ich möchte massiv bauen ( Selbstbau ) und favorisiere
momentan die Liapor-Massiv-Bauweise.
Was mich wundert ist, daß ich Häuser solcher Bauweise
noch nie selber irgendwo stehen gesehen habe.
Hat diese Bauweise auch Nachteile ?
Ich habe schon mal mit Poroton-Planblock gebaut und
bin mit dem Ergebnis, was Schall- Wärme- und Brandschutz
anbelangt, sehr zufrieden.
Als für mich relevante Nachteile beim Selstbau stößt mich
eigentlich nur die Innenputzerei ab, wo ich mich bei Liapor
auf den fast tapezierfertigen Wänden schon fröhlich spachteln
sehe.
Hat vielleicht gar jemand hier so ein Haus ?
Für Antworten vielen Dank im Voraus !
MfG
Du meinst Systemrohbauten, wie sie zum Beispiel von Heinritz+Lechner
angeboten werden? Ja, sowas habe ich. Also präzisiere bitte Deine Fragen,
dann schreibe ich gerne was dazu.
Matthias
--
Matthias Köhler
Film- und Fernsehproduktion
http://www.koehler-film.de
ja, was bei Heinritz+Lechner unter Wandsysteme / Klimapor zu finden
ist, schwebt mir vor.
Im Werk aus Blähton vorgefertigte Wandelemente.
Es wundert mich, warum alle Leute, die ich kenne, Stein auf Stein
bauen.
Mich interessiert folgendes:
Wie maßhaltig ist das Ganze denn, in Bezug auf Wandflächen, rechtwinklige
Innenecken ?
Ich denke, wenn sich der Montage-Trupp Mühe gibt, müße doch jeder
konventionelle Bau zu schlagen sein ?
Irgendwo sind die bewehrten Elemente ja zusammengefügt und die
Öffnungen/Schlitze ? vermörtelt, reißt da irgendwas ?
Die Hersteller solcher Elemente bezeichnen die Wandoberfläche meist als
"tapezierfertig". Wie sieht das in der Wirklichkeit aus ?
Mal hier und da spachteln lass ich mir gefallen, es sollte halt nicht
in Putzen ausarten.
Grundsätzlich, gibt es irgendetwas, was an Deinem Haus von dieser
Element-Bauweise her zu bemängeln wäre ?
Vielen Dank
Peter
Ist an sich ein gutes System. Ich hoffe aber, dass Dir die wirtschaftliche
Lage von H+L bekannt ist? Also keine Vorkasse akzeptieren! Die haben echt
ziemlich viel Pech gehabt, verbunden mit Management-Fehlern. Deren System
ist schon gut, also daran liegt es nicht.
> Im Werk aus Blähton vorgefertigte Wandelemente.
> Es wundert mich, warum alle Leute, die ich kenne, Stein auf Stein
> bauen.
Naja - oftmals ist die Baustellenlogistik nicht zu handhaben. Du brauchst
schon eine komfortable Zufahrt für große, lange, schwere Fahrzeuge und einen
gut befestigten Stellplatz für den Autokran.
> Mich interessiert folgendes:
>
> Wie maßhaltig ist das Ganze denn, in Bezug auf Wandflächen, rechtwinklige
> Innenecken ?
Es ist perfekt. Die Abweichungen sind minimal. Also nicht mal fünf
Millimeter in allen Richtungen. Alles, was unter einem Zentimeter ist, kann
man am Bau ohnehin als "gut" bezeichnen.
> Ich denke, wenn sich der Montage-Trupp Mühe gibt, müße doch jeder
> konventionelle Bau zu schlagen sein ?
Ja, ist er auch. Und meins ist sogar ein ziemlich großes Gebäude.
> Irgendwo sind die bewehrten Elemente ja zusammengefügt und die
> Öffnungen/Schlitze ? vermörtelt, reißt da irgendwas ?
Nein, da reißt nichts. Aber Du darfst den Innenputz nicht zu dünn machen!
> Die Hersteller solcher Elemente bezeichnen die Wandoberfläche meist als
> "tapezierfertig". Wie sieht das in der Wirklichkeit aus ?
Najaaaaa... :-))
Also als "tapezierfertig" würde ich nur die Poraform-Wand aus Blähglas
bezeichnen. Die ist aber, so weit ich weiß, derzeit insolvenzbedingt nicht
in Fertigung. Die Liaporwände müssen schon anständig gespachtelt werden, da
sie ziemlich offenporig sind. Aber ein Malermeister hat das gut im Griff.
Kannst Du auch selbst machen. Ich zum Beispiel wollte ja gar nicht
tapezieren, sondern eine Schwammbrett-Struktur im Putz haben.
> Mal hier und da spachteln lass ich mir gefallen, es sollte halt nicht
> in Putzen ausarten.
Glaube mir: Diesen Arbeitsschritt kann man nicht weglassen. Ganz ehrlich!
Wobei man es durchaus mal probieren sollte, direkt auf die Wand eine
Glasfasertapete zu kleben. Das könnte durchaus klappen. Also ich halte das
nicht für ausgeschlossen.
> Grundsätzlich, gibt es irgendetwas, was an Deinem Haus von dieser
> Element-Bauweise her zu bemängeln wäre ?
Nein. Wenn man sorgfältig plant und auch alle Aussparungen, Durchlässe,
Leerrohre und so weiter vorsieht, dann können Probleme nur dann auftreten,
wenn jemand im Werk die Schalungspläne nicht richtig lesen kann. Dann ist
das Können der Montagetruppe gefordert... :-))
Also wie gesagt: Das ist ein gutes System mit exzellenten bauphysikalischen
Eigenschaften. Du kannst hinterher auch sehr gut selbst weiterbauen, wenn Du
das möchtest.
Derzeit kriegt man von dort wohl auch recht günstige Angebote, weil der
Insolvenzverwalter die Werke gerne am Leben erhalten möchte und die Bank das
als einzige Chance begreift, nach und nach die Kröten wiederzubekommen, was
ja auch stimmt. Nur musst Du eben aufpassen, dass Du nur nach der jeweiligen
Leistungserbringung zahlst. Das kann ja im Extremfall auch täglich sein. Nur
eben keine 50prozentige Vorkasse oder dergleichen, das Risiko wäre mir
derzeit zu groß.
Hallo Matthias,
da habe ich ja wohl Glück gehabt, dass ich mein Geld von H&L noch
bekommen
habe, nachdem ich den Prozeß wegen "Pfusch" nach 9 Jahren gewonnen
hatte.
Ich jedenfalls habe mein Liapor-Massiv-Haus verkauft - Gott sei Dank!
Gruss Günther
was waren denn die Gründe für den Verkauf des Hauses ?
Worauf sollte ich denn bei Liapor-Massivbauweise achten ?
MfG
"Günther Rothenbücher" <guero_s...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:b9efm9$hog5c$1...@ID-117337.news.dfncis.de...
[...]
Günther hatte mit H+L massive Probleme. Allerdings kenne ich nur seine
Version und kann dazu nichts weiter sagen. Das ist ja auch schon recht lange
her. Im Jahre 1998, als mein Haus gebaut wurde, hatten die das jedenfalls
alles bestens im Griff.
> Worauf sollte ich denn bei Liapor-Massivbauweise achten ?
Naja - wie immer beim Bauen: Du musst eben persönlich alle Arbeitsschritte
kontrollieren. Die Pläne vor der Produktionsfreigabe und dann natürlich auch
die Montagearbeiten vor Ort.