ich möchte zwischen Wohn- und Esszimmer eine Wand entfernen (so viel wie
möglich). Nun ist mir die Sache allerdings zu heikel, was die Statik angeht.
Weiß jemand, welche Handwerksbetriebe so etwas machen?
Timo
"Timo Reichert" <timo.r...@t-online.de> schrieb:
> ich möchte zwischen Wohn- und Esszimmer eine Wand entfernen (so viel wie
> möglich). Nun ist mir die Sache allerdings zu heikel, was die Statik angeht.
>
> Weiß jemand, welche Handwerksbetriebe so etwas machen?
Hmmm. >:->
Handwerker? Ich würde lieber einen Statiker nach seiner Meinung fragen
und dann wenn er grünes Licht gibt eventuell die Arbeit doch selbst
ausführen.
Aber IMHO: Wenn es eine tragende Wand ist (Du befürchtest das ja
offenbar?), dann darfst Du bestimmt nicht einfach einen Teil raushauen.
Hast Du die Baupläne oder bist Du auf Deinen siebten Sinn angewiesen?
Andrea
danke für Deine Antwort.
Die Wand ist nicht tragend. Die Balken laufen parallel zu dieser Wand. Die
Wand steht auf einer Betondecke. Allerdings steht auf der Wand einen Stock
darüber die gleiche Wand. Und jetzt vermute ich mal, dass die untere Wand
die obere trägt.
Die Wand ist ca. 3,8m breit, 2,4m hoch und in der rechten unteren Ecke ist
eine ca. 0,8x0,8m große Öffnung (Offener Kamin) *ohne* Sturz. Desweiteren
ist in der Mitte eine Tür.
Das mit dem Statiker habe ich mir auch schon überlegt, habe allerdings
keinen Plan, was so etwas kostet. Habe das Haus erst gekauft und das Geld
ist knapp. weißt Du, was so ein Statiker kostet ?
Pläne habe ich nur die von 1929, als das Haus gebaut wurde. Falls Du
interesse hast : http://home.t-online.de/home/timo.reichert/
Es geht ums Erdgeschoß. Die Wand zwischen den 2 großen Zimmern.
Viele Grüße
Timo
"Andrea Glatthor" <a...@andrea-glatthor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9l9pjt.3...@svbuc.de...
auf jeden fall. Mit Statiker.
Asgard
> Die Wand ist nicht tragend. Die Balken laufen parallel zu dieser Wand.
Die
> Wand steht auf einer Betondecke. Allerdings steht auf der Wand einen
Stock
> darüber die gleiche Wand. Und jetzt vermute ich mal, dass die untere Wand
> die obere trägt.
Hallo Timo,
genau dasselbe hätte auch ich schreiben können. Wir haben ein altes
Zechenhaus BJ 1923 und möchten auch eine Wand im EG zwischen Küche und
Wohnzimmer entfernen. Diese Wand scheint auch keine tragende Wand zu sein,
allerdings ist an der selben Stelle im 1. OG auch eine Wand, und ein
befreundeter Bauingenieur sagte dazu, dann dürfte die untere Wand auf
keinen Fall ohne Stahlträger entfernt werden. Wir haben allerdings keine
Betondecken, sondern Holzdecken.. weiss jemand, ob es dann anders geandhabt
werden kann? Ich werde diesen Thread aufmerksam verfolgen und bin sehr
gespannt, wie Du das Problem denn dann lösen wirst!
Viele Grüße
Simone
Timo Reichert wrote:
> ... Und jetzt vermute ich mal, dass die untere Wand
> die obere trägt.
richtig erkannt. und dazu kommt noch ein nicht unerheblicher Anteil aus
dem Dachstuhl.
theoretisch kann man die Wand komplett ersetzen und vom Statiker einen
Unter- oder Überzug ausrechnen lassen, praktisch wird man sich genau
überlegen müssen wie viel man ausgeben will.
Gruß,
Robert
Gruss Carsten
>>[Wand auf Betondecke]
>> darüber die gleiche Wand. Und jetzt vermute ich mal, dass die untere Wand
>> die obere trägt.
eine gesunde Vermutung.
>Wohnzimmer entfernen. Diese Wand scheint auch keine tragende Wand zu sein,
>allerdings ist an der selben Stelle im 1. OG auch eine Wand, und ein
>befreundeter Bauingenieur sagte dazu, dann dürfte die untere Wand auf
>keinen Fall ohne Stahlträger entfernt werden.
wieso scheint es dann keine tragende Wand zu sein?
>Wir haben allerdings keine
>Betondecken, sondern Holzdecken.. weiss jemand, ob es dann anders geandhabt
>werden kann?
dann ist der Fall ja noch klarer. Glaub ausnahmsweise dem Bau-Ing., auch
wenn es der Hausfreund ist ;-)
Gruss
Theo
>>Wir haben allerdings keine
>>Betondecken, sondern Holzdecken.. weiss jemand, ob es dann anders geandhabt
>>werden kann?
>dann ist der Fall ja noch klarer. Glaub ausnahmsweise dem Bau-Ing., auch
>wenn es der Hausfreund ist ;-)
War bei unseren Holzbalkendecken immer der Meinung, daß die im
Obergeschoß stehenden Wände auf den Balken stehen und die Last von
diesen aufgenommen wird.
Diese sind ca 8 Meter lang, 30 x 30 cm und werden in der Mitte im
Erdgeschoß von einer querlaufenden 24er Wand gestützt.
Die anderen Wände im Erdgeschoß, die in Richtung der Balken unter
diesen sind, sind nur 12 cm stark.
Denkfehler?
Ohne Fachmann würde ich da aber auch nichts rausnehmen.
Lutz
--
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>War bei unseren Holzbalkendecken immer der Meinung, daß die im
>Obergeschoß stehenden Wände auf den Balken stehen und die Last von
>diesen aufgenommen wird.
Gemauerte Wand auf Holzbalken ist IMHO nicht zulässig, da dürfte die
Wand irgendwann weggearbeitet sein.
>Diese sind ca 8 Meter lang, 30 x 30 cm und werden in der Mitte im
>Erdgeschoß von einer querlaufenden 24er Wand gestützt.
Typische Bauweise bei Holzbalkendecken.
>Die anderen Wände im Erdgeschoß, die in Richtung der Balken unter
>diesen sind, sind nur 12 cm stark.
wenn keine Träger drin sind sollte es eigentlich im OG keine gemauerte
Wand geben die keine gemauerte Wand im EG unter sich hat.
>
>Ohne Fachmann würde ich da aber auch nichts rausnehmen.
besser is das. Obwohl mir mal einer der es wissen muss sagte, die
meisten Häuser halten aus Gewohnheit und nicht wegen Einhaltung der
statischen Anforderungen.
Gruss
Theo
>Gemauerte Wand auf Holzbalken ist IMHO nicht zulässig, da dürfte die
>Wand irgendwann weggearbeitet sein.
Hm. Die Ziegel stehen wirklich direkt auf den Balken (Baujahr ca.
1904). Keine Risse im Mauerwerk zu sehen, falls du das meinst. Balken
1a Zustand (hatte einige Dielen und Schüttung rausgenommen wegen
Badrenovierung im Obergeschoß).
>wenn keine Träger drin sind sollte es eigentlich im OG keine gemauerte
>Wand geben die keine gemauerte Wand im EG unter sich hat.
Das stimmt weitestgehend, bis auf ca. 2,5 Meter, bei denen eine Wand
im OG wirklich nur auf dem Balken steht. Die Wand darunter ist 'einen
Balken weiter', was ja statisch nichts bringt.
>>Ohne Fachmann würde ich da aber auch nichts rausnehmen.
>besser is das. Obwohl mir mal einer der es wissen muss sagte, die
>meisten Häuser halten aus Gewohnheit und nicht wegen Einhaltung der
>statischen Anforderungen.
Ja, ich denke, auch hier sind von der Lastverteilung noch eine Menge
Reserven drin. Wird nur kritisch, wenn die Balken Schaden nehmen.
Gruss
Theo
>wirklich ne Ziegelwand längs auf einen Balken gemauert? Hab ich noch nie
>gehört, das sowas mal gemacht wurde. Aber früher hatten die ganz andere
>Bauzeiten, da war der Balken wohl längst knochentrocken wenn die Wand
>draufkam. Sitzt denn die unterste Lagerfuge direkt auf dem Holz oder ist
>da irgendeine Sperrschicht zwischen?
Da ist nichts zwischen. Bin deswegen so sicher, weil ich gerade heute
in dem einen Flur den Putz, der nun auch schon 100 Jahre auf dem
Buckel hat, abgehackt habe (staubige Angelegenheit, da ziemlich
trocken). Bin mit meiner Sanierung nun langsam rum.
Bei der Gelegenheit habe ich aus aktuellem Anlaß nochmal den Verlauf
der Wände inspiziert, ist so wie beschrieben.
Kann also bei Bedarf mal ein Bild ins Web stellen, wenn Interesse
besteht.
Kann natürlich sein, daß das schon damals Pfusch war, ansonsten ist
der Bau aber recht solide. Würde mich wundern.
>Kann also bei Bedarf mal ein Bild ins Web stellen, wenn Interesse
>besteht.
glaubs Dir.
>Kann natürlich sein, daß das schon damals Pfusch war, ansonsten ist
>der Bau aber recht solide. Würde mich wundern.
glaub ich auch nicht, um 1900 gabs auf dem Bau noch die Prügelstrafe ;-)
und der Meister war auf dem Bau anstatt im Büro Computer zu quälen.
Gruss
Theo