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Möbel-Restauration: Wie *Schellack* erkennen und entfernen?

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Dirk Krämer

unread,
Apr 23, 2002, 9:49:43 AM4/23/02
to
Moin!

Ich habe kürzlich einen antiken Nußbaum-Schreibtisch (wahrscheinlich um
1910) erstanden, den ich gerne restaurieren würde, da die Oberfläche
zahlreiche Flecken aufweist. Der Verkäufer, der selbst auch restauriert,
meinte, das Holz sei mit Schellack poliert.

Falls der Mann recht hat, könnte ich den Schellack ja leicht mit Alkohl
und feiner Stahlwolle herunterwaschen.

Was aber, wenn das Holz mit etwas anderem als Schellack behandelt wurde?
Könnte ich dann mit obigen Mitteln womöglich einen irreversiblen Schaden
anrichten?

Kurzum, wie kann ich mich im vorhinein vergewissern, es tatsächlich mit
Schellack zu tun zu haben?

Wäre für jeden Rat dankbar!


Gruß, Dirk.

--
"Ihre körperlichen Reize befanden sich gerade in dem sonderbaren
Zeitpunkt, wo sie anfangen, ihre anziehende Kraft mit der abstoßenden
zu vertauschen." (Georg Christoph Lichtenberg)

Andrea Glatthor

unread,
Apr 25, 2002, 5:15:03 PM4/25/02
to
Hallo Dirk,

Dirk_K...@gmx.de (Dirk Krämer) schrieb:

[ antiken Nußbaum-Schreibtisch [...] mit Schellack poliert. ]


> Falls der Mann recht hat, könnte ich den Schellack ja leicht mit Alkohl
> und feiner Stahlwolle herunterwaschen.
>
> Was aber, wenn das Holz mit etwas anderem als Schellack behandelt wurde?
> Könnte ich dann mit obigen Mitteln womöglich einen irreversiblen Schaden
> anrichten?

Ich traue mich mal und mache eine Aussage: Nein. Du gehst dabei kein
Risiko ein. Im schlimmsten Fall wird das nix.

> Kurzum, wie kann ich mich im vorhinein vergewissern, es tatsächlich mit
> Schellack zu tun zu haben?

Hmmm. Da fällt mir jetzt nichts zu ein. Ich kenne Schellack nicht
näher. Da Du aber sowieso keinen Lackfilm hast von dem Du ein paar
Fitzel gewinnen könntest, stehen auch kaum Möglichkeiten offen.
Normalerweise erkennt man die verschiedenen Lackharze nämlich am
ehesten an den charakteristischen Geruch beim ankokeln. Der
"Kokeltest" empfiehlt sich aber nicht, so lange der Lack noch auf dem
Holz sitzt. :-)

Versuch es mit dem Alkohol. Ich habe eben mal nachgelesen und in
meinem schlauen Buch steht, dass sich Schellack mit der Zeit verändert
und seine Löslichkeit abnimmt. Bei altem Schellack kommst Du also mit
dem Alkohol vielleicht nicht weit.

Andrea
--
FAQ von de.rec.heimwerken http://www.d-r-h.de/faq/
FAQ von de.sci.chemie http://www.svbuc.de/dsc/faq/
Bauchemie-Datenbank http://db.baustoffchemie.de/

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