Wir möchten das Dach unseres Hauses nachträglich dämmen (Warmdachprinzip).
Alle uns zur Verfügung stehenden Anleitungen in div. Büchern und Broschüren
sehen eine Unterspannbahn über der Dämmung vor. So weit - so gut.
Leider ist nirgendwo erklärt, wie man diese anbringt. Sie scheint überall
bereits vorhanden zu sein.
Gibt es eine Möglichkeit, diese nachträglich noch anzubringen, ohne das Dach
abdecken zu müssen??
Wenn nicht, kann man sie einfach weglassen oder gibt es sonst eine
Alternative??
Für Vorschläge wären wir sehr dankbar.
Martina und Richard
[Unterspannbahn]
>Gibt es eine Möglichkeit, diese nachträglich noch
>anzubringen, ohne das Dach abdecken zu müssen??
Ich hab das vor ein paar Monaten so gelöst, die diffusionsoffene
Folie von innen auf die Balken getackert, darauf nochmals dicke
Lattung (kannst gleich Unebenheiten mit ausgleichen), zwischen
diese Lattung die Dämmung, darüber eine Dampfsperrfolie und
darauf Gipskarton.
Das hat dann den Vorteil, daß die Dämmung nicht feucht wird und
die Feuchtigkeit auf das Gebälk übergeht, Nachteil ist ein
minimaler Raumverlust.
>Wenn nicht, kann man sie einfach weglassen oder gibt es sonst
>eine Alternative??
Keine Ahnung, da können vielleicht die Fachleute etwas zu sagen?
schöne Grüße,
Thomas
dan ist doch ok...
>
> Gibt es eine Möglichkeit, diese nachträglich noch anzubringen, ohne das
Dach
> abdecken zu müssen??
so nicht ...
> Wenn nicht, kann man sie einfach weglassen oder gibt es sonst eine
> Alternative??
ja, die dämmung UNTER den sparren anbringen - nur geringer raumverlust und
evtl angenehmeres arbeiten. leider haben die sparren in älteren häusern
nicht immer den gleichmäßigen abstand...
ich stehe vor dem gleichen problem :-( und habe beschlossen einfach die
isolierung unter die sparren zu verlegen: unterspannbahn UNTER die sparren
zu bringen, dann die isolierung, dann damppfsperre, dann fermazellplatten
als fläche zur wohnung. als abstandshalter dürften zölllige bretter reichen.
hätte auch den vorteil das du die isolierung beliebig dick machen kannst. in
der regel sind ältere sparren auchz nicht dich genug, so das du sowieso die
aufdoppeln (dicher machen) mußt. also lass das kaltdach wie es ist und setz
deien isolierung drunter! wenn irgetwann das dach nachgedeckt werden sollte
kannst du die sparren zusätzlich noch dämmen.
bei uns ginge das nicht, bzw die andere doppelhaushälfte müßte dann
mitziehen.. ansonsten gibt es eine stufe im dach, sieht häßlich aus und ist
fast nicht dicht zu kriegen.
steffen
auf jeden Fall eine gute Lösung. Aber manchmal hat man dann nicht genug
Stehhöhe und möchte doch lieber zwischen den Sparren dämmen, dann ...
> >Wenn nicht, kann man sie einfach weglassen oder gibt es sonst
> >eine Alternative??
>
Weglassen: keinesfalls, denn jeder Fehler im Dach schlägt dann gleich
bis in die Dämmung durch, Flugschnee auch.
/Standardspruch ON/
Besuch mal die Seiten der Hersteller von Zellulosedämmung, da gibt es
einige Vorschläge zu Deinem Thema. Startpunkt ist
http://www.zellofant.de, mit einer sehr guten Linkliste.
/Standardspruch OFF/
WICHTIG: Die Schäden durch Dampf_diffusion_ sind selten, werden aber
übermäßig gefürchtet. Viel wichtiger ist eine luftdichte
Innenschale,damit keine _Konvektion_ von innen nach außen vorkommt.
Bei weiteren Fragen ( die nicht mehr im Archiv zu finden sind ;-) )
stehe ich gern zur Verfügung.
Viele Grüße
Werner Reimann
Sent via Deja.com
http://www.deja.com/
Also AFAIK hat die Unterspannbahn die Hauptaufgabe, von außen
eintretende Feuchtigkeit und Flugschnee abzuhalten (letzteren hatten wir
einmal wirklich _Berge_weise auf unserem Dachboden!)
Ich habe bei uns die Unterspannbahn in der Mitte längs durchgeschnitten
und von innen gegen die Sparren ge-tacker-t:
-------------------------
Dachlatten
-------------------------
+---+ +---+ Sparren
| |+----------+| | Unterspannbahn
| || || |
| ---+ +--- | Tackerklammer
| ||| ||| |
| ---+ +--- |
| || || |
| | | |
+---+ +---+
Man sollte nur darauf achten, daß zwischen Unterspannbahn und Dachlatten
noch etwas Luft bleibt, damit eventuell eintretende Feuchtigkeit auch
nach unten abfließen kann. Wenn möglich, das untere Ende unter der
untersten Dachpfanne durchziehen und in die Regenrinne hängen lassen.
In diese Unterspannbahn-Rinne habe ich dann die Dämmung geklemmt, eine
Dampfsperre 'drüber und dann über Konterlattung vertäfelt.
Nicht professionell und ohne Garantie!
Josef
--
Josef Möllers (Pinguinpfleger bei FSC)
If failure had no penalty success would not be a prize (T. Pratchett)
> Alle uns zur Verfügung stehenden Anleitungen in div. Büchern und Broschüren
> sehen eine Unterspannbahn über der Dämmung vor. So weit - so gut.
Heute werden Dachpfannen einfach nur auf die Lattung gelegt. Die Pfannen
werden nicht vermörtelt und nicht in Pappdocken gelegt. Dadurch kann
Schnee eintreiben oder ein bischen Wasser durchspritzen. Damit dieses
Wasser nicht in die Wohnräume gelangt, gibt es eine Unterspannbahn.
Ich bin weder Dachdecker, noch Zimmermann (vielleicht werden mich
Fachleute eines besseren belehren).
Ich würde einfach auf die Unterspannbahn verzichten, wenn
die Pfanen in Pappdocken gelegt sind
oder die Fugen zwischen den Pfannen vermörtelt oder anders verschlossen
(ich habe ein Dach gesehen, welches mit Bitumenmasse verfugt war) sind. In
diesem Fall ggf. vor dem Dämmen die Vermörtelung o. ä. ausbessern, denn
von außen geht das nicht gut.
Eine Unterspannbahn ist nämlich nur ein Ersatz für die Abdichtung zwischen
den Pfannen.
MfG
Matthias