"news.ipf.net" schrieb:
Wenns nur ein Raum ist,würd ich fertig gemischten Estrich nehmen.Gibts im
40kg-Sack oft günstig in div. Baumärkten.Nur mehr Wasser dazu
,mischen,fertig
Wenn du wirklich selbst mischen willst,brauchst du Estrichsand (Körnung
weiss ich jetzt nicht,jedenfalls lehmfreien Sand),Zement und Mischöl
(Estrichöl).Das Zeug verhindert,das das Wasser beim verlegen des Estrichs
nach oben steigt.
Wenn du den Estrich direkt auf den Beton legst,leg Plastikfolie unter,damit
das Wasser nicht vom Beton aufgesaugt wird und der Estrich dadurch zu
schnell austrocknet (und reißt)Der Estrich braucht sich nicht mit dem
Betonboden verbinden (wozu auch ,er läuft eh nicht weg),in
Gegenteil,normalerweise legt man Trittschalldämmung unter.Wenn du das nicht
willst oder brauchst,auch gut.Ist in einer Werkstatt ev. eh ein Problem,wenn
man schwere Maschinen auf den Estrich stellt.
A&D
>Wenn du wirklich selbst mischen willst,brauchst du Estrichsand
>(Körnung weiss ich jetzt nicht,jedenfalls lehmfreien Sand)
Bei uns ist 0-2 drin
--
MfG Frank
>Ich möchte Estrich in meiner Werkstatt selber "verlegen". Wer kann mir
>sagen, wie das Mischungsverältnis sein muß, ob man vielleicht besonderen
>Zement benötigt,usw...
Mischungsverhältniss ca. 1:5 (Zement/Estrichsand). Nur Wasser zugeben
(Mischöl nicht vergessen) bis der Estrich sich feucht anfühlt, aber
noch etwas "krümelt".
>Der Estrich soll direkt auf dem Beton kommen. Brauch ich dazu extra
>Verbinder ???
Beim Baustoffhändler einen Haftgrund besorgen. Den Untergrund (Beton)
gut nässen, die Haftbrücke mit einem Besen o.ä. einmassieren und
gleich den Estrich aufziehen. (Frisch in Frisch) Ansonsten "klappert"
der Estrich später...Estrich-Randstreifen ringsrum nicht vergessen.
In einer Werkstatt würde ich evtl. noch einen Zusatz zugeben um den
Estrich etwas flexibel zu machen (Baustoffhändler) falls schwere
Maschinen draufstehen. Und nicht vergessen: Estrich mindestens 4-5 cm
stark einbauen...sonst ist er bald klitzeklein...
Gruß aus Alfeld,
Christian
MfG
Werner
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Share what you know. Learn what you don't.
Hallo Christian,
ohne dir über die Tastatur fahren zu wollen, muß ich doch ein paar Sachen
korregieren.
Erstens ist ein Randstreifen bei einem Verbundestrich überflüssig. Der
Randstreifen soll einer Estrichplatte, die schwimmend oder auf Trennschicht
verlegt wurde die Möglichkeit bieten sich bewegen zu können.
Ein Verbundestrich kann und soll sich aber garnicht bewegen.
Aus diesem Grund ist ein Randstreifen hier so wichtig wie ein Kropf.
Zweitens ist die Mindestschichtdicke für einen Verbundestrich der Güte ZE 20
nicht 40-50, sondern 30 mm.
Drittens und Letztens, kann der Estrich nur so flexibel sein wie der Untergrund
(mit dem er ja fest verbunden ist).
Ein Plastifizierungsmittel bringt also auch nichts.
Gruß Matthias
_____________________________________________________________
NewsGroups Suchen, lesen, schreiben mit http://netnews.web.de
>ohne dir über die Tastatur fahren zu wollen, muß ich doch ein paar Sachen
>korregieren.
Ich lass mich gern belehren ;-)
>Erstens ist ein Randstreifen bei einem Verbundestrich überflüssig. Der
>Randstreifen soll einer Estrichplatte, die schwimmend oder auf Trennschicht
>verlegt wurde die Möglichkeit bieten sich bewegen zu können.
>Ein Verbundestrich kann und soll sich aber garnicht bewegen.
>Aus diesem Grund ist ein Randstreifen hier so wichtig wie ein Kropf.
Vom Prinzip her ist Deine Aussage völlig richtig, trotzdem sollte man
zwei verschiedenartige Baustoffe immer voneinander trennen.
Und da das Mauerwerk auf der Sohlplatte steht, der Estrich aber nur
angearbeitet wird, würde ich das trennen.
Obwohl zugegeben: Meine Gedanken waren schon wieder bei schwimmendem
Estrich :-)
>Zweitens ist die Mindestschichtdicke für einen Verbundestrich der Güte ZE 20
>nicht 40-50, sondern 30 mm.
Sorry. Ich als Betonbau-Polier war da wohl etwas zu großzügig...
>Drittens und Letztens, kann der Estrich nur so flexibel sein wie der Untergrund
>(mit dem er ja fest verbunden ist).
>Ein Plastifizierungsmittel bringt also auch nichts.
Da muß ich Dir völlig Recht geben. Was willste vom Betonbauer auch
erwarten...
Gruß aus Alfeld,
Christian
Hallo,
ich hoffe Ihr haltet mich nicht für einen Klugscheißer aber ich muß mich schon
wieder einschalten.
Estrich ist kein Beton!!!! Christian wird dir das bestätigen:-)
Eine Bewehrung aus Eisen im Estrich ist immer!!! falsch.
Es gibt keinen Verbundbaukörper Estrich/Eisen!
Das liegt hauptsächlich daran, daß es nicht möglich ist den Estrich wie einen
Beton zu verdichten.
Außerdem arbeiten wir Estrichleger halt nur mit einem Zuschlag von 0-8 mm und
können schon deshalb nie die Qualität eines guten Betons gleicher Güter erreichen.
(Grüße an alle Betonbauer)
Ferner gilt es zu bedenken, daß eine Bewehrung im Estrich oder Beton vor allem
Biegezugkräfte aufnehmen soll.
Gerade beim Verbundestrich entstehen aber fast nur Druckkräfte.
Einige werden jetzt einwenden, daß ein Estrich unter Fliesenbelägen nach DIN
bewehrt sein muß.
Schaut euch aber mal an, was in der DIN wirklich steht.
Die Estrichbewehrung wird als rissemindernd eingestuft.
Die Frage ist, ob Ihr dann vor euren Fliesen steht und euch freut, daß der Riß
zart und lieblich und nicht groß und breit geworden ist.
Ich würde immer auf eine Bewehrung verzichten. Wenn schon, dann höchstens eine
Faserbewehrung aus PP-Fasern.
Gruß Matthias
http://www.bohn-estrichtechnik.de
Matthias Bohn schrieb:
>
> Estrich ist kein Beton!!!! Christian wird dir das bestätigen:-)
>
Das wage ich nicht zu widersprechen-hat ja auch niemand behauptet.
Lieferbeton als auch Estrich werden aber meist von denselben Unternehmen
angeboten,also ist die Anfrage bei Lieferbetonfirmen nicht so falsch.
Bei nur einem Raum wirds aber sicher zu teuer werden,die verlangen normalerweise unter
4m3 Abnahmemenge einen Mindermengenzuschlag.
Wie schon mal geschrieben,ich glaube die Variante mit Fertigestrich aus Säcken ist bei
der geforderten Menge die Lösung ,wo Preis und Aufwand am besten passen.
A&D
>Estrich ist kein Beton!!!! Christian wird dir das bestätigen:-)
Jo!
> (Grüße an alle Betonbauer)
und den Gruß zurück an alle Estrichleger ;-))
Gruß aus Alfeld,
Christian
>Eine Bewehrung aus Eisen im Estrich ist immer!!! falsch.
>Es gibt keinen Verbundbaukörper Estrich/Eisen!
>Das liegt hauptsächlich daran, daß es nicht möglich ist den Estrich wie einen
>Beton zu verdichten.
>Außerdem arbeiten wir Estrichleger halt nur mit einem Zuschlag von 0-8 mm und
>können schon deshalb nie die Qualität eines guten Betons gleicher Güter erreichen.
> (Grüße an alle Betonbauer)
>Ferner gilt es zu bedenken, daß eine Bewehrung im Estrich oder Beton vor allem
>Biegezugkräfte aufnehmen soll.
>Gerade beim Verbundestrich entstehen aber fast nur Druckkräfte.
>Einige werden jetzt einwenden, daß ein Estrich unter Fliesenbelägen nach DIN
>bewehrt sein muß.
>Schaut euch aber mal an, was in der DIN wirklich steht.
>Die Estrichbewehrung wird als rissemindernd eingestuft.
Warum haben die Estrichleger in meinem Haus überall solche
Metallgitter eingelegt, auch da wo keine Fliesen hinkamen? Oder hat
das was mit der schwimmenden Verlegung zu tun?
M.D.B.
WDR Studio Münster
Was hast du denn für die "Estrichbewehrungsmatten" bezahlt?
Einkaufspreis ca. 2,00 DM/qm.
Gruß Matthias
--
>Was hast du denn für die "Estrichbewehrungsmatten" bezahlt?
>Einkaufspreis ca. 2,00 DM/qm.
Das weiß ich nicht, (war ein Festpreis) wäre auch egal. Die Frage, die
mich interessiert, ist, braucht man sie nun oder nicht?
M.D.B.
WDR Studio Münster
Also nochmal,
die DIN sagt eindeutig, daß ein Estrich unter Fliesenbelägen bewehrt sein muß.
Die Praxis zeigt eindeutig, daß eine Estrichgittermatte so hilfreich wie ein Loch
im Kopf ist.
Die Estrichgittermatte liegt fast immer unter dem Estrich.
Der Estrichleger legt seine Dämmung aus, packt das Gitter drauf und zieht seinen
Estrich drüber. Wenn der Estrichleger gut war, hat er die Matte zwischendurch mal
mit einer Harke angehoben, so daß sie dann im unteren Drittel des Estrichs liegt.
Da ein Estrich aber nicht verdichtet werden kann, befindet sich nach diesem
Anheben unter dem Gittern nur noch sogenannte "haufwerkspoorige Mischung"
(Krümelkacke).
Die Folge davon ist, daß der Estrich im unteren Randbereich (da wo er die größten
Biegezugspannungen aufnehmen soll) extrem geschwächt wird.
Wenn schon eine Estrichbewehrung, dann eine Streubewehrung aus PP-Fasern.
Aber entsprechend der DIN brauchst du eine Bewehrung!
Die meisten seriösen Estrichleger hoffen darauf, daß die DIN nun mal bald
geändert wird. Geldverdienen ist ja schön und zusätzliches Geld zu verdienen ist
noch schöner aber es muß ja nicht unbedingt zu Lasten der Qualität gehen.
Gruß Matthias
http://www.bohn-estrichtechnik.de
[snip]
Ich habe schon gesehen, das da mit Abstandshalter gearbeitet wurde.
Wie sieht es denn damit aus? Dann müßte es doch optimal sein.
Ich habe bei mir gestern gesehen (entkerne gerade Dachgeschoß), das
der Estrich gerissen ist (auf Holzbalkendecke). Kann man ihn flicken,
wenn ja wie, oder muß neuer rein? Es soll später mal Parkett verlegt
werden.
Gruß Klaus
--
----------------------------------------------------------------------
------
http://home.main-echo.net/~KlausKaiser/homepage1.htm
ICQ19600193
>Ich habe schon gesehen, das da mit Abstandshalter gearbeitet wurde.
>Wie sieht es denn damit aus? Dann müßte es doch optimal sein.
>Ich habe bei mir gestern gesehen (entkerne gerade Dachgeschoß), das
>der Estrich gerissen ist (auf Holzbalkendecke). Kann man ihn flicken,
>wenn ja wie, oder muß neuer rein? Es soll später mal Parkett verlegt
>werden.
>
>Gruß Klaus
Hi Klaus,
meistens kein großes problem.
Quer zum Riß wird der Estrich alle 20-30 cm 1-2 cm tief eingschnitten (mit der
Flex), Riß selber auch vergrößern und aussaugen.
Danach Nägel in die Querschnitte legen und alles mit 2-k Epoxidharz ausgießen.
Am Ende noch Quarzsand drüberstreuen, damit es später auch eine Haftung zur
Spachtelung gibt. Fertig.
Gruß Matthias
>die DIN sagt eindeutig, daß ein Estrich unter Fliesenbelägen bewehrt sein muß.
>Die Praxis zeigt eindeutig, daß eine Estrichgittermatte so hilfreich wie ein Loch
>im Kopf ist.
Jetzt hab ich's kapiert. Man braucht die Matte, weil man sonst dem
Estrichleger vorwerfen könnte, nicht nach den anerkannten Regeln der
Technik gearbeitet zu haben, aber nütze ist sie zu nichts.
Danke
M.D.B.
WDR Studio Münster