ein besserer Topic ist mir nicht eingefallen, da die Kesselregelung
offensichtlich wirklich spinnt, und zwar:
Mir ist aufgefallen (neben dem bekannten Effekt, dass beim Ausschalten
der Kellerneonröhren der Brenner ab und zu anspringt), dass die
Regelung manchmal nach dem Aufheizen auf Solltemperatur unmittelbar
danach nochmal kurz nachbrennt. Und dass immer mal wieder, also
brenn...stopp...brenn...stopp. In diesen Momenten geht auch die rote
Lampe "Wärmeanforderung'" kurz an.
Nun bin ich zwar kein Heizer, aber hab mal Steuer und Regelungstechnik
gehört. Also schaltunterlagen geholt und Regelgerät geöffnet.
Durch drehen des Potis für die Sockeltemperatur kann ich diesen Effekt
wiederholbar machen und -zum Glück- ausschalten, indem ich die
Sockeltemperatur nach links drehe.
Dass der Kessel jetzt zum schwitzen neigt, ist mir bewusst, sollte aber
bei den gegenwärtigen Temperaturen kein Problem sein.
Da ich noch ein anderes VRC-CB hatte, hab ich das mal
eingebaut-->gleicher Effekt -->Beide Regler kaputt, glaub ich nicht.
Meine Frage: Gibt es neben dem Vorlauffühler 692 (der offensichtlich
i.O. ist) einen weiteren Kesselfühler, den man in den Kreis der
Verdächtigen mitaufnehmen könnte?
Danke für die Antworten, Klaus
>ein besserer Topic ist mir nicht eingefallen, da die Kesselregelung
>offensichtlich wirklich spinnt, und zwar:
Die VRC-Kistchen haben entscheidende Mängel bezüglich der
Haltbarkeit: Der Drehschalter und die Potentiometer. Das sind
erfahrungsgemäß Komponenten, denen feuchte Luft etc auf Dauer
nicht gut bekommt. Bei Vaillant sind die darüberhinaus noch
ungekapselt.
Vaillant leistet sich darüberhinaus den Luxus, gleich aussehende Teile
mit völlig unterschiedlichem Innenaufbau versehen zu haben: Bei den
VRC's reicht das von früher konventioneller Technik bis zu SMD. Man
muß daher aufschrauben, um zu sehen, was man hat
(eBay-Käufer: Vorsicht).
Imho sind aber in allen die verfl... Schalter und Potis gleich.
>Mir ist aufgefallen (neben dem bekannten Effekt, dass beim Ausschalten
>der Kellerneonröhren der Brenner ab und zu anspringt), dass die
>Regelung manchmal nach dem Aufheizen auf Solltemperatur unmittelbar
>danach nochmal kurz nachbrennt. Und dass immer mal wieder, also
>brenn...stopp...brenn...stopp. In diesen Momenten geht auch die rote
>Lampe "Wärmeanforderung'" kurz an.
Ich habe eine VRC-Kiste durch geduldiges Dranherumspielen wieder
in Gang bekommen. Wenn bei den Sollvorgaben ein Wackler ist,
kann alles Mögliche passieren - auch ein Impuls von außen kann
die Sache zum Kippen bringen.
>Da ich noch ein anderes VRC-CB hatte, hab ich das mal
>eingebaut-->gleicher Effekt -->Beide Regler kaputt, glaub ich nicht.
Bei beiden Reglern werden die gleichen Schalter und Potis vorhanden
sein :-).
>Meine Frage: Gibt es neben dem Vorlauffühler 692 (der offensichtlich
>i.O. ist) einen weiteren Kesselfühler, den man in den Kreis der
>Verdächtigen mitaufnehmen könnte?
Imho nicht. Der VRC sorgt mittels Vorgaben für Ein- und Ausschalten,
der Rest am Kessel macht imho nur die Sicherheitsabschaltung.
Grüße,
H.
>Imho nicht. Der VRC sorgt mittels Vorgaben für Ein- und Ausschalten,
>der Rest am Kessel macht imho nur die Sicherheitsabschaltung.
Jetzt habe ich aber noch eine alte Steuerleiste von einem VKS 11E
herumliegen, an der nun 3 Fühler angeschlossen sind:
1. Einer zum Kesselthermometer (rund)
2. Einer zum Thermostaten (der grosse Schwarze Drehregler, Fühler hat
fast dreieckigen Querschnitt)
3. Einer zu einem weiteren siehtAusWieDerThermostatOhneDrehknopf in der
Schaltleiste (ebenfalls fast dreieckiger Querschnitt).
Laut Verdrahtungsplan des Kessels müssten am Kessel auch 2 Thermostate
vorhanden sein.
>Ich habe eine VRC-Kiste durch geduldiges Dranherumspielen wieder
>in Gang bekommen. Wenn bei den Sollvorgaben ein Wackler ist,
>kann alles Mögliche passieren - auch ein Impuls von außen kann
>die Sache zum Kippen bringen.
Genau das habe ich ja durch verändern der Sockelthemperatur versucht
(und ereicht durch wegdrehen der Sollthemperatur).
Sollte es am Ende ganz simpel das 47K Poti sein?
Gruss, Klaus
Die Fühler, die Du da aufzählst, gibt es auch an Deinem Kessel. Sie
wirken aber nicht auf den VRC-Regler, sondern funktionieren unabhängig
davon als Sicherheitseinrichtung (Kesselthermostat und
Sicherheitstemperaturbegrenzer) oder dienen nur Anzeigezwecken, ganz
ohne etwas zu regeln (Thermometer).
Die Fühler, die Einfluss auf die VRC nehmen, funktionieren als
temperaturabhängige elektrische Widerstände. Ausser dem Kesselfühler
gibt es da noch den Aussentemperaturfühler, ggf. einen
Raumtemperaturfühler, Speicherfühler für Warmwasserbereitung.
Könnte sein, dass einer davon defekt ist.
>Laut Verdrahtungsplan des Kessels müssten am Kessel auch 2 Thermostate
>vorhanden sein.
Ja, aber wie gesagt ohne Einfluss auf das Regelverhalten des VRC.
[...]
>Genau das habe ich ja durch verändern der Sockelthemperatur versucht
>(und ereicht durch wegdrehen der Sollthemperatur).
>Sollte es am Ende ganz simpel das 47K Poti sein?
Ich kann bestätigen, dass die Potentiometer öfter mal 'ne Macke haben.
--
______________
/schüüüüüüüß Martin Kienaß
Hamburg (Germany)
>Wie verhält es sich denn jetzt eigendlich mit der Tatsache, dass der Kessel
>momentan (zumindest im Nachtbetrieb) unterhalb seiner Solltemperatur
>gefahren wird? Stichwort 'Taupunkt bei Gasverbrennung.'
Das ist bei halbwegs modernen Niedertemperaturkesseln (Vaillant VKS ab
Bj '86 oder so zählen in diesem Sinne dazu) kein Problem.
Niedertemperaturkessel sind dafür ausgelegt, kurzzeitig auch im
Kondensationsbereich gefahren zu werden.
PS: Ich musste jetzt zweimal nachdenken, wie Deine Frage zu dem von
Dir gequoteten Teil des Vorgängerposting passen könnte. Ich habe
keinen Zusammenhang feststellen können.
Bitte bei Gelegenheit http://learn.to/quote auswendig lernen ;-)
> danach nochmal kurz nachbrennt. Und dass immer mal wieder, also
> brenn...stopp...brenn...stopp. In diesen Momenten geht auch die rote
> Lampe "Wärmeanforderung'" kurz an.
hmm, ich nehme an, Du hast eine Heizung mit unterstehendem WW-Speicher. Das
vrc-cbw bekommt Informationen durch die Fühler vrc 692 und 693 sowie einen
Brauchwasserfühler, die Nummer hab ich gerade nicht im Kopf evtl. 710939,
übermittelt. Wärmeanforderung schaltet es wenn, der Vorlauffühler in
Abhängigkeit von der Heizkurve nach Verrechnung mit dem Aussenfühler
einen bestimmten Wert unterschreitet. Oder wenn der Brauchwasserfühler
kaltes Duschwasser signalisiert (Vorrang).
Evtl. hat einer dieser Fühler nen Knall, dazu kannst Du versuchen
rauszufinden, welche Art Wärmeanforderung vorliegt, wenn die Heizung dieses
unschöne Verhalten Aufweist. Evtl. nutzt es Dir das Zweiwegeventil zu
beobachten, also ob WW oder Heizung erhitzt werden soll.
Ausserdem kannst Du prüfen, ob die Heizungspumpe in Ordnung ist.
> Da ich noch ein anderes VRC-CB hatte, hab ich das mal
> eingebaut-->gleicher Effekt -->Beide Regler kaputt, glaub ich nicht.
Genau, vermutlich der Brauchwasserfühler/Pumpe/Umschaltventil defekt.
An den Platinen vom STB und Brenner, also das was oben rechts im schwarzen
Kasten ist, solltest Du nicht manipulieren. Da sollte ein Fachman nachsehen,
weil evtl. gefährlich bei Fehlfunktion.
W.
Ne, oh sorry hab ich nicht erwähnt. Ich hab zwar das Steuergerät CBW
aber keinen WW-Speicher angeschlossen. Das war mal ein Bauvorhaben
meinerseits. Habe ich aber wieder verworfen, da ich dann doch keine
Lust hatte auf schreiende Kinder und frierende Frau, wenns nicht sofort
klappt.
>Ausserdem kannst Du prüfen, ob die Heizungspumpe in Ordnung ist.
Pumpe pumpt, Wohnung wird warm.
>An den Platinen vom STB und Brenner, also das was oben rechts im schwarzen
>Kasten ist, solltest Du nicht manipulieren. Da sollte ein Fachman nachsehen,
>weil evtl. gefährlich bei Fehlfunktion.
Als Elektroingenieur traue ich mir das zu, obwohl ich seit Jahren in
Software mache. Von wirklich sicherheitsrelevanten Teilen wie dem
Feuerungsautomaten oder gar vom Gas lass ich die Finger. Danke für den
Hinweis.
Gruss, Klaus
Jetzt muss ich nochmal nachhaken:
Was meinst Du mit 'kurzzeitig im Kondensationsbereich'?
Ist es, weil der Kessel kurzzeitig auf Werte abkühlt unterhalb seiner
Solltemperatur, um dann wieder auf etwa 55° lt. Kesselthermometer
hochzuheizen, oder ist es, weil ich ihn momentan (eben kurzzeitig, bis
Reparatur), bedingt durch herabregeln der Solltemperatur, zu kalt fahre?
Wenn der Kessel tatsächlich ein NT Kessel ist, wieso brauche ich dann eine
Sockeltemperatur? Könnte ich ihn nicht dauerhaft nur durch die Heizkurve
steuern?
Gruss, Klaus
[...]
>Jetzt muss ich nochmal nachhaken:
>Was meinst Du mit 'kurzzeitig im Kondensationsbereich'?
"Kurzzeitig" im Gegensatz zu "ständig", wie es bei Brennwertgeräten
auftritt und dort auch gewünscht ist.
>Ist es, weil der Kessel kurzzeitig auf Werte abkühlt unterhalb seiner
>Solltemperatur, um dann wieder auf etwa 55° lt. Kesselthermometer
>hochzuheizen, oder ist es, weil ich ihn momentan (eben kurzzeitig, bis
>Reparatur), bedingt durch herabregeln der Solltemperatur, zu kalt fahre?
Eher ersteres, wobei ich da nicht so genau verstanden habe, was Du
meinst :-)
Zweiteres auf jeden Fall nicht.
Es macht dem Kessel nichts, wenn er z.B. während der Nachtabsenkung
auch nur bis 30°C heizt und dann abschaltet. Aber Vorsicht: Das muss
nicht unbedingt für den Schornstein gelten! Der sollte dann auch
dementsprechend feuchteunempfindlich sein.
>Wenn der Kessel tatsächlich ein NT Kessel ist, wieso brauche ich dann eine
>Sockeltemperatur?
Wer sagt denn, dass Du die brauchst? Wie gesagt, eventuell wegen des
Schornsteins, für den Kessel eigentlich nicht.
>Könnte ich ihn nicht dauerhaft nur durch die Heizkurve
>steuern?
Ja. Wie denn sonst?
Der VRC hat zwar die Möglichkeit, eine Sockeltemperatur (Vaillant
nennt das Kesseltemperatur-Minimalbegrenzung) vorzugeben (durch ein
von aussen nicht zugängliches Poti), dies ist aber für
Heizöl-NT-Kessel gedacht, weil man wohl Bedenken wegen des im Heizöl
enthaltenen Schwefels hat(te). Für Gas-NT Kessel stellt man die
Minimaltemperatur üblicherweise auf 20°C.
>Ja. Wie denn sonst?
Naja, die Heizkurve wurde ja durch die Minimalbegrenzung nach unten hin
geschnitten, sodass der Kessel nie unterhalb etwa 50° betrieben wurde.
>Der VRC hat zwar die Möglichkeit, eine Sockeltemperatur (Vaillant
>nennt das Kesseltemperatur-Minimalbegrenzung) vorzugeben (durch ein
>von aussen nicht zugängliches Poti), dies ist aber für
>Heizöl-NT-Kessel gedacht, weil man wohl Bedenken wegen des im Heizöl
>enthaltenen Schwefels hat(te). Für Gas-NT Kessel stellt man die
>Minimaltemperatur üblicherweise auf 20°C.
Ich frage mich jetzt eben, ob ich mir diese Begrenzung schenken kann,
da NT Kessel und Edelstahlschornstein. Ich könnte mir gut vorstellen,
dass das Bereitstellen der höheren Vorlauftemperatur (durch die
Minimalbegrenzung) bei moderaten Aussentemperaturen den
Energieverbrauch in die Höhe treibt.
Der Schornstein muss Kurz vor Kauf des Hauses meinerseits erneuert
worden sein. Möglicherweise hat man da ja einfach versäumt, zwecks
Energieeinsparung die Heizanlage auf den neuen Schornstein anzupassen.
Und ich Heize jetzt seit 8 Jahren mit eigendlich zu hoher
Vorlauftemperatur.
Wie soll ich da jetzt rangehen. So langsam sind die Temperaturen
erträglich und der Kessel kommt nur noch selten über 55° (lt.
Thermometer)
Gruss, Klaus
>>>Könnte ich ihn (den Kessel) nicht dauerhaft nur durch die Heizkurve
>>>steuern?
>
>>Ja. Wie denn sonst?
>
>Naja, die Heizkurve wurde ja durch die Minimalbegrenzung nach unten hin
>geschnitten, sodass der Kessel nie unterhalb etwa 50° betrieben wurde.
Nein. Wie diese Minimalbegrenzung wirkt, hatte ich Dir per mail schon
dargestellt.
BTW: Bitte entscheide Dich für einen Kommunikationsweg. Wenn Du per
mail fragst, bekommst du auch per mail die Antwort. Nur sollte man
dann nicht parallel dazu im usenet weiterdiskutieren. Also, bleiben
wir jetzt "hier".
[...]
> Ich frage mich jetzt eben, ob ich mir diese Begrenzung schenken kann,
Nach meiner Meinung ja.
>da NT Kessel und Edelstahlschornstein. Ich könnte mir gut vorstellen,
>dass das Bereitstellen der höheren Vorlauftemperatur (durch die
>Minimalbegrenzung) bei moderaten Aussentemperaturen den
>Energieverbrauch in die Höhe treibt.
Das ist sicher so. Die Bereitschaftsverluste werden höher sein, als
nötig wäre.
>Der Schornstein muss Kurz vor Kauf des Hauses meinerseits erneuert
>worden sein. Möglicherweise hat man da ja einfach versäumt, zwecks
>Energieeinsparung die Heizanlage auf den neuen Schornstein anzupassen.
Möglich. Oder der Regler war mal in einem Ölkessel in Betrieb und
wurde nicht auf Gas umgestellt.
>Und ich Heize jetzt seit 8 Jahren mit eigendlich zu hoher
>Vorlauftemperatur.
Ja.
>Wie soll ich da jetzt rangehen. So langsam sind die Temperaturen
>erträglich und der Kessel kommt nur noch selten über 55° (lt.
>Thermometer)
Wenn das jetzt alles funktioniert, lass es so.
Sorry dafür. Mir war nicht bewusst, dass ich -zuhause über Outlook-
den falschen 'Antwortbutton' gewählt habe. Deswegen habe ich heute
Morgen, als ich mein Posting nicht sah, über Google groups nochmal
gepostet. Deine Antwort in meinem Postfach habe ich noch nicht gelesen.
Danke bis dahin!
Klaus
>Wenn das jetzt alles funktioniert, lass es so.
Die eingangs des Threads erwähnten Potis und Schalter :-).
Jetzt gehen sie hier wieder, aber zu Beginn der nächsten
Heizperiode werde ich wieder Probleme haben.
Wenn jemand weiß, von welchem Hersteller die sind, und/oder
wo man die einzeln kaufen kann: Er ist willkommen uns an Seinem
Wissen teilhaben zu lassen.
Grüße,
H.
also die Potis sind ja standard-Potis, die Du im Elektrobastelshop bekommst
oder Conrad o.ä. Allerdings könntest Du sogar einen Festwiderstand 1/4 W mit
8 KOhm einlöten, da der Poti für die Sockeltemperatur garnicht als
Spannungsteiler verwendet wird, sondern als regelbarer Widerstand. Bei der
Voreinstellung (beide weisse Markierungen fluchten) habe ich 8 KOhm
gemessen. Allerdings kannst Du dann nicht mehr die Sockeltemperatur regeln.
Die Schalter für Winter/Sommer/Schornsteinfegermodus sind da wohl etwas
problematischer. Hätt' ich jetzt auch keine Idee.
Klaus
>also die Potis sind ja standard-Potis, die Du im Elektrobastelshop bekommst
Jeiiiiiin! Natürlich bekommst Du das elektrische Äquivalent. Aber
nicht das mechanische :-). Die Achse muß ja nachher passen etc.
Das ist bei dem Schalter das Gleiche. Klar bekommt man irgendwo
einen 2*6 Schalter, aber der läßt sich dann eben nicht mehr einbauen.
Wer also die Kunden auf ewig an sich binden will, baue ein von
der Norm abweichendes Verschleißteil ein.
Grüße,
H.