hat.
>> Auch Du setzt voraus, daß der DLE *mit* nachgeschaltetem Thermostat
>> heißeres Wasser liefern muß als ohne.
>Lies nochmal genau.
Wenn der DLE nicht heißeres Wasser liefert als gebraucht, könnte der
Thermostat nicht, wie von Dir gefordert, mit geringer Trägheit durch
Zumischen von kaltem Wasser regeln.
>Für mich ist an dieser Stelle EOD wegen deiner Lernresistenz.
Gern. Vielleicht hattest Du nur nicht die richtigen Argumente?
Grüße,
H.