ich hoffe, die Frage ist nicht zu sehr offtopic.
Wir haben einen alten Siemens-Koch-Backofen (Kitchenette) von 1950, oben
zwei Kochplatten mit Abdeckung und unten ein recht großes Backfach. Im
Backfach gibt es ein herausnehmbares Backblech, welches unbeschichtet ist
und immer schwarz war. Meiner Frau und mir tat es gute Dienste während
unserer Studentenzeit. Wir haben sehr oft darauf Kuchen und Plätzchen
gebacken. Das gelang ganz prima.
Inzwischen stand das Gerät samt Backblech 25 Jahre in einem feuchten Keller.
Jetzt studiert unsere Tochter und verwendet das Gerät in ihrer heutigen
Studentenbude prima weiter, es hat keineswegs gelitten (alles emailliert).
Nur das Backblech ist im feuchten Keller total verrostet. Wir haben es von
Rost befreit mit Backofenspray und mit Stahlwolle. Aber es rostet lustig
weiter auch bei normalen Wohnraumbedingungen.
Was kann ich machen, um es zu passivieren und dennoch zum Backen verwenden
zu können? Ich dachte z.B. daran es mit Speiseöl einzureiben und einige
Stunden lang bei 140 °C wärmezubehandeln. Dabei soll das Öl ohne zu cracken
die feinen Oberflächenstrukturen gut benetzen, um damit das Blech zu
passivieren.
Was meint ihr?
Viele Grüße,
Andreas
Wenn Du Gründe hast, das nicht zu tun, würde ich es vielleicht mal mit
Bio-Leinölfirnis probieren. Wie gut das Ding nach Behandlung mit der
Ofenhitze klarkommt, weiss ich allerdings nicht.
Die Leinölfirnis kostet allerdings in üblichen Behältern geschätzt das
Doppelte eines neuen Blechs. Aber vielleicht hat ja irgendjemand sowas
übrig.
- Carsten
de.etc.haushalt ginge auch aber so weit daneben finde ich es hier auch nicht
> Was kann ich machen, um es zu passivieren und dennoch zum Backen verwenden
> zu kᅵnnen? Ich dachte z.B. daran es mit Speiseᅵl einzureiben und einige
> Stunden lang bei 140 ᅵC wᅵrmezubehandeln. Dabei soll das ᅵl ohne zu cracken
> die feinen Oberflᅵchenstrukturen gut benetzen, um damit das Blech zu
> passivieren.
> Was meint ihr?
Zum/nach dem Reinigen und jeweils vor dem Benutzen mit fettigem/ᅵligem
Kᅵchenpapier abreiben. Das Einbraten einer Schicht wie bei Eisenpfannen
ist vielleicht geschmacklich bei Kuchen nicht so angebracht wie bei
Bratkartoffeln und Steaks.
--
MfG Knut
> Was kann ich machen, um es zu passivieren und dennoch zum Backen verwenden
> zu können?
Was wirklich hilft ist Phosphorsäure. Blech peinlich gut entfetten und
Säure möglichst gleichmäßig aufpinseln. Man sieht, wann der Rost von
braun nach schwarz und weiter nach dunkelgrau umgewandelt ist, hängt von
seiner Dicke und der Umgebungstemperatur ab. Auf heißem Blech reagiert
der Sums in Sekunden, kalt bis zu 30 Minuten. Dabei kann das Blech
durchaus auch stellenweise zu dünn werden. Säure abspülen und mit heißer
Waschlauge und Bürste die Reste ganz beseitigen.
Nach dieser Behandlung wird üblicherweise lackiert - also hier mit
Stahlwolle glätten, wieder abwaschen, einfetten. Dann besteht die Chance
dass neuer Rost auf sich warten lässt.
Wirtschaftlich sinnvoll ist nur der Neukauf.
Ernst-Peter
wenn das Backblech früher nicht (so stark) gerostet hat, dann ist es
vermutlich aus irgend einer Legierung ....
dann kann die nun auftretende (stärkere) Rostbildung durch die
"Stahlwolle" oder anderweitige Fremdeisenverunreinigung verursacht sein.
Also mal in eine starke Säure legen und hoffen, dass das Fremdeisen
damit verschwindet. ... und dann lebensmitteltauglich passivieren ...
einer der Suchmaschinen-Treffer:
http://www.euro-inox.org/pdf/map/Passivating_Pickling_DE.pdf
--
Mit freundlichem Gruß
Robert
>Was wirklich hilft ist Phosphors�ure.
... die man als Zutat in manchen Sanit�rreinigern einfach bekommt.
Ansonsten sind die anderswo erw�hnten Aldi-Backbleche in der Breite verstellbar,
passen also "immer".
Thomas Prufer
Aber nicht in der Tiefe - und das dürfte bei solchen "Miniküchen" das
Hauptproblem sein.
> passen also "immer".
Das Ding dürfte in etwa die Grundfläche einer Doppelkochplatte haben -
dafür kriegt man keine Ersatzbleche "einfach so".
>
Gruß
Ruth
(Hausfrauenlösung: Belech mit Alufolie ausschlagen und Backpapier
verwenden.)
>> Was wirklich hilft ist Phosphorsäure.
>
> ... die man als Zutat in manchen Sanitärreinigern einfach bekommt.
Oder man nimmt 'ne Cola. ;-)
Harald
>Am 07.02.2011 08:58, schrieb Thomas Prufer:
>> Ansonsten sind die anderswo erwähnten Aldi-Backbleche in der Breite verstellbar,
>
>Aber nicht in der Tiefe - und das dürfte bei solchen "Miniküchen" das
>Hauptproblem sein.
Klar, Meterstab mitnehmen. In manchen Miniofen passen die um 90° gedreht genau,
also in die Tiefe das verstellbare, die Breite ISTR 33 cm.
Kostete 3 oder 4 Euro für ein beschichtetes Backblech.
Thomas Prufer
Viele Gr��e,
Andreas
"Ernst-Peter Nawothnig" <e.p.na...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:iinc98$fvg$00$1...@news.t-online.com...
Am 06.02.2011 23:55, schrieb Andreas B�ttcher:
> Was kann ich machen, um es zu passivieren und dennoch zum Backen verwenden
> zu k�nnen?
Was wirklich hilft ist Phosphors�ure. Blech peinlich gut entfetten und
S�ure m�glichst gleichm��ig aufpinseln. Man sieht, wann der Rost von
braun nach schwarz und weiter nach dunkelgrau umgewandelt ist, h�ngt von
seiner Dicke und der Umgebungstemperatur ab. Auf hei�em Blech reagiert
der Sums in Sekunden, kalt bis zu 30 Minuten. Dabei kann das Blech
durchaus auch stellenweise zu d�nn werden. S�ure absp�len und mit hei�er
Waschlauge und B�rste die Reste ganz beseitigen.
Nach dieser Behandlung wird �blicherweise lackiert - also hier mit
Stahlwolle gl�tten, wieder abwaschen, einfetten. Dann besteht die Chance
dass neuer Rost auf sich warten l�sst.
Wieso lässt Du dich auf den unsicheren Ausgang so einer Behandlung ein,
aber nicht auf den garnicht so unsicheren Ausgang einer Suche nach einer
passenden Neuanschaffung? Das Originalblech kann man aus
Traditionsgründen ja immer noch behalten. Notfalls lässt Du dir beim
Metallverarbeiter um die Ecke sowas in Edelstahl abkanten.
Ich wage zu bezweifeln, dass ein so hergerichtetes Blech jemals wieder
die Qualitäten eines 08/15 Ersatzes erreichen kann. Und Du glaubst doch
sicher auch nicht daran, dass deine Tochter das Ding entsprechend
pflegen wird? Das Ding wird tageweise nass rumstehen, davon kannst Du
ausgehen, und die Mühe wird umsonst gewesen sein.
- Carsten
Einfache Loesung: irgendein Backblech kaufen, das von den Abmessungen
her _in_ den Ofen passt, und dieses zum Backen einfach auf das
Ofengitter/Ofenrost legen. Dann muss das Blech naemlich nicht genau
passend sein, und das scheint ja in den anderen Antworten wohl der
Haupteinwand gegen eine Neuanschaffung zu sein.
Hier in den USA gibt es das gar nicht anders: von Wand zu Wand genau
passende Blackbleche sind voellig unbekannt. Man nimmt halt die Groesse,
die man vom Rezept her braucht und legt sie einfach auf das Gitter.
jue
>Notfalls l�sst Du dir beim
>Metallverarbeiter um die Ecke sowas in Edelstahl abkanten.
Oder, weil ja drheimwerken: Aus einem anderen Herd ein Alublech nehmen, �ber die
Kreiss�ge schieben, zusammenschieben, mit Blindnieten in passender Breite
fixieren...
Thomas Prufer
> Die Rezepte sind bei uns so ausgelegt, dass man ein Standardblech (44 cm
> breit und 38 cm tief) braucht.
???
Da kann ich messen... und messen... und...
Das Blech im erst wenige Monate alten! AEG Herd misst außen: 36cm x
42,5cm, innen (wo misst Du?)- also im 'nutzbaren Raum': 32cm x 39cm.
> Andernfalls läuft der Teig über oder man
> muss tricksen.
Tricksen? Man(n) bzw. Frau muss zwangsläufig bei den nicht genormten
Küchengeräten entsprechend 'anpassen'.
Alles Gewöhnungssache.
Wir? geben Rezepte in Gramm und Milliliter weiter. Die USAmis bevorzugen
ihre 'Cups'. Bei uns? heisst das in Rezepten auch gelegentlich- ohne
maßliche Festlegung- eine 'Tasse' (wie groß ist denn Deine überhaupt?)
von irgendeiner Zutat...- bei denen als genormte 'Messbecher' zu erwerben.
Umrechnen von Inches, Gallonen, Füssen macht immer wieder Probleme. Da
flitzen mal schnell sauteure Weltraumobjekte in ganz falsche
Richtungen... weil diejenigen, die sich zwar schon vor Jahrhunderten vom
Empire losgesagt haben, weiterhin an Meilen, Ellen, Klaftern, Füssen,
Unzen... festhalten. Wissenschaftliche Arbeit findet im metrischen
System statt. Angaben wie '3 Meilen- 427 Füsse- 5/16" ' sind doch vor'n
Poppes.
Und 'Standardblech' 44x38... in welchem marktüblichen Gerät gipps das?
Und... der OP schrubselte was von 'Kitchenette'. Irgendein Gerät das
schon mehr als ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel hat. Kein
Standard-Herd- oder- Einbauherd ist. Irgendwas historisches/exotisches.
Konkrete Maße fehlen auch noch.
So what?
Elektroschrott.
Oder will der OP datt Dingens noch in die nexte Generation überführen?
Sag zum Abschied leise Servus, nicht Goodbye und nicht Adieu denn...
Billige Singlegeräte gibt's in energiesparender Ausführung.
Micha
Ein solches Blech wird in den in diesem Thread diskutierten Ofen wohl
sowieso nicht reinpassen.
>Andernfalls läuft der Teig über oder man
>muss tricksen.
Also wird der OP darum sowie nicht herumkommen.
jue
Genauso haben wir das auch gemacht. Einbauofen, 40 Jahre alt und
schmaler als heutige, ergo gab es keine passenden Bleche mehr.
--
Gruesse, Joerg
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Das mit den Steinen ist mir nur in Schottland passiert. Hubschrauberflug
Richtung Bohrinsel ... "How many stones do you weigh?"
Wo liegt denn das Problem ein Rezept fuer eine andere Backblechgroesse
umzurechnen? Immerhin ist vor geraumer Zeit das Zeitalter der
Taschenrechner angebrochen :-)
wenn du das schon so gereinigt hast und ggfs. noch Rostreste da sind,
mit (Ortho-)Phosphorsᅵure behandeln (ich nehm da zuckerfreie Cola aus
dem Aldi). Ansonsten einfach gut einfetten und mal bei hohen
Temperaturen etwas backen, ohne das Blech anschliessend wieder blank zu
schrubben.
Mfg
Axel
Oder Trial and Error. So haben wir das gemacht nachdem wir anfingen
Pizza im Grill zu backen. Da dient jetzt das Bodenblech meines alten
Selbstbaucomputers. Muss man nur bestimmen wer bei 3-1/2 Personen die
"halbte Person" ist und weniger bekommt. Wie ging das noch in der
Schule? Ene-mene-mu, und aus bist Du :-)