Ich habe bereits einige gemauerte Wände mit Kalk-Zementputz verputzt und
verfilzt. Diese Oberfläche möchte ich nur noch streichen und fertig.
Nun habe ich meine Decken mit Rigips abgehängt und noch ein paar
Trockenwände aus Farmacell, da gefällt mir aber die glatte Oberfläche
nicht.
Kann ich hier auch einen Kalk-Zementputz dünn auftragen?
Wie dick muß dieser mindestens sein (damit dieser nicht abplatzt)?
Wie muß man die Platten vorbehandeln?
Was muß man sonst noch beachten?
Wielen Dank für euere Hilfe
Peter Fischer
Hallo Peter,
> Ich habe bereits einige gemauerte Wände mit Kalk-Zementputz verputzt und
> verfilzt. Diese Oberfläche möchte ich nur noch streichen und fertig.
> Nun habe ich meine Decken mit Rigips abgehängt und noch ein paar
> Trockenwände aus Farmacell, da gefällt mir aber die glatte Oberfläche
> nicht.
> Kann ich hier auch einen Kalk-Zementputz dünn auftragen?
Kann man schon, aber warum einen Putz, und dann auch noch einen
Kalk-Zement-Putz, nehmen? Wenn, dann würde ich einen Dünnputz auf
Gipsbasis verwenden. Strukturieren kannst Du die Flächen doch aber auch
anders - mit der Farbrolle zum Beispiel. Ist das nicht identisch genug
mit den anderen Putzoberflächen?
> Wie dick muß dieser mindestens sein (damit dieser nicht abplatzt)?
Umgekehrt: Wie dünn muss er sein, damit er dran bleibt? So dünn wie
möglich und dann ganzflächig armiert mit Gewebe (IMHO).
> Wie muß man die Platten vorbehandeln?
Um eine Grundierung mit Aufbrennsperre/Gipsgrund kämst Du wohl kaum
herum und empfehlen würde _ich_ den Aufbau so nicht.
Vielleicht hat das ja schon mal jemand gemacht, ich wüsste jetzt weder
positive noch negative Praxiserfahrungen zu berichten.
Die Decke würde _ich_ aber auf keinen Fall normal verputzen, sondern mit
einem Rollputz oder einem Kunstharzputz mit Reibeputz-Optik o.ä.
versehen.
Zu den Fermacell-Wänden ... der Hersteller schreibt nicht viel dazu:
(Zitat von http://www.fels.de/dseiten/d069.htm)
| Strukturputze: Bei vorgesehener Beschichtung der FERMACELL Flächen
| mit Strukturdünnputz (max. 4 mm) ist eine zusätzliche Armierung der
| Fugen mit einem Glasvliesstreifen vorzusehen. Der Armierungsstreifen
| wird mit Weißleim (PVAC-Leim) aufgeklebt - ohne Nachspachtelung.
| Kunststoff- und Mineralputze müssen entsprechend den Angaben der
| Hersteller für Gipsbauplatten geeignet sein. EineGrundierung oder
| Vorbehandlung der Fläche ist dann erforderlich, wenn der
| Dünnputzhersteller dieses für Gipsuntergründe vorschreibt.
Also: Gehen tut vieles, aber ob das so das gelbe vom Ei ist?
HTH,
Andrea
Hallo
>
>Ich habe bereits einige gemauerte Wände mit Kalk-Zementputz verputzt und
>verfilzt. Diese Oberfläche möchte ich nur noch streichen und fertig.
>Nun habe ich meine Decken mit Rigips abgehängt und noch ein paar
>Trockenwände aus Farmacell, da gefällt mir aber die glatte Oberfläche
>nicht.
Jau, das ging uns genauso.
>Kann ich hier auch einen Kalk-Zementputz dünn auftragen?
>Wie dick muß dieser mindestens sein (damit dieser nicht abplatzt)?
>Wie muß man die Platten vorbehandeln?
>Was muß man sonst noch beachten?
Wir hatten uns in so 'nem Öko-Laden eine Art Streichputz gekauft. Das war
Farbe mit Marmormehl drin. Die Decken haben wir gerollt und die Wände mit
einem Quast (in Kreisen) gestrichen. Das Zeugs kostet aber DM125.- pro
Eimer. Ganz schön heftig. Sieht aber toll aus.
Die Platten müssen dafür nicht vorbehandelt werden.
Wir hatten dann von einem Fachmann eine günstige Alternative erfahren:
Maschinenputz MP75 (ganz billiges Zeug) recht dünn angemacht (nicht zu viel
auf einmal) und mit einem Quast auf die Wände gestrichen. Nachteil: ...muß
nachher noch gestrichen werden.
Das hatten wir vorher auf einer Gipskartonplatte (Reststück) ausprobiert.
Das Zeug klebt wie ähm ... Katzensch****. Am nächsten Tag bekamen wir es
selbst mit Gewalt nicht mehr runter.
>Wielen Dank für euere Hilfe
>Peter Fischer
Gruß Michael