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Ausdehnungsgefäß Reflex Herstellungsdatum?

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Wolfgang Martens

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Feb 2, 2016, 5:32:20 PM2/2/16
to
Wie ist in der Seriennummer der Reflex-N Ausdehnungsgefäße das
Herstellungsdatum verschlüsselt?
C 06261063 dann eine Raute (definitiv vor 2004)
C 0913 0385 dann ein Stern (definitiv vor 2004)
15P 0324 01015
15P 0211 00286

Altern die Membranen bei Lagerung ohne Wasserkontakt genauso schnell
wie verwendete Gefäße?

mfG Wolfgang Martens

Michel Sauter

unread,
Feb 4, 2016, 10:53:17 AM2/4/16
to
die "neuere" Zählweise der Jahre beginnt bei Reflex im Jahr 2001.
Und zwar so: A = 2001; B =2002; usw.. P steht für das Jahr 2015. Die
Jahreszahl wird auch vorangestellt, also 15P..... oder für das Jahr 2005
05E....

Im Normalfall ist bei ausgebautem ADG auf der Gasseite eine vom
Hersteller aufgebrachte Stickstofffüllung, die Wasserseite ist gegen
Atmosphäre offen. Deshalb dürfte die Alterung nicht so schnell von
statten gehen. Allerdings würde ich ein ADG aus 2006 nicht mehr
verwenden. Ein 50 Liter ADG z. B. kostet nur ca. 130,--€.

mfg M.

Wolfgang Martens

unread,
Feb 4, 2016, 7:13:51 PM2/4/16
to
Am 04.02.2016 um 16:54 schrieb Michel Sauter:
>> Wie ist in der Seriennummer der Reflex-N Ausdehnungsgefäße das
>> Herstellungsdatum verschlüsselt?

> die "neuere" Zählweise der Jahre beginnt bei Reflex im Jahr 2001.
> Und zwar so: A = 2001; B =2002; usw.. P steht für das Jahr 2015.
> Die Jahreszahl wird auch vorangestellt, also 15P

Vielen Dank, genau danach habe ich gesucht.

Weitere Frage: Zum Druck nachfüllen gibt es teure Anschlussschläuche
(Füllgarnituren) und Gefäßfüller-Dosen, entweder mit brennbarem Gas
(Propan, Butan) oder unbrennbar (früher R134a, heute irgendwelche
Treibgase) und Zauberzusätze (oft Alkohol).
Schwere Stickstoffdruckflaschen scheinen nicht üblich zu sein.

Am einfachsten wäre Luft zu verwenden mit Kompressor und
Manometerreifenfüller.
Ist dabei der Sauerstoffeintrag wirklich so kritisch wie teilweise
behauptet, oder ist das übliche Praxis?
100L Luft, ~30g Sauerstoff, ~110-140g Rost. Spielt das im Rohrnetz
überhaupt eine Rolle?

mfG Wolfgang Martens

Jürgen Exner

unread,
Feb 4, 2016, 8:19:00 PM2/4/16
to
Wolfgang Martens <na350...@t-online.de> wrote:
[...]
>Am einfachsten wäre Luft zu verwenden mit Kompressor und
>Manometerreifenfüller.
>Ist dabei der Sauerstoffeintrag wirklich so kritisch wie teilweise
>behauptet, oder ist das übliche Praxis?
>100L Luft, ~30g Sauerstoff, ~110-140g Rost. Spielt das im Rohrnetz
>überhaupt eine Rolle?

Nein, im Rohrnetz spielt es ueberhaupt keine Rolle, weil die Druckluft
nie bis ins Rohrnetz kommt.
Es gibt aber Behauptungen, dass der Sauerstoff die Membran im MAG
vorzeitig altern laest. Ob dies wirklich relevant und in der Praxis
merkbar ist, wer weiss.

jue

Wolfgang Martens

unread,
Feb 5, 2016, 4:29:46 AM2/5/16
to
Am 05.02.2016 um 02:19 schrieb Jürgen Exner:
> Wolfgang Martens wrote: [...]
>> Am einfachsten wäre Luft zu verwenden mit Kompressor und
>> Manometerreifenfüller. Ist dabei der Sauerstoffeintrag wirklich
>> so kritisch wie teilweise behauptet, oder ist das übliche
>> Praxis? 100L Luft, ~30g Sauerstoff, ~110-140g Rost. Spielt das im
>> Rohrnetz überhaupt eine Rolle?
>
> Nein, im Rohrnetz spielt es ueberhaupt keine Rolle, weil die
> Druckluft nie bis ins Rohrnetz kommt.

Leider diffundiert mit den Jahren das Füllgas durch die Gummimembran
in das Heizungswasser. Hier wird von 8-12% Verlust/Jahr gesprochen:
www.ikz.de/uploads/media/Sanitaer-_und_Heizungstechnik.pdf

Was ich nicht weiß ist ob der Sauerstoffanteil dann an Eisenrohren und
Blechheizkörpern komplett in Rost umgesetzt wird, oder ob ein Teil,
wie der Stickstoff, oben in der Anlage ausgast und beim entlüften mit
entfernt wird.
Der Rost könnte sich problemlos verteilen oder auch als Lochfraß
konzentrieren.

mfG Wolfgang Martens

Michel Sauter

unread,
Feb 5, 2016, 9:51:48 AM2/5/16
to
Am 05.02.2016 00:13, schrieb Wolfgang Martens:

>[...]
> Weitere Frage: Zum Druck nachfüllen gibt es teure Anschlussschläuche
> (Füllgarnituren) und Gefäßfüller-Dosen, entweder mit brennbarem Gas
> (Propan, Butan) oder unbrennbar (früher R134a, heute irgendwelche
> Treibgase) und Zauberzusätze (oft Alkohol).
> Schwere Stickstoffdruckflaschen scheinen nicht üblich zu sein.
Um Gottes Willen, willst du hier eine Bombe bauen?

Finger weg von so einem Kram mit "Zaubermittelchen". Stickstoff (zur Not
Luft) und gut ist. Anderes Zeugst macht dir deine Membrane schneller
kaputt wie du die Füllarmatur abziehen kannst. Ich bin zwar nicht vom
Fach (habe da nur einen Freak gefragt), aber ich weiss, dass Gummi nicht
Gummi ist und die Hersteller auch sparen müssen.


>
> Am einfachsten wäre Luft zu verwenden mit Kompressor und
> Manometerreifenfüller.
> Ist dabei der Sauerstoffeintrag wirklich so kritisch wie teilweise
> behauptet, oder ist das übliche Praxis?
> 100L Luft, ~30g Sauerstoff, ~110-140g Rost. Spielt das im Rohrnetz
> überhaupt eine Rolle?

Die Membrane trennt doch gerade m.W.n. das Gas vom Medium (Heizung).
Wenn nicht, dann isses eh kaputt.

mfg M.

Maik Koenig

unread,
Feb 6, 2016, 5:07:59 PM2/6/16
to
Am 05.02.2016 um 15:52 schrieb Michel Sauter:

> Die Membrane trennt doch gerade m.W.n. das Gas vom Medium (Heizung).
> Wenn nicht, dann isses eh kaputt.

Nein. Der Sauerstoff diffundiert durch die Membran hindurch. Genauer:
Jedes Gas macht das über kurz oder lang. Das ist vollkommen normal und
bekannt.

Man soll eigentlich keinen Sauerstoff in das MAG einbringen weil der
innerhalb des Systems (nach der Diffusion natürlich erst) Schaden
anrichten kann.

Greetz,
MK
--
Kopp-Verlag-Gläubige, Religionsdeppen, rechte Vollidioten
und ähnlicher Bio-Abfall werden ohne Hinweis ignoriert!

Maik Koenig

unread,
Feb 6, 2016, 5:08:00 PM2/6/16
to
Am 05.02.2016 um 00:13 schrieb Wolfgang Martens:

> Am einfachsten wäre Luft zu verwenden mit Kompressor und
> Manometerreifenfüller.
> Ist dabei der Sauerstoffeintrag wirklich so kritisch wie teilweise
> behauptet, oder ist das übliche Praxis?
> 100L Luft, ~30g Sauerstoff, ~110-140g Rost. Spielt das im Rohrnetz
> überhaupt eine Rolle?

Naja. Theoretisch ja. Praktisch interessiert das ausser einem Lehrer
wirklich niemanden wirklich, man nimmt schlicht einen Kompressor und fertig.

Wolfgang Martens

unread,
Feb 6, 2016, 7:11:04 PM2/6/16
to
Am 06.02.2016 um 23:04 schrieb Maik Koenig:
> Der Sauerstoff diffundiert durch die Membran hindurch. Man soll
> eigentlich keinen Sauerstoff in das MAG einbringen weil der
> innerhalb des Systems (nach der Diffusion natürlich erst) Schaden
> anrichten kann.

> Naja. Theoretisch ja. Praktisch interessiert das ausser einem
> Lehrer wirklich niemanden wirklich, man nimmt schlicht einen
> Kompressor und fertig.

Wie jetzt, den Monteuren ist bewusst dass der Sauerstoff Schaden
anrichten kann, aber sie füllen trotzdem mit Luft nach?
Frei nach der Methode, wenns durchrostet gibt es einen neuen Auftrag?

mfG Wolfgang Martens


Jürgen Exner

unread,
Feb 6, 2016, 7:26:56 PM2/6/16
to
Wolfgang Martens <na350...@t-online.de> wrote:
>Am 06.02.2016 um 23:04 schrieb Maik Koenig:
>> Der Sauerstoff diffundiert durch die Membran hindurch. Man soll
>> eigentlich keinen Sauerstoff in das MAG einbringen weil der
>> innerhalb des Systems (nach der Diffusion natürlich erst) Schaden
>> anrichten kann.
>
>> Naja. Theoretisch ja. Praktisch interessiert das ausser einem
>> Lehrer wirklich niemanden wirklich, man nimmt schlicht einen
>> Kompressor und fertig.
>
>Wie jetzt, den Monteuren ist bewusst dass der Sauerstoff Schaden
>anrichten kann, aber sie füllen trotzdem mit Luft nach?

Das bischen Sauerstoff, das aus dem sehr begrenzten Vorrat im MAG durch
die Membran in den Heizkreislauf diffundiert, spielt wirklich keine
Rolle. Oder fuellst du etwa deine Heizungsanlage mit vollstaendig
entgastem Wasser? Falls du einfaches Wasser aus der Wasserleitung nehmen
solltest, dann hast du damit schon sehr viel Sauerstoff eingebracht, als
aus dem MAG jemals nachdiffundieren koennte.

>Frei nach der Methode, wenns durchrostet gibt es einen neuen Auftrag?

Eher frei nach der Methode lass die Kirche im Dorf.

jue

Wolfgang Martens

unread,
Feb 6, 2016, 8:35:31 PM2/6/16
to
Am 07.02.2016 um 01:26 schrieb Jürgen Exner:
> Das bischen Sauerstoff, das aus dem sehr begrenzten Vorrat im MAG
> durch die Membran in den Heizkreislauf diffundiert, spielt
> wirklich keine Rolle. Oder fuellst du etwa deine Heizungsanlage
> mit vollstaendig entgastem Wasser? Falls du einfaches Wasser aus
> der Wasserleitung nehmen solltest, dann hast du damit schon sehr
> viel Sauerstoff eingebracht, als aus dem MAG jemals
> nachdiffundieren koennte.

Ich denke nicht dass das im Vergleich zu vernachlässigen ist.

Wer ein 50L MAG wegen Diffusionsverlust z.B. von 0,3 auf 1 bar mit
Luft nachfüllt bringt 20g Sauerstoff ein.
Wer eine Heizung mit 300L 14°C Leitungswasser neu füllt bringt 3g
Sauerstoff ein, falls das Wasser vollständig gesättigt war (10mg/L).
Und nach dem ersten Aufheizen auf 50°C ist davon gleich grob die
Hälfte ausgegast.

mfG Wolfgang Martens


Thomas Prufer

unread,
Feb 7, 2016, 3:14:08 AM2/7/16
to
On Sat, 6 Feb 2016 23:01:11 +0100, Maik Koenig <usene...@maikkoenig.de> wrote:

>Naja. Theoretisch ja. Praktisch interessiert das ausser einem Lehrer
>wirklich niemanden wirklich, man nimmt schlicht einen Kompressor und fertig.

Man könnte, so man sich über Sauerstoff im MAG Sorgen macht, auch einen
CO2-Kapsel-Fahrradreifenaufpumper nehmen. Gibt's auch mit Dosierventil und
Manometer, z.B.
<https://www.rosebikes.de/artikel/xtreme-rocket-drive-iii-c02-pumpe>

Kost nicht die Welt, hat man schon, kann man leihen...

(Bei uns haben die Instis entweder mit einer Flasche Druck-Gas --Stickstoff?
Druckluft?-- oder einer Fahrradpumpe mit verlängertem Schlauch nachgefüllt.)


Thomas Prufer


Wolfgang Martens

unread,
Feb 7, 2016, 10:01:06 AM2/7/16
to
Am 07.02.2016 um 09:14 schrieb Thomas Prufer:
> Man könnte, so man sich über Sauerstoff im MAG Sorgen macht, auch
> einen CO2-Kapsel-Fahrradreifenaufpumper nehmen.

Gute Idee, Ventiladapter bei ebay 10€, für 100L Gas braucht man 200g
CO2 (12 Patronen).
40°C Wasser löst 1g/L, da wird der MAG Diffusionsverlust viele Jahre
gelöst ohne lästig auszugasen.
Leider ist CO2 nicht inert. Die sich bildende Kohlensäure senkt den
Wasser pH, hier steht was von ph 3,7:
http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/didaktik_der_chemie/kernpraktikumfriese/loeslichkeit_von_gasen_in_wasser__kohlenstoffdioxid_.pdf.

Stellt sich die Frage ob das besser ist wie der Rost bei
Luftnachfüllung.

mfG Wolfgang Martens

Martin Kienass

unread,
Feb 8, 2016, 2:40:03 AM2/8/16
to
Wolfgang Martens <na350...@t-online.de> schrieb:
Nun wird es ja einige Zeit dauern, bis CO2 in nennenswerten Mengen
durch die Membran des Ausdehnungsgefäßes hindurchdiffundiert ist und
mit dem Heizungswasser zu Kohlensäure reagieren kann. _Wenn_ das
allerdings passiert und sich der pH-Wert dadurch aus dem (schwach)
alkalischen Bereich in Richtung Säure bewegt, dann gibts
Korrosionsprobleme an fast allen metallischen Werkstoffen, die in
einer Heizungsanlage zu finden sind.

Also besser kein CO2 ins MAG.



--
______________
/schüüüüüüüüß Martin Kienaß
Hamburg (Germany)
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