Am 30.04.2012 00:00, schrieb Martin Gerdes:
>> Problem1:
>> Aus der Wand kommen zwei absperrbare Eckventile (jeweils Heiss/Kalt). Es
>> handelt sich danach wohl um einen Hochdruckanschluss.
>
> Es handelt sich vermutlich um einen ganz normalen Frisch- bzw.
> Warmwasseranschluß.
Wollte damit nur sagen, dass kein Heisswasser-/Untertischgerät daran hängt.
>> Der Anschluss der Armaturschläuche sollte ja genormt sein (vermutlich G3/8").
>> Zumindest ist er kleiner als ein typischer Geräteanschluss (vermutlich G3/4")
>> von Spül- und Waschmaschinen. Kann man hinter dem Kaltwasser-Eckventil
>> mit dem 3/8" Armaturschlauchanschluss einfach noch ein T-Stück oder am besten
>> zusätliches Zwischenventil setzen mit einem 3/4" Geräteanschluss?
>
> Klar. Am besten tauscht man das Eckventil gegen eins sog.
> "Kombi-Eckventil". Dein Problem ist ja ein gängiges solches.
Ein Kombi-Eckventil habe ich im Baumarkt gefunden! Mit "hinter dem
Eckventil" meine ich von der Quelle aus gesehen. Also zwischen
vorhandenem Wandeckventil und den Anschlussschlauch der Armatur. Dieter
Wiedmann hat mir den entscheidenen Tipp gegeben! Im (zugegeben recht
kleinen) Baumarkt habe ich so ein Ventil nicht gefunden.
>> Problem2: Die Eckventile in der Wand sitzen genau dort, wo die
>> Spülmaschine hin soll. Sie kann also nicht weit genug eingeschoben
>> werden. Deshalb ist meine Idee, die Küchenzeile einfach 20cm vorzuziehen
>> und eine 80cm tiefe Arbeitsplatte zu setzen (11cm vorziehen würden zur
>> Not auch schon reichen).
>
> Die kriegst Du halt nicht von der Stange. Standard-Arbeitsplatten sind
> 60 cm tief; die kriegst Du in jedem Baumarkt auf Maß zugeschnitten.
>
> Gefertigt werden auch Platten mit 90 cm Tiefe, die bestellt man Dir im
> Baumarkt auch, aber es kann sein, daß Du die ganze Platte abnehmen mußt
> (was halt entsprechend kostet).
Also ich habe gut in Erinnerung, dass es im Baumarkt immer zwei Masze
fur die Tiefe der Arbeitsplatten gab. Meine es waren 80cm (neben 60cm),
es können aber auch gut 90cm sein. Habe das grössere Masz nie
nachgemessen. Eigentlich hat aber jeder Baumarkt beide Masze vorrätig.
> Man könnte natürlich auch dran denken, die vorhandene Arbeitsplatte zu
> lassen, die Angelegenheit vorzuziehen und die Lücke hinten einfach mit
> einer Blende zu schließen. Fragt sich halt, ob das vom Ästhetischen her
> akzeptiert würde.
Problem ist, dass ganz links neben dem Unterschrank die Arbeitsplatte
noch ca. 35cm weiter geht und eine ausgesägte Ecke von einem
Wandvorsprung hat (vermutlich Kamin). Zwischen Hängeschrank und
Arbeistplatte eine Blende wäre weniger ein Problem (habe ich bei mir
auch, wo ich noch Steckdosen eingesetzt habe). Aber um die Ecke noch
eine Blende herum zu bauen, wo kein Hängeschrank drüber hängen, macht
wenig Sinn, bzw. sieht auch nicht aus.
>> Ist generell gegen das Vorhaben was einzuwenden?
>
> Mit Verlaub: Ja. Für einen versierten Heimwerker ist der geplante Umbau
> kein Akt; ich habe aber den Eindruck, daß Du kein solcher bist.
Ja, ich bin nur "Gelegenheitsheimwerker". Ich bin beruflich
Elektrohandwerker, deshalb ist der Sanitärbereich für mich eher ein Buch
mit sieben Siegeln. Wasser ist bekanntlich der Feind der Elektrik ;)
> Für das Austauschen des Eckventils mußt Du das Wasser zumindest für
> diesen Strang abstellen. [..]
> Wenn das dem Handwerker nicht gleich beim ersten Mal gelingt, dann hat
> er weiteres Material dabei. Ein Heimwerker, der bisher noch kein
> Kombi-Eckventil im Baumarkt gefunden hat, könnte hier an seine Grenzen
> kommen.
Deshalb käme das für mich auch nicht in Frage. Dafür würde ich, nach
Absprache mit dem Vermieter, wieder einen Gas-Wasser-Sch*** Handwerker
rufen, den ich die Ohren lang ziehen kann, wenn's nicht dicht ist.
> Eventuell wird die Sache etwas leichter, wenn Du die Geräte umsetzt, so
> daß die Spüle besser vor den Eckventilen sitzt. Willst Du eine
> Spülmaschine anschließen, muß ein Eckventil dann zwar immer noch
> ausgetauscht werden, aber Du kommst möglicherweise mit einer
> Standard-Arbeitsplatte hin. Oder man verlegt die Eckventile halt.
Nein, weil Abwasseranschluss und das Heisswasserventil da sitzt, käme
das überhaupt nicht in Frage. Zudem möchte man nicht unbedingt
Spülarmatur/-becken direkt neben dem Kochfeld haben!
> Übrigens: Streng genommen mußt Du in einer Mietwohnung den Vermieter
> fragen, ob Du das umbauen darfst; er wird Dir die Genehmigung dazu wohl
> erteilen, aber möglicherweise verlangen, daß sie von einem Handwerker
> durchgeführt wird.
Ich möchte ja keinen Umbau machen. Das Geräteventil soll deshalb hinter
dem vorhandenen Armaturanschlussventil! Ich wusste, als ich die Frage
stellte, nur nicht, ob es so etwas überhaupt gibt, zumal mir die Masze
nicht genau bekannt waren (einfach Messen ist ja bei den bescheuerten
Rohrmaszen nicht). Auch das man die Schläuche an den Armaturen selbst
lösen kann, war mir nicht bekannt (obwohl ich schon einige Armaturen in
der Hand hatte). Dachte die seien unlösbar damit verbunden.
Die Küche gehört auch meiner Schwiegermutter (und nicht dem Vermieter).
Die hat sie so gegen kleines Geld vom Vormieter übernommen. Daran darf
ich umbauen, wie ich lustig bin. Wenn die Wohnung wieder geräumt werden
muss, fliegt Küche und das nachgeschaltete Ventil wieder raus, wird also
zurückgebaut bis zu den Wandeckventilen.