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Kettensägen-Wartung

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Henry Kiefer

unread,
Jun 3, 2008, 2:28:32 PM6/3/08
to
Hallo NG -

Ich habe eine Sachs-Dolmar 285 Elektro-Kettensäge, bei der vermutlich
einiges nicht stimmt. Eine Bedienungsanleitung ist nicht vorhanden.

Als Kettensägen-Anfänger würde mich interessieren, wie man die Kette bei
diesem Modell spannt bzw. wie weit die Kette überhaupt gespannt werden
soll. Momentan hängt sie ca. 1cm durch. Die Kettenlänge/Schwertlänge?
soll laut Aufschrift 350mm sein.
Erst dache ich, das Schwert kann man unter der Abdeckung verschieben.
Denkste, hat eine festen Nippel. Man kann das Schwert dadurch nur
seitwärts wegklappen.
Mit Fahrradkenntnissen komme ich also nicht weiter.

Nach meiner Reinigung läuft der Motor durch, die Kette steht. Was muß
ich da einstellen?

Woran erkennt man, ob die Kette stumpf ist? Meiner Meinung nach, hatte
sie vor einigen Arbeiten hier, eine bessere Schärfe. Nachdem ich sie bei
einem Fachhändler hatte, lief sie auch eine Zeitlang recht schnittig.
Nun ist sie wohl wieder stumpf. Ich kann ja nicht alle 14 Tage in den
Service rennen, oder ist das einfach so? Mehr als geschätzte 2-3m Dicke
habe ich insgesamt wohl nicht gesägt.

Taugt die Maschine überhaupt was oder soll eine neue her?

Beim offensichtlichen Hersteller ist sie offenbar nicht mehr gelistet.


Über Tipps würde ich mich freuen!


Gruß -
Henry

--
www.ehydra.dyndns.info

Jürgen Exner

unread,
Jun 3, 2008, 4:44:31 PM6/3/08
to
Henry Kiefer <ehydra_new...@arcor.de> wrote:
>Ich habe eine Sachs-Dolmar 285 Elektro-Kettensäge, bei der vermutlich
>einiges nicht stimmt. Eine Bedienungsanleitung ist nicht vorhanden.
>
>Als Kettensägen-Anfänger würde mich interessieren, wie man die Kette bei
>diesem Modell spannt bzw. wie weit die Kette überhaupt gespannt werden
>soll. Momentan hängt sie ca. 1cm durch.

Einen Zentimeter Durchhang? _VIEL_ zu lose, sei bloss vorsichtig! Von
alleine soll da ueberhaupt kein Durchhang sein.
Richtig gespannt soll eine Saegekette sich an der Mitte des Schwertes
soweit mit zwei Fingern abziehen lassen, dass die Leitzaehne auf der
Innenseite frei sichtbar werden und sich die Kette gerade so eben noch
frei bewegen laesst.

>Nach meiner Reinigung läuft der Motor durch, die Kette steht. Was muß
>ich da einstellen?

Ist die Kettenbremse frei?

>Woran erkennt man, ob die Kette stumpf ist?

Am einfachsten an den produzierten Spaenen. Wenn die Saege lange
Streifen produziert, dann ist die Kette scharf. Je mehr die Spaene wie
Holzmehl aussehen umso stumpfer ist die Kette.

>Nun ist sie wohl wieder stumpf. Ich kann ja nicht alle 14 Tage in den
>Service rennen, oder ist das einfach so?

a: man kann eine Saegekette leicht selber schaerfen
b: professionelle Holzfaeller feilen die Saegekette mehrmals am Tag nach

>Mehr als geschätzte 2-3m Dicke
>habe ich insgesamt wohl nicht gesägt.

Was auch immer 2-3m Dicke heissen soll. Ich kann mir darunter nichts
vorstellen.

>Über Tipps würde ich mich freuen!

Ich wuerde dir _DRINGEND_ empfehlen, einen Lehrgang mitzumachen. Dort
lernst du nicht nur den Umgang mit einer Kettensaege sondern auch
Wartung und Sicherheitsmassnahmen.

jue

Henry Kiefer

unread,
Jun 3, 2008, 5:16:13 PM6/3/08
to
Hallo Jürgen -

Lange nicht mehr gelesen. Bin meist in der NG electronics.

Jürgen Exner schrieb:


> Henry Kiefer <ehydra_new...@arcor.de> wrote:
>> Ich habe eine Sachs-Dolmar 285 Elektro-Kettensäge, bei der vermutlich
>> einiges nicht stimmt. Eine Bedienungsanleitung ist nicht vorhanden.
>>
>> Als Kettensägen-Anfänger würde mich interessieren, wie man die Kette bei
>> diesem Modell spannt bzw. wie weit die Kette überhaupt gespannt werden
>> soll. Momentan hängt sie ca. 1cm durch.
>
> Einen Zentimeter Durchhang? _VIEL_ zu lose, sei bloss vorsichtig! Von
> alleine soll da ueberhaupt kein Durchhang sein.
> Richtig gespannt soll eine Saegekette sich an der Mitte des Schwertes
> soweit mit zwei Fingern abziehen lassen, dass die Leitzaehne auf der
> Innenseite frei sichtbar werden und sich die Kette gerade so eben noch
> frei bewegen laesst.

Aha. Deswegen springt die Kette so oft ab. Ist die Kette nun einfach wie
beim Fahrrad zu weit gedehnt und muß getauscht werden, oder kann man die
nachspannen?
Wenn ich jetzt mal ein Bld scharfer Zähnchen finden würde.


>
>> Nach meiner Reinigung läuft der Motor durch, die Kette steht. Was muß
>> ich da einstellen?
>
> Ist die Kettenbremse frei?

Kann ich nicht sagen, weil ich nicht genau weiß wie die funktioniert.
Bei Wikipedia dachte ich Infos zu finden, war aber nichts recht konkretes.


>
>> Woran erkennt man, ob die Kette stumpf ist?
>
> Am einfachsten an den produzierten Spaenen. Wenn die Saege lange
> Streifen produziert, dann ist die Kette scharf. Je mehr die Spaene wie
> Holzmehl aussehen umso stumpfer ist die Kette.

Naja, jetzt ist es erstmal dunkel draußen. Tippe aber eher auf Holzmehl.
Meine mich zu erinnern, daß sie nach der Werkstatt-Schärfung eher
längliche Spänne produzierte. Vor allem schnitt sie einfach mit deutlich
weniger Kraftaufwand.


>
>> Nun ist sie wohl wieder stumpf. Ich kann ja nicht alle 14 Tage in den
>> Service rennen, oder ist das einfach so?
>
> a: man kann eine Saegekette leicht selber schaerfen

Und wie? Ich habe mal Feilen in der Mechanikausbildung gelernt.


> b: professionelle Holzfaeller feilen die Saegekette mehrmals am Tag nach
>

Ohh. Naja, ich säge nicht so viel. Wir haben nur ein paar Bäume.
Frauchen wollte dieses Jahr einfach alles auf einmal...


>> Mehr als geschätzte 2-3m Dicke
>> habe ich insgesamt wohl nicht gesägt.
>
> Was auch immer 2-3m Dicke heissen soll. Ich kann mir darunter nichts
> vorstellen.

Ich meinte eine Schnittbreite von akkumuliert vielleicht geschätzt 2 bis
3 Meter. Pi mal Daumen!


>
>> Über Tipps würde ich mich freuen!
>
> Ich wuerde dir _DRINGEND_ empfehlen, einen Lehrgang mitzumachen. Dort
> lernst du nicht nur den Umgang mit einer Kettensaege sondern auch
> Wartung und Sicherheitsmassnahmen.
>

Hm. Wo macht man den am einfachsten? Feuerwehr vielleicht? Ich befürchte
die lachen über mein Modell. 1300 Watt, nicht tiefergelegt.

- Henry

--
www.ehydra.dyndns.info

Jürgen Exner

unread,
Jun 3, 2008, 5:33:08 PM6/3/08
to
Henry Kiefer <ehydra_new...@arcor.de> wrote:
>Jürgen Exner schrieb:
>> Henry Kiefer <ehydra_new...@arcor.de> wrote:
>>> Ich habe eine Sachs-Dolmar 285 Elektro-Kettensäge, bei der vermutlich
>>> einiges nicht stimmt. Eine Bedienungsanleitung ist nicht vorhanden.
>>>
>>> Als Kettensägen-Anfänger würde mich interessieren, wie man die Kette bei
>>> diesem Modell spannt bzw. wie weit die Kette überhaupt gespannt werden
>>> soll. Momentan hängt sie ca. 1cm durch.
>>
>> Einen Zentimeter Durchhang? _VIEL_ zu lose, sei bloss vorsichtig! Von
>> alleine soll da ueberhaupt kein Durchhang sein.
>> Richtig gespannt soll eine Saegekette sich an der Mitte des Schwertes
>> soweit mit zwei Fingern abziehen lassen, dass die Leitzaehne auf der
>> Innenseite frei sichtbar werden und sich die Kette gerade so eben noch
>> frei bewegen laesst.
>
>Aha. Deswegen springt die Kette so oft ab.

Abspringende Kette? Oft? Das sollte nie ueberhaupt nicht ganz und gar
niemals passieren. Zum einen kann die Kette dabei reissen und die
herumfliegenden Enden koennen schwerste Verletzungen verursachen (einmal
Halsschlagader durchgetrennt, bitte). Zum anderen kann die Kette
beschaedigt werden, so dass sie spaeter im normalen Betrieb reisst. Ich
wuerde eine Kette, die runtergesprungen ist, nicht mehr verwenden.

> Ist die Kette nun einfach wie
>beim Fahrrad zu weit gedehnt und muß getauscht werden, oder kann man die
>nachspannen?

Ja. Zu beiden Teilen der Frage.

>Wenn ich jetzt mal ein Bld scharfer Zähnchen finden würde.

Wird dir wenig helfen. Ein scharfes Messer und ein stumpfes Messer sehen
auf einem Bild auch gleich aus.
Anfassen, abtasten. Wenn die Zaehne bei sanftem drueberstreichem mit der
Fingernageloberseite keinen feinen Span abstreifen, dann ist sie nicht
mehr scharf.

>>> Nach meiner Reinigung läuft der Motor durch, die Kette steht. Was muß
>>> ich da einstellen?
>>
>> Ist die Kettenbremse frei?
>
>Kann ich nicht sagen, weil ich nicht genau weiß wie die funktioniert.
>Bei Wikipedia dachte ich Infos zu finden, war aber nichts recht konkretes.

Bitte, bitte: Lehrgang!!!

>> a: man kann eine Saegekette leicht selber schaerfen
>
>Und wie? Ich habe mal Feilen in der Mechanikausbildung gelernt.

Passende Feile zum Zahnprofil(!) besorgen(*) und im passenden Winkel
anfeilen.
Ist in Worten viel schwerer zu beschreiben, als am Objekt zu
demonstrieren ==> Lehrgang

*: nicht die fuer 50 Cent aus dem Baumarkt. Die passenden Feilen gibt es
im Fachhandel.

>> Ich wuerde dir _DRINGEND_ empfehlen, einen Lehrgang mitzumachen. Dort
>

>Hm. Wo macht man den am einfachsten? Feuerwehr vielleicht? Ich befürchte
>die lachen über mein Modell. 1300 Watt, nicht tiefergelegt.

Forstamt. Ich weiss nicht, ob eigene Saege mitgebracht werden muss, ich
denke eher nicht.

jue

Henry Kiefer

unread,
Jun 3, 2008, 5:56:34 PM6/3/08
to
Jürgen Exner schrieb:

>> Aha. Deswegen springt die Kette so oft ab.
>
> Abspringende Kette? Oft? Das sollte nie ueberhaupt nicht ganz und gar
> niemals passieren. Zum einen kann die Kette dabei reissen und die
> herumfliegenden Enden koennen schwerste Verletzungen verursachen (einmal
> Halsschlagader durchgetrennt, bitte). Zum anderen kann die Kette
> beschaedigt werden, so dass sie spaeter im normalen Betrieb reisst. Ich
> wuerde eine Kette, die runtergesprungen ist, nicht mehr verwenden.
>

Bei freilaufender Säge springt sie natürlich nicht ab. Aber wenn man
damit sich durch den Ast arbeitet...

Ich werde sie morgen erstmal nach deiner Info nachspannen und schauen
wieviel Spiel übrigbleibt.

Halsschlagader, hm lecker.


>> Ist die Kette nun einfach wie
>> beim Fahrrad zu weit gedehnt und muß getauscht werden, oder kann man die
>> nachspannen?
>
> Ja. Zu beiden Teilen der Frage.
>
>> Wenn ich jetzt mal ein Bld scharfer Zähnchen finden würde.
>
> Wird dir wenig helfen. Ein scharfes Messer und ein stumpfes Messer sehen
> auf einem Bild auch gleich aus.
> Anfassen, abtasten. Wenn die Zaehne bei sanftem drueberstreichem mit der
> Fingernageloberseite keinen feinen Span abstreifen, dann ist sie nicht
> mehr scharf.
>

OK, sie ist grottestumpf. Keine akute Gefahr für die Maniküre.


>>>> Nach meiner Reinigung läuft der Motor durch, die Kette steht. Was muß
>>>> ich da einstellen?
>>> Ist die Kettenbremse frei?
>> Kann ich nicht sagen, weil ich nicht genau weiß wie die funktioniert.
>> Bei Wikipedia dachte ich Infos zu finden, war aber nichts recht konkretes.
>
> Bitte, bitte: Lehrgang!!!

Ich werde sehen wo man einen findet. Nach deiner Aussage schwebe ich ja
in höchster Lebensgefahr. Ich muß wohl wieder mehr löten.


>
>>> a: man kann eine Saegekette leicht selber schaerfen
>> Und wie? Ich habe mal Feilen in der Mechanikausbildung gelernt.
>
> Passende Feile zum Zahnprofil(!) besorgen(*) und im passenden Winkel
> anfeilen.
> Ist in Worten viel schwerer zu beschreiben, als am Objekt zu
> demonstrieren ==> Lehrgang

Aha. Eigentlich wollte ich gestern fertig sein.


>
> *: nicht die fuer 50 Cent aus dem Baumarkt. Die passenden Feilen gibt es
> im Fachhandel.
>
>>> Ich wuerde dir _DRINGEND_ empfehlen, einen Lehrgang mitzumachen. Dort
>> Hm. Wo macht man den am einfachsten? Feuerwehr vielleicht? Ich befürchte
>> die lachen über mein Modell. 1300 Watt, nicht tiefergelegt.
>
> Forstamt. Ich weiss nicht, ob eigene Saege mitgebracht werden muss, ich
> denke eher nicht.
>

Immerhin eine Idee. Danke!


- Henry

--
www.ehydra.dyndns.info

Johannes

unread,
Jun 4, 2008, 1:48:20 AM6/4/08
to
Henry Kiefer schrieb:


> Nach deiner Aussage schwebe ich ja
> in höchster Lebensgefahr. Ich muß wohl wieder mehr löten.

Nun, man kann das ganze auf eine recht leichte Schulter nehmen.
Wenn Du allerdings wüsstest, wie viele Unfälle es jedes Jahr gibt, davon
viele tödliche, nur weil der Umgang mit einem solchen Mordsinstrument zu
leichtfertig gehandhabt wird, dann, ja dann ...

Nur meinem Höllenrespekt vor solchen Werkzeugen ist es zu verdanken,
dass ich "during my long and unspent live" alle meine Finger behalten
durfte und so noch jede kleine Mozart-Sonate hinkriege (auf dem Flügel).

Also, auch wenn Jürgens Ausführungen für den Einen oder den Anderen
übertrieben klingen: Er hat Recht!

--
Gruß aus Hessen
Johannes
Aus techn. Gründen befindet sich die Signatur
auf der Rückseite dieser Nachricht!

Joerg Dorchain

unread,
Jun 4, 2008, 3:59:02 AM6/4/08
to
Henry Kiefer <ehydra_new...@arcor.de> wrote:
> Hallo NG -

> Ich habe eine Sachs-Dolmar 285 Elektro-Kettensäge, bei der vermutlich
> einiges nicht stimmt. Eine Bedienungsanleitung ist nicht vorhanden.

Sollte sich per Web oder Anruf beim Haendler/Hersteller auftreiben lassen.

> Als Kettensägen-Anfänger würde mich interessieren, wie man die Kette bei
> diesem Modell spannt bzw. wie weit die Kette überhaupt gespannt werden
> soll. Momentan hängt sie ca. 1cm durch. Die Kettenlänge/Schwertlänge?

Zuviel. Die Antriebsglieder sollten sich nicht aus der Fuehrungsnut
herausheben lassen.

> Erst dache ich, das Schwert kann man unter der Abdeckung verschieben.
> Denkste, hat eine festen Nippel. Man kann das Schwert dadurch nur
> seitwärts wegklappen.

Dieser Nippel hat irgendwo eine Stellschraube mit Antriebsschnecke.
Damit kann man das Schweert sehr feinfuehlig vor oder zurueckbewegen,
damit die Kettenspannung stimmt. Eine neue Kette dehnt sich uebrigens
deutlich waehrend der ersten paar Schnitte.

> Nach meiner Reinigung läuft der Motor durch, die Kette steht. Was muß
> ich da einstellen?

Seltsam, Kettenbremse auf? Wenn es nicht sowas triviales ist, wuerde ich
nicht unbedingt selber an weiteren Teilen basteln.

> Woran erkennt man, ob die Kette stumpf ist? Meiner Meinung nach, hatte

Am Gefuehl, aehnlich wie bei einer Rasierklinge oder einen guten Messer.
Alternativ auch an den Saegespaenen. Das sollten grosse abgehobelte
Fetzen sein, wenn die Konsistenz staubartig wird, ist es allerhochste
Zeit zum Schaerfen.

> sie vor einigen Arbeiten hier, eine bessere Schärfe. Nachdem ich sie bei
> einem Fachhändler hatte, lief sie auch eine Zeitlang recht schnittig.
> Nun ist sie wohl wieder stumpf. Ich kann ja nicht alle 14 Tage in den
> Service rennen, oder ist das einfach so? Mehr als geschätzte 2-3m Dicke
> habe ich insgesamt wohl nicht gesägt.

Meine Kette wird nach 4-8 Stunden Einsatz nachgeschaerft. Das kann man
beim Fachhaendler machen lassen, geht aber auch sehr schnell und einfach
selber. Du brauchst eine Rundfeile samt Lehre passend zu Deinem
Kettentyp, eine Flachfeile samt Lehre und einen kleinen Schraubstock.

Eine brauchbare Anleitung zum Umgang mit Ketten ist z.B. hier
drin: http://www.oregonchain.de/pdfs/MM_DE.pdf (S. 10ff)

Alles in allen fuer 15-20EUR zu haben und hat sich nach dem 2. gesparten
Haendlerbesuch gerechnet.

Tschau,

Joerg

Message has been deleted

Jürgen Exner

unread,
Jun 4, 2008, 5:37:04 AM6/4/08
to
Henry Kiefer <ehydra_new...@arcor.de> wrote:
>Jürgen Exner schrieb:
>>> Aha. Deswegen springt die Kette so oft ab.
>>
>> Abspringende Kette? Oft? Das sollte nie ueberhaupt nicht ganz und gar
>> niemals passieren.
>
>Bei freilaufender Säge springt sie natürlich nicht ab. Aber wenn man
>damit sich durch den Ast arbeitet...

Auch dann darf sie nicht abspringen. Wenn sie es dennoch tut, dann ist
irgendwas ernsthaft kaputt oder falsch eingestellt oder die Saege wird
unsachgemaess genutzt.

>>>>> Nach meiner Reinigung läuft der Motor durch, die Kette steht. Was muß
>>>>> ich da einstellen?
>>>> Ist die Kettenbremse frei?
>>> Kann ich nicht sagen, weil ich nicht genau weiß wie die funktioniert.
>>

>> Bitte, bitte: Lehrgang!!!
>
>Ich werde sehen wo man einen findet. Nach deiner Aussage schwebe ich ja
>in höchster Lebensgefahr. Ich muß wohl wieder mehr löten.

Lass es mich so sagen:
Kettensaegen sind mit grossem Abstand das riskanteste Werkzeug, das ein
normaler Heimwerker hat. Kein anderes Werkzeug hat ein derart grosses
Potential, jemanden auch bei nur geringen Fehlern so schnell so schwer
zu verletzen. Eine Kettensaege schneidet schnell und tief. Das ist ihre
Aufgabe. Und sie macht dabei keinen Unterschied, ob es ein Ast oder ein
Bein ist.

Aus dem Wikipedia-Artikel:
Nachteile[...]
* Hohes Unfallrisiko. Die Motorsäge gilt als das gefährlichste
Handwerkzeug überhaupt

Zugegeben, deine 1.3kW elektrische Saege ist verglichen mit einer Sthil
oder Husquarna mit 1.2m Schwert und Schnellschnittkette eher ein
Spielzeug. Aber reichlich Unheil anrichten kann sie trotzdem.

Ich habe selber eine Kettensaege. Ich habe damit schon ueber 20m hohe
Baeume gefaellt und zerlegt. Und ja, ich habe einen Hoellenrespekt vor
der Saege. Wohlgemerkt Respekt, nicht Angst. Du musst halt wissen, wie
du sie sicher handhaben kannst.

Und in dem Sinne ist die Kettenbremse eine der wichtigsten wenn nicht
sogar die wichtigste Sicherheitseinrichtungen ueberhaupt. Wenn du ihre
Funktion nicht verstehst, dann fehlt dir elementarstes Grundwissen und
das laesst mich fuer andere erforderliche Kenntnisse zur sicheren
Handhabung nur Schlimmes befuerchten. Wie sieht es aus mit z.B.
Schutzkleidung? Arbeitshaltung? Arbeitshoehe? Leitern? Rueckschlag?
Schmierung? ...?
Deshalb meine nervigen Wiederholungen zum Thema Lehrgang.

jue

Henry Kiefer

unread,
Jun 4, 2008, 9:42:28 AM6/4/08
to
Johannes schrieb:

> Henry Kiefer schrieb:
>
>
>> Nach deiner Aussage schwebe ich ja in höchster Lebensgefahr. Ich muß
>> wohl wieder mehr löten.
>
> Nun, man kann das ganze auf eine recht leichte Schulter nehmen.
> Wenn Du allerdings wüsstest, wie viele Unfälle es jedes Jahr gibt, davon
> viele tödliche, nur weil der Umgang mit einem solchen Mordsinstrument zu
> leichtfertig gehandhabt wird, dann, ja dann ...
>
> Nur meinem Höllenrespekt vor solchen Werkzeugen ist es zu verdanken,
> dass ich "during my long and unspent live" alle meine Finger behalten
> durfte und so noch jede kleine Mozart-Sonate hinkriege (auf dem Flügel).
>
> Also, auch wenn Jürgens Ausführungen für den Einen oder den Anderen
> übertrieben klingen: Er hat Recht!
>

Hatte ich nicht angezweifelt. Ich arbeite mit ner Kettensäge nur weil
ich es muß.


- Henry


--
www.ehydra.dyndns.info

Henry Kiefer

unread,
Jun 4, 2008, 9:44:11 AM6/4/08
to
Joerg Dorchain schrieb:

Danke Jörg!

- Henry


--
www.ehydra.dyndns.info

Henry Kiefer

unread,
Jun 4, 2008, 9:47:22 AM6/4/08
to
Jürgen Exner schrieb:

Ist schon gut. Die Bäume habe ich fällen lassen. Bin ja nicht lebensmüde.
Und auf einer Leiter werde ich die ganz gewiß nicht einsetzen.

Dimo Tabken

unread,
Jun 4, 2008, 9:55:37 AM6/4/08
to
Am Wed, 04 Jun 2008 10:39:32 +0200 schrieb Thomas Luebeck:

> Was so mancher auch nicht weiss, ist, dass die Kettensäge bei Kontakt
> mit dem Körper nicht einfach reinschneidet, sondern das Fleich
> regelrecht raus*fetzt*. Gleichzeitig wird Kettenöl in die Wunde
> geschleudert, so dass diese - sofern man den Unfall überlebt - sehr
> schlecht heilt.

Hi Thomas (& alle anderen)

sämtliche zuvor angeführten Sicherheitshinweise an Henry unterschreibe ich
sofort. Kettensägen sind wirklich mit angemessenem Respekt zu behandeln ...
Was mich wundert ist die Tatsache, dass ich nirgends den Hinweis auf
vernünftige Schnittschutz-Klamotten & Schutzhelm lese ...
Dabei halte ich die Wahl der richtigen Kleidung für genauso
sicherheitsrelevant wie das fachkundige Instandhalten des eigentlichen
Werkzeugs.

Ich stelle mal die Vermutung an, dass der OP keine Schnittschutzhose
besitzt, oder täusche ich mich da, Henry?

--
Gruß
Dimo

Roland Messerschmidt

unread,
Jun 4, 2008, 9:56:05 AM6/4/08
to
Hallo Jürgen!

Jürgen Exner schrieb:

> Zugegeben, deine 1.3kW elektrische Saege ist verglichen mit einer
> Sthil oder Husquarna mit 1.2m Schwert und Schnellschnittkette eher
> ein Spielzeug.

Pah! Alles Spielzeug!

Kettensäge mit V8-Chevy-Motor:
http://www.youtube.com/watch?v=AESHm7pdthU

SCNR! ;-)


Aber auch genau der Grund, warum ein Lehrgang empfohlen wird!
Wer findet den Bedienungsfehler?

Roland

Henry Kiefer

unread,
Jun 4, 2008, 10:28:25 AM6/4/08
to
Dimo Tabken schrieb:

Hier denken die Leute völlig anders und ich schaue mir ab, wie die die
das schon ewig machen, handhaben.

So manchen Gedanken hier gepostet kann ich auch nicht recht nachvollziehen:
Gerade habe ich mir die Vorgaben der Berufsgenossenschaft reingezogen.
Da schreiben sie einem vor wie man sich hinstellen soll. Naja, das habe
ich natürlicherweise sowieso genauso gemacht. Das muß man vorschreiben
oder lernen? Ist das für Generation Nintendo??

Die Kette schneidet sich sowieso durch. Das ist der gleiche Effekt wie
mit Sicherheitsschuhen. Der Stapler fährt halb drauf und sie kriegen den
Fuß nimmer raus, weil die Stahlkappe den Fuß unlöslich insich festklemmt.

Die Säge ist auch sowas von schwach. Wenn sie zum Stehen kommt, kann ich
sie problemlos einfach so halten. Da ist nix mit wegschlagen. Aber ich
habe auch ziemlich viel Kraft in meinen Riesenpranken.

Ich sehe das unter praktischem Gesichtspunkt. Gefahr ist überall.


- Henry


--
www.ehydra.dyndns.info

Heiko Rech

unread,
Jun 4, 2008, 10:57:07 AM6/4/08
to
Hallo,

On 4 Jun., 16:28, Henry Kiefer <ehydra_news_20070...@arcor.de> wrote:

> Hier denken die Leute völlig anders und ich schaue mir ab, wie die die
> das schon ewig machen, handhaben.

Abschauen und verstehen sind zwei verschiedene Dinge.

> Die Kette schneidet sich sowieso durch.

Nein, das tut sie nicht. Schnittschutzhosen funktionieren.

> Das ist der gleiche Effekt wie
> mit Sicherheitsschuhen. Der Stapler fährt halb drauf und sie kriegen den
> Fuß nimmer raus, weil die Stahlkappe den Fuß unlöslich insich festklemmt.

Blöde Argumentation. Wenn die Hallendecke einstürzt nützen die
Sicherheitsschuhe auch nichts. Andererseits, ist der Fuß, wenn der
Stapler drüberfährt mit und ohne Sicherheitsschuhe Matsch. Wer so
denkt, ist selbst schuld, wenn er durch solche Sachen zum Krüppel
wird.

> Die Säge ist auch sowas von schwach. Wenn sie zum Stehen kommt, kann ich
> sie problemlos einfach so halten. Da ist nix mit wegschlagen.

Der Rückschlag kommt beim Schnitt, bevorzugt, wenn Ungeübte versuchen
mit der Spitze zu schneiden.

> Aber ich
> habe auch ziemlich viel Kraft in meinen Riesenpranken.

Du unterschätzt die Kraft, auch von so kleinen Maschinen, wenn sie auf
Drehzahl sind. Gerade mit stumpfer Kette.

> Ich sehe das unter praktischem Gesichtspunkt. Gefahr ist überall.

Ja, von mir aus könntest du da im Prinzip machen was du willst, sind
ja deine Gliedmaßen. Aber ich finde es nicht gerade sozial, dass Leute
wie du, wenn mal wirklich was passiert die Krankenkassen belasten, nur
weil sie grundlegende Sicherheitsregeln wissentlich mißachten. . Dafür
müssen dann nämlich alle zahlen.

Gruß

Heiko

Joerg Dorchain

unread,
Jun 4, 2008, 11:21:11 AM6/4/08
to
Jürgen Exner <jurg...@hotmail.com> wrote:

[Saegekurs]


> Forstamt. Ich weiss nicht, ob eigene Saege mitgebracht werden muss, ich
> denke eher nicht.

Normal haben die da einen netten Park Benzinmotorsaegen. Im Praktischen
Teil kann man da recht einfach verschiedene Modelle ausprobieren.

Tschau,

Joerg

Joerg Dorchain

unread,
Jun 4, 2008, 11:29:02 AM6/4/08
to
Henry Kiefer <ehydra_new...@arcor.de> wrote:

> Hier denken die Leute völlig anders und ich schaue mir ab, wie die die
> das schon ewig machen, handhaben.

Nach der Evolutionstheorie koennen bis zu 10% der Bevoelkerung nicht
reproduktiv sein, ohne dass es auffaellt, aber gesund die die
Einstellung nicht.


> So manchen Gedanken hier gepostet kann ich auch nicht recht nachvollziehen:
> Gerade habe ich mir die Vorgaben der Berufsgenossenschaft reingezogen.

Gut.

> Da schreiben sie einem vor wie man sich hinstellen soll. Naja, das habe
> ich natürlicherweise sowieso genauso gemacht. Das muß man vorschreiben
> oder lernen? Ist das für Generation Nintendo??

Nein, fuer Juristen im Schadensersatzprozess.

> Die Kette schneidet sich sowieso durch. Das ist der gleiche Effekt wie

Nein. Genau das verhindert Schnittschutzkleidung.

> Die Säge ist auch sowas von schwach. Wenn sie zum Stehen kommt, kann ich
> sie problemlos einfach so halten. Da ist nix mit wegschlagen. Aber ich
> habe auch ziemlich viel Kraft in meinen Riesenpranken.

Ein Kickback geht schneller als Du reagieren kannst. Es gab da mal im
oeffentlich-rechtlichen einen Motorsaegentest, bei dem ein Kuerbis mit
einwandfreier und mit schlechter Kettenbremse herhalten musste.

> Ich sehe das unter praktischem Gesichtspunkt. Gefahr ist überall.

Ok, aber man kann sie auch suchen und unoetig provozieren. Bei der
derzeigen Einstellung der Krankenkassen wuerde ich mich nicht wundern,
wenn die sich bei einem Unfall ohne Schuztkleidung auf "grob fahrlaessig
-> nicht zahlen" zurueckziehen.

Tschau,

Joerg

Henry Kiefer

unread,
Jun 4, 2008, 12:03:59 PM6/4/08
to
Heiko Rech schrieb:

> Hallo,
> On 4 Jun., 16:28, Henry Kiefer <ehydra_news_20070...@arcor.de> wrote:
>
>> Hier denken die Leute völlig anders und ich schaue mir ab, wie die die
>> das schon ewig machen, handhaben.
>
> Abschauen und verstehen sind zwei verschiedene Dinge.
>
>> Die Kette schneidet sich sowieso durch.
>
> Nein, das tut sie nicht. Schnittschutzhosen funktionieren.
>

Nun ja. Das wird aber recht teuer. Sozusagen der Vollschalenschutz des
Rennfahrers.
Weißt du ich schmeiße die Säge nach einigen Tagen eh in die Ecke. Das
soll nämlich nicht mein Lebensinhalt werden.


>> Das ist der gleiche Effekt wie
>> mit Sicherheitsschuhen. Der Stapler fährt halb drauf und sie kriegen den
>> Fuß nimmer raus, weil die Stahlkappe den Fuß unlöslich insich festklemmt.
>
> Blöde Argumentation. Wenn die Hallendecke einstürzt nützen die
> Sicherheitsschuhe auch nichts. Andererseits, ist der Fuß, wenn der
> Stapler drüberfährt mit und ohne Sicherheitsschuhe Matsch. Wer so
> denkt, ist selbst schuld, wenn er durch solche Sachen zum Krüppel
> wird.

Als Anwalt oder Versicherer darf man die Welt nicht sehen. Da muß ich
auch sofort den Lötkolben ausschalten.


>
>> Die Säge ist auch sowas von schwach. Wenn sie zum Stehen kommt, kann ich
>> sie problemlos einfach so halten. Da ist nix mit wegschlagen.
>
> Der Rückschlag kommt beim Schnitt, bevorzugt, wenn Ungeübte versuchen
> mit der Spitze zu schneiden.
>

Dafür fragte ich ja hier. Wird alles eingehend studiert.


>> Aber ich
>> habe auch ziemlich viel Kraft in meinen Riesenpranken.
>
> Du unterschätzt die Kraft, auch von so kleinen Maschinen, wenn sie auf
> Drehzahl sind. Gerade mit stumpfer Kette.

"Auf Drehzahl"? Es gibt nur eine Drehzahl!


>
>> Ich sehe das unter praktischem Gesichtspunkt. Gefahr ist überall.
>
> Ja, von mir aus könntest du da im Prinzip machen was du willst, sind
> ja deine Gliedmaßen. Aber ich finde es nicht gerade sozial, dass Leute
> wie du, wenn mal wirklich was passiert die Krankenkassen belasten, nur
> weil sie grundlegende Sicherheitsregeln wissentlich mißachten. . Dafür
> müssen dann nämlich alle zahlen.
>

Da kann ich dich beruhigen. Ich rauche und trinke nicht, fahre zu
langsam und kein Ski. Und die Krankenkosten muß ich auch selbst zahlen.

Ich zahle also drauf.


- Henry

--
www.ehydra.dyndns.info

Henry Kiefer

unread,
Jun 4, 2008, 12:05:19 PM6/4/08
to
Joerg Dorchain schrieb:

Vermutlich. Ist mir aber eh zu laut und für die paar Bäumchen hier auch
völlig überzogen.
Die Leistung meiner Säge ist schon dem hier vorhandenen angemessen.


- Henry

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Henry Kiefer

unread,
Jun 4, 2008, 12:11:16 PM6/4/08
to
Joerg Dorchain schrieb:

> Henry Kiefer <ehydra_new...@arcor.de> wrote:
>
>> Hier denken die Leute völlig anders und ich schaue mir ab, wie die die
>> das schon ewig machen, handhaben.
>
> Nach der Evolutionstheorie koennen bis zu 10% der Bevoelkerung nicht
> reproduktiv sein, ohne dass es auffaellt, aber gesund die die
> Einstellung nicht.
>

Noch nie gehört. Woher hast du das?
BTW: Die Vermehrung ist bereits abgeschlossen. Weiterer Nachwuchs auch
nicht mehr geplant ;-)


>
>> So manchen Gedanken hier gepostet kann ich auch nicht recht nachvollziehen:
>> Gerade habe ich mir die Vorgaben der Berufsgenossenschaft reingezogen.
>
> Gut.
>
>> Da schreiben sie einem vor wie man sich hinstellen soll. Naja, das habe
>> ich natürlicherweise sowieso genauso gemacht. Das muß man vorschreiben
>> oder lernen? Ist das für Generation Nintendo??
>
> Nein, fuer Juristen im Schadensersatzprozess.

Arrgh. Von denen kriegste eh nix. Das konnte ich schon mehrmals
beobachten bei Leute wo ich denke, die hätten ihre Rente durchaus
einfach verdient. Nein, da wird verzögert und gegengeklagt, bis sie
weich sind.


>
>> Die Kette schneidet sich sowieso durch. Das ist der gleiche Effekt wie
>
> Nein. Genau das verhindert Schnittschutzkleidung.

Anbetracht obigen Absatzes die Säge in den Müll.


>
>> Die Säge ist auch sowas von schwach. Wenn sie zum Stehen kommt, kann ich
>> sie problemlos einfach so halten. Da ist nix mit wegschlagen. Aber ich
>> habe auch ziemlich viel Kraft in meinen Riesenpranken.
>
> Ein Kickback geht schneller als Du reagieren kannst. Es gab da mal im
> oeffentlich-rechtlichen einen Motorsaegentest, bei dem ein Kuerbis mit
> einwandfreier und mit schlechter Kettenbremse herhalten musste.

Jetzt muß aber der youtube-Link kommen! Staplerfahrer Klaus war dabei?


>
>> Ich sehe das unter praktischem Gesichtspunkt. Gefahr ist überall.
>
> Ok, aber man kann sie auch suchen und unoetig provozieren. Bei der
> derzeigen Einstellung der Krankenkassen wuerde ich mich nicht wundern,
> wenn die sich bei einem Unfall ohne Schuztkleidung auf "grob fahrlaessig
> -> nicht zahlen" zurueckziehen.
>

Vermutlich.


- Henry

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Dimo Tabken

unread,
Jun 4, 2008, 1:06:42 PM6/4/08
to
Am Wed, 04 Jun 2008 16:28:25 +0200 schrieb Henry Kiefer:

> Die Säge ist auch sowas von schwach. Wenn sie zum Stehen kommt, kann ich
> sie problemlos einfach so halten. Da ist nix mit wegschlagen. Aber ich
> habe auch ziemlich viel Kraft in meinen Riesenpranken.
>
> Ich sehe das unter praktischem Gesichtspunkt. Gefahr ist überall.

so ähnlich habe ich mit 18 Jahren auch mal gedacht. Dann stapfte ich
testosteronbewehrt in die Batterieladestation des KFZ-Betriebes, in dem ich
gelernt habe. Selbstverständlich *ohne* Schutzbrille / Schürze etc. dafür
war ich ja viiiiel zu cool und ausserdem konnte ich ja die Gefahr ganz
genau einschätzen, weil ich so'n unfassbar kluges Bürschchen war (bin ich
heute nicht mehr).
Beim Einschalten des Ladegerätes flog mir dann eine (zum Glück nur) kleine
12V-Motorradbatterie um die Ohren, Batteriesäure im ganzen Gesicht und in
den Augen. Das "Mitbringsel" von dieser Geschichte habe ich heute, 20 Jahre
später, noch immer in Form einer Narbe immer bei mir ...

Seit diesem Tag bin ich sicherlich etwas "pissig" wenn's um laxe Handhabung
sinnvoller Sicherheitsmaßnahmen geht ...

Für mich ist damit hier EOD.
Ich wünsche Dir mit Deiner Kettensäge alles Gute, das Wesentliche zu
Sicherheit und ähnlichem ist in diesem Thread gesagt. Was Du nun daraus
machst ist Deine Entscheidung.


--
Gruß
Dimo

Henry Kiefer

unread,
Jun 4, 2008, 1:17:55 PM6/4/08
to
Dimo Tabken schrieb:

Was mich jetzt interessiert: Hat die Berufgenossenschaft den
Arbeitsunfall anerkannt und du bekommst Geld oder sonstwie Anerkennung?


- Henry


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Sven Hofmann

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Jun 4, 2008, 4:25:13 PM6/4/08
to
Heiko Rech schrieb:

> Hallo,
> On 4 Jun., 16:28, Henry Kiefer <ehydra_news_20070...@arcor.de> wrote:
>

>> Das ist der gleiche Effekt wie
>> mit Sicherheitsschuhen. Der Stapler fährt halb drauf und sie kriegen den
>> Fuß nimmer raus, weil die Stahlkappe den Fuß unlöslich insich festklemmt.
>
> Blöde Argumentation. Wenn die Hallendecke einstürzt nützen die
> Sicherheitsschuhe auch nichts. Andererseits, ist der Fuß, wenn der
> Stapler drüberfährt mit und ohne Sicherheitsschuhe Matsch. Wer so
> denkt, ist selbst schuld, wenn er durch solche Sachen zum Krüppel
> wird.
>

Ihr werdet Euch wundern, und mir vielleicht nicht glauben. Aber die
Stahlkappe im Schuh hält einem solchen Unfall sogar stand.
Kommt natürlich auf den Stapler an.
Ich hatte einen 2t Tresor auf dem Fuß stehen, den ein Kollege zu früh
abgesetzt hat.
Ergebnis: Schuh und Stahlkappe haben gehalten, Fuß unverletzt, und auch
der blaue Fleck am A... des Kollegen vom Tritt mit eben diesem Fuß ;)
ist wieder verheilt.

--
Suche heimwerkertaugliche Bauanleitung für eine sinnvolle Signatur.
Oder einen Shop, wo man eine solche billig kaufen kann.

Henry Kiefer

unread,
Jun 4, 2008, 5:00:59 PM6/4/08
to
Sven Hofmann schrieb:

> Ihr werdet Euch wundern, und mir vielleicht nicht glauben. Aber die
> Stahlkappe im Schuh hält einem solchen Unfall sogar stand.
> Kommt natürlich auf den Stapler an.
> Ich hatte einen 2t Tresor auf dem Fuß stehen, den ein Kollege zu früh
> abgesetzt hat.
> Ergebnis: Schuh und Stahlkappe haben gehalten, Fuß unverletzt, und auch
> der blaue Fleck am A... des Kollegen vom Tritt mit eben diesem Fuß ;)
> ist wieder verheilt.
>

Na Glück gehabt, aber das Leben endet sowieso immer gleich ;-)

Ich kann mich jedenfalls noch gut an die Schwitzerei im Sommer mit
Stahlkappen-Sicherheitsschuhen in meiner Lehrzeit bei einem großen
deutschen Telekommunikationsunternehmen erinnern.

Ergebnis: Mechanisch gesunde Füße mit Käsekultur.


- Henry

--
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Dimo Tabken

unread,
Jun 5, 2008, 12:39:19 AM6/5/08
to
Am Wed, 04 Jun 2008 19:17:55 +0200 schrieb Henry Kiefer:

> Hat die Berufgenossenschaft den
> Arbeitsunfall anerkannt und du bekommst Geld oder sonstwie Anerkennung?

Geld???
Anerkennung???
Für das bewußte Ausserachtlassen geltender und hinlänglich bekannter
Sicherheitsvorschriften?

Mannmannmann, Du hast schon eine etwas gewöhnungsbedürftige
Grundeinstellung.

So. Nu aber endgültig EOD. Du scheinst mir wirklich hochgradig
erkenntnisresistent zu sein.

--
Gruß
Dimo

Jens Schumacher

unread,
Jun 5, 2008, 2:54:12 AM6/5/08
to
On Wed, 04 Jun 2008 22:25:13 +0200, Sven Hofmann <sand...@googlemail.com>
wrote:

>Ihr werdet Euch wundern, und mir vielleicht nicht glauben. Aber die
>Stahlkappe im Schuh hält einem solchen Unfall sogar stand.
>Kommt natürlich auf den Stapler an.
>Ich hatte einen 2t Tresor auf dem Fuß stehen, den ein Kollege zu früh
>abgesetzt hat.
>Ergebnis: Schuh und Stahlkappe haben gehalten, Fuß unverletzt, und auch
>der blaue Fleck am A... des Kollegen vom Tritt mit eben diesem Fuß ;)
>ist wieder verheilt.

Bei Mythbuster haben die doch neulich Sicherheitsschuhe getestet.
Iirc war die Stahlkappe erst platt als die 180kg aus 3 m haben drauffallen
lassen.

Jens

Jens Schumacher

unread,
Jun 5, 2008, 2:58:17 AM6/5/08
to
On Wed, 4 Jun 2008 15:56:05 +0200, "Roland Messerschmidt"
<nos...@rfc2606.invalid> wrote:

>Hallo Jürgen!
>
>Jürgen Exner schrieb:
>
>> Zugegeben, deine 1.3kW elektrische Saege ist verglichen mit einer
>> Sthil oder Husquarna mit 1.2m Schwert und Schnellschnittkette eher
>> ein Spielzeug.
>
>Pah! Alles Spielzeug!
>
>Kettensäge mit V8-Chevy-Motor:
>http://www.youtube.com/watch?v=AESHm7pdthU
>

Ob da Schnittschutzhosen halten würden...?

Jens

Joerg Dorchain

unread,
Jun 5, 2008, 3:33:41 AM6/5/08
to
Henry Kiefer <ehydra_new...@arcor.de> wrote:
> >
> > Nach der Evolutionstheorie koennen bis zu 10% der Bevoelkerung nicht
> > reproduktiv sein, ohne dass es auffaellt, aber gesund die die
> > Einstellung nicht.
> >

> Noch nie gehört. Woher hast du das?

Die WHO veroffentlich sowas. Die 10% ergeben sich aus deren Vorstellung
der Zahl der Schwulen und Priester.

> BTW: Die Vermehrung ist bereits abgeschlossen. Weiterer Nachwuchs auch
> nicht mehr geplant ;-)

Ach deswegen die Kandidatur fuer den Darwin-Award.

> >
> > Nein, fuer Juristen im Schadensersatzprozess.

> Arrgh. Von denen kriegste eh nix. Das konnte ich schon mehrmals

Umgekehrt rum. Die kriegen von Dir, wenn Du die BG-Vorgaben missachtest.

> >> Die Säge ist auch sowas von schwach. Wenn sie zum Stehen kommt, kann ich
> >> sie problemlos einfach so halten. Da ist nix mit wegschlagen. Aber ich
> >> habe auch ziemlich viel Kraft in meinen Riesenpranken.
> >
> > Ein Kickback geht schneller als Du reagieren kannst. Es gab da mal im
> > oeffentlich-rechtlichen einen Motorsaegentest, bei dem ein Kuerbis mit
> > einwandfreier und mit schlechter Kettenbremse herhalten musste.

> Jetzt muß aber der youtube-Link kommen! Staplerfahrer Klaus war dabei?

Weil Du es bist:
http://daserste.ndr.de/ardratgebertechnik/archiv/haushalt_garten/erste254.html

youtube hat in der Tat recht interssante Filme, was mit mit Motorsaegen
nicht machen sollte.

Joerg

Joerg Dorchain

unread,
Jun 5, 2008, 3:36:02 AM6/5/08
to

Wenn sie fuer Kettengeschwindigkeiten ueber 50m/s ausgelegt sind...

Joerg

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