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Solarertrag im Sommer (Warmwasser) - Gasverbrauch gesamt

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Markus Hofstadter

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Apr 30, 2006, 6:06:17 PM4/30/06
to
Eine Frage zum Thema Solaranlage zur Warmwassererhitzung: Wir haben im
letzten Sommer (1.7.05) die 35 Jahre alte Öl-Heizung erneuern lassen,
Umstieg von Öl auf Gas mit Solarunterstützung (wenn schon, denn schon).
Bei uns im Keller steht jetzt ein schmucker Brennwertkessel mit
Solarspeicher, Vaillant aurocompact. Nach der ersten Abrechnungsperiode
würde ich nun gern Vergleichswerte erfragen. Es ist uns z.B. nicht
gelungen, die Warmwasserbereitung in den Sommermonaten Juli-Sept.
komplett ohne Gas zu gestalten. Wir haben lt. Abrechnung damals 93
Kubikmeter bzw. 915 kWh verbraucht (davon waren wir noch 2 Wochen im
Urlaub). Kann das sein? Wie sieht es bei euch aus? Haben wir etwas
falsch gemacht, z.B. Wasserentnahme zum falschen Zeitpunkt? Haben wir
überhaupt was eingespart? Grad mal nachgeschaut: Solarer Ertragswert
lt. Kessel-Diagnose-Anzeige: 101 kwh (Juli 05 bis jetzt).


Eine Frage an alle Heizungsfachleute: Mein Gesamtverbrauch vom 1.7.05
bis heute ist 22500 kWh bzw. 2287 Kubikmeter: zuviel für eine nagelneue
Heizungsanlage? Mit meinem Uralt-Ölkessel, der auch immer schön den
Keller mitheizte ;-), habe ich im Jahre 2004 2300 Liter verbraucht,
AFAIK ca. 23000 kWh. Selbst wenn man den langen, harten Winter noch
dazurechnet, wären das im obigen Zeitraum dann vielleicht 2600 Liter
(oder mehr?) gewesen, mithin im Vergleich zum neuen Gaskessel kein
großer Unterschied. Ist das ok so? Ich hatte mir mehr kwh-Ersparnis
erhofft...

Meine Daten: 125 qm Wohnfl., EFH (DHH), Bj. 70, Standort Köln, Solar
ausrichtung Südwest, 4,5 qm Kollektor-Fläche (Vaillant), damaliger
Dämmstandard (wir haben seit letzte Woche aber das Dach total neu
gedämmt, bringt hoffentlich was), Alufenster, die auch noch erneuert
werden müssten, 2 Erw., 1 kleines Kind, Durchschn. 2 Duschen/Tag, 1
Baden/Woche, Heizung außentemperaturgeregelt, Zeitgesteuerte
Nachtabsenkung auf 15 Grad, Wohnraum ca. 21 Grad

Mein neuer Abschlag: 125 Euro. :-(

Viele Grüße und danke für alle Tipps und Antworten

Markus Hofstadter

Bernd Heinrich

unread,
May 1, 2006, 3:25:06 AM5/1/06
to

"Markus Hofstadter" <ecom...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:e33ccl$ci1$1...@newsreader3.netcologne.de...

> Eine Frage zum Thema Solaranlage zur Warmwassererhitzung: Wir haben im
> letzten Sommer (1.7.05) die 35 Jahre alte Öl-Heizung erneuern lassen,
> Umstieg von Öl auf Gas mit Solarunterstützung (wenn schon, denn schon).

> Wie sieht es bei euch aus? Haben wir etwas falsch gemacht, z.B.

> Wasserentnahme zum falschen Zeitpunkt? Haben wir überhaupt was eingespart?
> Grad mal nachgeschaut: Solarer Ertragswert lt. Kessel-Diagnose-Anzeige:
> 101 kwh (Juli 05 bis jetzt).

Wir verbrauchen zur Wassererwärmung mit Nachtstrom (200L Kessel) bei einen
3Leute Haushalt ( 2Erwachsne 1Kind)
ca. 170kW pro Monat. Das wären dann bei 0,0867 cent pro kW = 14,3 Euro im
Monat für warmes Wasser.
Jetzt kann man sich gut ausrechnen wieviel man mit einer
Warmwassersolaranlage einsparen kann :-(
Ich hatte damals vor ca. 5 Jahren auch mit dem Gedanken gespielt eine
Warmwassersolaranlage zu installieren.
Habe das Xmal durchgerechnet und bin auf eine Einsparung gekommen. ( Hätte
das ganze Zeug zum Grosshandelspreis beziehen können und grössten Teils
selber installiert)
Den Vertreter der Kollektoren daraufhin angesprochen meinte nur : Wie
rentiert sich den ein Mercedes vor der Haustür? Wer eine fahren will kauft
sich halt einen.

Dämme dein Haus ordentlich, incl. neuer Fenster das bringt dann deutlich
mehr.

Gruß Bernd


Lutz Schulze

unread,
May 1, 2006, 4:45:02 AM5/1/06
to
On Mon, 01 May 2006 00:06:17 +0200, Markus Hofstadter
<ecom...@web.de> wrote:

>Grad mal nachgeschaut: Solarer Ertragswert
>lt. Kessel-Diagnose-Anzeige: 101 kwh (Juli 05 bis jetzt).

Na hoffentlich ist da was defekt. Wäre ansonsten ja eher ernüchternd.

Lutz
--
Temperatur und mehr mit dem PC messen - auch im Netzwerk: http://www.messpc.de
mit Ethernetbox für direkten Anschluss der Sensoren im Netzwerk
neu: USB-Sensor spricht Klartext: http://www.messpc.de/sensor_alphanumerisch.php
Test im IT-Administrator: http://www.messpc.de/MessPC-Testbericht-ITA.pdf

Stephan Schöling

unread,
May 1, 2006, 9:04:51 AM5/1/06
to
Markus Hofstadter schrieb:

> Es ist uns z.B. nicht
> gelungen, die Warmwasserbereitung in den Sommermonaten Juli-Sept.
> komplett ohne Gas zu gestalten. Wir haben lt. Abrechnung damals 93
> Kubikmeter bzw. 915 kWh verbraucht (davon waren wir noch 2 Wochen im
> Urlaub). Kann das sein? Wie sieht es bei euch aus?

Auch meine Anlage (4,5 m², 300l-Speicher, Süd, 45°) hat in diesm
Zeitraum keine 100 % solare deckung gebracht. Ich haber hier einen
Daten-Logger, der mir sagt wann wieviel verbraucht bzw. produziert
wurde. Danach habe ich von Jul.-Sept. etwa 55 m³ Gas verbraucht.
Der Datenlogger spiegelt sehr schön die wochenweisen
Schlechtwetterperioden wieder. Solarertrag in der gleichen Zeit ca. 450 kWh.


> Haben wir etwas
> falsch gemacht, z.B. Wasserentnahme zum falschen Zeitpunkt?

Wasserentnahme sollte zu jedem Zeitpunkt möglich sein. Wir entnehmen
hier Wasser "wie immer", d.h. es gibt keine zusätzlichen Regeln wegen
der Solaranlage.

> Haben wir
> überhaupt was eingespart? Grad mal nachgeschaut: Solarer Ertragswert
> lt. Kessel-Diagnose-Anzeige: 101 kwh (Juli 05 bis jetzt).

Viel zu wenig Solaretrag !!! Das 10-fache wäre bei einer kleinen Anlage
realistisch.
Ist die Messung wirklich richtig ? Ablesefehler ausgeschlossen ?
Gibt es eine Zirkulationspumpe (nicht so toll in Verbindung mit Solar)?
Wie ist die Nachheizung des Speichers eingestellt ? Ständiges nachheizen
wäre verkehrt, besser 1 x am Tag nachheizen und zwar abends nach Ende
der solaren Speisung (ab 20:00 Uhr) bei der Süd-West ausrichtung.


> Eine Frage an alle Heizungsfachleute: Mein Gesamtverbrauch vom 1.7.05
> bis heute ist 22500 kWh bzw. 2287 Kubikmeter: zuviel für eine nagelneue
> Heizungsanlage? Mit meinem Uralt-Ölkessel, der auch immer schön den
> Keller mitheizte ;-), habe ich im Jahre 2004 2300 Liter verbraucht,
> AFAIK ca. 23000 kWh. Selbst wenn man den langen, harten Winter noch
> dazurechnet, wären das im obigen Zeitraum dann vielleicht 2600 Liter
> (oder mehr?) gewesen, mithin im Vergleich zum neuen Gaskessel kein
> großer Unterschied. Ist das ok so? Ich hatte mir mehr kwh-Ersparnis
> erhofft...

Ich bin zawar kein Heizungsfachmann, aber das sehe ich genauso. Da ist
was faul.
Habe bei mir etwa 400 m³ weniger im gleichen Zeitraum.
Das Haus ist geringfügig kleiner, aber aus den 50ern, also
grottenschlecht gedämmt. Stantort ist Jülich, also in etwa vergleichbar.
Wir sind 2 Erw. m. 2 kl. Kindern.

Viele Grüße,
Stephan

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Bernd Heinrich

unread,
May 1, 2006, 12:49:24 PM5/1/06
to

"Bernd Heinrich" <Bernd.H...@online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:e34d4i$ikm$1...@online.de...

>
> "Markus Hofstadter" <ecom...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:e33ccl$ci1$1...@newsreader3.netcologne.de...
> Ich hatte damals vor ca. 5 Jahren auch mit dem Gedanken gespielt eine
> Warmwassersolaranlage zu installieren.
> Habe das Xmal durchgerechnet und bin auf eine Einsparung gekommen. ( Hätte
^^^
soll natürlich heisen keine Einsparung, sorry "K" verschluckt.

Gruß Bernd


Martin Kienass

unread,
May 1, 2006, 1:28:10 PM5/1/06
to
Am Mon, 01 May 2006 00:06:17 +0200 schrieb Markus Hofstadter:

[...]


>Es ist uns z.B. nicht
>gelungen, die Warmwasserbereitung in den Sommermonaten Juli-Sept.
>komplett ohne Gas zu gestalten.

Das wundert mich nicht.
Der auroCompact hat einen Trinkwasser-Speicherinhalt von 150 Litern.
Wo soll denn bei dem Volumen Solarwärme zur späteren Verwendung
gespeichert werden? "Richtige" Solarwarmwasserspeicher bieten
mindestens das doppelte Volumen.

[...]


>Eine Frage an alle Heizungsfachleute: Mein Gesamtverbrauch vom 1.7.05
>bis heute ist 22500 kWh bzw. 2287 Kubikmeter: zuviel für eine nagelneue
>Heizungsanlage?

Jein. Wenn man mal den Energiepass der DENA (http://www.dena.de)
zugrunde legt, liegst Du mit 180kWh/(m²*a) im Bereich von
"teilsanierten Gebäuden". Da gehört Dein Gebäude sicherlich hin. Wenn
aber die neue Heizungsanlage tatsächlich fast genausoviel Brennstoff
verheizt wie die alte, war die alte entweder sehr gut oder die neue
ist ziemlich schlecht. Eventuell Einstellungssache.
Den letzten Winter solltest Du allerdings auf keinen Fall als
alleinigen Maßstab hernehmen.

[...]


>Meine Daten: 125 qm Wohnfl., EFH (DHH), Bj. 70, Standort Köln,

Viel interessanter: Was hat die Wärmebedarfs- bzw. Heizlastberechnung
ergeben? Dein auroCompact hat einen Nennwärmeleistungsbereich von 9,7
bis 21,6kW. Klingt mir deutlich überdimensioniert.

>Solar
>ausrichtung Südwest, 4,5 qm Kollektor-Fläche (Vaillant), damaliger
>Dämmstandard (wir haben seit letzte Woche aber das Dach total neu
>gedämmt, bringt hoffentlich was), Alufenster, die auch noch erneuert
>werden müssten, 2 Erw., 1 kleines Kind, Durchschn. 2 Duschen/Tag, 1
>Baden/Woche,

Wusste der Heizungsbauer von diesen Nutzungsbedingungen und was hat er
Euch bzgl. des Solarertrages versprochen?
Ich befürchte, hier sind mal wieder gute Absichten auf
falsche/fehlende Beratung gestoßen.

--
______________
/schüüüüüüüß Martin Kienaß
Hamburg (Germany)

Stephan Schöling

unread,
May 1, 2006, 4:16:25 PM5/1/06
to
Martin Gerdes schrieb:
> Stephan Schöling <s.sch...@t-online.de> schrieb:

>
>
>>>Es ist uns z.B. nicht gelungen, die Warmwasserbereitung in den
>>>Sommermonaten Juli-Sept. komplett ohne Gas zu gestalten.
>
>
>>Auch meine Anlage (4,5 m², 300l-Speicher, Süd, 45°) hat in diesm
>>Zeitraum keine 100 % solare deckung gebracht. Ich haber hier einen
>>Daten-Logger, der mir sagt wann wieviel verbraucht bzw. produziert
>>wurde. Danach habe ich von Jul.-Sept. etwa 55 m³ Gas verbraucht.
>
>
> Ein m³ Gas entspricht bei uns etwa 11 kWh.

Entschuldigung ! Ich habe leider vergessen, daß der Großteil der 55 m³
nicht zur Warmwasserversorgung verbraucht wurde. Ich habe alles andere
jetzt rausgerechnet und komme für Jul.-Sep. auf 8,4 m³ Gas für Warmwasser.
Das klingt schon besser, nicht ?

>>Der Datenlogger spiegelt sehr schön die wochenweisen
>>Schlechtwetterperioden wieder. Solarertrag in der gleichen Zeit
>>ca. 450 kWh.
>
>

> Entsprechend einer Gasersparnis von etwa 22,50 Euro.
> Das ist nicht viel (gemessen am Investitionsvolumen).
>

Richtig, das ist nicht viel, ist aber auch eine kleine Anlage und
gekostet hat es auch nicht sooo viel, bin ja schließlich Heimwerker.
Nach meinen Berechnungen wird sich die Anlage innerhal ca. 10 Jahren
amortisieren, da ich gleichzeitig von WW-Erwärmung über Strom weg bin.

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Peter Popp

unread,
May 2, 2006, 3:44:04 AM5/2/06
to
Martin Kienass <mar...@makienet.de> schrieb am Mon, 01 May 2006
19:28:10 +0200, :

>Am Mon, 01 May 2006 00:06:17 +0200 schrieb Markus Hofstadter:
>
>[...]
>>Es ist uns z.B. nicht
>>gelungen, die Warmwasserbereitung in den Sommermonaten Juli-Sept.
>>komplett ohne Gas zu gestalten.
>
>Das wundert mich nicht.
>Der auroCompact hat einen Trinkwasser-Speicherinhalt von 150 Litern.
>Wo soll denn bei dem Volumen Solarwärme zur späteren Verwendung
>gespeichert werden? "Richtige" Solarwarmwasserspeicher bieten
>mindestens das doppelte Volumen.

Das wäre meine Frage gewesen, ob ein angemessener Speicher eingebaut
wurde.
Einige aus der Nachbarschaft hier haben relativ gute Erfahrungen
gemacht, wobei noch nicht die Zeit war, dies rechnerisch
nachzuvollziehen:
http://agenda21hohenbrunn.de/projekte/wvds/showproj.php
(da muss ich allerdings noch was am php-Programm ändern, dort wo
Investition "0" steht, sollte "nicht bekannt" rein, also umsonst ist
das auch so nicht).


>>Eine Frage an alle Heizungsfachleute: Mein Gesamtverbrauch vom 1.7.05
>>bis heute ist 22500 kWh bzw. 2287 Kubikmeter: zuviel für eine nagelneue
>>Heizungsanlage?
>
>Jein. Wenn man mal den Energiepass der DENA (http://www.dena.de)
>zugrunde legt, liegst Du mit 180kWh/(m²*a) im Bereich von
>"teilsanierten Gebäuden". Da gehört Dein Gebäude sicherlich hin.

....


>
>Wusste der Heizungsbauer von diesen Nutzungsbedingungen und was hat er
>Euch bzgl. des Solarertrages versprochen?
>Ich befürchte, hier sind mal wieder gute Absichten auf
>falsche/fehlende Beratung gestoßen.

Oft scheitert die Ersparnis durch Brennwertkessel daran, dass die
restliche Heizungsanlage nicht auf die niedrigeren Temperaturen des
Heizungswassers ausgelegt sind,

behauptet

--
Peter Popp
www.peter-popp.de/bahn

Martin Kienass

unread,
May 2, 2006, 9:46:49 AM5/2/06
to
Am Tue, 02 May 2006 09:44:04 +0200 schrieb Peter Popp:
[...]

>Das wäre meine Frage gewesen, ob ein angemessener Speicher eingebaut
>wurde.
>Einige aus der Nachbarschaft hier haben relativ gute Erfahrungen
>gemacht, wobei noch nicht die Zeit war, dies rechnerisch
>nachzuvollziehen:
>http://agenda21hohenbrunn.de/projekte/wvds/showproj.php
>(da muss ich allerdings noch was am php-Programm ändern, dort wo
>Investition "0" steht, sollte "nicht bekannt" rein, also umsonst ist
>das auch so nicht).

Wenn Du schon dabei bist: Die links zur WVDS-Startseite funktionieren
nicht :-)
Ansonsten: Schön zu sehen, dass man auch mit knappen Budget (3-3,5kEUR
sind nicht viel) und mit Eigenleistung offenbar gut funktionierende
Solaranlagen bauen kann. Interessant wäre noch eine Angabe über Gelder
aus der Solarförderung (ich nehme an, der Förderbetrag ist jeweils
schon bei der Angabe der Invest-kosten berücksichtigt?)

Wer mal ein wenig mit verschiedenen Anlagenarten, Ausrichtungen,
Kollektor- und Speichergrößen herumspielen möchte:

http://www.getsolar.de/gsdownld.php

Ich nutze die Vollversion schon ein paar Jahre und ich kann sagen, die
Simulation kommt den dann tatsächlich erzielbaren Ergebnissen recht
nahe.
Die kostenlose Shareware-Version ist allerdings auf einige
vordefinierte Orte und iirc auf einige Kollektoren beschränkt.


[...]


>>Wusste der Heizungsbauer von diesen Nutzungsbedingungen und was hat er
>>Euch bzgl. des Solarertrages versprochen?
>>Ich befürchte, hier sind mal wieder gute Absichten auf
>>falsche/fehlende Beratung gestoßen.
>
>Oft scheitert die Ersparnis durch Brennwertkessel daran, dass die
>restliche Heizungsanlage nicht auf die niedrigeren Temperaturen des
>Heizungswassers ausgelegt sind,

Das auch. Noch häufiger scheitert es aber an fehlenden oder falschen
Einstellungen. Hydraulischer Abgleich ist so ein Stichwort. Oder eben
krasse Überdimensionierung des neuen Wärmeerzeugers.

Peter Popp

unread,
May 2, 2006, 10:19:41 AM5/2/06
to
Martin Kienass <mar...@makienet.de> schrieb am Tue, 02 May 2006
15:46:49 +0200, :

>Am Tue, 02 May 2006 09:44:04 +0200 schrieb Peter Popp:
>[...]
>>Das wäre meine Frage gewesen, ob ein angemessener Speicher eingebaut
>>wurde.
>>Einige aus der Nachbarschaft hier haben relativ gute Erfahrungen
>>gemacht, wobei noch nicht die Zeit war, dies rechnerisch
>>nachzuvollziehen:
>>http://agenda21hohenbrunn.de/projekte/wvds/showproj.php
>>(da muss ich allerdings noch was am php-Programm ändern, dort wo
>>Investition "0" steht, sollte "nicht bekannt" rein, also umsonst ist
>>das auch so nicht).
>
>Wenn Du schon dabei bist: Die links zur WVDS-Startseite funktionieren
>nicht :-)

Danke für den Hinweis, da muss ich mich am Wochenende nochmal
drübermachen.

>Ansonsten: Schön zu sehen, dass man auch mit knappen Budget (3-3,5kEUR
>sind nicht viel) und mit Eigenleistung offenbar gut funktionierende
>Solaranlagen bauen kann. Interessant wäre noch eine Angabe über Gelder
>aus der Solarförderung (ich nehme an, der Förderbetrag ist jeweils
>schon bei der Angabe der Invest-kosten berücksichtigt?)

imho nein,

Christian Kaiser

unread,
May 2, 2006, 3:50:54 PM5/2/06
to
Meine Erfahrung:

Zwischen 1.4. und 1.10.2002 hatte ich 294 Stunden Heizungslaufzeit.
Zwischen 1.4. und 1.10.2003 hatte ich 205 Stunden Heizungslaufzeit.
Zwischen 1.4. und 1.10.2003 hatte ich 231 Stunden Heizungslaufzeit.
Zwischen 1.4. und 1.10.2005 hatte ich 6 Stunden Heizungslaufzeit.

Differenz: meine solare Brauchwassererwärmungsanlage, und ein Holzkaminofen.

Da die Heizung etwa 1.5 l Öl pro Stunde verbraucht, sind das also
300-450 Liter Öl (und da die Anlage ab Mitte/Ende Februar bis Anfang
November was bringt, noch mehr).

2 Erwachsene, 3 Kinder, Reihenendhaus. Komplett ohne Nachheizen geht es
auch bei uns nicht in dieser Zeit, auch wenn wir dank geoßzügiger
Dimensionierung auch mal 4-7 Tage Schlechtwetter ohne Nachheizen
überbrücken können. Im o.a. Zeitraum mußte ich an 4 Tagen die Heizung
einschalten, ansonsten ist sie sogar richtig ausgeschaltet.

Seit Anschaffung/Einbau der Brauchwassererwärmung, und mit Hilfe des
Holzofens brauchen wir nun nur noch etwa 494 Stunden Heizungslaufzeit
vom 1.5.2005 bis 1.5.2006 statt 976 Stunden vom 1.5.2003 bis 1.5.2004
oder 1283 Stunden von 1.5.2002-1.5.2004. (2004 bis 2005 ist nicht
repräsentativ, da die Anlage da teilweise schon vorhanden war). Nur
Sonne und 5 Ster Holz ;-)))

Und dazu noch Warmwasser rund um die Uhr, auch nach Mitternacht.

Genauere Daten zum System siehe http://www.invest-tools.com/pub/solsys.
Hier am Bodensee wäre eine Heizungsunterstützung rausgeschmissenes Geld
wegen des vielen Hochnebels.

Rentieren wird's sich trotzdem nicht, es sei denn der Ölpreis geht auf
über 1 EUR, dann vielleicht... Macht aber nix, es st einfach schön!

Christian

Peter Popp

unread,
May 3, 2006, 2:17:30 AM5/3/06
to
Christian Kaiser <c...@online.de> schrieb am Tue, 02 May 2006
21:50:54 +0200, :

>Meine Erfahrung:
>
>Zwischen 1.4. und 1.10.2002 hatte ich 294 Stunden Heizungslaufzeit.
>Zwischen 1.4. und 1.10.2003 hatte ich 205 Stunden Heizungslaufzeit.
>Zwischen 1.4. und 1.10.2003 hatte ich 231 Stunden Heizungslaufzeit.
>Zwischen 1.4. und 1.10.2005 hatte ich 6 Stunden Heizungslaufzeit.
>
>Differenz: meine solare Brauchwassererwärmungsanlage, und ein Holzkaminofen.

....


>Rentieren wird's sich trotzdem nicht, es sei denn der Ölpreis geht auf
>über 1 EUR, dann vielleicht... Macht aber nix, es st einfach schön!

Kürzlich im Fernsehen, in einem Bericht über Nahost: In Dubai
investiert man jetzt gewaltig in Tourismus (u.a. mit diesen exklusiven
Monsterhotels), weil man davon ausgeht, dass in 10 Jahren die
Ölreserven verbraucht sind,

erinnert sich
--
Peter Popp
www.peter-popp.de/bahn

Lutz Schulze

unread,
May 3, 2006, 3:27:58 AM5/3/06
to
On Wed, 03 May 2006 08:17:30 +0200, Peter Popp
<peter.po...@t-online.de> wrote:

>>Differenz: meine solare Brauchwassererwärmungsanlage, und ein Holzkaminofen.
>....
>>Rentieren wird's sich trotzdem nicht, es sei denn der Ölpreis geht auf
>>über 1 EUR, dann vielleicht... Macht aber nix, es st einfach schön!
>
>Kürzlich im Fernsehen, in einem Bericht über Nahost: In Dubai
>investiert man jetzt gewaltig in Tourismus (u.a. mit diesen exklusiven
>Monsterhotels), weil man davon ausgeht, dass in 10 Jahren die
>Ölreserven verbraucht sind,

Ich frage mich nur, wovon die Touris dann noch die Reise bezahlen
wollen, wenn sich die täglich gebrauchte Energie extrem verteuert.

Josef Moellers

unread,
May 3, 2006, 4:53:50 AM5/3/06
to
Lutz Schulze wrote:
> On Wed, 03 May 2006 08:17:30 +0200, Peter Popp
> <peter.po...@t-online.de> wrote:
>
>
>>>Differenz: meine solare Brauchwassererwärmungsanlage, und ein Holzkaminofen.
>>
>>....
>>
>>>Rentieren wird's sich trotzdem nicht, es sei denn der Ölpreis geht auf
>>>über 1 EUR, dann vielleicht... Macht aber nix, es st einfach schön!
>>
>>Kürzlich im Fernsehen, in einem Bericht über Nahost: In Dubai
>>investiert man jetzt gewaltig in Tourismus (u.a. mit diesen exklusiven
>>Monsterhotels), weil man davon ausgeht, dass in 10 Jahren die
>>Ölreserven verbraucht sind,
>
>
> Ich frage mich nur, wovon die Touris dann noch die Reise bezahlen
> wollen, wenn sich die täglich gebrauchte Energie extrem verteuert.

Schau Dir die Anlagen an. Die Leute, die sich einen Urlaub in Dubai
werden leisten können, brauchen sich _darum_ keine Gedanken zu machen.

--
Josef Möllers (Pinguinpfleger bei FSC)
If failure had no penalty success would not be a prize
-- T. Pratchett

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