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Estrich mit Fertigmischung selbst verlegen?

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Martin Kobil

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Dec 30, 2002, 3:55:20 PM12/30/02
to
Der Heizungsbauer benötigt den Estrich in meinem Heizungskeller bevor
der Estrichleger mit seiner Maschine anrückt und im ganzen Haus den
Estrich verlegt. Deshalb möchte ich diese 10 qm Estrich selbst
verlegen.

Zuerst wollte ich mir Sand und Zement besorgen und dann in einem
Betonmischer selbst anmixen. Jetzt habe ich aber gesehen, daß es im
Baumarkt (Praktiker) Fertigmischungen für 1,99 EUR pro Sack gibt,
welche die Aufschrift Beton/Estrich B25/ZE20 nach irgendeiner DIN
tragen. Diese Fertigmischung könnte ich viel einfacher mit einem
geliehenen (Tagesmiete 15 Euro) Flotti-Mischer von Maxit verarbeiten,
da dabei oben nur die Säcke ausgelehrt werden, das Wasser direkt über
einen angeschlossenen Schlauch dosiert zugeführt wird und hinten der
flüssige Estrich direkt auf den Raumboden herausgelassen werden kann.

Was haltet ihr von dieser Vorgehensweise und von dieser
Baumarkt-Fertigmischung? Reicht dieses Billigprodukt für die
sicherlich nicht arg hohen Anforderungen in einem Heizungskeller? Hat
jemand schonmal mit so einem Mischer gearbeitet?

Gudrun Ewald

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Dec 30, 2002, 4:28:18 PM12/30/02
to

"Martin Kobil" <Marti...@epost.de> schrieb

> Der Heizungsbauer benötigt den Estrich in meinem Heizungskeller bevor
> der Estrichleger mit seiner Maschine anrückt und im ganzen Haus den
> Estrich verlegt. Deshalb möchte ich diese 10 qm Estrich selbst
> verlegen.

Hallo Martin,
10 qm sind ziemlich viel, wir hatten das Vergnügen nämlich letzten Freitag und
unsere Essecke ist nur nur ca. 8 qm groß. Wie dick willst/sollst du den Estrich
denn aufbringen? Wir haben noch ziemlich viel Styropor druntergelegt und bei
einem ziemlich dünnen Estrich doch noch nen Kubikmeter Kies benötigt (allein
10 Säcke Zement)

>
> Zuerst wollte ich mir Sand und Zement besorgen und dann in einem
> Betonmischer selbst anmixen. Jetzt habe ich aber gesehen, daß es im
> Baumarkt (Praktiker) Fertigmischungen für 1,99 EUR pro Sack gibt,

Puh, das sind ja über 50 Säcke (aber günstig isses)
Das gibt Muckies *fg*

> welche die Aufschrift Beton/Estrich B25/ZE20 nach irgendeiner DIN
> tragen. Diese Fertigmischung könnte ich viel einfacher mit einem
> geliehenen (Tagesmiete 15 Euro) Flotti-Mischer von Maxit verarbeiten,
> da dabei oben nur die Säcke ausgelehrt werden, das Wasser direkt über
> einen angeschlossenen Schlauch dosiert zugeführt wird und hinten der
> flüssige Estrich

Mach nicht zu flüssig. Die Aufschrift weiss ich jetzt nicht, bei uns kam noch eine
Estrichmilch (1,5 l für einen Kubikmeter) dazu.

>direkt auf den Raumboden herausgelassen werden kann.
>
> Was haltet ihr von dieser Vorgehensweise und von dieser
> Baumarkt-Fertigmischung? Reicht dieses Billigprodukt für die
> sicherlich nicht arg hohen Anforderungen in einem Heizungskeller? Hat
> jemand schonmal mit so einem Mischer gearbeitet?

Nee, mit 'nem herkömmlichen, aber verteilen musst du den Estrich eh manuell.
Vergiß nicht den Randstreifen für schwimmende Verlegung.
Viel Spaß!
Gruß
Gudrun


Lutz Illigen

unread,
Dec 31, 2002, 12:02:12 AM12/31/02
to
Marti...@epost.de (Martin Kobil) wrote:

> Der Heizungsbauer benötigt den Estrich in meinem Heizungskeller
> bevor der Estrichleger mit seiner Maschine anrückt und im ganzen
> Haus den Estrich verlegt. Deshalb möchte ich diese 10 qm Estrich
> selbst verlegen.

IMHO keine gute Idee. Mach dem Heizungsmensch ein paar Betonsockel.
Und zwar höher als der Estrich später liegt.

Lutz

Martin Kobil

unread,
Jan 1, 2003, 4:15:11 AM1/1/03
to
> > Der Heizungsbauer benötigt den Estrich in meinem Heizungskeller
> > bevor der Estrichleger mit seiner Maschine anrückt ...

> IMHO keine gute Idee. Mach dem Heizungsmensch ein paar Betonsockel.
> Und zwar höher als der Estrich später liegt.

Solche Betonsockel haben die Angewohnheit, daß sie bei späteren
Änderungen nicht mehr an der richtigen Stelle sitzen und ggf. wieder
entfernt werden müssen. Und ich würde für die 3 Heizöltanks, den
Kessel, einen Brauchwasserspeicher und einen Pufferspeicher relativ
viele Sockel brauchen.

Ein gutes neues Jahr wünscht ..... Martin

Martin Kobil

unread,
Jan 1, 2003, 4:20:57 AM1/1/03
to
> Wie dick willst/sollst du den Estrich denn aufbringen?

Ich denke so an 5 cm.


> Wir haben noch ziemlich viel Styropor druntergelegt und bei
> einem ziemlich dünnen Estrich doch noch nen Kubikmeter Kies benötigt (allein
> 10 Säcke Zement)

Ich frage mich gerade, ob Polysyrol in meinem Fall die entsprechende
Druckbelastung aushält?

Z.B. bei den Öltanks kommen pro 80 * 80 cm Grundfläche gut 1000 Kg
zustande. Das sind rund 1600 kg/qm. Von PS 15 habe ich jetzt gerade
die Daten nicht zur Hand, aber extrudiertes PS (Jackodur) macht in der
einfachtsen Ausführung 200 kN/qm. Wenn mich meine verbliebenen
Physikkenntnisse jetzt nicht täuschen sind das rund 20000 kg/qm. Das
dürfte ausreichen, oder sehe ich irgendwas falsch?

Ich muss mal noch nach der Druckbelastung für PS15 suchen, denn
extrudiertes PS wäre etwas teuer für diese Anwendung .....


> Puh, das sind ja über 50 Säcke (aber günstig isses)
> Das gibt Muckies *fg*

Ja, aber es dürften weniger Säcke sein. Bei Bayosan steht bei einem
vergleichbaren Produkt 20 kg pro cm Dicke und pro qm. Ein Sack vom
Billigprodukt hat 40 kg. Das macht dann zusammen 25 Sack. Aber
wirklich ganz schön viel. Da muß ich mit dem Anhänger schon zweimal
fahren um das Zeug zu holen.


Ach ja, ein "gutes Neues" wünscht ....... Martin

Horst Kalevar

unread,
Jan 1, 2003, 7:36:42 AM1/1/03
to
Martin Kobil wrote:

>> Wir haben noch ziemlich viel Styropor druntergelegt und bei
>> einem ziemlich dünnen Estrich doch noch nen Kubikmeter Kies
>> benötigt (allein 10 Säcke Zement)
>
> Ich frage mich gerade, ob Polysyrol in meinem Fall die entsprechende
> Druckbelastung aushält?
>
> Z.B. bei den Öltanks kommen pro 80 * 80 cm Grundfläche gut 1000 Kg
> zustande. Das sind rund 1600 kg/qm.

Darf denn bei einem Öllagerraum ein schwimmender Estrich eingebaut
sein? Wie will man den dauerhaft dicht bekommen?
Durch die schwimmende Konstruktion ist doch zur Wand hin eine
Sollbruchstelle eingebaut.

Gruß
Horst


Joachim Warner

unread,
Jan 1, 2003, 8:51:58 AM1/1/03
to

Gudrun Ewald schrieb:

> Vergiß nicht den Randstreifen für schwimmende Verlegung.

Heizungsraum braucht keinen schwimmenden Estrich, schafft eher Probleme.

Lege erst den Raum mit Bitumen-Schweißbahn auf dem Fundament aus. Geht auch ohne
Brenner, verschweißt später unter Estrich-Eigengewicht. Bahn seitlich hochziehen.

Und frag mal dein örtliches Fertigbeton-Unternehmen. Die liefern dir auch ab 1
Kubikmeter an. Baufolie auslegen, Mischung draufkippen lassen und per Karre oder Eimer
wegtragen. Denk an Verzögererzugabe, sonst ist der Kram hart, bevor du glätten kannst.

Und du brauchst einen Richtscheit zum Abziehen. 10 qm gut waagerecht hinkriegen ist
nicht einfach, vielleicht kennst du einen Maurer, der hilft.

Viel Spaß

Joahcim

Martin Kobil

unread,
Jan 1, 2003, 1:41:27 PM1/1/03
to
> Darf denn bei einem Öllagerraum ein schwimmender Estrich eingebaut
> sein? Wie will man den dauerhaft dicht bekommen?
> Durch die schwimmende Konstruktion ist doch zur Wand hin eine
> Sollbruchstelle eingebaut.

Mein Heizöllager wird ohne die weitverbreitete Auffangwanne mit
3fachem Visconalanstrich ausgeführt, sondern es kommen zweiwandige
Öltanks zum Einsatz. Kostet letztlich sogar eher weniger und nimmt
deutlich weniger Platz weg. Siehe auch:

http://www.myshk.com/ikz-praxis/p0201/020108.htm

Martin Kobil

unread,
Jan 1, 2003, 2:27:03 PM1/1/03
to
> Heizungsraum braucht keinen schwimmenden Estrich, schafft eher Probleme.

Aus energetischer Sicht (rundum Kellerwand-Perimeterdämmung) und als
Höhenausgleich (sonst Stolperstufe) ist er aber bei einem Keller mit
sonst überall verlegtem schwimmenden Estrich IMHO durchaus sinnvoll.

Oder mit was könnte ich den Höhenausgleich sonst bewerkstelligen? Die
gleiche Frage stelle ich mir vorallem im Vorratsraum, denn dort will
man ja auch im Sommer eher einen kühlen Raum haben.

> Lege erst den Raum mit Bitumen-Schweißbahn auf dem Fundament aus.

Welche ist hier eurer Meinung erforderlich/sinnvoll? V60-S4, G200-S4
oder eine mit Aluminiumfolien-Einlage V60-S4Al oder G200-S4Al?

Grundsätzlich kann man ja zwischen Dampfdiffusionsdichtheit und
Wasserdichtheit trennen. Wasserdichtheit wäre bei mir eigentlich schon
durch den WU-Beton und die Ausführung als weisse Wanne gegeben.
Sogesehen würde IMHO eine entsprechende Folie als Dampfsperre reichen.
Ich möchte aber eigentlich schon eine Schweissbahn einsetzen, weil das
IMHO solider ist und keine Löcher beim drübergehen reingedrückt
werden. Als Dampfsperre müsste IMHO aber allerdings eine Schweissbahn
mit Aluminiumfolie rein, aber das führt meines Wissens kaum eine Firma
so aus.

> Und frag mal dein örtliches Fertigbeton-Unternehmen. Die liefern dir
> auch ab 1 Kubikmeter an. Baufolie auslegen, Mischung draufkippen lassen
> und per Karre oder Eimer wegtragen.

Meine Rohbaufirma hätte dies so ähnlich ausgeführt. Aus meiner Sicht
ist es aber preiswerter und fast einfacher 25 Säcke Fertigmischung in
den Keller zu tragen als die gleiche Menge noch mit Wasser versetzt in
Eimern hinunterzuschleppen. Den Flotti kann ich schliesslich auch im
Keller aufstellen und so stört mich dann der eventuelle Regen auch
nicht.

> Und du brauchst einen Richtscheit zum Abziehen. 10 qm gut waagerecht

> hinkriegen ist nicht einfach, ...

Ich persönlich bekomme sowas nur mit Schienen perfekt hin, an denen
ich den Estrich abziehen kann. Entweder nehme ich an der Wand
befestigte Holzlatten, oder ich nehme Putzschienen und lasse sie im
Estrich drin. Mit letzterem habe ich vor Jahren schon mal den
Glattstrich in einer Doppelgarage eingebracht.

Gudrun Ewald

unread,
Jan 1, 2003, 2:41:47 PM1/1/03
to

"Martin Kobil" <Marti...@epost.de> schrieb

>
> Ich frage mich gerade, ob Polysyrol in meinem Fall die entsprechende
> Druckbelastung aushält?
>

Nee, braucht ja auch nicht drunter, ich hatte das als Vergleich angeführt,
weil ich nicht wusste, wie hoch du den Estrich haben willst.
Das mit der schwimmenden Verlegung, so dachte ich, hätte auch noch etwas
damit zu tun, dass sich die Feuchtigkeit nicht in die Wand saugt, aber da müsste
ja dann die hochgezogene Bitumenpappe reichen. Nun ja, habe auch nicht so
viel Wissen darüber ;-)

Gruß
Gudrun, völlig kaputt vom Verfugen.


Ernst Keller

unread,
Jan 2, 2003, 5:38:45 AM1/2/03
to
On 1 Jan 2003 01:20:57 -0800, Marti...@epost.de (Martin Kobil) wrote:

>
>Z.B. bei den Öltanks kommen pro 80 * 80 cm Grundfläche gut 1000 Kg
>zustande. Das sind rund 1600 kg/qm. Von PS 15 habe ich jetzt gerade
>die Daten nicht zur Hand, aber extrudiertes PS (Jackodur) macht in der
>einfachtsen Ausführung 200 kN/qm. Wenn mich meine verbliebenen
>Physikkenntnisse jetzt nicht täuschen sind das rund 20000 kg/qm. Das
>dürfte ausreichen, oder sehe ich irgendwas falsch?
>

Für Styrofoam habe ich je nach Ausführung/Hersteller 8-11t/m2 für
2%Nutzstauchung.

>Ich muss mal noch nach der Druckbelastung für PS15 suchen, denn
>extrudiertes PS wäre etwas teuer für diese Anwendung .....
>

PS15 ist ungeeignet, steht drauf, ich glaube du musst PS20 nehemen.
der Wert gegenüber Styrofoam ist etwa 1/3, 2%Wert habe ich nicht.
>
Ernst

--
Was ist TOFU? Wieso finden die anderen meine Artikel schwer zu lesen?
TOFU steht für "Text Oben, Fullquote Unten". Das ist eine Unart, die einen
nicht nur in dieser Newsgroup, sondern im ganzen Netz unbeliebt macht.
Lies "Wie zitiere ich im Usenet?": http://www.afaik.de/usenet/faq/zitieren/.

Martin Kobil

unread,
Jan 2, 2003, 9:26:56 AM1/2/03
to
> >Ich muss mal noch nach der Druckbelastung für PS15 suchen, denn
> >extrudiertes PS wäre etwas teuer für diese Anwendung .....
> >
> PS15 ist ungeeignet, steht drauf, ich glaube du musst PS20 nehemen.
> der Wert gegenüber Styrofoam ist etwa 1/3, 2%Wert habe ich nicht.

Ja, PS 15 ist wohl nicht für Druckbelastung.

Dauerdruckfestigkeit bei 2% Stauchung:

PS 20 WLG040: 36 kN/m2 ==> 3600 kg/m2
PS 20 WLG035: 48 kN/m2 ==> 4800 kg/m2

Das müsste also gehen :-)

Werner Reimann

unread,
Jan 3, 2003, 11:58:07 AM1/3/03
to
Martin Kobil schrieb in der newsgroup de.rec.heimwerken:

> Der Heizungsbauer benötigt den Estrich in
> meinem Heizungskeller

Die ganz andere Idee: Wer sagt, daß der Estrich gegossen werden muß ?
Leg trittfestes Styropor aus und 22er Spanplatten drüber. Gegen zuviel
Sauerei würde ich die sofort mit Fußbodenfarbe streichen. Spart viel
Schlepperei und Zeit.
Bedenken in Sachen Brandschutz gibt es keine. Wenn Du selbst welche hat,
könntest Du Gipsfertigestrich nehmen, ich würde das aber nicht tun.

viele Grüße
Werner

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