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Natursteinboden versiegeln

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Alexander Goetzenstein

unread,
Jul 7, 2018, 8:38:37 AM7/7/18
to
Hallo,
wir haben aus unserer Terrasse ein Glashaus gemacht. Dadurch ist
gewissermaßen ein Raum entstanden für eine Nutzung zwischen Wohnraum und
Garten. Der Boden besteht aus Granit-Naturstein, also unregelmäßig
geformt und behauen (nicht geschnitten oder gar poliert) und mit ebenso
unregelmäßigen, recht breiten Fugen (mit Beton verfüllt).

Letztere sanden etwas, was dem Ambiente als Wohnraum etwas abträglich
ist. So bin ich auf die Idee gekommen, den Boden mit einer Art
"Steinversiegelung" (ich kenne den fachgerechten Begriff noch nicht) zu
versehen. Nun bestehen aber Bedenken, dass ein solcher Anstrich die
optische Wahrnehmung des Bodens so verändern könnte, dass der Naturstein
nicht mehr natürlich, sondern ziemlich künstlich wirke, ähnlich eines
Anstriches mit Capaplex.

Sind solche Bedenken gerechtfertigt?
Kann man dem entgegenwirken, vielleicht durch Materialwahl o.ä.?
Oder ist es besser, sich mit dem Sanden abzufinden und es zu lassen, wie
es ist?

--
Gruß
Alex

Frank Hucklenbroich

unread,
Jul 8, 2018, 10:05:50 AM7/8/18
to
Am Sat, 7 Jul 2018 14:38:35 +0200 schrieb Alexander Goetzenstein:

> Hallo,
> wir haben aus unserer Terrasse ein Glashaus gemacht. Dadurch ist
> gewissermaßen ein Raum entstanden für eine Nutzung zwischen Wohnraum und
> Garten. Der Boden besteht aus Granit-Naturstein, also unregelmäßig
> geformt und behauen (nicht geschnitten oder gar poliert) und mit ebenso
> unregelmäßigen, recht breiten Fugen (mit Beton verfüllt).
>
> Letztere sanden etwas, was dem Ambiente als Wohnraum etwas abträglich
> ist. So bin ich auf die Idee gekommen, den Boden mit einer Art
> "Steinversiegelung" (ich kenne den fachgerechten Begriff noch nicht) zu
> versehen. Nun bestehen aber Bedenken, dass ein solcher Anstrich die
> optische Wahrnehmung des Bodens so verändern könnte, dass der Naturstein
> nicht mehr natürlich, sondern ziemlich künstlich wirke, ähnlich eines
> Anstriches mit Capaplex.

Er wird davon sicher dunkerl aussehen.

> Sind solche Bedenken gerechtfertigt?

Frag mal bei Experten nach, die Natursteinversiegelung herstellen. Patina
Fala ist hier ein empfehlenswerter Hersteller, ruf die an, laß Dich mit
einem Techniker verbinden und schildere dem Dein Problem. Du solltest dafür
die Art des Natursteins und vor allem die Art und den Hersteller der Fuge
parat haben. Die helfen gerne und kompetent.

https://patina-fala.de/index.php/de/

Grüße,

Frank

Wutz

unread,
Jul 9, 2018, 6:52:10 PM7/9/18
to

Hi

> Am 08.07.2018 um 16:05 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Sat, 7 Jul 2018 14:38:35 +0200 schrieb Alexander Goetzenstein:
>
>> Hallo,
>> wir haben aus unserer Terrasse ein Glashaus gemacht. Dadurch ist
>> gewissermaßen ein Raum entstanden für eine Nutzung zwischen Wohnraum und
>> Garten. Der Boden besteht aus Granit-Naturstein, also unregelmäßig
>> geformt und behauen (nicht geschnitten oder gar poliert) und mit ebenso
>> unregelmäßigen, recht breiten Fugen (mit Beton verfüllt).
>>
>> Letztere sanden etwas, was dem Ambiente als Wohnraum etwas abträglich
>> ist. So bin ich auf die Idee gekommen, den Boden mit einer Art
>> "Steinversiegelung" (ich kenne den fachgerechten Begriff noch nicht) zu
>> versehen. Nun bestehen aber Bedenken, dass ein solcher Anstrich die
>> optische Wahrnehmung des Bodens so verändern könnte, dass der Naturstein
>> nicht mehr natürlich, sondern ziemlich künstlich wirke, ähnlich eines
>> Anstriches mit Capaplex.
>
> Er wird davon sicher dunkerl aussehen.
>
>> Sind solche Bedenken gerechtfertigt?
>
> Frag mal bei Experten nach,



> https://patina-fala.de/index.php/de/


BINGO, die haben den Terazzo in NKVlyn, absolut perpefekt hinbekommen!
> Grüße,
>
> Frank

THX @Frank

Die bekamen auch in Wien und Ungarn die Böden klar!

Danke, nur darum gehts hier nicht, hier wird geknausert!

lg
WP

---
Diese E-Mail wurde von AVG auf Viren geprüft.
http://www.avg.com

Alexander Goetzenstein

unread,
Jul 10, 2018, 9:47:56 AM7/10/18
to
Hallo,

Am 10.07.2018 um 00:52 schrieb Wutz:
>
>> Am 08.07.2018 um 16:05 schrieb Frank Hucklenbroich:
>> Am Sat, 7 Jul 2018 14:38:35 +0200 schrieb Alexander Goetzenstein:
>>
>> Er wird davon sicher dunkerl aussehen.
>>
>>> Sind solche Bedenken gerechtfertigt?
>>
>> Frag mal bei Experten nach,
>
>> https://patina-fala.de/index.php/de/

da kann man ja lesen, dass es keinerlei Farbveränderungen gäbe, wie
übrigens auch bei anderen Anbietern, die ich bislang ausgemacht habe.
Mir geht es aber neben Farbveränderungen auch um die
Oberflächenstruktur, also ob es vielleicht anfängt, irgendwie künstlich
zu glänzen, wie gewachst aussieht oder gar rutschig wird.

Da ich darauf keine wirklichen Antworten bekam, habe ich mir eine wenig
auffällige Ecke gesucht und zwei Produkte probehalber verstrichen:

1.
Dänisch Pflasterimprägnierung
2,5 Liter für 19,99 €, lt. Angabe ausreichend für 12,5~25 m²

2. Patina-Fala Terrassenschutz
2,5 Liter für 24,60 €, lt. Angabe ausreichend für 25~37,5 m²


Beide habe ich auf rd. ½ m² gemäß jeweiliger Anweisung aufgetragen und
24 Std. trocknen lassen. Im Ergebnis unterscheiden sich beide Produkte
sichtbar, haben aber auch Gemeinsamkeiten:

Die Dänisch Pflasterimprägnierung dunkelt den Granit wie auch den Beton
in den Fugen deutlich nach; zudem bilden sich deutlich sichtbare Flecken
je nachdem, ob sich in einer Materialsenke mehr
Imprägnierungsflüssigkeit gesammelt hat oder auf einem "Berg" weniger
davon blieb. Dabei habe ich nach kurzer Zeit (ca. ½ Std.) überschüssige
und gesammelte Flüssigkeit aufgenommen. Frische Beton-Fugen sanden noch
minimal, aber wesentlich weniger als unbehandelt.

Der Patina-Fala Terrassenschutz ließ die Farbe unangetastet: ich sehe
keinen Unterschied zum angrenzenden, unbehandelten Bereich. Frische
Betonfugen sanden praktisch nicht mehr.


Beiden gemeinsam ist das erkennbare Abperlen von darüber gegossenem
Wasser und die gleichgebliebene Rutschfestigkeit. Auch ein Glänzen der
Oberfläche habe ich nicht festgestellt.



> BINGO, die haben den Terazzo in NKVlyn, absolut perpefekt hinbekommen!
>> Grüße,
>>
>> Frank
>
> THX @Frank

Das habe ich nicht verstanden: wer oder was ist NKVlyn? Und was ist
damit geschehen?



> Die bekamen auch in Wien und Ungarn die Böden klar!
>
> Danke, nur darum gehts hier nicht, hier wird geknausert!

Nach meinem obigen Selbstversuch ist das günstigere Produkt für mich das
bessere, insofern mache ich mir darüber keine Sorgen. Das andere werde
ich für die Bodenplatte meines Gartenhäuschens innen verwenden und
etwaige Reste entsorgen.


--
Gruß
Alex

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 10, 2018, 1:11:31 PM7/10/18
to
Am 10.07.2018 um 15:47 schrieb Alexander Goetzenstein:
> Am 10.07.2018 um 00:52 schrieb Wutz:

>> BINGO, die haben den Terazzo in NKVlyn, absolut perpefekt hinbekommen!
>>> Grüße,
>>>
>>> Frank
>>
>> THX @Frank
>
> Das habe ich nicht verstanden: wer oder was ist NKVlyn?
47506

--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/

Reindl Wolfgang

unread,
Jul 10, 2018, 1:45:16 PM7/10/18
to
Am 07.07.18 14:38, schrieb Alexander Goetzenstein:
> Hallo,
> wir haben aus unserer Terrasse ein Glashaus gemacht. Dadurch ist
> gewissermaßen ein Raum entstanden für eine Nutzung zwischen Wohnraum und
> Garten. Der Boden besteht aus Granit-Naturstein, also unregelmäßig
> geformt und behauen (nicht geschnitten oder gar poliert) und mit ebenso
> unregelmäßigen, recht breiten Fugen (mit Beton verfüllt).
>
> Letztere sanden etwas, was dem Ambiente als Wohnraum etwas abträglich
> ist. So bin ich auf die Idee gekommen, den Boden mit einer Art
> "Steinversiegelung" (ich kenne den fachgerechten Begriff noch nicht) zu
> versehen. Nun bestehen aber Bedenken, dass ein solcher Anstrich die
> optische Wahrnehmung des Bodens so verändern könnte, dass der Naturstein
> nicht mehr natürlich, sondern ziemlich künstlich wirke

Verstehe ich das richtig?
Die "Beton-"Fugen sanden, aber der "Granit" ist stabil?

Dann würde ich schlicht Zement nehmen, einigermaßen dünn anmachen
(eventuell ganz wenig Sand dazumischen) und mit dem Malerpinsel auf den
Fugen verteilen. Den Stein unbehelligt lassen.

Wolfgang


--
Ceterum censeo, Seehofum magistrato solutum esse (Cato)

Alexander Goetzenstein

unread,
Jul 10, 2018, 4:04:43 PM7/10/18
to
Hallo,

Am 10.07.2018 um 19:45 schrieb Reindl Wolfgang:
> Die "Beton-"Fugen sanden, aber der "Granit" ist stabil?

überrascht Dich das? Sollte es umgekehrt sein?


--
Gruß
Alex

Reindl Wolfgang

unread,
Jul 11, 2018, 4:34:43 AM7/11/18
to
Am 10.07.18 22:04, schrieb Alexander Goetzenstein:
Nein, überrascht mich nicht. Wenn es tatsächlich Granit ist.
Darum überrascht es mich, daß der OP den"Granit" "versiegeln" will.
Eine Stabilisierung der Fugen wäre ausreichend und läßt die
Steinoberfläche unverändert.

Wolfgang


--
If Microsoft produces anything that doesn't suck it will be a vacuum cleaner

Alexander Goetzenstein

unread,
Jul 11, 2018, 6:16:12 AM7/11/18
to
Hallo,

Am 11.07.2018 um 10:34 schrieb Reindl Wolfgang:
> Am 10.07.18 22:04, schrieb Alexander Goetzenstein:
>> Hallo,
>>
>> Am 10.07.2018 um 19:45 schrieb Reindl Wolfgang:
>>> Die "Beton-"Fugen sanden, aber der "Granit" ist stabil?
>>
>> überrascht Dich das? Sollte es umgekehrt sein?
>
> Nein, überrascht mich nicht. Wenn es tatsächlich Granit ist.
> Darum überrascht es mich, daß der OP den"Granit" "versiegeln" will.
> Eine Stabilisierung der Fugen wäre ausreichend und läßt die
> Steinoberfläche unverändert.

es ist nur eine Frage der Arbeit: wenn ich die Fugen genau "ausmalen"
wollte, würde sich das schon einigermaßen mühsam gestalten. So schwinge
ich den Quast oder eine Rolle und bin in ein paar Minuten fertig. Und
wenn es wasserabweisend ist, lässt es sich bestimmt nicht aufwendiger
reinigen.

--
Gruß
Alex

MaWin

unread,
Jul 11, 2018, 6:32:07 AM7/11/18
to
"Alexander Goetzenstein" <alexander_g...@web.de> schrieb im
Newsbeitrag
news:7f081b2e-f437-a1f3...@alexander-goetzenstein.my-fqdn.de...

> es ist nur eine Frage der Arbeit: wenn ich die Fugen genau "ausmalen"
> wollte, würde sich das schon einigermaßen mühsam gestalten. So schwinge
> ich den Quast oder eine Rolle und bin in ein paar Minuten fertig. Und
> wenn es wasserabweisend ist, lässt es sich bestimmt nicht aufwendiger
> reinigen.

Nun ja, man muss bedenken, daß JEDE Oberflächenschicht IMMER im Laufe
der Jahre Probleme machen wird.

Erstens weil die Schicht das Material verändert (z.B. Öl sickert ein)
und damit Materialeigenschaften der Oberflächenschicht anders werden
als des Materials darunter, was zu absprengen der Oberfläche führt
(man könnte sagen: führen kann, aber eines Tages führt es sicher dazu,
und wenn das auch Jahrzehnte dauert, jedenfalls dauert es weniger
lange als die Fläche eigentlich überleben würde). Klassiker: Einlassen
von sandendem Sandstein mit Tiefgrund, und nun purzeln Platten von
Sandstein von der Wand, abgelöste Oberflächenschicht die dem Staudruck
den Wasser das nicht mehr rauskommt nicht standhält.

Zweitens verändert die Oberflächenbehandlung das Aussehen der Oberfläche,
beisielsweise wird sie dunkler beim einölen, und wenn dann die Oberfläche
teilweise altert und die behandelte Schicht sich wieder herauslöst (öle
werden z.B. von manchen Mikroiorganismen gerne abgebaut), ausgeschwemmt
wird, abbplatzt, bekommt man eine komplett fleckige Oberfläche von
Stellen die behandelt und Stellen die verblichen sind, und das sieht
schlechter aus als jemals zuvor, und man kann es auch ohne grundlegende
Sanierung (rausreissen, abstemmen) nicht mehr korrigieren.

Also wird die eigentlich ewig haltbare Oberfläche durch solche Behandlung
in der Lebensdauer drastisch verkürzt, weil sie einfach Scheisse aussieht
nach 10 Jahren oder so. Ähnlich lackierten Flächen deren Farbe
stellenweise abplatzt.

Die Fugen alleine (z.B. mit Tiefgrund) zu behandeln würde wenigstens
nur die Fugen ruinieren, und wenn die dann eines Tages ganz rausbröseln
kann man die Fugen endlich mit richtigem (Natursteinmörtel) sanieren,
und muss wenigstens nicht die Granitplatten mit wegschmeissen.
--
MaWin, Manfred Winterhoff, mawin at gmx dot net

Alexander Goetzenstein

unread,
Jul 15, 2018, 9:45:02 AM7/15/18
to
Hallo,

Am 11.07.2018 um 12:16 schrieb Alexander Goetzenstein:
> es ist nur eine Frage der Arbeit: wenn ich die Fugen genau "ausmalen"
> wollte, würde sich das schon einigermaßen mühsam gestalten. So schwinge
> ich den Quast oder eine Rolle und bin in ein paar Minuten fertig. Und
> wenn es wasserabweisend ist, lässt es sich bestimmt nicht aufwendiger
> reinigen.

diese Arbeit habe ich mir jetzt gemacht, nachdem ich die Fläche mehrfach
gründlich abgesaugt habe, und zwar mit einem Quast und dem Patina-Fala
-Zeug. die Ergiebigkeit kommt ganz gut hin: für 27m² unterschiedlich
saugenden Untergrund habe ich rd. 4 Liter gebraucht. Der Untergrund
setzt sich geschätzt aus etwa 80% kaum saugendem Granit und 20%
Betonfugen zusammen; dabei ist die Hälfte etwas älter und mittel
saugend, die andere Hälfte frisch und stark saugend. Dabei habe ich es
als am besten gefunden, zuerst die Betonfugen (natürlich nicht
randgenau) satt einzustreichen und den Quast anschließend auf dem kaum
saugenden Granit auszustreichen. Dabei habe ich weitgehend kreuzweise
gearbeitet, außer in der Nähe der Verglasung am Rand, um diese nicht
vollzusprenkeln. Den wässerigen Terrassenschutz habe ich dabei in eine
Plastik-Obstschale aus dem Supermarkt (natürlich so eine ohne Löcher
;-)) gegossen und darin den Quast eingetaucht. Durch die Rippen am Boden
hat sich der bei Streichen aufgenommene Sand (war gar nicht mal so
wenig) aus den Betonfugen abgesetzt, ist also recht praktisch.


--
Gruß
Alex

Erwin Penn

unread,
Jul 15, 2018, 10:07:29 AM7/15/18
to
Was ist ein Quast - Ist das ein Spezialgerät zum streichen?

--
Grüße Erwin

Johann Mayerwieser

unread,
Jul 15, 2018, 10:52:32 AM7/15/18
to
Am Sun, 15 Jul 2018 16:07:26 +0200 schrieb Erwin Penn:

> Was ist ein Quast - Ist das ein Spezialgerät zum streichen?

Ein Bemschtl

Rupert Haselbeck

unread,
Jul 15, 2018, 11:20:13 AM7/15/18
to
Johann Mayerwieser schrieb:

> Am Sun, 15 Jul 2018 16:07:26 +0200 schrieb Erwin Penn:
>
>> Was ist ein Quast - Ist das ein Spezialgerät zum streichen?
>
> Ein Bemschtl

A wo. Er moand an Waschl

MfG
Rupert
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