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Grabstein lose

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Gerhard Zurek

unread,
Oct 26, 1998, 3:00:00 AM10/26/98
to
Peter Schmidt wrote:

>
> Am Grabstein meines Vaters klebt ein häßlicher grüner Zettel. Wir
> werden aufgefordert den Grabstein (ca. 60cm hoch) zu befestigen.
>
> Jetzt frage ich mich, wie macht man das am gescheitesten?
>
> Das einfachste ist es sicher, einen Steinmetz zu beauftragen. Was
> kann sowas kosten, hat da jemand Erfahrungen?


Hallo Peter,

ich fürchte, ich habe da keine gute Nachricht für Dich.
Meist bringt die Friedhofsverwaltung solche Zettel an,
wenn sie "Gefahr in Verzug sieht", d. h. bei dem Grabstein
hat sich wohl die Erde gesenkt und der Grabstein steht
nicht mehr sicher. Um diesen wieder geradezurücken, ist
fast immer eine Neuausrichtung und Verfestigung des
Fundamentes notwendig. Und das kann teuer werden.
(Erdaushub-Arbeiten) Ich kann mir auch nicht vorstellen,
daß so etwas im "do it yourself-verfahren" erlaubt ist,
mit dem Gärtnerspaten anzurücken und auf dem Friedhof
zum buddeln anzufangen.

Trotzdem würde ich aber auch nicht zulange warten, da nach
einiger Frist die Friedhofsverwaltung selbst einschreitet
und die Arbeit (Kosten zu Lasten der Angehörigen) vergibt.

Sprich doch einmal mit der Friedhofverwaltung. Wenn, dann
hat sie doch wohl die meiste Erfahrung in solchen Fällen.

--
o o
Gerhard Zurek /\/\uenchen
Nur kleine Geister halten Ordnung,
das Genie ueberblickt das Chaos

Ulrich Müller

unread,
Oct 26, 1998, 3:00:00 AM10/26/98
to
Gerhard Zurek schrieb:

>> Am Grabstein meines Vaters klebt ein häßlicher grüner Zettel. Wir
>> werden aufgefordert den Grabstein (ca. 60cm hoch) zu befestigen.
>>
>> Jetzt frage ich mich, wie macht man das am gescheitesten?
>>
>> Das einfachste ist es sicher, einen Steinmetz zu beauftragen. Was
>> kann sowas kosten, hat da jemand Erfahrungen?

> ich fürchte, ich habe da keine gute Nachricht für Dich. Meist bringt


> die Friedhofsverwaltung solche Zettel an, wenn sie "Gefahr in Verzug
> sieht", d. h. bei dem Grabstein hat sich wohl die Erde gesenkt und
> der Grabstein steht nicht mehr sicher.

Hm, das kann auch andere Ursachen haben. Wenn der Stein sichtbar
schief steht, ist obiges sicher richtig. Wenn nicht, ist meistens die
Fuge zwischen Stein und Fundament (oder zwischen Stein und Sockel,
falls vorhanden) aufgegangen. Diese sollte in der Regel mit einem
Torstahl-Dübel von etwa 8 mm Durchmesser gesichert sein.

Die Friedhofswärter rütteln von Zeit zu Zeit an den Steinen, um die
Standfestigkeit zu prüfen. Meistens wackelt der Stein vor dieser
Aktion noch nicht, sondern erst danach. ;-(

> Um diesen wieder geradezurücken, ist fast immer eine Neuausrichtung
> und Verfestigung des Fundamentes notwendig. Und das kann teuer
> werden. (Erdaushub-Arbeiten)

Muß nicht. Im einfachsten Fall braucht nur der Stein etwas angehoben
werden, so daß Dübel und Fuge neu einzementiert werden können. Das ist
dann in einer Viertelstunde gemacht.

> Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß so etwas im "do it
> yourself-verfahren" erlaubt ist, mit dem Gärtnerspaten anzurücken
> und auf dem Friedhof zum buddeln anzufangen.

Nein, das sollte ein zugelassener Steinmetzbetrieb machen. Erstens ist
es Vorschrift. Zweitens haben die die Erfahrung und das richtige
Werkzeug, um schwere Steine zu bewegen, ohne daß nachher am Stein oder
am Sockel die Ecken ab sind.

> Trotzdem würde ich aber auch nicht zulange warten, da nach
> einiger Frist die Friedhofsverwaltung selbst einschreitet
> und die Arbeit (Kosten zu Lasten der Angehörigen) vergibt.

Ich kenne das eher so, daß der Stein von der Friedhofsverwaltung dann
ganz umgelegt wird, so daß er nicht mehr umfallen kann. Den Auftrag
vergeben die nicht selbst. Das kann aber von Ort zu Ort
unterschiedlich sein; Friedhofssatzungen sind Gemeindesache.

--
Ulrich Müller, Inst. für Kernphysik, Univ. Mainz, D-55099 Mainz
u...@kph.uni-mainz.de, Tel. +49 6131 39-5812, Fax -2964

Matthias Mueller-Reineke

unread,
Oct 27, 1998, 3:00:00 AM10/27/98
to
On Mon, 26 Oct 1998, Ulrich Müller wrote:

> Gerhard Zurek schrieb:
>
> >> Am Grabstein meines Vaters klebt ein häßlicher grüner Zettel. Wir
> >> werden aufgefordert den Grabstein (ca. 60cm hoch) zu befestigen.

> Muß nicht. Im einfachsten Fall braucht nur der Stein etwas angehoben


> werden, so daß Dübel und Fuge neu einzementiert werden können. Das ist
> dann in einer Viertelstunde gemacht.

Ich hab schon von einem gehoert, der einen Grabstein mit Fliesenkleber
wieder angeklebt hat (nur eine Idee).

Matthias


buech...@googlemail.com

unread,
Jun 23, 2014, 9:12:12 AM6/23/14
to
Am Montag, 26. Oktober 1998 09:00:00 UTC+1 schrieb Gerhard Zurek:
> Peter Schmidt wrote:
>
> >
> > Am Grabstein meines Vaters klebt ein häßlicher grüner Zettel. Wir
> > werden aufgefordert den Grabstein (ca. 60cm hoch) zu befestigen.
> >
> > Jetzt frage ich mich, wie macht man das am gescheitesten?
> >
> > Das einfachste ist es sicher, einen Steinmetz zu beauftragen. Was
> > kann sowas kosten, hat da jemand Erfahrungen?
>
>
> Hallo Peter,
>
> ich fürchte, ich habe da keine gute Nachricht für Dich.
> Meist bringt die Friedhofsverwaltung solche Zettel an,
> wenn sie "Gefahr in Verzug sieht", d. h. bei dem Grabstein
> hat sich wohl die Erde gesenkt und der Grabstein steht
> nicht mehr sicher. Um diesen wieder geradezurücken, ist
> fast immer eine Neuausrichtung und Verfestigung des
> Fundamentes notwendig. Und das kann teuer werden.
> (Erdaushub-Arbeiten) Ich kann mir auch nicht vorstellen,
> daß so etwas im "do it yourself-verfahren" erlaubt ist,
> mit dem Gärtnerspaten anzurücken und auf dem Friedhof
> zum buddeln anzufangen.
>
> Trotzdem würde ich aber auch nicht zulange warten, da nach
> einiger Frist die Friedhofsverwaltung selbst einschreitet
> und die Arbeit (Kosten zu Lasten der Angehörigen) vergibt.
>

buech...@googlemail.com

unread,
Jun 23, 2014, 9:22:48 AM6/23/14
to
Am Montag, 26. Oktober 1998 09:00:00 UTC+1 schrieb Gerhard Zurek:
> Peter Schmidt wrote:
>
> >
> > Am Grabstein meines Vaters klebt ein häßlicher grüner Zettel. Wir
> > werden aufgefordert den Grabstein (ca. 60cm hoch) zu befestigen.
> >

Meine Antwort kommt zwar ein paar Jahre zu spät, hilft aber vielleicht auch anderen Betroffenen.
Vor rund einem Jahr hatten wir eben so einen Aufkleber an einem "geerbten" Grabstein in Neu-Isenburg und liessen uns daraufhin Kostenvoranschläge von zwei Steinmetzbetrieben machen. Ergebnis: Der Friedhofsnahe wollte 1291,15 Euro für die Befestigung des Grabsteins und der Steinmetz aus dem Nachbarort 389 Euro.
Mein Mann warf (150Kg) warf sich vor der Reparatur gegen den Stein, der sich nicht einen mm bewegte. 5 Monate nach der Reparatur klebte erneut ein Aufkleber am Stein und im Postschreiben lag der Hinweis bei, dass auf Steinmetzarbeiten 5 Jahre Garantie gegeben werden. Erneut warf sich mein Mann gegen den Grabstein, der sich wieder nicht rührte. Jetzt warten wir auf den Kostenvoranschlag für das Hinlegen (auch das darf hier nur von Fachkräften gemacht werden) des Steins.
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