Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Heizung mit Glykol statt Wasser möglich?

2,176 views
Skip to first unread message

Marco Ertel

unread,
Nov 17, 2011, 8:35:52 AM11/17/11
to
Hallo,
eine Frage im Auftrag eines Bekannten:
Gegeben ist ein Ferienhaus welches in der Winterzeit so gut wie gar
nicht benutzt wird. Die Wasserleitungen sind bereits mit Begleitheizung
ausgerüstet bzw. es wird entsprechend abgestellt.
Die Heizung (mit Flüssiggas betrieben) läuft allerdings (um sich nicht
selbst zu zerstören) im Frostschutzbetrieb. Jetzt war die Idee, statt
normales Wasser in den Heizkreislauf zu füllen eine
Glykol/Wassermischung (ähnlich Autokühler oder Solaranlage) zum Füllen
zu verwenden um die Heizung bei längerer Nichtbenutzung ganz abschalten
zu können (und trotzdem keine eingefrorenen Heizkörper zu haben)
Hintergrund des ganzen war der Flüssiggasverbrauch im letzten Winter
welcher recht hoch war, obwohl kein Mensch dort war. (Isolieren und
solch normalerweise sinnvolle Dinge geht wegen Denkmalschutz (alter
Bahnhof) nicht)
Was meint ihr? Kann man das machen oder sind Probleme zu erwarten?

Viele Grüße,
Marco

Lutz Schulze

unread,
Nov 17, 2011, 9:09:25 AM11/17/11
to
Am Thu, 17 Nov 2011 14:35:52 +0100 schrieb Marco Ertel:

> Was meint ihr? Kann man das machen oder sind Probleme zu erwarten?

Das wurde hier in der Nähe in einer selten genutzten Turnhalle gemacht um
die Heizkosten zu senken - hat wohl funktioniert.

Lutz

--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de
Messwerte nachträgliche Wärmedämmung http://www.messpc.de/waermedaemmung.php

Hans Wein

unread,
Nov 17, 2011, 9:36:42 AM11/17/11
to
"Marco Ertel" <marco...@web.de> schrieb:

> Was meint ihr? Kann man das machen oder sind Probleme zu erwarten?

Ein mir bekannter Verein besitzt ein Gebäude, das ursprünglich als
Vereinsheim diente und heute nur noch bei besonderen Anlässen genutzt
wird. Die installierte Heizungsanlage läuft ebenfalls mit Flüssiggas und
enthält eine Wasser-Glykolmischung. Sie läuft seit über einem Jahrzehnt
praktisch störungsfrei.

Hans

Dieter Wiedmann

unread,
Nov 17, 2011, 9:53:45 AM11/17/11
to
Am 17.11.2011 14:35, schrieb Marco Ertel:

> Jetzt war die Idee, statt
> normales Wasser in den Heizkreislauf zu füllen eine
> Glykol/Wassermischung (ähnlich Autokühler oder Solaranlage) zum Füllen
> zu verwenden

Das geht, allerdings verwendet man da Propylenglycol, nicht Ethylenglycol.


Gruß Dieter

Harald Klotz

unread,
Nov 17, 2011, 10:33:37 AM11/17/11
to
Marco Ertel schrieb:

> Jetzt war die Idee, statt normales
> Wasser in den Heizkreislauf zu füllen eine
> Glykol/Wassermischung (ähnlich Autokühler oder
> Solaranlage) zum Füllen zu verwenden um die Heizung bei
> längerer Nichtbenutzung ganz abschalten zu können

Im Grunde ist es möglich und wird vielfach auch als
Rostschutz gemacht.

> Kann man das machen oder sind Probleme zu
> erwarten?

Frostzschutzmischungen haben eine geringere Wärmekapazität
als reines Wasser.
Im ungünstigen Fall kann das Wasser im Kessel überhitzen und
sich Dampfblasen bilden.
Ich halte das nicht für sehr wahrscheinlich, es müssen
verschiedene Faktoren zusammenkommen.
Die Heizung läuft bereits auf Maximum und das ist auf eine
relativ hohe Temperatur eingestellt und die Wärme wird nicht
abgeführt, weil gerade alle Heizkörper dicht gemacht haben,
so dass noch Wärme aus dem Kessel das Wasser weiter
nachheizt.
Da eine Frostschutzmischung einen erhöhten Siedepunkt hat
ist das allerdings kaum anzunehmen und wenn die Heizung auf
max. 80° läuft halte ich es für unmöglich.
Genaues wird der Kesselhersteller dazu sagen können, oder
der Heizungsbauer.

Ein Problem wird eher sein, die Mischung dort
hineinzubekommen.
Du bräuchstes grob die Wassermenge der Anlage um die Menge
des Frostschutzes zu bestimmen und du brauchst irgende eine
Möglichkeit den Frostschutz dort hineinzubekommen.
Denkbare Bastlerlösung, Wasser ablassen, am obersten
Heizkorper den Entlüfterstopfen herausnehmen und Frostschutz
in passender Menge drucklos einfüllen, danach auf dem
üblichen Weg voll füllen.
Da eine Heizung immer geringe Verluste hat, brauchst du in
den nächsten Jahren eine Lösung um Frostschutzmischung
nachzufüllen.

Grüße Harald

Message has been deleted

Martin Kienass

unread,
Nov 17, 2011, 11:36:39 AM11/17/11
to
Marco Ertel <marco...@web.de> schrieb:

[...]
> Jetzt war die Idee, statt
> normales Wasser in den Heizkreislauf zu füllen eine
> Glykol/Wassermischung (ähnlich Autokühler oder Solaranlage) zum Füllen
> zu verwenden um die Heizung bei längerer Nichtbenutzung ganz abschalten
> zu können (und trotzdem keine eingefrorenen Heizkörper zu haben)

Kann man machen. Ihr solltet aber beim Hersteller nachfragen (oder in
die Installationsanleitung schauen), welche Mittel genau dort empfohlen
werden.
Vaillant (habe ich gerade griffbereit) gibt in den
Installationsanleitungen ganz konkrete Produktempfehlungen für
Zusatzstoffe jedweder Art, bei anderen Herstellern sollte das ähnlich
gehandhabt werden.

Beachten sollte man, dass bei Verwendung von Zusatzstoffen im
Heizungswasser die übliche Füllmethode über den zeitlich begrenzt
angeschlossenen Füllschlauch nicht zulässig ist. Dann wird zum Füllen
eine Füllarmatur mit Rohr- bzw. Systemtrenner erforderlich.

--
____________
/schüüüüüüüß Martin Kienaß, Hamburg

Früher war mehr Lametta!

Dieter Wiedmann

unread,
Nov 17, 2011, 12:53:07 PM11/17/11
to
Am 17.11.2011 17:36, schrieb Martin Kienass:

> Beachten sollte man, dass bei Verwendung von Zusatzstoffen im
> Heizungswasser die übliche Füllmethode über den zeitlich begrenzt
> angeschlossenen Füllschlauch nicht zulässig ist. Dann wird zum Füllen
> eine Füllarmatur mit Rohr- bzw. Systemtrenner erforderlich.

Großer Eimer und Pumpe aus dem Bau/Gartenmarkt.


Gruß Dieter

Martin Kienass

unread,
Nov 18, 2011, 1:29:51 AM11/18/11
to
Dieter Wiedmann <dieter....@t-online.de> schrieb:
Ja, das geht natürlich auch, zumal ja zum Einfüllen des
Frostschutzmittels die Benutzung einer Pumpe sowieso sinnvoll wäre.
Meine Ausführungen bezogen sich auf das Füllen mit Trinkwasser aus
einer Trinkwasseranlage. Ist mir im Nachhinein aufgefallen, dass ich
das wohl besser dazugeschrieben hätte.

Gunther Ahammer

unread,
Nov 19, 2011, 5:03:42 AM11/19/11
to
Marco Ertel wrote:
....
> Was meint ihr? Kann man das machen oder sind Probleme zu erwarten?

Zu beachten wäre, dass sich durch die Zugabe des Frostschutzmittels die
Dichte und die kinematische Viskosität der Wärmeträgerflüssigkeit nicht
unerheblich ändert und sich dadurch Förderhöhe, Förderstrom und
Wirkungsgrad der Pumpe ändern. Im ungünstigsten Fall (wenn nämlich die
Pumpe schon knapp ausgelegt ist) kann es sein, dass die Motorleistung
nicht mehr ausreicht.

G.


Ralf Haboldt

unread,
Nov 23, 2011, 8:24:55 AM11/23/11
to
On 19 Nov., 11:03, "Gunther Ahammer" <gunther_punkt_aham...@gmx.at>
wrote:
Ja, schon, aber doch scheint die Mehtode durchaus verbreitet zu sein.
Ein Bekannter hat eine Hütte in den Bergen, da ist die Heizanlage auch
mit einem Frostschutz gefüllt. Vielleicht muss man da mal einen
östereichischen oder schweizer Heizungsbauer fragen...

Ralf

uwereichen...@gmail.com

unread,
Nov 22, 2017, 3:35:06 AM11/22/17
to

uwereichen...@gmail.com

unread,
Nov 22, 2017, 3:35:33 AM11/22/17
to
Am Donnerstag, 17. November 2011 14:35:52 UTC+1 schrieb Marco Ertel:
0 new messages