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Estrich (schuesseln, wie lange?)

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Bjoern Hesse

unread,
Jan 22, 2001, 3:19:10 AM1/22/01
to
Hi,

mittlerweile geht unser Hausumbau in die letzte Phase. Allerdings
macht mir so langsam ein Estrichboden sorgen. Mitte Dezember verlegt,
hat er sich an den Seiten hochgebogen, aber mittlerweile nicht wieder
gesenkt. Ich bin mittlerweile skeptisch, ob das wirklich am Schuesseln
liegt, oder ob da nicht etwas anderes schiefgegangen ist. Die
*Fachleute* die ich bis jetzt gefragt habe, haben soetwas auch noch
nicht gesehen.

Vielleicht habt Ihr ja eine Idee.

Anbei etwas zum Aufbau des Bodens.
Der Raum ist ca 3.50 x 3.80 gross, die Decke ist eine
Kappentraegerdecke, also doppel-T Traeger zwischendrin mit
Schlackebeton ausgegossen. Der Beton ist dabei nicht bis zur
Oberkante des doppel-T gegossen. Differenz 1-2 cm.
Aufgrund des starken Gefaelles (6cm ueber den Raum) habe ich den
Untergrund mit Schuettung und Styrodurplatten eingeebnet. Dadrauf
befindet sich eine Trennfolie, darueber liegt der geschlaengelte
Ruecklauf des Heizkoerpers. Darueber haben wir Drahtmatten fuer
den Estrich gelegt. Die Drahtmatten sind mit Draht verroedelt. Der
Estrich selber ist ein Zementestrich und 6 bis 7 cm dick.
Eingebaut wurde der Estrich Mitte Dezember. Wir haben 1-2 Tage nach
dem Einbau den Heizkoerper wieder angestellt, der Estrich wurde also
durch den Ruecklauf erwaermt. (Mittlerweile bereue ich es...)
Ansonsten war der Bau, da Altbau, bis auf einige frisch verputzte
Waende trocken.
Der Uebergang zum Flur war ca. 1 Woche lang buendig, dann hat sich der
Estrich dort hochgebogen (ca 1cm) und seitdem nur minimal wieder
gesenkt. Darunter ist es deutlich hohl. Das gleiche ist in allen
Ecken und Raender passiert.

Besten Dank

Bjo*derSchisshatohneKuecheeinziehenzumuessen*ern

Andrea Glatthor

unread,
Jan 22, 2001, 1:58:02 PM1/22/01
to
Hallo Bjoern.

Bjoern Hesse <he...@zkom.de> schrieb:

[...]


> Eingebaut wurde der Estrich Mitte Dezember. Wir haben 1-2 Tage nach

^^^^^^^^

> dem Einbau den Heizkoerper wieder angestellt, der Estrich wurde also
> durch den Ruecklauf erwaermt.

Wenn die "1-2 Tage" da oben kein Irrtum, sondern Tatsache sind,
wundert mich nichts. Wirklich nur 2 Tage?


Andrea

Bjoern Hesse

unread,
Jan 23, 2001, 5:15:14 AM1/23/01
to
Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> writes:

Ich meine ja. Mittlerweile bin ich mir nicht mehr so sicher, ist ja
schon ein weilchen her. Es war aber ziemlich kurzfristig danach. Die
Bude war saukalt, die Decken noch nicht ausgeblasen und wir wollten
drin arbeiten. Ich war bezueglich der Heizung sehr skeptisch und habe
dann auf den Rat eines befreundeten Bauingenieurs gehoert. "Mach ruhig
an, kann nix passieren". Passiert mir auch nicht nochmal, waere mir
auch nicht passiert, wenn ich geahnt haette, dass der Ruecklauf doch
so kraeftig feuert.

Ich habe mittlerweile das halbe Web durch, sehe ich das so richtig:
Wenn Estrich zu schnell trocknet, kann er
a) verbrennen, d.h. er bindet nicht richtig ab und wird dadurch nicht
fest
oder b) er schuesselt sehr stark

Wenn b) bei mir eingetreten ist, bildet sich das Schuesseln wieder
zurueck, oder ist die Sache gegessen? Macht es Sinn die Restfeuchte
zu messen?

Dann habe ich noch als Tip bekommen, dass wir evtl. die Oberflaeche zu
stark gerieben haben. Der Estrich ist 6cm dick, durch starkes Reiben
soll man die Zementmilch nach oben holen, dadurch wird die Spannung in
der obersten Schicht hoeher (weil fetter) und der Estrich biegt sich.
Wenn dies der Fall waere duerfte sich das ganze wohl kaum noch in die
andere Richtung kruemmen.

Mittlerweile bin ich soweit, dass ich die Hoffnung aufgegeben habe,
dass sich das ganze von selbst legt. Wie sehen die Alternativen aus?

a) raus und neu rein?
b) brechen und mit Harz vergiessen?
c) ?

Bjo*dersichwegenderHeizungseitTagenindenArschtritt*ern>

Joerg Kummetz

unread,
Jan 23, 2001, 7:26:26 AM1/23/01
to
Hi Björn!


Bjoern Hesse <he...@zkom.de> wrote:
>Ich habe mittlerweile das halbe Web durch, sehe ich das so richtig:
>Wenn Estrich zu schnell trocknet, kann er
>a) verbrennen, d.h. er bindet nicht richtig ab und wird dadurch nicht
>fest
>oder b) er schuesselt sehr stark


oder c) beides


>Wenn b) bei mir eingetreten ist, bildet sich das Schuesseln wieder
>zurueck, oder ist die Sache gegessen? Macht es Sinn die Restfeuchte
>zu messen?


Er wird wahrscheinlich trocken sein, so oder so. Pass lieber auf, dass die
Leitungen heil bleiben.


>Mittlerweile bin ich soweit, dass ich die Hoffnung aufgegeben habe,
>dass sich das ganze von selbst legt. Wie sehen die Alternativen aus?


Was hast Du, außer Zeit, zu verlieren? Mein Kollege (der wo mehr von Zement
versteht als ich) meint, man könnte ein Vlies auslegen und den Estrich von oben
befeuchten (NICHT DURCHNÄSSEN!!). Evtl. kann der Zement nachhydratisieren und die
Schüsselung geht zurück.


>a) raus und neu rein?


Es geht um DEIN Geld!


>b) brechen und mit Harz vergiessen?


Geht das, ohne die Leitungen zu beschädigen?


>c) ?


Erstmal den Ar*** vom vielen selber reintreten kurieren und dann das Häuschen
versaufen ;-)


Gruß
Jörg
--
_____________________________________________________________
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Bjoern Hesse

unread,
Jan 23, 2001, 10:44:39 AM1/23/01
to
"Joerg Kummetz" <jo...@kummetz.org> writes:

> Hi Björn!

Hi Joerg

> Bjoern Hesse <he...@zkom.de> wrote:
> >Ich habe mittlerweile das halbe Web durch, sehe ich das so richtig:
> >Wenn Estrich zu schnell trocknet, kann er
> >a) verbrennen, d.h. er bindet nicht richtig ab und wird dadurch nicht
> >fest
> >oder b) er schuesselt sehr stark
> oder c) beides

Hast Du auch eine Idee, wie ich ueberpruefen kann, ob a),b) oder c)
zutreffen?

> >Wenn b) bei mir eingetreten ist, bildet sich das Schuesseln wieder
> >zurueck, oder ist die Sache gegessen? Macht es Sinn die Restfeuchte
> >zu messen?
>
> Er wird wahrscheinlich trocken sein, so oder so. Pass lieber auf, dass die
> Leitungen heil bleiben.

Kannst Du das mal naeher erlaeutern? Entweder steh ich auf der
Leitung, ab so mag sich mir der Sinn Deiner Aussage nicht
erschliessen.

> >Mittlerweile bin ich soweit, dass ich die Hoffnung aufgegeben habe,
> >dass sich das ganze von selbst legt. Wie sehen die Alternativen aus?
>
> Was hast Du, außer Zeit, zu verlieren? Mein Kollege (der wo mehr von Zement

Wenn der Einzug absehbar ist, die Wohnung gekuendigt ist Zeit leider
nicht so ganz unwesentlich. :-)

> versteht als ich) meint, man könnte ein Vlies auslegen und den Estrich von oben
> befeuchten (NICHT DURCHNÄSSEN!!). Evtl. kann der Zement nachhydratisieren und die
> Schüsselung geht zurück.

Das setzt vorraus, dass a) vorliegt, oder hilft das auch bei b)? Wenn
er vollstaendig abgebunden hat, dann sollte befeuchten nicht mehr
helfen, oder?

> >a) raus und neu rein?

> Es geht um DEIN Geld!

Ist mir klar. Deshalb suche ich ja auch das Optimum aus Kosten und
Akzeptanz der Loesung.

> >b) brechen und mit Harz vergiessen?
>
> Geht das, ohne die Leitungen zu beschädigen?

Du fragst mich Sachen... Der geschlaengelte Ruecklauf hat Abstand zu
den Waenden, er liegt zudem unten im Estrich. Das
Kunststoffverbundrohr sollte das eigentlich abkoennen.

> >c) ?
>
> Erstmal den Ar*** vom vielen selber reintreten kurieren und dann das Häuschen
> versaufen ;-)

Soviel Alk vertrage ich nicht. ;-)

Bjoern

Andrea Glatthor

unread,
Jan 23, 2001, 11:41:29 AM1/23/01
to
Hallo Björn,

Bjoern Hesse <he...@zkom.de> schrieb:

[Heizestrich ... Beginn des Ausheizens kurz nach dem Einbringen]
> [...] Die


> Bude war saukalt, die Decken noch nicht ausgeblasen und wir wollten
> drin arbeiten. Ich war bezueglich der Heizung sehr skeptisch und habe
> dann auf den Rat eines befreundeten Bauingenieurs gehoert. "Mach ruhig
> an, kann nix passieren".

Wenn es saukalt ist, kann man durchaus die FBH nutzen, um den Estrich
vorsichtig zu erwärmen, aber die Wassertemperatur (Vorlauf) sollte
dabei nicht wesentlich über 12°C ansteigen ... das ist die ganz
normale Leitungswassertemperatur.

> Ich habe mittlerweile das halbe Web durch, sehe ich das so richtig:
> Wenn Estrich zu schnell trocknet, kann er
> a) verbrennen, d.h. er bindet nicht richtig ab und wird dadurch nicht
> fest
> oder b) er schuesselt sehr stark

Wie Jörg schon schrieb: Es passiert beides, aber "verbrennen", so dass
er nicht fest wird, kann der Estrich nicht. Aber seine Sollfestigkeit
erreicht er unter Umständen nicht. Zement braucht das Wasser zum
Erhärten und dazu gibt man ihm unter normalen Bedingungen ca. 4 Wochen
Zeit ... wenn man den Etsrich also zu schnell trocknet, würgt man die
Zementerhärtung zu früh ab.

Es gibt aber mittlerweile auch Schnellestriche, die früher ihre
Sollfestigkeit erreichen - was ist es denn bei Dir? Ganz normaler
Zementestrich oder sind spezielle Zusatzmittel (z.B. wegen der tiefen
Temperatur) eingesetzt worden?

> Wenn b) bei mir eingetreten ist, bildet sich das Schuesseln wieder
> zurueck, oder ist die Sache gegessen?

Es gibt den schönen Ausdruck "Rückschüsseln" aber ich sehe bei Deinem
Estrich kein Potential dazu ... die Ursache der Schüsselung ist das
Schwinden des Zementes und die daraus resultierende Formänderung ist
nicht reversibel.
Der Estrich ist ja in noch ganz "weichem" Zustand den
Schwindspannungen ausgesetzt worden und die konnte er nicht auffangen.
Diese Verformung geht aber bei weiterer Erhärtung nicht mehr zurück.
Das ist ähnlich wie Schwindrisse ... die werden auch nicht mehr
kleiner, egal, ob man nachträglich noch mit dem Feuchthalten anfängt
oder nicht.

> Macht es Sinn die Restfeuchte zu messen?

Nein. Im Moment interessiert die nicht.

> Dann habe ich noch als Tip bekommen, dass wir evtl. die Oberflaeche zu
> stark gerieben haben. Der Estrich ist 6cm dick, durch starkes Reiben
> soll man die Zementmilch nach oben holen, dadurch wird die Spannung in
> der obersten Schicht hoeher (weil fetter) und der Estrich biegt sich.

Theoretisch richtig, aber in der Praxis ist diese fette Schicht auf
ein, zwei Millimeter beschränkt und wenn sie auftritt, dann reisst sie
einfach netzartig ein ... die Oberfläche ist dann mit vielen kleinen
Schwindrissen übersäht, aber zum Aufschüsseln kommt es deswegen nicht.
(Oft kommen aber zu den karkeligen Schwindrissen auch noch andere
Verarbeitungsfehler (ungenügende Nachbehandlung) und damit zum
Schüsseln. Die Korrelation zwischen den beiden Dingen ist deshalb
vorhanden, aber das Eine ist nicht die Ursache des Anderen.

> Mittlerweile bin ich soweit, dass ich die Hoffnung aufgegeben habe,
> dass sich das ganze von selbst legt. Wie sehen die Alternativen aus?
>
> a) raus und neu rein?
> b) brechen und mit Harz vergiessen?
> c) ?

Da muss ich noch drüber nachdenken, bevor ich hier etwas schreibe.


Andrea

Andrea Glatthor

unread,
Jan 23, 2001, 11:58:38 AM1/23/01
to
Hallo Bjoern,

Bjoern Hesse <he...@zkom.de> schrieb:
> "Joerg Kummetz" <jo...@kummetz.org> writes:
>> Bjoern Hesse <he...@zkom.de> wrote:

>>> Wenn Estrich zu schnell trocknet, kann er
>>> a) verbrennen, d.h. er bindet nicht richtig ab und wird dadurch nicht
>>> fest
>>> oder b) er schuesselt sehr stark

>> oder c) beides

> Hast Du auch eine Idee, wie ich ueberpruefen kann, ob a),b) oder c)
> zutreffen?

Schreib mal möglichst genau Deine Estrichzusammensetzung auf
(Produktname?). Dann kann man abschätzen, wie schnell er erhärtet und
dann braucht man dazu noch die Erhärtungdsbedingungen ... vor allem
den Temperaturverlauf, aber auch Luftbewegungen (Zugluft?) usw.

Es macht allerdings aus meiner Sicht nicht viel Sinn, darüber zu
spekulieren. Sandet die Estrichoberfläche ab oder hast Du aus anderem
Grund den verdacht, dass sie nicht fest genug ist?

Für die Schüsselung verantwortlich ist das Schwinden des Zementsteins.
Nichts anderes. :-/


>> Was hast Du, außer Zeit, zu verlieren? Mein Kollege (der wo mehr von Zement

>> versteht als ich) meint, man könnte ein Vlies auslegen und den Estrich von oben
>> befeuchten (NICHT DURCHNÄSSEN!!). Evtl. kann der Zement nachhydratisieren und die
>> Schüsselung geht zurück.
>
> Das setzt vorraus, dass a) vorliegt, oder hilft das auch bei b)?

IMO hilft das nicht einmal so recht bei a). Bei b) jedenfalls nicht.

> Wenn
> er vollstaendig abgebunden hat, dann sollte befeuchten nicht mehr
> helfen, oder?

Das hat er ja nicht. Der Zement hydratisiert weiter, wenn er jetzt
wieder unter Wasser gesetzt wird, aber dazu muss er wirklich nass
gemacht werden und nicht nur feucht ... und dann steigt nur die
Festigkeit noch etwas - das gestörte Gefüge kannst Du nachträglich
nicht mehr reparieren. Deshalb ist bei zementgebunden Baustoffen die
richtige Nachbehandlung immer so wichtig.

Bei einem normalen Zementestrich (ohne Spezialzusatzmittel und bei
normalen Temperaturen) muss man 3 Wochen(!) warten, bevor man mit dem
Ausheizen beginnt.
Wenn ihr schon nach 2 Tagen damit anfangt, dann kann es nur zur
Katastrophe kommen.
Offenbar war das Heizwasser es nicht so wahnsinnig heiss, denn dafür
sind die von Dir beschriebenen 1 cm Aufschüsselung noch ziemlich
human. Bei rund 4 m Estrichfeldkantenlänge kann es auch noch
wesentlich mehr werden. :-/ Vor allem in den Ecken. :-((

Sind bei Dir bislang gar keine Risse entstanden? Nur die Schüsselung?


Andrea

Joerg Kummetz

unread,
Jan 23, 2001, 5:15:00 PM1/23/01
to
Bjoern Hesse <he...@zkom.de> wrote:
>Hast Du auch eine Idee, wie ich ueberpruefen kann, ob a),b) oder c)
>zutreffen?


Wie ist denn die Festigkeit? Kannst Du ihn *rausfegen* wenn die harte Schale
entfernt ist, oder bekommst Du selbst mit Hammer und Meißel kaum ein Loch hinein?
Hast Du schon mal eine Gitter-Ritzprüfung gemacht?


>> Er wird wahrscheinlich trocken sein, so oder so. Pass lieber auf, dass die
>> Leitungen heil bleiben.
>
>Kannst Du das mal naeher erlaeutern? Entweder steh ich auf der
>Leitung, ab so mag sich mir der Sinn Deiner Aussage nicht
>erschliessen.


Die Heizleitungen müssen vom Estrich umschlossen sein, sonst können sie die
Wärme nicht ordentlich abgeben. Für eine Feuchteprüfung (CM-Messung) musst der
Estrich aber bis nach unten aufgeschlagen werden. Wenn dabei eine Leitung
erwischt wird, wars das mit dem Estrich.


>> versteht als ich) meint, man könnte ein Vlies auslegen und den Estrich von
oben
>> befeuchten (NICHT DURCHNÄSSEN!!). Evtl. kann der Zement nachhydratisieren und
die
>> Schüsselung geht zurück.
>
>Das setzt vorraus, dass a) vorliegt, oder hilft das auch bei b)? Wenn
>er vollstaendig abgebunden hat, dann sollte befeuchten nicht mehr
>helfen, oder?


Wie gesagt, von der tieferen Zementologie hab ich keine Ahnung, das war das
einzige was meinem Kollegen einfiel.


>> Geht das, ohne die Leitungen zu beschädigen?
>
>Du fragst mich Sachen... Der geschlaengelte Ruecklauf hat Abstand zu
>den Waenden, er liegt zudem unten im Estrich. Das
>Kunststoffverbundrohr sollte das eigentlich abkoennen.


Da würd ich erstmal nicht von ausgehen, es sei denn der Heizungbauer gibt das
schriftlich.

Andrea Glatthor

unread,
Jan 23, 2001, 8:12:30 PM1/23/01
to
Hallo Jörg,

"Joerg Kummetz" <jo...@kummetz.org> schrieb:
> Bjoern Hesse <he...@zkom.de> wrote:

[Festigkeitsprüfung beim Estrich]]


> Hast Du schon mal eine Gitter-Ritzprüfung gemacht?

Originelle Idee - Gitterschnitt beim Estrich? Neee. :-))

[Feuchtemessung notwenig?]


>>> Er wird wahrscheinlich trocken sein, so oder so. Pass lieber auf, dass die
>>> Leitungen heil bleiben.

>> Kannst Du das mal naeher erlaeutern? [...]

> Die Heizleitungen müssen vom Estrich umschlossen sein, sonst können sie die
> Wärme nicht ordentlich abgeben.

Es gibt auch welche, die liegen *unter* dem Estrich.

> Für eine Feuchteprüfung (CM-Messung) musst der
> Estrich aber bis nach unten aufgeschlagen werden. Wenn dabei eine Leitung
> erwischt wird, wars das mit dem Estrich.

Es wird lediglich gebohrt (was meinst Du mit "aufgeschlagen"?), und
das nicht bis zur Dämmung nach unten durch.
Die Messung durchzuführen ist kein Problem (kann ja auch nicht, wenn
das jedesmal ein Risiko darstellen würde, könnte sich das doch kein
Bodenleger leisten), aber sinnvoll ist sie hier trotzdem nicht.

Andrea

Bjoern Hesse

unread,
Jan 24, 2001, 4:37:54 AM1/24/01
to
"Joerg Kummetz" <jo...@kummetz.org> writes:

> Bjoern Hesse <he...@zkom.de> wrote:
> >Hast Du auch eine Idee, wie ich ueberpruefen kann, ob a),b) oder c)
> >zutreffen?
>
> Wie ist denn die Festigkeit? Kannst Du ihn *rausfegen* wenn die harte Schale
> entfernt ist, oder bekommst Du selbst mit Hammer und Meißel kaum ein Loch hinein?
> Hast Du schon mal eine Gitter-Ritzprüfung gemacht?

Optisch sieht der Estrich fest aus, geritzt, geschlagen, gemeisselt
habe ich noch nichts. :-) Wie geht die Gitter-Ritzpruefung?

> >> Er wird wahrscheinlich trocken sein, so oder so. Pass lieber auf, dass die
> >> Leitungen heil bleiben.

> >Kannst Du das mal naeher erlaeutern? Entweder steh ich auf der

> Die Heizleitungen müssen vom Estrich umschlossen sein, sonst können sie die

> Wärme nicht ordentlich abgeben. Für eine Feuchteprüfung (CM-Messung) musst der
> Estrich aber bis nach unten aufgeschlagen werden. Wenn dabei eine Leitung
> erwischt wird, wars das mit dem Estrich.

Ah, jetzt habe ich es verstanden. Das waere kein Problem, das ist
halt ein geschlaengelter Ruecklauf und _keine_ Fussbodenheizung.
Abstand der Schlangen ist so ca. 40cm-50cm, da finde ich schon eine
stelle wo ich gefahrlos meisseln koennte.

Bjoern

Bjoern Hesse

unread,
Jan 24, 2001, 4:40:49 AM1/24/01
to
Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> writes:

> "Joerg Kummetz" <jo...@kummetz.org> schrieb:


> > Die Heizleitungen müssen vom Estrich umschlossen sein, sonst können sie die
> > Wärme nicht ordentlich abgeben.
>
> Es gibt auch welche, die liegen *unter* dem Estrich.

Also bei mir beides. Sprich: "unten im" :-) Daemmung, Folie, Leitung
auf den Styrodurplatten befestigt und dann Estrich drueber.

Bjoern

Werner Reimann

unread,
Jan 24, 2001, 4:44:20 AM1/24/01
to
Andrea Glatthor <a...@baustoffchemie.de> wrote:

[ Schüsseln ]


> > Wie sehen die Alternativen aus?
> >
> > a) raus und neu rein?
> > b) brechen und mit Harz vergiessen?
> > c) ?
>

c) eine Fräse besorgen aus dem Baumaschinenverleih und den Rand
abfräsen, danach mit Ausgleichsmasse begradigen ?
Bei 7 cm Estrichhöhe sollte da genug Reserve sein.
( Auf keinen Fall mit Heimwerkers Lieblingshilti abstemmen, das
Gerappel zerlegt den Estrich. )

Viele Grüße
Werner


Sent via Deja.com
http://www.deja.com/

Bjoern Hesse

unread,
Jan 24, 2001, 4:50:36 AM1/24/01
to
Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> writes:

> Hallo Bjoern,
>
> Bjoern Hesse <he...@zkom.de> schrieb:
> > "Joerg Kummetz" <jo...@kummetz.org> writes:
> >> Bjoern Hesse <he...@zkom.de> wrote:

> Schreib mal möglichst genau Deine Estrichzusammensetzung auf
> (Produktname?). Dann kann man abschätzen, wie schnell er erhärtet und
> dann braucht man dazu noch die Erhärtungdsbedingungen ... vor allem
> den Temperaturverlauf, aber auch Luftbewegungen (Zugluft?) usw.

Selbstgemischt. Sand bis 8mm Koernung, Zement und Wasser. Sonst
nichts. Gemischt im normalen Betonmischer. Ist glaube ich ziemlich
fett geraten. Wir hatten einen kubiqmeter Sand und 300kg Zement.
Sand ist uebergeblieben, 50kg Zement mussten wir nachholen.

> Es macht allerdings aus meiner Sicht nicht viel Sinn, darüber zu
> spekulieren. Sandet die Estrichoberfläche ab oder hast Du aus anderem
> Grund den verdacht, dass sie nicht fest genug ist?

Den Eindruck habe ich eigentlich nicht. Sieht fuer mich aus wie
vernuenftiger Estrich. Ich kann natuerlich nur die Oberflaeche
sehen. Deshalb wollte ich sicher gehen, ob ich irgendwie pruefen kann,
ob er wirklich voll abgebunden hat.

> >> Was hast Du, außer Zeit, zu verlieren? Mein Kollege (der wo mehr von Zement
> >> versteht als ich) meint, man könnte ein Vlies auslegen und den Estrich von oben
> >> befeuchten (NICHT DURCHNÄSSEN!!). Evtl. kann der Zement nachhydratisieren und die
> >> Schüsselung geht zurück.
> >
> > Das setzt vorraus, dass a) vorliegt, oder hilft das auch bei b)?
>
> IMO hilft das nicht einmal so recht bei a). Bei b) jedenfalls nicht.

Gut. Von der Liste gestrichen.

> Bei einem normalen Zementestrich (ohne Spezialzusatzmittel und bei
> normalen Temperaturen) muss man 3 Wochen(!) warten, bevor man mit dem
> Ausheizen beginnt.

Ah, endlich. Jetzt kriege ich die Haue, die ich verdient habe. Mein
Gefuehl hat mir auch "Warten" gesagt. Meine Finger haben mir aber
"verdammt kalt" gesagt und mein Verstand hat gesagt "Ein diplomierter
Bauingenieur, dazu noch verwandt, wird schon wissen, was er da
auessert". :-(

> Wenn ihr schon nach 2 Tagen damit anfangt, dann kann es nur zur
> Katastrophe kommen.

Und nochmal die Peitsche...

> Offenbar war das Heizwasser es nicht so wahnsinnig heiss, denn dafür
> sind die von Dir beschriebenen 1 cm Aufschüsselung noch ziemlich
> human. Bei rund 4 m Estrichfeldkantenlänge kann es auch noch
> wesentlich mehr werden. :-/ Vor allem in den Ecken. :-((

Ich kann die Hoehen leider nicht richtig messen, da ich nur einen
echten Bezugspunkt habe. An der Tuerschwelle sind es im Moment so um
die 4mm-6mm. Es waren zwischendurch aber nochmal ein paar millimeter
mehr. In den Ecken kann ich halt nur sehen, dass der Estrich hohl
liegt, und er beim drauftreten sich nach unten bewegt. Das sieht nach
einigen mm aus, mehr als ein cm sollte es eigentlich nicht sein.

> Sind bei Dir bislang gar keine Risse entstanden? Nur die Schüsselung?

Der Estrich ist bewehrt, >= 6cm dick und ziemlich fett glaube ich. :-)
Bis jetzt ist noch nichts an Rissen gekommen.

Bjoern

Bjoern Hesse

unread,
Jan 24, 2001, 4:57:43 AM1/24/01
to
Werner Reimann <wern...@my-deja.com> writes:

> Andrea Glatthor <a...@baustoffchemie.de> wrote:
>
> [ Schüsseln ]

> c) eine Fräse besorgen aus dem Baumaschinenverleih und den Rand
> abfräsen, danach mit Ausgleichsmasse begradigen ?
> Bei 7 cm Estrichhöhe sollte da genug Reserve sein.
> ( Auf keinen Fall mit Heimwerkers Lieblingshilti abstemmen, das
> Gerappel zerlegt den Estrich. )

So kriege ich ihn gerade, er liegt dann aber immer noch hohl und
bewegt sich beim drueberlaufen. Wie ich das wegbekomme, hast Du keine
Idee, oder?

Bjoern

Joerg Kummetz

unread,
Jan 24, 2001, 6:17:29 AM1/24/01
to
Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> wrote:
>[Festigkeitsprüfung beim Estrich]]
>> Hast Du schon mal eine Gitter-Ritzprüfung gemacht?
>
>Originelle Idee - Gitterschnitt beim Estrich? Neee. :-))


Hi Andrea,


hab ich etwa Deine *Lücke* erwischt? :-))
Besorg Dir mal vom BEB "Technische Kurzmitteilungen, 2/1994, [Hinweise zur
Ritzprüfung]".
Es gibt dafür sogar ein spezielles Gerät "RiRi - Richtig Ritzen" (kein Scherz)


>> Die Heizleitungen müssen vom Estrich umschlossen sein, sonst können sie die
>> Wärme nicht ordentlich abgeben.
>
>Es gibt auch welche, die liegen *unter* dem Estrich.


Ich hatte es hier so verstanden, dass sie zwar *unten*, aber *im* Estrich liegen.


>> Für eine Feuchteprüfung (CM-Messung) musst der
>> Estrich aber bis nach unten aufgeschlagen werden. Wenn dabei eine Leitung
>> erwischt wird, wars das mit dem Estrich.
>
>Es wird lediglich gebohrt (was meinst Du mit "aufgeschlagen"?), und
>das nicht bis zur Dämmung nach unten durch.


Die einzigen *verkehrsüblichen* Prüfungen sind CM (Calziumcarbid-Methode) und
Darrprüfung. Und dafür muss der Estrich bis nach unten durchgestemmt werden, denn
*normal* ist es unten am feuchtesten. Elektronische Feuchtemesser dienen nur zur
Orientierung (wenn Du bohrst, hast Du wahrscheinlich den *Aqua-Boy* ?)


>Die Messung durchzuführen ist kein Problem (kann ja auch nicht, wenn
>das jedesmal ein Risiko darstellen würde, könnte sich das doch kein
>Bodenleger leisten),


Darum darf der Bodenleger Heizestriche auch nur prüfen, wenn vorher Messstellen
markiert wurden, ansonsten muss ein Aufheizprotokoll vorliegen, oder der Verleger
sollte Bedenken anmelden.


> aber sinnvoll ist sie hier trotzdem nicht.


Da bin ich dann wieder einer Meinung mit Dir :-)

Jörg, auf meinem Schreibtisch liegt immer griffbereit: Altmann/Hausmann
"Vorbereitung von Estrichen für Bodenbelagarbeiten" Hrsg.: Bundesverband der
Deutschen Mörtelindustrie e.V., Duisburg, Februar 1998.

Andrea Glatthor

unread,
Jan 24, 2001, 12:30:07 PM1/24/01
to
Bjoern Hesse <he...@zkom.de> schrieb:

> Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> writes:
>> Bjoern Hesse <he...@zkom.de> schrieb:
>>> "Joerg Kummetz" <jo...@kummetz.org> writes:
>>>> Bjoern Hesse <he...@zkom.de> wrote:

>> Schreib mal möglichst genau Deine Estrichzusammensetzung auf

> Selbstgemischt. [schnipp ...Zusammensetzung... schnapp]

>> Sandet die Estrichoberfläche ab oder hast Du aus anderem
>> Grund den verdacht, dass sie nicht fest genug ist?

> Den Eindruck habe ich eigentlich nicht. Sieht fuer mich aus wie
> vernuenftiger Estrich. Ich kann natuerlich nur die Oberflaeche
> sehen. Deshalb wollte ich sicher gehen, ob ich irgendwie pruefen kann,
> ob er wirklich voll abgebunden hat.

Wenn die Oberfläche okay ist, ist er darunter erst recht in Ordnung.
Also alles im grünen Bereich.

>> Bei einem normalen Zementestrich (ohne Spezialzusatzmittel und bei
>> normalen Temperaturen) muss man 3 Wochen(!) warten, bevor man mit dem
>> Ausheizen beginnt.
>
> Ah, endlich. Jetzt kriege ich die Haue, die ich verdient habe. Mein
> Gefuehl hat mir auch "Warten" gesagt. Meine Finger haben mir aber
> "verdammt kalt" gesagt

Wie schon geschrieben: Kaltwasser wäre gerade warm genug gewesen um
ein erfrieren des Estrichs zu verhindern, und das dann ohne schädliche
Nebenwirkungen.

> und mein Verstand hat gesagt "Ein diplomierter
> Bauingenieur, dazu noch verwandt, wird schon wissen, was er da
> auessert". :-(

Auch ein Bauingenieur kann nicht alles wissen, aber *das* hätte ihm
nicht passieren dürfen. Dass Du Dich dann mehr oder weniger blind auf
ihn verlässt, kann ich nachvollziehen.

>> Offenbar war das Heizwasser es nicht so wahnsinnig heiss, denn dafür
>> sind die von Dir beschriebenen 1 cm Aufschüsselung noch ziemlich
>> human. Bei rund 4 m Estrichfeldkantenlänge kann es auch noch
>> wesentlich mehr werden. :-/ Vor allem in den Ecken. :-((
>
> Ich kann die Hoehen leider nicht richtig messen, da ich nur einen
> echten Bezugspunkt habe. An der Tuerschwelle sind es im Moment so um
> die 4mm-6mm. Es waren zwischendurch aber nochmal ein paar millimeter
> mehr.

Der Estrich drückt sich ja auch die Dämmung in der Mitte mittlerweile
etwas platt - da liegt logischerweise nun die Hauptlast.

> In den Ecken kann ich halt nur sehen, dass der Estrich hohl
> liegt, und er beim drauftreten sich nach unten bewegt. Das sieht nach
> einigen mm aus, mehr als ein cm sollte es eigentlich nicht sein.

Schneid den Überschuß an Estrich oben ab und leg die Keile unten
drunter. Das sollte genau passen. (SCNR)

Also, eine geniale Lösung für das Problem des nicht vollflächig
aufliegenden Estrichs habe ich nicht und "unser" Estrichleger Matthias
Bohn liest momentan scheinbar nicht mit.

Zum Unterfüttern könnte man Fließmörtel verwenden (anbohren und
verfüllen)?


Andrea

Andrea Glatthor

unread,
Jan 24, 2001, 12:31:50 PM1/24/01
to
Hallo Jörg,

"Joerg Kummetz" <jo...@kummetz.org> schrieb:

> Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> wrote:


>> [Festigkeitsprüfung beim Estrich]]
>>> Hast Du schon mal eine Gitter-Ritzprüfung gemacht?
>>
>> Originelle Idee - Gitterschnitt beim Estrich? Neee. :-))

> hab ich etwa Deine *Lücke* erwischt? :-))

Sieht so aus. Den Gitterschnitt kenne ich nur von Lacken u.ä.
Beschichtungen. :-|

>>> Für eine Feuchteprüfung (CM-Messung) musst der
>>> Estrich aber bis nach unten aufgeschlagen werden. Wenn dabei eine Leitung
>>> erwischt wird, wars das mit dem Estrich.
>>
>> Es wird lediglich gebohrt (was meinst Du mit "aufgeschlagen"?), und
>> das nicht bis zur Dämmung nach unten durch.

> Die einzigen *verkehrsüblichen* Prüfungen sind CM (Calziumcarbid-Methode) und
> Darrprüfung. Und dafür muss der Estrich bis nach unten durchgestemmt werden, denn
> *normal* ist es unten am feuchtesten. Elektronische Feuchtemesser dienen nur zur
> Orientierung (wenn Du bohrst, hast Du wahrscheinlich den *Aqua-Boy* ?)

Mal abgesehen davn, dass ich normalerweise solche Prüfungen nicht
durchführe :-) ... wenn ich es doch machen muss, arbeite ich mit dem
CM-Gerät bzw. dem Trockenschrank (also Darr).


>> Die Messung durchzuführen ist kein Problem (kann ja auch nicht, wenn
>> das jedesmal ein Risiko darstellen würde, könnte sich das doch kein
>> Bodenleger leisten),

> Darum darf der Bodenleger Heizestriche auch nur prüfen, wenn vorher Messstellen
> markiert wurden,

Aha. Sind es aber nicht immer. :-/ Und bis nach unten durchbohren tun
die nicht. Ich glaube, ich habe einem fachgerecht arbeitenden
Bodenleger wohl noch nicht zugucken dürfen. :-(

> ansonsten muss ein Aufheizprotokoll vorliegen, oder der Verleger
> sollte Bedenken anmelden.

Nutzt ja nichts, er muss ja AFAIK trotzdem messen. Das Protokoll
ersetzt keine Messung, oder doch?

>> aber sinnvoll ist sie hier trotzdem nicht.

> Da bin ich dann wieder einer Meinung mit Dir :-)

Wenigstens ein Punkt ... :-))


Andrea

Horst Kalevar

unread,
Jan 24, 2001, 2:06:28 PM1/24/01
to

Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> schrieb in im Newsbeitrag:
94n72n.3...@svbuc.de...

> Hallo Jörg,
>
> "Joerg Kummetz" <jo...@kummetz.org> schrieb:
>
> > Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> wrote:
> >> [Festigkeitsprüfung beim Estrich]]

> Aha. Sind es aber nicht immer. :-/ Und bis nach unten durchbohren tun
> die nicht. Ich glaube, ich habe einem fachgerecht arbeitenden
> Bodenleger wohl noch nicht zugucken dürfen. :-(


Der Grund, warum nicht gebohrt werden darf, ist ein Austrocknen der Probe
durch Reibungswärme. Desweiteren muß die Probe aus dem unteren Drittel des
Estriches entnommen werden. Ich hab mal bei einem normalen Estrich die
Wasserleitung der Wohnung erwischt, die von der Küche durchs Wohnzimmer in
den Flur ging. Die CM-Probe war gigantisch naß (ich durfte/mußte nicht
verlegen). Das Ergebnis war proportional zur Schadenssumme bei in der
unteren Wohnung.

Gruß
Horst


Andrea Glatthor

unread,
Jan 24, 2001, 4:17:03 PM1/24/01
to
"Horst Kalevar" <Kal...@t-online.de> schrieb:
> Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> schrieb:

[Feuchtemessung beim Estrich]
>> [...] bis nach unten durchbohren tun


>> die nicht. Ich glaube, ich habe einem fachgerecht arbeitenden
>> Bodenleger wohl noch nicht zugucken dürfen. :-(

> Der Grund, warum nicht gebohrt werden darf, ist ein Austrocknen der Probe
> durch Reibungswärme. Desweiteren muß die Probe aus dem unteren Drittel des
> Estriches entnommen werden.

Jetzt möchte ich es aber genau wissen: Wie stemmt man denn den Estrich
auf, ohne einen großen Krater hinein zu machen?

Also, ich habe nur einen Fliesenleger mal dabei gesehen und er hat
einen Kernbohrer genommen - geschätzter Durchmesser 4...5 cm - und
damit einen Kern gezogen, der dann in passender Tiefe mittels Meissel
gespalten und für die Messung gemörsert wurde. Ich brauche zur
CM-Messung doch nur 50 oder max. 100 g.

Ich empfand die Gefahr der Verfälschung durch die Wärmeentwicklung
beim Bohren für nicht so schlimm. Falsch?

Ich wüsste nämlich schon gerne, wie man das korrekt durchführt ... :-)


Andrea

Joerg Kummetz

unread,
Jan 24, 2001, 6:20:32 PM1/24/01
to
Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> wrote:


>Jetzt möchte ich es aber genau wissen: Wie stemmt man denn den Estrich
>auf, ohne einen großen Krater hinein zu machen?


Mit Hammer und Meißel. Die Teile, die beim CM-Gerät dabei sind, sind allerdings
*Spielzeug*.
Dann schlägt man ein ca. 4x4 cm großes Loch hinein und nimmt nur Material aus dem
unteren Drittel.


Das Loch wird mit Schnellbinder o.ä. zugefüllt.


>Also, ich habe nur einen Fliesenleger mal dabei gesehen und er hat
>einen Kernbohrer genommen - geschätzter Durchmesser 4...5 cm - und
>damit einen Kern gezogen, der dann in passender Tiefe mittels Meissel
>gespalten und für die Messung gemörsert wurde. Ich brauche zur
>CM-Messung doch nur 50 oder max. 100 g.


Beim Zementestrich sogar meist nur 20 g.


>Ich empfand die Gefahr der Verfälschung durch die Wärmeentwicklung
>beim Bohren für nicht so schlimm. Falsch?


Völlig! Ich hab sogar mal ne Hilti ausprobiert, selbst das verfälscht schon die
Werte. Es geht im Extremfall darum, ob Du 2,3 oder 1,9 % Feuchte hast, da kannst
Du keine Unsicherheiten brauchen.


> Ich wüsste nämlich schon gerne, wie man das korrekt durchführt ... :-)


Wenn ich in Deiner Nähe ne Prüfung machen muss, sag ich Dir bescheid.... :-)


Jörg

Joerg Kummetz

unread,
Jan 24, 2001, 6:27:24 PM1/24/01
to
Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> wrote:


>Zum Unterfüttern könnte man Fließmörtel verwenden (anbohren und
>verfüllen)?


Was hälst Du von Gießharz?

Joerg Kummetz

unread,
Jan 24, 2001, 6:39:08 PM1/24/01
to
Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> wrote:


>Mal abgesehen davn, dass ich normalerweise solche Prüfungen nicht
>durchführe :-) ... wenn ich es doch machen muss, arbeite ich mit dem
>CM-Gerät bzw. dem Trockenschrank (also Darr).


Aber Vorsicht! Beim darren kommt immer mehr raus! Ich prüf immer Estrich mit CM,
und Rohbeton im Trockenschrank, dann weiß ich, dass die Werte passen.



>> Darum darf der Bodenleger Heizestriche auch nur prüfen, wenn vorher
Messstellen
>> markiert wurden,
>
>Aha. Sind es aber nicht immer. :-/ Und bis nach unten durchbohren tun
>die nicht. Ich glaube, ich habe einem fachgerecht arbeitenden
>Bodenleger wohl noch nicht zugucken dürfen. :-(


Och, die gibt es aber schon, nur etwas seltener.


>> ansonsten muss ein Aufheizprotokoll vorliegen, oder der Verleger
>> sollte Bedenken anmelden.
>
>Nutzt ja nichts, er muss ja AFAIK trotzdem messen. Das Protokoll
>ersetzt keine Messung, oder doch?


Doch, steht sogar in den alten Kommentaren von Rosenbaum zur DIN 18365


Jörg, ich glaub, wir langweilen langsam die Leute ;-)

Bjoern Hesse

unread,
Jan 25, 2001, 5:14:18 AM1/25/01
to
"Joerg Kummetz" <jo...@kummetz.org> writes:

> Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> wrote:
>
>
> >Zum Unterfüttern könnte man Fließmörtel verwenden (anbohren und
> >verfüllen)?
>
>
> Was hälst Du von Gießharz?

Wie verfuelle ich das praktisch? Eine Folie ist drin, sie ist am Rand
auch hochgezogen. 1, 2, 3 viele Loecher in den Estrich bohren, da wo
er hohl ist und den Harz da reinlaufen lassen? Unter Druck reinlaufen
lassen?

Ist das fuer einen Heimwerker machbar, der sich nicht bei allen Sachen
so dusselig anstellt wie beim Estrich trocknen?

Bjoern

Joerg Kummetz

unread,
Jan 25, 2001, 6:56:49 AM1/25/01
to
Bjoern Hesse <he...@zkom.de> wrote:


>Wie verfuelle ich das praktisch? Eine Folie ist drin, sie ist am Rand
>auch hochgezogen. 1, 2, 3 viele Loecher in den Estrich bohren, da wo
>er hohl ist und den Harz da reinlaufen lassen? Unter Druck reinlaufen
>lassen?
>
>Ist das fuer einen Heimwerker machbar, der sich nicht bei allen Sachen
>so dusselig anstellt wie beim Estrich trocknen?


Keine Ahnung ob es funktioniert, aber den Bodenlegern, die sich beim Vergießen
von Esrichrissen dusselig anstellen, läuft das Zeug nach unten weg. Das kannst Du
für Dein Problem evtl. positiv nutzen.


Ist aber egal ob Methacrylat oder Epoxid - ist immer Sch***zeug :-(

Andrea Glatthor

unread,
Jan 25, 2001, 9:27:02 AM1/25/01
to
"Joerg Kummetz" <jo...@kummetz.org> schrieb:
> Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> wrote:

>> Zum Unterfüttern könnte man Fließmörtel verwenden (anbohren und
>> verfüllen)?

> Was hälst Du von Gießharz?

Schweinkram, teurer, fliesst dafür deutlich besser und länger.

Bedenken habe ich bei einer Ausgleichsmasse oder einem Einpressmörtel,
dass diese Masse nicht gut genug fliesst und mir unter dem Estrich
noch größere Hohlräume bleiben. Den Wasserentzug durch den Estrich
kann man ja da unten nicht verhindern.
Einpressen wäre ideal, aber die nötige Ausrüstung haben wir nicht. :-)

Konsequenz wäre: Viele Löcher in recht kleinem Abstand (30 cm).

Bei Gießharz reichen sicher sehr viel weniger Löcher.


Andrea

Bjoern Hesse

unread,
Jan 25, 2001, 1:27:29 PM1/25/01
to
Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> writes:

> "Joerg Kummetz" <jo...@kummetz.org> schrieb:
> > Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> wrote:
>
> >> Zum Unterfüttern könnte man Fließmörtel verwenden (anbohren und
> >> verfüllen)?
>
> > Was hälst Du von Gießharz?
>
> Schweinkram, teurer, fliesst dafür deutlich besser und länger.

Hmmm... Fliessmoertel und Giessharz, ist dass so im Fachhandel zu
bekommen, oder werde ich dann wieder gefragt "Welche von den 10
Varianten haettens denn gerne" :-) Ernsthaft: Muss ich auf
irgendetwas achten?

[Einpressen von Harz oder Fliessmoertel]


> Konsequenz wäre: Viele Löcher in recht kleinem Abstand (30 cm).
>
> Bei Gießharz reichen sicher sehr viel weniger Löcher.

Giesse ich in jedes Loch, oder in eins und warte bis es aus den
anderen raus kommt? (ala Zinn giessen)

Danke

Bjoern

Robert Pflüger

unread,
Jan 25, 2001, 4:41:03 PM1/25/01
to
Hallo,

also ich würde empfehlen zu warten. so ca 2 Jahre. Ich habe reichlich
Sockelleisten gesehen welche bis zu 2 cm über dem Fußboden an der Wand
hängen. :-)

Gruß,
Robert

Bjoern Hesse wrote:
> ...

Andrea Glatthor

unread,
Jan 25, 2001, 6:32:36 PM1/25/01
to
Robert Pflüger <robert....@gmx.net> schrieb:

> also ich würde empfehlen zu warten. so ca 2 Jahre. Ich habe reichlich
> Sockelleisten gesehen welche bis zu 2 cm über dem Fußboden an der Wand
> hängen. :-)

Du Scherzkeks Duuuuuuuu ... :-)

Wir warten also auf die Phänomene "Rückschüsseln" und "Randabsenkung"?
Ich sehe hier nicht so wahnsinnig viel Potential zum "Rückschüsseln"
... meine Überlegungen sind:

Der Estrich ist ca. 5 Wochen alt und das ist bei 6-7 cm Dicke nicht
gerade viel. Andererseits wird er bereits viel trockener sein, als
normalerweise (aufgrund der frühen Erwärmung).

Schadensursache ist eine charakteristische Eigenschaft des Zementes:
Das Schwinden. Es findet an Ober- und Unterseite des Estrichs
unterschiedlich schnell und unterschiedlich stark statt. Dadurch
entstehen in der Estrichplatte Spannungen, die sich durch Schüsseln
oder Randabsenkungen (auch ein Schüsseln, nur in die andere Richtung)
bemerkbar machen.

Das Aufschüsseln durch das zeitlich vorgezogene Schwinden in der
oberen Schicht geht natürlich wieder zurück sobald die untere Schicht
den zeitlichen Rückstand aufholt. Dabei schwinden Ober- und Unterseite
des Estrichs also gleich stark, allerdings zeitlich gegeneinander
versetzt. Wenn man dann nach dem Aufschüsseln die Sockelleisten setzt
und der Estrich dann mit der Zeit "rückschüsselt", dann hat man ein
Beispiel für die Randabsenkung und deren Folgen: In der Luft hängende
Sockelleisten bzw. abgerissene dauerelastische Fugen bei Fliesenbelag.

In diesem Fall hier haben wir aber einen Estrich, der nicht nur
zeitlich versetzt schwindet, sondern er schwindet auch in der
Oberfläche deutlich stärker als an der Unterseite. Es gibt IMO einen
irreversiblen Anteil der Verformung ... wenn ich wüsste, wie groß der
ist, oder ihn auch nur annähernd sicher abschätzen könnte, würde ich
mich weiter vor wagen und zur Sanierung übergehen.
Die Tatsache, dass der Estrich selbst gemischt wurde und die Mischung
eher als "fett" eingeordnet wird, macht die Sache auch nicht
einfacher.

Im Moment traue ich mich noch nicht, einfach zur Sanierung überzugehen
... Björn, Du schriebst was von "Einzug" usw. ... bis wann muss der
Estrich fertig sein?


Andrea

P.S.
Ich hätte hier jetzt gerne einen Link gepostet, denn ich hatte mal
einen schlauen Artikel von einem Herrn Skibba zum Thema "Schüsselung"
und den gab es bei astricus.de online, aber dort ist er nicht mehr.

Andrea Glatthor

unread,
Jan 25, 2001, 7:32:11 PM1/25/01
to
Bjoern Hesse <he...@zkom.de> schrieb:

> Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> writes:
>> "Joerg Kummetz" <jo...@kummetz.org> schrieb:
>>> Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> wrote:

>>>> Zum Unterfüttern könnte man Fließmörtel verwenden (anbohren und
>>>> verfüllen)?

>>> Was hälst Du von Gießharz?

>> Schweinkram, teurer, fliesst dafür deutlich besser und länger.

> Hmmm... Fliessmoertel und Giessharz, ist dass so im Fachhandel zu
> bekommen, oder werde ich dann wieder gefragt "Welche von den 10
> Varianten haettens denn gerne" :-) Ernsthaft: Muss ich auf
> irgendetwas achten?

Fliessmörtel wäre hier = Ausgleichsmasse. Es gibt auch andere
Fließmörtel (auch spezielle Verpressmörtel für zerklüftetes Mauerwerk
zum Beispiel), aber die Ausgleichsmassen sind hier IMO besser
geeignet. Es gibt sie für verschiedene Schichtdicken - Du brauchst
eine für 2 - 5 mm ... dass Deine maximale Schichtdicke dann höher ist,
darf Dich nicht irritieren.

Als Gießharz kämen viele in Frage. Epoxidharz ist IMHO die
kostengünstigste und am einfachsten zu verarbeitende Variante (relativ
fehlertolerant). Die Frage ist, ob man ein ungefülltes Harz oder
besser eine gefüllte Masse nimmt (es gibt ja auch Ausgleichsmassen auf
Epoxidharzbasis). Ich würde ja zur Epoxi-Ausgleichsmasse tendieren.
Das reine Harz ist vermutlich teurer. (?)

> [Einpressen von Harz oder Fliessmoertel]
>> Konsequenz wäre: Viele Löcher in recht kleinem Abstand (30 cm).
>>
>> Bei Gießharz reichen sicher sehr viel weniger Löcher.
>
> Giesse ich in jedes Loch, oder in eins und warte bis es aus den
> anderen raus kommt? (ala Zinn giessen)

In die Bohrlöcher überall (mehr oder weniger gleichzeitig) giessen und
warten, bis es am Rand hochkommt. :-)
Dann hast Du die Luft unten drunter verdrängt ... so ungefähr:

----------------------.
| <--- Estrichplatte mit Bohrlöchern von oben
| gesehen
o o o o |
o |
| Bohrlöcher dort, wo der Estrich ca. einen
o | Millimeter hoch hohl liegt, was bedeutet,
| dass die Löcher in den Ecken am weitesten
o | vom Rand weg sind ...
|
o | Plastiktrichter in die Bohrlöcher und
| dann die Trichter möglichst voll halten,
o | bis der gesamte Bereich unter dem Estrich
| möglichst luftblasenfrei verfüllt ist
o |
o o o o |
|
|
----------------------´


Wenn der Vergussmörtel (egal ob Zement oder Kunstharz) nicht gut genug
und/oder lange genug fliesst, braucht man noch eine weitere Reihe
Bohrlöcher, näher zum Rand hin. Die werden dann aber besser separat
gefüllt, weil ich mir vorstelle, dass sonst Luft eingeschlossen wird.
Die Lauffront des Vergußmörtels muss die Luft zum Rand hin vor sich
her schieben.


Andrea

Robert Pflüger

unread,
Jan 26, 2001, 4:10:13 AM1/26/01
to
hallo Andrea,

Andrea Glatthor wrote:
> ...


> Wir warten also auf die Phänomene "Rückschüsseln" und "Randabsenkung"?

ja

> Ich sehe hier nicht so wahnsinnig viel Potential zum "Rückschüsseln"

und würde er nur um die Hälfte "zurückschüsseln", welchen (un)Sinn hätte
eine der bisher vorgeschlagenen Maßnahmen?

> ...


> Im Moment traue ich mich noch nicht, einfach zur Sanierung überzugehen

ich auch nicht.

Gruß,
Robert

Stephan Romahn

unread,
Jan 26, 2001, 3:52:08 AM1/26/01
to
Hallo,

> >> Zum Unterfüttern könnte man Fließmörtel verwenden (anbohren und
> >> verfüllen)?
>
> > Was hälst Du von Gießharz?
>
> Schweinkram, teurer, fliesst dafür deutlich besser und länger.

Also bei meinem Häusschen hat der Zementestrich (ausgeführt vom Estrichleger
und gar nicht trockengeheizt:-)) auch an vielen Ecken geschüsselt. Ich
konnte darauf Trampolin springen ;-)

Die Estrichfritzen meinten, das sei normal. Zur Behebung haben die mit einer
Flex in den geschüsselten Ecken Ritze angeschnitten und den Estrich
gebrochen, daß die aur der Trittschalldämmung auflagen. Einige Querritze
geflext und mit irgendeinem Harz verharzt.

Keine Probleme seit zwei Jahren in immerhin sechs Wohnungen :-))

> Bedenken habe ich bei einer Ausgleichsmasse oder einem Einpressmörtel,
> dass diese Masse nicht gut genug fliesst und mir unter dem Estrich
> noch größere Hohlräume bleiben. Den Wasserentzug durch den Estrich
> kann man ja da unten nicht verhindern.
> Einpressen wäre ideal, aber die nötige Ausrüstung haben wir nicht. :-)

Oweia, seid Ihr kompliziert.

> Konsequenz wäre: Viele Löcher in recht kleinem Abstand (30 cm).
>
> Bei Gießharz reichen sicher sehr viel weniger Löcher.
>

Oder wenige Ritze ;-))

--
Freundliche Grüße

Dipl.- Ing. Stephan Romahn
Garten- und Landschaftsarchitekt
-----
----> www.sr-gruenhaus.de <--------
----> Ökologische Dachbegrünung <---------
----> Know how, Material und Pflanzen <--------
----> Infos zur Bauwerksbegrünung <--------


Andrea Glatthor

unread,
Jan 26, 2001, 6:53:07 PM1/26/01
to
Robert Pflüger <robert....@gmx.net> schrieb:
> Andrea Glatthor wrote:

>> Wir warten also auf die Phänomene "Rückschüsseln" und "Randabsenkung"?
>
> ja

Hmmm. Das dauert doch Monate ... :-(

>> Ich sehe hier nicht so wahnsinnig viel Potential zum "Rückschüsseln"
>
> und würde er nur um die Hälfte "zurückschüsseln", welchen (un)Sinn hätte
> eine der bisher vorgeschlagenen Maßnahmen?

Ähnlich viel wie das Brechen und anschließende Zusammenkleben der
"Schollen" mit Harz ... das scheint eine weit verbreitete Methode zu
sein um dem Murks zu begegnen. Der bewehrte Estrich von Björn wird
sich aber nicht brechen lassen.

>> Im Moment traue ich mich noch nicht, einfach zur Sanierung überzugehen
>
> ich auch nicht.

Björn ... hast Du noch Geduld? Wann soll der Belag drauf?


Andrea

Andrea Glatthor

unread,
Jan 26, 2001, 7:19:04 PM1/26/01
to
"Stephan Romahn" <s_ro...@hotmail.com> schrieb:

Hallo Stephan,

> Also bei meinem Häusschen hat der Zementestrich (ausgeführt vom Estrichleger
> und gar nicht trockengeheizt:-)) auch an vielen Ecken geschüsselt. Ich
> konnte darauf Trampolin springen ;-)
>
> Die Estrichfritzen meinten, das sei normal.

"Mein" Estrichbauer meinte, dass es nicht normal ist, sondern Murks,
oft wäre aber nicht der Estrichbauer direkt, sondern "nur" der enorme
Termindruck Schuld dran. Er führt dementsprechend kaum noch
konventionelle Zementestriche aus, sondern mehr Schnellestriche (und
zwar mit Fertigmörtel).

[Estrich mit der Flex zerlegen und Brüche mit Harz verkleben]


> Keine Probleme seit zwei Jahren in immerhin sechs Wohnungen :-))

[Löcher bohren und verfüllen]
> Oweia, seid Ihr kompliziert.

Die Bewehrung durchtrennen müssen und das womöglich direkt neben den
Heizungsrohren ... so'n Mist. Einigen wir uns darauf, dass es alles
Murks ist?
Dem zuständigen Bauleiter, der die frühe Aufheizung angeordnet hat,
würde ich die Ohren kräftig langziehen. :-/
Bei Verwandtschaft ist das leider schwieriger als bei einem externen
Estrichleger ... letzterer muss auch wenigstens die Nachbesserung
alleine bewerkstelligen.


Andrea

Andrea Glatthor

unread,
Jan 26, 2001, 7:32:09 PM1/26/01
to
Richard Vogel <Richar...@ngi.de.invalid> schrieb:

> Du liebe Zeit, hat keiner das Herz, ihm zu sagen, er soll nen
> Vorschlaghammer nehmen, das ganze Zeugs wieder rauskloppen (soll
> damit am besten gehen, lt. Praxisbericht) und die ca. 800 Liter
> = 16 Schubkarren voll nochmal neu machen, diesmal richtig?

Borgst Du ihm Deine Abbruchwerkzeuge? :-)

> Wie riecht z.B. Gießharz auf geschlängeltem Heizungsrücklauf und
> was kosten 80 ltr. davon, wenn z.B. nur 1/10 Hohlräume
> entstanden sind?

80 Liter? Hast Du jetzt mit 6 mm Hohlraum unter dem Estrich gemittelt
über die gesamte Fläche gerechnet? Es sind doch "nur" 13 qm.

[viele nicht ganz unberechtigte Fragen <schnipp-schnapp>]

Tja. Aus der Ferne lässt sich immer leicht reden/schreiben. Ich
überlege mir stets, was ich selbst als Betroffene tun würde ... in
diesem Fall bin ich mir noch nicht schlüssig...


Andrea

Thorsten Kern

unread,
Jan 27, 2001, 8:27:27 AM1/27/01
to
Andrea Glatthor schrieb:

>
> > ansonsten muss ein Aufheizprotokoll vorliegen, oder der Verleger
> > sollte Bedenken anmelden.
>
> Nutzt ja nichts, er muss ja AFAIK trotzdem messen. Das Protokoll
> ersetzt keine Messung, oder doch?

Der Bodenleger muß die Verlegereife des Boden's prüfen, ob mit oder
ohne Protokoll.
Er ist dafür verantwortlich, das die Verlegereife erreicht ist, bevor
er mit dem legen beginnt.
sonst muß er warten , bis dies geschehen ist.
Gruß
TK
--
Schoenen Gruss aus Daufenbach
Imker Thorsten Kern
http://www.thorsten-kern.de
Lieber ein Pinguin der laeuft, als ein Fenster , das haengt

Stephan Romahn

unread,
Jan 27, 2001, 10:32:48 AM1/27/01
to
Hallo,

> > und würde er nur um die Hälfte "zurückschüsseln", welchen (un)Sinn hätte
> > eine der bisher vorgeschlagenen Maßnahmen?
>
> Ähnlich viel wie das Brechen und anschließende Zusammenkleben der
> "Schollen" mit Harz ... das scheint eine weit verbreitete Methode zu
> sein um dem Murks zu begegnen. Der bewehrte Estrich von Björn wird
> sich aber nicht brechen lassen.

Der bewehrte ZE bei mir ließ sich brechen und mit Harz vergießen ,-)))

Stephan Romahn

unread,
Jan 27, 2001, 11:01:06 AM1/27/01
to
Hallo Andrea

> > Die Estrichfritzen meinten, das sei normal.
>
> "Mein" Estrichbauer meinte, dass es nicht normal ist, sondern Murks,

Das meinte "mein" Fliesenleger danach auch. Er sprach aber, das man das
schüsseln von ZE ganz einfach verhindern kann: Einfach eine Folie
drauflegen. Die verhindert dann daß der ZE oben schneller austrocknet als
unten. Und dadurch wäre dann die Spannung die zum Schüsseln führt heraus.

> oft wäre aber nicht der Estrichbauer direkt, sondern "nur" der enorme
> Termindruck Schuld dran. Er führt dementsprechend kaum noch
> konventionelle Zementestriche aus, sondern mehr Schnellestriche (und
> zwar mit Fertigmörtel).

Dann hat der nur reiche Kunden oder macht nur Badezimmer ;-)) Weißt Du was
das Zeug kostet ??? Ich habe es weben Baufortschritt in den Badenzimmerm
machen lassen und das Material ist saumäßig schweineteuer.

Freundliche Grüße

Dipl.- Ing. Stephan Romahn
Garten- und Landschaftsarchitekt
-----
----> www.sr-gruenhaus.de <--------
----> Ökologische Dachbegrünung <---------
----> Know how, Material und Pflanzen <--------

----> Infos zur Bauwerksbegrünung <--------teph

Robert Pflüger

unread,
Jan 27, 2001, 12:59:27 PM1/27/01
to
Hallo Andrea,

Andrea Glatthor wrote:
> ... [warten]


> Hmmm. Das dauert doch Monate ... :-(

es kommt halt darauf an, wie ausgeprägt die Schüsselung ist, und wie
"schlimm" das ist ect. ...

je nachdem kann man es abwarten oder eben nicht. wenn aber was getan
werden sollte dann neigte ich eher zu Richards Meinung (Erneuern des
Estriches)

Gruß,
Robert

Bjoern Hesse

unread,
Feb 8, 2001, 8:49:57 AM2/8/01
to
Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> writes:

> Robert Pflüger <robert....@gmx.net> schrieb:
> > Andrea Glatthor wrote:
>
> >> Wir warten also auf die Phänomene "Rückschüsseln" und "Randabsenkung"?
> >
> > ja
>
> Hmmm. Das dauert doch Monate ... :-(

Wenn ueberhaupt. Ich habe vor knapp 14 Tagen alles an vorhandenen
Fliesenpaketen auf dem Estrich verteilt. Frei nach dem Motto: Wenn er
bricht ist gut, dann wird halt geklebt. Wenn er nicht bricht, sackt
hoffentlich die Daemmung jetzt zusammen und nicht erst wenn die
Bodenbelaege auf ein Niveau gebracht sind.

> >> Im Moment traue ich mich noch nicht, einfach zur Sanierung überzugehen
> >
> > ich auch nicht.
>
> Björn ... hast Du noch Geduld? Wann soll der Belag drauf?

Wir wollen Ende Februar einziehen. Dann sollten auch die Fliesen drin
sein. Verlegt werden sollen 40er Fliesen, diagonal. Wie oben
beschrieben, versuche ich gerade ein evtl. moegliches Setzen der
Daemmung zu forcieren. Ob etwas passiert ist, kann ich momentan nicht
beurteilen, da ich zu faul war die Fliesen alle einmal
runterzupacken.
An einer Stelle komme ich an die Daemmung heran (Tuerschwelle zum
Nachbarraum), dort sitzt die Styrodurplatte mittlerweile wieder fest.
Direkt nach dem Verteilen der Fliesen war diese Platte noch wackelig.
Ich vermute allerdings, dass sich der Estrich dort wieder hochbiegen
wird, sobald das Gewicht entfernt ist.

Ich gehe zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass sich der Estrich nicht
komplett absenken wird, so dass er ueberall eine feste Auflage
haette. Ich gehe aber auch nicht davon aus, dass er mir brechen wird.
Unklar ist mir immer noch, ob ich die *freischwebenden*
Estrichbereiche einfach frei schwebend lasse, oder ob ich dort
irgendetwas unternehme. Die Variante mit dem Fliessmoertel wird wohl
ausfallen, da die Trennfolie leider an dem Estrich und nicht an der
Daemmung klebt. :-((
Ausgleichsmasse oben wird nicht noetig sein, da wir beim verlegen des
Estrichs einen kleinen Buckel in die Mitte produziert haben. Durch
die hochgebogenen Raender habe ich jetzt einen Mexikanerhut, wobei
sich die Dellen nach oben und nach unten ganz gut ausgleichen. :-)

Wie seht ihr die Gefahr, dass sich bei einem leicht beweglichen
Estrich die Fliesen brechen oder abloesen?
Wie wuerdet ihr die Tueruebergaenge gestalten? Eine Ebene, oder die
Fliesen auf dem Estrich etwas hoeher, falls der Estrich noch sackt?

Danke

Bjoern


PS: Sorry fuer die Post-Pausen, aber der Bau will leider bezogen werden...

Andrea Glatthor

unread,
Feb 9, 2001, 3:25:44 PM2/9/01
to
Hallo Björn,

Bjoern Hesse <he...@zkom.de> schrieb:

[geschüsselter Estrich ... Beschreibung der aktuellen Sachlage]

> Ausgleichsmasse oben wird nicht noetig sein, da wir beim verlegen des
> Estrichs einen kleinen Buckel in die Mitte produziert haben. Durch
> die hochgebogenen Raender habe ich jetzt einen Mexikanerhut, wobei
> sich die Dellen nach oben und nach unten ganz gut ausgleichen. :-)

Du hast also so etwas:
_
¯ - . , _ _ , . - ' ¯ ¯ ' - . , _ _ , . - ¯
¯ ¯
... und darauf jetzt Fliesen legen ohne Ausgleichsmasse?

Aber dann doch nicht im Dünnbettverfahren, oder waren bei Deiner
Angabe "40er Fliesen" 40 Millimeter gemeint?

Fliesen im Format 40 x 40 Zentimeter auf einem etwas buckeligen
Untergrund stelle ich mir nicht so lustig vor.

> Wie seht ihr die Gefahr, dass sich bei einem leicht beweglichen
> Estrich die Fliesen brechen oder abloesen?

So lange sich die Estrichplatte als Ganzes bewegt passiert ja gar
nichts, sie wippt nur hin und her. Das macht Probleme beim
Randanschluss, aber auf der Fläche nicht. Ich bezweifle, dass sich
Deine Estrichplatte messbar elastisch verformt.

> Wie wuerdet ihr die Tueruebergaenge gestalten? Eine Ebene, oder die
> Fliesen auf dem Estrich etwas hoeher, falls der Estrich noch sackt?

Gute Frage. :-/


Andrea

Bjoern Hesse

unread,
Feb 12, 2001, 4:53:32 AM2/12/01
to
Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> writes:

> Hallo Björn,

Hallo Andrea,

> Bjoern Hesse <he...@zkom.de> schrieb:
> [geschüsselter Estrich ... Beschreibung der aktuellen Sachlage]
>
> > Ausgleichsmasse oben wird nicht noetig sein, da wir beim verlegen des
> > Estrichs einen kleinen Buckel in die Mitte produziert haben. Durch
> > die hochgebogenen Raender habe ich jetzt einen Mexikanerhut, wobei
> > sich die Dellen nach oben und nach unten ganz gut ausgleichen. :-)
>
> Du hast also so etwas:
> _
> ¯ - . , _ _ , . - ' ¯ ¯ ' - . , _ _ , . - ¯
> ¯ ¯
> ... und darauf jetzt Fliesen legen ohne Ausgleichsmasse?

Sind vielleicht 2mm, evtl. auch 3mm. Das sollte der Fliesenleger doch
hinbekommen, oder? Ich werde vorher aber auf jeden Fall die
Richtlatte einmal durch den Raum jagen...

> Aber dann doch nicht im Dünnbettverfahren, oder waren bei Deiner
> Angabe "40er Fliesen" 40 Millimeter gemeint?

40mm hoch :-)

> Fliesen im Format 40 x 40 Zentimeter auf einem etwas buckeligen
> Untergrund stelle ich mir nicht so lustig vor.

Ich haber selber null (0) praktische Erfahrung im Fliesen. Mein
Fliesenleger sagt: "Kleine Bueckel sind kein Problem" Was soll ich
anderes machen als ihm zu glauben und hier zu Fragen?

> > Wie seht ihr die Gefahr, dass sich bei einem leicht beweglichen
> > Estrich die Fliesen brechen oder abloesen?
>
> So lange sich die Estrichplatte als Ganzes bewegt passiert ja gar
> nichts, sie wippt nur hin und her. Das macht Probleme beim
> Randanschluss, aber auf der Fläche nicht. Ich bezweifle, dass sich
> Deine Estrichplatte messbar elastisch verformt.

Stolz: Mein Estrich biegt sich! Wenn ich auf eine Ecke trete, biegt
sich die Ecke nach unten durch. Ich kann im Moment nicht beurteilen
wie stark der Effekt noch ist, da ich seit zwei Wochen 1 Tonne Fliesen
auf der Decke lager. So wie sich mir der Estrich praesentiert, wuerde
ich aber schon sagen, dass er an den Ecken nach dem Entfernen der Last
noch hohl liegt.

> > Wie wuerdet ihr die Tueruebergaenge gestalten? Eine Ebene, oder die
> > Fliesen auf dem Estrich etwas hoeher, falls der Estrich noch sackt?
>
> Gute Frage. :-/

Das hatte ich befuerchtet. :-(

Bjoern

Stephan Romahn

unread,
Feb 12, 2001, 6:41:01 AM2/12/01
to
Hallo,

>Wie oben
> beschrieben, versuche ich gerade ein evtl. moegliches Setzen der
> Daemmung zu forcieren. Ob etwas passiert ist, kann ich momentan nicht
> beurteilen, da ich zu faul war die Fliesen alle einmal
> runterzupacken.

Über die paar Kilo Fliesen, lacht sich die Dämmung tot ;-)) Meine Dämmung (3
cm Ausgleich für Leitungen + 2 cm Trittschall) hat sich wahrscheinlich 2
Jahre nach dem Einzug gesetzt. Ich merke das daran, daß teilweise die
Silikonfugen zu den Fliesen-Randstreifen so gedehnt sind, daß sie reißen.

> An einer Stelle komme ich an die Daemmung heran (Tuerschwelle zum
> Nachbarraum), dort sitzt die Styrodurplatte mittlerweile wieder fest.
> Direkt nach dem Verteilen der Fliesen war diese Platte noch wackelig.
> Ich vermute allerdings, dass sich der Estrich dort wieder hochbiegen
> wird, sobald das Gewicht entfernt ist.

Ich auch.

> Ich gehe zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass sich der Estrich nicht
> komplett absenken wird, so dass er ueberall eine feste Auflage
> haette. Ich gehe aber auch nicht davon aus, dass er mir brechen wird.

Wenn er aufliegt, bricht er wohl eher nicht. Aber senken wird er sich
naturgemäß noch länger.

> Unklar ist mir immer noch, ob ich die *freischwebenden*
> Estrichbereiche einfach frei schwebend lasse, oder ob ich dort
> irgendetwas unternehme.

"Frei schwebenden Teppich" kann ich mir vorstellen. Aber Fliesen werden da
wohl frei brechen.


>Die Variante mit dem Fliessmoertel wird wohl
> ausfallen, da die Trennfolie leider an dem Estrich und nicht an der
> Daemmung klebt. :-((
> Ausgleichsmasse oben wird nicht noetig sein, da wir beim verlegen des
> Estrichs einen kleinen Buckel in die Mitte produziert haben. Durch
> die hochgebogenen Raender habe ich jetzt einen Mexikanerhut, wobei
> sich die Dellen nach oben und nach unten ganz gut ausgleichen. :-)
>
> Wie seht ihr die Gefahr, dass sich bei einem leicht beweglichen
> Estrich die Fliesen brechen oder abloesen?

Riesig!! Estrich ist viel elastischer als Fliesen!

> Wie wuerdet ihr die Tueruebergaenge gestalten? Eine Ebene, oder die
> Fliesen auf dem Estrich etwas hoeher, falls der Estrich noch sackt?

Bei Belagswechseln wirst Du wohl an den Türen mit Höhenunterschieden bis ca.
5 mmm leben müssen. Sauberes Abschlußprofil über die Estrichfuge und
elastischen Abschluß, dann hat sich die Sache.

--

Stephan Romahn

unread,
Feb 12, 2001, 6:43:42 AM2/12/01
to
Hallo,

> Du hast also so etwas:
> _
> ¯ - . , _ _ , . - ' ¯ ¯ ' - . , _ _ , . - ¯
> ¯ ¯
> ... und darauf jetzt Fliesen legen ohne Ausgleichsmasse?
>
> Aber dann doch nicht im Dünnbettverfahren, oder waren bei Deiner
> Angabe "40er Fliesen" 40 Millimeter gemeint?
>
> Fliesen im Format 40 x 40 Zentimeter auf einem etwas buckeligen
> Untergrund stelle ich mir nicht so lustig vor.

Gibt zumindest ein "lustiges" und "lebendiges" Fugenbild ;-))

Also ich würde mir eine sehr lange Richtlatte nehmen und die Spaltmaße gegen
Null reduzieren.


--
Freundliche Grüße

Dipl.- Ing. Stephan Romahn
Garten- und Landschaftsarchitekt
-----
----> www.sr-gruenhaus.de <--------
----> Ökologische Dachbegrünung <---------
----> Know how, Material und Pflanzen <--------
----> Infos zur Bauwerksbegrünung <--------
>

Stephan Romahn

unread,
Feb 12, 2001, 6:50:14 AM2/12/01
to
Hallo,

> Sind vielleicht 2mm, evtl. auch 3mm. Das sollte der Fliesenleger doch
> hinbekommen, oder?

Dürfte mit entsprechendem Materialmehrverbrauch zu machen sein. Allerdings
lieben Fliesenleger eher glattere Untergründe ;-))

>Ich werde vorher aber auf jeden Fall die
> Richtlatte einmal durch den Raum jagen...

Sehr gut.


>
> > Aber dann doch nicht im Dünnbettverfahren, oder waren bei Deiner
> > Angabe "40er Fliesen" 40 Millimeter gemeint?
>
> 40mm hoch :-)

Dann würde ich eher von Platten als von Fliesen reden!! 40mm hohe Platten
haben eine gewisse Eigenstabilität. Das ist das nicht so dramatisch wie bei
höchstens 5 mm dicken Fliesen.


>
> > Fliesen im Format 40 x 40 Zentimeter auf einem etwas buckeligen
> > Untergrund stelle ich mir nicht so lustig vor.
>
> Ich haber selber null (0) praktische Erfahrung im Fliesen. Mein
> Fliesenleger sagt: "Kleine Bueckel sind kein Problem" Was soll ich
> anderes machen als ihm zu glauben und hier zu Fragen?

Wenn kleine Buckel keine großen nachträlicke Kosten und Ablehnung von
Gewährleistung bedeuten, dann soll er das Problem mal lösen :-))

> Stolz: Mein Estrich biegt sich! Wenn ich auf eine Ecke trete, biegt
> sich die Ecke nach unten durch. Ich kann im Moment nicht beurteilen
> wie stark der Effekt noch ist, da ich seit zwei Wochen 1 Tonne Fliesen
> auf der Decke lager. So wie sich mir der Estrich praesentiert, wuerde
> ich aber schon sagen, dass er an den Ecken nach dem Entfernen der Last
> noch hohl liegt.

Und das sollte er nicht ;-(( Also Kanten Brechen und verharzen.

Andrea Glatthor

unread,
Feb 12, 2001, 10:04:22 AM2/12/01
to
Bjoern Hesse <he...@zkom.de> schrieb:

> Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> writes:

>> Aber dann doch nicht im Dünnbettverfahren, oder waren bei Deiner
>> Angabe "40er Fliesen" 40 Millimeter gemeint?
>
> 40mm hoch :-)

Ooops ... *das* musst Du dann aber dabeischreiben. :-))
Wer kommt denn auf 4 cm dicke Platten, wenn Du "Fliesen" schreibst.

Also Deine Heizungsrohre liegen unten in einem 7 cm-Estrich und darauf
dann 4 cm Platte ... hmmmmmm, ganz nette Schichtdicke. ;-)


Andrea

Bjoern Hesse

unread,
Feb 12, 2001, 11:11:16 AM2/12/01
to
Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> writes:

> Bjoern Hesse <he...@zkom.de> schrieb:
>
> > Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> writes:
>
> >> Aber dann doch nicht im Dünnbettverfahren, oder waren bei Deiner
> >> Angabe "40er Fliesen" 40 Millimeter gemeint?
> >
> > 40mm hoch :-)

Ich haette 40Meter hoch schreiben sollen, oder den Smiley verlaengern.

Um evtl. beidseitigen Missverstaendnissen vorzubeugen: Die Fliesen
sind 40cm x 40cm x 1cm.

> Ooops ... *das* musst Du dann aber dabeischreiben. :-))
> Wer kommt denn auf 4 cm dicke Platten, wenn Du "Fliesen" schreibst.
>
> Also Deine Heizungsrohre liegen unten in einem 7 cm-Estrich und darauf
> dann 4 cm Platte ... hmmmmmm, ganz nette Schichtdicke. ;-)

Warm ist warm. :-)

Bjoern

werner reimann

unread,
Feb 22, 2001, 4:57:33 AM2/22/01
to
Bjoern Hesse <he...@manja.prima.de> wrote:
>> _
>> ¯ - . , _ _ , . - ' ¯ ¯ ' - . , _ _ , . - ¯
>> ¯ ¯
mannometer, meine Bewunderung für diese ascii-Kunst.


>> ... und darauf jetzt Fliesen legen ohne Ausgleichsmasse?


Ja sicher, im Dickbett. Ist billiger als ausgleichen + Dünnbett.


>
>> > Wie seht ihr die Gefahr, dass sich bei einem leicht beweglichen
>> > Estrich die Fliesen brechen oder abloesen?
>>
>> So lange sich die Estrichplatte als Ganzes bewegt passiert ja gar
>> nichts, sie wippt nur hin und her. Das macht Probleme beim
>> Randanschluss, aber auf der Fläche nicht. Ich bezweifle, dass sich
>> Deine Estrichplatte messbar elastisch verformt.


Ich auch. Ich wüßte nicht, daß Estrich elastisch ist. Irgendwo geht er rauf und
runter, auch wenn man das nicht sehen kann.
Versch mal, ein breites Glas mit Wasser so voll zu machen, daß das Wasser ganz
genau abschließt oder evtl leicht "übersteht". Stell das an mehrere Stellen und
lauf dann vorsichtig rum. Dann sollte sich alle Wasserspiegel bewegen.


>
>> > Wie wuerdet ihr die Tueruebergaenge gestalten? Eine
>> >Ebene, oder die
>> > Fliesen auf dem Estrich etwas hoeher, falls der Estrich
>> >noch sackt?
>>

Ich würde es drauf ankommen lassen. Halte ein paar Fliesen extra dafür in Reserve.
Wenn sich ein merklicher Höhenunterschied einstellt: die höhere Fliesenreihe
rausnehmen, den Boden passend schleifen, Fliesen wieder rein.


Viele Grüße
Werner

Bjoern Hesse

unread,
Feb 23, 2001, 4:26:12 AM2/23/01
to
"werner reimann" <werner....@laufenberg.com> writes:

> Bjoern Hesse <he...@manja.prima.de> wrote:
> >> _
> >> ¯ - . , _ _ , . - ' ¯ ¯ ' - . , _ _ , . - ¯
> >> ¯ ¯
> mannometer, meine Bewunderung für diese ascii-Kunst.

Ist nich von mir. :-)

> >> ... und darauf jetzt Fliesen legen ohne Ausgleichsmasse?
>
> Ja sicher, im Dickbett. Ist billiger als ausgleichen + Dünnbett.

Fliesen liegen seit 2 Tagen. Sieht gut aus. Aufgrund eines Buckels
in der Estrichmitte liess sich die Flaeche nicht zu 100% ausgleichen.
Mit Richtlatte laesst sich immer noch ein Bogen feststellen, optisch
und am Fugenbild ist aber nichts zu sehen.

> >> > Wie seht ihr die Gefahr, dass sich bei einem leicht beweglichen
> >> > Estrich die Fliesen brechen oder abloesen?
> >>
> >> So lange sich die Estrichplatte als Ganzes bewegt passiert ja gar
> >> nichts, sie wippt nur hin und her. Das macht Probleme beim
> >> Randanschluss, aber auf der Fläche nicht. Ich bezweifle, dass sich
> >> Deine Estrichplatte messbar elastisch verformt.
>
> Ich auch. Ich wüßte nicht, daß Estrich elastisch ist. Irgendwo geht er rauf und
> runter, auch wenn man das nicht sehen kann.

Zeit dazu zulernen. :-) Sie biegt sich definitiv. Genauso wie sich
Betondecken egal welcher Staerke bei Belastung biegen.

> Versch mal, ein breites Glas mit Wasser so voll zu machen, daß das Wasser ganz
> genau abschließt oder evtl leicht "übersteht". Stell das an mehrere Stellen und
> lauf dann vorsichtig rum. Dann sollte sich alle Wasserspiegel bewegen.

Die lokale Verbiegung ist so deutlich, dass ich das mit dem Wasser
nicht mehr probieren werde. Zudem mittlerweile Fliesen drauf sind auf
denen jetzt Tapetenbahnen harren an die Wand geklebt zu werden. :-)

> >> > Wie wuerdet ihr die Tueruebergaenge gestalten? Eine
> >> >Ebene, oder die
> >> > Fliesen auf dem Estrich etwas hoeher, falls der Estrich
> >> >noch sackt?
> >>
> Ich würde es drauf ankommen lassen. Halte ein paar Fliesen extra dafür in Reserve.

Hat mein Fliesenleger auch gesagt. Ich habe ihn daraufhin in meiner
Vertrauensskala erstmal ein paar Punkte runter gescored. So wie
momentan das Ergebnis aussieht, werde ich seinen Score aber wohl
wieder hochsetzen muessen. ;-)

> Wenn sich ein merklicher Höhenunterschied einstellt: die höhere Fliesenreihe
> rausnehmen, den Boden passend schleifen, Fliesen wieder rein.

Ich habe mir vorgenommen, mindestens die naechsten zwei Jahre keine
Hoehenunterschiede wahrnehmungstechnisch zu mir vordringen zu
lassen....

Momentan mache ich mir eher sorgen, wie es vier Mann schaffen so zu
tapezieren, dass beim Streichen die Haelfte der Stoesse wieder
aufgeht. Aber diesen Thread hat zum Glueck ja schon jemand anders
losgetreten.

Vielen Dank nochmal an alle, die mir geholfen haben,

Bjoern

werner reimann

unread,
Feb 23, 2001, 11:46:58 AM2/23/01
to
Bjoern Hesse <he...@zkom.de> wrote:


>> Ich wüßte nicht, daß Estrich elastisch ist. Irgendwo geht
>>er rauf und
>> runter, auch wenn man das nicht sehen kann.
>
>Zeit dazu zulernen. :-) Sie biegt sich definitiv. Genauso
>wie sich
>Betondecken egal welcher Staerke bei Belastung biegen.
>

Betondecken sind ja auch stark eisenhaltig, und die Unterseite reißt dabei auf. (
Das ist völlig in Ordnung, solange die Rißbreite sich an die DIN hält. )
Wenn Dein Estrich "elastisch" ist, ziehe ich die Sherlock-Humbug-Karte aus dem
Ärmel und schließe, daß er armiert ist.

Andrea Glatthor

unread,
Feb 23, 2001, 2:06:34 PM2/23/01
to
Bjoern Hesse <he...@zkom.de> schrieb:
> "werner reimann" <werner....@laufenberg.com> writes:
>>> Andrea Glatthor <a...@andrea-glatthor.de> schrieb:

>>>> Ich bezweifle, dass sich
>>>> Deine Estrichplatte messbar elastisch verformt.

>> Ich auch. Ich wüßte nicht, daß Estrich elastisch ist. Irgendwo geht er rauf und
>> runter, auch wenn man das nicht sehen kann.

> Zeit dazu zulernen. :-) Sie biegt sich definitiv. Genauso wie sich
> Betondecken egal welcher Staerke bei Belastung biegen.

[...]


> Die lokale Verbiegung ist so deutlich, dass ich das mit dem Wasser
> nicht mehr probieren werde.

Tja, dann ist die Platte schon gebrochen und wir wussten es nur
bislang noch nicht. Was sich da sichtbar elastisch verformt, das sind
die Armierungseisen (wie Werner schon schrieb). :-)


Andrea

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