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Schnittgeschwindigkeit Holzbearbeitung

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Frank Ambiel

unread,
Mar 17, 1999, 3:00:00 AM3/17/99
to
Hallo,

kann mir hier jemand die (maximale) Schnittgeschwindigkeit für eine
Holzbearbeitungsmaschine nennen ?`Bei Stahl liegt sie meines Wissens
zwischen 20m/min und 30 m/min

Danke

Frank Ambiel

Peter Groepper

unread,
Mar 18, 1999, 3:00:00 AM3/18/99
to
Frank Ambiel wrote:

habe meine Buecher zu Hause, aber wenn ich mich recht erinnere, so um
die 50 m/s.

Wolfgang Jordan

unread,
Mar 18, 1999, 3:00:00 AM3/18/99
to
Du meinst, du kriegst deine Kreissäge mit 180 km/h durch das Holz? Da möcht' ich
nicht daneben stehen!

Gruß, Wolfgang

Peter Groepper schrieb:

Matthias Lieth

unread,
Mar 18, 1999, 3:00:00 AM3/18/99
to
Frank Ambiel wrote:
>
> Hallo,
>
> kann mir hier jemand die (maximale) Schnittgeschwindigkeit für eine
> Holzbearbeitungsmaschine nennen ?`Bei Stahl liegt sie meines Wissens
> zwischen 20m/min und 30 m/min
>

Arbeitsbereich für Handvorschub von Fräswerkzeugen
liegt zwischen 40 und 70 m/s.

Hier ein paar Richtwerte:

HSS Fräser HM Fräser Sägen
Weichholz 50 - 80 60 - 90 70 - 100
Hartholz 40 - 60 50 - 80 70 - 90

Gruss
Matthias


Nennen Sie die 4 größten Katastrophen, die die Menschheit in
diesem Jahrhundert verursacht hat:
Titanic 12 - Hiroschima 45 - Tschernobyl 86 - Windows 95

Martin Trautmann

unread,
Mar 18, 1999, 3:00:00 AM3/18/99
to
On Thu, 18 Mar 1999 15:08:14 +0100, Matthias Lieth wrote:
> Frank Ambiel wrote:
> >
> > Hallo,
> >
> > kann mir hier jemand die (maximale) Schnittgeschwindigkeit für eine
> > Holzbearbeitungsmaschine nennen ?`Bei Stahl liegt sie meines Wissens
> > zwischen 20m/min und 30 m/min
> >
>
> Arbeitsbereich für Handvorschub von Fräswerkzeugen
> liegt zwischen 40 und 70 m/s.
>
> Hier ein paar Richtwerte:
>
> HSS Fräser HM Fräser Sägen
> Weichholz 50 - 80 60 - 90 70 - 100
> Hartholz 40 - 60 50 - 80 70 - 90


Wird hier nicht unterschieden zwischen Schnittrichtung quer und laengs zur
Faser? Gerade bei Weichholz sollte das doch einen deutlichen Unterschied
machen.

Schoenen Gruss
Martin

Ralf Stiebing

unread,
Mar 18, 1999, 3:00:00 AM3/18/99
to
Am 18.03.99 las ich von pgroeppe in heimwerken folgendes:


>>> kann mir hier jemand die (maximale) Schnittgeschwindigkeit für eine
>>> Holzbearbeitungsmaschine nennen ?`Bei Stahl liegt sie meines Wissens

>>habe meine Buecher zu Hause, aber wenn ich mich recht erinnere, so um
>>die 50 m/s.

Was schneidet so schnell ?

Dieser Text wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
Unerlaubte Vervielfältigung, Kopie, Veröffentlichung und Zitierung sind
untersagt.
............................
E-Mail an RaSti@ darmstadt.netsurf.de
............................


## CrossPoint v3.11 R ##


Matthias Lieth

unread,
Mar 19, 1999, 3:00:00 AM3/19/99
to
Martin Trautmann wrote:
>
> On Thu, 18 Mar 1999 15:08:14 +0100, Matthias Lieth wrote:
> > Frank Ambiel wrote:
> > >
> > > Hallo,
> > >
> > > kann mir hier jemand die (maximale) Schnittgeschwindigkeit für eine
> > > Holzbearbeitungsmaschine nennen ?`Bei Stahl liegt sie meines Wissens
> > > zwischen 20m/min und 30 m/min
> > >
> >
> > Arbeitsbereich für Handvorschub von Fräswerkzeugen
> > liegt zwischen 40 und 70 m/s.
> >
> > Hier ein paar Richtwerte:
> >
> > HSS Fräser HM Fräser Sägen
> > Weichholz 50 - 80 60 - 90 70 - 100
> > Hartholz 40 - 60 50 - 80 70 - 90
>
> Wird hier nicht unterschieden zwischen Schnittrichtung quer und laengs zur
> Faser? Gerade bei Weichholz sollte das doch einen deutlichen Unterschied
> machen.
>

Vielleicht ist das gerade der obere bzw. untere Wert? IMHO sollte
die Maschine bei Arbeiten längs zur Faser schneller laufen; um
Ausrisse bei der Kantenbearbeitung zu vermeiden kann man hier
aber auch Gleichlauffräsen.

Wie ermittelt man denn die optimale Vorschubgeschwindigkeit?

BTW: um eine Schnittgeschwindigkeit von 50m/s eines 20mm
durchmessenden Fräsers hinzubekommen, müsste eine Oberfräse
47000 U/min machen. Im Heimwerkbereich wird man also eh nur
in die Gegend von 20m/s kommen.

Michael Trebing

unread,
Mar 19, 1999, 3:00:00 AM3/19/99
to
Hallo,

zur Holzberarbeitung sollte man in der Regel keine HSS-Messer einsetzen.
Zwar sind sie aufgrund des hohen Wolframgehalts warmfest bis ca. 600°, nur
wird dieser Temperaturbereich normalerweise bei Holzbearbeitungsmaschinen
nicht erreicht. Besser sind Messer die speziell fuer diese Zwecke
hergestellt werden. Diese enthalten in der Regel wenig Wolfram,
hauptsaechlich aber Vanadium und vor allem Chrom. Guenstig ist auch ein
erhoehter Kohlenstoffgehalt, was allerdings dazu fuehrt, das die Messer
schwieriger zu schleifen sind.
In der Holzbearbeitung kommt es daher weniger auf die Belastung des Werzeugs
als auf die Belastung des Holzes an. Da man diese Schnittgeschwindigkeiten
mit kleinen Fraesern mit wenigen Schneiden kaum erreichen kann, ist es
besser die Fraeser zu vergroessern und mehrere Schneiden einzubauen. Dabei
werden in der Regel Fraeser mit einer Schneidenzahl mit einem Teiler von
zwei verwendet. Es ist zwar kein Problem, auch Fraeser mit einer ungeraden
Schneidenzahl herzustellen, allerdings ist das etwas technisch schwieriger.

Einen Anhaltswert bietet folgende Formel zur Berechnung der
Vorschubgeschwindigkeit:

z=m*2
e=(V*1000)/(n*z)

e=Messerschnitt (dieser Wert muss zwischen 1 und 2,5 liegen)
V=Vorschub [m/min]
n=Drehzahl [1/min]
m=Faktor von 1 bis unendlich (unendlich: das noch keiner geschafft!
Groesster bisher gebauter Faktor: 20)
z=Messer pro Kopf

Wenn ein Ergebnis nahe der 1 vorliegt, so bedeutet das, das das Holz
anfaengt zu spiegeln und zu glaenzen, auf der anderen Seite bei 2,5 wird das
Holz zunehmend welliger.

Mit dieser Vorauswahl kann ich nun die ideale Schnittgeschwindigkeit fuer
mein Holz ausrechnen und so zum Beispiel ein Uebersetzungsverhaeltnis fuer
den Riementrieb oder die Drehzahl fuer den Motor bestimmen.

Mfg Michael

MTre...@t-online.de


Sven Herzfeld

unread,
Mar 19, 1999, 3:00:00 AM3/19/99
to
In z-netz.wissenschaft.technik schrieb Wolfgang Jordan <wolfgan...@mch6.siemens.de>:

> Du meinst, du kriegst deine Kreissäge mit 180 km/h durch das Holz? Da möcht' ich
> nicht daneben stehen!

Man macht in Einzelfällen sogar Aluminiumzerspanung mit 8000 m/min.

Schnittgeschwindigkeit != Vorschub.

Sven

Klaus Wensing

unread,
Mar 20, 1999, 3:00:00 AM3/20/99
to
On Thu, 18 Mar 1999 15:08:14 +0100, Matthias Lieth
<matthia...@fernuni-hagen.de> wrote:

>Arbeitsbereich für Handvorschub von Fräswerkzeugen
>liegt zwischen 40 und 70 m/s.
>
>Hier ein paar Richtwerte:
>
> HSS Fräser HM Fräser Sägen
>Weichholz 50 - 80 60 - 90 70 - 100
>Hartholz 40 - 60 50 - 80 70 - 90

Nochmals die Frage an Matthias Lieth und Peter Groepper:
Meint Ihr wirklich m/s (= Meter pro Sekunde)?

Ciao
Klaus
--
email: wen...@dialup.nacamar.de

Frank Spreer

unread,
Mar 20, 1999, 3:00:00 AM3/20/99
to

Klaus Wensing schrieb in Nachricht <36f2a4d7...@news.nacamar.de>...

>>Hier ein paar Richtwerte:
>>
>> HSS Fräser HM Fräser Sägen
>>Weichholz 50 - 80 60 - 90 70 - 100
>>Hartholz 40 - 60 50 - 80 70 - 90
>
>Nochmals die Frage an Matthias Lieth und Peter Groepper:
>Meint Ihr wirklich m/s (= Meter pro Sekunde)?
>
>Ciao
>Klaus


Klaus, es geht um die _Schnittgeschwindigkeit_, nicht um den Vorschub.
Die Schnittgeschwindigkeit ist die Relativgeschwindigkeit zwischen
Werkstückoberflöche und dem spanabhebenden Werkzeugteil, d.h. bei einer
Kreissäge dem Sägezahn. Dieser rotiert auf dem Sägeblatt, von daher
ergibt sich die Schnitgeschwindigkeit aus Sägeblattdurchmesser und
dessen Drehzahl. Für andere spanabhebende Verfahren ergibt sich die
Schnittgeschwindigkeit analog.

MfG Frank


Michael Trebing

unread,
Mar 20, 1999, 3:00:00 AM3/20/99
to

Dazu kann ich nur sagen, dass es sich nur um einen Tippfehler handeln kann!
Ich konstruiere seit Jahren Holzbearbeitungsmaschinen und wenn es so eine
Maschine geben wuerde, waere der tropische Regenwald schon laengst
abgeholzt. Die hoechste Vorschubgeschwindigkeit die ich so kenne liegt bei
ungefaehr 240 m/min, also 4 m/s.

Bitte verwechselt das nicht mit der Schnittgeschwindigkeit, denn diese ist:

vf=n*fz*z

vf=Vorschubgeschwindigkeit
n=Drehzahl
fz=Vorschub je Fraeserzahl
z=Zaehnezahl

Die ideale Vorschubgeschwindigkeit berechnet man mit der gestern von mir
genannten Formel, dann sollte es doch keine Probleme mehr geben.

Michael

MTre...@t-online.de


Klaus Wensing

unread,
Mar 20, 1999, 3:00:00 AM3/20/99
to
On Sat, 20 Mar 1999 17:35:50 +0100, MTre...@t-online.de (Michael
Trebing) wrote:

>Dazu kann ich nur sagen, dass es sich nur um einen Tippfehler handeln kann!
>Ich konstruiere seit Jahren Holzbearbeitungsmaschinen und wenn es so eine
>Maschine geben wuerde, waere der tropische Regenwald schon laengst
>abgeholzt. Die hoechste Vorschubgeschwindigkeit die ich so kenne liegt bei
>ungefaehr 240 m/min, also 4 m/s.
>
>Bitte verwechselt das nicht mit der Schnittgeschwindigkeit, denn diese ist:

Okay, dann hatten wir wohl eine Begriffsverwirrung. Matthias sprach
von "Handvorschub für Fräswerkzeuge".

Danke für die Aufklärung.

Michael Trebing

unread,
Mar 20, 1999, 3:00:00 AM3/20/99
to
Bei Fragen zu Holzbearbeitungsmaschinen stehe ich weiterhin gerne zur
Verfuegung, vielleicht findet sich aber auch jemand, der mir auf meine Frage
zur Teleskopsaeule antworten kann.

MTre...@t-online.de


Matthias Lieth

unread,
Mar 22, 1999, 3:00:00 AM3/22/99
to
Klaus Wensing wrote:
>
> On Thu, 18 Mar 1999 15:08:14 +0100, Matthias Lieth
> <matthia...@fernuni-hagen.de> wrote:
>
> >Arbeitsbereich für Handvorschub von Fräswerkzeugen
> >liegt zwischen 40 und 70 m/s.
> >
> >Hier ein paar Richtwerte:
> >
> > HSS Fräser HM Fräser Sägen
> >Weichholz 50 - 80 60 - 90 70 - 100
> >Hartholz 40 - 60 50 - 80 70 - 90
>
> Nochmals die Frage an Matthias Lieth und Peter Groepper:
> Meint Ihr wirklich m/s (= Meter pro Sekunde)?

Ja, die Geschwindigkeiten sind die, mit der sich eine Schneide
des Werkzeugs bewegt (zu berechnen aus Drehzahl und Durchmesser
des Werkzeugs). Eben die Geschwindigkeit, mit der geschnitten
wird.

Der erste Satz oben ist natürlich missverständlich formuliert;
gemeint ist, daß sich die Schneide eines Fräswerkzeugs mit
40 - 70 m/s bewegen soll, wenn der Vorschub von Hand
erfolgt. Asche auf mein Haupt!

Quelle für die genannten Zahlen ist ein Prospekt von KWO

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