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Erfahrung mit nachträglicher Dammung

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Dirk Janssen

unread,
Oct 8, 2002, 2:16:30 PM10/8/02
to
Hallo,

hat schon jemand Erfahrungen mit nachträglicher Perlite-Dämmung (z.B.
"Hyperdämm") gemacht, der in den Hohlraum einer Altbauwand eingeblasen wird?
Es gibt ja eine Menge Unternehmen, die so etwas machen, z.B. Innodämm usw.

Wäre dankbar für jede Info.

Gruß
Dirk


Matthias Frank

unread,
Oct 9, 2002, 7:53:59 AM10/9/02
to

Dirk Janssen schrieb:

> Hallo,
>
> hat schon jemand Erfahrungen mit nachträglicher Perlite-Dämmung (z.B.
> "Hyperdämm") gemacht, der in den Hohlraum einer Altbauwand eingeblasen wird?
> Es gibt ja eine Menge Unternehmen, die so etwas machen, z.B. Innodämm usw.

Hast du da mal einen Link.

Mfg
Matthias

Steffen Heinz

unread,
Oct 9, 2002, 4:38:33 AM10/9/02
to

"Dirk Janssen" <DJ...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:anv3vf$v0p$1...@news.online.de...

> Hallo,
>
> hat schon jemand Erfahrungen mit nachträglicher Perlite-Dämmung (z.B.
> "Hyperdämm") gemacht, der in den Hohlraum einer Altbauwand eingeblasen
wird?
> Es gibt ja eine Menge Unternehmen, die so etwas machen, z.B. Innodämm usw.

lohnt sich nur (richtig) wenn der zwischernraum "dick" genug ist.bei unter 3
cm würde ich es lassen.
schwirigkeiten gibts um die fenster herum, ußerdem muß nach einiger zeit
nachgeblasen werden, weil das zeugs nachsackt.
um ne brauch bare energieersparnis zu erreichen sollte die isolierung 12 cm
sein, (tendenz steigend).

steffen


Dirk Janssen

unread,
Oct 12, 2002, 3:19:00 AM10/12/02
to
> Hast du da mal einen Link.

Ja, es steht etwas bei www.innodaemm.de und www.perlite.de

Gruß
Dirk

Dirk Janssen

unread,
Oct 12, 2002, 3:22:49 AM10/12/02
to
> schwirigkeiten gibts um die fenster herum, ußerdem muß nach einiger zeit
> nachgeblasen werden, weil das zeugs nachsackt.
> um ne brauch bare energieersparnis zu erreichen sollte die isolierung 12 cm
> sein, (tendenz steigend).

Das Haus ist von 1960, hat 5 cm Luftschicht. Um die Fenster und so
soll "angeblich" kein Problem sein, da wir sowieso Totalsanierung
machen. Der Mensch sagte, es werden von Innen dann eine Menge Löcher
in die Wände gebohrt, auch unter den Fenstern und so das Zeug in die
Hohlschicht geblasen.

Es soll ja kein Niedrigenergiehaus werden, aber ich denke 5 cm Dämmung
ist besser als 5 cm Luftschicht und das Wohnklima wird dadurch im
Winter angenehmer.

Hat schon irgendwer hier so etwas machen lassen?

Gruß
Dirk

Robert Pflüger

unread,
Oct 12, 2002, 10:19:16 AM10/12/02
to
HAllo,

wichtig ist eine möglichst genaue Bestandsaufnahme der bestehenden Wand
x cm Innenputz aus Gipsputz
xx cm Mauerwerk aus Material/Rohdichte (eventuell annahme aufgrund der
Bauzeit)
x cm Luftschicht (nach Norm Hinterlüftet oder nicht ec.
xx cm vorgesetzte Fassade aus ...


dann die neue Dämmung noch mit einbeziehen und rechnen (sowohl
Wasserdampf als auch Wärmedämmung)
...und dann die Problembereiche extra betrachten.
vorher würd ich mich nicht festlegen.


Dirk Janssen wrote:
> ... , aber ich denke 5 cm Dämmung


> ist besser als 5 cm Luftschicht

das ist zumeist falsch

> und das Wohnklima wird dadurch im
> Winter angenehmer.

warum?

--
Grüße,

Robert

Steffen Heinz

unread,
Oct 13, 2002, 5:06:29 AM10/13/02
to

"Robert Pflüger" <robert....@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:3DA82F64...@gmx.net...
> HAllo,

>
> Dirk Janssen wrote:
> > ... , aber ich denke 5 cm Dämmung
> > ist besser als 5 cm Luftschicht
>
> das ist zumeist falsch

warum?

die kritische luftspaltgröße beginnt bei 3 cm
ab 3 cm wälst dich die luft im luftspalt um und veringert so die isolierende
wirkung.

trotzdem, 5 cm finde ich viel zuw enig als isolation.

>
> > und das Wohnklima wird dadurch im
> > Winter angenehmer.
>
> warum?

ganz evtl etwas wärmer wände

steffen


Robert Pflüger

unread,
Oct 13, 2002, 10:23:09 AM10/13/02
to
HAllo,

Steffen Heinz wrote:
> ...


> > Dirk Janssen wrote:
> > > ... , aber ich denke 5 cm Dämmung
> > > ist besser als 5 cm Luftschicht
> >
> > das ist zumeist falsch
>
> warum?
>
> die kritische luftspaltgröße beginnt bei 3 cm
> ab 3 cm wälst dich die luft im luftspalt um und veringert so die isolierende
> wirkung.

wenn es eine Hinterlüftung ist, also dazu gedacht die durch die Wand
diffundierende Feuchtigkeit zu "entsorgen" so wird das Auffüllen des
Spaltes mit Dämmung sehr wahrscheinlich, um nicht zu sagen zwangsläufig,
zu Bauschäden führen. Wobei es durchaus mehrere Jahre dauern kann bis
das System kippt.

--
Grüße,

Robert

Reinhold Bensch

unread,
Oct 13, 2002, 11:38:16 AM10/13/02
to

"Robert Pflüger" <robert....@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:3DA981CD...@gmx.net...

> wenn es eine Hinterlüftung ist, also dazu gedacht die durch die Wand
> diffundierende Feuchtigkeit zu "entsorgen" so wird das Auffüllen des
> Spaltes mit Dämmung sehr wahrscheinlich, um nicht zu sagen zwangsläufig,
> zu Bauschäden führen. Wobei es durchaus mehrere Jahre dauern kann bis
> das System kippt.

(: ) Ich seh das so:
Was dämmt, das ist träge Luft im Zwischenraum.
Schüttet man lufthaltige Mineralkörner da hinein,
dann wird die Luft noch träger; sie bewegt sich langsamer.

Die Mineralkörner nehmen das Klima im Zwischenraum an;
sie wirken klima-ausgleichend.
(: ) Reinhold Bensch


Robert Pflüger

unread,
Oct 13, 2002, 1:45:25 PM10/13/02
to
Hallo,

Reinhold Bensch wrote:
> ...


> Die Mineralkörner nehmen das Klima im Zwischenraum an;
> sie wirken klima-ausgleichend.

> ...

Deine Dämmung wird ab Beginn der Heizperiode immer feuchter, je feuchter
die Wärmedämmung wird um so schlechter ist die Dämmwirkung, wenn man
Pech hat ist sie irgendwann naß (freies Wasser, das gefriert ..).
.

an der Südfassade wird im Laufe des Sommers mehr Wasser aus der Dämmung
verschwinden als an der Nordfassade.
Wenn alles Wasser im Sommer austrocknen kann hat man Glück und die Sache
bleibt unauffällig, andernfalls ... :-(

--
Grüße,

Robert

Dirk Janssen

unread,
Oct 16, 2002, 3:56:29 PM10/16/02
to
> wenn es eine Hinterlüftung ist, also dazu gedacht die durch die Wand
> diffundierende Feuchtigkeit zu "entsorgen" so wird das Auffüllen des
> Spaltes mit Dämmung sehr wahrscheinlich, um nicht zu sagen zwangsläufig,
> zu Bauschäden führen. Wobei es durchaus mehrere Jahre dauern kann bis
> das System kippt.

Und genau das soll lt. der Hersteller nicht passieren, da das Zeug (Perlite)
die Diffusion nicht beeinträchtigen soll.

Hm, jetzt bin ich genau so schlau wie vorher. :-(


Werner Reimann

unread,
Oct 17, 2002, 1:18:39 PM10/17/02
to
Dirk Janssen schrieb in der newsgroup de.rec.heimwerken:

> >
> > diffundierende Feuchtigkeit zu "entsorgen" so wird das Auffüllen des
> > Spaltes mit Dämmung ...
> > zu Bauschäden führen. >

> Und genau das soll lt. der Hersteller nicht
> passieren, da das Zeug (Perlite)
> die Diffusion nicht beeinträchtigen soll.
>

Tja da hilft nur der Griff in die Brieftasche: laß Dir von einem
Statiker ein Glaserdiagramm der Mauer ( mit Dämmung ) berechnen. Dann
weiß man's.

viele Grüße
Werner

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