weiß vielleicht jemand, wie an einem (DDR-)Druckschalter die Hysterese
verringert werden kann?
Der Schalter sitzt an einem Kompressor und schaltet (laut Datenblatt) bei 8
at aus und bei 5 at wieder ein. Ich hätte ihn gern so eingestellt, daß er
zwischen 7 und 5,5...6 at regelt.
Innen drückt der Druck auf eine Wippe, die von einer starken und einer
schwachen Feder gegengehalten wird. Die Vorspannung beider Federn läßt sich
über Muttern verändern. Ich hab die Vorspannung der starken Feder soweit
verringert, daß er jetzt bei etwa 7 at ausschaltet - aber dafür schaltet er
nun erst bei 3,5 at wieder ein.
Die Vorspannung der kleinen feder hat m.M. gar keinen Effekt(?)
Falls es prinzipiell nicht geht - welchen preiswerten neuen Druckschalter
(mit einstellbarer Hysterese) könnt Ihr mir empfehlen?
Ich bräuchte evtl. noch einen zweiten für die Hauswasseranlage, soll
zwischen 3 und 4 at schalten.
Danke,
Ralph
--
ne...@RalphAltmann.de
Bildbearbeitung und vieles mehr:
http://www.RalphAltmann.de
Hallo Ralph,
die starke Feder bestimmt den Schaltpunkt. Die kleine Feder sorgt in
Verbindung mit dem langen Hebel für einen Schnappeffekt.
Die Größe der Hysterese wird durch die Hebelverhältnisse bestimmt.
Man müßte also versuchen, den Angriffspunkt zwischen Druckhebel und
Schnapphebel (Bezeichnungen frei erfunden) zu verändern.
MfG
hjs
>
>die starke Feder bestimmt den Schaltpunkt. Die kleine Feder sorgt in
>Verbindung mit dem langen Hebel für einen Schnappeffekt.
>Die Größe der Hysterese wird durch die Hebelverhältnisse bestimmt.
>Man müßte also versuchen, den Angriffspunkt zwischen Druckhebel und
>Schnapphebel (Bezeichnungen frei erfunden) zu verändern.
>
Hallo Hans-Jürgen,
D.h. Du meinst auch, daß die kleine Feder nichts mit Schaltpunkt oder
Hysterese zu tun hat?
Der "Angriffspunkt zwischen Druckhebel und Schnapphebel" ist mechanisch
festgelegt, da kann man m.W. auf einfache Weise nichts ändern.
Gruß,
einen geringen Einfluss hat die Feder schon auf die Hyserese, weil
deren Kraft zum schnappen überwunden werden muß. Wird sie aber zu
schwach eingestellt, schaltet es nicht mehr richtig.
Wenn Du einen billigen Lichtschalter langsam betätigst, brennt die
Lampe mit verminderter Helligkeit. Auch kannst Du den Schalter dann
hören und riechen.
Wenn die Feder straffer gemacht wird, brauchst Du eine größere Kraft
zum Schalten, aber die Zuverlässigkeit verbessert sich (Russentechnik).
> Der "Angriffspunkt zwischen Druckhebel und Schnapphebel" ist mechanisch
> festgelegt, da kann man m.W. auf einfache Weise nichts ändern.
Es ist eine Weile her, daß ich diesen Schalter von innen gesehen habe.
Vielleicht lohnt es sich ja, das Teil zu erforschen und zu modifizieren.
Bei einem Kompressor, der hier gleich um die Ecke steht ist ein Condor-
MDR 2/11 angebaut. Sieh Dir mal die Preise an:
http://www.besserer-baumarkt.de/
Unter Zubehör - Druckschalter ist dieser für EUR 49,98 aufgeführt.
MfG
hjs
Das erinnert mich an eigene Einstellversuche.
An einem ca. 1992 gekauften Hauswasserwerk. Das gleiche Prinzip immer
noch. Ich denke, auch heute werden die _preiswerten_ Druckschalter so
funktionieren ;-(
Was es sonst noch an besser funktionierenden bzw. besser einstellbaren
Schaltern gibt, konnte mir noch keiner sagen.
Weiß vielleicht noch jemand Schalter nach anderen Prinzipien?
Viele Grüße
Thoralf
Die große Hysterese ist Absicht und liegt irgendwo zwischen 20 und 50%.
Bei manchen Schaltern kann sie innerhalb dieses Bereiches eingestellt
werden. Wer also konstant 5 bar braucht, muß einen Kompressor nehmen,
der 10 bar schafft.
> Was es sonst noch an besser funktionierenden bzw. besser einstellbaren
> Schaltern gibt, konnte mir noch keiner sagen.
> Weiß vielleicht noch jemand Schalter nach anderen Prinzipien?
Selber bauen: Kontaktstz und Schnappfeder raus, ein dickes Relais und
etwas Elektronik rein und fertig. Wenn nur nicht die mechanische
Anpassung wäre!
Dank des separat angeordneten Sicherheitsventils besteht auch keine
Explosionsgefahr.
MfG
hjs
Hallo Ralph,
was für einen Druckschalter meinst Du eigentlich?
Die 'eckige' Ausführung, Druckeingang unten, hieß D 2,5 oder DV 2,5?
Diese, vom VEB Elektroschaltgeräte Meerane, haben ein Knebelrad
zur Druckeinstellung (Ausschalten, nach rechts größerer Druck).
Die Hysterese wird durch _Herunterdrücken_ und Drehen des Knebelrades
eingestellt.
Falls Du die 'Montage- und Einstellanweisung' brauchst, scanne ich
die mal ein...
--
Mit freundlichen Grüßen
Martin Riedel
>
>Hallo Ralph,
>was für einen Druckschalter meinst Du eigentlich?
>Die 'eckige' Ausführung, Druckeingang unten, hieß D 2,5 oder DV 2,5?
>Diese, vom VEB Elektroschaltgeräte Meerane, haben ein Knebelrad
>zur Druckeinstellung (Ausschalten, nach rechts größerer Druck).
>Die Hysterese wird durch _Herunterdrücken_ und Drehen des Knebelrades
>eingestellt.
>Falls Du die 'Montage- und Einstellanweisung' brauchst, scanne ich
>die mal ein...
>
>--
>Mit freundlichen Grüßen
>Martin Riedel
>
Hallo Martin,
Eckig ist der Schalter, Druckeingang und Entlastungsventil unten. Auf dem
Typenschild steht kein Hersteller, wohl aber ist da eine Art Kreis mit der
Inschrift "Mars". Als Typ ist "D 20" eingeprägt. Herstellungsjahr 1979.
Es gibt ein Rändelrad über der kleinen Feder, allerdings läßt sich das nicht
herunterdrücken.
Hast Du auch etwas zu diesem Typ?
herzliche Grüße,
Nein, das ist sicher ein ganz anderer. Typenschild gibts hier nicht,
in der Deckelhaube aus Kunststoff stehen die ganzen Daten, als
Hersteller ist so ein Kreissymbol-Pfeil vorhanden, Druckanschluß
1/2 Zoll Innengewinde, 3 Schaltkontakte.
Abgesehen davon, derartige Schalter gibt es immer noch, siehe
Hauswasserwerke...