Marco Ertel schrieb:
> Jetzt war die Idee, statt normales
> Wasser in den Heizkreislauf zu füllen eine
> Glykol/Wassermischung (ähnlich Autokühler oder
> Solaranlage) zum Füllen zu verwenden um die Heizung bei
> längerer Nichtbenutzung ganz abschalten zu können
Im Grunde ist es möglich und wird vielfach auch als
Rostschutz gemacht.
> Kann man das machen oder sind Probleme zu
> erwarten?
Frostzschutzmischungen haben eine geringere Wärmekapazität
als reines Wasser.
Im ungünstigen Fall kann das Wasser im Kessel überhitzen und
sich Dampfblasen bilden.
Ich halte das nicht für sehr wahrscheinlich, es müssen
verschiedene Faktoren zusammenkommen.
Die Heizung läuft bereits auf Maximum und das ist auf eine
relativ hohe Temperatur eingestellt und die Wärme wird nicht
abgeführt, weil gerade alle Heizkörper dicht gemacht haben,
so dass noch Wärme aus dem Kessel das Wasser weiter
nachheizt.
Da eine Frostschutzmischung einen erhöhten Siedepunkt hat
ist das allerdings kaum anzunehmen und wenn die Heizung auf
max. 80° läuft halte ich es für unmöglich.
Genaues wird der Kesselhersteller dazu sagen können, oder
der Heizungsbauer.
Ein Problem wird eher sein, die Mischung dort
hineinzubekommen.
Du bräuchstes grob die Wassermenge der Anlage um die Menge
des Frostschutzes zu bestimmen und du brauchst irgende eine
Möglichkeit den Frostschutz dort hineinzubekommen.
Denkbare Bastlerlösung, Wasser ablassen, am obersten
Heizkorper den Entlüfterstopfen herausnehmen und Frostschutz
in passender Menge drucklos einfüllen, danach auf dem
üblichen Weg voll füllen.
Da eine Heizung immer geringe Verluste hat, brauchst du in
den nächsten Jahren eine Lösung um Frostschutzmischung
nachzufüllen.
Grüße Harald