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Wasserleitung durch die Wand legen?

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Carsten Kaemmerer

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Mar 17, 1997, 3:00:00 AM3/17/97
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Hallo!

In einer Wohnung, die wir mieten wollen, wollen wir in einem Raum
Wasser haben, wo kein Wasseranschluss ist.

Gluecklicherweise liegt hinter der einen Wand dieses Raumes das
Badezimmer mit dem Waschbecken genau an der Stelle, wo auf der anderen
Seite der Wasseranschluss hin soll.

Dazu habe ich ein paar Fragen:

Wie aufwendig ist es wohl, von den Zu-/Ableitungen des Waschbeckens
einen Wasseranschluss auf die andere Seite der Wand zu legen? (Die
Leitungen des Waschbeckens liegen wie ueblich unter Putz)

Von wo gehe ich vor? Von der Waschbecken-Seite aus? Da sind Fliesen,
die am besten nicht beschaedigt werden sollen...

Muss der Vermieter davon in Kenntnis gesetzt werden? (Ich denke:
Sicher) Kann er nein sagen?

Was sagt der Gesetzgeber/die Versicherung, wenn man es selber macht
und es kaeme hinterher irgendwann zu einem Wasserschaden? (Zwar
unwahrscheinlich, aber trotzdem interessant)

Was wuerde das wohl kosten, wenn man es von einer Firma machen liesse?

Carsten

Ulrich Jungmann

unread,
Mar 18, 1997, 3:00:00 AM3/18/97
to

Hallo Carsten!

Carsten Kaemmerer wrote:
> Wie aufwendig ist es wohl, von den Zu-/Ableitungen des Waschbeckens
> einen Wasseranschluss auf die andere Seite der Wand zu legen? (Die
> Leitungen des Waschbeckens liegen wie ueblich unter Putz)
>
> Von wo gehe ich vor? Von der Waschbecken-Seite aus? Da sind Fliesen,
> die am besten nicht beschaedigt werden sollen...

Eine Möglichkeit bei der Du nicht die ganze Wand aufstemmen mußt, wäre,
in die Wasserzuleitungen zum Wasserhahn ein T-Stück einzusetzen. Vom
T-Stück ziehst Du dann ein verchromtes Kupferrohr oder eine felxible
Leitung durch zwei Bohrungen in der Wand auf die andere Seite. Dort
kannst du sie direkt zum dortigen Wasserhahn führen oder über
Wandbefestigungen, an die Du auch noch Abstellhähne schraubst.
Beim Abfluß würde ich ähnlich vorgehen. Es ist hoffentlich noch genug
Platz unter dem Becken, das Fallrohr zum Syphon durch eines mit Abzweig
zu versehen.
Wichtig ist meines Erachtens, daß unter das neue Waschbecken auch ein
Syphon kommt, da es im Rohr der Wanddurchführung zu Geruchsbildung
kommen wird. (Kein oder kaum Gefälle).

Die Aufwendigere (und professionellere) Methode wäre wohl, entweder die
Fliesen loszunehmen oder sich von der anderen Seite bis an die
Anschlüsse vorzuarbeiten und die Anschlüsse für das neue Waschbecken in
die Wand zu legen.


> Muss der Vermieter davon in Kenntnis gesetzt werden? (Ich denke:
> Sicher) Kann er nein sagen?

Da Du durch die Wand mußt und dadurch etwas an der Bausubstanz
veränderst, muß Du ihn schon fragen.
Prinzipiell kann er nein sagen oder verlangen daß es vom Fachmann
durchgeführt wird. Bei der von mir vorgeschlagenen wenig 'invasiven'
Methode sollte sich aber leicht vereinbahren lassen, daß nach Deinem
Auszug alles wieder zurückgebaut wird. Die Löcher in den Fliesen sind ja
unter dem Waschbecken und sollten sich relativ leicht retuschieren
lassen.

> Was sagt der Gesetzgeber/die Versicherung, wenn man es selber macht
> und es kaeme hinterher irgendwann zu einem Wasserschaden? (Zwar
> unwahrscheinlich, aber trotzdem interessant)

Wenn Du's selber machst stehst Du auch dafür gerade. Wenn Du's ordenlich
machst hast Du aber kaum was zu befürchten. Problematisch sind
hauptsächlich die Verbindungsen der Wasserleitung. DIe stehen ja
permanent unter Druck und sollten deshalb gut verschraubt sein. Ich habe
mit den Quetschverbindungen in den T-Stücken bisher allerdings nur gute
Erfahrungen gemacht. Das Rohr muß nur weit genug eingeschoben und die
Verbindung fest verschraubt werden.

Sollte Doch ein Wasserschaden entstehen, mußt Du der Versicherung ja
nicht sofort aufbinden, daß die Konstruktion ein Eigenbau ist. Solange
sie niciht danach fragt ...

>
> Was wuerde das wohl kosten, wenn man es von einer Firma machen liesse?
>
> Carsten

Sorry, da habe ich keine Erfahrung mit. Mache alles selber ;-)

Grüße
Ulli

Hermann Wolf

unread,
Mar 18, 1997, 3:00:00 AM3/18/97
to

Zur Nachricht von: kamm...@infbspsk.ips.cs.tu-bs.de vom: 17.03.97


CK> Von wo gehe ich vor? Von der Waschbecken-Seite aus? Da sind
CK> Fliesen, die am besten nicht beschaedigt werden sollen...

Vermutlich ist die Armatur des Waschbecken über ein Eckventil
angeschlossen. Dort ein T-Stück dazischensetzen und schon hast Du den
Anschluß. Wie dann allerdings die Weiterleitung geschehen soll, mußt Du
dir selbst ausdenken oder einen Fachmann überlassen, was ich aufgrund
Deiner Fragen fast vorschlagen würde.

Servus
--
---------------------------------------------------------------------
## H.Wolf EMail:WO...@ODS.DE http: www.ods.de/wolf

olli

unread,
Mar 18, 1997, 3:00:00 AM3/18/97
to

On Mon, 17 Mar 1997 15:38:28 GMT, Carsten Kaemmerer
<kamm...@infbspsk.ips.cs.tu-bs.de> wrote:

>Hallo!


>
>Wie aufwendig ist es wohl, von den Zu-/Ableitungen des Waschbeckens
>einen Wasseranschluss auf die andere Seite der Wand zu legen? (Die
>Leitungen des Waschbeckens liegen wie ueblich unter Putz)

Das kommt auf die Installation in der Wand an. Kupfer ist relativ
einfach zu verlängern, entsprechende Lötausrüstung und ein wenig
Erfahrung vorausgesetzt.
Zinkrohr (verschraubt) erfordert dagegen schon ein wenig mehr Mühe,
speziell, wenn man keine vorkonfektionierten Rohre verwenden kann.
Dann hilft nur noch Meterware, Schneidkluppe Öl und Kraft.

>Von wo gehe ich vor? Von der Waschbecken-Seite aus? Da sind Fliesen,


>die am besten nicht beschaedigt werden sollen...

Man kann die Wand auch von der anderen Seite aufmachen, und dann
versuchen, von hinten an die Rohre heranzukommen.

>Muss der Vermieter davon in Kenntnis gesetzt werden? (Ich denke:
>Sicher) Kann er nein sagen?

Muß er, und nein sagen kann er auch. Vermieter bestehen bei Zustimmung
meistens auf fachgerechte Ausführung (Firma)


> Was sagt der Gesetzgeber/die Versicherung, wenn man es selber macht
> und es kaeme hinterher irgendwann zu einem Wasserschaden? (Zwar
> unwahrscheinlich, aber trotzdem interessant)

Gar nicht so unwahrscheinlich, wenn man so was noch nie gemacht hat.
Haarriß im Kupfer und nasse Wand/Decke bei den Nachbarn kann ganz
schön übel werden.
Ansonsten haftet der Selbermacher 30 (!) Jahre für eventuelle Fehler
und Folgeschäden seiner Arbeit, eine Firma nach VOB, meistens 2 Jahre.


>Was wuerde das wohl kosten, wenn man es von einer Firma machen liesse?

Je nach Umfang. Wenn Du die Stemmarbeiten selbst machst, vielleicht 2
Blaue.

Es gibt aber auch noch die Möglichkeit, badezimmerseitig ein Eckventil
mit zwei 'Ausgängen' zu verwenden und einen Schlauch für
Armaturzuführung in das andere Zimmer zu legen.
Sieht vielleicht nicht ganz so professionell aus, dafür mit relativ
einfachen Schraubverbindungen zu erledigen.

ciao,
Olli
> Carsten


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